Erwerbstätige, Arbeitsproduktivität und Bruttowertschöpfung
Die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal 2004 wurde von 38,9 Mill.
Erwerbstätigen erbracht, das waren 261 000 Personen oder 0,7% mehr als ein
Jahr zuvor. Die Erwerbslosigkeit (internationale Abgrenzung) stieg im
vierten Quartal 2004 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 151
000 Personen oder 4,1% auf 3,8 Mill. Personen. Der Anteil der Erwerbslosen
an den Erwerbspersonen insgesamt erhöhte sich damit von 8,7% im vierten
Quartal 2003 auf 9,0% im Berichtsquartal.
Die Arbeitsproduktivität,
gemessen als Bruttoinlandsprodukt in Preisen von 1995 je
Erwerbstätigen, nahm im vierten Quartal 2004 im Vorjahresvergleich
um 0,8% zu. Je Erwerbstätigenstunde gerechnet war das ein Plus von 0,6%.
Der etwas geringere Anstieg der Stundenproduktivität ergab sich einerseits
aus vermehrter Teilzeitbeschäftigung (insbesondere Mini-Jobs); dieser
arbeitszeitvermindernde Effekt wurde andererseits durch eine größere
Anzahl der zur Verfügung stehenden Arbeitstage, eine weitere Reduzierung
des Krankenstandes sowie die Zunahme der Nebenerwerbstätigkeit mehr als
ausgeglichen.
Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts
trugen im Berichtsquartal alle Wirtschaftsbereiche mit Ausnahme des
Baugewerbes positiv zur Wirtschaftsentwicklung im Vorjahresvergleich bei.
Den größten Anstieg der Bruttowertschöpfung in konstanten Preisen gab es
im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe (+ 3,5%), gefolgt von Land- und
Forstwirtschaft, Fischerei (+ 2,9%), Handel, Gastgewerbe und Verkehr (+
2,5%), Finanzierung, Vermietung und Unternehmensdienstleister (+ 1,8%)
sowie öffentliche und private Dienstleister (+ 0,5%). Dagegen setzte sich
im Baugewerbe (– 3,3%) der Abwärtstrend der vergangenen Quartale und Jahre
– mit Ausnahme des ersten Quartals 2004 – weiter fort.
Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts (in Preisen von 1995)
sorgten im Vorjahresvergleich ein Anstieg sowohl des Exportüberschusses
(positiver Beitrag zum Wirtschaftswachstum in Höhe von 0,8%-Punkten) als
auch der inländischen Verwendung (+ 0,7%) für die genannte Zunahme des
Bruttoinlandsprodukts um 1,5%. |