WiWi-TReFF - Die Online-Zeitung für Wirtschaftswissenschaften, Bwl, Vwl, Jobs und Praktika
[wiwi-treff home] [sitemap] [feedback]
   
 
   
New Wirtschaftswissenschaften
 News
 Mo: Studium
 Di: Job & Karriere
 Mi: WiWi-Service
 Do: Multimedia
 Fr: Party & Fun
 Link der Woche
 Tipp der Woche
 Literatur-Tipp
 Interviews
 Erfahrungsberichte

Susan Bauer (Kienbaum)
Erfolg im Bewerbungsgespräch


Alle neuen News & Beiträge im wöchentlichen Newsletter





home / aktuelles / news 17.05.2012

Studie: Erfolgsrezepte für den Mittelstand      

Ernst & Young: Unternehmen, die überdurchschnittlich wachsen, fördern die Mitarbeiter, um ihre Innovationskraft zu stärken und wirtschaftliche Erfolge zu sichern.

Mittelstand Erfolg Karriere
 
         


Studie: Erfolgsrezepte für den Mittelstand
Stuttgart, 07.05.2008 (ots) - Unternehmen, die überdurchschnittlich wachsen, fördern die Mitarbeiter, um ihre Innovationskraft zu stärken und wirtschaftliche Erfolge zu sichern. Denn nur über neuartige Produkte gelingt es den Wachstumsunternehmen im Mittelstand, sich auf internationalen Märkten zu behaupten und sich dem Preisdruck von Billiganbietern zu entziehen. Bei ihrem wirtschaftlichen Handeln lassen sich die Unternehmer schließlich auch von unternehmensethischen Vorstellungen leiten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie »Zukunft gestalten - verantwortlich handeln - Siegerstrategien im deutschen Mittelstand 2008«, die Ernst & Young zusammen mit dem F.A.Z.-Institut für Management-, Markt- und Medieninformationen vorlegt hat.

Darin werden die Erfolgsrezepte von rund 100 mittelständischen Unternehmen analysiert, die in den vergangenen Jahren sehr stark wuchsen und sich damit als Finalisten für den Wettbewerb »Entrepreneur des Jahres 2007« qualifizierten. In die Untersuchung flossen Kennzahlen ebenso wie die Erfahrungen und Einschätzungen der Unternehmer ein. Dabei repräsentieren die analysierten Gesellschaften alle wichtigen Branchen. 77 Prozent von ihnen erwirtschaften einen Umsatz von mindestens 25 Millionen Euro pro Jahr, mehr als die Hälfte von ihnen steigerte ihre Erlöse in den vergangenen Jahren um mehr als 25 Prozent, in jedem Dritten legte wiederum die Zahl der Mitarbeiter um mindestens 25 Prozent zu. »Die Studie belegt sechs wichtige Siegerstrategien, durch die sich mittelständische Unternehmen auf internationalen Märkten abheben und auch unter wachsendem Wettbewerbsdruck nachhaltig wachsen«, berichtet Wolfgang Glauner, Autor der Studie bei Ernst & Young. »Wir empfehlen diese zur Nachahmung und wollen in nachvollziehbaren Fallstudien Unternehmern Denkanstöße vermitteln.«
  • Erfolgsrezept 1: Neues sichert Wachstum und Zukunft
    Innovationen gelten Wachstumsunternehmern als wichtigster Schritt zum Erfolg. Mehr als ein Drittel von ihnen will dadurch bestehende Märkte tiefer durchdringen, etwa jeder Zehnte weitere Kunden anziehen. Neue Produkte bieten Wettbewerbsvorteile, binden Kunden, aber auch Mitarbeiter. Daher investiert etwa jeder dritte Befragte mindestens zehn Prozent des Umsatzes in die Forschung, fünf Prozent sogar mehr als 20 Prozent: Dieser Aufwand lässt sich mit den Ausgaben von Hochtechnologie-Konzernen vergleichen und zahlt sich aus: 28 Prozent der Unternehmen liefert Angebote, die neuartig sind. Etwa jedes vierte Unternehmen meldet mindestens ein Patent oder ein Gebrauchsmuster pro Jahr an. Und 43 Prozent erwirtschaften 40 Prozent der Einnahmen durch Neuheiten.
     
  • Erfolgsfaktor 2: Bildung stärkt die Innovationskraft
    Wenigstens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit widmen erfolgreiche Mittelständler ihren Mitarbeitern. Den meisten von ihnen - 67 Prozent - ist bewusst, dass diese entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen. Daher investieren sie auch in ihre Angestellten: Um Fachwissen auf dem Laufenden zu halten und zu verbessern, setzen 97 Prozent der Befragten auf Weiterbildung. Fast jeder Dritte stellt dafür den Angestellten mindestens zwölf Arbeitstage zur Verfügung. Vier von fünf Unternehmen lassen nicht nur Fachwissen schulen, sondern auch Persönlichkeit und Organisationstechniken. Der Einsatz für die Bildung fördert das Wachstum: Fünf Prozent der Unternehmer konnte die Belegschaft im letzten Geschäftsjahr verdoppeln, etwa jeder Dritte wenigstens um ein Viertel steigern.
     
  • Erfolgsfaktor 3: Kundenwünsche bringen voran
    Weniger ist mehr, wenn es um Kunden geht: 34 Prozent der Unternehmer bedienen nur bis zu 250 Käufer, mehr als zwei Drittel erwirtschaften nur mit rund 20 Prozent ihrer Kunden den Großteil ihrer Einnahmen. Was eigentlich ein Risiko von Abhängigkeit birgt, nutzen die Betriebe als Chance zur Spezialisierung und für maßgeschneiderte Angebote. Mehr als die Hälfte der Befragten beziehen zudem ihre Kunden in die Entwicklung von Produkten ein; drei Viertel schulen die Kundenorientierung ihrer Mitarbeiter. Dank innovativer Angebote und Spezialisierung gelingt es den Unternehmen, neue Märkte zu erobern und Preise unabhängig zu gestalten: Knapp ein Viertel erzielen 60 bis 100 Prozent ihres Umsatzes mit Neukunden. Jedes Zweite kann sich hohe Preise leisten, nur jedes Zehnte gruppiert sich ins mittlere und niedrige Preissegment ein.
     
  • Erfolgsfaktor 4: Gesellschaftliches Engagement motiviert
    Wachstumsunternehmer denken nicht nur an den Profit, sie fühlen sich in hohem Maße der Gesellschaft verpflichtet - und begründen auch damit einen Teil ihres Erfolgs. 96 Prozent von ihnen setzen sich aktiv für Hilfsprojekte oder für den Umweltschutz ein. Das dient nicht nur der Imagepflege, in erster Linie stehen ethische Vorstellungen im Mittelpunkt: Wenigstens einen Teil der Gewinne an die Gesellschaft zurückzugeben und so die Zukunft mitzugestalten, das empfinden 81 Prozent der Unternehmer als persönliche Motivation. Etwa jeder Zweite will durch gesellschaftliches Engagement Mitarbeiter gewinnen. Besonders oft fördern die Befragten Bildungseinrichtungen, karitative Organisationen oder Naturschutzprojekte. Jeder Zweite spendet Geld, immerhin etwa jeder Fünfte stellt für derartige Projekte auch Mitarbeiter frei.
     
  • Erfolgsfaktor 5: Partnerschaften helfen beim Wachstum
    Gemeinsamkeit macht stark - gerade auf globalen Märkten: Im Schnitt erzielen die analysierten Firmen rund ein Drittel ihrer Umsätze im Ausland. Um auf eigene Stärken zu fokussieren, suchen die Unternehmer für die Expansion nach Partnern. Jeder Dritte prüft dazu Joint Ventures, 29 Prozent schauen nach Firmen aus, an denen sie sich beteiligen können. Kooperativ zeigen sich die Unternehmer auch in Sachen Innovation: Außer den Ideen von Mitarbeitern oder Kunden beziehen sie auch jene von Lieferanten ein. Daher arbeiten bei 40 Prozent der Unternehmen Ingenieure von Zulieferern in der Entwicklungsabteilung mit.
     
  • Erfolgsfaktor 6: Vorausschauen sichert die Zukunft
    20 Prozent ihrer Arbeitszeit widmen die Befragten der Strategie. Dabei ist es ihnen wichtig, frühzeitig Risiken zu erkennen. Um auf Entwicklungen schnell zu reagieren, prüfen 40 Prozent der Befragten regelmäßig den Wettbewerb auf Übernahmechancen oder Partnerschaften. Auch der Innovationsprozess unterliegt steter Kontrolle durch fach- und funktionsübergreifende Teams. Geldfragen werden indes auf eher traditionelle Weise gelöst: An erster Stelle finanzieren die Befragten das Wachstum aus dem Gewinn, daneben achten sie auf ihre Kosten: 60 Prozent schauen etwa auf den Aufwand für Material.  

  •     Zum Anfang   
     
    ÜbersichtÜbersicht
    DruckversionDruckversion
    Artikel weiterempfehlenArtikel weiterempfehlen
    Ersten Kommentar schreibenErsten Kommentar schreiben
    Weiteres bei WiWi-TReFF:
    · Unternehmensranking - Welche Arbeitgeber...
    · Deutsche Wirtschaft steht 2010 vor Rekor...
    · CHE-Studienkredit-Test 2009
    · Freeware: Analysis-Software zur Kurvendi...
    · Top Job 2003 - Die besten Arbeitgeber im...
     



    Mo Di Mi Do Fr Sa So
    30123456
    78910111213
    14151617181920
    21222324252627
    28293031123
       Mai 2012   


    Nachrichten
    Börsen-News
    Wirtschafts-News
    Wirtschaftsdaten
    Marktforschung



    Nützliches
    Kostenlose SMS
    Reiseinformationen
    Nachschlagewerke
    Übersetzung



    Börsenkurse
     


    Für Schüler, Studenten und Lehrer Für Schüler, Studenten und Lehrer

    [Microsoft Office 2010]
     
     sehr hilfreich
     hilfreich
     in Ordnung
     nicht hilfreich
     überflüssig
    Unternehmen - Presse - Impressum - Kontakt