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Vom Private ins Corporate Banking |
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| Autor |
Beitrag |
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18.01.12
Abendstudent
| Vom Private ins Corporate Banking |
Hallo liebe Wiwis,
meine Frage richtet sich an die erfahrenen Corporate Financer bzw IBs unter Euch.
Zunächst kurz mein Profil:
Alter: 25
Abi 2005: 2,9
Bankausbildung, danach unbefr. Übernahme, Berufserfahrung knapp 4 Jahre nach der Ausbildung
derzeitige Position: Individualkundenberater & stv. Abteilungsleiter, 19 MA
Gehalt: aktuell TG9/7, d.h. 50k fix + Bonus, Steigerung ab 1.4. auf AT1, d.h. 63k fix + Bonus auf der gleichen Stelle
Arbeitszeit: entspannte 39h
interner Wechsel ist im Sommer geplant: Wertpapierspezialist im Private Banking, keine Personalverantwortung mehr, dafür endlich wieder eine Lernkurve, 6faches Wochenziel bei gleichem Gehalt, evtl. ist nach ein paar Jahren mal AT2 möglich
Studium: seit 2009 BWL Schwerpunkt Finanzwirtschaft und RW nebenberuflich an der HWR Berlin im Abend/Präsenzstudium, Bachelor-Abschluss nach 8 Sem. in genau einem Jahr
Durchschnitt: 1,5
Praktika: keine wegen der Vollzeitarbeit
Auslandssemester: ebenfalls nicht, daher leider auch kein verhandlungssicheres Englisch :(
Ziel mittelfristig: Investmentbanking/Corporate Finance/M&A - evtl. ne Schleife über ne Unternehmensberatung
Ziel langfristig: CFO oder Vertriebsvorstand einer größeren Bank
Und nun die Fragen: Kann ich das Bewerben bei den Tier 1/2 Häusern direkt sein lassen? Wenn ichs doch versuche, muss ich mich dann als Analyst mit nem Standard-Absolventengehalt einrichten und meinen Lebensstandard senken?
Werd ich mit dem CV ohne Master (derzeitiger Plan: Fernstudium WHL) überhaupt ernst genommen? Nen Private Banker kann zwar reiche Privatkunden beraten, aber interessiert das jemanden im M&A?
Meine Sorge ist nur, dass ich mit steigendem Alter (und vielleicht mal Familie) wie all die anderen Kollegen hier mit dem doch vergleichsweise angenehmen Gehalt bei überschaubarer Belastung faul werde und mir keine 90h-Woche bzw. nen Umzug nach Frankfurt oder London antue... nur dann hätte ich mir auch das Studium schenken können.
Ich freue mich über interessante Beiträge!
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19.01.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Keiner aus der Branche dabei?
Wie realistisch ist neben dem Thema IB/UB ein Wechsel ins Asset Management einer Fondsgesellschaft?
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19.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
sei froh das du mit einer lehre solch eine entwicklungsperspektive und karriere bei einer bank machen darfst.
du bist 25 und verdienst ca 70k
mehr geht sicher nicht (auch im ib mit 90h).
mach doch lieber intern karriere als das hohe risiko einzugehen, woanders keine bessere perspektive zu haben.
daher mein tipp:
bleib noch 5 jahre und fordere in 3 jahren nach mehr verantwortung. wenn das nicht erfolgt kannst du immer noch gehen.
ps: bist du bei einer spaka oder voba?
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19.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Seh ich genauso!
Du bist mit deiner Qualifikation so was von überbezahlt, so dass man nur sagen kann: Glück gehabt!
Für IB/UB reicht das alles aber noch lange nicht - da fehlt, wie du selbst erkannt hast, definitiv ein abgeschlossenes WiWi-Studium (und keines an einer Wald- und Wiesen-FH oder Fernstudium) und i.d.R. auch verhandlungssicheres Englisch. Da kommst du nur hin wenn du entweder wieder mal Glück hast, Vitamin B brauchst (da du dir die relevanten Qualifikationen im PB nicht erarbeiten wirst) oder deine jetzige Perspektive aufgibst - was ziemlich bescheuert wäre.
Lounge Gast schrieb:
>
> sei froh das du mit einer lehre solch eine
> entwicklungsperspektive und karriere bei einer bank machen
> darfst.
> du bist 25 und verdienst ca 70k
> mehr geht sicher nicht (auch im ib mit 90h).
> mach doch lieber intern karriere als das hohe risiko
> einzugehen, woanders keine bessere perspektive zu haben.
>
> daher mein tipp:
> bleib noch 5 jahre und fordere in 3 jahren nach mehr
> verantwortung. wenn das nicht erfolgt kannst du immer noch
> gehen.
>
> ps: bist du bei einer spaka oder voba?
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19.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
ernst gemeinter ratschlag, vergiss es! du hast mit dem profil leidglich eine 0,1% chance auf eine analyst position bei einer tier 2-4 bank, tier 1 kannst du sowieso knicken.
natürlich ist es sehr gut möglich, mehr als 70k (auch im ersten jahr) zu verdienen, aber du wirst deutlich (!) mehr als die doppelte arbeitszeit haben, wenn du denn einen job hättest. ich würde mir den stress nicht antuen. ich bin aber auch gebrandmarkt, arbeite gerade bei einer solchen bank.
einzige chance. richtig guter, 2 jähriger full-time master an einer target. wahrscheinlich wirst du außer an der hhl nirgendwo genommen, also ist das in deutschland wahrscheinlich dein best bet. dann mach ein praktikum nach dem zweiten semester und versuch dein glück. ohne master oder mit teilzeit blabla fh master sehe ich absolut keine chance.
ich würde es nicht tun!
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19.01.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Hey, danke für deinen Beitrag. Vielleicht bleibe ich wirklich noch 3-4 Jahre, bis ich meinen Master nebenbei auch fertig habe.
Es ist eine VoBa und ich habe wirklich keine Lust hier zu versauern...das Gehalt wird nicht mehr großartig steigen bis ich 30 bin, und in meinen Plänen wollt ich mit 30 schon 6-stellig verdienen ;)
Ich habe zudem das Gefühl, dass außer dem Vorstand hier kaum einer nen richtiges Studium hingelegt hat...
Ich halte mich zwar für einen guten Vertriebler, aber zur Lebensaufgabe wollt ich mir das jetzt auch nicht machen...und in 5 Jahren nochmal wechseln, mit neuer Probezeit etc. pp wird sicher anspruchsvoll, wenn ich dann 10 Jahre im "sicheren Hafen" Regionalbank war.
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19.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Schätz du bist bei der HVB?!? Lieg ich da richtig? Find deinen Werdegang sehr beeindruckend! Sehe für dich auch keinen Grund ins IB zu wechseln! Mach lieber weiter intern Karriere da bist du echt auf´n guten Weg!
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19.01.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Sehr motivierend, aber dennoch danke ;)
Full Time kommt nicht in Frage, ihr wisst doch wie schnell man sich an die Kohle gewöhnt...wie die meisten meiner einkommenstarken Kunden komm ich selbst hier im günstigen Berlin gerade so über die Runden.
Plan A ist, eben alles nebenberuflich zu machen. Also den Master ab 2013 an der WHL (690 Glocken monatlich, damn) oder Hagen (deutlich sparsamer) und nach den Threads hier im Forum beides auf Uni-Niveau (wenn auch keine Targets, ist ja klar) und zumindest besser als FOM oder sowas - bekomm ich dafür wenigstens Zustimmung?
Für nen werde ich weitere 3 Jahre brauchen, dann bin ich 30 und werd irgendwann ne nebenberufl. Promotion, nen CFA oder beides hinterherschieben und dann müssen die mich doch nehmen im Corporate ;))
Der Punkt ist, dass ich mir bisher jeden Werktag von 18 bis 21:15 ne Vorlesung und am WE den ganzen anderen Nachbereitungs-@!#$ gebe sowie Erholungsurlaub zum Lernen nehme, über 4 Jahre.
Das alles nur um in nem langweiligen Laden "interne Karriere" zu machen und praktisch nichts zu lernen? Mein Studium wird von der Bank und den Führungskräften quasi nicht gewertschätzt, weil alle nur nen Bankfachwirt o.ä. haben.
Ich will, wie bereits betont, nicht so enden wie die meisten anderen bei uns sondern nochmal richtig was reißen.
Plan B wäre nachm Bachelor in ne UB reinzukommen, die mich nach 2 Jahren vollbezahlt freistellt, um meinen Master Fulltime zu machen - eher eine Wunschvorstellung, aber wenn das ginge, wär das doch optimal!
Lounge Gast schrieb:
>
> ernst gemeinter ratschlag, vergiss es! du hast mit dem profil
> leidglich eine 0,1% chance auf eine analyst position bei
> einer tier 2-4 bank, tier 1 kannst du sowieso knicken.
>
> natürlich ist es sehr gut möglich, mehr als 70k (auch im
> ersten jahr) zu verdienen, aber du wirst deutlich (!) mehr
> als die doppelte arbeitszeit haben, wenn du denn einen job
> hättest. ich würde mir den stress nicht antuen. ich bin aber
> auch gebrandmarkt, arbeite gerade bei einer solchen bank.
>
> einzige chance. richtig guter, 2 jähriger full-time master an
> einer target. wahrscheinlich wirst du außer an der hhl
> nirgendwo genommen, also ist das in deutschland
> wahrscheinlich dein best bet. dann mach ein praktikum nach
> dem zweiten semester und versuch dein glück. ohne master oder
> mit teilzeit blabla fh master sehe ich absolut keine chance.
>
> ich würde es nicht tun!
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20.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Plan A wird bei einer richtigen Investment Bank nicht funktionieren. Tut mir leid!
Plan B eventuell bei irgendeiner noname UB, aber dort wirst du zunächst signifikant weniger verdienen als jetzt, mit längeren und nervigeren Arbeitszeiten.
Im letzten Post schreibst du, dass sie dich im Corporate nehmen sollen? Einen Wechsel ins Corporate Banking sehe ich auf jeden Fall! Das könnte auch schon nach dem Bachelor funktionieren, aber das weißt du ja wahrscheinlich besser als ich, wenn du bei einer Volksbank bist
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21.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Ich glaub, dem Threadsteller täte bei Gelegenheit etwas Bescheidenheit nicht schlecht.
Wenn ich es richtig verstehe, ist er bislang Bankkaufmann und angehender Bachelor (FH). Wie kann man in dieser Stellung davon reden, so ganz nebenbei zu promovieren? Und, weil man ja sonst nichts zu tun hat, auch noch einen CFA zu machen?
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21.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Du hast das besch... Abitur noch vergessen ;-)!
@Threadersteller:
Den SICHEREN Weg wird es f?r dich nicht geben. Sowohl Plan A als auch Plan B sehen nicht wirklich vielversprechend aus = Ar... aufrei?en F?R NICHTS!
Es gibt f?r dich nur die Alternativen MASTER an einer Vollzeit-Target-Universit?t mit relevanten Praktika oder ...
INTERNE KARRIERE in deiner VoBa bzw. Genossenschaftsgruppe - da wieder rauszukommen und quer einzusteigen ist schwierig (Wechsel von der 3. Liga in die Champions League), da das was du dort machst woanders, insb. international eher bel?chelt wird.
Fakt ist, dass du blo? einer von 100.000en bist (was du in deiner Regionalbankklitsche nat?rlich nur nicht merkst - ich wei? wovon ich rede) und froh sein kannst, wenn dir deine F?higkeiten halbwegs bezahlt werden. Meine Empfehlung: AM BESTEN BLEIBST DU, WO DU BIST und versuchst evtl. mit Mitte 30 Vorstand zu werden - mit allem anderen wirst du Schiffbruch erleiden.
Lounge Gast schrieb:
>
> Ich glaub, dem Threadsteller t?te bei Gelegenheit etwas
> Bescheidenheit nicht schlecht.
>
> Wenn ich es richtig verstehe, ist er bislang Bankkaufmann und
> angehender Bachelor (FH). Wie kann man in dieser Stellung
> davon reden, so ganz nebenbei zu promovieren? Und, weil man
> ja sonst nichts zu tun hat, auch noch einen CFA zu machen?
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21.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
also mit einem master von der WHL kommst du bestimmt nicht ins ib, auch nicht bei einer kleinen i-bank wie jefferies oder duff & phelps. ganz ehrlich, die personaler haben die wahl. warum sollten sie jemanden einstellen, der nicht flie?end englisch kann (totales manko). fh?ler von esb reutlingen u.?. landen sogar bei goldman sachs, aber mit nem no-name fh wirds schwierig. du solltest entweder den weg ?ber die HHL suchen, weil sie ein gutes placement hat.
eine anderer try ist ein mba zu machen. mach ein guten gmat und toefel und geh an einer target school. dann kannst du auch direkt auf der ebene der associates einsteigen.
das dazu. aber mein cv check: du hast sehr viel erreicht und k?nntest einen mba machen und zu einer mittelgro?en bank gehen mit klarer marschrichtung vorstand mt ende 40 oder 50. ich w?rd an deiner stelle diese hohe risiko nicht in kaufnehmen.
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22.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
du kennst die geschichte von ikarus?
du klingst ziemlich überheblich und undankbar für das was dir dein arbeitgeber OHNE studium und ernsthafte qualifikationen ermöglicht hat.
schätz lieber dein hohes gehalt und die verantwortung und denk über langfristige inhouse karrieremgl nach.
aber vielleicht hast du einfach schon ein viel zu verzerrtes bild von deinem private wealth klientel...
ps: ib und ub sind nicht unbedingt intellektuell anspruchsvoll...
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22.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Wenn der Threadsteller von eine VoBa kommt, wäre vlt. die DZ-Bank als Absprungbrett eine Möglichkeit. Auf Biegen und Brechen es zu versuchen, in eine ach so tolle IB zu kommen, halte ich für sehr gewagt.
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23.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
1. Landesbanken sind keine 3. Liga, sondern sehr gute Arbeitgeber. Kommt mal von eurem hohen Roß runter. Natürlich sind es keine Investmentbanken, aber dort kann man auch Karriere machen und mit 40+ sehr gut verdienen, bei einer Work-Life-Balance, von der jeder Investmentbanker träumt. Ich weiß, wovon ich rede. 2 Jahre JPM waren kein Spaß und fananziell nicht lohnenswert.
2. Von Landesbanken wirst du nur im M&A und noch paar anderen Abteilungen von BB belächelt, wobei diese Menschen nicht zwingend mehr drauf haben. Arbeit im IB ( mit Abstrichen Trading rausgenommen) ist sehr stupide. Landesbanken sind sehr gute Arbeitgeber und zahlen ok.
3. Der TE ist ein Träumer. Niemand wartet auf ihn im IB. Warum will er auch dahin? IB ist momentan tot und wird noch drastischer abfallen. Prämien sind lächerlich. Noch mehr, Menschen, die im IB 70+ Stunden arbeiten kriegen ein Gehalt wie der TE. Bonus ist momentan eher lächerlich. Karriere machst du im IB kaum. Sehr starkes Vitamin B in oberen Positionen. Die meisten, die ich kenne, gehen nach 2 max 3 Jahren. Das sind schon die Harten guys. Die eher menschlicheren hauen nach einem Jahr ab und gehen in irgeneine kleineres Haus.
4. Sein dankbar, für das was du bekommst. Für einen Menschen ohne jegliche Ausbildung, verdienst du wie ein Gott. Ich kenne auch so Fälle in der Industrie, wo Leute in deinem ALter noch mehr verdienen, mit Ausbildung und Realschule. Was ich damit sagen will, küss dem AG die Eier. Das meien ich ernst. Wenn man überlegt, dass zB bei den BIG4 Arbeitnehmer für ca. 42 k anfangen und nach Jahren weniger verdienen als der TE, sollte er dankbar sein.
5) Dass ist das Niveau von irgendwelchen lächerlichen Abschlüssen, die angeblich den Uni-Abschluss in Schwierigkeit und Ansehen glecihgestellt sind...lol...Ja, eine Promotion macht man im vorbeilaufen und so aus Spaß. Deswegen promovieren auch nur 3 Prozent in BWL. Theoretisch könnten auch mehr, aber finde mal eine Prof. auf einer Uni, der dir sowas eröffnet. Meist über Vitamin B bzw. vorherige langjährige Tätigkeit am Lehrstuhl, oft sehr gute Noten etc. -> du fällst weg
6) CFA, was ich auch bin, ist bestimmt auch nicht im vorbeigehen zu machen. Es ist ein schweres Examen und fpr jmd. mit schlechten Englischkenntnissen noch schwieriger.
7) BBs warten nicht auf dich. Da gibts bessere.
8) Du erinnerst mich an einen kleinen Mann aus Korsika, der die Welt erobern wollte und ganz tief gefallen ist. Hoffe die Allgemeinbilung reicht aus, um zu erkennen wen ich meine, ansonsten kannst du bei den Kunden im PWM (was sehr gut ist) nachfragen.
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23.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Lounge Gast schrieb:
>
> 1. Landesbanken sind keine 3. Liga, sondern sehr gute
> Arbeitgeber. Kommt mal von eurem hohen Roß runter. Natürlich
> sind es keine Investmentbanken, aber dort kann man auch
> Karriere machen und mit 40+ sehr gut verdienen, bei einer
> Work-Life-Balance, von der jeder Investmentbanker träumt. Ich
> weiß, wovon ich rede. 2 Jahre JPM waren kein Spaß und
> fananziell nicht lohnenswert.
>
> 2. Von Landesbanken wirst du nur im M&A und noch paar
> anderen Abteilungen von BB belächelt, wobei diese Menschen
> nicht zwingend mehr drauf haben. Arbeit im IB ( mit
> Abstrichen Trading rausgenommen) ist sehr stupide.
> Landesbanken sind sehr gute Arbeitgeber und zahlen ok.
>
Der TE arbeitet bei einer Volksbank und nicht bei einer Landesbank. Ist aber auch nicht verkehrt (zurzeit auch sicherer) und die Alternative DZ-Bank, die ihm oben vorgeschlagen wurde, ist vielleicht wirklich einmal eine Option für ihn.
> 3. Der TE ist ein Träumer. Niemand wartet auf ihn im IB.
> Warum will er auch dahin? IB ist momentan tot und wird noch
> drastischer abfallen. Prämien sind lächerlich. Noch mehr,
> Menschen, die im IB 70+ Stunden arbeiten kriegen ein Gehalt
> wie der TE. Bonus ist momentan eher lächerlich. Karriere
> machst du im IB kaum. Sehr starkes Vitamin B in oberen
> Positionen. Die meisten, die ich kenne, gehen nach 2 max 3
> Jahren. Das sind schon die Harten guys. Die eher
> menschlicheren hauen nach einem Jahr ab und gehen in
> irgeneine kleineres Haus.
>
Absolut richtig! IB war schon immer ein Knochenjob, der zukünftig finanziell unattraktiver werden wird. Vor ca. zwei Jahren hat man die Gehaltsmodelle umgestellt (höheres fix, weniger variabel), das war aber nur eine offenlichkeitswirksame Aktion, da Boni in der Öffentlichkeit verpönt sind. Mittelfristig werden die Gehälter deutlich fallen und weniger Stellen gibt es so und so. Wenn die Finanztransaktionssteuer kommt - in welcher Form auch immer - dann wird es noch düsterer.
> 4. Sein dankbar, für das was du bekommst. Für einen Menschen
> ohne jegliche Ausbildung, verdienst du wie ein Gott. Ich
> kenne auch so Fälle in der Industrie, wo Leute in deinem
> ALter noch mehr verdienen, mit Ausbildung und Realschule. Was
> ich damit sagen will, küss dem AG die Eier. Das meien ich
> ernst. Wenn man überlegt, dass zB bei den BIG4 Arbeitnehmer
> für ca. 42 k anfangen und nach Jahren weniger verdienen als
> der TE, sollte er dankbar sein.
>
Naja, ne Ausbildung hat der TE schon. Berufserfahrung auch. Etwas Dankbarkeit und Demut würde ihm trotzdem gut stehen.
> 5) Dass ist das Niveau von irgendwelchen lächerlichen
> Abschlüssen, die angeblich den Uni-Abschluss in Schwierigkeit
> und Ansehen glecihgestellt sind...lol...Ja, eine Promotion
> macht man im vorbeilaufen und so aus Spaß. Deswegen
> promovieren auch nur 3 Prozent in BWL. Theoretisch könnten
> auch mehr, aber finde mal eine Prof. auf einer Uni, der dir
> sowas eröffnet. Meist über Vitamin B bzw. vorherige
> langjährige Tätigkeit am Lehrstuhl, oft sehr gute Noten etc.
> -> du fällst weg
Promotionsstellen werden i.d.R. nicht über Vitamin B vergeben. Voraussetzung sind gute bis sehr gute akadmische Leistungen im Master-Studium. Wg. Guttenberg und Co. werden externe Doktoranten in Zunkunft weniger Möglichkeiten haben. Mal so im Vorbeilaufen "promovieren" geht im Übrigen auch heut schon nicht.
> 6) CFA, was ich auch bin, ist bestimmt auch nicht im
> vorbeigehen zu machen. Es ist ein schweres Examen und fpr
> jmd. mit schlechten Englischkenntnissen noch schwieriger.
>
> 7) BBs warten nicht auf dich. Da gibts bessere.
>
> 8) Du erinnerst mich an einen kleinen Mann aus Korsika, der
> die Welt erobern wollte und ganz tief gefallen ist. Hoffe die
> Allgemeinbilung reicht aus, um zu erkennen wen ich meine,
> ansonsten kannst du bei den Kunden im PWM (was sehr gut ist)
> nachfragen.
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23.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
@Kollegen der auf meinen langen Beitrag antwortete
zu allem D'accord, bis auf Punkt 5). Promotion geht sehr wohl über Vitamin B. Ich kenne da genug Fälle, wo den Prof. in irgend einer Weise, ob materiell oder anders gut nachgeholfen wurde. Weiterhin nimmt der Prof diejenigen Studis, die am Lehrstuhl vorher lange gearbeitet haben (Hiwi). Da zählen oftmals nicht mal die Noten. Selbst mit sehr guten Noten ist es oft schwer, einen Prof. zu überzeugen. Aber eins stimmt: Mit sehr guten Noten hat man in der Regel mehr Möglichkeiten irgedwo einen Prof. zu finden. Da muss man aber sehr sehr gut sein und relevante Fächer belegt haben.
Und noch ne Sache: Volksbanken sind auch sehr gute Arbeitgeber. Ging fälschlicherweise von Landesbanken aus. Bezahlen gut, gar mehr als einige Ableger anderer bekannter Banken und man hat einen sicheren Arbeitsplatz, bei guter WLB. Definitiv starke AG.
Sorry, aber bevor jmd. irgednwo in ner mittelgroßen Beratung anfängt und keine Aussichten auf Karriere hat, sollte definitiv zu den Volksbanken gehen. Neben Dax30 und Co. sehr lukrativ (m. Meinung- Vllt. auch deswegen, weil ich IBs auch als AN kenne und da ist viel mehr Märchen als Wahrheit).
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26.01.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Danke für die zahlreichen und auch kritischen Beiträge.
zum Thema MBA:das hatte ich auch schon in Erwägung gezogen - dachte aber eher, dass dieser Abschluss zu generalistisch und eher für Bachelor-Absolventen aus anderen Fachrichtungen? Fakt ist doch, dass viel BWL-Grundwissen wiederholt wird, oder?
zu meinem Englisch: Was nicht ist, kann ja noch werden. Das Lernen fällt mir leicht, allerdings brauche ich die Sprache in meinem täglichen Ablauf zu 0%. Evtl. schiebe ich noch nen Sprachkurs hinterher.
WHL: wenn der doch sehr teure Master dort den gewünschten Erfolg nicht bringt, dann wäre die fast-gratis-Option FU Hagen ja sinnvoller bzw. nicht schlechter?
HHL: Interessanter Studiengang, allerdings Freitags Präsenz, das geht nicht
zum Thema Bescheidenheit: Von außen betrachtet siehts wohl wirklich so aus, dass ich für nicht-akademische Arbeit sehr viel Geld bekomme - allerdings muss man dazu auch wissen, dass ich im Vertrieb arbeite, hier kommts nicht auf die Zeit an, die man da ist, oder gar auf Qualifikationen, es geht nur darum, wieviel man aus seinem Kundenportfolio herausholt - und das ist bei mir nunmal das 2-3fache der anderen Kollegen, d.h. > 500.000 im Jahr, deshalb die vielen Gehaltserhöhungen in rel. kurzer Zeit.
Aber natürlich bin ich meinem AG auch dankbar für die Chance, direkt nach der Ausbildung dort reinrutschen zu dürfen.
DZ-Bank: war auch schon eine Überlegung, werde ich mal als Option ins Auge fassen - arbeitet jmd. von Euch dort oder hat nähere Infos?
Zum Thema 3.Liga: Doch, so komme ich mir vor... es herrscht im Unternehmen eine sehr merkwürdige Mentalität vor, ne richtige gewinnorientierte Bank ist sicher etwas anderes.
Mittelfristig wird bei mir im Haus nicht mehr als 80k drin sein, das ist ne sehr sichere Sache.
Unsere Vorstände verdienen btw. 250-350k - das ist natürlich super, aber mit Mitte/Ende 40 wollte ich zumindest die Chance auf mehr haben. Insbesondere dann mehr Einfluss, das Geld ist dann sicherlich sekundär.
Und Vorstand Mitte 30 werden? Wie soll das denn gehen? Den Weg dahin würde ich gern mal sehen ;)
Noch etwas anderes: Interessiert es wirklich keinen Personaler von anerkannten UBs etc., dass jemand neben seinem Vollzeitjob 4 Jahre lang jeden Abend Vorlesungen besucht hat, komplett aufs Privatleben verzichtet, und -auch wenn die FH keine Target ist- besser abgeschlossen hat als die Tagesstudenten ohne Job?
Zumindest Belastbarkeit könnte man mir doch unterstellen?
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26.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Was hast Du für Vorstellungen? Entschuldige mich, aber du bist naiv! Weißt du wie es in der Wirtscahft aussieht? Du willst Chancen auf mehr als 250-350 k im Jahr? Wo lebst du? Dass ist eine ehrliche Frage. Dieses Gehalt erhalt kaum jmd. Das ist ein Partner-Gehalt bei den BIG 4 etc. Diese Menschen hatten aber einen sehr steinigen Weg und sehr viel Vitamin B. Meistens sind es WP/Stbs oder CFAs oft mit Dr.+Prpf. Senior Manager (oft auch viele Titel) beispielweise, die wirklich sich über 10-15 Jahre bei den WPs abgereckert haben, verdienen nach Examina etc. ca. 120k. Und da hälst du 80k für wenig? Das verdienen 90 Prozent aller diplomierten Wiwis+Ings. nicht in Deutschland.
Mach Karriere bei deinem AG und vllt. kommst du mit 40+ in den Vorstand. Dann hast du ausgesorgt.
Und hör auf von irgendwelchen IBs träumerein zu reden. Da verdient man lange nicht 250-350k im Jahr. Um das dort zu verdienen muss man lange dabei sein, gute Lage und Position haben bzw. Spieler sein und Milliarden in den Sand setzen (auch oft illiegale Entscheidungen). IB ist momentan übrigens tot. Ist fast wie bei jeder Goldgrube, wie zB einst die Prohibition oder Zusammenbruch der UDSSR.
Ich weiß ja nicht, was du dir bei den IBs vorstellst, aber die Arebit ist auch sehr langweilig und Leute sind kaum besser als in anderen Bereichen.
Und nein, Personaler von UBs interessiert Fh schonmal gar nicht. Nur beste Absolveten des Jahrgangs+Target Uni, mit Ausland, 1,x Abi, Bachelor/VD und Ausland bei Top-Unternehmne. Noch mehr: Du würdest sogar kaum Chacnen bei BIG4 Advisory haben und dort erstmal locker 20 k weniger verdienen. Das ist die Realität mein Freund.
Mein Tip: Such dir Hobbys!
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27.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Sehe ich sehr ähnlich.
Und noch etwas: Mit Mitte 20 mag es noch möglich sein, fulltime zu arbeiten und nebenbei zu studieren. Spätestens mit anfang 30 wirst Du merken, dass das Durcharbeiten (=Vollzeit Arbeit + Lernen am Wochenende/im Urlaub) tierisch schlaucht. Das hat nichts mit Durchhaltewillen bzw. Ehrgeiz zu tun, sondern ist biologisch bedingt. Du wirst zunehmend feststellen, wie wichtig Dir Erholung ist.
Glaub mir, ich habe zwei Jahre nebenbei noch meine Dissertation fertiggestellt und dann ca. 1,5 Jahre für den WP gepaukt. Ca. 4 Jahre ohne Urlaub und permanenter Anspannung sind nicht zu unterschätzen. Da muss dann v.a. auch die Freundin bzw. Familie mitspielen. Nicht ohne Grund sind die Abbrecherquoten bei Dissertationen und Berufsexamen so hoch.
Lounge Gast schrieb:
>
> Was hast Du für Vorstellungen? Entschuldige mich, aber du
> bist naiv! Weißt du wie es in der Wirtscahft aussieht? Du
> willst Chancen auf mehr als 250-350 k im Jahr? Wo lebst du?
> Dass ist eine ehrliche Frage. Dieses Gehalt erhalt kaum jmd.
> Das ist ein Partner-Gehalt bei den BIG 4 etc. Diese Menschen
> hatten aber einen sehr steinigen Weg und sehr viel Vitamin B.
> Meistens sind es WP/Stbs oder CFAs oft mit Dr.+Prpf. Senior
> Manager (oft auch viele Titel) beispielweise, die wirklich
> sich über 10-15 Jahre bei den WPs abgereckert haben,
> verdienen nach Examina etc. ca. 120k. Und da hälst du 80k für
> wenig? Das verdienen 90 Prozent aller diplomierten
> Wiwis+Ings. nicht in Deutschland.
> Mach Karriere bei deinem AG und vllt. kommst du mit 40+ in
> den Vorstand. Dann hast du ausgesorgt.
>
> Und hör auf von irgendwelchen IBs träumerein zu reden. Da
> verdient man lange nicht 250-350k im Jahr. Um das dort zu
> verdienen muss man lange dabei sein, gute Lage und Position
> haben bzw. Spieler sein und Milliarden in den Sand setzen
> (auch oft illiegale Entscheidungen). IB ist momentan übrigens
> tot. Ist fast wie bei jeder Goldgrube, wie zB einst die
> Prohibition oder Zusammenbruch der UDSSR.
>
> Ich weiß ja nicht, was du dir bei den IBs vorstellst, aber
> die Arebit ist auch sehr langweilig und Leute sind kaum
> besser als in anderen Bereichen.
>
> Und nein, Personaler von UBs interessiert Fh schonmal gar
> nicht. Nur beste Absolveten des Jahrgangs+Target Uni, mit
> Ausland, 1,x Abi, Bachelor/VD und Ausland bei
> Top-Unternehmne. Noch mehr: Du würdest sogar kaum Chacnen bei
> BIG4 Advisory haben und dort erstmal locker 20 k weniger
> verdienen. Das ist die Realität mein Freund.
>
> Mein Tip: Such dir Hobbys!
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27.01.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Hier spricht ein Partner von einer der 4 internationalen Executive Search Firms.
Lieber Threaderöffner - Seien Sie stolz auf das Erreichte. Statt ein kleiner Fisch im großen IB-Haifischbecken zu sein, seien Sie lieber, nun, ein Hai im Genossenteich. Sie brauchen auch erstmal keine neuen Abschlüsse und Diplome....sondern: Die unbedingte Zufriedenheit Ihres Vorgesetzten und die daraus resultierenden Beförderungen. Tun Sie dort, wo Sie sind, was gutes. Und halten Sie durch, auch wenn es ein Jahr lang (bei 35 Arbeitsjahren) mal "öde" ist. Seien Sie stark, bilden Sie ein firmeninternes Netzwerk, sperren Sie die Ohren auf, arbeiten Sie hart. Der Rest kommt schon, so wie es bei Ihnen angefangen hat. Aber seien Sie sich Ihrer Grenzen bewusst. Siehe IB-Becken und Genossenteich... Viele Grüße & viel Erfolg
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05.02.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Danke für diesen Beitrag...:)
Dennoch lässt mich der IB-Sog noch nicht ganz los. Beste Grüße zurück
Lounge Gast schrieb:
>
> Hier spricht ein Partner von einer der 4 internationalen
> Executive Search Firms.
>
> Lieber Threaderöffner - Seien Sie stolz auf das Erreichte.
> Statt ein kleiner Fisch im großen IB-Haifischbecken zu sein,
> seien Sie lieber, nun, ein Hai im Genossenteich. Sie brauchen
> auch erstmal keine neuen Abschlüsse und Diplome....sondern:
> Die unbedingte Zufriedenheit Ihres Vorgesetzten und die
> daraus resultierenden Beförderungen. Tun Sie dort, wo Sie
> sind, was gutes. Und halten Sie durch, auch wenn es ein Jahr
> lang (bei 35 Arbeitsjahren) mal "öde" ist. Seien
> Sie stark, bilden Sie ein firmeninternes Netzwerk, sperren
> Sie die Ohren auf, arbeiten Sie hart. Der Rest kommt schon,
> so wie es bei Ihnen angefangen hat. Aber seien Sie sich Ihrer
> Grenzen bewusst. Siehe IB-Becken und Genossenteich... Viele
> Grüße & viel Erfolg
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15.02.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
hallo da es eig. immer wieder ums selber produzieren geht.. sei froh in dem alter mit dem gehalt dazustehen. Was zum Teufel willst du im IB? Du wirst alles verlieren was du zur Zeit hast und das größte Manko du wirst den Aspekt " Sicherheit " komplett hinter dir lassen müssen. Willst du das wirklich?
Sei froh dass du einen super sicheren, topbezahlten und zur Arbeitszeit echt phänomenal bezahlten Job hast!
Ich sehe in deinem post andere Intentionen.. bitte mache dein Selbstwert nicht an deiner Position fest in der du sitzt.
Sorry aber du wärst echt DUMM wenn du das hinter dir lässt nur um einen Job mit Prestige zu erlangen.. Werd erwachsen.
Sollten wir dich nicht überreden können sage ich dir eins: Los bewirb dich im IB du wirst bei 90% der Banken abgelehnt werden. Dann werden 10% zusagen aber da du Null Erfahrung dort hast wirst du dein aktuelles Gehalt die ersten Jahre niemals halten können. Dann kommt die nächste Krise und da du Jüngling bist biste dann eh wieder raus. Und dann postest du in 5 Jahren was du machen sollst hier.. oh man
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08.03.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Danke für deinen Beitrag.
Wenn ich nen sicheren Job gewollt hätte, dann wäre ich Beamter geworden ;)
Ich sehe meine aktuelle Tätigkeit eben nur als "Vollzeit-Studentenjob" und könnte mir niemals vorstellen, das hier die nächsten 42 Jahre zu machen. Ich bin ja wie gesagt (noch) im gehobenen Retailvertrieb, den Job könnte nen mittelprächtiger Verkäufer mit ner 4Wochen-Bank-Weiterbildung machen...von meiner Banklehre benötige ich vielleicht 10% des Fachwissens, kurz: fachliche Verwahrlosung. Das mag im PWM/PB durchaus anders sein, aber auch hier reden wir nur von Kundendienst, keine strategischen Aufgaben.
Das IB habe ich schon nen Schritt zur Seite gestellt...aber mal sehen, vielleicht packts mich doch in nem Jahr und ich bewerb mich mit klaren Gehaltsvorstellungen und nem guten Bachelor. Oder erst nach nem Fernstudium-Master mit 30.
Ich finde einfach den Bereich M&A extrem spannend und würde auch gern die ein oder andere akademische Kompetenz in den Job einbringen, denn:
Für nen Filialleiter/Regionalleiter/Firmenkundenleiter/Senior-Händler etc. in ner Regionalbank braucht man def. kein Studium.
Für realistisch halte ich nen Einstieg in eine UB mit Schwerpunkt Banking/Finance, da gibt es ja diverse, die konkret Berufserfahrung im Bankensektor erwarten. Und nach ein paar Jahren dann der Exit in eine Ebene, die man als "normaler Bankkaufmann" niemals sehen würde.
Da wird mein schlechtes Abi doch wohl keine Barriere sein? Muss ja nicht gleich ne Tier1 werden...
Oder ich bewerb mich nach dem Studium bei den größeren Privatbanken, um zumindest mal etwas anderes zu sehen. Wahrscheinlich kommen dann dabei aber auch nur Vertriebs(leiter)stellen bei rum...
Einen Kontakt in der Richtung habe ich schon, mal schauen, ob ich das dann will.
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21.03.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
...gerade ne Gehaltsabrechnung von jmd. Anfang 30 ausm IB gesehen und bin noch leicht geschockt...400k inkl. Bonus!
Das haben auf der Regionalbankebene nicht mal Vorstände... falls sich noch irgendjemand fragt, weshalb ich diesen risikobehafteten Weg gehen möchte, da oben steht die Antwort.
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21.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
400k ist nicht unrealistisch für nen absoluten highperformer.
in der regel liegen die gehälter im IB bei den kollegen anfang 30 aber ca. 50% darunter. MAn darf halt nicht vergessen, dass der variable gehaltsbestandteil über 90% des gaehalts ausmacht. wennes ein jahr mal schlecht läuft, hast du probleme, das penthouse abzubezahlen...
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21.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Abendstudent schrieb:
>
> ...gerade ne Gehaltsabrechnung von jmd. Anfang 30 ausm IB
> gesehen und bin noch leicht geschockt...400k inkl. Bonus!
>
> Das haben auf der Regionalbankebene nicht mal Vorstände...
> falls sich noch irgendjemand fragt, weshalb ich diesen
> risikobehafteten Weg gehen möchte, da oben steht die Antwort.
Moin,
hast du mal überlegt mit deinem privaten Geld über online Broker Geld zu machen?
Dann bräuchtest du keinen Abschluss nach der anderen zu machen und müsstest auch keine 12 h am Tag arbeiten.
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21.03.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Moin, ja habe ich. Allerdings bleibt von meinem Gehalt nichts übrig, dass ich anlegen könnte. Und damit richtig Geld zu verdienen halte ich für fragwürdig. Ist immer viel Glück dabei und die Bank/der Broker gewinnt hintenraus fast immer.
So nebenher kann man das schon mal tun, aber als Daytrader den ganzen Tag zu Hause hocken? Never...
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21.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
für 400k all in musst du kein Crack sein, das ist im "richtigen" ib nach ein paar Jahren standard
Variabel würde ich auch nicht bei 90% sondern bei ca. 75% ansetzten bei Leuten die allin auf ca. 1000k kommen
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22.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
An Alle: Bitte differenziert, ob Ihr unter dem Begriff IB M&A oder S&T versteht. Das sind völlig unterschiedliche Tätigkeiten, bei denen auch unterschiedliche Profile nachgefragt werden..
An den Threadstarter: Es gibt m.M. nach realistisch nur 2 Möglichkeiten für Dich: 1. Full-Time Master/MBA an einer renommierten UNI mit Auslandssemester um Dein Englisch aufzupäppeln, ein Praktikum bei einer renommierten Bank in Deinem Zielebereich und Du fängst am Besten schon mit dem CFA an. OK, Du willst kein Full-Time Programm, da Du Dich an dein Lebensstil gewöhnt hast: Fail, wenn du hohe Ziele hast musst Du auch investieren. Die Chance das Du scheiterst ist natürlich hoch.. Wer nichts riskiert, bekommt aber auch nix.
2. Du wechselt über die VOBA-Schiene zur DZ Bank z.B. ins Firmenkundengeschäft, machst nebenbei den CFA und baust Dir intern ein Netzwerk auf um darüber in dein Wunschbereich reinzukommen.
Da Du als angehender BWLer aber Kosten-Nutzen Anaysen vornehmen können solltest und es um Erwartungswerte geht:
Die Chance das Du ins IB kommst, egal ob M&A oder S&T sind bei Deinem bisherigen Werdegang und Profil gering. Ein Scheitern kann aber auch heilsam sein und Dich auf den Boden der Realität zurückholen. Sicherlich kannst Du auch danach wieder einen ähnlichen Job wie jetzt ausüben und deine gute Situation besser wertschätzen. Ein Full-Time Studium in einer anderen Stadt mit Auslandssemester hilft jedem bei der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und ist immer gut investiertes Geld & Zeit.
Nebenbei: Was willst Du im M&A oder S&T?
Im M&A arbeitest Du wirklich >70 Std. und hast gar keine Zeit Dein Geld auszugeben. Schlecht fürs Privatleben. Der Stundenlohn ist auch nicht berauschend, wir sind ja Wiwis hier..
Im S&T hast Du einen enormen Stress, den Du noch gar nicht kennengelernt hast. Hier läuft Dir regelmäßig der Schweiß den Rücken runter und hat auch Einfluß auf Dein Privatleben.
Die Stellen in beiden Bereichen sind weniger geworden und die Verdienstmöglichkeiten sind noch sehr gut, aber nicht mehr so exorbitant wie früher.
Ich habe übrigens selber im Trading gearbeitet bei einer deutschen Bank. Läufts bist Du der King, läufts es nicht geht es Dir richtig scheisse und auf Dauer hält das keiner lange durch oder Dir wird nahegelegt etwas anderes zu machen..
Fazit: Mach eine Full-Time Master oder leg dir ein paar Hobbys zu und genieß Dein Leben!
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22.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Abendstudent schrieb:
>
> Moin, ja habe ich. Allerdings bleibt von meinem Gehalt nichts
> übrig, dass ich anlegen könnte. Und damit richtig Geld zu
> verdienen halte ich für fragwürdig. Ist immer viel Glück
> dabei und die Bank/der Broker gewinnt hintenraus fast immer.
> So nebenher kann man das schon mal tun, aber als Daytrader
> den ganzen Tag zu Hause hocken? Never...
Ich dachte du willst Kohle machen?
Auf dem Papier habe ich eine monatliche Rendite von 400%
Gucke einmal paar Minuten um 8:00 und 12:00 und 17:00 rein, und eventuel um 22:00, um den stop zu ändern. Und in der zwischenzeit kann ich lernen und mein Leben chillen.
Wenn, du nur mit 1000? reingehst verdienst du 4.000 im Monat.
Und die 4000 könnte ich problemlos verfünfachen und verzehnfachen.
Ich denke, dass meine Vorgehensweise im Trading (übrigens CFD) sehr rentabel ist.
Wie hoch ist oder war eure Rendite?
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22.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Ich weiß gar nicht, warum so viele auf diesen Beitrag antworten.
Ganz klare Antwort auf die Frage: NEIN! Punkt. Da gibt es nichts zu diskutieren.
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23.03.12
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Ganz ehrlich, ich sitze 95% meiner Arbeitszeit vorm Rechner und hab mein Börsensystem an. Dazu hab ich Trading-Erfahrungen seit meinem 14.Lebensjahr und behaupte, dass es einfach keine sicheren exorbitant hohen Renditen gibt. Es gibt Jahre, da macht man per saldo nen Verlust, in anderen nen kleinen Gewinn. Ich bin schon zu oft auf die Fresse mit OS und CFDs gefallen, um da an den großen Wurf zu glauben bzw. dass man damit einen Einkommenstrom aus dem Nichts erzeugt...
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23.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Lol..Daytrader und Co. Ich kenne soviele Daytrader und 90 Prozent von denen lebt zyklisch. Mal haben die Geld, mal sind die komplett Pleite. In der Regel dauert es mindestens 10-15 Jahren bist du ein halbwegs guter Daytrader wirst und selbst dann ist das Risiko gewaltig. Kenne genug, die im Sommer auf dem Bau arbeiten waren, weil sie alles verzockt haben.
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25.03.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Ich bin es noch einmal.
Lösen Sie sich einmal davon, dass bei den IBs etc. ein Paradies auf Sie wartet. Dort sind Menschen mit viel mehr Risikobereitschaft als Sie, härtere Boys, teils blitzgescheit und aus Ländern, deren Lebensstandard unserem hier weit unterlegen ist.
Machen Sie jetzt mal Ihre Sache bei der VB gut. Dann sieht man weiter. DZ finde ich eine gute Idee, lassen Sie sich erstmal dort an Ihre Grenzen bringen.
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19.04.12
Lounge Gast
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
hallo möchte das noch mal aufgreifen,
der sprung von einer reinen voba zur dz bank denk ich wäre eine logische konsequenz und durchaus als möglichen karriereschritt anzusehen!
Würde mal in Richtung DZ Bank schauen was es da gibt.
Da du ausm Private Banking kommst, bietet sich hier entweder corporate banking oder irgendwas Wertpapierlastiges an, vlt auch Trainee zum Analyst. Also eher Markets als Corporate Finance.
Versuch es in die Richtung - das kann nie schaden!
Du musst nur wissen in einer großen Bank, wirst du auch auf viele seltsame Geschöpfe treffen die dir sicherlich nicht so ein schönes Leben wie in deiner schönen VobaFiliale bereiten werden.
Ich betone nochmal ich würde dort bleiben und meine Erfüllung eher im privaten Suchen. Sorry du hast nen mega bezahlten Job für das was du machst, mach einfach viele Städtetrips am Wochenende, such dir ne geile Frau - was will man mehr?
Du kannst Leben! Natürlich gibt es tausende die mehr dann verdienen wenn sies irgendwann im IB sind, aber die sind mit MItte 30 auch oft am BurnOut dran und haben privat so einiges verpasst.
Lass dich nicht von Filmen blenden - das will ich dir hier aber nicht unterstellen.
Die Welt im IB ist um einiges härter - das könnte für dich quasi einem Kulturschock nahekommen. Ich rate dir also hiervon ab.
Muss es was anderes sein, könntest du 1. Mal mit deinem direkten Vorgesetzten sprechen oder 2. mal eine Iniativbewerbung Richtung DZ Bank schicken, oder dich am besten empfehlen lassen.
Beste Grüße und viel Erfolg
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28.03.13
Abendstudent
| Re: Vom Private ins Corporate Banking |
Servus, ein kurzes Update vom TE:
Den Bachelor habe ich mit 1,4 zu Ende gebracht und bin wie geplant im Private Banking gelandet, dort jetzt 1/2 Jahr.
Wie befürchtet sind die 39h und das fehlende Abendstudium eine merkwürdige Situation. Fühle mich leicht unterfordert. Vom Gehalt her sind hier vielleicht noch 10k drin...
Ich werde meine 2 Jahre hier vollmachen und mich dann in Richtung UB oder Wechsel in ein anderes Haus auf gleicher Ebene bzw. erste Führungsaufgabe orientieren.
Das wird dann wahrscheinlich mit der Familiengründung zusammenfallen, weshalb UB wohl eher suboptimal wäre, da meine Freundin als Abteilungsleiterin (noch) die Hauptverdienerin ist und ihre Karriere ebenfalls weiter forcieren wird ;)
IB kommt zunächst nicht in Frage - inhaltlich interessant, allerdings sind die Rahmenbedingungen derzeit nicht akzeptabel.
Nun heißt es erstmal Englisch pauken und für einen nebenberuflichen Master sparen - ich habe mir dieses Programm hier ausgesucht:
http://www.cefims.ac.uk/cgi-bin/progr...
Ist zwar nicht auf HHL-Niveau, dürfte jedoch besser ins Profil passen als ein generalistischer WiWi-Master an der FU Hagen...
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