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| Interview: Deutsche Bahn bestätigt Ziel der Kapitalmarktfähigkeit |
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Interview mit Dr. Michael Frenzel, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Deutschen Bahn AG, über die Kapitalmarktfähigkeit des Konzerns und die außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats am 07. Oktober 2004. |

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Herr Dr. Frenzel, der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn ist heute zu
einer außerordentlichen Sitzung zusammengekommen. Worum ging es und welche
Beschlüsse wurden gefasst?
Nun, die heutige
Diskussion im Aufsichtsrat hat sehr zur Versachlichung des weiteren Weges
und der weiteren Diskussion über den Weg der Bahn beigetragen. Wir haben
uns einstimmig grundsätzlich darauf verständigt, dass die
Kapitalmarktfähigkeit der Bahn weiterhin das Ziel bleibt. Ziel des
Unternehmens und Ziel des Vorstandes und des Aufsichtsrates wie der
Eigentümer. Wir haben uns darauf verständigt, dass es wichtig ist und
unabdingbar ist, die Bahn als integrierten Konzern weiter zu führen.
Wichtig für uns war, dass wir ausdrücklich den weiteren Weg des
Vorstandes, die operative Performance des Unternehmens zu verbessern,
unterstützen. Insofern hat es eine sehr sachliche, eine sehr tiefe aber
doch weiterführende Diskussion gegeben, die hier dem Unternehmen doch
wirklich weiter hilft.
Betrifft das auch die Arbeitnehmerseite
im Aufsichtsrat?
Auch die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat tragen
voll inhaltlich diese Position mit, also Ziel Kapitalmarktfähigkeit, Ziel
des integrierten Bahnkonzerns, insofern ist dies eine sehr einmütige Sicht.
Was wurde zum Zeitfenster des Börsengang beschlossen?
Nun,
ja, das Zeitfenster ist offen. Herr Bundeskanzler Schröder hat im Rahmen
der Diskussion vor einigen Wochen deutlich gemacht, dass er ein
Zeitfenster sieht zwischen 2006 und 2008. Wichtig ist, dass die Frage des
Börsengangs und des Zeitfenster des Börsengangs entkoppelt wird von der
Frage Kapitalmarktfähigkeit. Das Ziel, das Unternehmen in der operativen
Performance so zu verbessern, dass es kapitalmarktfähig ist, ist das Ziel
an sich. Es ist dann Rolle des Eigentümers und Entscheidung des
Eigentümers dem Bund zu sagen, wann die Börseneinführung dann möglich ist.
Wird es Änderungen im Kurs der deutschen Bahn geben?
Nun, äh,
wichtig ist, dass, wie in der Vergangenheit, auch in Zukunft alle Kraft im
Unternehmen darauf verwand wird, die operative Performance des
Unternehmens nachhaltig zu verbessern, also keine Änderung im Kurs,
sondern strikte Konzentration auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen.
Bleibt der Vorstandsvorsitzende weiterhin im
Amt?
Es gab keine Diskussion über personelle Konsequenzen. Das
stand nicht an. Ganz im Gegenteil. Es ist von allen Seiten sehr deutlich
zum Ausdruck gebracht worden, dass Herr Mehdorn von der Eigentümer-Seite
und der Aufsichtsrats-Seite volle Unterstützung für seinen Kurs erhält.
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