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| Nobelpreisträger für Wirtschaft 1997 |
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Der Nobelpreis für Wirtschaft ging 1997 an Robert C. Merton und Myron S. Scholes für eine neue Methode zur Bestimmung des Wertes von Derivaten. |
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Nobelpreisträger für Wirtschaft 1997 Die Königlich
Schwedische Akademie der Wissenschaften hat den von der Schwedischen
Reichsbank in Erinnerung an Alfred Nobel gestifteten Nobelpreis für
Wirtschaft des Jahres 1997 verliehen an
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Robert C. Merton, Harvard University, Cambridge, USA
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Myron S. Scholes, Stanford University, Stanford, USA
für
ihre neue Methode zur Bestimmung des Wertes von Derivaten.
Die Bewertung von Derivaten In Zusammenarbeit mit dem
verstorbenen Fischer Black haben Robert C. Merton und Myron S. Scholes
einen bahnbrechenden Ansatz zur Bewertung von Aktienoptionen entwickelt.
Ihre Methodologie hat ökonomischen Bewertungen in vielen Bereichen den Weg
geebnet. Ferner hat sie die Entwicklung neuer Typen von Finanzinstrumenten
und ein effizienteres Risikomanagement in der Gesellschaft ermöglicht.
In
einer modernen Marktwirtschaft ist es entscheidend, dass Firmen und
Haushalte in der Lage sind, ein angemessenes Risikoniveau für ihre
Transaktionen zu wählen. Auf den Finanzmärkten werden Risiken auf Händler
umverteilt, die willens und fähig sind sie einzugehen. Märkte für Optionen
und andere sogenannte Derivate sind insofern wichtig, als Händler, die
zukünftige Einkünfte oder Zahlungen antizipieren, Profite über einem
bestimmten Niveau sicherstellen oder sich gegen Verluste über einem
bestimmten Niveau absichern können. (Optionen erlauben es, sich gegen
einseitige Risiken abzusichern - sie beinhalten das Recht, aber nicht die
Verpflichtung, ein bestimmtes Wertpapier zu einem festgelegten Preis zu
kaufen oder zu verkaufen.) Ein effizientes Risikomanagement setzt jedoch
voraus, dass solche Instrumente korrekt bewertet werden. Unter den
bedeutenden Beiträgen zur Wirtschaftswissenschaft der letzten 25 Jahre
nimmt Mertons und Scholes Methode zur Bestimmung des Wertes von Derivaten
daher eine besondere Stellung ein.
Merton und Scholes entwickelten
ihre Methode in enger Zusammenarbeit mit Fischer Black, der 1995 als
Mit-Fünfziger verstarb. Seit der Veröffentlichung ihrer Arbeit im Jahre
1973 ist ihr Ansatz unter dem Namen Black-Scholes-Formel bekannt geworden.
Heutzutage benutzen Tausende von Händlern und Investoren diese Formel
täglich, um Aktienoptionen auf Märkten in der ganzen Welt zu bewerten.
Robert Merton entwickelte eine vielfältig anwendbare Methode zur Ableitung
der Formel; ferner verallgemeinerte er sie in diversen Richtungen. Black,
Merton und Scholes legten so die Grundlagen für das rasche Wachstum der
Märkte für Derivate in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten. Aufgrund
ihrer allgemeinen Anwendbarkeit hat die Methode neue Forschungsbereiche
erschlossen - sowohl innerhalb als auch außerhalb der Finanzökonomie.
Ähnliche Methoden können zur Bewertung von Versicherungsverträgen und
Bürgschaften oder der Flexibilität physischer Investitionsprojekte
angewandt werden. |
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