WiWi-TReFF - Die Online-Zeitung für Wirtschaftswissenschaften, Bwl, Vwl, Jobs und Praktika Kostenloses Forex-Demokonto
 Kostenloses Forex-Demokonto
Die Varengold Wertpapierhandelsbank offeriert ein kostenloses Demokonto. Auf diese Weise kann der Forex-Handel mit virtuellem Geld trainiert werden. So lässt sich der Einstieg in den Devisenhandel ohne Risiko erlernen.
Neuer Studenten-Bildungsfond der DKB Bank!
 Neuer Studenten-Bildungsfond der DKB Bank!
Wer sein Studium selbständig finanzieren will, kann sich über den Studienkredit der DKB Bank monatlich bis zu 650 Euro maximal 39.000 Euro auszahlen lassen. Der effektive Jahreszins beträgt 6,49 Prozent.

Jetzt zum Studenten-Bildungsfond informieren!
Neuer Studenten-Bildungsfond der DKB Bank!
 Neuer Studenten-Bildungsfond der DKB Bank!
Wer sein Studium selbständig finanzieren will, kann sich über den Studienkredit der DKB Bank monatlich bis zu 650 Euro maximal 39.000 Euro auszahlen lassen. Der effektive Jahreszins beträgt 6,49 Prozent.

Jetzt zum Studenten-Bildungsfond informieren!
[wiwi-treff home] [sitemap] [feedback]
   
 
   
 
New Wirtschaftswissenschaften
 News
 Mo: Studium
 Di: Job & Karriere
 Mi: WiWi-Service
 Do: Multimedia
 Fr: Party & Fun
 Link der Woche
 Tipp der Woche
 Literatur-Tipp
 Interviews
 Erfahrungsberichte


A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z

Susan Bauer (Kienbaum)
Erfolg im Bewerbungsgespräch


Alle neuen News & Beiträge im wöchentlichen Newsletter






home / aktuelles / news 01.09.2016

Demokratie und Arbeit sind den Menschen wichtiger als Wirtschaftswachstum

     

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) spielt als Gradmesser für Wohlstand nach Ansicht der deutschen Bevölkerung nur eine untergeordnete Rolle. Als weitaus wichtiger werden der Erhalt der Demokratie und eine hohe Erwerbstätigenquote eingeschätzt. Das geht aus einer repräsentativen Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Zusammenarbeit mit TNS Infratest hervor.

Demokratie Arbeitslosigkeit Wohlstand
 
         


Demokratie und Arbeit sind den Menschen wichtiger als Wirtschaftswachstum
Berlin, 07.03.2013 (diw) - Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) spielt als Gradmesser für Wohlstand nach Ansicht der deutschen Bevölkerung nur eine untergeordnete Rolle. Als weitaus wichtiger werden der Erhalt der Demokratie und eine hohe Erwerbstätigenquote eingeschätzt. Das geht aus einer repräsentativen Erhebung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in Zusammenarbeit mit TNS Infratest hervor. „Wohlstand und Lebensqualität definieren sich für viele Menschen nicht vorrangig über die Höhe des Durchschnittseinkommens und des Wirtschaftswachstums“, sagt DIW-Experte Marco Giesselmann, einer der Studienautoren. „Die Politik muss deshalb auch die weiteren Bedürfnisse und Anforderungen der Menschen messbar machen und anerkennen.“ Hintergrund der Umfrage ist ein Vorschlag der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“, die im Auftrag des Deutschen Bundestags eine Alternative zum BIP entwickeln soll und sich nun mehrheitlich für ein Konzept mit zehn Leitindikatoren ausgesprochen hat.

Konkret schlägt die Enquete-Kommission vor, dem Bruttoinlandsprodukt – also dem Wert aller in einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen – neun weitere Indikatoren zur Seite zu stellen (Staatsschuldenquote, Einkommensverteilung, Beschäftigung, Bildung, Lebenserwartung, Demokratie und Freiheit, Treibhausgasemissionen, Stickstoffüberschuss, Artenvielfalt). Ein einziger alternativer Indikator, also eine Art Anti-BIP, sei nach Meinung der Enquete-Kommission hingegen nicht praktikabel, sagt DIW-Vorstand Gert G. Wagner, Mitglied der Kommission: „Neben methodischen Problemen wäre ein Anti-BIP vor allem aus demokratietheoretischer Sicht bedenklich. Denn dann müssten Politiker für alle Menschen entscheiden, welches Gewicht etwa der Umweltschutz im Vergleich zum materiellen Wohlstand hat.“

Relevanzeinschätzungen variieren nach Wählerlager
Auf einer Skala von null bis zehn bewerteten die Befragten das Pro-Kopf-Einkommen – als Indikator für das Bruttoinlandsprodukt – durchschnittlich mit einem Wert von 7,4. Damit liegt das BIP fast am Ende der Bedeutsamkeitsskala der zehn von der Enquete-Kommission vorgeschlagenen Indikatoren; lediglich einer Erhöhung der Lebenserwartung wird mit einem Durchschnittswert von 6,6 eine noch geringere Relevanz zugesprochen. Dem Erhalt der Demokratie und einer hohen Erwerbstätigenquote werden mit Durchschnittswerten von 9,4 beziehungsweise 9,2 die mit Abstand höchsten Bedeutungen beigemessen. Die ökologischen Indikatoren für Aspekte wie Klimaschutz und Erhalt der Artenvielfalt liegen mit Mittelwerten von knapp über acht im Mittelfeld der Rangliste.Die Relevanzeinschätzungen der Befragten unterscheiden sich teilweise deutlich: So messen Ostdeutsche abgesehen vom Demokratieerhalt und der Staatsschuldenquote allen Indikatoren ein höheres Gewicht zu als Westdeutsche. Die Geschlechtsunterschiede sind gering, allerdings zeigen sich Frauen vor allem für die ökologischen Indikatoren sensitiver.

Bedeutsame Unterschiede weist die Analyse für die Wähler verschiedener Parteien aus: So wird die Relevanz des BIP vor allem bei Wählern der SPD sowie der Linken hoch eingestuft. Besonders deutlich spiegelt sich das parteipolitische Spektrum bei der Frage nach der Einkommensverteilung wider:

Während die Wähler von SPD, Grünen und Linken das Gleichheitsziel im Schnitt um bis zu 1,5 Skalenpunkte wichtiger einschätzen als CDU-Wähler, wird dem Indikator unter FDP-Wählern lediglich eine deutlich unterdurchschnittliche Relevanz beigemessen.

Jahreswohlstandsbericht könnte helfen, das Bruttoinlandsprodukt zu relativieren
Dass Diskussionen um das Wirtschaftswachstum künftig ausbleiben, glauben die Studienautoren indes nicht: „Letztlich hängt die Realisierung der meisten Politikziele mit einem hohen Niveau des BIP und dessen Wachstum zusammen“, erklärt Giesselmann. Allerdings ließe sich mit einem Sachverständigenrat für nachhaltige Lebensqualität ein Gegenpol schaffen, der andere Akzente und Politikempfehlungen setzen könnte. DIW-Vorstand Wagner: „Wenn die Bundesregierung in einer Art Jahreswohlstandsbericht zu allen Bereichen, die für Wohlstand und Lebensqualität relevant sind, gemeinsam Stellung beziehen würde, ließe sich das BIP politisch und gesellschaftlich relativieren.“

Download [PDF, 16 Seiten - 370 KB]
DIW Wochenbericht 9/2013




    Zum Anfang   
 
ÜbersichtÜbersicht
DruckversionDruckversion
Artikel weiterempfehlenArtikel weiterempfehlen
Ersten Kommentar schreibenErsten Kommentar schreiben
Weiteres bei WiWi-TReFF:
· E-Book: Schuldenkrise und Demokratie
· E-Book: Krisenjahr 2009
· ZDFParlameter - Die Abstimmungen im Bund...
 

  

Demokratie und Arbeit sind den Menschen wichtiger als Wirtschaftswachstum

  Neuen Kommentar schreiben :
  Dein Name: WiWi-Treff Leser
  Deine Email:
  Betreff:
 
   



Mo Di Mi Do Fr Sa So
2930311234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293012
   September 2016   



Nachrichten
Börsen-News
Wirtschafts-News
Wirtschaftsdaten
Marktforschung



Nützliches
Kostenlose SMS
Reiseinformationen
Nachschlagewerke
Übersetzung



Börsenkurse
 


Schnell und einfach zur Diplomarbeit Schnell und einfach zur Diplomarbeit

[Ariane Charbel]
 
 sehr hilfreich
 hilfreich
 in Ordnung
 nicht hilfreich
 überflüssig

Unternehmen - Presse - Impressum - Kontakt