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home / lounge / Karriere / Bewerbung 19.05.2013
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Recruiter bei eine Personaldienstleister

 Autor   Beitrag 

   25.04.08
  Lounge Gast

Recruiter bei eine Personaldienstleister

Hallo an alle!
Ich hab in 2 Monaten mein Diplom und fange an mich zu bewerben, habe Schwerpunkte Internationales Management, Marketing und Personal (BWL, Uni). Habe seit einer Woche ein Profil auf monster.de und Xing.com und schon anfragen: alle für den gleichen Job: Junior Recruiter. Einmal Robert Half International, Einmal DIS.AG und die relativ kleine Götzfried. Es ist mir klar, es wird wenn, dann mehr Vertrien als Personal sein. Ich werde mich auf solche Jobs auch erst bewerben, wenn alle andere Hoffnung verloren ist. Trotzdem schon mal die Fragen:
- hat jemand von euch Erfahrung als Recruiter bei einer dieser oder anderen Firmen?
- Wie ist das Arbeitsklima?
- ist die Bezahlugn fair (ich weiss, Fixum+Provision, aber ist es OK?
- wie ist das für den Lebenslauf: so, dass man sich unter Wert verkauft, oder gilt es schon als passable Personalerfahrung.
Der mich anwerbende Angestellte lobte 1. die Möglichkeit zur Knüpfung von Kontakten 2. die Möglichkeit zum Aufstieg (bei Robert Half, die sind wohl groß) und 3. Die Möglichkeit, in wichtige Inhalte wie Vertragsrechtliche, Erfahrung zu bekommen, die im Personalbereich wichtig sind.
Wäre suuuper dankbar für Eure Antworten oder Hinweis, wo ich mir sonst Meinungen holen kann


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   30.05.08
  southflower

gesucht wird ja...

Hallo,
interessiert sich echt keiner fürs Thema? ist doch echt aktuell, die PDL suchen wir verrückt!
Erfahrungen? Meinungen?


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   05.06.08
  Lounge Gast

Re: gesucht wird ja...

Kann blos dringend abraten, hab gottseidank nach einem halben Jahr den Absprung in ne solide, Position geschafft.

Hab das selber nach dem Studium gemacht (Personaldisponent/in) bei Zeitarbeits-/Personalvermittlungsfirma.

Fakten: Bezahlung 2300-2500 fix Provision lt. Vertrag 4% vom Rein- Gewinn bis max. 2500. Personalvermittlung 1500 fix, anteilig pro vermittlung ca 2% Jahresbrutto des Vermittelten Im Endeffekt ist nur das Fixum realistisch, der Rest wird durch allerlei Abrechnungstricks abgeschmolzen, da werden z.B. Kosten für PR, Niederlassungsbüro, Inventar, Chefs und "Lizenzgebühren" für die Nutzung der Namensrechte an den Mutterkonzern abgezogen, Auszahlung wird um 3-5 Monate verzögert vorgenommen.

Schon mal aufgefallen, dass immer die gleichen Firmen STÄNDIG Leute suchen? Anforderungsprofil gerne Akademiker,jung, frisch, hungrig, motiviert, passable Umgangsformen...? Weil jeder der kann schnell das Weite sucht. In meiner Ex-Firma Fluktuation ca 30 % im ersten Jahr.

Vorsicht bei Titeln Junior Manager, Abteilungsleiter, Leiter Vertrieb... Augenwischerei, Angestellte/r mit Scheinprokura zum geräuschlosen entfernen, sonst nichts. Wöchentliches Erfolgskontrolling, dauerhafter Druck, Überstunden sind massiv und mit Vertrag abgegolten.

Sprungbrett? Als Recruiter/Personalvertriebler hast Du gerade bei renommierten Kunden vor allen Dingen eins, einen miesen Ruf. Du kommst zwar ins Unternehmen rein und hast Kontakt zu Personalern, aber nur weil deine Dienstleistung gebraucht wird, sonst zeigt man ganz unmissverständlich wie wenig man von Deinesgleichen hält.

Praxiserfahrung im Personalbereich gewinnen bei PDL? Ok dann kannst Du genauso auch bei Mc Donalds die Ausbildung zum Chefkoch erwarten. Es gibt eine oberflächliche Schnellschulung in Arbeitsrecht die wirklich lächerlich ist und das wars, ansonsten einen Satz Standardverträge und Prozenduren,dann wirst Du auch schon auf die Menschheit losgelassen.

Unprofessionalität ist fast Standard in der Branche Du sollst VERKAUFEN, Kohle ranschaffen und das mit allen Mitteln. VERTRIEB,VERTRIEB,VERTRIEB... Klinken putzen von morgens bis abends, Headset auf und potentielle Kunden am Telefon bequatschen ist eine deiner Hauptbeschäftigungen.

Falls Du es trotzdem tust, schau dich mal genau um, wie lange sind Deine neuen Kollegen schon dabei?.... ich wette du wirst keine 5 Leute kennen, in deinem näheren Umkreis, die länger als 5 Jahre beim Unternehmen sind. Ausserdem liefern sich die PDLer einen Kokurrenzkampf bis aufs Blut, d.h. Stundenverrechnungssätze gehen so in den Keller, dass Du Zeitarbeitnehmer richtiggehend verheizen musst. Und das tut sich -Gott sei dank -auch selten genug einer länger an, da heisst es Flöhe hüten (Einem Kollegen sind von einer Gruppe von 10 Helfern innerhalb von 2 Tagen 8 abgesprungen, krank, nicht mehr erschienen bei der arbeit, ausreden..und das war bei einem kunden mit einem guten "stern".

Bei der Personalvermittlung hast Du einen immensen Aufwand - logisch Die Unternehmen zahlen blos weil Sie selbst diese High Potentials nicht erreichen und die Zeit nicht vergeuden wollen, und selbst wenn Du Top-Kandidaten hast, bewerben die sich logischerweise auch woanderst und du kannst oft genug kurz vor Vertragsabschluss wieder von vorne anfangen, weil der Kandidat anderweitig untergekommen ist. Dringender Rat : Don`t do it!


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   07.06.08
  Lounge Gast

Re: gesucht wird ja...

Also, mal sachlich bleiben: als Recruiter anzufangen, ist gar nicht dumm, die genannten vier Firmen sind okay, die goetzfried ist spezialisiert auf IT-Mitarbeiter, da braucht man spezielle Fachkenntnisse - aber vielleicht hast du die ja.

Wichtig ist, dass dein Aufgabengebiet exakt beschrieben wird. Rekruter müssen keinen Kundenkontakt ahben, können aber. Für Deinen Ruf beim Kunden bist du selbst verantwortlich. Wenn Du Qualität lieferst, ist er gut, wenn nicht.......

Der Vorteil in der PDL ist in meinen Augen, dass Du sehr schnell sehr viel lernen kannst, das kann ja unmittelbar nach dem Studium nicht schaden - und Selbststudium, wenn man Lücken feststellt, kann ja ebenso nicht verkehrt sein. Du kannst dich mit Arbeitsrecht befassen, mit dem Betriebsverfassungsgesetz, mit dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und nicht zuletzt mit den SGB II und III - ganz schön spannend.
Viel Erfolg.


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   07.06.08
  southflower

Re: gesucht wird ja...

Was rätst du denn dann, Personal ist so ein schwieriges Feld (siehe Thema "Personalreferent" wahrscheinlich, aber welche Erfahrungen hast DU gemacht?
würdest du lieber in eine "sachbearbeiter" Position gehen, für die auch eine kaufmännische Ausbildung reicht?!


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   07.06.08
  Lounge Gast

Re: gesucht wird ja...

Hallo southflower, Hallo loungegast 07.06.08,
zugegeben, meine Antwort vom 05.06 ist absichtlich deutlich formuliert, aber eben genau so erfahren und daher nicht unsachlich, mir ist eine klare ansage lieber als die wohlriechenden plattitüden die die branche eben absondert um ihre realitäten zu verschleiern. Lernen kan man in der Tat ne Menge ...über diverse Abgründe.
Aber schau dir so viele Personaldienstleiter an wie du willst, alle kochen sie mit dem selben Wasser und den gleichen Rezepten. auf jeder Homepage wird versprochen, dass genau sie die Spezialisten sind und exakt den richtigen bewerber für den kunden zur rechten zeit haben, manchmal verbunden mir aus jahrelanger erfahrung gewonnenen unschlagbaren Such- und Matchingstrategien nebt Methoden und Instrumenten. Realität ist überall banales Anzeigenschalten zur Personlgewinnung nebst mehr oder weniger legalen Anrufen bei potentiellen Kandidaten/Hadhunting, In der Firma in der ich gearbeitet habe gab es einen ausdifferenzierten mehrstufigen Analyseprozess mit strukturierten mehrdimensionalen Anforderungs- und Kompetenzmatrizen, in denen jeder Bewerber gemessen wird, ausserdem Referenzüberprüfung bei ehem. Arbeitgebern, ausgeklügelte Kenntnis- und Sprachtests zur Klärung der geforderten Kompetenzen. Tatsächlich eingesetzt wurde allerdings nur das Hochglanzpapier, in dem diese einmalige Methodik, die das perfekte Matching verspricht, angepriesen wurde, als Werbeinstrument beim Firmenkundenfang. Abgesehen vom gelegentlichen Sprachtest (simple CD mit Multiple Choice Fragen), wurde unternehmensweit nichts dergleichen verwendet. Grund: es geht ums VERKAUFEN der Leute. Aufwändige Auswahlverfahren wären sicher im Interesse der Kunden nur die Zeit diese durchzuführen kann sich niemand leisten. Wichtig war die Bewerber möglichst schnell zu interviewen und ein Bewerberprofil zurechtzufrisieren, sodass Kunden vorgeschlagen werden kann, und zwar jederzeit, also auch Poolbildung mit immer wieder nachgefragten Berufen. Kandidaten kalkuliert belügen ist Standard, um sie bei der Stange zu halten. Da heisst es eben der Auswahprozess in der Firma dauert etwas länger, er soll sich gedulden oder bei der Fake-Stelle ist leider gerade in dem Moment wo der Bewerber zum Interview erscheint die Stelle besetzt, wo er doch aber gerade da ist könnte man aber gerne schauen ob sich was ergibt was passt....Rekrutieren ohne Kundenkontakt? Das geht in die Hose. Es geht nichts über den direkten telefonischen Kontakt um abzuklären was der Kunde wirklich will, überregionale Anfragen oder durch mehrere Instanzen gehende Aufträge wirken wie das Kinderspiel "stille Post" Information wird bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, es ist zudem immer wieder erstaunlich wie weit die schriftlichen Anfragen von mündlichen Ausagen abweichen. Personalabteilungen sind eben keine Fachabteilungen und haben daher immer wieder intern nachfragen müssen was sie eigentlich wollen. Ich sag nur IT-Stellenbezeichnungen, da ist der Phantasie oft freien Lauf gelassen worden. Ausserdem AGG hin oder her, habe kaum einen Kunden erlebt der inoffiziell und telefonisch nicht sehr konkrete Altersvorstellungen, Geschlecht, und z.T. auch Staatsangehörigkeiten und Ethnien geäussert hat, darunter sehr renommierte Firmen mit Auszeichnungen für Ihr ethisches Verhalten als Employer... der Tipp mit dem Lernen und Lücken auffrischen ist sicher richtig als Vorbereitung auf einen anderen Job. Die Recruitertätigkeit selbst ist eher einfach strukturiert, Leute fangen und verchecken. Das sind Routineabläufe die ziemlich eintönig bleiben, da verfeinert man höchstens seine Überredungsmaschen. Interessant und Abwechslungsreich sind sicher die die Bekanntschaft mit den unterschiedlichsten Bewerbern und die Menschenkenntnis die man dabei gewinnt. Als reiner Recruiter kommst du völlig ohne Personalrecht aus. Gesetzliche Grundlagen brauchst du auch als Personalbetreuer in der Zeitarbeit nur rudimentär, zugeschnitten auf Personalbetreuung bekommst du eine i.d.R. ein- bis zweitägige, praxisbezogene Schnellbleiche in Arbeitsrecht/Betr.VG/AÜV und die Telefonnummer des zentralen Rechtsservice. Du sollst schliesslich Leute verkaufen und verwalten, nicht juristisch beraten.
Zu southflower: Ich weiss nicht was du studiert hast und welche personal- erfahrung du gesammelt hast.
Fakt ist leider dass der Direkteinstieg als Personalreferent in der Wirtschaft kaum möglich ist weil einfach sehr viele Wiwis in diesen Bereich wollen/ wie bei Marketing, und die Arbeitgeber sich am Markt die ab 5 Jahren Berufserfahrung rauspicken können. Der Weg zu Personalreferenten führt über den Sachbearbeiter, da heissts zwar kleine Brötchen backen und sich operativ mit der täglichen Abrechnung, Zeitwirtschaft, Urlaubsanträgen, Fortbildungskursbelegungen etc. herumzumühen statt an Personalentwicklung und Rekrutierungsstrategien zu basteln, aber mal ehrlich an welcher Hochschule lernt man denn den praktischen Umgang mit echten Tarifverträgen (nicht die Zeitarbeits-light-Versionen von BZA und IGZ) und den wirklichen Alltagsproblemen der Abrechnung/Steuer-/Sozialbeiträge? Wenn Ziel Referent dann vorher Personalsachbearbeiter machen, das ist wirklich ein breiter Zugewinn an praktischer Erfahrung womit gerade bei kleineren Unternehmen gepunktet werden kann,die suchen eher Leute mit breiten praktischen Kenntnissen. Oder aber sich beruflich den Personalthemen widmen/spezialisieren, denen nicht jeder hinterherläuft und für die Firmen zahlen. Beispielsweise Personalcontrolling oder der Bereich an der Schnittstelle zwischen HR und Informationstechnik. Das sind Themen die den Firmen unter den Nägeln brennen und die nicht jeder beherrscht. Sehr gefragt sind auch Kenntnisse im Bereich Auslandsentsendung von Mitarbeitern (steuer- sozialversicherungstechnisch, Vertragsgestaltung) Geld das in ein Seminar in diesem Bereich angelegt wird zahlt sich aus wenn du dich bei einer internationalen Firma bewirbst.
Wovon ich abrate ist "weiche" Personalberatung (Change Prozesse begleiten, Kommunikationstrainings-Teamentwicklungsseminare etc...) schlecht bezahlt und hohe Konkurrenz, fast immer freiberuflich. Credo: willst du einen gut bezahlten Arbeitsplatz biete das was gefragt ist und was nur wenige Konkurrenten bieten, mache dich durch dein Wissen unverzichtbar. Recruiter/Personalbetreuer in der Zeitarbeits/Personalvermittlungsbranche können sicherlich Berufserfahrung sammeln aber diese nützt nur im Personal-/Vertrieb. Je länger man dabei ist desto schlechter die Ausstiegschancen ins "richtige" Personalwesen weil einem das extern schlechte Branchenimage anhaftet. Kompetenzgewinn ist keiner dabei, es geht um Verkauf und was dazu an Wissen erforderlich ist,bleibt sehr überschaubar und ist schnell gelernt. In dem Bereich bleibst du einfach eine austauschbare Nummer.

Ich wollte nach dem Studium auch direkt Personalreferent werden, nach Möglichkeit in einem grossen /Int.Unternehmen Bereich Elektro-/Automotive. Studium BWL mit Schwerpunkt Personal, Praktika in Personalmarketing und PE. Was fehlte war genügend Berufserfahrung und schlicht praktischen Kenntnisse vgl. Personalsachbearbeitung /Abrechnung. Bin zu PDL als "Abteilungsleiter/in Vertrieb" (vulgo Pesonalbetreuer/Disponent) und hab mich weiter auf Personalerstellen beworben. Eben mit der Erkenntnis dass PDL- Erfahrung nicht anerkannt wird. Hab mich nach einer Zeit ernüchternder Absagen entschlossen den Weg zu ändern, mich im Bereich P-Controlling weitergebildet und nur noch für diesen Bereich beworben. Die Resonanz war auf einmal da. Hab mich gegen große Unternehmen und das meiste Geld entschieden und das langfristig solideste ausgewählt, d.h. das mit der besten Entwicklungsaussicht, da gleichzeitig stellv. Personalleiter/in (ca. 870 MA).


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   19.06.08
  Lounge Gast

Re: gesucht wird ja...

Versuche doch mal über z.B. xing.com ehemalige Mitarbeiter zu kontaktieren, vielleicht bringt Dich das weiter, viel Erfolg!

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   21.06.08
  southflower

an den Poster mit dem langen Post :)

Hallo!
Danke für die extrem lange Antwort!
Frage 1: Du sagst, dass man als Personalsachbearbeiter anfangen könnte. Bin auch einverstanden teilweise, weil man so eben das operative Geschäft kennenlernt. Nur, überall auf diese Stellen wird Erfahrung erfordert, und man ist eben überqualifiziert, sprich kann tolle Theorien und Konzepte, aber nicht das tagliche Arbeiten. Habe bisher keine Anzeige für Persosachbearbeiter gesehen, wo keine Erfahrung erfordert wurde. Wie siehst du das?
Frage 2: du sprichst von Weiterbildung, auch guter Punkt. Kannst du vielleicht einen Tipp geben, WO man das machen kann, VHS oder Agenturen. Das Problem hier ist, dass es Geld kostet und von daher kann man es wahrscheinlcih nur so machen wie du: arbeiten um es zu finanzieren, und dann landem man eben wieder beim gleichen Thema: den Anfangs schaffen.
Bei mir ist es so, ich werde mich jetzt sehr breit bewerben und PDL sind dann der letzte Anlaufpunkt. Das Ding ist, da ich aus dem neueuropäischen Ausland komme, brauche ich eine Arbeitserlaubnis um hier bleiben zu können, die mit einem Job verbunden ist. Meinen Studentenstatus verliere ich Ende September, also muss ich bis dahin was haben.
Danke für Tipps!
p.s. denkst du/ihr es gibt etwas bessere PDL oder kann man die alle in den gleichen Topf schmeißen?!


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   04.07.08
  Lounge Gast

Danke!

Die langen Berichte vom 05.06. und 07.06 des Kollegen kann ich nur so unterschreiben. Da gibt es eigentlich wenig hinzuzufuegen und bildet sehr gut die (derzeitige) Realitaet ab. An dem was Du geschrieben hast ist ALLES richtig. Wirklich mal zwei Erfahrungsberichte, die sehr brauchbar und lesenwert sind. Danke dafuer!!

Ich habe mich bzgl der Thematik im "Personalreferent" Thread auch schon ausgiebig ausgelassen und durch meine persoenliche Erfahrung im Prinzip die gleichen Erkenntnisse wie Du gewonnen.

Was mich jedoch interessieren wuerde waere Deine weitere Spezialisierung im Bereich Personal Controlling. Vielleicht kannst Du ja ueber das wie, was und wo noch ein bisschen verraten. Wenn nicht hier oeffentlich dann auch gerne unter headcandi@msn.com

Danke im Voraus

LG, A.


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   11.07.08
  southflower

noch mal bzgl. Einstieg als Personsachbe

Also, nochmal Fragen bzgl. Einstieg ins Personalwesen über Personalsachbearbeitertätigkeit:
1. Wie umgeht man das Problem, dass man keine konkrete operative Erfahrung hat?
2. Überqualifikation?
3. Wird man dann nicht abgestempelt danach als "nicht gut genug weil SAchbearbeiter", nach dem Motto: einmal sachberabeiter, immer sachbearbeiter?
DANKE!


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   13.07.08
  Lounge Gast

Re: noch mal bzgl. Einstieg als Personsachbe

Hallo Southflower, Hallo A. Grüsse vom Langposter.:-)
bin erreichbar unter toompool@web.de
Zu Southflower: ohne nähere Kenntnis deiner Qualifikation/Studium wird schwierig Dir was zu raten. 2 Dinge.
Erst die schlechte Nachricht. Du schreibst, dass du aus dem neueuropäischen Ausland kommst und deine Arbeitsgenehmigung mit Studienende erlischt? Für Recruiter galt das Credo Hände weg bei ungeklärter Arbeit- und Aufenthaltsgenehmigung (auch gerade bei Studenten deren Genehmigung ans Studium geknüpft ist) das Risiko ist zu gross, dass der Arbeitsaufwand umsonst war, weil der Kandidat die erforderlichen Papiere nicht rechtzeitig bekommt. Nur bei absoluten Spezialisten lässt sich ein Arbeitgeber auf die Arbeitsmarktprüfung bei der Arbeitsagentur ein. (Angabe wen er einstellen will, Die AA schreibt die Stelle mehrere Wochen aus und kann Arbeitslose vorschlagen. Nur wenn nach mehreren Wochen kein passender Kandidat vorgeschlagen werden kann gibts ne Arbeitsgenehmigung. Welcher Arbeitgeber wartet so lange? Bei Personalereinstiegsstellen gibts auch keine Bewerberknappheit.
Die gute Nachricht:
Es ist noch lange kein Weltuntergang wenn der Direkteinstieg in den Traumjob nicht klappt, niemand hat eine Garantie dass ihm
mit erreichen des Studienziels alle Türen offen stehen.
Ich finds wichtig ALLE ALTERNATIVEN in Betracht zu ziehen und das heisst, sich auch nicht nur das Personalwesen anzuschauen.

Überleg mal ob du nicht über Qualifikationen verfügst, die andere nicht haben, konkret: Welche Sprachen sprichst Du ggf. etwas in Deutschland eher ungewöhnliches Mittelosteuropäisches?, Russischkenntnisse? Kenntnisse über die Märkte und Mentalität deiner Heimat. Überleg mal ob für dich die Chancen nicht im Bereich Im-/Export, Logistikbereich, Joint-Ventures existieren, Aussenhandelskammern anfragen. Weitere Vorschläge wären Kaffeesatzleserei weil ich Dein Qualifikationsprofil/Hintergrund nicht kenne, E-Mail s.oben.
zu den 3 Fragen 1) mal umgekehrt welche Kenntnisse/Erfahrungen bringst Du mit?
2) Was heisst Überqualifikation? Da Studium ist oft erst die Voraussetzung, Überqualifiziert heisst, dass es dir zwar jeder zutraut, den Job hinzukriegen, du vorher aber schon jahrelang in einer weit höheren Position, i.d.R. mit Führungsfunktion gearbeitet hast und nun wieder ganz unten einsteigst, da vermutet man dann dass da irgendwas nicht so ganz stimmt mit dem kandidaten wenn er einen solchen karriereknick akzeptiert, das ist bei Dir ja wohl nicht der Fall, als Berufseinsteiger.Die Situation im Personalwesen ist jedem Personaler klar, der Einstieg als Sachbearbeiter üblich und sicherlich keine Karrierebremse. Den goldenen Direkteinstieg als Personalreferent kannst Du dir getrost von der Backe putzen. Ich sags einfach direkt, ich will niemanden fertig machen, mir selbst ist diese schmerzliche Erkenntnis in der eigenen Situation gekommen. Überleg einfach mal
Absolvent frisch von der Uni, das Hirn voller mehr oder weniger gehaltvoller Konzepte, Strategien, Modellen, Theorien eventuell Praktikum im Personalmarketing und PE, ohne den geringsten Schimmer, was konkret zu tun ist wenn jemand eingestellt wird, abgemahnt werden soll, Probleme mit der Gehaltsabrechnung hat, will aber in einer ausgesprochen verantwortungsvollen Job von dessen Praxis er keine Ahnung hat? Das geht höchstens über den Zwischenschritt einer seltene Traineestelle, bei der noch Lernzeiten gewährt werden. Nochmals, der Arbeigeber scheut das Risiko. Wenn du eine gewisse Zeit als Sachbearbeiter arbeitest gewinnst Du dringend nötige Erfahrung, gerade im Umgang mit dem lebenden Objekt, sitzt an der Quelle, kannst die Zeit nutzen dich weiterzubilden und wenn du nicht ganz ungeschickt bist von den Referenten lernen und Wissenslücken schliessen. Ausserdem bist Du zur rechten Zeit am rechten Ort wenn mal einer geht (Mutterschutz, Rente, die Karriereleiter hochstolpert...).
Hab z.B erst vor kurzem von einer Studienfreundin erfahren die Personalerin werden wollte, die nach dem Studium als Assistentin/Sekretärin eines Geschäftsführers in der Industrie angefangen hat, und jetzt nach 4 Jahren als Assistentin, beworben und sofort genommen, bekommt jetzt interne Weiterbildung zur Personalreferentin Begründung, fundierte Kenntnis der betrieblichen Spezifika waren wichtig.

Zu Loungegast 04.07. Das schöne ist, dass Controlling kein trennscharfer Begriff ist, jeder definierts wie er will und hat demnach Gestaltungsspielräume bei der Auslegung, Fort- und Weiterbildung als Controller gibst bei genauem hinsehen wie Sand am Meer, auch wenns nicht immer als Personalcontrolling bezeichnet wird. Wenn man den Schwerpunkt in Analyse und Einsatzoptimierung des Personabestands und der Kosten sieht ist es recht einfach sich einen Überblick zu verschaffen. Empfehlenswert ist es mal nach Personalberichten zu googlen da bekommt man einen Eindruck was als Ergebnis gewünscht wird. Aussagen zu Aufbau-/Ablauforganisation, Stellenbemessungen und entsprechende Kosten. Methodisch/Analytisch schaut man sich Bücher an,liest sich was zu Kennzahlensystemen zusammen, und legt sich fortgeschrittene Excelkenntnisse zu, (Seminare vgl von vhs bis VWA, steinbeis, IHK) absolut keine Geheimwissenschaften, et voila, los gehts. Kleiner Tipp "organisationshandbuch" unter www.bund.de, da steckt völlig kostenlos ne menge praxiswissen drin, mit dessen vermittlung sich einige unternehmensberatungen und bildungsinstitute ihre brötchen verdienen. Ein bisschen kreativ muss man schon sein und wenn das Studium auch viel unnützes mit sich bringt und ne menge schöne Zeit für Referate, Haus- und Diplomarbeiten über fremden Gedankenschrott draufgehen,Informationen zu recherchieren, auszuwerten zu interpretieren etc. das lernt man in jedem Studiengang, jetzt kann man auch einfach so, in eigener Sache mal eine SWOT-Analyse anwenden. Was kann ich?, Was bring ich mit?, Was kann ich damit anfangen? Wer könnte das brauchen? Welche Infos fehlen? Wo könnte ich die bekommen? .... In diesem Sinne, fröhliche Informations- Jagd!


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   20.07.08
  southflower

Re: noch mal bzgl. Einstieg als Personsa

Hallo!
Ich bins wieder. Also, bei mir muss nicht die Arbeitsmarktprüfung gemacht werden, sondern lediglich geprüft, ob die Stelle meiner Qualifikation entspricht. Von daher kein so Riesenproblem hoffe ich... Also, Ich bewerbe mich zwar nicht super lange, aber schon 2-3 Monate und bisher recht erfolglos. Da man ja nicht sooo viele Alternativen hat, wenn man keinen Vertrieb machen will (ich hab zwar kein richtiges Problem damit, kommt halt drauf an, was verkauft werden soll. da wo ich wohne suche die meist technischen Vertrieb. Oder halt PDL. Toll!!), deswegen möchte ich mir ein zweiter Standbein aufbauen, da ich das lieber mache als Recruiter bei einem Persodienstleister. Und da SAP Berater ja super viel gesucht werden, habe ich mich beworben ud die Resonanz ist gar nicht mal schlecht. So wie ich es mir vorstelle, geht man ins Unternehmen, schaut sich die Strukturen im Bereich Personal anund überlegt, wie man diese im SAP abbilden kann. Man ist praktisch die Schnittstelle zw. Personal und IT. Soll spannend sein und SAP hat Zukunft (und auch Gegenwart ;)... mein einziges Problem ist, dass ich dann nicht weiss, welche Perspektiven ich dann hätte, wenn ich mal dann das nicht mehr machen will... Ich weiss nicht ob jemand von euch Erfahrungen in dem Bereich hat. Oder was haltet ihr davon als Alternative?


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   23.07.08
  Lounge Gast

Re: noch mal bzgl. Einstieg als Personsa

Hm. Jetzt muss ich für den Recruiting-Bereich aber mal eine Lanze brechen. Man muss unterscheiden: Alles was mit dem Bereich Zeitarbeit zu tun hat hat eher ein geringeres Ansehen und hier ist die Bezahlung auch nicht so dolle, in der Regel habe ich hier aber schon viele Leute nach 2-3 Jahre gesehen die als Personalreferent in die Industrie gegangen sind - ohne Studium.

Alles was mit dem Bereich Personalberatung/Recruiting im Festanstellungsbereich zu tun hat ist was ganz anderes. Als erfolgreicher, langjähriger Recruiter/Senior Consultant bei Firmen wie Hays, Michael Page, Kienbaum, usw. erreicht man durch Provisionen exzellente Gehälter von denen man als normaler Personaler nur träumen kann. Warum ? Ganz einfach, wenn ein Seniorberater mit seinem Netzwerk im Jahr € 300 - 400k Umsatz generiert gehrt er mit einem Gehalt von € 90k plus nach Hause. Da muss ich aber schon Personalleiter in einem großen Konzern sein um das zu schaffen.


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   29.07.08
  Lounge Gast

Re: noch mal bzgl. Einstieg als Personsaler

zu Lounge Gast 23.07.08

klingt für mich mehr als dubios ...
-Wenn diese Tätigkeit derart lukrativ und aussichtsreich wäre, warum haben diese Firmen dann eine so enorm hohe Fluktuation und müssen ständig neuen Nachwuchs rekrutieren? (vgl. auch Kommentare zu eben diesen Firmen im Forum)

-Warum bewerben sich dann Recruiter in Richtung Personalreferent und nicht umgekehrt?

Mein Vorschlag wäre:
Es gehört in der Branche dazu, mit einer Karotte an der Angel die Hasen zulocken und zu dirigieren, 90K als Recruiter ist ein Lockangebot, Auf dem Papier und in der Theorie mag es solche Rechnungen geben. Überleg mal, bei 400000 Euro heisst das ca. 33000 Euro/mtl. Umsatz im Monat? und Umsatz nicht gleich Gewinn, Welche Firma ist so blöd eine Umsatzbeteiligung zu vereinbaren? da werden zuerst die Kosten für Niederlassung, Steuern und der Anteil für die Muttergesellschaft abgezogen bzw. fällig und dann wird beteiligt.
Wie soll ein Recruiter das erreichen? Wie viele Vermittlungen sollen das sein? Welche (wenigen) High-End Professionals werfen so viel Kohle ab? Welche Unternehmen zahlen freiwillig so einen Preis? Gibts keine Konkurrenzunternehmen in dieser Modellwelt?

Bin auf Antworten gespannt!


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   07.07.09
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Hat jemand weitere aktuelle Erfahrungen, wie siehts so zur Zeit aus bei Personaldienstleistern (Intern)?

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   22.03.10
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

zur zeit? düster!

[auf diesen Beitrag antworten]

   29.06.10
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Jetzt besser?

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   11.05.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Kann mir jemand eine Personalagentur in Hamburg empfehlen (also ich möchte bei denen angestellt sein, nicht vermittelt werden), bei der es nicht so horrormäßig zugeht?
Und man netto pro Monat wenigstensmit 1500 nach Hause geht? Gibt es sowas überhaupt?


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   11.05.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Ich habe 6 Jahre Recruitment hinter mir - Futurestep und Michael Page.

55 Grundgehalt, 90 ist schwierig aber 80 hatte ich in meinem besten Jahr als Gesamtgehalt. Es ist und bleibt ein Vertriebsjob, der einem nunmal liegt oder nicht.


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   12.05.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Ich bin jetzt inhouse-Recruiter bei einem MDAX-Unternehmen und war vorher Researcher bei einer der großen internationalen Personalberatungen.

Mein Job dort war allerdings nicht das verkaufen von Zeitarbeitnehmern, sondern ich arbeitete mit einem Partner von uns und dessen Team an der Besetzung von Führungspositionen bei Mandanten (i.d.R. US - Unternehmen).


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   13.05.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Hier ein ex-Kienbaum-Girl.

60 base. Gesamtjahresvergütung ca. 25% des von mir eingeworbenen Honorarvolumens (Anrechnung des Grundgehalts). 100k habe ich in 6 Jahren 2x geknackt, 1 x "Nullrunde" (kein Bonus). 3er BMW Firmenwagen.

Suche nach Führungskräften und Spezialisten, Gehalt zwischen 70-150t EUR. Bundesweit. Direktsuche (Headhunting), anzeigengestützte Suche, z.T. "Cross-Selling" zu den Dienstleistungen der Vergütungsberater und Management Consultants.

Extrem akquiselastiger Job, durchaus auch firmeninterne Konkurrenz, Ansprechpartner beim Kunden waren i.d.R. die Personalleiter.

Warum bin ich ausgestiegen? Wollte nach so langer Zeit was neues machen, Akquise liegt mir, bin jetzt im Business Development einer der großen IT-Beratungen. 75k base, variabler Anteil eher kleiner als bei Kienbaum. Viel weniger Reisetätigkeit, kein direkter Umsatzdruck.


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   13.05.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Ist Recruiting und Headhunting in manchen Unternehmen der gleiche Job?

Ich finde es seltsam, wie sehr sich da manchmal die konkreten Auslegungen von Recruiting unterscheiden (einmal reine Akquise von Kunden ohne Bewerberinterviews, einmal Bewerbungsprozess inkl. Interviews usw.)


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   19.05.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Nein, ist es nicht, das haben doch die letzten Vorposter recht gut beschrieben.

Top-Headhunting-Firmen suchen Manager, und die 3three und wie sie alle heissen, "vermarken" proaktiv die Leute in ihrer Datenbank.


[auf diesen Beitrag antworten]

   07.08.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Ich habe waehrend meines Studiums im Research begonnen, in Teilzeit knapp 1,5 Jahre. Als Student war das noch voellig in Ordnung, bis zu 80h im Monat bei 11,50?/h, seit 5 Monaten nun als "Research Consultant" in der selben Beratung nun in Vollzeit... Und es ist der blanke horror, unbezahlte Ueberstunden, unzaehlige Direktansprachen am Tag, schlechte Searchstrategien des Beraters und staendiger dieser Druck... Fuer gerade mal 2200? brutto... Meine Motivation sinkt jeden Tag da keinerlei Perspektiven vielleicht 200? brutto mehr... Wenn ich sehe was hier manche verdienen ....Ich schaue mich gerade taeglich um, und weiss auch nicht wo es beruflich hingehen soll...

[auf diesen Beitrag antworten]

   08.08.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Ich arbeite bei Russell Reynolds - wir suchen typischerweise Führungskräfte oberhalb eines Jahreseinkommens von EUR 250t.

Ich arbeite als Researcherin, das heisst, ich erstelle mit dem Partner gemeinsam die Suchstrategie, analysiere die Zielfirmen, identifiziere potentielle Kandidaten und auch deren organisatorische Einbindung, spreche diese telefonisch an und interviewe sie soweit am Telefon vor, dass der Partner sie dann treffen kann. Ich unterstütze Pitches und BD-Aktivitäten und wirke an div. internen (europaweiten) Practice-Group-Initiativen mit.

Ich verdiene rund 60t EUR Grundgehalt und bekomme einen "discretionary" bonus (also ohne zugrundeliegende "Formel"). Ich reise kaum, nur gelegentlich mit meinem Partner (Tagestrip).

Was wir (und unsere direkte Konkurrenz) tun ist sicherlich nicht so direkt mit den hier geschilderten Zeitarbeitsfirmen und Recruitmentagenturen vergleichbar. Wir haben eine sehr geringe Fluktuation, lassen uns sehr viel Zeit beim Einstellen neuer eigener Mitarbeiter, unsere Partner haben alle internationale Erfahrung und überdurchschnittliche Abschlüsse, und abgeschwächt gilt das auch für die Researcher, die bei uns grundsätzlich, nach Eignung und LEistung, auch die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln.

Masse und Volumen spielen bei uns keine ganz so große Rolle, dafür ist teilweise äußerstes Fingerspitzengefühl angesagt, da unsere Kandidaten recht exponiert sind und die Mandate oftmals streng vertraulich (Neubesetzung von Vorstandpositionen etc).

Es macht sehr viel Spaß, hat einen ganz anderen Rhythmus als zB der reisende Berater bei einer Big4, ist aber auf jeden Fall ein interessantes Feld.

Weniger als Researcher, doch auf jeden Fall als Partner kann man i diesem Geschäft übrigens richtig gutes Geld verdienen:-)))


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   10.08.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Was soll das jetzt sein? Werbung?
Das genannte Gehalt ist übrigens völlig unrealistisch. Freund von mir hat bei MIchae Page gearbeitet, 40k Grundgehalt und dazu Bonus, den er nie bekommen hat weil er angeblich die Ziele nicht erreicht hat.
SO sieht es aus bei Recruitingagenturen!

Lounge Gast schrieb:
>
> Ich arbeite bei Russell Reynolds - wir suchen typischerweise
> Führungskräfte oberhalb eines Jahreseinkommens von EUR 250t.
>
> Ich arbeite als Researcherin, das heisst, ich erstelle mit
> dem Partner gemeinsam die Suchstrategie, analysiere die
> Zielfirmen, identifiziere potentielle Kandidaten und auch
> deren organisatorische Einbindung, spreche diese telefonisch
> an und interviewe sie soweit am Telefon vor, dass der Partner
> sie dann treffen kann. Ich unterstütze Pitches und
> BD-Aktivitäten und wirke an div. internen (europaweiten)
> Practice-Group-Initiativen mit.
>
> Ich verdiene rund 60t EUR Grundgehalt und bekomme einen
> "discretionary" bonus (also ohne zugrundeliegende
> "Formel"). Ich reise kaum, nur gelegentlich mit
> meinem Partner (Tagestrip).
>
> Was wir (und unsere direkte Konkurrenz) tun ist sicherlich
> nicht so direkt mit den hier geschilderten Zeitarbeitsfirmen
> und Recruitmentagenturen vergleichbar. Wir haben eine sehr
> geringe Fluktuation, lassen uns sehr viel Zeit beim
> Einstellen neuer eigener Mitarbeiter, unsere Partner haben
> alle internationale Erfahrung und überdurchschnittliche
> Abschlüsse, und abgeschwächt gilt das auch für die
> Researcher, die bei uns grundsätzlich, nach Eignung und
> LEistung, auch die Möglichkeit haben, sich weiterzuentwickeln.
>
> Masse und Volumen spielen bei uns keine ganz so große Rolle,
> dafür ist teilweise äußerstes Fingerspitzengefühl angesagt,
> da unsere Kandidaten recht exponiert sind und die Mandate
> oftmals streng vertraulich (Neubesetzung von
> Vorstandpositionen etc).
>
> Es macht sehr viel Spaß, hat einen ganz anderen Rhythmus als
> zB der reisende Berater bei einer Big4, ist aber auf jeden
> Fall ein interessantes Feld.
>
> Weniger als Researcher, doch auf jeden Fall als Partner kann
> man i diesem Geschäft übrigens richtig gutes Geld
> verdienen:-)))


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   11.08.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Du kannst doch nicht eine Head Hunting Company, die auf Executive Search spezialisiert ist, mit einem Massenlieferanten für Personal wie Michael Page vergleichen!
Da kennt sich wohl jemand nicht aus in dieser Branche...

Lounge Gast schrieb:
>
> Was soll das jetzt sein? Werbung?
> Das genannte Gehalt ist übrigens völlig unrealistisch. Freund
> von mir hat bei MIchae Page gearbeitet, 40k Grundgehalt und
> dazu Bonus, den er nie bekommen hat weil er angeblich die
> Ziele nicht erreicht hat.
> SO sieht es aus bei Recruitingagenturen!


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   13.08.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

Das kann man ja nennen wie man will - Personalvermittlung bleibt Personalvermittlung.

Lounge Gast schrieb:
>
> Du kannst doch nicht eine Head Hunting Company, die auf
> Executive Search spezialisiert ist, mit einem
> Massenlieferanten für Personal wie Michael Page vergleichen!
> Da kennt sich wohl jemand nicht aus in dieser Branche...
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Was soll das jetzt sein? Werbung?
> > Das genannte Gehalt ist übrigens völlig unrealistisch.
> Freund
> > von mir hat bei MIchae Page gearbeitet, 40k Grundgehalt
> und
> > dazu Bonus, den er nie bekommen hat weil er angeblich die
> > Ziele nicht erreicht hat.
> > SO sieht es aus bei Recruitingagenturen!


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   18.08.12
  Lounge Gast

Re: Recruiter bei eine Personaldienstleister

JA, so sehe ich es auch. Wo soll da der Unterschied sein. Russel Reynold habe ich noch nie gehört.

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