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Bachelor-Studiengänge: Employability-Ranking 2008
Bachelorstudiengänge
an deutschen Hochschulen fördern in sehr unterschiedlicher Weise
berufsqualifizierende Kompetenzen und Fähigkeiten, die über das reine
Fach-know-how hinaus gehen. Während einige Hochschulen vorbildliche
Maßnahmen etabliert haben, um die Studierenden umfassend auf den
Arbeitsmarkt vorzubereiten, haben eine Reihe von Hochschulen diesen Aspekt
bei der Umstellung auf Bachelor-und Masterstudiengänge so gut wie gar
nicht berücksichtigt und setzen nach wie vor nahezu ausschließlich auf die
Vermittlung von Fachkompetenz.
Insgesamt
haben Fachhochschulen hinsichtlich der Förderung der
Beschäftigungsbefähigung ihrer Studenten nach wie vor die Nase vorn. Mit
den Studiengängen Wirtschaftsinformatik der Universität Münster und
Maschinenbau der Universität Siegen haben dieses Jahr auch
Bachelor-Studiengänge an Universitäten die Höchstwertung von fünf Sternen
erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt die Neuauflage des
Employability-Ratings von CHE und dem Arbeitskreis Personalmarketing
(dapm), das die Förderung der Beschäftigungsbefähigung (employability) in
nahezu 550 Bachelor-Studiengängen an Hochschulen und erstmals auch
Berufsakademien bewertet. Erfreulicherwiese konnten in diesem Jahr bei der
BWL 22% der einbezogenen Studiengänge Universitäten zugeordnet werden
(Vorjahr 10%), bei den Technik-Studiengängen stieg dieser Anteil von 21
auf 27%. Neben Studiengängen wie Betriebswirtschaft, Bauingenieurwesen,
Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und – ingenieurwesen wurden erstmalig
auch Informatikstudiengänge bewertet.
Im Zentrum der Studie
steht die Frage, inwieweit Hochschulen über die Vermittlung der
Fachkompetenz hinaus berufsqualifizierende Elemente, wie beispielsweise
die Vermittlung von Sozial- und Methodenkompetenz oder die Förderung von
Internationalität und Praxisbezug systematisch in ihre Curricula
integrieren. Die Fachkompetenz bildet nach wie vor den Kern der
Studiengänge. Hier haben die Hochschulen lange Erfahrung und war daher
auch nicht Gegenstand dieses Ratings. Mit der Bewertung der darüber
hinausgehenden berufsqualifizierenden Kompetenzen, betreten die
Hochschulen in vielen Fällen jedoch Neuland. Mit der Bewertung dieser
Faktoren liefert das Rating einen wesentlichen Mehrwert in Hinblick auf
das gesamte Leistungsspektrum der Hochschulen, das bislang viel zu wenig
Beachtung fand. Angehenden Studenten, den Unternehmen als auch den
Hochschulen wird somit eine umfassende Studiengangsbewertung ermöglicht.
In
der vergleichenden Bewertung konnten die Studiengänge bis zu fünf Sterne
erreichen. 31 Studiengänge erreichten die Höchstbewertung, darunter 13
BWL-Studiengänge: Mit jeweils vier Studiengängen sind die Hochschule Ulm
und die International School of Management Dortmund in der Spitzengruppe
vertreten. Jeweils dreimal die Höchstwertung erzielten die Hochschulen
Reutlingen und Albstadt-Sigmaringen. Der Arbeitskreis Personalmarketing
(dapm) ist ein Zusammenschluss von Personalmarketingverantwortlichen von
43 großen Unternehmen in Deutschland. Vertreten sind unter anderen Audi,
BMW, HypoVereinsbank, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank oder SAP. Das
gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) setzt sich für
Reformen im Hochschulsystem ein. Es stellt unterschiedliche Rankings und
Ratings kostenfrei zur Verfügung, um mehr Transparenz über die Leistungen
von Hochschulen zu ermöglichen.
Download der Ergebnisse
http://www.che.de/downloads/CHE_Employability_Rating_Wirtschaft.xls
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