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| Die individuelle Bewerbung 7: Beispiel-Lebenslauf |
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Kommentar Bei unserem Beispiel handelt es sich um den typischen
Lebenslauf eines Absolventen ohne Berufserfahrung. Der Lebenslauf ist
nicht chronologisch, sondern nach Sachgruppen geordnet: Studium, Praktika
usw.
Zu den einzelnen Rubriken:
Persönliche Daten
Je nachdem, welche Daten bereits angegeben wurden, kann man hier auch noch
weitere Kontaktdaten wie Telefonnummer usw. angeben. Die Angabe der Namen
der Eltern und ihrer Berufe ist mittlerweile unüblich und fehlt daher zu
Recht.
Schulbildung Dem aufmerksamen Leser wird nicht
entgehen, dass der Bewerber offenbar eine »Ehrenrunde« auf dem Gymnasium
absolviert hat. Die Angabe der Grundschulbildung ist heute unüblich.
Wehr-/Ersatzdienst Die ausführliche Beschreibung der Tätigkeit beim
Zivildienst kann sinnvoll sein, wenn es sich um eine anspruchsvolle
Tätigkeit handelt. Geht es nur um einen Hausmeisterjob: nicht näher
spezifizieren. Auffällig: Eine Lücke von mehreren Monaten bis zur Aufnahme
des Studiums. Falls man in dieser Zeit etwas Sinnvolles unternommen hat,
sollte man das anführen. Falls man auf der faulen Haut gelegen hat: nicht
weiter kommentieren.
Studium Dieser Abschnitt ist etwas
lang geraten, das ist aber bei einem Lebenslauf mit relativ wenigen
Stationen noch statthaft. Die Länge resultiert daraus, dass der Bewerber
Wert darauf legt, in nur drei Semestern das Grundstudium absolviert zu
haben. Dies ist durchaus eine erwähnenswerte Leistung, die längere
Aufzählung kann daher so akzeptiert werden. Auffällig: Die lange Dauer des
Hauptstudiums im Gegensatz zum Grundstudium. Siehe auch unter Praktika.
Auslandsaufenthalt Hierzu gibt es wenig zu sagen, außer, dass ein
weiterer Auslandsaufenthalt sicher positiv vermerkt würde.
Praxiserfahrung Die Aufzählung von fünf Praktika ist hingegen schon
an der Grenze zum Zumutbaren. Der Bewerber setzt jedoch ganz
offensichtlich auf den Klang der illustren Namen, und das ganz zu Recht.
Außerdem wird hier die mit 8 Semestern zu lange Dauer des Hauptstudiums
wenigstens zum Teil erklärt.
Studienbegleitende Aktivitäten
Positiver Eindruck.
Workshops Diese Rubrik ist eher
unüblich. Dennoch sind die Angaben vertretbar, da es dem Bewerber
schließlich darum geht, ein etwas zu langes Studium zu begründen.
Sprachkenntnisse In Ordnung.
EDV-Kenntnisse In
Ordnung.
Interessen/Hobbys Recht wilde Mischung. Man
sollte darauf achten, nur jene Interessen und Hobbys anzuführen, die
geeignet sind, ein klareres persönliches Bild vom Bewerber zu vermitteln.
An dieser Aufzählung reizt die Spannbreite der Interessen, aber man wüsste
gerne, was sich hinter dem unspezifischen Begriff Internet verbirgt, für
das sich ja relativ viele junge Leute interessieren.
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