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Studienberechtigte bei der Studien- und Berufswahl durch Vielfalt verunsichert      

Wie gut fühlen sich Schülerinnen und Schüler im letzten Schuljahr vor dem Erwerb der Hochschulreife über die infrage kommenden Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informiert? Welche Schwierigkeiten und Probleme beeinflussen ihre Studien- und Berufswahl?

Studienwahl Berufswahl
 

Studienberechtigte bei der Studien- und Berufswahl durch Vielfalt verunsichert
Hannover, 04.02.2010 (his) - Wie gut fühlen sich Schülerinnen und Schüler im letzten Schuljahr vor dem Erwerb der Hochschulreife über die infrage kommenden Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten informiert? Welche Schwierigkeiten und Probleme beeinflussen ihre Studien- und Berufswahl? Wie werden die vorhandenen Beratungsangebote genutzt und bewertet? Und wo besteht weiterer Informationsbedarf? Bereits zum dritten Mal untersucht die HIS GmbH den Beratungsbedarf und das Informationsverhalten von Studienberechtigten. Die Ergebnisse wurden nun in der Reihe Forum Hochschule publiziert.
Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von knapp 29.000 Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Befragt wurde der Abschlussjahrgang 2007/08 ein halbes Jahr vor Erwerb der Fachhochschulreife bzw. des Abiturs. Vorgängerbefragungen liegen für die Abschlussjahrgänge 2004/05 und 2005/06 vor.

Nur rund ein Viertel der Befragten fühlt sich sehr gut bzw. gut über die infrage kommenden Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Dagegen stuft jede/r Dritte den eigenen Informationsstand über nachschulische Bildungsalternativen als "(eher) unzureichend" ein. Dabei gilt: Je früher die Informationssuche beginnt, umso besser fühlen sich die Befragten über die zur Verfügung stehenden Alternativen informiert. Diese Befunde sind im Jahrgangsvergleich überaus stabil.

Nur sieben Prozent der knapp 29.000 Befragten haben ein halbes Jahr vor dem Schulabschluss keine besonderen Schwierigkeiten bei der Studien- und Berufswahl (s. Abb.). Den anderen bereitet, wie bereits in den Vorjahren, vor allem die unvorhersehbare Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt Probleme. Zwei von fünf Befragten fühlen sich zudem von der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Alternativen überfordert. Ein Fünftel hat Schwierigkeiten abzuschätzen, welche Qualifikationen und Kompetenzen künftig wichtig sein werden. Probleme ergeben sich jedoch nicht nur aus solchen "äußeren" Faktoren: Mehr als ein Viertel der Studienberechtigten ist sich zum Ende der Schulzeit darüber hinaus nicht über die eigenen Fähigkeiten und Interessen im Klaren.

Das Internet ist die Informationsquelle für die Studien- und Berufswahl. Fast ausnahmslos haben die Befragten zur Informationsbeschaffung darauf zurückgegriffen, und vier von fünf Befragten stufen die auf diesem Weg erhaltenen Informationen zudem als in hohem Maße hilfreich ein. Daneben spielen Informationsmaterialien wie Flyer, Broschüren usw. eine wichtige Rolle - auch wenn ihr Beitrag zur Entscheidungsfindung kritischer beurteilt wird. Da die Mehrheit der Befragten plant, die erworbene Studienoption nach Schulabschluss einzulösen und ein Studium aufzunehmen, werden hochschulbezogene Informationsquellen häufig in den Entscheidungsprozess einbezogen. Zwei von drei Studienberechtigten haben zum Befragungszeitpunkt bereits Hochschulinformationstage besucht, aber nur ein Drittel der Nutzerinnen und Nutzer ist mit den dort erhaltenen Informationen (sehr) zufrieden. Unabhängig von der nachschulischen Bildungsabsicht hat ein Drittel der Befragten Hochschulrankings konsultiert; allerdings leisten die auf diesem Wege erhaltenen Informationen nur für ein Zehntel der Nutzerinnen und Nutzer einen wichtigen Beitrag für die persönliche Studien- oder Ausbildungsentscheidung.

Download [PDF, 76 Seiten - 875 KB]
Informationsverhalten und Entscheidungsfindung bei der Studien- und Berufswahl
http://www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201001.pdf
 

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