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home / lounge / Studium / Allgemeines 23.05.2013
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BWL Flut?

 Autor   Beitrag 

   14.11.11
  Lounge Gast

BWL Flut?

Hallo Leute,
ich hätte gerne mal eure Meinung gehört. Ich habe vor ca. 2 Jahren angefangen BWL zu studieren. Mit mir haben noch ungefähr 200 Leute angefangen. 1 Jahr später waren es schon 380 und dieses Jahr hat man die Studienplätze erneut erhöhrt und jetzt sind es schon 480 (!).

Ich wollte mal fragen, ob es bei euch ähnlich ist. Da muss man sich ja richtig Sorgen machen, wenn es in 10 Jahren so viele BWL´er gibt?


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   15.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja, muss man. Auch hier greift das marktwirtschaftliche Prinzip Angebot vs. Nachfrage. Die Preise (Gehälter) werden auf alle Fälle weiter sinken... es mittlerweile sooo viele Wirtschaftsstudenten, die können gar nicht mehr in entsprechende Positionen untergebracht werden.

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   15.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Oh Mann - guten morgen!

Es gibt schon seit x Jahren viel zu viele BWLer - überall, nix anderes machen die Leute mehr. Schon vor zwei Jahren habe ich eine seriöse Reportage im TV gesehen und da hieß es, dass 52% (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) aller Abiturienten BWL studieren wollen. Gesetzt dem Fall, von diesen 52% tun es tatsächlich bis zum Schluss nur 70%, dann bleibt noch mehr als ein Drittel aller Abiturienten mit ein und derselben oder sehr ähnlich ausgerichteten Ausbildung.

Leute, studiert was anderes!!!!!!!!!!!

Ich habe selbst VWL studiert, und ich weiß - obwohl ich einen Job habe, der mich auch sehr interessiert - wirklich nicht, ob ich denn noch einmal etwas mit Wirtschaft studieren wollte. Ob BWL, VWL, Wiwi, Wi-Ing - das spielt alles im Großen und Ganzen nicht so die Rolle. Es ist wirklich furchtbar, einer von sehr, sehr, sehr vielen zu sein.

Macht kein BWL!
Macht kein VWL!
Macht kein Jura!

Folgende Studiengänge sind zu empfehlen - natürlich nur für diejenigen, die sich das vorstellen können:

Naturwissenschaften aller Art
Informatik
Mathematik
Ingenieurswissenschaften aller Art (nicht Wi-Ing!!!)
Medizin
Pharmazie
Lehramt (keine Geisteswissenschaften, nur Sprachen, Mathe, Physik)


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   15.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Zum Glück studiert der weitaus grösste Anteil davon mit Schwerpunkt Marketing.

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   15.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Zum Glück studiert der weitaus grösste Anteil davon mit
> Schwerpunkt Marketing.

haha ja... marketing und personal als kombi ist aber auch nicht schlecht :-)


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   15.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich glaub kaum, daß 52% der Abiturienten BWL studieren wollen, alleine schon deswegen, weil ein großer Teil der Abiturienten ÜBERHAUPT NICHT studiert. Nur etwa 70-75% nehmen ein Studium auf (http://www.wiwi.uni-due.de/studienint... wenn mach Fachabiturienten miteinbezieht sogar noch weit weniger.

Und nur 14% von denen die studieren wählen ein Wirtschaftsfach! (http://www.zeit.de/wissen/2011-11/stu...

Quelle:


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Bei uns im Jahrgang haben die meisten Lehramt studiert, nix mit Wiwi. Ist aber trotzdem überlaufen.

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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Kann mir 52% nicht vorstellen. Aus meinem Jahrgang studieren genau 2 Leute reine BWL und 3 oder 4 weitere etwas artverwandtes. Der Abijahrgang hatte knapp 80 Abiturienten.

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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Achso Marketing ist überlaufen? Lol...stimmt. Bei uns saßen in Finance und Internationale Rechnungslegung pro Semester locker 300-500 Leute im Saal. Und das pro Vorlesung. Kenne auch Kollegen aus anderen Unis und dort ist ähnliches zu finden. Controlling, Rewe und Co. ist ebenfalls überlaufen. Einzig Ökonometrie ist in einem Wiwi Studium ziemlich überschaubar, was die Studenten angeht...der Rest ist überlaufen ohne Ende...grade Finance und WP, auch Controlling......Steuern geht halbwegs.

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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Bin derjenige, der das mit den 52% behauptet hat - kommt mir auch hochgegriffen vor. Nichtsdestotrotz gibt es viel zu viele Wiwis, und das nicht erst seit gestern.

Mir kann es mittlerweile egal sein, aber es wäre mal nicht schlecht, mal glaubhaft ab der 10. Klasse oder so in den Schulen darauf aufmerksam zu machen.


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das Problem sind nciht die Unis!!! In meiner Uni fingen zu Diplomzeiten ca. 600-800 pro Semester an, davon schlossen ca. 30-80 (pro Semester) pro Semester ab.

Das Problem sind eher die Fhs, BAs, FOMs und Co. Besonders die letzteren "verschenken" aus meiner Sicht Abschlüsse, die NICHTS mit dem Gedanken einer Akademie zutun haben. LEIDER!

Ich würde heute auch nicht mehr Wiwi studieren, sondern Nat.


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Interessant ob der graduierte Volkswirt auch Fakten vorlegen kann für die 52 % BWL Studium (wie misst man überhaupt, wer BWL studieren Will??)

Stattdessen gibt es eine Flut in den oben empfohlenen Studiengängen (insb. Ingenieurwesen)

http://www.destatis.de/jetspeed/porta...

(Pressemitteilung Nr.101 vom 14.03.2011)


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich habe mal gelesen, dass ca. 30% der Studienanfänger etwas wirtschaftliches studieren (Wing, Winf usw. miteingerechnet). Allerdings werden nur 50% von diesen ihr Studium wirklich beenden.
Wenn man sich dann als BWLer z.B. in Finance, Tax spezialisiert, dann hat man auch recht gute Aussichten. (bei entprechenden Noten, Lebenslauf usw.)


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Diese Diskussion gibt es doch seit Ewigkeiten. Natürlich gibt es viele BWLer, aber nicht zu viele. Schaut euch doch einfach die Arbeitslosenstatistik einzelner Berufsgruppen an. In Zukunft wird es womöglich einen leichten Überhang geben, doch ich bezweifel stark, dass die guten Betriebswirte arbeitslos sein werden. Wer sich für diesen Studiengang entscheidet muss etwas für das Unternehmen erbringen. Ist derjenige schlichtweg zu faul, dumm oder was anderes, wird sich eben nicht lange halten.

Außerdem spezialisieren sich nicht viele für die richtig anspruchsvollen BWL-Themen, wodurch man sich dadurch immer noch von der Masse abheben kann. Außerdem musste ich während meiner Studienzeit feststellen, dass ein Großteil für dieses Fach nicht geeignet ist. Einfachste Zusammenhänge werden missinterpretiert oder mathematische Formeln gar nicht erst verstanden. Die Hauptsache ist, ein gewisses Schema wird durchgepaukt und in einer Klausur erbracht.

Also, keine Panik an die kommenden BWLer. Wer wirklich gut ist in diesem Fach, wird später auch keine Probleme haben.


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Gut, Finance wird von vielen aus Prestigegründen gemacht - vielleicht hat gerade einmal die Hälfte ein halbwegs glaubhaftes Interesse.
Sind zu viele, die das "wollen"...


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das war ein Reportage! Was kann ich dafür, was berichtet wird?

Und wo bleibt bitte die Wahrheit? Was ist mit dem Ingenieurmangel? Oder bezieht sich der nur auf manche Spezialisierungen?


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

auch so ein nutzloser Beitrag - wenn man "gut" ist. Und was ist, wenn man vielleicht "gut" ist, dies aber nicht "glaubhaft" kommunizieren kann? Weil alle die Scheuklappen auf haben? Da kommen wieder Lebensumstände, Unterschiede zwischen den Unis, falsche Strategien, Pech und und und...

Mann, Mann, Mann - wollt Ihr es nicht wahrhaben?
Fachkräftemangel gibt es in BWL oder Verwandtem garantiert nicht.

Der Durchschnitts-Wiwi muss viel mehr Bewerbungen schreiben, um an eine Stelle zu kommen als ein Mediziner z. B.. Und außerdem gibt es gerade in der freine Wirtschaft unzählige Berufe, Berufsbilder und Unternehmen, deren der Gesellschaft nützliche Existenzberechtigung wirklich fragwürdig ist, aber jetzt würde es erneut philosophisch...


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

An den einen Kollegen, der behauptet hat, dass "ANSPRUCHSVOLLE FÄCHER" Vorteile bringen...Welche Fächer sind den so anspruchsvoll? Controlling?-Ja die Tabellenkalkulationen in abgemagerter Form in Klausuren zu berechnen ist natürlich sehr anspruchsvoll....oder Rechnungslegung, wo ähnliches gilt. UNd Finance? Ach Gott, anspruchsvoll ist es nicht. Wer das behauptet lügt....Einzig die Masse ist meist ausschlaggebend, sowie die oftmals krankhafte Klausurterminregelung (bei uns meist 6 Klausuren in einer Woche)...

Was ich sagen will: Finance, Controlling und andere Fächer sind ebenfalls SEHR überlaufen. Es ist krank, dass eine 2,0 an einer renomierten Uni in einem Diplom bei vielen Unternehmen als Durchschnitt angesehen wird. Unterscheidung? Kaum. Praktika machen alle...Manche lassen sich scheine durch Vitamin B besorgen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass Studenten im Diplomstudiengang 8 Praktika haben, wovon 4 über angeblich 6 Monate gingen....Auslandsaufenthalte? Haben auch viele mittlerweile...Wie soll man da sich abheben? Ich bitte euch.... Auch ist die Notenvergebung von Uni zu Uni verschieden. Statistiken zeigen dies. Jmd. mit ner 2,5 auf Uni X kann ne 1,9 azuf Uni Y bekommen haben. In Deutschland wird Y favorisitert, X nicht zum VG eingeladen. Und im Ausland...Bewerbt euch mal mit einer relativ schlechten Note im Ausland. Besonders in den USA, wo eine Noteninflation herrscht, wird man eure "mittelmäßige" Note nicht verstehen. Man kommt nicht mal dazu, sein Wissen zu zeigen.

Übrig bleiben Jobs mit schlechter Bezahlung und/oder W-L-Balance. Im Forum wurde genug diskutiert.

Ich habe eine Uni mit gutem Ruf und einem Abschluss von 1,7 auf Diplom abgeschlossen...musste mir aber schon Absagen einfahren und in Vorstellungsgesprächen anhören, dass mein Profil viele haben...(3 Praktikas -> Dax Bank, Dax Konzern, mittelständische UB), 4 (!) Sprachen fließend, SAP-Kenntnisse etc.

Ich frage mich, in welchen anderen Studiengängne solche Voraussetzungen für Job herrschen? Mediziner suchen sich zZt Jobs nach Ortspräferenz aus... (Erfahrung Freundeskreis)

Heute hätte ich nicht Wiwi (trotz Interesse und Kenntnisse) studiert...da totaler Quatsch....Lehramt, Medizin und Co. haben gute Jobaussichten und eine wesentlich bessere W-L-B. Und kommt mir nicht mit: aber Ärzte arbeiten auch viel... Wer schonmal in einer UB/IB gewesen ist, wird über Ärzte lachen...Zudem überarbeiten sich niedergelassene Ärzte nicht zwingend und wahrscheinlichkeit ist größer eine eigene Praxis aufzumachen und Erfolg zu haben, als zB irgendwo Partner, Vorstand oder Geschäftsführer zu werden.

m.M.n. zum Thema.


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das BWL und andere Wiwi-Studiengänge überlaufen sind und seit langem sind, steht ja gar nicht zur Debatte.

Worum es mir -den Threadsteller geht - ist, dass im Zuge der G8-Jahrgänge und darüber hinaus die Studienplätze noch einmal drastisch erhöht werden.


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   16.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es ist das alte Thema...es gibt in der Tat Studiengänge, die sind gnadenlos überlaufen.

BWL gehört dazu. Aber 400-500 sind noch lasch. Bei mir waren es im Hörsaal min. 700. Tutorien waren völlig überlaufen.

Dasselbe in Jura und Grundschullehramt. Eine Freundin berichtete mal von 1200 Teilnehmern einer Vorlesung, die Leute standen bis auf die Hausflure dicht an dicht gedrängt. Der Collegeblock wurde auf den Rücken des Vordermanns gelegt zum Schreiben.

Jura ebenfalls überlaufen. Und auf den FHs sind Medienstudiengänge wie Journalistik komplett überlaufen.

Ohne sich zu spezialisieren, wird es in den kommenden Jahren schwerer. Wer BWL macht, sollte Marketing und Personal eher meiden, mit WiPäd kann man immerhin noch Lehrer machen.

Ein Jurist sollte ebenfalls sehr spezialisierte Richtungen wählen. Strafrecht, Familienrecht sind besetzt. Findet man mehrfach in jeder Stadt. Medienrecht, EU-Recht, Wirtschaftsrecht, Urheberrecht, usw. sind gefragter. Man muss sich aber gut einarbeiten.

Aber selbst wenn man sich spezialisiert, ist das noch keine Garantie für ein easy-going. Ökotrophologen haben es genauso schwer wie BWLer.

Am meisten hat man derzeit Chancen, wenn man Informatiker ist und mühelos 2-3 Programmiersprachen beherrscht und extrem gut SAP beherrscht. Damit ist nicht das Steuern von Modulen gemeint, sondern das Beherrschen von ABAP. Sowas bekommt man aber nirgends beigebracht. im BWL-Studium wird einem gesagt, was SQL ist und man fummelt ein bisschen an der Konsole mit Java rum. Dazu ein UML-Diagramm, Entitäten, usw.
Aber für die Wirtschaft reicht das nicht.

Gute Ingenieure haben auch keine Probleme was zu finden.
Medizin ist ebenfalls gut, allerdings ist das eher für Leute, die schon 2 Fremdsprachen richtig beherrschen (frz., türk., ital., span.) zusätzlich zu Englisch und nur um das medizinische Fachvokabular erweitern müssen. Die werden im Ausland prima unterkommen.


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   17.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Aus diesem Grund werden die Einstiegsvoraussetzungen für BWler immer höher, gerade für Top-Jobs.

Bei uns im Unternehmen ist es so, dass es am Ende für eine sehr gute Karriere entscheidend ist, dass man studiert hat - die meisten sind Wiwis, Ingenieure und Juristen -. es geht darum Zusammenhänge zu verstehen und über den Tellerrand zu schauen. Die Theorie aus der Uni setzt man eh sehr selten ein. es kommt natürlich auf die Branche an.

Ich finde ausserdem, dass die Unis nicht so viele Leute aufnehmen sollen. Klar das sind dann individuelle Schicksale länger warten zu müssen, aber es würde der Wissensvermittlung und wahrscheinlich der Motivation gut tun. Ich halte es auch für einen Fehler, dass die Studiengebühren wieder abgeschafft wurden, jedenfalls in NRW. Das zieht neben dem G8 Abi noch mehr Leute an. Mit Studiengebühren könnte man aber schon ein paar Leute abschrecken, die sich nur mal so eingeschrieben haben. Und jetzt mal ehrlich, keiner sollte sich über 500? im Semester beschweren.


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   17.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nein, das hat dieser nicht explizit gemeint. Aber ist sicherlich auch ein Generationenproblem.

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   17.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich würde im Nachhinein lieber Medizin studieren. BWL ist sowas von überlaufen, dass es ohne mächtiges Vitamin B praktisch ausgeschlosen ist, da irgendwas zu reissen.

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   18.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

...oder einfach Leistung zeigen und überzeugen :)

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   18.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Hallo, ich bin der Kollege der behauptet hat, das wenn jemand gut ist und sich von der Masse abhebt, auch sicherlich einen Arbeitsplatz findet.
Habe ich behauptet, das BWL ein sehr anspruchsvolles Fach ist? Nein, ich habe lediglich gesagt, dass die anspruchsvolleren Fächer von BWL einen von dieser abheben lässt. Wer außerdem jammert, dass er einige Bewerbungen mehr schreiben muss um eine Stelle zu bekommen, ist als Betriebswirt sowieso fehl am Platz. Wer zudem noch sonst kein Wissen aufbringt, als das was er an der Uni, DHBW, BA oder FH vermittelt bekommt erst recht! Wer ein BWL oder Wiwi Studium macht, hat genügend Zeit selbstständig sich in andere Themengebiete einzulesen oder einzuarbeiten, denn das was vermittelt wird ist eigentlich ein Witz. Wer sagt, das geht zeitlich nicht, der lügt! Ich habe es auch geschafft, neben einen Job für den Lebensunterhalt, einer Lebensgefährtin, sozialen Kontakten, diversen Hobbies und gar für ein Auslandsstudium hatte ich noch Zeit.

Ebenso sollte einer nicht zu viel Wert auf Hard Skills setzen. Sollte man eigentlich langsam wissen, wird einem in einem BWL Studium doch vermittelt! Soft Skills sind heute viel wichtiger, da die Hard Skills schon die allgemeine Voraussetzung sind. Anscheinend mangeld es einigen BWL-Jammerern an diesen. Kein Wunder, das dann Absagen kommen. Überlegt euch doch mal, warum BWL kein sehr anspruchsvolles Fach im Vergleich zu anderen ist!


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   18.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Haha. Der war gut.

Lounge Gast schrieb:
>
> ...oder einfach Leistung zeigen und überzeugen :)


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   18.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich weiss zwar nicht, wo Du BWL studiert hast, aber Deinen Beitrag finde ich ziemlich Banane.

[auf diesen Beitrag antworten]

   18.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Hey,

ich frage mich immer, wie ihr alle auf solche Schnitte von 1.x kommt. Wo bitte studiert ihr, dass euch solche Noten hinterhergeschmissen werden?

Ich studiere WI-Ing. Informatik an der TU Kaiserslautern. In den Wirtschaftlichen Fächern - und auch in den Technischen - liegen die Noten im Mittel um den 3-4er Bereich. Natürlich gibt es Leute die gut sind und regelmäßig Topklausuren abliefern, aber das sind max. 2-3%. Von daher verstehe ich nicht, wie es so unmöglich sein soll sich von der Masse abzuheben. Natürlich gibt es eine Masse an BWL Studenten, aber die meisten - so meine Erfahrung - sind 0815 Leute ohne nennenswerte Praktika, Motivation, Horizont, Engagement und Fleiß.


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   30.11.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

sehr guter beitrag.

wer z.b. mit älteren kollegen spircht (alles was vor dem jahr 2000 den abschluss gemacht hat), der wird feststellen das ausland, mehr als ein praktikum und regelstudienzeit die ausnahme waren.

tja, bei steigenden studienanfängerzahlen und gleichbleibenden jobs muss man sich von der masse abheben. und wenn die masse dies auch versucht, dann ist es am ende survival of the fittest.

anders sieht es momentan wirklich nur bei lehrern aus (wobei in 5 jahren die rosigen zeiten für die nächsten 20 jahre vorbei sind), und bei den medizinern, die dank dem demographischen wandel dauerhaft erfolgreich sein dürften...


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   01.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"survival of the fittest" ist bestimmt ein wenig uebertrieben - in Bezug auf den Ausdruck "survival", aber nicht "fittest" - das trifft's. Auslandserfahrung und Praktika sind in der Regel nicht das Papier wert, auf dem es dokumentiert wird.

Mit Englisch aus der 10. Klasse kommt man ueberall gut durch und andere "Sitten" etc. - meine Guete...
Praktika sind Beschaeftigungstherapien, deren tatsaechlicher Nutzen fuer spaeter auch sehr fragwuerdig ist - mal abgesehen davon, dass 1) nicht jeder ohne weiteres die Praktika bekommt, die er eigentlich braeuchte oder gerne haette, und 2) manches Praktikumszeugnis ja gefaelscht sein soll...

Nur bei Wiwis gibt es soviel Profilscheisserei auf einmal.


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   01.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

wer momentan bwl studiert ist selber schuld! Mint oder lehramt ist gefragt.

Das gibt in 2-3 Jahren wenn die ganzen Massen von Absolventen auf den Markt kommt, erst mal einen immensen Anstieg der BWL Arbeitlosenquote.

Viel Spaß bei Taxifahren

BWL = Sachbearbeiter


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   02.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Sachbearbeiter?arbeitslos

[auf diesen Beitrag antworten]

   02.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Verstanden haben die wenigsten hier, dass wir in einer Dienstleistungsgesellschaft leben und die Produktion immer mehr verlagern. Das bedeutet auf der einen Seite, dass die Forschung in Deutschland stärker gefragt sein wird, aber eben auch die Verwaltung und Co. steigen, was letztlich auch auf einen höheren Bedarf an Betriebswirtschaftlern hinaus läuft. Demnach sind nicht nur MINT gefragt, sondern auch WiWis.

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   02.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist leider Unwahr. Wenn ich mir ansehe, wieviele Studenten effektiv gut bis sehr gut und ausserdem mit Zusatzqualifikationen abschliessen, so sind das die wenigsten.

Es liegt immernoch an einem selbst, ob man sich für den Arbeitsmarkt qualifiziert. Natürlich ist es so, dass die quantitative Zahl an Absolventen zunehmen wird, dennoch bleib die konkrete Zahl an Fachkräften ein Minimum. Die meisten Studenten, so meine subjektive Erfahrung, schaffen es nichtmal während des Semesters ein Buch zu lesen. Ich habe erst letzte Woche eine Studie gelesen, wonach ein durchnittlicher BWL Absolvent nur 3 Monate für benötigt um einen Job zu finden.

Das Problem dieses Faches ist, dass die Mehrheit der Studierenden es belegen, weil ihnen nichts anderes einfällt. So behaupte ich, dass diejenigen die sich für die Thematik engagieren ein breites Spektrum von Möglichkeiten nach dem Studium offensteht. Oftmals ist - so meine Erfahrungsberichte - auch so, dass es sich letztendlich in den ersten 3-4 Berufsjahren zeigt, ob man für höheres geeignet ist. Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, ich bin in einem studentischen Verein tätig, dass viele Studenten nichtmal in der Lage sind halbwegs normalen telefonischen Kontakt mit Geschäftskunden zu führen - because they have no guts!


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   02.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lehramt? hahaha dass ich nicht lache. Es gibt zig tausend arbeitslose Lehrer oder welche die kein Rerendariat bekommen.

Es ist in fast jedem Bereich mittleweile schwierig, außer bei den Ärzten.


[auf diesen Beitrag antworten]

   02.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

aehhh, ja, aber nicht so viele vielleicht? Mal darueber nachgedacht? Ausserdem werden nicht allzu viele BWL oder Wiwi studieren, um nachher in der Verwaltung zu landen...

[auf diesen Beitrag antworten]

   02.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja deshalb haben wir auch die niedrigsten Arbeitslosenquoten seit 20 Jahren, weil keiner mehr nen Job findet.

[auf diesen Beitrag antworten]

   03.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

passt nicht 100%ig zum Thema - schon populistisches Argument...

[auf diesen Beitrag antworten]

   03.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich finde es ist ziemlich stichhaltig

[auf diesen Beitrag antworten]

   04.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Stich mit dem falschen Impuls.
Es gibt einige Berufe, die braucht man einfach nicht. Du vergisst Selbständige und vor allem auch die Relationen. Wenn - soweit die Zahl stimmt - der Durchschnitts-BWLer drei Monate einen Job suchen muss, ist das auch nur der Durchschnitt, und dieser ist bei manchen anderen Abschlüssen bedeutend kleiner.


[auf diesen Beitrag antworten]

   04.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

achja? bitte um link zur entsprechenden statistik.

[auf diesen Beitrag antworten]

   04.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

wozu brauche Statistiken, wenn ich in meinem mittelbaren Umfeld (Partnerin ist Ärztin) höre, dass kaum ein Mediziner Schwierigkeiten hat, sehr schnell nach dem Examen einen Job zu finden. Das sind teilweise Situationen wie Bewerbungsunterlagen eingereicht, am selben Tag noch eine Einladung für kommenden Montag, man ist der einzige, der sich beworben hat und könnte "gestern" anfangen,-)

[auf diesen Beitrag antworten]

   04.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

hört doch auf mit medizin... wer will das schon machen?

bei uns waren das nur leute die mit sich selbst nicht klar kamen.... oder der 1.0er abiturient der meinte er mache den Dr. um einen besseren sozialen Status zu haben... nein danke mit solchen leuten möchte ich mich nicht vergleichen.

Und hört doch auf mit den "der arbeitslose bwler" märchen.

das ist viel zu pauschalisiert.... wie als wenn man äpfel mit birnen vergleicht.....

man kann nen personal vertiefer nicht mit einem steuer vertiefer vergleichen! genau so wenig einen marketing vertiefer mit einem der personal vertieft hat.

wenn ihr schon über arbeitslose bwler redet dann bitte über arbeitslose Bwler mit Schwerpunkt XY aber dieses pauschalisieren nervt.


[auf diesen Beitrag antworten]

   05.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

wozu brauchen wir auch empirische wissenschaften wenn es anekdotische beschreibungen genauso tun :-)

[auf diesen Beitrag antworten]

   05.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Stimmt. Vertiefung Steuern ist auch ziemlich gut besucht. Und was hat Steuern für eine Zukunft? Stuerberater ohne Mandate? Oder BIG 4 bis Ende des Lebens? Übrigens Personal hat sich deutlich erholt. Marketing weiß ich nicht.

DIe Arbeitslosigkeit hängt eher damit zusammen, dass die Mehrheit in die Industrie will, aufgrund besserer W-L-B. Consulting ist meist für Menschen mit Lebensverzicht. Da Konzern hingegen in der Regel Stellen beschränkt, ist selbst der Einstieg mit Controlling praktisch sehr schwer.
Möglickeit liegt im Mittelstand, aber hier ist die gehaltsfrage oft entscheidend. Übrigens: Auch hier werden genasoviele Controller wie Personaler häufig gesucht.


[auf diesen Beitrag antworten]

   05.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Und was sagst du zu BWLern die sich gar nicht vertiefen können, wie z.B. den Mannheimer BSc? Das sind schlichte BWLer, einfach weil keine Vertiefung im Bachelor möglich ist.

[auf diesen Beitrag antworten]

   05.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also ich wuerde mal menschlich die Mediziner, die fast durch die Bank weit angenehmere Menschen sind als BWLer (aber das ist ein anderes Thema) nicht unterschaetzen.

Und mit "Wer will das schon machen?" schiesst Du ja nen Vogel ab. Die Studienplaetze sind hart umkaempft - grossflaechig weit mehr als BWL und Du fragst, wer das schon machen will...


[auf diesen Beitrag antworten]

   05.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das beantwortet die Frage, ob man nach dem Bachelor (Pseudoabschluss) SCHON aufhoeren soll.
Loseung: Am Master fuehrt kaum ein Weg vorbei. Sollte auch nicht wehtun, oder? Man moechte schliesslich etwas koennen als Akademiker, nur bei manchen hier habe ich den Eindruck nicht so unbedingt...


[auf diesen Beitrag antworten]

   06.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Der hohe NC bei Medizin lässt sich leicht begründen.... dieser resultiert daraus, dass es nunmal relativ wenig Plätze insgesamt in Deutschland gibt... Wenn man dagegen BWL damit vergleicht fällt recht schnell auf, dass man BWL an jeder UNI sowie FH in Deutschland studieren kann.

Die Plätze für Medizin werden aber auch nicht erhöht, da ja sonst der "elite" Ruf für Medizin dahin scheiden würde. Desweiteren ist es aber auch schwer realisierbar aufgrund begrenzter Anzahl von Uni Kliniken. Könnte mir aber gut vorstellen, dass bei genügend Anzahl an Studienplätzen auch dementsprechend der NC von 1,4 auf 2,5 hochgehen würde....

Berichtigt mich wenn ich falsch schlussfolgere.....


[auf diesen Beitrag antworten]

   07.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Für einen NC von 2.5 in Medizin, müsste soviel passieren, dass dies wohl über kurz oder lang nicht möglich wäre (Kosten, polit. Wille, etc.). Schau dir doch einfach mal an wie die Noteninflation an den Schulen um sich greift. Meiner Meinung nach wird es in den nächsten Jahren eher zu NCs von 1.2-1.3 tendieren, da immer mehr mit immer besseren Abi-Noten ins Feld geschickt werden.
Schau dir doch z.B. mal auch die Zulassungsbeschränkungen anderer Fachrichtungen an: BWL in Mannheim ist über die Jahre schwerer geworden reinzukommen, Ruf ist nicht besser geworden (mehr als an der Spitze stehen geht nicht) und trotzdem härtere Grenzen. Ich sehe also eher die Tendenz, dass NCs eher härter werden allgemein.


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   07.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Du folgerst mit Sicherheit nicht falsch.

Allerdings muesste der "Elite"ruf der Medizin keineswegs dahinscheiden. Den gleichen oder einen noch hoeheren "Elite"ruf muesste auch Theaterwissenschaften haben...

Darum kuemmert sich doch kein Schwein.

Die Plaetze in Medizin muessen ueber kurz oder lang erhoeht werden. Wenn dies nicht geschieht, macht Deutschland das, was es schon seit Ewigkeiten tut und dazu auch ein grosses Talent hat: Sich selbst schaden!!!

Wen interessiert der vermeintliche Eliteruf?? Das interessiert (Gott sei Dank) auch die Politiker nicht, die dabei am laengeren Hebel sitzen.

Es waere eine Situation, aus der AUSSCHLIESSLICH Vorteile erwachsen wuerden, wenn man ganz einfach die Studienplaetze fuer BWL und Jura reduziert und dafuer fuer Medizin anhebt.

Uebrigens: wenn auf Grund eines Nachfrageschocks die NCs runter oder rauf gehen, kann doch auch keiner etwas dagegen machen, wenn die Angebotsseite gleichbleibt, oder??

Ich weiss echt nicht, wie man auf so eine Quatschbegruendung wie die mit dem "Elite"ruf kommen kann - wer behauptet das denn (noch dazu in Anbetracht der Momentsituation) ernsthaft??


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   08.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist weniger das Problem als das der Anzahl an Studienplaetzen in verschiedenen Fakultaeten.
Es geht weniger um die Notenvergabe als um die Deckung eines Bedarfs. Was fuer NCs dabei rauskommen, ist doch letztlich wurscht, solange die Entwicklung hinsichtlich der Absolventenzahlen in die richtige Richtung geht.


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   08.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich begründe ja nicht den Ruf aufgrund der schweren Aufnahme. Gerade andersherum: Da der Ruf gut, ist der Andrang groß. Ja gerade gibt temporäre Einflüsse, die sich wieder auspendeln werden, aber ich denke trotzdem, dass die über die Jahre gestiegenen Anforderungen für z.B. BWL in Mannheim zeigen, dass die Noten immer besser werden, es also auch für Medizin die NCs selbst bei Kapazitätserhöhung eher härter als leichter werden, einfach weil die Noten besser werden, jedoch werden dadurch mMn nicht die Abiturienten intelligenter, sondern einfach besser bewertet.

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   08.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Du redest am Thema vorbei.

Ausserdem liegen Notenbilder - auch in einer grossen Stichprobe - gewiss nicht ausschliesslich in der Intelligenz begruendet. das waere ja fatal.

Kapazitaetserhoehung ist das einzige, woran die Hochschulen drehen koennen. Wenn die Noten immer besser wuerden - das ist bestimmt auch ein endlicher Prozess, wenn nicht, vielleicht auch schon vorbei (theoretisch seit gestern), dann wuerden zwar fuer den Einzelnen die Aufnahmekriterien schwieriger zu erfuellen, aber bei einer Kapazitaetserhoehung waere das wiederum voellig unwichtig, denn die Kapazitaeten wuerden ja ausgeschoepft!
Und wenn dann immer noch mehr Abiturienten die Kriterien von gestern erfuellen als Plaetze da sind, werden trotzdem mehr als vorgestern das Studium aufnehmen - oder???

Vergiss die Noten - diese sind nur eine Konsequenz aus dem Angebot-Nachfrage-Spiel.

Es geht darum, wieviele jaehrlich beginnen und das sind zu wenige - daran gemessen, wieviele man braeuchte, aber fuer so viele sind die Plaetze nicht da. Folge: Kapazitaeten erhoehen, dann wuerden auch mehr anfangen - im Zweifelsfall bishin zum Ausgleich von Angebot und Nachfrage, wenn man tatsaechlich so viele Aerzte braucht.


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   08.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es gibt Bundesländer, wo der Abischnitt

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   09.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Jetzt komm nicht damit...;-) Das ist ein Missstand, den unsere eigennuetzigen und gemuetlichen Politiker, die dazu auch noch blind sind, niemals beheben werden. Den Schiet gibt es seit Bestehen der BRD.

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   11.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich möchte ehrlich sein: Jeder Idiot will BWL studieren. Ich kann es nicht nachvollziehen und finde es lächerlich.
Universitäten schauen zZ fast hauptsächlich NUR auf die Note der HZB - das ist ein Armutszeugnis.
Um entsprechende Fluten abzuwenden, sollte es einen grundsätzlichen Wandel geben. Es kann nicht sein das ein dahergelaufener Abiturient mit noch so einem tollen 1,x Abitur mit LKs in Biologie sofort BWL studieren darf.
Und anschließend wird genau der ganz hochnäsig durch die Welt laufen - ohne auch nur eine Praxiserfahrung gesammelt zu haben.
Ich finde es lächerlich, dass als BachelorGänge mittlerweile " International Management " angeboten wird.. sorry aber ein 19 jähriger Abiturient - was will der mit so einem Studiengang? Erstmal 50 Stunden die Woche bitte arbeiten, bevor sofort natürlich nach Mgmt. gestrebt wird.
In Hessen findet zur Zeit ein Wandel statt: Das Zweitkriterium. Das befürworte ich stark.
Man sollte es als Voraussetzung ansehen, dass Menschen die danach streben BWL zu studieren, zuerst einmal Ihre Eignung beweisen sollten. Das durch entsprechende Berufserfahrung ( Praktikum


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   14.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich seh das Problem an der hohen Anzahl BWL-Abgängern nicht ganz. Die Vorstellung, die einige haben ist halt einfach naiv, bzw. von den vor Selbstlob triefenden Reden der Uni/FH-Führung fehlgeleitet. Ich habe, bevor ich das Studium angetreten habe, zwei Berufe gelernt und gearbeitet und muss immer wieder über die Vorstellungen meiner Mitstudenten schmunzeln. Um Klartext zu sprechen: Wenn einer das BWL-Studium abgeschlossen hat, okay, wenn einer einen 1A-Abschluss hat, okay, gut gemacht, ABER das (Berufs-)Leben fängt erst an! Da zählt die Effizienz, die manch 1-er-Schüler, der Abend für Abend mit lernen verbringt, um seinen Schnitt zu erreichen, nicht hat. Was bringt es einem Unternehmen, wenn der Output zwar perfekt ist, die benötigte Zeit aber einfach jenseits von Gut und Böse ist? Um auf meinen ersten Satz zurückzukommen: Es wird nicht weniger Jobs geben, sondern die Anforderungen für die jeweiligen Stellen werden einfach angepasst. Wer denkt, nur weil er ein Studium hat, werde mal eine Führungskraft lebt so oder so auf einem anderen Planeten. Nach wie vor werden sich "die Guten" durchsetzen.

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   15.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Der Beitrag geht ziemlich am Thema vorbei.

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   15.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nein, geht er nicht!

Die Frage war, ob man sich Sorgen machen müsse, wenn es so viele BWLer gebe.

Der Punkt ist doch der, dass du ohne Talent, Wille und Einsatz (und auch Glück) so oder so keinen Erfolg haben wirst, ob nun jährlich 10'000, 100'000 oder 1'000'000 abschliessen. Wenn du auf Sparflamme to the top willst, gehörst du auch bei 1'000 nicht zu den Besten, ganz einfach.


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   15.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Du hast wohl nicht begriffen, worum es geht. Es geht um Marktverhaeltnisse und ihre Auswrikungen.
Es geht weniger um Talent und Willen als um die Tatsache, dass es zunehmend BWLer schwerer als sehr viele andere haben, bei denen es mangelt. In anderen Sektoren wird bei weitem nicht so am Rad beim Recruitmentprozess gedreht wie bei Wiwis und selbst "schlechte" Profile haben sehr gute Chancen, schnell einen sehr annehmbaren Arbeitsplatz zu finden.
Angebot-Nachfrage-Relation und ihre Konsequenzen. Darum geht's.


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   15.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es gibt massig BWLer, aber es gibt auch massig Jobs für BWLer, wer gut ist bekommt die guten, wer schlecht ist die schlecht Jobs.
Was ist daran verkehrt, alles supiiii :-)


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   15.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Selten so einen B*llsh*t gelesen!

Es gibt kein objektives Messen von "gut" und "schlecht".

Es gibt Vitamin B. Da bekommt auch der papiertechnische UND tatsaechliche Nichtskoenner so manchen Job, zu dessen Vorstellungsinterview Du niemals eingeladen wuerdest!

Und wenn Deiner Meinung alles supi ist, dann geht's Dir wohl zu gut!

Du bist wahrscheinlich auch einer derjenigen, die meinen, es gaebe keine Ueberbevoelkerung auf der Welt!

Ach ja - und zu den "massigen" Jobs (Du hast wohl immer noch nicht das Prinzip von Angebot und Nachfrage verstanden):
1. bewegen sich Maerkte typischerweise und
2. gibt s unzaehlige Jobs, die einfach nicht noetig sind und nichts weiter als ABM darstellen.

Desweiteren: ES GIBT KEINE GUTEN UND KEINE SCHLECHTEN JOBS - DAS IST NAEMLICH

S U B J E K T I V !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


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   15.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Zum Vorredner:

Recht hast Du!!! Für mich wäre ein Job im IB M&A subjektiv schlecht. Für einen IBler wäre mein Job im Konzern schlecht.

Was aber stimmt: Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage ist durch die Überflutung an Absolventen zerstört. Selbst ein formal und tatsächlich fähiger Absolvent hat sehr wenige Möglichkeiten heute. So einfach ist es. Man braucht sich nur die Anzahl der sehr guten Trainee Programme angucken und dann mal überlegen, wie viele sich darauf bewerben. Da läuft selbst die Auswahl nicht subjektiv ab.

Und zum Kollegen mit supiii: Der hats tatsächlich nicht verstanden, dass grade viele "gute" Absolventen tatsächlich scheiß jobs machen! Warum? Oftmals haben diese Menschen kein Vitamin B und haben sich im Studium reingehangen, um zu performen. Bei einer Vielzahl von Vitamin B Einsteigern ist es so, dass diese nur die Urkunde brauchen. Der Rest ist egal. So kenn ich 2 Leute im DAX 30, die noch im 14 (!) Semester studieren beide über Vitamin B (Väter) schon Direkteinstieg in DAX 30, für Topprogramme/ Stellen geschafft haben, obwohl es bis zum Diplom noch lange ist. So kenne ich auch Leute mit einem 1, x oder gutem 2, x Diplom an einer renomierten Uni, die über ein Jahr suchen und nichts finden...Trotz guter Schwerpunkte, Praktika etc. und sich letztendlich zu irgendwelchen kleinen Beratungen für 30 k begeben.


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   16.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

So ist es. Normalerweise bekommen gute Absolventen auch gute Jobs (fordernde Aufgaben, gute Bezahlung etc.). Doch da abstrahiert man von etwas, was in Praxis den Unterschied ausmacht, sodass auch schlechte Absolventen auf gute Jobs hievt: Vitamin B.

Aber solange die Mehrheit der fleißigen Arbeitsdrohnen da an das Märchen vom "Aufstieg durch Leistung" glaubt, solange können sich die Systemgünstlinge ausruhen, da ja für sie mitgearbeitet wird und sie nur deligieren müssen.


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   17.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wer was mit Wirtschaft machen will soll Wirtschaftsinformatik studieren. Hier in der Region sind pro Unternehmen gut und gerne 10-20 Stellen pro Unternehmen ausgeschrieben. In der Privatwirtschaft (Ausnahme: Entwicklung und Forschung) sind auch alle Stellen so ausgeschrieben dass man als reiner Info ODER WI reinkommt. Erfahrungsgemäß liegt der Fokus an den Unis eher auf Informationsmanagement, Daten-Analyse etc und in den FHs lernt man recht viel praktische Programmierung.
Man sollte sich also nach eigener Vorliebe vorher erkunden und dann entscheiden.


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   17.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

wenn man als wirtschaftsinformatiker programmieren will hat man was falsch gemacht

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   18.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Sagt wer?
Ich erzähle dir jetzt mal ein bisschen von der Realität. Die sieht so aus, dass du in extrem vielen Bereichen, die nicht unmittelbar mit der Programmierung zu tun haben, zumindest eine Hochsprache beherrschen musst. Es geht darum Systeme mit Technologien zu realisieren, die man kennen sollte. Ich könnte mich regelmäßig beömmeln wenn Absolventen Enterprise Architekturen als Berufseinsteiger aufziehen wollen aber nichtmal wissen was genau OOP ist.
Wer als Softwareentwickler einsteigt macht erstmal gar nichts falsch. Man verdient zunächst so viel wie jeder andere Einsteiger auch und sammelt die für so viele Berufe wichtige Erfahrung in der Software-Entwicklung. Danach man kann immernoch ALLES machen was man möchte. Beratung, Datenanalyse, BI, Analyst usw.

Nochmal ein Beispiel aus der Praxis:
Kollegin hat Job angefangen bei einem IT-Dienstleister als Software-Analytikerin. Sie beherrscht keine Hochsprache wirklich gut. Aufgrund dieser Lücken konnte sie nicht so locker flockig durchstarten wie gedacht sondern lernt gerade zwangsweise .NET

In diesem Sinne: Immer schön den Ball flach halten.


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   18.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Na komm, ich weiß nicht, wo Du Wirtschaftsinformatik studiert hast, aber es hat schon einiges mit Programmieren zu tun. Was ist bitte sonst der Zweck eines (Wirtschafts)informatikers? Programmieren ist mindestens ein Werkzeug, dass er zu beherrschen hat. 2 oder 3 Programmiersprachen dürften da als Beherrschung Standard sein.

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   18.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nun, ich habe nicht so viel Ahnung von (Wirtschafts)informatik, aber ich habe mich bei manchen StudentINNEN vor allem immer wieder gefragt, was die eigentlich in diesem Fach wollen. Da waren welche dabei, denen hätte man noch nicht einmal abgenommen, zu wissen, wo beim PC der Powerknopf ist...

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   18.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich habe reine Informatik in Tübingen studiert undich hatte nur eine einzige Vorlesung wo es wirklich um Programmieren ging. Ich glaube ihr Leute habt da völlig falsche Vorstellungen. Wenn ich nen Programmierer anheuern will, brauche ich dafür ganz sicher keinen Akademiker.

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   18.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Den klassichen "Programmierer" gibt es nicht mehr. Aber das brauch ich dir bestimmt nicht zu erzählen...
Ist ja interessant dass du keinen Akademiker dafür brauchst. Das wird wohl der Grund sein warum 80% der Stellen nur mit eben solchen aktuell besetzt werden. Und von einem reinen Informatiker erwartet jeder halbwegs vernünftige und namhafte Arbeitgeber, dass dieser mindestens 2 Programmiersprachen zumindest formal beherrscht. Ob das vom Studium kommt oder selbst beigebracht ist, spielt dabei keine Rolle.
Völlig realitätsfremd was hier einige ablassen. Das ist echt der Kracher.


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   18.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Da haben wir ganz offensichtlich eine Bildungslücke. Programmieren schien mir nie so selbstverständlich wie meinetwegen so etwas wie verkaufen oder Haare schneiden...

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   18.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich glaube ihr verwechselt das mit dem Studiengang angewandte Informatik. Normale Informatik an deutschen Unis ist pure Theorie.

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   21.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Und wie sihet es mit Wirtschaftsmathematik aus? Sind da die Berufsaussichten auch so schlecht? Oder haben da (reine) WiWi'ler besserer Berufsaussichten?

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   22.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wirtschaftsmathe ist grundsaetzlich eine gute und lohnende Sache - haette ich das nur frueher gewusst... Du hast damit die besseren Chancen auf die wirklich interessanten Jobs, weil typischerweise es die Wirtschaftsmathematiker oder reinen Mathematiker bzw. Physiker sind, die beispielsweise im Bankwesen die Denkerjobs haben. Desweiteren kannst Du auf Grund der mathematischen Ausbildung auch in andere Sektoren gehen.

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   22.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

So schlecht wie in welchem Fach?

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   22.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nur schlecht, dass gerade die Sektoren der Banken abgestoßen werden in denen vorzüglich Mathematiker gearbeitet haben. Zu nennen seien die hochspekulativen Sektoren in denen wild Finanzprodukte geschnürt wurden. Diese Sektoren müssen nach Basel III mit ordentlich Eigenkapital hinterlegt werden, weshalb diese für die Banken nicht mehr profitabel sind. Trotzdem werden natürlich immer noch Mathematiker und Physiker in Banken gebraucht, zb. im Risikomanagement.

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   22.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> So schlecht wie in welchem Fach?


BWL,VWL,WiWi


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   22.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Man sollte bei den Aussagen, dass Mathematiker etc. bessere Jobchancen haben, auch bedenken, dass die meisten BWL, VWL, WiWI Studenten (und alle anderen auch) nicht mal einen Schein in einem Mathestudium bestehen könnten.

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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ach komm. Dass kannst Du deiner Oma erzählen. Ja, Mathe ist nicht einfach, aber das ist WiWi auch nicht. Wer lernt, kann in beiden Fächern erfolgreich sein. Und ich glaube, dass sehr gute und gute WiWi Studenten mit Spezialisierung auf Finance, Ökonometrie etc. auch ein Mathestudium erfolgreich absolvieren würden. War bei mir und zwei weiteren Freunden z.B. so. Anders als bei WiWi sind zB die Matheklausuren NIE unfair, wie ich es teilweise im WiWi-Studium erlebt habe. Förderung Fakultätsintern ist auch sehr gut. Ist halt nicht wie in Wiwi. Der Prof. hat Interesse an den Erfolg seiner Studenten.

Unabhängig davon: Für Risikomanagement oder auch IB brauchst Du kein Mathematiker zu sein. Wer das denkt, hat echt nie Mathe studiert:). Da reicht schon Statistik Grundstudium vollkommen aus.


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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das sollte man nicht bedenken. Ich finde es im Gegenteil ziemlich unverschämt, dass manche Unternehmen im Finanzsektor wie wild nach Mathematikern und Physikern suchen und manche Stellen darauf nicht explizit kennzeichnen. Da bewirbt man sich als ahnungsloser Student auf Praktika, die einen wirklich interessieren würden, bis man irgendwann spitz kriegt, dass dafür laufend (Wi)Mathe-Studenten genommen wurden.
Ich fand es vor Aufnahme meines Studiums keineswegs selbstverständlich, dass Mathematiker oder Physiker zu einer Bank gehen - das sagt einem keiner. Und ich habe dafür auch nicht ganz so viel Verständnis - auch heute nicht. Da frag ich mich als einstiger Student, der mit höchstem Interesse über Anleihen und Derivate an der Uni gelernt hat, wofür das eigentlich gut war, wenn es hinterher heißt "Nee, dafür nehmen wir nur Mathematiker". Als ob die Instrumente in einer Bank so kompliziert wären, dass in der gesamten Abteilung Strcutured Products unbedingt und ausschließlich die Mathematiker arbeiten könnten.


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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Leute die denken Informatiker lernen im Studium programmieren denken wohl auch Mathematiker lernen im Studium rechnen......

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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Im Mathestudium wird kaum etwas gerechnet... die Dimension ist ein wenig hoeher, aber nach einem Mathestudium sollte man so einiges mehr modellieren koennen, und dann wuerde etwas im Anschluss berechnet, was 1. sehr wichtig ist und 2. kaum jemand mit wesentlich anderem Hintergrund koennte.

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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nur mal so am Rande, die Arbeitsaussichten für BWL und VWL sind keineswegs schlecht. Schaut euch mal die Jobangeboten von Audi, Daimler, Deutsche Bank, Roche, etc. an und ihr werdet merken, dass der Bedarf an qualifizierten Wirtschaftswissenschaftlern sehr hoch ist.

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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist alles Geeumel. Nicht hinter jeder Stellenanzeige steckt eine tatsaechlich vakante Stelle. Ausserdem sollte man schon wissen, dass es noch so viele Stellen geben kann - wenn auf eine Stelle aber trotzdem 100 Bewerbungen kommen, dann ist der Rest auch schon egal...

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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja, aber bei den Firmen haben höchstens 10% der Absolventen eine Chance. Und selbst dann wird nochmal kräftig gesiebt. Für die Masse absolut uninteressant.

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   23.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist bei allen Studiengängen so. Denkt ihr, dass man mit einem Physikabschluss sofort für alle Stellenangebote angenommen werdet? Es mag zwar viele BWL-Studenten geben, aber es gibt auch ein großes Angebot. Was glaubt ihr eigentlich warum es einen so großen Fachkräftemangel gibt? Na weil die Firmen nicht jeden erst beste Ingenieur haben möchte. Egal welcher Studiengang, es wird immer "viel gesiebt".

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   24.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Guten Morgen!

Es gibt Fachkräftemangel (angeblich), was ich aber auch glaube - und zwar in Medizin und Ingenieurs- bzw. Naturwissenschaften!!! Aber GARANTIERT NICHT IN WIWI!!!!!

Außerdem: Wenn ein Unternehmen inhaltlich passende, aber nicht "seinen Anforderungen genügende" Bewerbungen ablehnt, sich dann aber gleichzeitig beklagt, "niemand geeignetes" zu finden und dann sich noch die Frechheit erlaubt, von einem "fachkräftemangel" zu sprechen - dann geschieht es diesem Recht, wenn es herunterfahren oder am besten gleich schließen muss.

Wenn es einen "Mangel" gibt, ist es die denkbar ungünstigste Situation, da auch noch wählerisch zu sein!

Wenn ich sterbenshungrig bin und schon seit drei Tagen nichts gegessen habe, weil vielleicht Krieg ist oder es irgendeinen anderweitig verursachten Engpass gibt, dann habe ich gefälligst froh zu sein, zwei Tage altes, aber noch essbares Brot zu bekommen (sofern ich gegen die Zutaten nicht allergisch bin). Wenn ich dann aber sage "Nee, das ist mir zu alt, ist ja nicht mehr knusprig..." - dann geschieht es mir recht, wenn ich daran verrecke!


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   24.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Liegt einfach daran, dass bestimmte Studienplätze billiger sind und es daher für die Bundesländer so am einfachsten ist die Studentenmassen unserer Jahrgänge mit Jura, BWL und Sprachenblabla "zu versorgen" - langfristig volkswirtschaftlicher Wahnsinn, aber es ist so.

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   24.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Der Physiker kann im Notfall in die Bank, wenn er nichts besseres findet. In WiWi gibt es soviele Absolventen, dass sogar die Taxis nicht mehr ausreichen, um die alle unterzubringen. Ich finde, hab Mathematik studiert und Finance promoviert, dass Kenntnisse aus dem Mathe-Studium kaum in der Breite für eine Bank relevant sind und jeder Bwler auch die Stelle übernehmen könnte.
Leider ist es aber so, dass Unternehmen wie immer Cherry Picking betreiben. Heißt: Wenn es Mathematiker am Markt gibt, nehmen wir halt die, weil sie ein breiteres Wissen vom Fach haben.

Während meiner Promotionszeit muss ich sagen, dass die Anzahl der Absolventen konstant zugenommen hat, gleichzeitig der Anspruch seit Bachelor/Master ziemlich gesunken ist. Der Markt wird definitiv überflutet. Für die Unternehmen gut, für einzelne Absolventen schlimm.

Achja: Mathemaik ist sehr spezifisch. Dass kann tatsächlich nicht jeder studieren. Ist aber bei Medizin oder Jura auch so. Kenne genug (sehr gute) Mathematiker, die im Jura-Studium klanglos gescheitert werden. Auch Wiwi würde nicht jedem Mathematiker liegen.


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   24.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Hört sich ja so an, als ob der Arbeitsmarkt persönlich spricht. Von Jahr zu Jahr kommen da neue Statistiken raus über Fachkräftemangel etc.. Es ist ja auch immer die Frage, ob man die Jobs auch machen möchte, die eben gerade in Deutschland benötigt werden. Also Altenpfleger werden händeringend gesucht und ich weiß ja nicht wer das machen möchte.
Und mir kann keiner weismachen, dass Physiker oder Mathematiker zb im Controlling oder Finance Wirtschaftswissenschaftlern vorgezogen werden. Goldman Sachs beispielsweise suchen sich für spezifische Abteilungen spezifische Absolventen an. Das wird bei anderen Unternehmen ähnlich sein.

Das Argument es sei für Bundesländer am billigsten dies oder jenes zu tun ist ja mal überhaupt nicht stichhaltig. Was ist denn beispielsweise am Mathematik- oder Physikstudium so teuer und wie viele Studenten haben wir in diesen Fächern?


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   24.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Die Arbeitslosenquoten in Deutschland sind jedenfalls die niedrigsten seit 30 Jahren, so schlimm kann es nicht sein am Arbeitsmarkt und wenn doch wandert man eben aus, wenn einem ein guter Job so wichtig ist.

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   25.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Manchmal habe ich das Gefühl, in einem anderen Land zu leben als viele Mitforisten hier.

Fast alle BWL-Absolventen in meinem Bekanntenkreis haben nach dem Studium eine entsprechende Stelle gefunden, und keiner davon als Taxifahrer. Die extrem guten gingen zu Investmentbanken/Unternehmensberatungen/DAX30-Traineeprogrammen etc., die mittelmäßigen z.B. zu Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (gibt auch hier nicht nur die Big4...) und bekannten Mittelständlern, die schlechteren halt zu kleineren Mittelständlern/Familienunternehmen etc.

Gar nicht untergekommen sind eigentlich nur die Totalhänger und die, die sich völlig überschätzten und meinten, 2.0 reiche noch für das Traineeprogramm von Audi. Die kassieren dann nur Absagen - und der Personaler beim Mittelständler weiß dann, wenn er sieht, dass derjenige schon länger arbeitssuchend ist, dass der Bewerber auf den Job nur mittelmäßig Bock hat bzw. sich nur deshalb beworben hat, weil er gar nichts findet. Würdet ihr so jemanden einstellen...?

Wenn ihr in dieser Situation seid: Irgendwie weiterbilden! Und beim nächsten Abschluss auch die Stadtwerke bei den Bewerbungen einbeziehen ;)


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   26.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Moment, dann liegt es aber auch an Mathematikern, wenn diese sich überhaupt bei einer Bank bewerben. Die Bank könnte ja keinen Mathematiker so ohne weiteres einstellen, wenn sich keiner bewirbt!

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   26.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Mathematiker werden nicht für jede Abteilung der Bank gesucht. Es gibt bestimmte Jobs für die spezifisch Wirtschaftswissenschaftler eingestellt werden (zb Investmentbanking oder Equities) und wiederum Abteilungen für die nur Absolventen eines technisch-/ mathematischen Studiengangs eingestellt werden. Das liegt ja wohl auf der Hand.

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   27.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?


Lounge Gast schrieb:
>
> Mathematiker werden nicht für jede Abteilung der Bank
> gesucht. Es gibt bestimmte Jobs für die spezifisch
> Wirtschaftswissenschaftler eingestellt werden (zb
> Investmentbanking oder Equities) und wiederum Abteilungen für
> die nur Absolventen eines technisch-/ mathematischen
> Studiengangs eingestellt werden. Das liegt ja wohl auf der
> Hand.


Gerade Wirtschaftsmathematik-Absolventen arbeiten als Investmentbanker. Wirtschaftswissenschaftler werden beim Controlling,Marketing,Personal gesucht. Aber nicht bei der Finanzierung.


[auf diesen Beitrag antworten]

   27.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Und warum haben dann viele bekannte Investmentbanker im CV Studium der Wirtschaftswissenschaften stehen? Muss wohl ein Fehler sein, oder was?

[auf diesen Beitrag antworten]

   27.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

http://jobs.db.com/?ci=&language=...

Erklär mir mal warum dann bei allen Stellenausschreibungen Studium der Wirtschaftswissenschaften steht.


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   27.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Deswegen hat man im BWL-Studium ja auch Finance. Damit man sein Wissen später nicht anwendet. Also so ein Blödsinn was du da erzählst.

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   27.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Mich hat die Aussage etwas verwirrt ,ich dachte man kann mit Finance und Ökonometrie in Verbindung locker auch ins Risikomanagement oder andere quantitaiven Abteilunen.Kann man denn mit Finance wirklich nichts anfangen?

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   28.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Soft-Skills werden halt immer wichtiger - z. B. war mir durchaus bewusst, dass es auch Vorzüge haben kann im 5. Semester die 16-jährige Tochter des Geschäftsführers eines mittelgroßen Unternehmens geschwängert zu haben... ;)

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   28.12.11
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Die Aussage bezüglich Finance war leicht ironisch gemeint. Natürlich kann man damit in quantitative Abteilungen und auch ins Risikomanagement. Aber natürlich müssen Risiken im Risikomanagement nicht nur quantitativ sondern auch qualitativ bzw. gesamtwirtschaftlich geprüft werden, weshalb eben Absolventen sowohl Studienfächer quantitativen Hintergrunds oder wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrunds gesucht werden. Wenn man zb einen Master in Finance absolviert, hat man die besten Chancen bei Investmentbanken anzufangen, weil du in diesem Studiengang sowohl mathematisch als auch wirtschaftswissenschaftlich ausgebildet wirst.

Hast du damit wohl schonmal Erfahrung gemacht? :D


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   01.01.12
  technologe

Re: BWL Flut?

Also ich habe mich entschieden vor knapp 2 Jahren "Internationale BWL" zu beginnen. Ich habe Interesse an Wirtschaft bekommen, bin sprachlich begabt. Dachte das wärs.

Ich bin jetzt kein Überflieger, aber was da für dumme Leute - sorry, ist aber wirklich so - was da für dumme Gänse studieren, die das Studium dann irgendwie noch hinkriegen. Ich habe vielen Unterricht gegeben, natürlich auch gerne. Aber dabei merke ich jetzt wie dumm ich war BWL anzufangen. Habe mir das anders vorgestellt.

Medizin wäre das einzig Wahre, nur fast unmöglich wegen NC gewesen. Möglicherweise Zweitstudium wäre die andere Sache. Aber wer hat schon Lust dann noch mal 6 Jahr die Schulbank zu drücken? Und vor allem: Wie soll man das finanzieren?

Ein Dilemma. BWL ist ein reines Fleißstudium. Anspruch hat es wenig, leider musste ich das bemerken.


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   01.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ach und Medizin ist ein Geniestudium? Lol:) Medizin kann jeder Trottel studieren, solange der NC stimmt oder man halt paar Jahre wartet. Meine Freundin studiert Med. und was da für Leute rumlaufen:)....Da musst du nur auswendiglernen. Ich hatte Finance, Ökonometrie und WP. Wo musste ich auswendiglernen....also bitte...

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   01.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Medizin ist von der Gesellschaft angesehener als Wirtschaftswissenschaften. Außerdem hat man damit einen sicheren Job auch wenn man als Mediziner keine exorbitanten Löhne wie in der Industrie oder Finanzwirtschaft erhält. Das ist auch der Grund warum viele Medizin studieren möchten, obwohl sie sich für das Wohlergehen der Menschen gar nicht interessieren.
Letztendlich wird dann immer der NC vorgeschoben, der ja der Grund allen Übels ist und einen davon abhält Medizin zu studieren. Wenn man das wirklich machen möchte, man den Menschen helfen möchte, dann strengt man sich entweder in der Schule an oder findet einen anderen Weg Medizin zu studieren.


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   01.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Medizin und "Menschen helfen möchte" ist oft genug auch einfach nur Bullshit - schau dir nur mal die ganzen Professoren an Unikliniken oder darauf spezialisierte Praxen an, die nur Privatpatienten behandeln. Eigentlich ist der Deal in Deutschland (wegen dem abgesehen vom Prestige, das Studium auch so beliebt ist), dass man ein Studium, dass normal 300k kosten würde umsonst kriegt, aber dann danach weniger verdient als in Ländern in denen man sich für das Studium entsprechend verschulden muss. Aber es gibt dann doch genug Mediziner die das nicht raffen (wollen) und dann asozial ihr Einkommen maximieren.

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   01.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja und das ist leider ein großes Defizit

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   02.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Hast größtenteils recht. Ist aber natürlich schon ein Unterschied, wo man es studiert. Medizin ist im Übrigen noch viel mehr ein reines Fleißstudium, so am Rande bemerkt.

Aber alleine schon wegen der Absolventenzahlen könnte ich heute von BWL nur abraten.


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   02.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Medizin ist zumindest wichtiger - siehe unsere demographische Struktur, und eine der ältesten Fakultäten der Menschheit. Vielleicht wird es deswegen "mehr angesehen" - allerdings sind Wiwi-Fächer in der Regel mit etwas mehr Grips behaftet. Aber wie dem auch sei - wer ein Idealist ist, kriegt seinen Medizinstudienplatz irgendwie irgendwann, auch ohne ausreichenden Abischnitt.
Nur das mit Idealismus ist mittlerweile viel tragender. Früher haben viele tatsächlich Medizin aus reinen Prestigegründen studiert - heute tut das kaum noch jemand. Diejenigen studieren dann heute BWL.


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   02.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also das Med-Studium ist eigentlich nur auf Sitzfleisch ausgerichtet. Das macht den Anspruch. Kann man gut Vokabeln auswendiglernen, ist man bei Med. richtig. Ärzte verdienen ehrlich gesagt auch sehr gut und können selbständig werden. Kann das ein BWLer?- Selten. Selbst als Steuerberater gehts du oft baden. Ärzte verdienen sehr gut, haben einen guten Job. Passt schon. Klug musst du als Arzt nicht sein, verstehen auch nicht. Bei Ärzten gibt es zwei Sorten: Die Geldgeilen, die einem mit 20 alle Zähne durchborhen um Geld zu verdienen und die, die keine Ahnung haben und nur aus ihrer Maske ablesen. Die, die für ihren Beruf leben sind sehr selten geworden.
Der Mangel an Ärzten führt dazu, dass jeder Trottel eingestellt wird, solange ein Examen vorliegt. War letztens mit meinem Vater wegen Herzproblemen im KH. Da war so ein junger Arzt. Der konnte kein Kardiogramm lesen....ließ es 4 mal neue machen...selbst ich, mit meinen BWL-Kenntnissen konnte die Kurven deuten (gepflegte Chartanalyse:) ).

Ich wäre gerne Dr med geworden, wenn da nicht ein 1,4 NC damals wäre.

PS: EIn Kumpel hat es damals richtig gemacht. Der war am Gymnasium ne Null. Hatte nen Schnitt von 3,x. Ging auf Gesamtschule, machte ein 1,1 Abi und studierte Med. Ist seit einigen Jahren erfolgreicher Arzt und will sich nun niederlassen.


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   03.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Tja, Ärzte sind halt auch nur Menschen. Aber zum Idealismus bei den Ärzten kann ich nur sagen, dass mindestens immer noch die Hälfte der Studenten dies aus Prestige und Geldgründen tun. Das ergab eine Umfrage bei einer Med-Ersti-Einführungsveranstaltung. Hinzukommt, dass viele gar nicht praktizieren wollen, sondern in die Forschung gehen. Bei manchen sogar besser, da sie menschliche Krüppel sind, fachlich allerdings sind die meisten auf der Höhe. Also leider kein Idealismus bei den Medizinern. Dies würde ich nur bei Wenigen unterschreiben, wie zB. die die ihren Urlaub opfern, um bei Ärzte ohne Grenzen mitzumachen. So ist die Realität.

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   03.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Grundsätzlich nehme ich es kaum einem BWLer ab, dass er vielleicht lieber Arzt geworden wäre.

Aber wie dem auch sei - eigentlich ist dies kein reiner Mediziner-Thread. Das Thema ist durch und es sind sehr viele richtige Dinge gesagt worden.

Back to topic oder wir hören auf.


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   03.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist aber schwarz-weiß-gemalt.

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   06.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich habe in der Krankenpflegehilfe gearbeitet und schon Ärzte kennengelernt, die mir sagten, dass sie rückblickend lieber etwas wie BWL studiert hätten.
Der Grund dafür ist ganz einfach: Die Dienstbelastung bei Ärzten ist in Deutschland enorm. Mit etwas Pech arbeitet man jeden Tag 12 Stunden und dazu kommen dann noch 24-Stunden-Dienste am Wochenende. Kaum ein Arzt, mit dem ich gesprochen habe - und ich habe mit vielen gesprochen, weil ich selbst mal Medizin studieren wollte - würde den Job nochmal ergreifen: "Studier lieber was vernünftiges."

Dinge wie Niederlassung, Arbeit in der Forschung in in der Wirtschaft sind schön und gut, aber da kommt man direkt nach dem Medizinstudium kaum hin, weil es schon genügend Fachärzte gibt, die dem Klinikwahnsinn entfliehen wollen - und die werden natürlich überall eher genommen als der frische Absolvent. Niederlassung ist sowieso erst mit Facharzt möglich - und das sind nach dem Studium eben nochmal gerne 5-6 Jahre, dann ist man je nach Zeitpunkt des Studienbeginns so Mitte/Ende 30, wenn man zum ersten Mal endlich die Chance auf ein geregeltes Leben ohne Nacht- und Wochenendarbeit kriegt.


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   06.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Guten Morgen!

Das ist alles kalter Kaffee. Und ein Arzt, der sich bei dem fürstlichen Salaire, den er von Anfang an nach dem Studium bekommt, über seinen "Scheiß-Job" beschwert, hat wohl eine Ich-Störung. Mit BWL-Hintergrund kann man auch in Jobs geraten (auch sehr bewusst), an denen 12h am Tag so etwas sind wie Teilzeit. BWLer? Schau mal ins IB oder in UBs.

Entschuldigung - das mit der Dienstbelastung ist schon vor dem Studium klar bzw. sollte es sein.

Was Du erzählst, ist unterm Strich einfach Quatsch. Ich denke nicht, dass es viele Mediziner gibt, die so etwas behaupten wie die Ärzte, auf die Du getroffen bist. Wer weniger arbeiten will, der soll eben Beamter werden! Und wie gesagt - Ärzte haben schon ein verdammt gutes Einstiegsgehalt. Dienste werden üblicherweise zusätzlich bezahlt. Und das gar nicht schlecht! Manche reißen sich sogar darum, ein paar 24 Stundendienste mehr zu machen, weil die dann unverschämt viel Kohle bekommen. Und vor allem kommt es immer auf die Personalsituation an! Meine Freundin ist Ärztin und ich kenne daher auch viele Ärzte. Sie hat im Schnitt gerade mal 4 Dienste pro Monat und verdient soviel, wie ich vielleicht mal in 5 Jahren - und wir haben beide ziemlich zeitgleich angefangen zu arbeiten. Mir geht es nicht ums Geld, aber vielen anderen schon.
Wer zum Arztleben geboren worden ist - und das sollten die meisten sein, der regt sich nicht in nennenswerter Weise über diese Umstände auf, denn diese sind von vornherein klar. Es gibt ganz andere Schwierigkeiten, die systembedingt sind, zum Beispiel, dass es tatsächlich Leute gibt, die nachts wegen Schnupfens (!!!!!!!!!!!!!!) in die Notaufnahme kommen und somit belasten und nerven!!! Und das zahlt auch noch die gesetzliche Krankenkasse.
Die meisten Ärzte haben ein nicht minder entspanntes Leben als die BWLer in der Wirtschaft.


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   06.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Sicher sollte man sich schon vor dem Studium über die Dienstbelastung im Klaren sein.
Quatsch habe ich dennoch nicht erzählt- und ich maße mir auch einfach mal an, mehr Ärzte zu kennen, als du es tust. Ich habe 2 Jahre lang als Krankenpflegehelfer in sehr vielen Krankenhäusern auf völlig unterschiedlichen Stationen gearbeitet und dort stets den Kontakt zu Ärzten gesucht, weil ich eben Medizin studieren wollte.
Die Ärzte, mit denen ich geredet habe - und an der Zahl sind das insgesamt locker über 50 aus ganz unterschiedlichen Bereichen, vom Internisten bis zum Psychiater, vom Assistenzarzt bis zum Chefarzt - haben fast alle dasselbe gesagt, nämlich dass ihnen bei ihrem Gehalt gemessen an der Arbeitsbelastung, also runtergerechnet auf den Stundenlohn, schlecht wird.

Dabei kommt es aber sicherlich auch darauf an, ob man eine gute Klinik erwischt, die Überstunden in vollem Umfang bezahlt, eine humane Anzahl an Diensten vorschreibt etc. - dann sieht das alles sicherlich anders aus. Ich habe Ärzte kennengelernt, die ihre Überstunden höchstens in Freizeit ausgleichen konnten (was in deren Fällen ein grober Scherz war, da es für sie so schon schwer genug war, überhaupt den Regelurlaub genehmigt zu kriegen) und im Monat doppelt so viele Dienste leisten mussten wie deine Freundin.
Dazu kommt, dass man den Urlaub eben kaum planen kann - es muss nur einmal ein Kollege krank werden und schon ist der ganze Dienstplan umgeworfen. Das war auch bei mir in der Pflege so.

Ich kann hier jetzt natürlich nur von den Kliniken sprechen, die ich auch kenne - und das ist der Großteil der Krankenhäuser hier in Berlin. Ich kenne Ärzte, die beispielsweise nach Hamburg gezogen sind, weil sie dort dann "nur" 4-6 statt 8 Dienste im Monat leisten müssen.

Der Unterschied zwischen einem BWLer und einem Mediziner ist der, dass der Mediziner schon fast dazu verdammt ist, nach dem Studium erst mal als Arzt zu arbeiten - es führt kaum ein Weg an der Ochsentour Assistenzarzt vorbei.
Als BWLer hingegen hat man es eben in der Hand, ob man sich auf eine "ruhige" Sachbearbeiterstelle mit 40-Stunden-Woche und dennoch einigermaßen vernünftiger Bezahlung bewirbt, oder ob man zur Unternehmensberatung geht und dann von Montag-Freitag nur unterwegs ist. Da verdient man dann bei der richtigen Stelle auch wesentlich mehr als ein Arzt.

Assistenzärzte steigen mit etwa 3800? brutto + Zulagen ein. Das ist natürlich viel Geld, aber wenn ich bedenke, dass man beispielsweise als dualer Student in BWL bei einem großen Unternehmen gut und gerne mit 3000-3500? brutto einsteigen kann - und das bei einer durchschnittlichen 40-50-Stunden-Woche, ganz ohne Nachtarbeit und und erst Recht ohne Arbeit am Wochenende - dann halte ich Ärzte schlicht für unterbezahlt. Es ist kein Geheminis, dass man mit weniger Arbeit an mehr Geld als ein Arzt kommen kann.

Übrigens sind Ärzte in Deutschland diejenige Berufsgruppe mit der höchsten Suizidrate. Das wird nicht nur daran liegen, dass sie am besten wissen, wie es geht.


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   06.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Als BWLer hingegen hat man es eben in der Hand, ob man sich auf eine "ruhige" Sachbearbeiterstelle mit 40-Stunden-Woche und dennoch einigermaßen vernünftiger Bezahlung bewirbt, oder ob man zur Unternehmensberatung geht und dann von Montag-Freitag nur unterwegs ist. Da verdient man dann bei der richtigen Stelle auch wesentlich mehr als ein Arzt."

Ich bin lustigerweise Unternehmensberater und von Montag bis Freitag kürzlich über mehrere Monate nur unterwegs gewesen bis es zum nächsten Projekt geht - und verdiene DEUTLICH weniger als meine Freundin. Und die ist nur ein Beispiel. Alle Assistenzärzte, die ich kenne, verdienen deutlich mehr als ich. Darüber beschwere ich mich jedoch nicht, das ist Faktum. Habe zwar kein BWL studiert, aber das spielt keine Rolle. Bin VWLer, also Wiwi, und mein Gehalt ist für die Berufsgruppe Unternehmensberater sicherlich unterdurchschnittlich, was am Haus liegt, aber mir reicht es. Hinzu kommen Gehaltsanpassungen (künftig) und Boni (unregelmäßig). Meine Freundin hat jedoch - feststellend gesagt - ein überdurchschnittliches Fixgehalt für einen Akademiker - da kommen Deine 3800 brutto dem schon sehr nahe. Wenn sie dann noch hin und wieder 6 Dienste im Monat schiebt, verdient sie soviel wie einer bei einer großen Unternehmensberatung nach frühestens einem Jahr. Und da habe ich noch ganz andere Stories von Ihren ehemaligen Komilitonen gehört, die mit Diensten in der Orthopädie netto über 4000 (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) Euro monatlich überwiesen bekommen. Da muss man Manager in einer kleinen Bank sein, um das zu kriegen! Und das bedeutet in der Regel, dass man schon weit über 30 ist und vorneweg 10 Jahre Berufserfahrung hat.

"Assistenzärzte steigen mit etwa 3800? brutto + Zulagen ein. Das ist natürlich viel Geld, aber wenn ich bedenke, dass man beispielsweise als dualer Student in BWL bei einem großen Unternehmen gut und gerne mit 3000-3500? brutto einsteigen kann - und das bei einer durchschnittlichen 40-50-Stunden-Woche, ganz ohne Nachtarbeit und und erst Recht ohne Arbeit am Wochenende - dann halte ich Ärzte schlicht für unterbezahlt."

Das ist eine Kann-Perspektive, keine Muss-Perspektive.
Ich verdiene das Gleiche bei einer manchmal 80h-Woche. Und? Ich find's okay.
Ärzte halten sich immer für unterbezahlt, auch wenn der Chefarzt mit einem Porsche zum Streik fährt!

"Übrigens sind Ärzte in Deutschland diejenige Berufsgruppe mit der höchsten Suizidrate."

Ohhh, eine Runde Mitleid für die armen Ärzte. 1. meinst Du wohl nicht alle möglichen Ärzte, sondern lediglich Psychiater haben solche Raten, 2. zwingt die keiner dazu, einen solchen Beruf (ein solches Studium) aufzunehmen und 3. sind Suizidraten hier extrem uninteressant.

Nachtrag:

Primitivlinge rechnen gerne pro Stunde.
Akademiker hingegen verrichten ihre tagtäglich Arbeit und kriegen ihr Monatsnetto. Das ist eine Frage des Anspruchs an sich selbst!


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   06.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Was für einen Sch... erzählst Du uns hier? Nun mal etwas mehr Fakten:

Meine Eltern sind beide niedergelassene Ärzte. Meine Freundin und mein bester Freund haben vor einem halben Jahr beide angefangen. Meine Freundin hat ein Fixgehalt von 4.700 Euro brutto + Zuschläge (sehr gute Zuschläge). Der Freund von mir verdient 4.900 Euro und hat genau eine Bewerbung geschrieben und zwar das Krankenhaus gegenüber seiner Wohnung. Heißt: Arbeitsweg gleich 2 Minuten. Beide haben genau 4 Dienste im Monat und arbeiten KEINE 12 Stunden am Tag. Wenn das mal vorkommt und es kommt vllt. 1-2 mal in der Woche vor, dann wird es vergütet. Laut ihren Aussagen ist die Arbeit nicht schwer, der Arbeitsplatz recht sicher bzw. man findet immer was neues.
Meine Freundin hat ein eigenes Zimmer bekommen, wo ihr erlaubt wurde zB einen Fernseher aufzustellen. Bett ist auch vorhanden. Soviel dazu. Work-Life-Balance stimmt. Also erzähl keinen Sch... Sehr gutes Ansehen, da Patienten Ärzte im Schnitt schätzen. Sehr guter Exit nach paar Jahren als niedergelassender Arzt.

Kommen wir dazu: Meine Eltern sind niedergelassene Ärzte. Mein Vater Chirurg (im Krankenhaus ist es ein harter Job und nicht für jeden gedacht), meine Mutter ist HNO-Ärztin. Meine Mutter arbeitet Mittwoch/Freitag halbtags, in der restlichen Woche max. bis 5, Montag bis 18:30. Verdienen tut die soviel, wie ein sehr guter SM bei einer BIG4. Mein Vater operiert teilweise noch. Sein verdienst liegt bei einem sehr hohen sechstelligen Betrag. Arbeitszeit mehr als ok. Niedergelassene Ärzte haben kein schlechtes Leben.

Ich Trottel musste Wiwi studieren, weil ich als Jugendlicher keinen Draht zu Med. fand. Hab mein Studium mit 1,7 abgeschlossen und mich entschieden bei einer BIG 4 anzufangen, Advisory. 3 Jahre gearbeitet, jeden Tag im Schnitt 12 Stunden + Hoteljob, manchmal gar am WE. Nach drei Jahren hatte ich keinen Bock mehr. Exitmöglichkeiten waren zwar da, aber nicht so toll, wie hier immer beschrieben wird. Ohne Vitamin B, geht nicht sehr viel in der Branche. Selbst wenn du im Tax oder Audit später nach bestandenem Stb.-Examen selbständig werden willst, wirst du in der Regel entweder scheitern oder wenig verdienen, solange kein geeignetes Netzwerk oder VB. Übrigens ist die Arbeitszeit in DAX 30 Industrie ein Märchen. Sachbearbeter arbeiten in der Regel 40 Std. die Woche. Aber das Ziel eines Absolventen ist schon eine "höhere Position" und da arbeitet fast niemand solanve, sondern eher 10-12 Std+ am Tag, eher sogar mehr, desto höher du aufsteigst. Gehalt ist im Vergleich zu nem Arzt ein Witz. Bitte nicht immer den BIG4 Partner bzw. McKinsey, BCG und Co. Partner mit Ärzten vergleichen. Das ist völliger Quatsch. Weil kaum ein BIG4 Anfänger Partner wird. Ärzte hingegen lassen sich in der Regel früher oder später nieder. Durchschnittsgehalt liegt bei den niedergelassenen im Schnitt bei 150.000-200.000 tsd brutto. Schwankt halt von Jahr zu Jahr. Dabei sind Dorfärzte inbegriffen. In großen Städten geht da einiges mehr. Wo erreicht du das Gehalt bei der W-L-B? - Genau nirgends.

Übrigens der Großteil der BWLer arbeitet bei Mittelständern und kleinen Klitschen und verdient ganzes Leben lang sehr schlecht. So bezahlen zB kleine Steuerberaterkanzlein einem Absolventen 30k im Jahr. Steigerungsrate trotz Examen max. bis 45 k (Erfahrung bei einem Freund mit mittelmäßigem Abschluss, der bei BIG4 und paar anderen leider nicht genommen wurden).
Zum Leben: Wenn du bei BIG 4, UBs und natürlich IBs arbeitets, hast du KEINE Freizeit mehr. M&A ist da besonders hervorzuheben. Und das Märchen vom reichen Investmentbanker stimmt einfach nicht. Das wirst du in der Regel (heutzutage nicht mehr, da viele Groß- und Mittlerebanken Personal im IB brutal abbauen) dort nicht reicht, sondern arbeitest Du dich in den Burnout. Reich werden dort nur ein gewisser Kreis Menschen, die Mehrheit schufftet für sie.

Warum maueln nun Ärzte immer? - Kann ich dir aus eigener Erfahrung sagen. Ärzte halten ihr Studium für das Schwierigste (stimmt übrigens nicht), sehen sich immer als überarbeitet und schlechtbezahlt (stimmt alles nicht). Man sieht sich halt als der "Gott in Weiß" und das ist kein Klischee. Dann liest man in der Presse was von einem Ackermann und fühlt sich unterbezahlt. Da sieht man mal, dass jmd. laut Ärzten ohne Fähigkeiten (davon gehen Ärzte in der Regel bei BWLern aus), im Investmentbanking paar Millionen gemacht hat und da regiert der Neid. Dass es Ausnahmen sind, interessiert niemanden.

Übrigens nicht nur Ärzte glauben, dass sie viel Arbeiten, sondern auch Lehrer. Ärzte arbeiten viel zB in schlechteren amerikanischen Krankenhäusern, aber nicht in Deutschland. An sich guter Job, den man empfehlen kann und heutzutage sogar muss!


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   06.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Fixgehalt von 4700? nach einem halben Jahr? Ich glaube, du bist hier derjenige, der Sch**** erzählt, sofern das Gehalt nicht von irgendeiner Privatklinik stammt, die übertariflich zahlt.
Tariflich sieht es nämlich so aus: http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/...

Solche Zahlen findest du auch beim Marburger Bund. Daraus geht hervor, dass ein Assistenzarzt an einer öffentlichen Klinik mit gut 3800? einsteigt (4700? Fixgehalt kriegt vielleicht ein Facharzt, aber ganz sicher kein Assistenzarzt nach gerade mal einem halben Jahr!). Nach einem halben Jahr steigert sich da nichts. Also - entweder, du flunkerst hier, oder deine Freundin und dein Freund arbeiten übertariflich in irgendwelchen Privatkliniken o.ä..
Da ich davon aber nicht ausgehe, bleibe ich dabei, dass du hier Quatsch erzählst. Schau doch einfach mal (und bitte, bitte tu das wirklich, bevor du hier weiterhin erzählst, wie gut Ärzte es haben) ins Medi-Learn-Forum - da schreiben viele Assistenz- und Fachärzte darüber, wie es ihnen in ihrem Job so ergeht. Dann wirst du auch verstehen, dass die hohe Suizidrate unter Ärzten (wie gesagt: In Deutschland die höchste aller Berufsgruppen) sicherlich nicht daher kommt, dass es den Klinikärzten so wunderbar gut geht, wie du es hier erzählst. Das ist blanker Hohn.

Und dein Durchschnittsgehalt von 150-200k brutto bei niedergelassenen Ärzten ist eine Milchmädchenrechnung. Als WiWi-Absolvent solltest du das eigentlich wissen - da dürfen nämlich noch Angestellte und Praxisgebühren von bezahlt werden. Der Verdienst ist dann zwar - da will ich dir gar nicht widersprechen - immer noch sehr gut, aber eben bei weitem auch nicht mehr zwischen 150.000 und 200.000 einzuordnen. Abgesehen davon gibt es allerdings auch niedergelassene Ärzte, denen es absolut nicht gut geht - man ist eben selbstständig und trägt dadurch ein gewisses Risiko.

Ich kann dir hier auch so einiges aus eigener Erfahrung sagen, denn im Gegensatz zu dir habe ich - wie gesagt - 2 Jahre lang mit Ärzten verschiedenster Kliniken zusammengearbeitet. Deine traumhaften "Erfahrungen" keimen vermutlich allein aus Erzählungen deiner absolut überdurchschnittlich gut bezahlten Freundin und deines _noch besser_ bezahlten Freundes. Da die offenbar an den absoluten Traumkliniken arbeiten, ist es kein wunder, dass du glaubst, (Klinik-)Ärzte hätten es so gut - Suizidrate und Erfahrungsberichte (wie gesagt, schau dich bitte mal bei Medi-Learn um) sprechen eine ganz andere Sprache. Informier dich um Gottes Willen, bevor du "Arzt" als einen in Deutschland empfehlenswerten Job darstellst. Traumkliniken mit übertariflicher Bezahlung und kaum Überstunden sind nämlich die absolute Ausnahme (und mir ehrlich gesagt nicht mal bekannt - aber gut).


Zum Thema BWL: Es kommt hier stark darauf an, welche Weichen man während des Studiums stellt. Ich kenne so einige duale Studenten bei namhaften Firmen, die blendende Aussichten haben - da studiert man dann bespielsweise an der Nordakademie Elmshorn, das ist eine Privathochschule, bei der das Unternehmen für seinen Studenten über 2000? im Semester zahlt samt integriertem Auslandssemester. Neben dem Studium arbeitet man dann schon im Unternehmen und sammelt somit wertvolle Praxiserfahrung und Kontakte.
Im Anschluss an das Studium hat man eine sehr gute Chance, vom Unternehmen übernommen zu werden - da sind je nach Unternehmen Einstiegsgehälter von 40.000? und mehr drin, auch ganz ohne 12-Stunden-Tage - und vor allem ohne Nacht- und Wochenendarbeit.


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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Alles richtig - bis auf die Tatsache, dass Ärzte so viel von sich halten. Die meisten halbwegs bodenständigen Mediziner, die ich kenne, geben offen zu, das ihr Studium nicht gerade geistig sehr hochtrabend ist.
Natürlich gibt es noch andere, und ziemlich arrogante Chefärzte.

Ansonsten kann ich in dem Zusammenhang in Bezug auf wenig Wissen und kurzes Denken Denen letzten beiden Sätzen voll und ganz zustimmen.


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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das hängt immer vom eigenen Geschick ab, egal was man studiert hat. Es ist ja auch nicht so, dass jeder Chefarzt wird oder eine gut gehende Praxis gründet. Ebenso wenig gilt dies für Wirtschaftswissenschaftler oder Naturwissenschaftler.

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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich weiß echt nicht, was Du willst.

Der Kollege mit dem familiären Arzthintergrund mag vielleicht Fälle darstelllen, die auch Glück hatten, aber ich bin nochmal der, der mit einer Ärztin zusammen ist und daher viele andere junge Ärzte kennt.

In weiten Deutschlands geht es Ärzten im Allgemeinen wirklich sehr gut - manche jammern auf höchstem Niveau und haben Luxusprobleme, andere wiederum jammern wirklich zu Recht, hatten Pech und sind wirklich schlecht bezahlt und / oder überlastet. Jedoch bin ich auf gar keinen Fall der Meinung, dass es Ärzten im Allgemeinen in Deutschland schlecht geht - ganz im Gegenteil. Und für wen der Beruf an sich etwas ist, der wird auch locker über den einen oder anderen 24 Stundendienst mehr weg sehen - und egal, welche Arbeit dahinter steckt: Für einen jungen Assistenzarzt sind ein Nettokommen von 3000 Euro im Monat (da ist natürlich ein variabler Anteil mit drin, weil Dienste eben normal) MEHR ALS GENUG!!!!!!!!!!

Wo ist Dein Problem?

Und hör bitte auf, mit irgendwelchen kleinbürgerlichen Schmalspurakademikern zu kommen, die bei den Firmen ein Studium finanziert kriegen und dann ein entspanntes Arbeitsleben haben. Das mit den Weichen hast Du schon ganz richtig gesagt. Aber ein gehöriger Teil der Wirtschaftswissenschaftler, insbesondere die, die an der Uni waren, haben schon Jobs, die sie sehr auslasten und verdienen oft weniger als so mancher Assistenzarzt!


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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also wenn man als Arzt viel Geld verdienen möchte geht man am besten in Forschung. Molekulare Medizin etc., aber dann muss man eben gut mal 30 Jahre lang forschen bis sich dann das Resultat finanziell auszahlt.

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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Jo das hängt auch von der Uni ab, wie erfolgreich man später wird.

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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

So - und jetzt sollte es mal reichen - das ist kein Medizinthread.

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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Dass es Ärzten "im Allgemeinen" schlecht geht, würde ich auch nicht behaupten wollen - aber diejenigen, die mit ihrer Stelle "Pech" hatten, stellen eben einen nicht zu vernachlässigenden Anteil dar (wie gesagt: Einfach mal Erfahrungsberichte lesen). Da ist es eben üblich, 55 Stunden in der Woche zu arbeiten (plus Dienste) - und wenn man Überstunden aufschreibt, wird einem vom Chef gesagt, dass man eben zu ineffizient arbeitet. Alles schon erlebt. Es ist unglaublich, wie asozial die Chefs teilweise mit ihren Assistenzärzten umgehen.
Je nachdem, wie familien(un)gebunden ist, kann man natürlich kündigen und sich eine bessere Stelle suchen - aber das ist für viele nicht ganz so einfach, zumal man nicht wissen kann, ob es woanders dann so viel besser ist.

Ansonsten stimme ich dir zu, dass jemand, der den Beruf wirklich, wirklich mag, auch kein Problem mit 24-Stunden-Diensten haben wird. Aber das ist eben der Knackpunkt - man muss sich im Klaren darüber sein, wo die eigenen Prioritäten stehen. Will man ein geregeltes, planbares Privatleben, dann ist der Arztberuf einfach die falsche Wahl, wenn man nicht gerade wirklich viel Glück mit der Stelle hat. Schon allein zum Wohl der Patienten - aber auch zum eigenen Wohl - sollte man den Arztberuf nur ergreifen, wenn man wirklich bereit ist, ihn zu leben und dafür das Privatleben verhältnismäßig stark zu vernachlässigen. Bei 6-8 Diensten im Monat (4 sind eher die Ausnahme, aber auch hier) gehen mindestens 1-2 Wochenenden im Monat drauf - als junger Assistenzarzt mag das noch erträglich und auch spannend sein, aber irgendwann kann es schnell passieren, dass man genug hat - beispielsweise dann, wenn es an Dinge wie Familienplanung geht. Da muss man vorher genau wissen, was man will.

Kurz: Als Arzt muss man einfach wesentlich effizienter planen, was das Privatleben angeht. Im Zweifelsfall ist da einfach nichts mit einem spontanen "Hey, wir fahren übers Wochenende ans Meer" - was mir persönlich zu meiner Zeit in der Krankenpflegehilfe sehr weh getan hat, weil ich einen sehr spontanen und reisewütigen Freundeskreis habe.

Kurz: Wenn man den Job nicht wirklich liebt - und zwar so sehr liebt, dass man bereit ist, dafür ein weniger geregeltes Privatleben mit vergleichsweise stark eingeschränkter Spontanität hinzunehmen - sollte man sich nicht dafür entscheiden.
Vermutlich ist auch genau das "mein Problem", um deine Frage zu beantworten - die Krankenpflegehilfe hat mir zweimal je einen ganzen Sommer ruiniert, weil ich am Wochenende fast nie Zeit hatte, mit meinen Freunden was zu unternehmen. Da wurde mir dann auch klar, dass mein Privatleben mir wichtiger ist als ein derartiger Job, der aber - meiner Ansicht nach - dennoch zu den spannendsten gehört, die es gibt. Schlussendlich ist mir ein möglichst planbares Privatleben mit Möglichkeit zur Spontanität dann aber doch lieber, ich bin offenbar niemand, der "für seinen Job leben" kann. Beruf statt Berufung.
Das ist jetzt meine ganz persönliche Sicht der Dinge und meine Erfahrung, die ich in diesem Bereich gesammelt habe. Sicherlich färbt das auch auf meine Meinung zum Arztberuf ab, sodass ich nicht 100%ig objektiv urteilen kann, aber all die Negativbeispiele, die ich angeführt habe, sind zumindest nicht erfunden und sprechen nach wie vor eine eindeutige Sprache, die zum Ausdruck bringt, dass dieser Beruf einen sehr schnell unglücklich machen kann, wenn man sich mit "außergewöhnlichen" Arbeitszeiten nicht dauerhaft anfreunden kann.

Ansonsten noch:
"Und hör bitte auf, mit irgendwelchen kleinbürgerlichen Schmalspurakademikern zu kommen, die bei den Firmen ein Studium finanziert kriegen und dann ein entspanntes Arbeitsleben haben."

Wieso? Gerade die sind doch der Beweis dafür, dass man auch mit einem vergleichsweise entspannten Arbeitsleben an Einstiegsgehälter kommen kann, die sich vor denen der Assistenzärzte nicht verstecken müssen.
Und zumindest, was das duale Studium angeht, sind das auch alles andere als Schmalspurakademiker. Auch wenn es beispielsweise nur BWL ist, hat man mit dem Wechsel zwischen >30 Wochenstunden in der Hochschule und ~40 Wochenstunden im Unternehmen, über die man zusätzlich zu den Prüfungen der Hochschule dann grundsätzlich auch noch Berichte anfertigen darf, saumäßig viel zu tun, zumal auch sehr hohe Erwartungen an einen gestellt werden. Zusätzlich wird dann noch erwartet, dass man fachfremde Seminare mitmacht, um den "Blick über den Tellerrand" zu erhalten, und vielleicht sogar noch eine zusätzliche Fremdsprache lernt. Hinzu kommt gegebenenfalls - je nach Unternehmen - ein Auslandssemester.
Ich würde behaupten, dass ein derartiges Studium wesentlich anstrengender und fordernder ist als das Medizinstudium. Somit würde ich da nicht von Schmalspur sprechen, nach so einem Studium kann man sich in der Arbeitswelt schon sehen lassen, weil man neben dem Studium an sich eben auch schon gut 2 Jahre Praxiserfahrung gesammelt hat. Zusätzlich mussten diese Leute vor Beginn des Studiums schon durch anspruchsvolle Auswahlverfahren kommen und konnten sich nicht einfach mal eben einschreiben. Schmalspur wäre für mich eher, etwas wie BWL einfach so an einer FH oder Uni zu studieren und keinen besonders großen Wert aufs Lernen oder gar auf Praktika zu legen. Das tun auch viele genauso (BWL hat ja nicht ganz umsonst seinen Ruf als "ich weiß halt nicht, was ich sonst machen sollte"-Studium weg), weswegen es kein Wunder ist, dass es zum Schluss viele WiWis gibt, die sich um die tendenziell "schlechteren" Jobs prügeln müssen - eben weil sie ihr Studium tatsächlich in Schmalspur durchgezogen haben. Im Vergleich dazu ist der duale Student, der unter ständigem Durck hoher Erwartungen an einer Privathochschule mit zusätzlichen Seminaren und Fremdsprachen studiert, außerdem keine Semesterferien hat, weil er stattdessen Vollzeit im Unternehmen arbeitet, sicher alles andere als ein "kleinbürgerlicher Schmalspurakademiker".


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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wer absahnen will ohne sich großartig in die Materie zu vertiefen, was Medizin angeht, der soll Zahnarzt oder Kieferorthopäde-/Chirug werden. Lizenz zum Gelddrucken.

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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich möchte hier mit ein paar Vorurteilen aufräumen:

1. MINT-Absolventen, vor allem Ingenieure, haben Top-Aussichten

Das ist leider falsch!
Ich weiß nicht, ob ihr WiWi´s schon was von Entwicklungs- oder Personaldienstleistern (Bertrandt, Ferchau, EDAG, etc.) gehört habt. Diese Dienstleister verleihen ihre Mitarbeiter (meist Techniker & Ings.) an die Firmen, meist Konzerne.

Die Konzerne, gerade im Automobilbereich die OEMs, greifen immer stärker auf Dienstleister zurück. Absolventen werden kaum noch direkt beim OEM eingestellt, sondern müssen quasi zum Dienstleister.

Somit ist der Arbeitnehmerüberlassungswahnsinn auch längst bei den "händeringend" gesuchten Ingenieuren angekommen. Die ganzen Personaldienstleister schießen wie Pilze aus dem Boden und ködern die Leute mit Aussagen wie "Übernahme durch Kunden geplant" o. ä. Billigstes Niveau eben.

Die Wenigen, die den Direkteinstieg beim Konzern schaffen, können allerdings mit z. T. >50k p. a. rechnen. Aber solche Gehälter sind bei Direkteinstieg auch für WiWi´s drin.

2. Ärzte müssen harte Krankenhausschichten schieben

Das mag zwar erstmal stimmen. Aber sie bekommen dafür auch rund 3800/Monat zum Einstieg. Und die Nachtschichten sind steuerfrei! Je nach Anzahl der Nachtschichten kommt ein Jung-Arzt so schnell auf 3000 netto/Monat.

Ärzte bleiben zudem nicht ewig im KH. Nach ein paar Jährchen lässt man sich nieder und fängt dann erst richtig an, Kohle zu scheffeln.
@ Ex-Krankenpflegerin
Die rund 160.000 p. a., die der Durchschnittsarzt mit Praxis in D verdient, sind NACH Abzug der Betriebs- und Personalkosten und daher am ehesten mit dem Brutto-Verdienst eines Angestellten zu vergleichen. Nix mit "Da gehen noch Personalkosten weg".

http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-07...

Und Ärzte haben eine der mächtigsten Lobbys im ganzen Land, so dass sich an deren Besserstellung auch nix ändern wird. Die arrogante und überhebliche Art der meisten Mediziner nach dem Motto "Ich weiß, was Herz auf Lateinisch heißt und trage einen weißen Kittel" kommt erschwerend hinzu. Der Zweit-Porsche will eben finanziert sein.

Und wem all das immer noch nicht reicht, der wandert eben aus (Uk o. Schweiz) und verdient noch mehr. Das extrem teure Studium, das ihm vom Steuerzahler finanziert wurde, nimmt er natürlich kostenlos mit und ist ein gemachter Mann.


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   07.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

An den Schreiber der Ärtze so doll als überarbeitet ansieht:

Ich find dich wirklich lustig. Du hast KEINE AHNUNG, wie es in der Wirtschaft abgeht. Überstunden nicht aufschreiben dürfen? Dreiste Chefs? Alles lol. Ich behaupte mal, dass der Großteil der BWLer Überstunden ohne Ende schiebt und diese nicht bezahlt bekommt bzw. auch nicht aufschreiben darf. Über Hoteljobs möchte ich nicht reden. Ich zB habe einige Hoteljobs erlebt, wo ich im Monat genau einmal zu Hause geschlafen habe. Das Leben im Hotel ist einfach Sch... Es ist nicht einmal die Arbeitzeit, die bei mir immer ab 55 h pro Woche andauerte, sondern die Gewissheit NICHTS machen zu können. Du kannst weder deinen Hobbys nachgehen, Freudne treffen und ein geregeltes Familienleben ist auch nicht möglich. Das kennt KEIN ARZT in Deutschland. Ich zB habe immer viel Sport gemacht. Wo soll ich in Hotels es machen? Selbst wenn ein Fitnessraum vorhanden ist, ist es so, dass diese oft nicht zweckdienlich ausgestattet sind, die Chefs verlangen, dass man sich nach ihren Präferenzen richtet (zB Saufen an der Lobby mit den Kollegen...toll...oder teuer essen gehen..). Toll ist es nicht. Joggen kannst du in einer fremden Stadt nachts nicht gehen. Was bleibt da übrig? Tolles Leben. Oft musst du noch Abends nach der Arbeit für irgendwelche Examina lernen. Gehalt in der Wirtschaft ist sehr unterdurchschnittlich. Arbeitsplatz hängt von der Konjuktur ab...Kranke wirds immer geben...Umgangston ist hart. Konkurrenzkampf abartig. So werden bei uns Berufseinsteiger nicht eingearbeitet. Keiner hilft denen. Up or out Prinzip wird sehr gelebt....In welchem KH gibts einen Up-or-Out-Prinzip? Sprachkenntnisse....Sorry, aber wenn man den ganzen Tag Englisch oder noch andere Fremdsprachen redet und schreibt, ist es einfach hart am Ende des Tages (man darf nichts falsches sage bzw. was falsch aufgenommen wird). Und rede Du mal mit nem Chinesen oder Inder Englisch. Kopfschmerzen vorprogrammiert.

Gehaltsentwicklung und AUsstiegsmöglichkeiten sind SEHR BESCHEIDEN. Netzwerke sind A u O. Ärzte hingegen können sich niederlassen und das ist sehr wahtscheinlich. Sonst würden sich bei mir Großstadt, nicht soviele Ärzte aus der jemeiligen UDSSR, die seit 10-15 Jahren in BRD leben, meist Ü40 oder gar weit Ü50 sind eigene Praxen eröffnen und gut verdienen. Ärztemangel herzlichlich willkommen...frag mal die Ex-Physiker, Mathematiker, Ingenieure, Wiwis aus zB der jemaligen UDSSR als was diese hier arbeiten....Wenn nicht Hartz 4, dann Arbeiter.

Medizin ist immer ne gute Sache und das in jedem Land.


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   07.01.12
  technologe

Re: BWL Flut?

Wow. Hat sich ja ordentlich was entwickelt hier.

Ich habe meinen Arzt gefragt: Er meinte auch, dass Medizin fast nur Auswendiglernerei ist. Für jemanden der 1,0 Abi hat, beste Wahl die es gibt. Ich bin halt nicht so "schlau" gewesen, na ja.

Hat mit dem Thread weniger vielleicht zu tun, aber gibt es da nicht Möglichkeiten als BWLer in der Gesundheitsbranche zu arbeiten?
Was haltet ihr von nem Gesundheitsökonomen, oder nem Studiengang Gesundheitsmanagement? Soll hohe Nachfrage herrschen.

Mir würde nur die Möglichkeit bleiben mit Zweitstudium Medizin zu beginnen. Ob das mit 32 dann die beste Wahl ist, weiss ich nicht... Aber nur im Bereich der Medizin oder des Lehrens wäre Idealismus bei mir vorhanden. Na ja ihr merkt ja schon, dass ich ein super Burnout-Kandidat bin, bin haltn Idealist.


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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Es ist unglaublich, wie asozial die Chefs teilweise mit ihren Assistenzärzten umgehen."

Ach - und so etwas gibt es nur in Krankenhäusern?

"Je nachdem, wie familien(un)gebunden ist, kann man natürlich kündigen und sich eine bessere Stelle suchen - aber das ist für viele nicht ganz so einfach, zumal man nicht wissen kann, ob es woanders dann so viel besser ist."

Und das ist bei Ärzten etwa ein größeres Problem als bei Nicht-Ärzten?

"Will man ein geregeltes, planbares Privatleben, dann ist der Arztberuf einfach die falsche Wahl, wenn man nicht gerade wirklich viel Glück mit der Stelle hat. Schon allein zum Wohl der Patienten - aber auch zum eigenen Wohl - sollte man den Arztberuf nur ergreifen, wenn man wirklich bereit ist, ihn zu leben und dafür das Privatleben verhältnismäßig stark zu vernachlässigen"

Ach - und das gilt nur für den Arztberuf? Ja klar - in der freien Wirtschaft kommt es zum Beispiel für Wiwis niiiiiiiieeeeeemals vor, dass man sein Privatleben einschränken muss. Aber im Gegensatz zu Ärzten ist für Wiwis das ganze Leben ein einziger Ponyhof - natürlich...

"Kurz: Als Arzt muss man einfach wesentlich effizienter planen, was das Privatleben angeht. Im Zweifelsfall ist da einfach nichts mit einem spontanen "Hey, wir fahren übers Wochenende ans Meer" - was mir persönlich zu meiner Zeit in der Krankenpflegehilfe sehr weh getan hat, weil ich einen sehr spontanen und reisewütigen Freundeskreis habe"

Du Armer!

"Das ist jetzt meine ganz persönliche Sicht der Dinge und meine Erfahrung, die ich in diesem Bereich gesammelt habe. Sicherlich färbt das auch auf meine Meinung zum Arztberuf ab"

Zumindest etwas.

"Und zumindest, was das duale Studium angeht, sind das auch alles andere als Schmalspurakademiker. Auch wenn es beispielsweise nur BWL ist, hat man mit dem Wechsel zwischen >30 Wochenstunden in der Hochschule und ~40 Wochenstunden im Unternehmen, über die man zusätzlich zu den Prüfungen der Hochschule dann grundsätzlich auch noch Berichte anfertigen darf, saumäßig viel zu tun, zumal auch sehr hohe Erwartungen an einen gestellt werden. Zusätzlich wird dann noch erwartet, dass man fachfremde Seminare mitmacht, um den "Blick über den Tellerrand" zu erhalten, und vielleicht sogar noch eine zusätzliche Fremdsprache lernt. Hinzu kommt gegebenenfalls - je nach Unternehmen - ein Auslandssemester."

Das will ich nicht in Abrede stellen. Fakt ist jedoch, dass eine duale Ausbildung mehr etwas von einer Ausbildung als einem Studium hat. Akademisch gesehen können diese Leute den Uniabsolventen nicht das Wasser reichen. Und falls Du es noch nicht weißt, ein Auslandssemester ist in vorneweg 90% der Fälle so etwas äähnliches wie Urlaub. Viel Party und geschenkte Einsen.

"Schmalspur wäre für mich eher, etwas wie BWL einfach so an einer FH oder Uni zu studieren und keinen besonders großen Wert aufs Lernen oder gar auf Praktika zu legen. Das tun auch viele genauso (BWL hat ja nicht ganz umsonst seinen Ruf als "ich weiß halt nicht, was ich sonst machen sollte"-Studium weg), weswegen es kein Wunder ist, dass es zum Schluss viele WiWis gibt, die sich um die tendenziell "schlechteren" Jobs prügeln müssen - eben weil sie ihr Studium tatsächlich in Schmalspur durchgezogen haben. Im Vergleich dazu ist der duale Student, der unter ständigem Durck hoher Erwartungen an einer Privathochschule mit zusätzlichen Seminaren und Fremdsprachen studiert, außerdem keine Semesterferien hat, weil er stattdessen Vollzeit im Unternehmen arbeitet, sicher alles andere als ein "kleinbürgerlicher Schmalspurakademiker". "

Und damit schießt Du den Vogel ab!

Das ist extrem ungerecht und vor allem BELEIDIGEND, was Du da schreibst. Gerade die dualen sind SCHMALSPURAKADEMIKER, weil die einen lächerlichen Bruchteil dessen draufhaben, was der Uniabsolvent kann. Außerdem erachte ich es für verboten, FHler mit Unileuten in so einem Satz gleichzusetzen. Das sind zwei völlig verschiedenen Paar Schuhe.
Der duale Student, Pseudostudent, hat die Praxiserfahrung in der Ausbildung verankert. Der von der Uni muss selbst schauen, wo er in den ach so schönen Semesterferien für seine Praxiserfahrung unterkommt.
Mathematik, Statistik, VWL, Finanzierung, und vieles mehr sind Dinge, da steckt jeder Unistudent im dritten Semester den Absolventen von der dualen Fasthochschule locker in die Tasche.

Praxiserfahrung ist nichts wert, sondern wir fälschlicherweise überbewertet! Die Unternehmen haben eben falsche Präferenzen.

Und wie gesagt, es ist oft gar nicht einfach, sehr zeit- und nervenraubend, an Praktika überhaupt zu kommen! Von daher ist es oft gar nicht des Studenten Schuld, wenn dieser wenige oder gar keine Praktika hat!

Pass ein bisschen auf, was Du sagst und schreibst!

Im Gegensatz zu dualen Absolventen, sind Absolventen von der Uni TATSÄCHLICHE AKADEMIKER!!!

Was Du hier schreibst, gehört auf den Index - und zwar sofort!


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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Dummer Spruch, stammt auch von vorgestern.

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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Und wem all das immer noch nicht reicht, der wandert eben aus (Uk o. Schweiz) und verdient noch mehr. Das extrem teure Studium, das ihm vom Steuerzahler finanziert wurde, nimmt er natürlich kostenlos mit und ist ein gemachter Mann. "

Jepp, das sind mir auch die Liebsten. Ein paar Studienkollegen meiner Freunding, die Ärztin ist, sind in die Schweiz gegangen. Und hier ist Ärztemangel und die Ärzte haben unverschämt hohe Einstiegsgehälter. Diejenigen, die in die Schweiz gegangen, sollen bitte nie mehr wiederkommen!


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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Hat mit dem Thread weniger vielleicht zu tun, aber gibt es da nicht Möglichkeiten als BWLer in der Gesundheitsbranche zu arbeiten?
Was haltet ihr von nem Gesundheitsökonomen, oder nem Studiengang Gesundheitsmanagement? Soll hohe Nachfrage herrschen"

Gibt es - aber nicht jeden interessiert's. Mich könntest Du mit solchen Gesundheitsthemen echt jagen;-)


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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Das ist extrem ungerecht und vor allem BELEIDIGEND, was Du da schreibst. "

Beleidigend? Ich war von uns beiden nicht derjenige, der andere als Schmalspurakademiker bezeichnet hat.

"Gerade die dualen sind SCHMALSPURAKADEMIKER, weil die einen lächerlichen Bruchteil dessen draufhaben, was der Uniabsolvent kann."

Was kann der Uniabsolvent denn? Der duale Student hat sich schon vor Beginn seines Studiums einem anspruchsvollen Einstellungsverfahren unterzogen, sammelt durchgehend Praxiserfahrung und steht ständig unter dem Druck, sein Studium trotz allem in Regelstudienzeit abzuschließen. Das duale Studium ist darauf zugeschnitten, jemanden auf das Wirtschaftsleben vorzubereiten und ihm bestmögliche Perspektiven zu bieten, sonst würden nicht so viele große, bedeutsame Konzerne auf das duale Studium setzen. Der Unistudent kann da im Vergleich grundsätzlich erstmal nur eins: Viel Schaum schlagen und über Dinge quatschen, die sich zwar wunderbar wissenschaftlich anhören, aber in der Praxis absolut nutzlos sind. Die sollen ruhig Professoren oder ähnliches werden, aber in der realen Wirtschaft braucht man sowas schlicht und ergreifend nicht.

"Außerdem erachte ich es für verboten, FHler mit Unileuten in so einem Satz gleichzusetzen."

Wie gut, dass du keinen Einfluss auf unsere Gesetzgebung hast.

"Mathematik, Statistik, VWL, Finanzierung, und vieles mehr sind Dinge, da steckt jeder Unistudent im dritten Semester den Absolventen von der dualen Fasthochschule locker in die Tasche."

Sicher? Schau dir doch mal diesen Studienplan der Nordakademie an: http://www.nordakademie.de/fileadmin/...
An der Uni ist mir bisher kein BWLer untergekommen, der 30 Semesterwochenstunden hat. Und selbst wenn es so sein mag, dass der Unistudent mehr weiß, als der duale Student, heißt das eben noch lange nicht, dass sein Wissen nützlich ist.

"Praxiserfahrung ist nichts wert, sondern wir fälschlicherweise überbewertet! Die Unternehmen haben eben falsche Präferenzen."

Was sollte den Unternehmen denn sonst wichtig sein, wenn nicht jemand mit praktischen Erfahrungen? Es sind ganz sicher keine falschen Präferenzen, Leute mit Praxiserfahrung zu suchen. Jemand mit wunderbar viel theoretischem Wissen aber gänzlich ohne Praxiserfahrung ist absolut wertlos, denn ein Unternehmen lebt nunmal von tatsächlicher, reeller Wertschöpfung und nicht von Gelaber. Wie gesagt - Praxiserfahrung ist unwichtig, wenn man Professor oder ähnliches werden will, und dann ist das Unistudium sicher auch die bessere Wahl. Aber wer in die echte Wirtschaft möchte, der muss nicht nur wissen, wie sie funktioniert, sondern der muss auch mit ihr umgehen können.

"Und wie gesagt, es ist oft gar nicht einfach, sehr zeit- und nervenraubend, an Praktika überhaupt zu kommen! Von daher ist es oft gar nicht des Studenten Schuld, wenn dieser wenige oder gar keine Praktika hat!"

Du Armer!

"Pass ein bisschen auf, was Du sagst und schreibst!"

Na, ich bin von uns beiden hier nicht derjenige, der die Meinungsfreiheit einschränken will und dämliche Verbote fordert, nur weil ihm eine Meinung nicht passt.

"Im Gegensatz zu dualen Absolventen, sind Absolventen von der Uni TATSÄCHLICHE AKADEMIKER!!!"

Ja, und deswegen in der echten Wirtschaft weitgehend wertlos. Als dualer Absolvent könnte man beispielsweise auch völlig unproblematisch einen Master bspw. über die Fernuni Hagen machen - dann hat man zum Schluss auch einen Uni-Abschluss und ist somit TATSÄCHLICHER AKADEMIKER - nur, dass man schon bewiesen hat, kein schwätzender Schaumschläger zu sein, da man im Rahmen des dualen Studiums schon massiv belastet worden ist und ein komplettes Unternehmen kennengelernt hat.

"Was Du hier schreibst, gehört auf den Index - und zwar sofort!"

Thema Gesetzgebung und Meinungsfreiheit hab ich schon angesprochen - gut, dass du kein Jurist geworden bist.


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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es gilt immer noch die goldene Regel, sich erst so spät wie möglich zu spezialisieren. Und für was brauchen wir denn bitte Gesundheitsökonomen, wenn wir richtige Ökonomen, richtige Ärzte und Pfleger haben.

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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Der duale Student hat sich schon vor Beginn seines Studiums einem anspruchsvollen Einstellungsverfahren unterzogen, sammelt durchgehend Praxiserfahrung und steht ständig unter dem Druck, sein Studium trotz allem in Regelstudienzeit abzuschließen"

Ach Gott, ach Gott, ach Gott - komm mal runter.
Das "Studium", was der duale "Student" macht, ist ja auch nicht gerade schwer - in Relation zumindest. Außerdem komm mal weg von der Praxis. Praxis ist Praxis und Studium ist Studium. Praktische Erfahrungen zu machen hat wenig mit geistiger oder akademischer Leistung zu tun.

"Der Unistudent kann da im Vergleich grundsätzlich erstmal nur eins: Viel Schaum schlagen und über Dinge quatschen, die sich zwar wunderbar wissenschaftlich anhören, aber in der Praxis absolut nutzlos sind. Die sollen ruhig Professoren oder ähnliches werden, aber in der realen Wirtschaft braucht man sowas schlicht und ergreifend nicht."

Grundsätzlich sollte man nicht zu viel darauf geben, was Unternehmen so tun. Aber wenn man die "Schaumschläger" von der Uni in der Wirtschaft nicht bräuchte, wären sie gar nicht dort. Und außerdem gibt es sehr viele Unternehmen, die Dir in der Aussage ein klares Nein entgegenstellen würden. Im Gegensatz zum dualen Studenten ist der von der Uni akademisch ausgebildet - dies beinhaltet viele Transferdenkmöglichkeiten und gedanklich schnellere Einarbeitung in andere Dinge. In der Wirtschaft gibt es eben auch andere Aufgaben als die, die Du jedem Abiturienten geben könntest. Und diese machen dann in erster Linie die von der Uni.

"An der Uni ist mir bisher kein BWLer untergekommen, der 30 Semesterwochenstunden hat. Und selbst wenn es so sein mag, dass der Unistudent mehr weiß, als der duale Student, heißt das eben noch lange nicht, dass sein Wissen nützlich ist. "

Das ist das, was Du grundsätzlich nicht begreifst. Wissen ist Macht, und nicht Ohnmacht. Gerade wegen des breiten Bildungshintergrunds haben universitär Gebildete gerade auch in der Wirtschaft ihre Vorzüge. Und meinst Du allen Ernstes, dass ich meine Zeit damit verschwende, den "Studienplan" irgendeiner bedeutungslosen "Hochschule" anzuschauen?

"Es sind ganz sicher keine falschen Präferenzen, Leute mit Praxiserfahrung zu suchen. Jemand mit wunderbar viel theoretischem Wissen aber gänzlich ohne Praxiserfahrung ist absolut wertlos, denn ein Unternehmen lebt nunmal von tatsächlicher, reeller Wertschöpfung und nicht von Gelaber."

Ach so, dann werden also lauter wertlose Leute von der Uni in der Wirtschaft eingestellt, um dann später wertlose Abteilungsleiter, wertlose Manager und wertlose Vorstände zu werden?
Komisch...

"Praxiserfahrung ist unwichtig, wenn man Professor oder ähnliches werden will, und dann ist das Unistudium sicher auch die bessere Wahl. Aber wer in die echte Wirtschaft möchte, der muss nicht nur wissen, wie sie funktioniert, sondern der muss auch mit ihr umgehen können."

Ach so, und Professoren, die mal in der Praxis waren, gibt es natürlich nicht und grundsätzlich ist es klar ausgeschlossen, dass jemand von der Uni weiß, wie die Wirtschaft funktioniert und gleichzeitig mit ihr umgehen kann?

"Ja, und deswegen in der echten Wirtschaft weitgehend wertlos. Als dualer Absolvent könnte man beispielsweise auch völlig unproblematisch einen Master bspw. über die Fernuni Hagen machen - dann hat man zum Schluss auch einen Uni-Abschluss und ist somit TATSÄCHLICHER AKADEMIKER - nur, dass man schon bewiesen hat, kein schwätzender Schaumschläger zu sein, da man im Rahmen des dualen Studiums schon massiv belastet worden ist und ein komplettes Unternehmen kennengelernt hat."

Ein Unternehmen kennenzulernen ist genau so wertlos wie Praxis an sich. Praxis kann jeder. Studieren nicht. Und in der Praxis gibt es alle Nase lang Jobs, die nun mal auch ein bisschen Oberstübchen erfordern - und das kann der duale Absolventen oft zumindest auf Grund seines schmalen Bildungshorizonts nicht leisten. Die Zeit an der Fernuni müsste er auch erst einmal dranhängen - der Absolvent von der Uni braucht das nicht mehr, da er es schon hat. Außerdem brauchst Du denjenigen, die ein richtiges Studium an einer für ihr Fach renommierten Uni durchgezogen haben, nichts von massiver Belastung zu erzählen. Es gibt genug duale, ach so belastete Studenten, die Du auf jeder Uniparty triffst. Aber wenn diese zum Beispiel noch nicht einmal wissen, wie man einen Optionspreis berechnet, werden diese höchstens bei der Sparkasse Hintertupfingen Rentnern irgendwelche Finanzprodukte andrehen, und am Wochenende immer noch auf die Uniparties gehen. Diejenigen von der Uni, die neue Finanzinstrumente entwickeln, bewerten und analysieren, sitzen währenddessen in Frankfurt, London oder Singapur und haben Jobs, da kann der duale Absolvent auch nach 20 Jahren Sparkasse Hintertupfingen mit dem Preisschild "Nettester Kundenberater 2011" noch nicht einmal davon träumen!
Bist Du an der Uni nicht genommen worden, oder was ist Dein Problem?


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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Gesundheitsökonomen werden zum Beispiel bei Krankenkassen, Versicherungen und nicht zuletzt auch diversen Ministerien eingesetzt und gebraucht.

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   08.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nur mal so an unseren langen Beitragschreiber/in:

Die Aussage: Dann sollen sie Professor werden, disqualifiziert dich und zeigt, dass Du zumindest im Geiste ein Kind bist. Ein Studium auf einer Universität ist um einiges anspruchsvoller als auf einer Fh, welche anspruchsvoller ist als weitere vergleichbare Studiengänge. Ich habe als Postdoc einer Universität auf unterschiedlichen Einrichtungen unterrichtet und kann das zum Teil erschreckend niedrige Niveau bestätigen.
Duale Studiengänge dienen eigentlich nur dazu, den Mitarbeitern gut klingende Titel rechtlich korrekt zu besorgen. Einen wissenschaftlichen Anspruch haben die nicht bzw. bringen auch fachlich den Mitarbeiter nicht viel weiter.
Im Job lernt jeder "von Anfang an".

Kurz und schmerzlos: Studiert ist eigentlich der, der eine Universität besucht hat. Alles andere bezeichent sich als
Akademiker.

Ich bestreite allerdings nicht, dass für viele Jobs in der Wirtschaft ein Studium sinnlos ist.

Im Endeffekt könnte man auch in Medizin auf die 7 Jahre verzichten und im Job lernen....dann würden Ärzte wenigstens etwas verstehen, anstatt wie dressierte Hunde auswendigzulernen.


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Praxis ist Praxis und Studium ist Studium. Praktische Erfahrungen zu machen hat wenig mit geistiger oder akademischer Leistung zu tun."

Da hast du natürlich Recht. Um einen späteren Job zu finden - sofern man nicht in die Lehre oder Forschung will - muss man zusätzlich zum Wissen aber eben auch praktische Erfahrungen gemacht haben, da man sich von anderen Bewerbern sonst kaum abheben kann und es nun mal kein Geheimnis ist, dass so gut wie jede Stellenausschreibung Praxiserfahrung fordert.

"Grundsätzlich sollte man nicht zu viel darauf geben, was Unternehmen so tun. Aber wenn man die "Schaumschläger" von der Uni in der Wirtschaft nicht bräuchte, wären sie gar nicht dort."

Ich wollte nicht sagen, dass Unistudenten grundsätzlich Schaumschläger sind, sondern dass nur diejenigen Schaumschläger sind, die meinen, aufgrund ihres Unistudiums die absoluten Meister zu sein und aufgrund ihres tiefgründigeren Wissens ja alles besser zu können, ohne jemals auch nur ein Praktikum absolviert zu haben. Etwas wissen und etwas können - das sind unterschiedliche Dinge.

"In der Wirtschaft gibt es eben auch andere Aufgaben als die, die Du jedem Abiturienten geben könntest. Und diese machen dann in erster Linie die von der Uni."

Das gilt vielleicht für Jobs wie denen des Analysten oder Investmentbankers - da kann ich mir gut vorstellen, dass man Uniabsolventen tatsächlich bevorzugt. Aber ansonsten musst du mir mal die Stellenausschreibungen zeigen, die explizit sagen, dass sie einen Uni(!)-Bachelor/Master wollen und dafür vielleicht sogar nicht mal Praxiserfahrung fordern. Sofern sie überhaupt existieren, dürften es sehr, sehr wenige sein - und somit ist es insgesamt sinnvoller, auf einen guten Abschluss und möglichst viel Praxiserfahrung zu setzen, als auf einen perfekten Abschluss und null Praxiserfahrung.

"Das ist das, was Du grundsätzlich nicht begreifst. Wissen ist Macht, und nicht Ohnmacht."

Wissen nützt dir nichts, wenn du keine Verbindung zur Praxis herstellen kannst.

"Gerade wegen des breiten Bildungshintergrunds haben universitär Gebildete gerade auch in der Wirtschaft ihre Vorzüge."

Siehe oben - die Stellenausschreibung will ich sehen. Und zwar außerhalb des Investmentbanking-/Analystenbereichs - aber gerne auch da, jetzt, wo ich dir den Tipp schon gegeben habe. Diese Bereiche hättest du nämlich schon längst angeführt, wenn du wüsstest, wovon du da redest.

"Und meinst Du allen Ernstes, dass ich meine Zeit damit verschwende, den "Studienplan" irgendeiner bedeutungslosen "Hochschule" anzuschauen?"

Bedeutungslose Hochschule? Informiere dich doch mal über die Nordakademie Elmshorn. Und schau dir vielleicht auch mal unterschiedliche Rankings an - dann wirst du feststellen, dass diese Privathochshule, die von der Wirtschaft gegründet worden ist und getragen wird, ganz oben und somit auch im Ansehen bei Arbeitgebern weit vor vielen ach so tollen Unis liegt. ;)

"Ach so, dann werden also lauter wertlose Leute von der Uni in der Wirtschaft eingestellt, um dann später wertlose Abteilungsleiter, wertlose Manager und wertlose Vorstände zu werden?
Komisch..."

Leute von der Uni werden in der Wirtschaft vor allem eingestellt, wenn sie Praktika gemacht, also Praxiserfahrung gesammelt haben. Wie gesagt - zeig mir die Stellenausschreibung zum Abteilungsleiter, die explizit einen Uni-Abschluss und vor allem keine Praxiserfahrung fordert. Gerade Projekt-/Abteilungsleiter ist ein Job, dem duale Studenten zum Berufseinstieg mindestens sehr nahe kommen - eben weil sie während des Studiums dort schon umfangreich eingearbeitet worden sind. Da hast du als Uniabsolvent ohne Praxiserfahrung keine Chance, egal, wie großartig tiefgründig dein Wissen ist.

"Ach so, und Professoren, die mal in der Praxis waren, gibt es natürlich nicht und grundsätzlich ist es klar ausgeschlossen, dass jemand von der Uni weiß, wie die Wirtschaft funktioniert und gleichzeitig mit ihr umgehen kann?"

Jemand von der Uni weiß, wie die Wirtschaft funktioniert - dass er mit ihr umgehen kann, steht aber erst fest, wenn er das im Rahmen von Praxiserfahrungen gelernt und bewiesen hat. Was ich die ganze Zeit sage, ist, dass man auch als allwissender, unfehlbarer Uni-Student Praktika absolvieren muss, um in der Wirtschaft gute Chancen zu haben - so ist die Realität und das solltest du eigentlich auch wissen.

"Ein Unternehmen kennenzulernen ist genau so wertlos wie Praxis an sich. Praxis kann jeder. Studieren nicht."

Das sag mal den Sozialversagern, mit denen ich momentan an der Uni studiere. Schreiben grandiose Arbeiten und haben zweifelsfrei ein beeindruckendes wissen - bei Bewerbungsverfahren werden sie aber massive Schwierigkeiten kriegen, weil sie nicht in der Lage sind, jemanden beim Reden anzusehen und nicht ins Stottern zu kommen.

"Und in der Praxis gibt es alle Nase lang Jobs, die nun mal auch ein bisschen Oberstübchen erfordern - und das kann der duale Absolventen oft zumindest auf Grund seines schmalen Bildungshorizonts nicht leisten."

Auch hier bist du mir wieder die repräsentativen Stellenausschreibungen schuldig, die explizit Uni-Abschlüsse fordern, weil alle anderen dafür ja zu unterbelichtet sind.

"Die Zeit an der Fernuni müsste er auch erst einmal dranhängen - der Absolvent von der Uni braucht das nicht mehr, da er es schon hat."

Nee. Der Uni-Student studiert 3 Jahre für den Bachelor, genau wie der duale Student. Danach kommen 2 Jahre Master - die kann der duale Student ganz einfach und normal in dieser Zeit an der Fernuni machen.
Der duale Student wird aber wohl trotzdem etwas länger brauchen, weil er den Master in der Regel schon berufsbegleitend macht. Während du also nach deinen 3 Jahren Bachelor noch 2 Jahre für den Master an der Uni rumhängst, ist der duale Student längst übernommen und geldverdienend im Job, während er seinen Uni-Master macht. Und die Fernuni Hagen ist übrigens sehr angesehen.

"Außerdem brauchst Du denjenigen, die ein richtiges Studium an einer für ihr Fach renommierten Uni durchgezogen haben, nichts von massiver Belastung zu erzählen."

Ich weiß. Und wenn du dich mal über die oben angesprochene Nordakademie informierst, wirst du feststellen, dass es auch sehr renommierte Fachhochschulen gibt. Die dualen Studenten dort können nur müde lächeln, wenn du ihnen von deinem 20-Semesterwochenstunden-Unistudium erzählst.

"Es gibt genug duale, ach so belastete Studenten, die Du auf jeder Uniparty triffst. Aber wenn diese zum Beispiel noch nicht einmal wissen, wie man einen Optionspreis berechnet, werden diese höchstens bei der Sparkasse Hintertupfingen Rentnern irgendwelche Finanzprodukte andrehen, und am Wochenende immer noch auf die Uniparties gehen."

Und was stellen wir also fest? Der duale Student, der nicht weiß, wie man einen Optionspreis berechnet, sollte mal zusehen, das zu lernen, denn das ist durchaus nützliches wissen (deswegen gehe ich übrigens davon aus, dass er das im dualen Studium sehr wohl lernt).
Genauso sollte der Unistudent zusehen, dass er während des Studiums Praxiserfahrung sammelt, um nach dem Studium nicht monatelang nach einem Praktikum suchen zu müssen und so dann irgendwann mal den Berufseinstieg zu schaffen. Den Unternehmen ist nämlich völlig egal, was du alles tolles weißt, wenn du noch nicht ein einziges Mal bewiesen hast, dass du das in der Praxis auch umsetzen kannst. Man kann darüber streiten, ob das gut ist oder nicht - aber es ist eben die Realität.

"Diejenigen von der Uni, die neue Finanzinstrumente entwickeln, bewerten und analysieren, sitzen währenddessen in Frankfurt, London oder Singapur und haben Jobs, da kann der duale Absolvent auch nach 20 Jahren Sparkasse Hintertupfingen mit dem Preisschild "Nettester Kundenberater 2011" noch nicht einmal davon träumen!"

Wer ein duales Studium bei der Sparkasse Hintertupfingen macht, ist ehrlich gesagt auch selbst Schuld.
Aber nimm doch mal duale Studenten bei Konzernen wie IBM, Airbus, Axel Springer oder Siemens. Vor nicht mal einem Jahr ist eine neue Chefin für IBM Deutschland aufgetaucht - und wo hat sie studiert? An der Berufsakademie. Na huch! Wenn das duale Studium so wertlos wäre, wie du es darstellst, dann würden riesige Konzerne wie IBM es wohl kaum anbieten und vor allem keine so hohen Einstellungshürden an die Bewerber stellen.
Auch bei den anderen genannten Konzernen - und überhaupt bei allen großen/bekannten Konzernen, die duale Studiengänge anbieten - wirst du sehr erfolgreiche Alumni finden, die ihre Karriere in einer Zeit hingelegt haben, von der der Absolvent frisch von der Uni nur träumen kann, sofern er während des Studiums im Rahmen von Praktika oder Werkstudententätigkeiten keine nützlichen Kontakte geknüpft hat.
Auch auf Internetseiten von so "unbedeutsamen" Hochschulen wie der Nordakadmie wirst du zahlreiche Alumni finden, die schlicht und ergreifend beweisen, dass du völlig falsch liegst, wenn du glaubst, ein dualer Student könnte keine äußerst erfolgreiche Karriere hinlegen. Es ist eher die Regel als die Ausnahme.
Aber zugegeben - es ist dabei natürlich wichtig, dass man sein duales Studium auch bei einem vernünftigen Unternehmen macht. Wer zur Sparkasse Hintertupfingen geht, die einen dann an die gleichnamige FH schickt, sieht es mit einer Karriere außerhalb dieser Sparkasse gegebenenfalls wirklich eher nicht so gut aus. Keine Frage, dass sowas nach hinten losgehen kann, wenn man den Weg des geringsten Widerstands geht.
Wer aber sein duales Studium bei einem namhaften Unternehmen wie beispielsweise Airbus oder der Axel Springer AG bekommt, die ihre duale Studenten an die Nordakademie Elmshorn, also eine - ob du es nun lesen magst oder nicht - sehr renommierte Privathochschule schicken, der hat hinterher auch wunderbare Aussichten. Und wenn diese ihm nicht schon ausreichen, kann er berufsbegleitend eben noch den Uni-Master machen.

Kurz gesagt - und ich habe es schon mal gesagt -: Es kommt darauf an, wie man die Weiche zu Beginn und während des Studiums stellt.

Geht der duale Student zu einem kleinen Betrieb, der ihn an eine Wald-und-Wiesen-FH schickt, ist das sicher nicht optimal. Geht er zu einem großen Konzern mit renommierter Hochschule, sieht das schon ganz anders aus. Es ist allerdings auch sehr schwierig, an ein solches duales Studium zu kommen - dafür hat man danach aber eben mit ziemlicher Sicherheit eine attraktive Übernahmegarantie.

Zur Uni: Geht man einfach an die nächstbeste Uni und studiert da, um mit Ach und Krach irgendwie durchzukommen, ohne Praktika, dann sieht es hinterher auch nicht gut aus. Geht man an eine halbwegs renommierte Uni und macht hochwertige Praktika, sieht es auch hier ganz anders aus. Vor allem die Praktika sind halt wichtig, um Kontakte zu knüpfen. Die meisten Absolventen, die ich kenne, haben ihre ersten Job nach dem Studium durch eines ihrer Praktika oder ihre Werkstudententätigkeit bekommen.

Wer von den "besseren" Fällen nun zum Schluss die steilere Karriere hinlegen kann - der duale Student beim globalen Großkonzern oder der Unistudent mit hochwertigen Praktika - dürfte sich nicht viel nehmen. Den Master sollte man sowieso machen und spätestens da ist auch die Trennung Uni FH endgültig aufgehoben, da der Absolvent des dualen Studiums problemlos unter anderem durch die genannte Fernuni Hagen seinen universitären Master erhalten kann. Den machen übrigens auch viele Uni-Absolventen, die nach dem Bachelor in einen Job eingestiegen sind.


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Achja, ganz übersehen: "Bist Du an der Uni nicht genommen worden, oder was ist Dein Problem?"

Du wirst staunen - ich habe ein abgebrochenes duales Studium hinter mir und bin dann an die (renommierte, höhö!) Uni gewechselt.
Dass ich abgebrochen habe liegt allerdings daran, dass sich einfach meine fachlichen Interessen verschoben haben, und nicht daran, dass es mir zu blöd und unvorteilhaft gewesen wäre. Im Gegenteil - schon während des Studiums jeden Monat verhältnismäßig viel Geld, Zuschüsse für die eigene Wohnung, Spesen bei Praxiseinsätzen in anderen Städten oder gar im Ausland, eigenes Auto problemlos finanzierbar, nach dem Studium schon einen gutbezahlten Job sicher - hach, das waren Zeiten... Könnte ich die Zeit zurückdrehen, würde ich es durchziehen und nicht auf meinen post-jugendlichen Leichtsinn mit "du musst studieren, was dir zu 100% Spaß macht! Außerdem willst du doch ein richtiges Studentenleben haben, wie man es in all den lustigen Filmen sieht!" hören... ;)


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

@Kollege der sagt, dass Uniabsolvente nur Top-Jobs habe

Das ist der beste Witz des Tages, wobei du mit deinem Beitrag nicht ganz unrecht hast. 99 Prozent der Uniabsolventen machen genau diese langweiligen Jobs a la Privatkundenberater und verkaufen irgendwelche Produkte, sind Sachbearbeiter im Controlling oder Häckchenmacher bei den BIG4.

Vllt. bist Du noch in den unteren Semestern, aber im IB werden definitiv keine Wunder vollbracht, wozu ein Uniabsolvent nötig wäre bzw. im IB arbeiten mind. 80 Prozent über Vitamin B, es sein denn du bist ein Monster Nerd im Bereich Finance mit entsprechendem Background oder eine sehr attraktive lockere Frau. Also erzähl hier bitte keinen.

Das Uni-Studium ist viel schwieriger als Fh oder ähnliches, ABER in der Praxis ist es vollkommen EGAL, da Jobs in der Regel (auch in UBs und IBs) trivial.

Woher ich das weiß? -> 8 Jahre London IB Trading (Vitamin B).


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Jetzt geht das wieder los... ist es so schwer zu akzeptieren, dass man, wenn man sich für eine Mischung aus Ausbildung und Studium, bei 1,33-fachem Workload (War bei meiner kurzen BA-Erfahrung so) entscheidet danach einen Abschluss hat, der eine 2/3 Ausbildung und ein 2/3 Studium repräsentiert? (Bei normalen WL, was sicher auch oft vorkommt dann eben 1/2 + 1/2.)

Davon abgesehen: Wenn Praxis das Wichtigste wäre könnte man immer noch vom Azubi zum Geschäftsführer aufsteigen. (Was zwar selten geht, aber, wie die IBM-BAlerin, eher doch nicht die Regel ist.)

PS: Bilanzierung I wurde an meiner BA vom gleichen Dozenten gehalten wie an meiner späteren Uni... eine Anrechnung war trotz 1,0 nicht möglich. ("Schauen sie sich doch mal beide Skripte an.")


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ihr beiden seid ja echt lustig. Tauscht doch Emailadressen aus und nervt uns nicht. Das liest doch eh keiner oder haltet die Beiträge kürzer damit wir weiter mitlachen können. Die Akademiker der nächsten Generation....LoL

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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Aber ansonsten musst du mir mal die Stellenausschreibungen zeigen, die explizit sagen, dass sie einen Uni(!)-Bachelor/Master wollen und dafür vielleicht sogar nicht mal Praxiserfahrung fordern. Sofern sie überhaupt existieren, dürften es sehr, sehr wenige sein - und somit ist es insgesamt sinnvoller, auf einen guten Abschluss und möglichst viel Praxiserfahrung zu setzen, als auf einen perfekten Abschluss und null Praxiserfahrung."

Wie Stellenausschreibungen aussehen bzw. wer damit angesprochen wird, hat sehr viel mit dem AGG zu tun - eine Farce, ist aber so. Außerdem ist Praxiserfahrung - mal davon abgesehen, dass sie überbewertet wird, denn so gut wie jeder kann sich auch ohne Erfahrung mal einarbeiten - nicht gleich Praxiserfahrung. Mehr ist nicht gleich besser, und es kommt vor allem bei manchen darauf an, WAS eigentlich für Praxiserfahrungen gesammelt wurden und nicht einfach nur, DASS welche vorhanden sind.

"Wissen nützt dir nichts, wenn du keine Verbindung zur Praxis herstellen kannst."

Du hast irgendwie einen Praxistick und scheinbar wenig Bezug zu Wissen und Denkvermögen. Ich frage mich, wie man darauf kommen kann, dass viel Wissen automatisch bedeuten muss, dass man weniger "anpacken" kann als andere.

"Siehe oben - die Stellenausschreibung will ich sehen. Und zwar außerhalb des Investmentbanking-/Analystenbereichs - aber gerne auch da, jetzt, wo ich dir den Tipp schon gegeben habe. Diese Bereiche hättest du nämlich schon längst angeführt, wenn du wüsstest, wovon du da redest."

Oje komm, weißt Du eigentlich, wovon Du redest? Weißt Du eigentlich, was ein Analyst überhaupt ist? Bzw. wie dieser Begriff heutzutage verstanden werden soll? Ach ja, ich zum Beispiel arbeite nicht im IB. Ich arbeite zum Beispiel in einer Branche, die gerne in einem Atemzug mit IB genannt wird. Und dort gibt es relativ wenige, die nicht an einer Uni waren. Das ist ziemlich typisch.

"Bedeutungslose Hochschule? Informiere dich doch mal über die Nordakademie Elmshorn. Und schau dir vielleicht auch mal unterschiedliche Rankings an - dann wirst du feststellen, dass diese Privathochshule, die von der Wirtschaft gegründet worden ist und getragen wird, ganz oben und somit auch im Ansehen bei Arbeitgebern weit vor vielen ach so tollen Unis liegt. ;)"

Hast Du schon mal überlegt, Alleinunterhalter zu werden?
Unternehmen haben oft ihre falschen Präferenzen. Aber nenne doch mal bitte ein paar Namen von (bitte bekannten) Unternehmen, die die "Hai Podänschls" von dieser "Kaderschmiede", von der ich noch niemals irgendetwas gehört habe und ich auch nicht denke, damit viel verpasst zu haben, Uniabsolventen vorziehen.
Ich könnte fast darüber lachen, was Du da süßerweise schreibst, aber nur fast;-)

"Leute von der Uni werden in der Wirtschaft vor allem eingestellt, wenn sie Praktika gemacht, also Praxiserfahrung gesammelt haben. Wie gesagt - zeig mir die Stellenausschreibung zum Abteilungsleiter, die explizit einen Uni-Abschluss und vor allem keine Praxiserfahrung fordert. Gerade Projekt-/Abteilungsleiter ist ein Job, dem duale Studenten zum Berufseinstieg mindestens sehr nahe kommen - eben weil sie während des Studiums dort schon umfangreich eingearbeitet worden sind. Da hast du als Uniabsolvent ohne Praxiserfahrung keine Chance, egal, wie großartig tiefgründig dein Wissen ist."

Ich habe niemals die Realität geleugnet, dass Praxiserfahrung eine notwendige Bedingung ist. Außerdem wird es nicht viele von der Uni geben, die keinerlei Praxiserfahrung haben. Aber was Unternehmen für Ansprüche haben, darf ohnehin nicht zu ernst genommen werden. Jedoch scheinst Du mich in vielerlei Hinsicht falsch zu verstehen. Du betreibst hier eine Schwarz-Weiß-Malerei und ich frage mich ernsthaft, wie man so verbissen sein kann - ohne Grund.

"Was ich die ganze Zeit sage, ist, dass man auch als allwissender, unfehlbarer Uni-Student Praktika absolvieren muss, um in der Wirtschaft gute Chancen zu haben - so ist die Realität und das solltest du eigentlich auch wissen."

Guten Morgen! Gut geschlafen? Und: Habe ich das jemals bestritten? Ich sagte, dass Praxiserfahrung ÜBERBEWERTET wird. Alleine diese Aussage impliziert bereits, dass ich um die der Praxiserfahrung BEIGEMESSENE WICHTIGKEIT weiß!

"Das sag mal den Sozialversagern, mit denen ich momentan an der Uni studiere. Schreiben grandiose Arbeiten und haben zweifelsfrei ein beeindruckendes wissen - bei Bewerbungsverfahren werden sie aber massive Schwierigkeiten kriegen, weil sie nicht in der Lage sind, jemanden beim Reden anzusehen und nicht ins Stottern zu kommen."

5 Euro in die Pauschalisierungskasse. Kennst Du einen, kennst Du alle - klar;-)

"Auch hier bist du mir wieder die repräsentativen Stellenausschreibungen schuldig, die explizit Uni-Abschlüsse fordern, weil alle anderen dafür ja zu unterbelichtet sind."

Wenn Du ach so viel Ahnung von der Praxis hättest, würdest Du vielleicht auch mehr davon wissen, wie Stellenausschreibungen gemacht werden und was dabei alles beachtet werden muss. Ich habe bereits auf das AGG angspielt. Kannst Du mir sagen, was das ist? Bei Deiner Praxiserfahrung müsstest Du eigentlich einen halben Roman davon erzählen können.

"Der duale Student wird aber wohl trotzdem etwas länger brauchen, weil er den Master in der Regel schon berufsbegleitend macht. Während du also nach deinen 3 Jahren Bachelor noch 2 Jahre für den Master an der Uni rumhängst, ist der duale Student längst übernommen und geldverdienend im Job, während er seinen Uni-Master macht. Und die Fernuni Hagen ist übrigens sehr angesehen"

An renommierten Unis werden die wenigsten "herumhängen". Dass die Fernuni Hagen sehr angesehen ist, ist leider nicht ganz richtig. Auch ich würde gerne ein weiteres Studium über diesen Weg absolvieren. Es wäre gerecht, wenn die Fernuni ein bisschen mehr Ansehen hätte, aber viele Unternehmen sind noch nicht so weit. Es ist im Übrigen der Sinn einer Fernuni, diese berufsbegleitend zu "besuchen" - das ist eher sogar die Regel.

"Die dualen Studenten dort können nur müde lächeln, wenn du ihnen von deinem 20-Semesterwochenstunden-Unistudium erzählst."

Ich werde nur müde lächeln, wenn ich feststelle, dass die von jedem zweiten Uni-Zweitsemester alleine auf Grund der analytischen Fertigkeiten in die Tasche gesteckt werden. 20h Uni pro Woche heißt im Übrigen nicht, dass nach diesen 20h auch Schluss ist mit Lernen. Die Fülle des Stundenplans sagt wenig über die Studienbelastung aus. Es gibt darüber hinaus keinen sehr eindeutigen Zusammenhang zwischen Stundenzahl Uni und Stundenzahl Aufwand jenseits der Veranstaltungen. Im Übrigen kenne ich in Deutschland lediglich eine einzige "renommierte" Fachhochschule - diese ist (natürlich) im Süden, und heißt ESB Reutlingen. Ich würde nicht auf die schwören, weil ich allgemein wenig von Fachhochschulen halte, aber zumindest habe ich alles in allem ausschließlich positive Dinge über diese Institution und ihre Absolventen gehört.

"Genauso sollte der Unistudent zusehen, dass er während des Studiums Praxiserfahrung sammelt, um nach dem Studium nicht monatelang nach einem Praktikum suchen zu müssen und so dann irgendwann mal den Berufseinstieg zu schaffen."

Außer in Fällen der Wirtschaftskrise, eigenem Unvermögen oder Pech wirst Du wenige Uniabsolventen antreffen, die "freiwillig" NACH dem Studium ein Praktikum machen.

"Vor nicht mal einem Jahr ist eine neue Chefin für IBM Deutschland aufgetaucht - und wo hat sie studiert? An der Berufsakademie."

Wer sagt, dass diese Person auf akzeptablem Wege dahingekommen ist? Gerade bei Frauen ist das ja so eine Sache... aber das wäre jetzt ein bisschen provokant.

"Wenn das duale Studium so wertlos wäre, wie du es darstellst, dann würden riesige Konzerne wie IBM es wohl kaum anbieten und vor allem keine so hohen Einstellungshürden an die Bewerber stellen."

Ich gestehe dem dualen System, wenn Du schon IBM nennst, gerne zu, dass es vor allem im IT-Bereich (Studium der Wirtschaftsinformatik) relativ viel Sinn macht. Dies liegt in der Natur des IT-Sektors.

"Auch auf Internetseiten von so "unbedeutsamen" Hochschulen wie der Nordakadmie wirst du zahlreiche Alumni finden, die schlicht und ergreifend beweisen, dass du völlig falsch liegst, wenn du glaubst, ein dualer Student könnte keine äußerst erfolgreiche Karriere hinlegen"

Nur, weil jemand Karriere macht, heißt es noch lange nicht, dass dies auch mit rechten Dingen zugeht. Schau doch mal in die Promiwelt - da kriegst Du haufenweise Beispiele vorgeführt, wie man auch ohne jegliches Talent und ohne jede Leistung "weit kommen" kann. Grundsätzlich: Nur weil es etwas GIBT, heißt es noch lange nicht, das dies auch in Ordnung ist.

"Es ist eher die Regel als die Ausnahme."

Da musst erst einmal den Begriff der "erfolgreichen Karriere" definieren - das wird nicht so einfach.

"Geht man einfach an die nächstbeste Uni und studiert da, um mit Ach und Krach irgendwie durchzukommen, ohne Praktika, dann sieht es hinterher auch nicht gut aus."

Das hat keiner bestritten.


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"@Kollege der sagt, dass Uniabsolvente nur Top-Jobs habe"

Habe ich nie behauptet. Ich habe gesagt, dass die Top-Jobs primär an Uniabsolventen vergeben werden (sollen). Diese kommen am Weitesten, tendenziell.

"99 Prozent der Uniabsolventen machen genau diese langweiligen Jobs a la Privatkundenberater und verkaufen irgendwelche Produkte, sind Sachbearbeiter im Controlling oder Häckchenmacher bei den BIG4."

99 ist ein bisschen hochgegriffen, aber wenn man seine Prioritäten in solchen Jobs hat oder aus irgendwelchen Gründen erst mal oder nie etwas "Besseres" bekommt, macht man genau das.

"Vllt. bist Du noch in den unteren Semestern, aber im IB werden definitiv keine Wunder vollbracht, wozu ein Uniabsolvent nötig wäre..."

Ich bin Alumnus und Unternehmensberater, Du Atomphysiker!

"...bzw. im IB arbeiten mind. 80 Prozent über Vitamin B, es sein denn du bist ein Monster Nerd im Bereich Finance mit entsprechendem Background".

Danke, das weiß ich auch!

"... oder eine sehr attraktive lockere Frau."

Die haben dort nichts verloren, aber irgendwoher kommt ja die eine oder andere Krise. Nicht alles in der Arbeitswelt wird nach Leistung bewertet. Da hast Du recht.

"Also erzähl hier bitte keinen."

Tue ich nicht.

"Woher ich das weiß? -> 8 Jahre London IB Trading (Vitamin B). "

Du bist ein ganz toller Hecht. Blöderweise weiß ich das alles auch - und bin erst seit einem guten Jahr im Berufsleben!


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Frauen haben im IB nichts verloren!Das ist auch meine Meinung.Männer haben einfach mehr Durchstzungskraft und Ausdauer!

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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Jepp. Es sollte in der Arbeitswelt ein bisschen pragmatischer gedacht werden. Aber "zum Glück" gibt's zu alledem noch von der Leyen und Schröder... aber jetzt verlieren wir uns;-)

Back to topic.

Und bitte: Keine Medizin-Themen mehr;-)


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Davon abgesehen: Wenn Praxis das Wichtigste wäre könnte man immer noch vom Azubi zum Geschäftsführer aufsteigen. (Was zwar selten geht, aber, wie die IBM-BAlerin, eher doch nicht die Regel ist.)"

Praxis ist sicher nicht "das Wichtigste", aber eben auch nicht zu vernachlässigen.

"PS: Bilanzierung I wurde an meiner BA vom gleichen Dozenten gehalten wie an meiner späteren Uni... eine Anrechnung war trotz 1,0 nicht möglich. ("Schauen sie sich doch mal beide Skripte an.")"

Ein duales Studium ist seit ein paar Jahren schon mehr als eine "bessere" Ausbildung. Da du explizit von BA sprichst, gehe ich davon aus, dass du auch wirklich an einer BA und keiner FH warst. Da ist das mit der Anrechnung natürlich schwierig - und da würde ich auch nicht abstreiten, dass die Abschlüsse "weniger" wert waren/sind als ein akademischer. Heutzutage werden Studenten in der Regel aber nicht mehr an BAs sondern eben wirklich an FHs geschickt und machen somit einen Bachelor, der nach Bologna dem Uni-Bachelor gleichsteht.

So - und nun, damit wir uns auch weiter im Kreis drehen können:

"Wie Stellenausschreibungen aussehen bzw. wer damit angesprochen wird, hat sehr viel mit dem AGG zu tun - eine Farce, ist aber so. Außerdem ist Praxiserfahrung - mal davon abgesehen, dass sie überbewertet wird, denn so gut wie jeder kann sich auch ohne Erfahrung mal einarbeiten - nicht gleich Praxiserfahrung. Mehr ist nicht gleich besser, und es kommt vor allem bei manchen darauf an, WAS eigentlich für Praxiserfahrungen gesammelt wurden und nicht einfach nur, DASS welche vorhanden sind."

Das streite ich nicht ab und habe auch vorhin schon gesagt, dass beispielsweise ein duales Studium - oder eben auch ein Praktikum - bei der Sparkasse Hintertupfingen nicht mit einem bei einem Großkonzern vergleichbar ist.
Allerdings - und das weiß ich aus eigener Erfahrung - übernehmen duale Studenten in ihren Unternehmen in aller Regel spannendere und verantwortungsvollere Aufgaben als externe Praktikanten.

"Du hast irgendwie einen Praxistick und scheinbar wenig Bezug zu Wissen und Denkvermögen. Ich frage mich, wie man darauf kommen kann, dass viel Wissen automatisch bedeuten muss, dass man weniger "anpacken" kann als andere."

Du hast irgendwie einen Theorietick und scheinbar den Bezug zur Realität verloren. Aber macht nichts, das passiert vielen, die sich in der Uni permanent mit wissenschaftlichem Arbeiten beschäftigen, ohne sich auch nur ein einziges Mal anzuschauen, wie das alles eigentlich in der Wirklichkeit funktioniert.

Ich habe nirgendwo behauptet, dass viel Wissen automatisch bedeutet, man könne weniger "anpacken".

"Oje komm, weißt Du eigentlich, wovon Du redest? Weißt Du eigentlich, was ein Analyst überhaupt ist? Bzw. wie dieser Begriff heutzutage verstanden werden soll? Ach ja, ich zum Beispiel arbeite nicht im IB. Ich arbeite zum Beispiel in einer Branche, die gerne in einem Atemzug mit IB genannt wird. Und dort gibt es relativ wenige, die nicht an einer Uni waren. Das ist ziemlich typisch."

Du bist Unternehmensberater. Weißt du, was duale Studenten bei IBM in aller Regel am _Anfang_ ihrer Karriere - direkt nach dem Bachelor - werden? Unternehmensberater.
Auch andere Unternehmensberatungen wie beispielsweise Accenture stellen gerne Fachhochschulabsolventen ein.
Das Uni-Monopol, das du dir wünschst, existiert nicht. Es kommt sehr häufig nicht auf den Abschluss an, sondern darauf, was man daraus gemacht hat und wo man während des Studiums so war.

"Unternehmen haben oft ihre falschen Präferenzen. Aber nenne doch mal bitte ein paar Namen von (bitte bekannten) Unternehmen, die die "Hai Podänschls" von dieser "Kaderschmiede", von der ich noch niemals irgendetwas gehört habe und ich auch nicht denke, damit viel verpasst zu haben, Uniabsolventen vorziehen."

Jaja, die Unternehmen sind Schuld und haben falsche Präferenzen, wenn sie lieber jemanden mit Praxiserfahrung im richtigen Bereich und guten Arbeitszeugnissen von der FH als dich von irgendeiner x-beliebigen Uni einstellen. Süß. ;)

Unternehmen, die auf diese Hochschule setzen und auch ihre eigenen dualen Studenten dort hinschicken, hättest du ganz einfach selbst rausfinden können, wenn du dich mal informieren und nicht nur blind rumpöbeln würdest.
Aber extra für dich ein paar: Airbus, Allianz, Axel Springer, BP, E.ON Hanse, Lufthansa, Philips und noch einige andere.

Übrigens überrascht es mich natürlich nicht, dass du von der Nordakademie bei deinem Anti-FH-Tunnelblick noch nie gehört hat. Nur für dich: Es ist die erste Hochschule, die unmittelbar direkt von der Wirtschaft gegründet wurde und bis heute von ihr getragen wird. Zu den Trägern gehören Arbeitgeberverbände wie Nordmetall.
Aber natürlich völlig klar - auch wenn diese Privat-FH ausschließlich im Interesse namhafter wirtschaftlicher Träger besteht, handelt und lehrt, wird man hier als Absolvent nieeeemals gute Aussichten in der Wirtschaft haben, denn es ist ja trotzdem noch eine FH und kein Elfenbeinturm. Du bist schon putzig. :)

"Ich habe niemals die Realität geleugnet, dass Praxiserfahrung eine notwendige Bedingung ist. Außerdem wird es nicht viele von der Uni geben, die keinerlei Praxiserfahrung haben. Aber was Unternehmen für Ansprüche haben, darf ohnehin nicht zu ernst genommen werden. Jedoch scheinst Du mich in vielerlei Hinsicht falsch zu verstehen. Du betreibst hier eine Schwarz-Weiß-Malerei und ich frage mich ernsthaft, wie man so verbissen sein kann - ohne Grund."

Und wieder urteilst du darüber, welche Ansprüche bei Unternehmen vernünftig und welche nicht sind. Und dann bezeichnest du mich als verbissen? Ich war von uns beiden nicht derjenige, der mit Beschimpfungen wie "Schmalspurakademiker" (oder auch: "Du Atomphysiker", "toller Hecht",...) um sich geworfen hat und ich war auch nicht derjenige, der bei einer ihm nicht genehmen Meinung gleich "das gehört auf den Index!", "verbieten!, "pass mal auf, was du sagst!" geschrien und andere beschimpft hat.
Wenn etwas, verbissen ist, dann dieses - also dein - Verhalten. Und im Zusammenhang mit dieser Pöbelei, diesem regelrechten Hass, der da aus dir rausgebrochen ist kann ich dir nur sagen: Getroffene Hunde bellen. Offensichtlich deprimiert es dich, dass Leute mit einem soooo viel einfacheren Studium von der FH ganz ähnliche Karrierechancen wie du haben - und im Rahmen ihres dualen Studiums sogar schon fürs Studieren gut bezahlt werden und eine Übernahmegarantie in gutbezahlte Positionen haben. Sicher ist das möglicherweise nicht fair, wenn du dir an der Uni tatsächlich so viel mehr Mühe gegeben haben solltest - aber so ist das Leben. Kein Grund, andere Leute zu beschimpfen und ihre Meinungen verbieten(!!!) zu wollen. Geh nach China, wenn dir Meinungsfreiheit nicht passt - mit deinem Unistudium kommst du international doch so toll unter.

"Guten Morgen! Gut geschlafen? Und: Habe ich das jemals bestritten? Ich sagte, dass Praxiserfahrung ÜBERBEWERTET wird. Alleine diese Aussage impliziert bereits, dass ich um die der Praxiserfahrung BEIGEMESSENE WICHTIGKEIT weiß!"

Bullshit, du hast Praxis als wertlos bezeichnet. Deine Worte: "Ein Unternehmen kennenzulernen ist genau so wertlos wie Praxis an sich. Praxis kann jeder. Studieren nicht."
Zu sagen, dass etwas überbewertet wird, ist etwas ganz anderes, als es als wertlos hinzustellen. Deine Aussagen sind teilweise - vor allem auch im Hinblick auf deine tollen, gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung gerichteten Verbotsforderungen - an engstirniger Arroganz nicht zu überbieten.

"5 Euro in die Pauschalisierungskasse. Kennst Du einen, kennst Du alle - klar;-)"

Ich hab nirgendwo behauptet, dass ich von den Sozialversagern, die ich an der Uni kenne, auf alle schließe. Ich habe damit nur gesagt, dass Praxis eben doch nicht wertlos ist. Und genau so hast du das nun mal geschrieben.
Pauschalisieren tut eher jemand, der von einem dualen Studenten auf einer Party, der nicht mal weiß, wie man einen Optionspreis rechnet, darauf schließt, dass an FHs grundsätzlich ein niedriges Niveau herrscht.

"Wenn Du ach so viel Ahnung von der Praxis hättest, würdest Du vielleicht auch mehr davon wissen, wie Stellenausschreibungen gemacht werden und was dabei alles beachtet werden muss. Ich habe bereits auf das AGG angspielt. Kannst Du mir sagen, was das ist? Bei Deiner Praxiserfahrung müsstest Du eigentlich einen halben Roman davon erzählen können."

Warte, du fragst mich nach meiner Praxiserfahrung? Ich dachte, Praxiserfahrung sei "wertlos"?
Ich weiß, was das AGG ist - sogar so gut, dass ich auch weiß, dass jemand, der die Meinungsfreiheit verabscheut, es sicher am liebsten abschaffen würde, nicht wahr? ;)
Und ich weiß auch, was Personaler namhafter Unternehmen zum Thema Uni/ FH sagen. An die Meinungen kommt man relativ einfach, denn man kann ihnen auch einfach mal Mails schreiben - es sind Menschen und sie antworten!

Ich habe schon mit so einigen Personalern gesprochen, mit welchen von der Axel Springer AG bis Exxon - die Meinung ist überall dieselbe: Praxiserfahrung ist schon fast wichtiger als der Abschluss selbst. Leute, die mit popeligen 2-3 Monaten Praktikum von der Uni kommen, werden zu Vorstellungsgesprächen nicht mal eingeladen, wenn sie da nicht gerade etwas wirklich besonderes gemacht haben und sich gut verkaufen können. Bei einem dualen Studenten, der gut 2 Jahre Praxiserfahrung sammeln konnte und zudem einen akademischen Titel erhalten hat, sieht es schlicht und ergreifend anders aus. Komm damit zurecht, sieh es ein. Und ich weiß - die Unternehmen haben ja völlig falsche Prioritäten und werden irgendwann sicher alle untergehen, weil sie nicht auf dich Top-Unternehmensberater, der genau weiß, dass Uni-Absolventen alles viel besser können als FHler und dass man jede andere Meinung verbieten sollte, gehört haben.

"Außer in Fällen der Wirtschaftskrise, eigenem Unvermögen oder Pech wirst Du wenige Uniabsolventen antreffen, die "freiwillig" NACH dem Studium ein Praktikum machen."

Ich kenne so einige Absolventen verschiedenster Fachrichtungen, die jetzt Praktika machen müssen, weil sie das während des Studiums versäumt bzw. nicht oft genug gemacht haben. Die "ermutigenden" Worte eines Profs dazu: "Spätestens nach einem halben Jahr kommt eigentlich jeder irgendwo unter."
Tja - mit einem dualen Studium muss man sich von derartigen Worten überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lassen.

"Wer sagt, dass diese Person auf akzeptablem Wege dahingekommen ist? Gerade bei Frauen ist das ja so eine Sache... aber das wäre jetzt ein bisschen provokant."
"Nur, weil jemand Karriere macht, heißt es noch lange nicht, dass dies auch mit rechten Dingen zugeht. Schau doch mal in die Promiwelt - da kriegst Du haufenweise Beispiele vorgeführt, wie man auch ohne jegliches Talent und ohne jede Leistung "weit kommen" kann. Grundsätzlich: Nur weil es etwas GIBT, heißt es noch lange nicht, das dies auch in Ordnung ist."

Du bist natürlich der einzige, der das Recht dazu haben sollte, zu bestimmen, nach welchen Maßstäben etwas "in Ordnung" ist und "mit rechten Dingen" zugeht. Das haben wir ja jetzt schon begriffen.

Weißt du, du beschimpfst hier Leute, forderst Meinungsverbote, stellst Praxiserfahrung als "wertlos" dar und stellst dann in dem Zusammenhang auch noch den Anspruch, zahlreichen Unternehmen unterstellen zu können, sie würden völlig falsche Prioritäten setzen - und dann bepöbelst du andere Leute noch als "verbissen".
Als Akademiker sollte man die Weitsicht und den Intellekt besitzen, zu erkennen, dass es unter diesen Aspekten nur noch lächerlich ist, anderen dann auch noch zu sagen, sie hätten keinen "Bezug zu Wissen und Denkvermögen". Dein ganzer Diskussions- und Argumentationsstil ist durchzogen von Beschimpfungen und Unsachlichkeiten - du bist offensichtlich zutiefst deprimiert, dass die Welt nicht so funktioniert, wie du sie gerne hättest. Die Menschen, die erkannt haben, wie die Welt funktioniert, sind daran aber nicht Schuld.

Insgesamt hast du dich hier schon allein durch deine Pöbeleien einfach nur disqualifiziert. Wenn du so überzeugt von deiner Meinung bist, warum musst du dann andere beschimpfen? Warum musst du das Verbot von anderen Meinungen fordern? Offensichtlich, weil du doch weißt, dass deine eigene Meinung nicht unbedingt im Einklang mit der Realität steht. Es ist das, was ich oben schon geschrieben habe: Getroffene Hunde bellen.
Es macht dich sauer, dass primitive, nichtswissende, regelrecht dumme Schmalspurakademiker - ich nenne sie immer noch duale Studenten - ihr Studium finanziert kriegen, zum Schluss einen Bachelor (der genau so viel wert ist, wie dein Uni-Bachelor, den Master können sie auch noch machen) erhalten und von ihrem Unternehmen, sofern es ein vernünftiges ist, zu guten Konditionen übernommen werden und Aufstiegschancen haben.
Das macht dich wütend und deswegen haust du hier alles raus, was du hast, von Grundgesetzfeindlichkeiten bis zu Beleidigungen. Starke Leistung, die meine Meinung nur festigt - du hast dich disqualifiziert und bist nicht in der Lage, glaubwürdig und sachlich zu diskutieren/argumentieren, weil du mit deiner eigenen Situation offenbar viel zu unzufrieden dafür bist. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich über dich lachen oder Mitleid mit dir haben soll.

Oben hat es jedenfalls schon jemand angeführt - die Diskussion wird lächerlich und nervig, wir drehen uns im Kreis. Ich weiß jetzt schon, was dir zu meinen oben angeführten Punkten alles einfallen wird und du wirst in dem Moment vermutlich auch wissen, was ich dann wieder dazu schreiben würde. Lassen wir es einfach beliben.

Wer gut ist, sinnvolle Praktika macht, sich also engagiert und dabei vielleicht schon die richtigen Leute kennenlernt, dem stehen auch viele Türen offen. Völlig egal, ob er von der Uni oder FH kommt, völlig egal, ob er BWL, VWL, Jura oder Politikwissenschaft mit Nebenfach prähistorische Archäologie studiert hat.


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nanana das ist aber nicht sehr zeitgemäß. In den USA wirst du dafür von deinen Mitarbeiterinnen verklagt.

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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Heutzutage werden Studenten in der Regel aber nicht mehr an BAs sondern eben wirklich an FHs geschickt und machen somit einen Bachelor, der nach Bologna dem Uni-Bachelor gleichsteht."

Eben! Glückwunsch, Bologna! Nun hast Du die Verdummung des deutschen Volkes sogar offiziell mehr als legalisiert!

"Du hast irgendwie einen Theorietick und scheinbar den Bezug zur Realität verloren. Aber macht nichts, das passiert vielen, die sich in der Uni permanent mit wissenschaftlichem Arbeiten beschäftigen, ohne sich auch nur ein einziges Mal anzuschauen, wie das alles eigentlich in der Wirklichkeit funktioniert."

Ich bin weder Student noch Doktorand. Ich bin fertiger Akademiker und seit mehr als einem in der ach so tollen Praxis "da draußen".

"Das Uni-Monopol, das du dir wünschst, existiert nicht"

Danke, habe ich auch schon festgestellt. Ich habe auch grundsätzlich kein Problem damit, dass bei Accenture (wovon ich übrigens herzlich wenig halte) auch Nicht-Uniabsolventen sind. Sofern sie sich für das eignen, was man von Ihnen erwartet, ist das ja in Ordnung. Ist ohnehin eine sehr IT-lastige Beratung. Und IT ist für mich ohnehin jenseits von Gut und Böse. Da kann ich es gut nachvollziehen, dass die nicht so sehr auf die Institution schauen. Bedarf an Absolventen mit IT-Hintergrund gibt es ja mehr als genug.

"...als dich von irgendeiner x-beliebigen Uni einstellen."

Ich habe hier nichts auf mich bezogen. Ganz abgesehen davon, komme ich gewiss nicht von "irgendeiner x-beliebigen Uni".

"Zu sagen, dass etwas überbewertet wird, ist etwas ganz anderes, als es als wertlos hinzustellen."

Das ist Interpretationssache. Meine Ansicht ist meine Ansicht - das hat ja nichts damit zu tun, wie die Realität aussieht. Entsprechend reagiere ich darauf und beurteile die Realität.

"Ich weiß, was das AGG ist - sogar so gut, dass ich auch weiß, dass jemand, der die Meinungsfreiheit verabscheut, es sicher am liebsten abschaffen würde, nicht wahr? ;"

Damit hast Du mich ausnahmsweise sogar richtig eingeschätzt;-) Das AGG ist in seinem Konzept eine Farce, jedoch nicht ganz unbegründet. Aber was die Unternehmen daraus machen, geht auf keine Kuhhaut. Damit reden die sich aus allem raus, schreiben unpersönliche Absagetexte, machen es sich extrem leicht und Bewerbern extrem schwer, weil sie - um bloß nicht in Konflikt mit dem Gesetz geraten - Sachen in eine Stellenbeschreibung schreiben, die für sie nicht interessant sind (zum Beispiel Studienrichtung), aber auf Grund ihrer angeblichen Angst nicht zu viele potenzielle Bewerber von vornherein ausschließen wollen.

"...die Meinung ist überall dieselbe: Praxiserfahrung ist schon fast wichtiger als der Abschluss selbst. Leute, die mit popeligen 2-3 Monaten Praktikum von der Uni kommen, werden zu Vorstellungsgesprächen nicht mal eingeladen, wenn sie da nicht gerade etwas wirklich besonderes gemacht haben und sich gut verkaufen können"

Das stimmt - trautige Realität, für die ich niemals Verständnis hatte und niemals haben werde. Und ich bin seit über einem Jahr im Beruf, sicherlich nicht viel. Aber lustigerweise haben sich meine Ansichten aus dem Studium bis heute nicht geändert.

"...Komm damit zurecht, sieh es ein."

Eher gebe ich mir die Kugel;-) Ich werde mit meiner Meinung IMMER im Recht bleiben.

"Tja - mit einem dualen Studium muss man sich von derartigen Worten überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lassen"

Tja, ich habe gewisse Werte und Ideale und einfach zu viel Niveau, um so ein Geschwätz ernst zu nehmen. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Uniabschluss (also richtigem Akademikersein) plus Arbeitslosigkeit und einem Pseudo-Akademikerabschluss plus (gutbezahlten und interessanten) Job, würde ich mich für ersteres entscheiden. Erkläre mich ruhig für verrückt. Da bin ich stolz darauf.

"Die Menschen, die erkannt haben, wie die Welt funktioniert, sind daran aber nicht Schuld"

Okidoke, der Punkt geht an Dich.

"... zum Schluss einen Bachelor (der genau so viel wert ist, wie dein Uni-Bachelor, den Master können sie auch noch machen)..."

Ich habe keinen Uni-Bachelor. Ich habe ein Uni-Diplom. Der Bachelor von der Uni ist durch eigentlich keine andere Hochschulform zu ersetzen, und Bologna hat die deutsche Akademikerlandschaft völlig zerstört. Deutschland ist nun auch akademisch dem Untergang geweiht durch das Ganze.
Eine solche Gleichstellung - auch wenn sie mich (Gott sei Dank) niemals betraf werde ich nie und nimmer akzeptieren. Da können andere labern, was sie wollen.

"Das macht dich wütend und deswegen haust du hier alles raus, was du hast, von Grundgesetzfeindlichkeiten bis zu Beleidigungen. Starke Leistung, die meine Meinung nur festigt - du hast dich disqualifiziert und bist nicht in der Lage, glaubwürdig und sachlich zu diskutieren/argumentieren, weil du mit deiner eigenen Situation offenbar viel zu unzufrieden dafür bist. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich über dich lachen oder Mitleid mit dir haben soll."

Ich liege nicht auf der Couch, schon gar nicht auf Deiner. Komm mir nicht mit der Küchenpsychologie - jetzt machst DU DICH lächerlich,-9

"Wer gut ist, sinnvolle Praktika macht, sich also engagiert und dabei vielleicht schon die richtigen Leute kennenlernt, dem stehen auch viele Türen offen. Völlig egal, ob er von der Uni oder FH kommt, völlig egal, ob er BWL, VWL, Jura oder Politikwissenschaft mit Nebenfach prähistorische Archäologie studiert hat."

Sammel mal ein bisschen Lebenserfahrung - und Du wirst merken, dass nicht alles immer nach Leistung (oder das, was man so nennen mag) bewertet wird.


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   09.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

In den USA schmeißt aber der richtige Chef die Mitarbeiterinnen raus, wenn diese zum Beispiel nicht hochgeschlossen genug herumlaufen.
In London, wo ich leider eine Weile kürzlich gearbeitet habe, laufen die wie das Letzte rum! So würde sich in Deutschland keine trauen, zur Arbeit zu kommen.
Und wer mich verklagen wollte, bitte;-) Ich habe immer Bock auf die Rache hinterher...;-)

Mal im Ernst: Ich kann mir meine Mitarbeiter auch aussuchen, wenn ich es möchte. Man entscheidet schließlich selbst, wo man sich bewirbt und wo man, falls man ein "Ja" bekäme, hingeht.


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   10.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Zeitgemäß"? Eher gebe ich mir die Kugel als zeitgemäß zu sein - das wäre nämlich Selbstverrat. Früher war vieles besser - auch die Geschlechterverteilung.

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   10.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Was is denn hier los! Jetzt macht mal nicht schlapp. Der letzte Beitrag war zu kurz, wie soll das nur weiter gehen. Die Dialoge waren so erfrischend und freundlich. Wie soll ich nur ohne auskommen....ahahahahahhhhhh

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   10.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

"Das ist Interpretationssache. Meine Ansicht ist meine Ansicht - das hat ja nichts damit zu tun, wie die Realität aussieht"

Gut, mit diesen Worten, denen ich mich natürlich anschließen muss, können wir diese Diskussion dann auch endlich abschließen. Es ist eben so - man kann erkennen, wie die Realität aussieht und entsprechend danach handeln, also ein beispielsweise (deiner Meinung nach) vergleichsweise einfaches duales Studium durchziehen und sich hinterher ein feines Leben machen. Diese Leute kann man nicht dafür verurteilen, denn sie richten sich eben an dem aus, womit man in der heutigen Arbeitswelt tendenziell am widerstandslosesten zurechtkommt (wobei ich ja nach wie vor finde, dass ein duales Studium alles, wirklich alles andere als ein Spaziergang ist, egal in welcher Fachrichtung - aber wie gesagt, meine Meinung).
Wälze deine Pöbeleien, die du am Anfang gegen duale/FH-Studenten losgelassen hast, auf die Marktpraxis, das System, das das alles so zulässt, um. Hasse nicht den Spieler, hasse das Spiel. ;)
Aber letztendlich tust du das ja, da du im Rahmen der Diskussion eher dazu übergangen bist, die Unternehmen an sich als die Studenten zu kritisieren. Auch, wenn hier Meinung und Realität sicher immer noch zwei Paar Schuhe sein können, ist das schon mal der komplexere Blick und auch vernünftigere Weg, als Individuen, die einfach nur versuchen, ihren Weg zu gehen, pauschal(!) als Schmalspurakademiker o.ä. zu beschimpfen. Ich denke, nüchtern betrachtet wirst du mir da rückblickend auch zustimmen können. ;)

"Ich werde mit meiner Meinung IMMER im Recht bleiben."

Das ist vor dem Hintergrund der Aussage, dass deine Meinung nicht unbedingt etwas mit der Realität zu tun haben muss, natürlich wieder etwas hoch gegriffen... Aber gut, zugegebenermaßen glaube ich ja auch, mit meiner Meinung im Recht zu sein. Und genau deswegen würden wir uns hier ewig im Kreis weiterdrehen, da auch Fakten - die ja mittlerweile gegeben sind und von dir als traurige Realität bezeichnet werden, wo ich mich dir in Teilen anschließen würde - nichts daran ändern, dass man halt immer noch seine Meinung hat. Und so weiter. ;)

"Tja, ich habe gewisse Werte und Ideale und einfach zu viel Niveau, um so ein Geschwätz ernst zu nehmen. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Uniabschluss (also richtigem Akademikersein) plus Arbeitslosigkeit und einem Pseudo-Akademikerabschluss plus (gutbezahlten und interessanten) Job, würde ich mich für ersteres entscheiden. Erkläre mich ruhig für verrückt. Da bin ich stolz darauf."

Das brauchst du mir nicht sagen, glaube ich dir auch so, und für verrückt halte ich dich deswegen noch lange nicht, dafür halten mich selbst viel zu viele Leute für verrückt. Ich habe mein erfolgsversprechendes duales Wirtschaftsinformatik-Studium abgebrochen, um an der Uni Politikwissenschaft zu studieren. ;)
Werde aufgrund der Berufsaussichten, mit denen ich jetzt konfrontiert bin - die sind beispielsweise nämlich auch mit massenhaft Praxiserfahrung eher deprimierend - aber zusehen, irgendwo im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich unterzukommen, denn das lässt sich mit meinem Interesse noch am ehesten vereinbaren (ganz im Gegensatz zu Informatik...). Am besten wohl in einem dualen (BWL-)Studium, denn ich bin in all der Zeit von 2 Jahren Krankenpflegehilfer übers abgebrochene duale Studium bis heute ja auch nicht jünger geworden... Zumindest aus meiner Sicht ist in diesem Fall die Bezahlung des Studiums und weitgehend sichere Übernahme direkt nach dem Bachelor schlicht und ergreifend goldwert.


"Sammel mal ein bisschen Lebenserfahrung - und Du wirst merken, dass nicht alles immer nach Leistung (oder das, was man so nennen mag) bewertet wird."

Ist halt tatsächlich die Frage, was man unter "Leistung" versteht. Ich habe genügend Lebenserfahrung bzw. kenne genügend Beispiele, um eben zu wissen, dass allein die Abschlussnote nicht die Gesamtleistung ausmacht. Genauso macht auch nur Praxiserfahrung keine Gesamtleistung aus. Es ist das Gesamtpaket aus beidem und vielleicht noch mehr, das einem auf diesem völlig überfluteten Akademikermarkt eine Chance gibt.
Mehr wollte ich damit nicht sagen, vielleicht hast du mich falsch verstanden. Würde mich jedenfalls wundern, wenn du das nicht auch so siehst.

"Ich habe keinen Uni-Bachelor. Ich habe ein Uni-Diplom. Der Bachelor von der Uni ist durch eigentlich keine andere Hochschulform zu ersetzen, und Bologna hat die deutsche Akademikerlandschaft völlig zerstört. Deutschland ist nun auch akademisch dem Untergang geweiht durch das Ganze.
Eine solche Gleichstellung - auch wenn sie mich (Gott sei Dank) niemals betraf werde ich nie und nimmer akzeptieren. Da können andere labern, was sie wollen."

Dass du ein Diplom hast, wusste ich nicht, ich hätte jetzt eher auf Master getippt.
Dann kann ich deine Aufregung allerdings auch verstehen - wobei ich finde, dass du dann nicht nur FHs sondern auch die heutigen Unis kritisieren solltest, denn dort sind die Zustände mittlerweile auch weitreichend unzumutbar bzw. bei weitem nicht mehr auf dem Niveau, das du aus Diplomzeiten gewöhnt bist. Ausgenommen sind da natürlich noch Jura und Medizin, weil dort (Gott sei Dank) nach wie vor das Staatsexamen gemacht wird - wobei es ja auch hier schon Pfeifen gibt, die das gerne ändern würden.

Hätte ich ein Diplom, wäre ich wohl auch angepisst, wenn ich sehen würde, wie Leute, die unter den teilweise katastrophalen Zuständen des Bachelor-/Master-Systems studieren, jetzt steile Karrieren machen können. Aber wie gesagt: Das gilt auch für Unis, wobei ich natürlich verstehen kann, dass du der FH tendenziell kritischer gegenüberstehst, wenn du zu Diplomzeiten studiert hast.

Ich habe das Diplom-System gar nicht mehr kennengelernt, vielleicht kommen daher auch unsere unterschiedlichen Meinungen zum Thema Uni, FH, Bildungsgrad und Berufsaussichten. Ich kenne nur Bologna, aus persönlicher Erfahrung an der FH wie auch an der Uni - und eigentlich muss ich sagen, dass es mir an der FH schon besser gefallen hat, da die Gruppen dort viel kleiner waren und sich nicht 100 Leute in einen Seminarraum, der vielleicht für die Hälfte konzipiert ist, quetschen müssen, wie es spätestens seit den Doppeljahrgängen und Riesenmassen an Studenten der Fall ist. So gab es an der FH auch einen ständigen Austausch zwischen Prof und Studierenden, sodass ich rückblickend grundsätzlich sagen würde, dass ich dort vielleicht sogar besser und mehr lernen konnte, als jetzt an der maßlos überfüllten Uni.

Insofern - wir sind in zwei unterschidlichen Hochschulsystemen "großgeworden" und da ist es auch nicht verwunderlich, dass wir die Dinge unterschiedlich betrachten. Da ich - genau wie du - natürlich aber trotzdem noch glaube, Recht zu haben, würden wir uns, wie schon festgestellt, ewig weiter im Kreis drehen. Also lass uns die Diskussion beenden, letztendlich reden wir von zwei unterschiedlichen Welten, die wir versuchen, auf die reale Welt anzuwenden oder in ihr zu erkennen. Die Diskussion würde nie ein Ende finden. ;)


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   10.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Für manche scheint dies ein sehr wichtiges Thema sein.
Strambeln sich ab, um dann festzustellen zu müssen, dass es die alten Seilschaften sind die über Karrieren entscheiden. FH oder Uni, eben dort wo du an der Quelle bist. Besser aber man fängt schon früher in einem Internat diese zu pflegen.


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   11.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

... bzw. geht schon in der Oberstufe zu solchen Organisationen wie Rotaract, am besten ist, wenn Papa oder Mama schon bei Rotary sind. Da wird einiges gedreht. Ich habe damals nie verstanden, was manche Mitschüler da machen - heute weiß ich es...;-)

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   11.01.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Best Practice in BWL:

Privatschule (Internat) -> Privatuni -> Karriere


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   05.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Warum ist das Thema eingeschlafen? War interessant

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   06.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wohl nicht für jeden!

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   06.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich finde, dass die Hürden für ein BWL-Studium einfach höher liegen müssten. Auch vom Stoff her. Es ist ein Studium, das jeder irgendie packen kann, wenn er/sie genug Fleiss hat zu lernen. DAfür braucht man einfach keine sehr große Begabung, sondern Sitzfleisch und Ausdauer.

WEnn ich bedenke, was für Leute manchmal BWL studieren und es packen... oje... mit denen soll ich konkurrieren, irgendwie lustig. Da muss man sich halt abheben. Beispielsweise könnte ich mir auch WInfo oder WIng als Master vorstellen. Mit Technik habens die meissten BWLer net so.


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   07.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es gibt aber auch andere Studiengänge, die reine Fleißsache sind. Das wird sich so schnell nicht ändern. Oder besser: Es wird sich niemals ändern.

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   10.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Naja, wenn ich mir so ansehe, wer alles in Aachen Maschinenbau von meinen Kumpels studeiert hat und FAST keiner von denen ne Matheleuchte war, ganz im Gegenteil, die in Mathe richtig schlecht waren, lässt sich definitiv sagen, dass dort mit Sitzfleisch vieles gut schaffbar ist. In Wiwi gibts auch quantitative Fächer, die auch nicht jeder schaffen würde. BWL ist nicht gleich BWL.

Und noch was: Jura+Med ist doch reines Sitzfleisch. Auch Bio/Chemie.

Einzig Mathe, Physik, Informatik und evtl Bauings. ist da ein höheres Level.


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   12.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Bei Jura und Medizin stimm ich dir zu, das ist reines Auswendiggelerne. Das sagen auch alle Verwandten und Bekannten, die zum Großteil Mediziner und Juristen sind.
Aber bei Biologie und Chemie stimm ich dir nicht zu. Studier an der ETH Zürich Chemie oder Biologie und du wirst merken mit Auswendiglernen geht da nichts. Man muss die Systeme verstehen und dann auf andere Bereiche übertragen. Ähnlich wie in der Wirtschaftswissenschaft. Zudem kommt bei Chemie und Biologie höhere Mathematik und in Chemie physikalische Chemie.


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   12.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Chemie und Biologie gibts Kuschelnoten ohne Ende. WO liegt da der Schnitt in Deutschland? Bei 1,2! Ich habe genug Freudne die Biologie studieren. Meine Ex promoviert in Chemie. Und ihre "höhere Mathematik" ist nicht der Rede wert. Eigentlich alles ziemlich trivial. Dies gilt z. B. nicht für Mathematik und Physik. Da ist der Anspruch schon gegeben, allerdings auch machbar, falls man Mathe liebt.

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   12.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wenn ich so hochrechne, an unserer HS gibts:
100 Studienplätze, davon packen ca.
30 das Studium nicht, davon vertiefen ca.
15/20 Marketing
15/20 Produktion und Logistik
=35 rum, davon
7 Personal,
5 International Business
12 Controlling
6 Rechnungswesen,
5 Steuern

Bedenkt man jetzt abgesehen davon, dass es für Marketing nen Xtra Studiengang mit 60 Plätzen gibt und für PuL einen mit 100 gibt, dann steht man mit 5 bis 10 Absolventen pro Fachbereich im Semester für eine Region nicht gerade schlecht da.
(Mir ist bewusst das es Hochschulen gibt, die auch mehr Absolventen ausspucken). Viele bedenken einfach nicht wie weit das Themengebiet "BWL" reicht.

PS: Maschinenbau wird gerade das neue BWL :X


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   14.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wie meinst du das mit "Maschinenbau wird das neue BWL?". Beziehst du dich auf die Absolventenanzahl geb ich dir recht.

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   14.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

War auf die Anzahl bezogen.

Was den Anspruch angeht kann ich zumindest für steuern/controlling/rechnungswesen sagen, dass sich spätestens ab der vertiefung das niveau deutlich ändert und man den vergleich mit anderen studiengängen nicht mehr scheuen muss.


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   15.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also ich hatte Ökonometrie und Finance als Schwerpunkte. Besonders bei Ökonometrie haben sich mene tollen Kollegen aus Aachen fast in die Hosen gemacht, da es schon ziemlich knackig war. Natürlich gibts in Aachen Maschinenbau auch schwere Vorlesungen (Thermo) und ich hab die Skripte gesehen, aber vieles ist auch sehr human. Das bestätigt dir auch jeder ehrliche Student dort. Dass vieler meiner Kollegen, die absolute Nieten in Mathe sind, dort im HS mit 2,2-2,5 abschließen, sagt denk ich viel aus.

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   22.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Warum Taxifahren? Fangt beim Flughafen als Arbeiter auf dem Vorfeld an, dann wenige Monate Lehrgang, dann Vorfeldeinweiser. Bringt zukünftig bis 80.000 Euro pro Jahr, plus hoher Zulagen! Einfacher Schulabschluss reicht aus, Abi nicht erforderlich!

Lounge Gast schrieb:
>
> wer momentan bwl studiert ist selber schuld! Mint oder
> lehramt ist gefragt.
>
> Das gibt in 2-3 Jahren wenn die ganzen Massen von Absolventen
> auf den Markt kommt, erst mal einen immensen Anstieg der BWL
> Arbeitlosenquote.
>
> Viel Spaß bei Taxifahren
>
> BWL = Sachbearbeiter


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   23.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich finde Finazen udn Banken am härtesten ! Pures Statistik.

Lounge Gast schrieb:
>
> War auf die Anzahl bezogen.
>
> Was den Anspruch angeht kann ich zumindest für
> steuern/controlling/rechnungswesen sagen, dass sich
> spätestens ab der vertiefung das niveau deutlich ändert und
> man den vergleich mit anderen studiengängen nicht mehr
> scheuen muss.


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   25.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

HSG Master in Banking and Finance ist vom Niveau bestimmt mindestens genauso hoch wie ein Master in Engineering. Ähnlich sieht es mit den Controlling and Finance Studiengängen aus.

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   26.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das kann nur jemand behaupten, der vermutlich nicht mal das erste Bachelorsemester eines FH Ingenieursstudiums nicht überstehen würde.

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   26.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also an der FH in Ingenieurstudiengängen wird gerade da nur mit Wasser gekocht.

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   26.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das kann nur jemand schreiben, der eine Universität noch nie von innen gesehen hat ...;)

Lounge Gast schrieb:
>
> Das kann nur jemand behaupten, der vermutlich nicht mal das
> erste Bachelorsemester eines FH Ingenieursstudiums nicht
> überstehen würde.


[auf diesen Beitrag antworten]

   26.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Und das wiederum kann nur einer behaupten, der leider überhaupt keine Ahnung vom MBF hat. Ich habe meinen Master in Biomedical Engineering an der ETH Zürich gemacht, also nicht gerade deine Wald und Wiesen FH, die du mir suggerierst nicht bestehen zu können. Danach sagte ich mir, ich möchte in die Finanzbranche und mach derzeit meinen MBF. Das Niveau (ETHZ, UNISG) ist ähnlich. Ich erlaube mir aber zu behaupten, dass der Master in Ingenieruwesen an manch anderen deutschen Unis leichter ist als der MBF.

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   26.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Leute die in das HSG Finance & Banking Programm aufgenommen werden, hätten auch keine Probleme mit einem Ingenieurs-Studiengang.

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   27.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Warum sollte mir überhaupt Probleme haben mit einem Ing.studium, verstehe ich nicht ? Verallgemeinern möchte ich nicht, aber in dieses Studiegängen tummeln sich grundsätzlich die Abi-Nieten. Alles nur sitzfleisch.

Lounge Gast schrieb:
>
> Leute die in das HSG Finance & Banking Programm
> aufgenommen werden, hätten auch keine Probleme mit einem
> Ingenieurs-Studiengang.


[auf diesen Beitrag antworten]

   27.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Und wie kannst du behaupten, dass es an mancher deutschen Universitäten leichter wäre ? Wie du es schon selber geschrieben hast- Du BEHAUPTEST ;)

Lounge Gast schrieb:
>
> Und das wiederum kann nur einer behaupten, der leider
> überhaupt keine Ahnung vom MBF hat. Ich habe meinen Master in
> Biomedical Engineering an der ETH Zürich gemacht, also nicht
> gerade deine Wald und Wiesen FH, die du mir suggerierst nicht
> bestehen zu können. Danach sagte ich mir, ich möchte in die
> Finanzbranche und mach derzeit meinen MBF. Das Niveau (ETHZ,
> UNISG) ist ähnlich. Ich erlaube mir aber zu behaupten, dass
> der Master in Ingenieruwesen an manch anderen deutschen Unis
> leichter ist als der MBF.


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   27.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Die meisten Ings. DENKEN, dass ihr Studium schwieriger ist. Ich habe SOWOHL Bauing. studiert (was vom Anspruch deutlich über Maschinenbau, Elektrotechnik und Co. steht) und anschließend habe ich ein Wiwi-Studium drangehangen. Hab beide Studiengänge mit einem Semester über der Regelstudienzeit abgeschlossen und war zu dem Zeitpunkt 28,5 Jahre. Ich war in der Schule gut, aber nicht sehr gut in Mathe. Im Wiwi-Studium hatte ich Finance, Mikroökonomie und Wirtscahftspolitik, Ökonometrie und Controlling als Schwerpunkte. Vom Anspruch her fand ich dass Wiwi-Studium keinesdfalls leichter als das INg. Studium. Es gab im Ing. Studium zwar paar schwierigere, mathelastigere Fächer, allerdings war im Schnitt die verwendete Mathematik NICHT höher. Neben der Mathematik gibt es aber auch andere Schwierigkeiten im Wiwi-Studium, die in keinem Ing. Studium so auftauchen. DIE MENGE des Stoffs und rechlichtes Verständnis (gerade in WP/Steuern, aber auch in der Finance Regulierung).

Menschen die behaupten, dass Wiwi leicht ist, haben es in der Regel nicht studiert. Ich hatte als Ing. Student auch ein andere Sichtweise und wurde im ersten Semester Wiwi negativ überrascht. Fächer mit weniger und sehr wenig Aufwand gibt es übrigens auch bei den Bau-. Maschinenbauings etc. auch. In Wirtschaft wird das Bild einfach durch eine Vielzahl der Doppelstudiengänge und anderer komischer Businessschools verzerrt. Jmd. der an einer Universität (an renommierten noch schwieriger) zumindest das alte Diplom gemacht hat, musste ordentlich Bluten.


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   27.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja, wie ich sagte und du richtig erkannt hast, mutmaße ich dies. Meiner Meinung muss es einfach Unterschiede geben, wobei ich jedoch nicht behaupte, dass es keine anspruchsvolle Unis in Deutschland gibt (siehe RWTH Aachen, Uni Mannheim).

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   28.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

RWTH Aachen ist für Wirtscahft ziemlich unterdurchschnittlich.

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   28.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lies doch mal genau. Ich habe nicht von allgemein Wirtschaft geredet. Maschinenbau an der RWTH = BWL Uni Mannheim vom Niveau

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   28.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ach ja. Jeder denkt, er habe das ultimative Insiderwissen, die absolute Praxiserfahrung, das ultimative Karrierrekonzept, sein Studium sei das Schwierigste und seine Uni die Beste.

Eine Welt voller Masterpläne. Hoffentlich habe ich eines Tages keinen von euch als Chef(in) vor mir sitzen.


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   28.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ach sei doch nicht so pessimistisch, in der Realität sind wir doch alle nett und hilfsbereit. Aber man muss doch auch von sich überzeugt sein, wenn man Karriere machen möchte.

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   28.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Laut Psychologieprofessoren der Universität Harvard, man mag von den halten was man möchte, sind erfolgreiche Unternehmer und Manager größtenteils narzisstisch veranlagt. So, das soll jetzt kein Ansporn sein, seine Persönlichkeit dementsprechend negativ/ positiv zu ändern, aber ein gewisses Maß an Selbstüberzeugung muss man schon haben, sonst wird man immer Sachbearbeiter bleiben. Vom Erfolg durch Glück halte ich nichts, da spielt schon eher der Zufall eine größere Rolle.

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   29.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Selbstüberzeugung ist sicherlich wichtig um im Berufsleben voranzukommen.
Wenn das Ganze allerdings in Selbstüberschätzung/Arroganz umschlägt finde ich das nur noch peinlich.
Ich hab Auszubildende erlebt, die freudestrahlend ihrer Abteilung angeboten haben eine Accessdatenbank zu erstellen. Zwei Tage später standen sie dann bei mir auf der Matte, weil sie es nicht hinbekommen haben.
Gleiches habe ich schon bei diversen Seminaren erlebt? ?Manager? (ich würde sie eher als Abteilungsleiter bezeichnen, aber heutzutage kann man ja fast alles managen) von Banken oder Automobilherstellern die bei der Ergebnispräsentation dann ziemlich durchschnittliches abgeliefert haben.

Was die Karriereplanung angeht sollten sich einige vielleicht nicht nur an DAX-Konzernen und den Big-4 orientieren. Wenn alle Absolventen nach einem Job dort lechzen, brauchen sich solche Firmen nicht besonders anstrengen um die Mitarbeiter zu halten.

In einer Zeitschrift gab es mal einen interessanten Vergleich im Bereich Marketing. Dort wurden die Arbeitsbedingungen (Gehalt, Stunden, flexible Arbeitsmodelle?) zwischen ?angesagten? Unternehmen (Hamburger Marketingfirma, Electronic Arts usw.) und Mittelständlern sowie Behörden verglichen. Ergebnis war, dass die Bedingungen bei den coolen Firmen deutlich schlechter waren, einfach weil diese es überhaupt nicht nötig hatten sich um ihre Mitarbeiter gut zu kümmern. Es kamen sowieso sofort wieder neue wenn einer gekündigt hat.
Insofern kann es sich auch lohnen bei den Hidden Champions vorbei zu schauen.
Vor einigen Jahren musste wir einen Servicetechniker von so einem Weltmarktführer (Hochdruckpumpen) bestellen. Der ist 650 km hin- und wieder zurück gefahren (1,20?/km). Der Stundenlohn für Fahrt und Arbeit kam noch dazu. Die Übernachtungskosten wurden auch von uns unternommen. Auf Preisverhandlungen brauchte sich dieses Unternehmen überhaupt nicht einlassen


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   29.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja, sicher soll man nicht faul sein und auch kein verhärmtes Mauerblümchen. Aber da gibts ja noch was dazwischen.

Ich arbeite eher, um zu leben, ich brauche ja auch noch Zeit, um das Geld auszugeben, das ich verdiene.

Google als Top-Arbeitgeber bietet zwar allen ein Fitness-Center, dafür wird auch erwartet, dass man da bis 23 Uhr sitzt. Hätte ich keine Lust drauf, ich habe auch noch andere Lebensinhalte, als mich für ein IN-Unternehmen aufzuopfern.

Ich habe letzte Woche eine Umfrage gelesen, wo sie Leute in verschiedenen Altenheimen befragten, was sie gerne an ihrem Leben geändert hätten. Fast alle haben gesagt: "Ich hätte weniger gearbeitet und mehr für mich und meine Familie getan".

Auch das ist eine Art des Selbstbewusstseins, kein Bulle zu sein, den man am Nasenring durch die Arbeitswelt der Angesagten führen kann. Aber das wird jetzt Off-Topic.


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   29.02.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Sicher gibt es auch andere Lebensinhalte, aber wenn man das unter eine Decke bringen kann, ist das doch klasse. Natürlich ist es am besten Unternehmer zu sein, der sein Unternehmen bereits an einen Großkonzern verkauft hat und man Spaß an seiner Arbeit hat. Das war ja oft der Fall bei Biotech oder IT-Branchen. Aber um erfolgreich zu sein muss man egal wie intelligent man es anstellt erst mal lang arbeiten, sei es ein M&A Projekt im Investmentbanking oder ein eigenes Unternehmen.

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   01.03.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist auf jeden Fall richtig, diese Personen sind auch nicht gemeint.

Ich störe mich auch eher an den Leuten, die sich an "Top"-Arbeitgeber anschmiegen in der Hoffnung, "reich, elitär und berühmt" zu werden. Die leben in einer eigenen Welt voller "Tops", "Erfolgen" und "Eliten" und merken zum Teil gar nichts mehr. Und davon gibt es eine ganze Menge.


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   01.03.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

FALSCH! Im Fall eines eigenen Unternehmens arbeitet man variabel. Ich habe 3 Start-Ups aufgebaut und gewinnbringend verkauft. Man arbeitet viel, kann sich seine Zeit einteilen. Die Arbeit ist auch sehr interessant, da Abwechslungsreich. Ich arbeite im Schnitt über 7 Tage verteile (ich kann auch 5 arbeiten, da ich aber viel Sport treibe, arbeite ich am Tag weniger) auf 60 Stunden. Nicht viel. Ich habe genug Zeit für meine Familie und Freunde und führe ein gesundes Leben.
Menschen, die behaupten die Arbeitszeiten im M&A sein in Ordnung, haben dort nie gearbeitet. Ich hab zu meiner Studienzeit 2 Praktika im M&A gemacht und hab 1 Jahr im Corporate Finance gearbeitet. War übrigens verschwendete Lebenszeit, die sich finanziell im Glücksfall nach 15 Jahren gelohnt hätte, wenn man MD geworden wäre. Dies zu werden ist allerdings sehr sehr schwer, egal wie lange du dabei bist. Sehr viel Vitamin B. Als Deutscher ist es bei der DB in Frankfurt evtl. noch möglich, im Ausland praktisch sehr unwahrscheinlich, wobei es vor 15-20 Jahren viel leichter als heute war. Die Arbeit ist übrigens sehr stupide und wird einem intelligenten Menschen auf Dauer langweilig. Mangelnde Bewegung tut sein übriges.

Die ganzen Pluspunkte, wie Fitness-Center, sind doch kindisch. Eine Mitgliedschaft kostet heutzutage ca. 20 Euro im Monat. Dafür soll man dann bis Mitternacht arbeiten? Ntürlich:). Ich erinnere mich immer gerne an Jobs, der für seine Apple-Mitarbeiter Shirts drucken ließ, mit der Aufschrift, dass diese mindestens 80 Std. pro Woche arebiten. Aber natürlich ist es ein guter Arbeitgeber;). Gute Arbeitgeber waren und sind die "alten" Industriezweige in Deutschland, welche Menschen ein Leben ermöglichen. Die Sklaverei ist zwar formal abgeschafft, wird aber in Amerika gelebt und von dort nach Deutschland adaptiert, was über Strategieberatungen und Prüfungen zu uns kam und mittlerweile von allen Unternehmen langsam adaptiert wird. Für ein gesundes Leben ist so ein Leben kontraproduktiv.


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   01.03.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja da hast du absolut recht. McKinsey Berater zb sind keineswegs elitär, auch wenn ihnen das auf sogenannten ConsultingDays einsuggeriert wird. Aber man kann sich damit natürlich eine sehr gute Startposition für die "reale" Wirtschaft aufbauen. Ich würde auch nie 40 Jahre lang als Consultant etc. bei einer Unternehmensberatung arbeiten wollen, aber für den Einstieg ist das meistens das beste.

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   01.03.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Jeder ist ein Knecht, egal welchen Beruf man ausübt.

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   31.03.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Haha, der Bau-Ing. Kein Wunder das du BWL schwer fandest, Bau-Ing ist mit MaschBau wohl der einfachste Ing (ich hab mir das mal im Master angeschaut, aber diese Bauarbeitermentalität ging mir dann auf den Sack). Ganz ehrlich, BWL ist wirklich nicht hart. Ich habe ET+MaschBau+BWL studiert (sozusagen Wi-Ing, nur halt mit zwei vollwertigen Diplomen) und BWL waren immer die Vorlesungen die man sich geschenkt hat, nen Buch gelesen hat und dann ne 1.0 mitgenommen hat. Und wie die Leute dort immer alle am Rädchen drehen: IB, UB usw. (war an einer privaten Business School) war denen das wichtigste. Schön sich quälen lassen für 60-70k im Jahr und alle immer total geil auf die Jobs. Hab mir das einmal im Praktikum bei BCG angeschaut (zugegeben die Berater dort sind intelligent und einige sind auch ganz in Ordnung) und echt nicht verstanden warum sich Leute bis nachts für 3000 Netto quälen (und viele haben das auch so ausgedrückt). So, jetzt sitz ich hier in meinem kleinen Office mit meinen 8 Angestellten, verdiene nicht ganz so viel wie bei BCG/MCK aber arbeite jetzt für mich und nicht für andere. Und dafür mache ich es gerne.

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   31.03.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Du kannst einem Bauing. mit deinem Wing Studium nicht das Wasser reichen. Was ist denn bitteschön ein Wing ? Weder ein Betriebwirt noch ein Ingenieur. Er kann weder das eine noch das andere. Zumal und ganz ehlich sitzen in einem Wing Studium nur solche, die wirklich nicht intelligent sind. Ich habe etliche Freunde, die damals nicht mal das Abitur gepackt haben, aber ein Wing Studium geschafft haben. Nun gut, ich möchte nicht pauschalisieren, eventuell ist es an einer FH einfacher (?).


Lounge Gast schrieb:
>
> Haha, der Bau-Ing. Kein Wunder das du BWL schwer fandest,
> Bau-Ing ist mit MaschBau wohl der einfachste Ing (ich hab mir
> das mal im Master angeschaut, aber diese
> Bauarbeitermentalität ging mir dann auf den Sack). Ganz
> ehrlich, BWL ist wirklich nicht hart. Ich habe
> ET+MaschBau+BWL studiert (sozusagen Wi-Ing, nur halt mit zwei
> vollwertigen Diplomen) und BWL waren immer die Vorlesungen
> die man sich geschenkt hat, nen Buch gelesen hat und dann ne
> 1.0 mitgenommen hat. Und wie die Leute dort immer alle am
> Rädchen drehen: IB, UB usw. (war an einer privaten Business
> School) war denen das wichtigste. Schön sich quälen lassen
> für 60-70k im Jahr und alle immer total geil auf die Jobs.
> Hab mir das einmal im Praktikum bei BCG angeschaut (zugegeben
> die Berater dort sind intelligent und einige sind auch ganz
> in Ordnung) und echt nicht verstanden warum sich Leute bis
> nachts für 3000 Netto quälen (und viele haben das auch so
> ausgedrückt). So, jetzt sitz ich hier in meinem kleinen
> Office mit meinen 8 Angestellten, verdiene nicht ganz so viel
> wie bei BCG/MCK aber arbeite jetzt für mich und nicht für
> andere. Und dafür mache ich es gerne.


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   31.03.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lol...der BauIng ist der schwerste Ing. Der einfachste...lol...Und dann kommst du an mit BWL auf einer privaten Business School. Geh auf einer staatlichen BWL studieren und erzähl den @!#$ weiter. Auf schweren Unis, Mannheim, Köln, Münster, Bonn, Hohenheim, Erlangen, Bochum etc. sind Fächer wie Finance, Prüfung, Steuern, Ökonometrie, Controlling ziemlich schwer und mit sicherheit nicht einfach so mitzunehmen. Weiß nicht, was du für Vorstellungen hast. Wenn man sich die privaten Master anguckt, mit Fächern wie internatinales Management, Organisation etc., da reicht auch Buch lesen. Wenn du Risk Management hörst und Modellirungen und komplette Ökonometrie machst, ist es hart und schwerer als Thermo, Mechanik etc. in Aachen.
Ich gebe dir aber insofern recht, dass Maschinnebau die einfachste von den Ings. ist und dieses Geheule von den Studius ich nicht nachvollziehen kann.
Bzgl. BCG weiß ich nicht, aber ich war bei Berger, KPMG Advisory und Bain im Praktikum und die Jobs sind echt zum Kotzen. Nicht ansruchsvoll, aber zeitlich krank....Es hieß für mich: Sonntagabend/Monatg Flug, dann Taxi, bis 22 Uhr+ arbeiten, dann Hotel, morgens Taxi oder Fußweg, dann 22+, dann Hotel und bei Berger, obwohl eigentlich nicht gelebt, zweimal am WE tätig gewesen als Praktikant. Das war echt lustig.

War auch im Maschbaustuidum bei Daimler und Audi im Praktikum. Dort Gehalt sehr gut als Prakti, Arbeitszeit 1/2 Beratungen. Geiles Leben.


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   01.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Du musst ja ein wahrer Überflieger sein, wenn du Elektrotechnik, Maschinenbau und BWL studiert hast. Also entweder hast du 15 Jahre lang studiert oder du bist eben echt so hart und intelligent. Warum bist du nicht gleich Professor geworden oder nicht gleich CEO? Also irgendwie sehe ich in deinem Thread auch kein richtiges Konzept, einfach mal alles niedergeschrieben was dir so einfällt und die gerade ins Hirn gefahren ist.
Sorry, aber es gibt wirklich niemanden, nicht einmal die Intelligentesten der Intelligenten die drei Studiengänge mit Diplom absolviert haben. Wenn du schon lügst, um deine Argumente zu bekräftigen dann doch bitte so, dass es niemand merkt.


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   01.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich finde es erstaunlich, dass viele hier die Schwierigkeit von Studienfächern, die sie nicht selbst studieren, beurteilen können. Meistens läuft das Urteil dann darauf hinaus, dass das eigene Fach sicher viel schwerer ist.
Hut ab, mir fehlt so ein Weitblick leider!


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   01.04.12
  memoria

Re: BWL Flut?

Das Bauingenieurstudium ist schwer, ok. PUNKT. Wenn es etwas gibt, was wirklich einfach ist, dann ist es WING. BASTA! Was macht denn schon ein Wing ? Er reitet oberflächlich an Kursen in BWL und Maschinenbau, nimmt teil an Einführungskursen, wo kein tiefgründiges Wissen erlangt wird, das wars dann auch. Was kann man denn nun mit einem Wing-Studium, dass man sich mit richtigen Betriebswirten und Maschinenbauing. vergleichen kann ? "Ich bin einbisschen davon und einbisschen davon, aber irgendwie bin ich gar nichts und irgendwie kann ich beides nicht"

Zudem sind deine Ausführungen dermaßen unrealistisch "Ich habe BWL studiert, Elektrotechnik und ja noch Maschinenbau". Ganz ehrlich !? Ich würde dir erstmal raten dein Abitur nachzuholen, statt hier über Leute abzuziehen, die richtiges Studium hinter sich haben.


Lounge Gast schrieb:
>
> Haha, der Bau-Ing. Kein Wunder das du BWL schwer fandest,
> Bau-Ing ist mit MaschBau wohl der einfachste Ing (ich hab mir
> das mal im Master angeschaut, aber diese
> Bauarbeitermentalität ging mir dann auf den Sack). Ganz
> ehrlich, BWL ist wirklich nicht hart. Ich habe
> ET+MaschBau+BWL studiert (sozusagen Wi-Ing, nur halt mit zwei
> vollwertigen Diplomen) und BWL waren immer die Vorlesungen
> die man sich geschenkt hat, nen Buch gelesen hat und dann ne
> 1.0 mitgenommen hat. Und wie die Leute dort immer alle am
> Rädchen drehen: IB, UB usw. (war an einer privaten Business
> School) war denen das wichtigste. Schön sich quälen lassen
> für 60-70k im Jahr und alle immer total geil auf die Jobs.
> Hab mir das einmal im Praktikum bei BCG angeschaut (zugegeben
> die Berater dort sind intelligent und einige sind auch ganz
> in Ordnung) und echt nicht verstanden warum sich Leute bis
> nachts für 3000 Netto quälen (und viele haben das auch so
> ausgedrückt). So, jetzt sitz ich hier in meinem kleinen
> Office mit meinen 8 Angestellten, verdiene nicht ganz so viel
> wie bei BCG/MCK aber arbeite jetzt für mich und nicht für
> andere. Und dafür mache ich es gerne.


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   01.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich kenne einen W-Ing, der sagt immer. "Ich kann alles, nur nichts richtig" ^^ Ist halt so ein Verbindungsglied zwischen den beiden Fächern. Für ein mittelständisches Unternehmen reichen diese Kenntnisse aus, wenn man nicht zu sehr in die Materie geht. Bei VW in der Entwicklung wirste einen W-Ing jedoch nicht finden. Hat alles seine Vor- und Nachteile. Also einen W-Ing beschäftigen oder je einen BWLer und Maschi einstellen?! Kommt immer auf den Betrieb an. Ich persönlich finde es auch besser, wenn man lieber etwas weniger kann, dass dann aber richtig, sprich auf ein Fach spezialisiert.

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   01.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Hat hier irgendjemand schon mal überlegt, dass man etwas bestimmtes studiert mit dem Ziel, in einem bestimmten Job später zu landen?

Wieso sollte ich, wie hier so oft vorgeschlagen, Medizin studieren, wenn mich a) Medizin nicht studiert und b) ich kein Arzt werden will. Hättet ihr tatsächlich gerne einen Hausarzt, der nur Arzt geworden ist, weil die Berufschancen für BWLer suboptimal waren?

Das selbe gilt für Lehramt. Es gibt schon genug unfähige, lustlose Lehrer, da braucht man nicht noch mehr.


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   02.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

stimme ich vollkommen zu. man studiert doch das fach, welches einen interessiert und welches einem auch liegt.
es bringt mir doch nichts z.B. mathe zu studieren (was ich nicht drauf habe), weil man später als aktuar gute berufsaussichten hat.
und mit medizin ist das so eine sache. es gibt generell zu wenig studienplätze, daher resultiert auch ein nc von mind. 1,2.
ich würde medizin auch gerne studieren, aber habe keinen bock 6jahre oder so auf einen studienplatz zu warten. außerdem denken hier wohl alle an niedergelassene ärzte. die meisten ärzte in den krankenhäuser müssen zum teil 15std. oder länger am tag arbeiten.


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   02.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich wollte nie BWL studieren. War für mich immer die Horrorvorstellung des Anzugtragenden Sesselfur.... Langweilige Jobs, keine Work-Life-Balance....Was glaubt ihr, was ich damals aus der Naivität heruas studiert habe? Natürlich mit der Hoffnung einen sehr tollen Job zu finden und Money zu machen. Gut, Fantasien eines Jungen in "jüngen" Jahren. Damals wollte ich Geschichte oder Mathe (ich weiß krasser gegensatz) studieren...gut ein Job für die Arbeitslosigkeit im ersten Fall. Bei Mathe dachte ich immer, dass es nicht zwingend die besten Aussichten hat, was auch eine Zeitlang stimmte (heute natürlich nicht). Gelandet bin ich beim Drecksfach nr.1, wobei ich auch sagen muss, dass VWL an sich sehr interessant ist.....BWL.....Naja außer Finance und vllt. noch Marketing ist es doch ein Job zum Kotzen...Grade in WP/Stb und noch schlimmer im Controlling. Ratet mal was ich auch hier genommen habe, des Jobs wegen;). Und jetzt habe ich einen super scheiß job, der gut vergütet wird. BIG4 Manager.

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   02.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also mich interessiert Medizin total, aber als Arzt werde ich nicht arbeiten wollen. Dann sehen bei Medizin die Jobaussichten schon nicht mehr so rosig aus. In der Pharma- und Biotechbranche konkurriert man mit Chemikern, Biologen und Wirtschaftswissenschaftlern (je nach Einsatzbereich). Genauso sieht es mit Ingenieurwesen aus. Wenn man nicht einen der beliebten Ingenieursplätze bei Mercedes, Continental, etc. findet, wo man übrigens sein Leben lang Reifen oder Kupplungen verbessert (ob das das Leben erfüllt mag dahin gestellt sein) wird man Programmierer. Tolle Sache, hätte man auch ohne Studium werden können.
Was ich damit sagen möchte ist, dass kein Studiengang ein Garant für einen tollen Arbeitsplatz ist. Leute, die sich nie für Wirtschaft interessierten und BWL/ VWL aufgrund der Verdienstmöglichkeiten studiert haben werden Sachbearbeiter, lustlose Ingenieure Programmierer, Mathematiker landen im Backoffice, Mediziner werden Musterungsärzte, etc. Deswegen studiert das, was euch liegt. Wenn euch BWL liegt, habt ihr genauso gute Jobaussichten wie wenn einem Mathematik oder Ingenieurwesen liegt. Dann sucht euch eine gute Universität aus, die vor allem ein gutes Alumni-Netzwerk hat. Denn über Kontakte kann man letztendlich doch noch am meisten erreichen.


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   02.04.12
  memoria

Re: BWL Flut?

Was Du hier falsch machst ist, du pauschalierst hier zu sehr deine subjektive Empfindungen. Ich habe ebenfalls Controlling & FBM als Spezialgebiete gehabt und anschließend einen Master in ATT abgeschlossen. Ich hingegen fand alles im Studium äußerst interessant.

Trotzallem würde ich ein BWL Studium nicht empfehlen. Wenn ich vor Aufnahme meines Studium einiges aus marktperspektivischer Sicht betrachtet hätte, dann hätte ich meine 5 Jahre anderweitig und sinnvoller geopfert, wie z.B für das Medizinstudium, Richtung Informatik, Mathematik oder auch Lehramt und und und. Ein BWL Studium sollte man wirlich nur aufnehmen, wenn man auch tatsächlich ein großes Interesse dafür hat, sonst wird man erstmal 5 Jahre lange nicht studieren, sondern eher leiden. Vorausgesetz, du schaffst es überhaupt zu einem Master, denn auch hier werden die Mindestvoraussetzungen für die Zulassung jedes Jahr schlimmer/härter.

Wer davon träumt später die große Ackermann Karriere zu haben, der wird nach 5 Jahren richtig enttäuscht auf einem Sachbearbeiterposten mit irgendeiner toll klingenden englischer Bezeichnung landen -mein ernst gemeinter Rat, studiert etwas anderes. Seid nicht naiv zu glauben, ihr würdet die große Karriere mit BWL machen, ist aller nur Marketing.

Oben meldete sich ein BIG4 Manager, wo es immer das Gerücht gibt, wie toll man dort bezahlt wird. Betonung auf Gerücht..
Die Nicht-Akademiker lachen uns für unser Gehalt aus (im Vergleich zum Aufwand)- so viel dazu.


Lounge Gast schrieb:
>
> Ich wollte nie BWL studieren. War für mich immer die
> Horrorvorstellung des Anzugtragenden Sesselfur....
> Langweilige Jobs, keine Work-Life-Balance....Was glaubt ihr,
> was ich damals aus der Naivität heruas studiert habe?
> Natürlich mit der Hoffnung einen sehr tollen Job zu finden
> und Money zu machen. Gut, Fantasien eines Jungen in
> "jüngen" Jahren. Damals wollte ich Geschichte oder
> Mathe (ich weiß krasser gegensatz) studieren...gut ein Job
> für die Arbeitslosigkeit im ersten Fall. Bei Mathe dachte ich
> immer, dass es nicht zwingend die besten Aussichten hat, was
> auch eine Zeitlang stimmte (heute natürlich nicht). Gelandet
> bin ich beim Drecksfach nr.1, wobei ich auch sagen muss, dass
> VWL an sich sehr interessant ist.....BWL.....Naja außer
> Finance und vllt. noch Marketing ist es doch ein Job zum
> Kotzen...Grade in WP/Stb und noch schlimmer im Controlling.
> Ratet mal was ich auch hier genommen habe, des Jobs wegen;).
> Und jetzt habe ich einen super scheiß job, der gut vergütet
> wird. BIG4 Manager.


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   03.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Hier nochmal der BIG4 Manager:

Der Job ist an sich, trotz diverser Nachteile, im Vergleich noch halbwegs gut vergütet. Alledrings, dafür, dass ich Diplom-Ök bin, einen Master in Winf habe, WP/Stb und nun noch einen MBA mache, bin ich maßlos unterbezahlt. Meine Qualifikationen sind vom Papier her, ohne angeberich zu klingen, für meinen Job zu viel. Die Bezahlung dagegen nicht gut (subjektives empfinden zu den Qualis, subjektiv gesehen zu anderen Menschen in Deutschland gehts). Ich kenne auch Persotanten bei Dax30 und Zuliefern, die Ende/Anfang 30 ohne Abitur, Studium, nur mit IHK+Fortbildung mehr als ich als Leiter Perso oder Leiter Controlling (oft Bibus mit Fortbildungen) verdienen.
Wirtscahft sollte man definiitv nicht studieren. Vorallem sind in Deutschland die Qualifikationsanforderungen krankhaft hoch und teilweise für Jobs ungefrechtfertig. Man sollte sich Profile einiger Absolveten angucken. Was die in 5 Jarhen geleistet haben, an Praktikas, Ausland, Sprachen etc., da könnten sich viele Manager ein Stück von abschneiden. Übrigens, ich halte mich bei den BIG 4 nicht für eienn Manager, eher ne Art Teamleiter...Weder ein Manager, noch Seniro ist ein richtiger Manager.

Bzgl. der Wall Street....Also dort arbeiten genug im IB, deren einzige Qualifikation ein zweitklassiger oder drittklassiker Bachelor ist (viele Inder mit Abschluss im eigenen Land). Natürlich ist Vitamin B dabei oft nicht zu verachten. Auch bei den BIG4 nicht. Rattet mal wer bei uns alles Partner wird;). Ist nicht grad Pay for performance, was sich hier abspielt. Gute Werbung, nix dahinter.

Studiert was klassisches und vorallem interessanteres als BWL.


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   03.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Und was ist an Medizin, Informatik und Lehramt soviel besser als an BWL? Lehrer zu sein ist doch stinklangweilig und noch dazu schlecht entlohnt. Medizin macht auch nur Spaß wenn man in einer Privatklinik oder Biotechfirma arbeitet. Und Informatik kann auch staubtrocken und langweilig sein.

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   03.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Anbei Ackermann war auch nicht gleich Vorstand der Deutschen Bank. Und nicht jeder Mediziner wird Chefarzt.

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   03.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ach komm Big4 Manager, glaubst du denn es ist besser als promovierter Biologe befristete Arbeitsverträge an der Uni für 24000 Europ/ Jahr brutto zu bekommen, die damit leben müssen am Ende doch Realschullehrer zu werden? Bei dieser Berufsgruppe, die übrigens alle etwas Klassisches studiert haben, würde ich mal sagen sie sind überqualifiziert für ihr Gehalt und Stelle. Genauso bei Geisteswissenschaftlern, die auch etwas Klassisches studiert haben oder noch besser Juristen, das klassische Studienfach schlecht hin, sehen die Berufsaussichten nicht so rosig aus, mein Lieber. Dann ist man letztendlich taxifahrender Akademiker.

Franz Kafka hat das ja schon kritisiert, dass das gesamte Machtgefüge undurchschaubar ist und für einen Mittelsmann nichts anderes übrigbleibt als sich als kleines Zahnrädchen in das gesamte Maschiarium einzugliedern und dort tagein tagaus seiner Aufgabe nachzugehen. Lasst euch was einfallen und werdet Unternehmer, oder gebt keinen Deut darauf und werdet Obdachlose. Dann seid ihr befreit aus dem Organismus.


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   04.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Die einzig richtig guten Studienfächer sind meiner Meinung nach Medizin und - mit Abstrichen - Mathematik.

Haben natürlich auch ihre Schwächen aber im Großen und Ganzen sehr ordentliche Sachen.

Man muss sich dann natürlich die Frage stellen, ob man die genannten Studiengänge geschafft hätte - Mathe ist sehr komplex und zeitaufwendig, Medizin ebenfalls sehr zeitaufwändig. Bei Medizin kommt noch die Komponente hinzu, dass der beruflich physisch und psychisch belastend ist (Nachtschichten, unheilbar Kranke etc.

In den anderen Studienrichtungen ist oft nicht viel zu holen. Zu den Geisteswissenschaften muss man nichts sagen, Biologie und Chemie sind auch schwierig, auch bei den Ings und Infs gibts es eher zuviele als zuwenig Bewerber.

Summa summarum, so schlechte ist BWL dann doch nicht.


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   04.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Eben, man muss nur etwas draus machen und nicht erwarten einen Garant auf einen klasse Job zu haben.
Mathematik wird auch immer überbewertet, denn die Welt besteht ja nicht nur aus Zahlen. Auch in der Wirtschaft spielt die Mathematik wenn überhaupt eine geringe Rolle. Da finde ich Chemie schon essenzieller.
Mediziner sind natürlich wichtig aber schwer ist das Studium nicht, ist aber sehr interessant. Trotzdem sind meiner Ansicht nach Ärzte ein wenig zu arrogant, denn so besonders ist ihr Werdegang nun auch wieder nicht.


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   05.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Mit Medizin würde ich Dir absolut zustimmen. Mathematik eher nicht, die werden meist nur Sachbearbeiter. Oder sie arbeiten komplett berufsfremd. Jura ist wirklich gut. In den 70ern haben alle vor Jura gewarnt. Meine Klassenkameraden konnten dann aber mit wenig Aufwand promovieren und sind in großen Firmen ganz oben in der Führungsetage gelandet.

Lounge Gast schrieb:
>
> Die einzig richtig guten Studienfächer sind meiner Meinung
> nach Medizin und - mit Abstrichen - Mathematik.
>
> Haben natürlich auch ihre Schwächen aber im Großen und Ganzen
> sehr ordentliche Sachen.
>
> Man muss sich dann natürlich die Frage stellen, ob man die
> genannten Studiengänge geschafft hätte - Mathe ist sehr
> komplex und zeitaufwendig, Medizin ebenfalls sehr
> zeitaufwändig. Bei Medizin kommt noch die Komponente hinzu,
> dass der beruflich physisch und psychisch belastend ist
> (Nachtschichten, unheilbar Kranke etc.
>
> In den anderen Studienrichtungen ist oft nicht viel zu holen.
> Zu den Geisteswissenschaften muss man nichts sagen, Biologie
> und Chemie sind auch schwierig, auch bei den Ings und Infs
> gibts es eher zuviele als zuwenig Bewerber.
>
> Summa summarum, so schlechte ist BWL dann doch nicht.


[auf diesen Beitrag antworten]

   05.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also das Mathematikstudium ist nicht einfach, wer aber an Mathe Spaß hat, dem fällt das Studium nicht schwer. Biologie und Chemie sind hingegen, ich möchte es sanft ausdrücken, nicht grade schwer. Da ich in direkter Familie einen promovierten Biologen und eine promovierte Chemikarien habe und durch sie jede Menge Biologen und Chemiker kenne, so sagen die selbst, dass der Stof nicht schwer sei. In Chemie geht man vom Schwierigkeitsgrad (nicht Menge) in der Regel nicht viel weiter als bei sehr guten LKs. Medizin ist auch kein geitig anspruchsvolles Studium, sondenr eher nur zeitaufwendig. Jura ist übrigens dann toll zum studieren, wenn man einen Papi mit viel Vitamin b hat. Gilt zwar auch für Wirtschaft, wobei man hier mit Leistung auch einen Job bekommen kann. Heute würde ich sagen, dass man als Ing (NICHT BAUing!) und Informatiker sehr gute Chancen auf GEld hat.

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   05.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es wird immer noch vor Jura gewarnt, und in Betrieben kommen für Juristen häufig nur die Abteilungen Legal, Compliance und Personalwesen in Frage.

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   05.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Falsch, Ingenieure werden zwar gebraucht, aber die offenen beliebten gut bezahlten Stellen haben sich nicht verdoppelt. Man kann zwar sicher sein, dass man einen Job bekommt aber ein Garant auf VIEL Geld verdienen ist das SICHER NICHT!!!

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   06.04.12
  memoria

Re: BWL Flut?

Ja sicha ! Mathematiker arbeiten völlig berufsfremd, diese fangen plötzlich an Gedichte bei der Arbeit zu schreiben oder werden Krankenschwester. Oja, Juristen sind die Top Verdiener, insbesondere weil man mit deren Wissen über Paragraphe Top Gewinne im Unternehmen erzielen kann. Einige können sogar Dreisatz anwenden.

Lounge Gast schrieb:
>
> Mit Medizin würde ich Dir absolut zustimmen. Mathematik eher
> nicht, die werden meist nur Sachbearbeiter. Oder sie arbeiten
> komplett berufsfremd. Jura ist wirklich gut. In den 70ern
> haben alle vor Jura gewarnt. Meine Klassenkameraden konnten
> dann aber mit wenig Aufwand promovieren und sind in großen
> Firmen ganz oben in der Führungsetage gelandet.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Die einzig richtig guten Studienfächer sind meiner Meinung
> > nach Medizin und - mit Abstrichen - Mathematik.
> >
> > Haben natürlich auch ihre Schwächen aber im Großen und
> Ganzen
> > sehr ordentliche Sachen.
> >
> > Man muss sich dann natürlich die Frage stellen, ob man die
> > genannten Studiengänge geschafft hätte - Mathe ist sehr
> > komplex und zeitaufwendig, Medizin ebenfalls sehr
> > zeitaufwändig. Bei Medizin kommt noch die Komponente
> hinzu,
> > dass der beruflich physisch und psychisch belastend ist
> > (Nachtschichten, unheilbar Kranke etc.
> >
> > In den anderen Studienrichtungen ist oft nicht viel zu
> holen.
> > Zu den Geisteswissenschaften muss man nichts sagen,
> Biologie
> > und Chemie sind auch schwierig, auch bei den Ings und Infs
> > gibts es eher zuviele als zuwenig Bewerber.
> >
> > Summa summarum, so schlechte ist BWL dann doch nicht.


[auf diesen Beitrag antworten]

   06.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

:D Dreisatz ist das Mittel zum Erfolg, das weiß doch jeder.

[auf diesen Beitrag antworten]

   06.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Bei den Mathematikern ist sicher ein Problem, dass dort sehr viele Nerds dabei sind. Aber auch die haben ziemlich zu kämpfen mit dem Stoff!

Wer aber ein nicht-Nerd ist, d.h. mit gepflegtem Äußeren, guten Umgangsformen, jemand der mal über den Tellerrand hinausschaut hat mit Mathematik sehr gute Chancen.

Bei Chemie stimme ich euch zu - ich kann mir nichts langweiligeres vorstellen, als im Labor zu stehen und der säure beim dampfen zuzuschauen. Dann noch die inoffizielle Pflicht, den Doktor zu machen, d.h. BSc + MSc + Dr. bei mindestens 8 eher 10 Jahren...


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   07.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Sehr viel Berufspraxis scheinst Du nicht zu haben! Berufsfremd bedeutet, dass die Tätigkeit kein Mathe-Studium erfordert hätte. Also Einarbeitung in ein vollkommen fremdes Fachgebiet. Zur "Krankenschwester" braucht man aber wirklich eine gute Ausbildung! Da reicht kein Mathestudium. Juristen haben tatsächlich gute Karten, das sind Generalisten. Hier scheinen viele wirklich zu glauben, dass man das Fachwissen aus dem Studium später auch wirklich braucht. Ist in den meisten Fällen total anders. Und weshalb sitzen in der Vorstandsetage manchmal ehemals abgebrochene Studenten?

memoria schrieb:
>
> Ja sicha ! Mathematiker arbeiten völlig berufsfremd, diese
> fangen plötzlich an Gedichte bei der Arbeit zu schreiben oder
> werden Krankenschwester. Oja, Juristen sind die Top
> Verdiener, insbesondere weil man mit deren Wissen über
> Paragraphe Top Gewinne im Unternehmen erzielen kann. Einige
> können sogar Dreisatz anwenden.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Mit Medizin würde ich Dir absolut zustimmen. Mathematik
> eher
> > nicht, die werden meist nur Sachbearbeiter. Oder sie
> arbeiten
> > komplett berufsfremd. Jura ist wirklich gut. In den 70ern
> > haben alle vor Jura gewarnt. Meine Klassenkameraden
> konnten
> > dann aber mit wenig Aufwand promovieren und sind in großen
> > Firmen ganz oben in der Führungsetage gelandet.
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Die einzig richtig guten Studienfächer sind meiner
> Meinung
> > > nach Medizin und - mit Abstrichen - Mathematik.
> > >
> > > Haben natürlich auch ihre Schwächen aber im Großen
> und
> > Ganzen
> > > sehr ordentliche Sachen.
> > >
> > > Man muss sich dann natürlich die Frage stellen, ob
> man die
> > > genannten Studiengänge geschafft hätte - Mathe ist
> sehr
> > > komplex und zeitaufwendig, Medizin ebenfalls sehr
> > > zeitaufwändig. Bei Medizin kommt noch die Komponente
> > hinzu,
> > > dass der beruflich physisch und psychisch belastend
> ist
> > > (Nachtschichten, unheilbar Kranke etc.
> > >
> > > In den anderen Studienrichtungen ist oft nicht viel
> zu
> > holen.
> > > Zu den Geisteswissenschaften muss man nichts sagen,
> > Biologie
> > > und Chemie sind auch schwierig, auch bei den Ings
> und Infs
> > > gibts es eher zuviele als zuwenig Bewerber.
> > >
> > > Summa summarum, so schlechte ist BWL dann doch nicht.


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   07.04.12
  memoria

Re: BWL Flut?

Du hast die Ironie nicht verstanden ! Da mein Kumpel alle Weiterbildungen auf dem zweiten Weg erlangt hat und außerdem 2 Studiengänge abgebrochen hat, müsste er doch jetzt die besten Chancen haben, um bei BWM in den Vorstand einzusteigen. Ich sag ihm mal bescheid. Wir weden nach dem Bewerbungsverfahren berichten.

Lounge Gast schrieb:
>
> Sehr viel Berufspraxis scheinst Du nicht zu haben!
> Berufsfremd bedeutet, dass die Tätigkeit kein Mathe-Studium
> erfordert hätte. Also Einarbeitung in ein vollkommen fremdes
> Fachgebiet. Zur "Krankenschwester" braucht man aber
> wirklich eine gute Ausbildung! Da reicht kein Mathestudium.
> Juristen haben tatsächlich gute Karten, das sind
> Generalisten. Hier scheinen viele wirklich zu glauben, dass
> man das Fachwissen aus dem Studium später auch wirklich
> braucht. Ist in den meisten Fällen total anders. Und weshalb
> sitzen in der Vorstandsetage manchmal ehemals abgebrochene
> Studenten?
>
> memoria schrieb:
> >
> > Ja sicha ! Mathematiker arbeiten völlig berufsfremd, diese
> > fangen plötzlich an Gedichte bei der Arbeit zu schreiben
> oder
> > werden Krankenschwester. Oja, Juristen sind die Top
> > Verdiener, insbesondere weil man mit deren Wissen über
> > Paragraphe Top Gewinne im Unternehmen erzielen kann.
> Einige
> > können sogar Dreisatz anwenden.
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Mit Medizin würde ich Dir absolut zustimmen.
> Mathematik
> > eher
> > > nicht, die werden meist nur Sachbearbeiter. Oder sie
> > arbeiten
> > > komplett berufsfremd. Jura ist wirklich gut. In den
> 70ern
> > > haben alle vor Jura gewarnt. Meine Klassenkameraden
> > konnten
> > > dann aber mit wenig Aufwand promovieren und sind in
> großen
> > > Firmen ganz oben in der Führungsetage gelandet.
> > >
> > > Lounge Gast schrieb:
> > > >
> > > > Die einzig richtig guten Studienfächer sind
> meiner
> > Meinung
> > > > nach Medizin und - mit Abstrichen - Mathematik.
> > > >
> > > > Haben natürlich auch ihre Schwächen aber im
> Großen
> > und
> > > Ganzen
> > > > sehr ordentliche Sachen.
> > > >
> > > > Man muss sich dann natürlich die Frage
> stellen, ob
> > man die
> > > > genannten Studiengänge geschafft hätte - Mathe
> ist
> > sehr
> > > > komplex und zeitaufwendig, Medizin ebenfalls
> sehr
> > > > zeitaufwändig. Bei Medizin kommt noch die
> Komponente
> > > hinzu,
> > > > dass der beruflich physisch und psychisch
> belastend
> > ist
> > > > (Nachtschichten, unheilbar Kranke etc.
> > > >
> > > > In den anderen Studienrichtungen ist oft nicht
> viel
> > zu
> > > holen.
> > > > Zu den Geisteswissenschaften muss man nichts
> sagen,
> > > Biologie
> > > > und Chemie sind auch schwierig, auch bei den
> Ings
> > und Infs
> > > > gibts es eher zuviele als zuwenig Bewerber.
> > > >
> > > > Summa summarum, so schlechte ist BWL dann doch
> nicht.


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   07.04.12
  memoria

Re: BWL Flut?

Zu dem obigen Beitrag noch: Das Studium dient als einen "Nachweis" dafür, dass du etwas kannst, außerdem gibt sie die Richtung deines Gebiets an. Es ist Blödsinn zu behaupten, man würde in einem völlig anderen Gebiet arbeiten.
Je nachdem, was man später machen möchte, wird man weniger oder mehr aus dem Studium gebrauchen, aber egal was man macht, es müsste ein Fachgebiet sein, dass einem auch liegt. Einen Mathematiker auf den Posten eines Chemikers/Biologen/Juristen setzen (?) -das wäre absolut ja berufsfremd-Völliger Schwachsinn !

Zu den Juristen: Es war mal, dass Juristen gute Karten hatten, aber diese Zeit ist längst vorbei, denn dann kamen die BWL er. Die Juristen wurden schon längst durch die BWler vedrängt, da diese sie sich in der Praxis besser bewiesen haben und das ist den Unternhemen auch bewusst. Wer heute Jura studiert muss zu ~90%davon ausgehen, dass er höchstens Anwalt wird oder für 1900 Brutto in einer Kanzlei arbeiten wird.

Also: Völlig Berufsfremd kann man nicht arbeiten. Hör auf mit deinen Beiträgen, sonst niemand das noch irgendwer ernst. Bei uns werden im Bereich Controlling sogar solche, die Wing oder Winfo auf Master studiert haben sofort aussortiert. Diese haben einfach das falsche studiert.


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   09.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich habe mal einen Theologen auf dem Posten eines Ingenieurs erlebt. Der hat sich in kürzester Zeit durch learning by doing eingearbeitet und war dann richtig gut. Unsere Mathematiker waren Seiteneinsteiger, haben also Positionen bekleidet, die mit Mathematik nicht das geringste zu tun hatten. Die Juristen haben ziemlich schnell Karriere gemacht (Abteilungsleiter und höher), während die Ingenieure auf ihren Sachbearbeiterpositionen festgenietet waren. Und geschäftlich habe ich auch mit Notaren zu tun. Das läuft bei denen wirklich super. Auch privat habe ich schon mal Juristen benötigt. Da habe ich dann beim ersten 200 ? pro Stunde bezahlt. Der war aber eine totale Niete. Richtig gut und in meiner Sache erfolgreich war der nächste, das hat mich dann 400 ? pro Stunde gekostet. Gute Anwälte sind keine Hungerleider!

memoria schrieb:
>

>
> Also: Völlig Berufsfremd kann man nicht arbeiten. Hör auf mit
> deinen Beiträgen, sonst niemand das noch irgendwer ernst. Bei
> uns werden im Bereich Controlling sogar solche, die Wing od


[auf diesen Beitrag antworten]

   09.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja aber es gibt Anwälte wie Sand am Meer, und in Unternehmen werden lang nicht soviel benötigt wie derzeit studieren. Der Beruf des Notars ist übrigens sehr beliebt und daher selten zu ergattern. BWL/ VWL ist deshalb im Vorteil weil man noch Mathematik hat und allgemein umfassender ausgebildet wird.

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   09.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wenn ich mal bei uns Richtung zum Bahnhof fahre, fahre ich an einer Dutzend an Anwälten vorbei. In meinem ganzen Leben hatte ich einmal, was mit einer Anwältin zu tun (wegen Mietstreit) und die hatte ehe nichts drauf, ich habe ihr keinen Cent für die Beratung bezahlt, sie hat auch nichts verlangt. Danach habe ich nie wieder, was mit einem Anwalt zu tun gehabt, in meiner Familie/Generation gibt es keinen, die was mit einem Anwalt zu tun hatten, an der Uni habe ich keinen, der mal was mit einem Anwalt zu tun hatte, auf der Arbeit habe ich keinen, der mal was mit einem Anwalt zu tun hatte.

Nun frage ich mich: Wovon leben diese Anwäte überhaupt ? Umgerechnet fallen 200 Personen auf einen ANwalt. Wie oft haben diese 200 denn mal rechtlich etwas zu tun : Kaum !. Und wenn, reicht die Entlohnung gerad mal um die Miete, das Strom, Bürozeug, Versicherung etc zu zahlen ;)

Ingenieure auf einer Sachbearbeiterposition ? Dir ist wohl nicht klar, dass nicht wenige Sachbearbeiter viel höhere Gehälter als irgendwelche Abteilungsleiter erzielen.

Wer es in Jura nicht mindestens vollbefriedigend gepackt hat, der kann sein Karriere zum " TAXIFAHRER" starten.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ich habe mal einen Theologen auf dem Posten eines Ingenieurs
> erlebt. Der hat sich in kürzester Zeit durch learning by
> doing eingearbeitet und war dann richtig gut. Unsere
> Mathematiker waren Seiteneinsteiger, haben also Positionen
> bekleidet, die mit Mathematik nicht das geringste zu tun
> hatten. Die Juristen haben ziemlich schnell Karriere gemacht
> (Abteilungsleiter und höher), während die Ingenieure auf
> ihren Sachbearbeiterpositionen festgenietet waren. Und
> geschäftlich habe ich auch mit Notaren zu tun. Das läuft bei
> denen wirklich super. Auch privat habe ich schon mal Juristen
> benötigt. Da habe ich dann beim ersten 200 ? pro Stunde
> bezahlt. Der war aber eine totale Niete. Richtig gut und in
> meiner Sache erfolgreich war der nächste, das hat mich dann
> 400 ? pro Stunde gekostet. Gute Anwälte sind keine
> Hungerleider!
>
> memoria schrieb:
> >
>
> >
> > Also: Völlig Berufsfremd kann man nicht arbeiten. Hör
> auf mit
> > deinen Beiträgen, sonst niemand das noch irgendwer
> ernst. Bei
> > uns werden im Bereich Controlling sogar solche, die Wing
> od


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   09.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Was soll denn das Getrolle. Ohne Top Examen (und das ist wirklich schwer zu bekommen) sehen die Berufsaussichten für Juristen ziemlich mau aus und das wirste auch kaum durch Jubelarien in diesem Forum ändern können

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   09.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ach das ist doch quatsch mit Jura hat man bessere Chancen als mit BWL.

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   09.04.12
  memoria

Re: BWL Flut?

Ich meinerseits würde alle Medizin-Studiengänge, insbesondere Zahnmedizin und Plastische Chirurgie, Pharmazie, alle naturw. Studingänge (außer Biologie), alle ingenieurwissenschaft. Studiengänge (außer Bauing), insbe. E-Technik, Lehramt (außer deutsch), Informatik und Politik empfehlen.

Finger weg von BWL -das schreibe ich übrigens als Betribeswirtin MSc- und denkt schonmal gar nicht über ein Studium in Jura nach. Es sei denn, ihr möchtet in die Arbeitslosigkeit studieren.;)


Lounge Gast schrieb:
>
> Ach das ist doch quatsch mit Jura hat man bessere Chancen als
> mit BWL.


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   10.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Zahnarzt oder besser noch KFO. Die kommen mit dem Bauen der Garagen für ihre Drittporsche kaum nach. True stroy.

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   10.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja deswegen fährt mein KFO auch Dacia Logan^^ Was versucht ihr denn überhaupt für Gerüchte in die Welt zu setzen. Medizin ist deshalb so gut, weil die wenigsten im Krankenhaus 54 Stunden/Woche arbeiten wollen und daher ein Ärztemangel vorherrscht. Und wer hat dir denn erzählt, dass man mit Politik gute Chancen hat? Plastische Chirurgie, ich erzähl euch mal wie ein typischer Werdegang eines "Schönheitschirurgs" ist. 6 Jahre Grundausbildung allgemeine Medizin. 3-4 Jahre Facharzt zum HNO, nebenbei Promotion Pflicht und dann noch 3-4 Jahre als Assistenzarzt in der Chirurgie. Ich studiere derzeit Medizin und überlege mir nebenbei noch BWL zu studieren, weil das Studium nicht gerade schwer ist. Jedenfalls habe ich mir das auch so schön vorgestellt, als plastischer Chirurg. Letztendlich sind die Karrierechancen aber doch im Pharma und Biotech erfolgsversprechender. Das hätte man aber auch mit einem reinen BWL Studium erreichen können.
Nebenbei Jura ist das langweiligste und stupideste Studium, das man derzeit studieren kann. In Bezug auf die Arbeitsmarktchancen kann man da übrigens auch gleich Taxifahrer werden und an denjenigen, der "Ach das ist doch quatsch mit Jura hat man bessere Chancen als mit BWL." geschrieben hat. Nur weil du derzeit Jura studierst und vorhast das zu studieren, heißt das noch lange nicht, dass du damit erfolgreich sein wirst.


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   10.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

memoria, wenn man doch seine Finger von BWL lassen soll, warum studierst du dann im Master? Hättest du nicht nach dem Bachelor eine "bessere" Richtung einschlagen sollen, zb Elektrotechnik oder Lehramt oder doch Medizin oder Pharmazie. Einfach ein komplett neues Studium?
So wie ich das sehe hast du dich nie so richtig für BWL interessiert und bist nun nach 4 Jahren frustriert, dass du das falsche studiert hast und deshalb die Karrierechancen nicht gerade gut aussehen. Ich finde es schon ein wenig frech, Leuten pauschale Ratschläge geben zu wollen. Ich will nicht wissen wie viel naive Schüler sich hier rumtreiben, die deinen Beitrag lesen und deshalb einen deiner angeführten Studiengänge, die ja ach so erflogsversprechend sein sollen, was ja nicht einmal stimmt, beginnen obwohl sie sich für BWL interessieren.


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   11.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Sorry aber Medizin ist ein stupides Fach.Ich weiß ja nicht was du dir von BWL vorstellst.Aber auswendiglernen tut man mehr im medizin Studium.Finance,Accounting,Steuern und Controlling sind anspruchsvoll.Über VWL brauchen wir gar nicht zu reden ,weil das sowieso eine Stufe über BWL ist.

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   11.04.12
  memoria

Re: BWL Flut?

Hi, ich bin schon fertig. Eventuell solltest Du nicht nur die letzten Beiträge, sondern auch die ursprünglichen lesen.

Ja, ich bin mit Sicherheit total frustiert darüber, dass ich das falsche studiert habe und deshalb rate ich es anderen ab. Sinn ?

Ich habe in meinem ursprünglichen Beitrag explizit erwähnt, dass ich ein BWL Studium nu empfehlen würde, wenn man sich im wörtlichen Sinne für das Fach interessiert.

Welche Berufe Zukunft haben, kann man pauschal nicht sagen, aber einige seriöse Wissenschaften geben hierzu einen klaren Hinweis und da sind die Studiengänge, die ich oben erwähnt habe.

Lounge Gast schrieb:
>
> memoria, wenn man doch seine Finger von BWL lassen soll,
> warum studierst du dann im Master? Hättest du nicht nach dem
> Bachelor eine "bessere" Richtung einschlagen
> sollen, zb Elektrotechnik oder Lehramt oder doch Medizin oder
> Pharmazie. Einfach ein komplett neues Studium?
> So wie ich das sehe hast du dich nie so richtig für BWL
> interessiert und bist nun nach 4 Jahren frustriert, dass du
> das falsche studiert hast und deshalb die Karrierechancen
> nicht gerade gut aussehen. Ich finde es schon ein wenig
> frech, Leuten pauschale Ratschläge geben zu wollen. Ich will
> nicht wissen wie viel naive Schüler sich hier rumtreiben, die
> deinen Beitrag lesen und deshalb einen deiner angeführten
> Studiengänge, die ja ach so erflogsversprechend sein sollen,
> was ja nicht einmal stimmt, beginnen obwohl sie sich für BWL
> interessieren.


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   11.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Memoria, könntest du uns bitte erläutern, weshalb du von einem BWL-Studium abraten würdest?
Beziehungsweise wie kommst du darauf, dass deine oben genannten Studiengänge mehr Erfolg versprechen? Zu Plastische Medizin: Bevor man den Status eines anerkannten plastischen Chirurgen erlangt muss man 15 Jahre Berufserfahrung mitbringen und dann ist noch nicht einmal gesagt, dass man erfolgreich eine Praxis gründen wird. Nicht jeder wird gleich Dr. Mang. Zu Ingenieurwesen sei Folgendes gesagt. Die Gesellschaft deutscher Ingenieure verzeichnet zwar einen Ingenieurmangel aber die Zahl an beliebten gut vergüteten Stellen in der Energie- oder Automobilbranche stagniert. Des Weiteren steigt die Zahl der Studierende rasant an und bei Männern wird beinahe die Studentenanzahl der BWL-Studierenden erreicht.
Zu Zahnmedizin: Die goldenen Jahre waren einmal, es wird falls man in der Familie oder Bekanntenkreis keine Zahnärzte kennt, sehr schwierig gut Geld zu verdienen. Und Politologie sei mal dahingestellt. Erläutere mir bitte für was man das benötigt.


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   11.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich bin nicht memoria, trotzdem ein kurzer Kommentar: Bzgl. Ingenieure hast Du recht, viele Stellen sind nicht attraktiv. Die meisten Ingenieure machen auch keine Karriere. Bei Ärzten und Zahnärzten lohnt es sich immer noch richtig , wenn sie viele Privatpatienten haben. Einige haben deshalb auch die Kassenzulassung zurückgegeben, um keine Kassenpatienten mehr behandeln zu müssen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Memoria, könntest du uns bitte erläutern, weshalb du von
> einem BWL-Studium abraten würdest?
> Beziehungsweise wie kommst du darauf, dass deine oben
> genannten Studiengänge mehr Erfolg versprechen? Zu Plastische
> Medizin: Bevor man den Status eines anerkannten plastischen
> Chirurgen erlangt muss man 15 Jahre Berufserfahrung
> mitbringen und dann ist noch nicht einmal gesagt, dass man
> erfolgreich eine Praxis gründen wird. Nicht jeder wird gleich
> Dr. Mang. Zu Ingenieurwesen sei Folgendes gesagt. Die
> Gesellschaft deutscher Ingenieure verzeichnet zwar einen
> Ingenieurmangel aber die Zahl an beliebten gut vergüteten
> Stellen in der Energie- oder Automobilbranche stagniert. Des
> Weiteren steigt die Zahl der Studierende rasant an und bei
> Männern wird beinahe die Studentenanzahl der BWL-Studierenden
> erreicht.
> Zu Zahnmedizin: Die goldenen Jahre waren einmal, es wird
> falls man in der Familie oder Bekanntenkreis keine Zahnärzte
> kennt, sehr schwierig gut Geld zu verdienen. Und Politologie
> sei mal dahingestellt. Erläutere mir bitte für was man das
> benötigt.


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   11.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Mag sein, dass man mit Privatpatienten viel Geld verdienen kann, in der Schweiz sogar noch besser als in Deutschland aber nur unter der Vorraussetzung, dass man eine Praxis neu gründet oder übernimmt und der Laden läuft. Das kostet erst einmal umgerechnet rund 400.000 Euro für Zahnmediziner, für Radiologen etwas mehr, für Allgemeinmediziner etwas weniger. Dann nehmen wir an brutto wird rund 174.000 Euro verdient (Allgemeinmediziner). Abgezogen 100.000 für Personal- und Betriebskosten und schon sind wir bei 74.000 Euro für einen ca. Mitte Dreißigjährigen Arzt. Davon ziehen wir nochmal die private Renten/ Sozial- etc. -versorgung ab und wir landen bei rund 40.000 Euro netto. Also da können Naturwissenschaftler/ Mediziner/ Wirtschaftswissenschaftler in der Pharmabranche mehr verdienen, vorausgesetzt man war auf einer renommierten Uni mit gutem Netzwerk, sehr guter Abschluss etc. (ist übrigens relativ egal welches Studienfach, gut sein muss man auch als Ingenieur oder Mediziner)

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   11.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

So einen Arzt will ich aber nicht haben ,der nur auf Geld achtet.Mediziner sollte man nicht aus monetären Gründen werden ,sondern weil man Menschen helfen möchte.

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   12.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Sorry, so ist es aber...auch Mediziner müssen sehen, wo sie bleiben. Der Großteil der Studenten studiert Medizin wegen der Reputation und der Kohle, nicht weil sie Menschenfreunde sind.

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   12.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das sei mal aus und vor, denn das ist die Grundvorraussetzung. Aber: Es ging hier nicht um das ethische Empfinden, sonder nur um den Karriereweg eines Arztes, weil hier manch einer behauptet, mit Zahnmedizin reich zu werden. Und weil ich pauschalisierte Klischees nicht haben kann, musste ich hier einmal mit Zahlen argumentieren, die das Gehalt eines Mitte 30 bis 40 jährigen Arzt sehr gut ableuchten. Sowohl aus eigener Erfahrung, in meinem Bekanntenkreis sind in etwas 10 Zahnärzte (Ärztefamilie), als auch am statistischen Tabellen, lässt sich dies beweisen.
Zu guter letzt möchte ich dir jedoch noch sagen, dass es vor allem in Deutschland, da dort Ärzte nicht so gut wie in der Schweiz, Großbritannien oder den USA verdienen oftmals Seitenwege einschlagen um ihr monetäres Bedürfnis zu stillen. Zu nennen seien Kollaborationen mit Pharmafirmen (Pharmareferenten), die ihre neu entwickelten Produkte an den Arzt bringen wollen und ihnen teure Reisen etc. anbieten. Es gibt zichtausend Ärzte in Deutschland, die auf diese Weise ihren Beruf ausführen. Also gut auf die Vorgehensweise der Ärzte achten.


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   12.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Die meisten wollen nur aus Prestigegründen Arzt werden. Geld lockt auch noch. Wer Menschen helfen will, wird durch das System ausgebremst.

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   12.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Tja und deshalb gibt es Ärztepfusch.Dann wird halt nicht nur der Blinddarm sondern auch noch was anderes ausgeweidet.Das sind doch Verrückte.Meine Oma leidet bis heute an ihrem ärztepfusch.
Das sind reine Abzocker.Meine Tante ist aufgrund von Krankenhauskeimen gestorben.Es sollte psychologische Tests geben ,wer zu dem Beruf passt und wer nicht.Humanmediziner sollten eiegntlich menschlich sein.


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   12.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich denke man sollte die Studienvorschriften der Mediziner etwas ändern. Das ganze Studium besteht aus reines auswendiglernen, man merkt vielen Ärzten, dass sie nichts verstanden haben und einfach auf Bulimie auswendiggelernt haben. Ich persönlich besuche immer bis zu 5 Ärzten, wenn ich etwas habe und jeder von denen sagt mir immer was anderes und wenn ich dann sage : "aber Herr Dr xy hat dies und das gesagt", dann wird erstmal ordentlich über den Kollegen abgelästert.

Mittlerweile gehe ich kaum mehr zum Arzt, ahja man hat mich auch mal für 2 Monate ins Krankenhaus geschickt, obwohl ich nichts hatte, angeblich bin ich nach der Aussage eines Arztes schwer krank gewesen, am Ende kam raus, dass ich nichts habe, Top gesund bin. Immerhin wurde ich 2 Monate lang wie ein Knig behandelt , weil jeder dachte, ich werde sterben :D


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   12.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Viele Ärzte wollen das System so nicht mehr. Dort wo es viele Privatpatienten gibt können sie den Beruf so ausüben, wie sie es sich vorstellen. Wenn ich zu meinem Zahnarzt komme ist der kleine Wartebereich fast immer leer. Er nimmt sich auch sehr viel Zeit für seine Patienten. Keine Massenabfertigung. Keine Kassenpatienten. Nur die besser situierte Kundschaft. Die Rechnungen sind natürlich entsprechend hoch. Passt doch ganz gut in einen BWL-thread?

Lounge Gast schrieb:
>
> Die meisten wollen nur aus Prestigegründen Arzt werden. Geld
> lockt auch noch. Wer Menschen helfen will, wird durch das
> System ausgebremst.


[auf diesen Beitrag antworten]

   12.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Warum macht ihr nicht einfachmal den Master of Science Busfahrer verdient mehr oder genau so viel, wie der Master of Science Betriebswirt, oder wie wärs mit ein Examen als Rechtanwaltsgehilfe, verdient genau so viel, wie der RA, oder wie wärs mit Diplom Baggerfahrer. verdient genau soviel, wie der Ing. =( Zum heulen ! =( =( =( =(

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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Grundsätzlich hast Du den richtigen Weg aufgewiesen. Der Sohn einer Bekannten ist nur mit mittlerer Reife zur Polizei gegangen, ist jetzt aber genauso wie seine Altersgenossen, die Abi und FH-Diplom gemacht haben Hauptkommissar, und zwar ohne Studium.

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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wir haben uns bei Bologna wiedermal nach den USA gerichtet. Da gibt es kein wirkliches Ausbildungssystem zum Facharbeiter, keine Handwerksmeister oder Techniker. Als Ausbildungsabschluss bekommt dort jede "Ausbildung" direkt den Bachelor, ob es nun Krankenschwester, Feuerwehrmann, Polizist oder etwas anderes ist. Es ist und bleibt dort aber keine akademische Ausbildung und da sehe ich das Hauptproblem. Wozu dann das so in der Form übernehmen, wo wir ein völlig anderes Bildungssystem haben? Wir haben super Facharbeiterausbildungen, wir haben gute Meister/Techniker etc und auch gute Akademiker? Warum ein System übernehmen, was aus einem völlig anderen Bildungssystem entstanden ist? Ein akademischer Grad sollte wirklich an Leute vergeben werden, die auf akademischen Niveau ausgebildet wurden. Da ist der Unterschied zwischen den USA und uns. Bei uns ist der Bachelor ein Akademiker, bei den USA ist ein Bachelor ein normaler Geselle. Damit passt dort z.B. die Einstufung auf Stufe 6 zusammen mit dem Bachelor. In Deutschland hingegen nicht.

[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?


Lounge Gast schrieb:
>
> Viele Ärzte wollen das System so nicht mehr. Dort wo es viele
> Privatpatienten gibt können sie den Beruf so ausüben, wie sie
> es sich vorstellen. Wenn ich zu meinem Zahnarzt komme ist der
> kleine Wartebereich fast immer leer. Er nimmt sich auch sehr
> viel Zeit für seine Patienten. Keine Massenabfertigung. Keine
> Kassenpatienten. Nur die besser situierte Kundschaft. Die
> Rechnungen sind natürlich entsprechend hoch. Passt doch ganz
> gut in einen BWL-thread?
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Die meisten wollen nur aus Prestigegründen Arzt werden.
> Geld
> > lockt auch noch. Wer Menschen helfen will, wird durch das
> > System ausgebremst.

Das ist aber keineswegs in Ordnung. Das System erlaubt es freipraktizierenden Ärzten am Ende rund 100.000 Euro p.a. zu verdienen, und zwar ohne Privatpatienten. Meines Erachtens ist das mehr als genug für einen Arzt, der dich sowieso nur zu einem seiner bekannten Fachärzte verschiebt. Außerdem sollte man den Beruf es Arztes nicht aus monetären Gründen ausüben. 100.000 Euro reichen vollkommen für ein gut bürgerliches Leben aus. Wenn sie mehr verdienen möchten dürfen sie nicht den Beruf des Arztes ausüben, sondern müssen meines Erachtens in die Industrie gehen, z.b. Pharmaunternehmen. Da dort allerdings das Risiko wieder höher ist, seinen Job zu verlieren haben diejenigen Ärzte, die eigentlich gut Geld verdienen wollen Angst und gründen ihre Praxis, schleusen die Patienten durch, nehmen sich aber Zeit für die Privatpatienten. Das ist schlichtweg unsozial und gehört nicht in die deutsche Gesellschaft.

Und nun zu demjenigen, der mit Busfahrer etc. argumentiert hat. Wenn man studiert nimmt man das Risiko auf sich, Geld in die Bildung zu investieren ohne zu wissen was später aus einem wird. Aber: Die Wahrscheinlichkeit, dass man als Akademiker einer renommierten Universität Erfolg im Beruf haben wird ist um ein Vielfaches höher als ohne akademischen Titel (und damit meine ich universitäre akademische Titel). Ich kenn fast keinen Vorstand der Dax30, der auf einer FH studiert hat.


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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es mag sein, dass die Wahrscheinlichkeit mit einem akademischen Titel höher ist Erfolg im Beruf zu haben, z.B ein Bekannter: Nach dem 3 Jährigen Abitur mit dem Durchschnitt 1,3 hat er das BWL Studium aufgenommen, nach einem erfolgreichen, überdurchschnittlichen Abschluss, etliche Praktikas, Auslandsemester, und 3 Sprachen ist er bei den Big4 eingestiegen. Eigentlich ist er der perfekte Arbeitnehmer, den man sich vorstellen kann, lebt quasi nur für seine Arbeit, verzichtet auf jegliche Freizeit, Überstuden machen ihm nichts aus usw usf.. Nach der Überbrückung der Praxis und dem Abschluss der Examen für WP und Stb kam er auf lächerliche 50 k. =( Er hatte sich dadurch einwenig mehr erhofft =( Das schönste ist es, wenn man mal bei BIG4 arbeitet und den langen, steinigen Weg zum WP in Kauf nimmt, dann hat man zum. Freunde, die dann denken, wie toll man verdient =( Hinweis: er war bei den Big4, möchte nicht wissen, wieviel er woanders bekommen hätte =( 1700 Brutto eventuell :( Nun hat mein Bekannter noch eine einjährige Weiterbildung im Bereich Chemie gemacht und verdient weitaus mehr. Insgesamt hat das alles ihm 11 Jahre gekostet. =( Er hätte direkt eine Ausbildung im Bereich Chemie machen können, würde genau das Gehalt bekommen, was er heute bekommt =(

Fazit: Studium lohnt sich in D nicht mehr ! Leistung und Gegenleistung stimmen da einfach nicht. Als Akademiker wird man überall ausgebeutet, kürzt sich seine Rente und hat außerdem ein langes entbehrungsreiches Leben während des Studiums.


[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist schwachsinn. In Amerika ist der Associate wie unsere Ausbildung und zählt als akademischer Abschluß.

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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja sicher, die USA geben für alles einen akademischen Abschluss. Dort sind alle Akademiker. Das ist einfach Schmarrn. Geht mal in ein amerikanisches Unternehmen, da sind die Mehrzahl an Leuten nur angelernte Fachkräfte. Die wollen nur ihre Akademikerquote hochtreiben, mehr nicht. Guck mal für was du in Amerika einen akademischen Abschluss bekommst, das ist ein Witz. Aber am Ende sehen die Statistiken besser aus und das scheint mehr zu zählen.

Und über die Gehälter im Bereich BWL muss man sich nicht wundern, das ist einfach überlaufen und es gibt zuviele Absolventen. Ich hatte damals als Chemiefacharbeiter 2.200 Brutto als Berufseinsteiger. Für 1.700 Brutto würde ich den Arbeitgeber nur auslachen, irgendwo findet man schon was. Wer Akademiker möchte, der soll auch entsprechend bezahlen. Aber die Arbeitgeber können es machen, es gibt eben zuviele BWLer. Früher konnte man es sich nicht leisten, tausende Diplom-Betriebswirte als Sachbearbeiter versauern zu lassen. Da wurden unsere Chancen genutzt. Heute haben wir im BWL Bereich ein Luxusproblem. Deswegen, studiert lieber etwas, was wirklich gebraucht wird. Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften etc.


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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Kann Dir vollkommen beipflichten. Hatte mich vor ca. 5 Jahren mit einem promovierten Physiker unterhalten. Nach 10 Jahren an der UNI (Studium und Promotion haben solange gedauert) war er arbeitslos. Niemand wollte ihn einstellen, Begründung z.T.: überqualifiziert. Dann hat er über die Arbeitsagentur eine Weiterbildung für arbeitslose Akademiker bekommen, einige Monate EDV. Damit hat er dann sofort einen gut bezahlten Job bei einer Bank bekommen. Er war aber trotzdem frustriert, weil ihm die 10 Jahre Uni nichts gebracht haben.

Lounge Gast schrieb:
>
> Es mag sein, dass die Wahrscheinlichkeit mit einem
> akademischen Titel höher ist Erfolg im Beruf zu haben, z.B
> ein Bekannter: Nach dem 3 Jährigen Abitur mit dem
> Durchschnitt 1,3 hat er das BWL Studium aufgenommen, nach
> einem erfolgreichen, überdurchschnittlichen Abschluss,
> etliche Praktikas, Auslandsemester, und 3 Sprachen ist er bei
> den Big4 eingestiegen. Eigentlich ist er der perfekte
> Arbeitnehmer, den man sich vorstellen kann, lebt quasi nur
> für seine Arbeit, verzichtet auf jegliche Freizeit,
> Überstuden machen ihm nichts aus usw usf.. Nach der
> Überbrückung der Praxis und dem Abschluss der Examen für WP
> und Stb kam er auf lächerliche 50 k. =( Er hatte sich dadurch
> einwenig mehr erhofft =( Das schönste ist es, wenn man mal
> bei BIG4 arbeitet und den langen, steinigen Weg zum WP in
> Kauf nimmt, dann hat man zum. Freunde, die dann denken, wie
> toll man verdient =( Hinweis: er war bei den Big4, möchte
> nicht wissen, wieviel er woanders bekommen hätte =( 1700
> Brutto eventuell :( Nun hat mein Bekannter noch eine
> einjährige Weiterbildung im Bereich Chemie gemacht und
> verdient weitaus mehr. Insgesamt hat das alles ihm 11 Jahre
> gekostet. =( Er hätte direkt eine Ausbildung im Bereich
> Chemie machen können, würde genau das Gehalt bekommen, was er
> heute bekommt =(
>
> Fazit: Studium lohnt sich in D nicht mehr ! Leistung und
> Gegenleistung stimmen da einfach nicht. Als Akademiker wird
> man überall ausgebeutet, kürzt sich seine Rente und hat
> außerdem ein langes entbehrungsreiches Leben während des
> Studiums.


[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das hast Du falsch verstanden, diese Ärzte behandeln überhaupt keine Kassenpatienten mehr. In den wirtschaftlich guten Gebieten, z.B. Rhein-Main, gibt es immer mehr Privatpraxen. Da werden Kassenpatienten nur behandelt, wenn sie alles komplett selbst bezahlen.


>
> schleusen die Patienten durch, nehmen sich aber Zeit
> für die Privatpatienten. Das ist schlichtweg unsozial und
> gehört nicht in die deutsche Gesellschaft.
>

Altes Thema, Titel sind nur Dr. und Prof., ansonsten sind das nur akademische Grade. Und es gibt auch Vorstände bzw. Vorstandsvorsitzende Dax30, die überhaupt kein abgeschlossenes Studium haben. In der Politik ist das ja genauso, die Minister brauchen keine Ausbildung, schon gar kein Studium, die Beamten h.D. werden nur eingestellt, wenn sie ein Studium mit guten Noten vorweisen können.

> (und damit meine ich universitäre akademische Titel).
> Ich kenn fast keinen Vorstand der Dax30, der auf einer FH
> studiert hat.


[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?


Lounge Gast schrieb:
>
> Ja sicher, die USA geben für alles einen akademischen
> Abschluss. Dort sind alle Akademiker. Das ist einfach
> Schmarrn. Geht mal in ein amerikanisches Unternehmen, da sind
> die Mehrzahl an Leuten nur angelernte Fachkräfte. Die wollen
> nur ihre Akademikerquote hochtreiben, mehr nicht. Guck mal
> für was du in Amerika einen akademischen Abschluss bekommst,
> das ist ein Witz. Aber am Ende sehen die Statistiken besser
> aus und das scheint mehr zu zählen.
>
> Und über die Gehälter im Bereich BWL muss man sich nicht
> wundern, das ist einfach überlaufen und es gibt zuviele
> Absolventen. Ich hatte damals als Chemiefacharbeiter 2.200
> Brutto als Berufseinsteiger. Für 1.700 Brutto würde ich den
> Arbeitgeber nur auslachen, irgendwo findet man schon was. Wer
> Akademiker möchte, der soll auch entsprechend bezahlen. Aber
> die Arbeitgeber können es machen, es gibt eben zuviele BWLer.
> Früher konnte man es sich nicht leisten, tausende
> Diplom-Betriebswirte als Sachbearbeiter versauern zu lassen.
> Da wurden unsere Chancen genutzt. Heute haben wir im BWL
> Bereich ein Luxusproblem. Deswegen, studiert lieber etwas,
> was wirklich gebraucht wird. Naturwissenschaften,
> Ingenieurwissenschaften etc.


Ja und genau dann, wenn ihr studiert was gebraucht wird, macht ihr euch zum Arbeitstier und lasst euch von den Unternehmen und der Gesellschaft unterjochen. Eventuell hängt Erfolg doch auch ein wenig von der Persönlichkeit ab. Aber ohne akademischen Titel, und das ist mir gerade egal ob das ein Grad oder Titel ist, bringt dir deine Persönlichkeit nichts. Denn nennt mir doch mal bitte wer der Dax 30 Konzernchefs kein Studium habt. Und kommt mir jetzt bitte nicht mit dem Deutsch Bahn Chef oder dem Audichef (nicht einmal Dax30), der anfangs Bauer war.


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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ein Studium lohnt sich nichtmehr? Dann macht eben eure Banklehre und versauert am Ikea-Tisch, indem ihr alten Frauen und Männern windige Finanzprodukte andreht, die ihr nichteinmal versteht.
Oder noch besser werdet Altenpfleger, die werden noch mehr als Ingenieure in Deutschland gebraucht, Jongarantie bei 100%.

Also ein wenig Stolz erwarte ich mir schon von euch!!! Und so schlecht stehen die Chancen mit BWL nicht. Es sei denn ihr kommt von einer Massenabfertigungsuni oder einer FH, die keiner kennt.


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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

hahaha.. ja, studieren wir doch alle mal um etwas mehr Stolz zu haben.

Stolz wäre ich, wenn ich- wie meine ehemaligen Schüler, die den einfacheren Weg einer Ausbildung gewählt haben- mit meinem BMW durch die Gegend fahren könnte.

Nein, ich muss ja erstmal noch meine Schulden abzahlen und wenn ich dann noch weitere 10 Jahre geopfert habe, dann kann ich mir eventuell auch ein Auto leisten, und nein ein altes Mazza ist kein Auto.

Wenn man mal bei Google Stichpunkte wie "Burnout Bachelor" gibt, dann weiß man, wie beschissen das neue System ist. Noch nie waren soviele Studierende unter psychol. Beratung aufgrund des immensen Drucks- und das alles wofür denn ? Für lächerliche 1400 bei PWC ? Hätte ich mich doch mit meinem Master bei Aldi als Kassierer beworben, die verdienen nicht viel weniger. Und wieviel man als Statiker, Bauing. verdient, darüber reden wir lieber überhaupt nicht.

Deutsche Akademiker bekommen- wenn sie glück haben- 600 Euro an Bafög, reicht gerad mal für die Miete, Strom, Internet und günstige Lebensmittel aus. Nach dem man bis zu 8 Jahre in Armut gelebt hat, ist man erstmal hochverschuldet, dh. die nächsten Jahre kann man sich auch nichts leisten, sondern muss erstmal die Schulden abzahlen.

Tja, in dieser Zeit haben schon alle Freunde geheiratet, ein Auto gekauft, finanzieren schon ihre Häuser- und was hat der armselige Akademiker: Nichts !

Oh, ihm wird sogar die Rente verkürzt, irgendwie muss man ihn doch bestrafen, dass der doofi studiert hat.

Tja, und letztendlich wird man auch noch mit einem Fachwirt, Meister gleichgestellt.

Respekt an Deutschland, man könnte die akademische Leistung mit Sicherheit nicht unattraktiver machen ! WOW !


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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Genau das sind die Punkte, die keiner anerkennen möchte. Ich hab die gleiche Meinung. Bekomme auch 600 Euro Bafög im Monat und rege mich enorm über diese Regelung auf. Genau aus den gleichen Gründen. 100% Zustimmung.

[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Zwingt doch keiner die Leute nach dem ABI sich sofort wie Blöde auf das Massenstudium X zu stürzen, oder? Die Cleveren haben schon immer ein Duales Studium bei einem großem Konzern gemacht und dann dank Berufserfahrung und Netzwerk die Karriere hingelegt, von der die ganzen Blindschleichen im überfüllten Audimax nur träumen.

[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Zum Beispiel Rene Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom AG, Lehre als Industriekaufmann, dann Studium. Hat aber nach dem 2. Semester das Studium abgebrochen.

[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

pwc zahlt ca 3400.

Bischen realitätssinn sollte man bei seinem geheule dann doch noch behalten


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   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Darf ich fragen was du studiert hast, wo du studiert hast und ob Bachelor oder Master?

[auf diesen Beitrag antworten]

   13.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Du scheinst mir ja sehr interessiert an akademischen Themen zu sein, so wie du ernüchtert und frustriert über deine Ausbildung schreibst.
So wie ich das sehe ist dir das Fahren eines BMW wichtiger als die Möglichkeit gehabt zu haben, eine Universität zu besuchen. Du hast dich durch das Studium gequält, deshalb auch 8 Jahre Studium und nebenbei gesehen, wie deine Nichtakademikerfreunde ihren BMW durch tolles Leasing finanziert haben. Statussymbole sind für dich wichtiger als Inhalte. Super Akademiker für den der Erfolg von vorenthalten wurde!!!


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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das ist wieder der typische Meister, der liest das, was er lesen will, nicht dass, was dort steht. Er hat lediglich gesagt, dass die Person, mit dem beruflichen Werdegang schon ein Auto, Wohnung/Haus, Kind, jährlicher Urlaub hat, wenn der Akademiker nach jahrelangem Verzicht gerade mal anfängt. Das hat nichts mit Statussymbol zu tun. Ein Auto ist ein zentraler Bestandteil des Lebens geworden. Es ging dem Poster darum, dass er die Unterschiede im Bezug auf Errungenschaften aufzeigt. Ich habe vor meinem Studium auch ne Ausbildung gemacht und gearbeitet. Habe auch ein Auto und damit bin ich schon fast die Ausnahme im Studiengang. Es ging hier nur darum den Verzicht darzustellen und nicht irgendwie schlecht über seine akademische Ausbildung herzuziehen.

[auf diesen Beitrag antworten]

   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Zum Beispiel Rene Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom
> AG, Lehre als Industriekaufmann, dann Studium. Hat aber nach
> dem 2. Semester das Studium abgebrochen.

Na da hast du aber was missverstanden. René Obermann mag zwar zuerst eine Berufsausbildung gemacht haben und dann sein Volkswirtschaftsstudium abgebrochen haben, der Grund für seine Karriere war aber, dass Obermann ein Unternehmen gegründet hat, an dem sich Hutschison Whampoa später beteiligte. Er hätte genauso VWL studieren können und sein Unternehmen gründen können.
Des Weiteren ist René Obermann eine Ausnahme. Es gibt 30 Dax-Konzerne von denen mindestens 90% Akademiker sind. 30% haben sicherlich noch einen Doktortitel.


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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Zwingt doch keiner die Leute nach dem ABI sich sofort wie
> Blöde auf das Massenstudium X zu stürzen, oder? Die Cleveren
> haben schon immer ein Duales Studium bei einem großem Konzern
> gemacht und dann dank Berufserfahrung und Netzwerk die
> Karriere hingelegt, von der die ganzen Blindschleichen im
> überfüllten Audimax nur träumen.

Dass ich nicht lache. Die Cleveren haben auf einer Elite-Uni studiert, dort ein 1A Abschluss gemacht, am besten noch einen Doktor draufgesattelt, währenddessen ihr Netzwerk ausgebaut (man unterschätze mir die Professoren und ihre Verbindungen in die Wirtschaft nicht) und dann waren sie erfolgreich.


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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Adidas: Studium der BWL
Allianz: Promotion Jura
BASF: Promotion BWL
Bayer: Promotion Chemie
BWM: Studium Maschinenbau
Commerzbank: Studium BWL
Daimler: Promotion E-Technik
Deutsche Bank: Promotion VWL
Deutsche Börse: Promotion Jura
Deutsche Post: Promotion Neurobiologie
EON: Studium Jura/ VWL; Promotion Jura
Fresenius Med.Care: Promotion Chemieing.
Fresenius: Promotion BWL
Heidelberg Zement: Promotion Jura
Henkel: Studium BWL; EMBA Harvard Business School
K+S: Studium Jura
Linde: Studium Wirtschaft, Maschinenbau, Zweitstudium WIrtsch.Ing
Lufthansa: Studium WIrtsch.Ing
MAN: Promotion Maschinenbau
Metro: Studium BWL
Munich RE: Promotion Jura
RWE: Studium BWL
SAP: Studium BWL
Siemens: Stuidum BWL, MBA
Thyssen Krupp: Promotion E-Technik
Volkswagen: Promotion

Noch Fragen?


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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Habe ich nicht missverstanden! Er hat eine abgeschlossene Berufsausbildung, sonst nichts. Dass er dann Unternehmer geworden ist, ist eine andere Story. Bill Gates ist auch so ein Beispiel in den USA.

Lounge Gast schrieb:
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Zum Beispiel Rene Obermann, Vorstandsvorsitzender der
> Telekom
> > AG, Lehre als Industriekaufmann, dann Studium. Hat aber
> nach
> > dem 2. Semester das Studium abgebrochen.
>
> Na da hast du aber was missverstanden. René Obermann mag zwar
> zuerst eine Berufsausbildung gemacht haben und dann sein
> Volkswirtschaftsstudium abgebrochen haben, der Grund für
> seine Karriere war aber, dass Obermann ein Unternehmen
> gegründet hat, an dem sich Hutschison Whampoa später
> beteiligte. Er hätte genauso VWL studieren können und sein
> Unternehmen gründen können.
> Des Weiteren ist René Obermann eine Ausnahme. Es gibt 30
> Dax-Konzerne von denen mindestens 90% Akademiker sind. 30%
> haben sicherlich noch einen Doktortitel.


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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Bill Gates? Das war ja wohl nichts... Es waren außerdem völlig andere Zeiten früher. Überlegt mal, wo Bill Gates kurz vor der Veröffentlichung seines phänomentalen Betriebssystems als Praktikant gearbeitet hat?! Er war bei Apple unter Steve Jobs damals. Das ist kein Witz, er hat Innovationen von Apple geklaut und diese in sein System integriert. Leider Gottes war er schneller bei der Anmeldung der Patente, sonst würde es heut kein Microsoft geben!

Früher konnte man auch viel einfacher gewisse Marktlücken entdecken und damit Geld machen. In der heutigen Zeit gibt es doch nichts, was es nicht gibt. Heutzutage würde sowas nicht mehr passieren.


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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Du wirfst hier immer wieder mit Ausnahmetalenten um dich. Wenn du dir das Gros der Unternehmer ansiehst wirst du bemerken, dass sie alle einen akademischen Abschluss haben. Aber meinetwegen, macht eure Lehre und bleibt in euren Gedanken verhaftet, zu glauben ihr könntet damit Vorstand werden.

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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lustige Vögel sind hier unterwegs. Die Berufsausbildung war das Mittel zum Erfolg René Obermanns und noch besser Bill Gates. Leute, macht auf jeden Fall eine Berufsausbildung, dann werdet ihr reich und könnt auf Akademiker herabschauen. Macht das!!! Auf jeden Fall eine Garantie auf Erfolg, da könnt ihr dann die Akademiker in eurem goldenen Ferrari überholen und euch darauf einen runterholen.

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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Da hat man ja fast das Gehalt eines Friseurmeisters :D
Mit dem BA oder mit dem MA ? Jetzt kommts mit dem Doktor...

Lounge Gast schrieb:
>
> pwc zahlt ca 3400.
>
> Bischen realitätssinn sollte man bei seinem geheule dann doch
> noch behalten


[auf diesen Beitrag antworten]

   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Man hat mit einem akad. Abschluss mit Sicherheit bessere Chancen um in dem Beruf Erfolg zu haben, aber man kann nun nicht hier ernsthaft Werbung für das Studium machen ala "ihr könntet ja Vorstand werden" Nach dem Motto als ob man überall händeringend Vorständer suchen würde. Und der naive frische Abiturient träumt dann tatsächlich davon eines Tages ganz groß als Vorstand rauszukommen. Nice dreams.

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   14.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Natürlich, Bill Gates hatte sein Studium nach 2 Jahren abgebrochen. Er hat nie für Apple gearbeitet! MS-DOS hat er nicht selbst programmiert, sondern zugekauft und teuer an IBM weiterverkauft.

Lounge Gast schrieb:
>
> Bill Gates? Das war ja wohl nichts... Es waren außerdem
> völlig andere Zeiten früher. Überlegt mal, wo Bill Gates kurz
> vor der Veröffentlichung seines phänomentalen Betriebssystems
> als Praktikant gearbeitet hat?! Er war bei Apple unter Steve
> Jobs damals. Das ist kein Witz, er hat Innovationen von Apple
> geklaut und diese in sein System integriert. Leider Gottes
> war er schneller bei der Anmeldung der Patente, sonst würde
> es heut kein Microsoft geben!
>
> Früher konnte man auch viel einfacher gewisse Marktlücken
> entdecken und damit Geld machen. In der heutigen Zeit gibt es
> doch nichts, was es nicht gibt. Heutzutage würde sowas nicht
> mehr passieren.


[auf diesen Beitrag antworten]

   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Man hat mit einem akad. Abschluss mit Sicherheit bessere
> Chancen um in dem Beruf Erfolg zu haben, aber man kann nun
> nicht hier ernsthaft Werbung für das Studium machen ala
> "ihr könntet ja Vorstand werden" Nach dem Motto als
> ob man überall händeringend Vorständer suchen würde. Und der
> naive frische Abiturient träumt dann tatsächlich davon eines
> Tages ganz groß als Vorstand rauszukommen. Nice dreams.

Jaja, aber mit der Berufsausbildung hast du rein statistisch noch weniger Chancen, das musst du ja wohl einsehen können.


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   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das sind aber dann nicht die Cleveren, sondern die Reichen von denen du sprichst. Kleiner, aber feiner Unterschied. Der Weg über das duale Studium ist für Ottonormallbürger (also 90%) sicherlich das Sinnvollste.

Lounge Gast schrieb:
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Zwingt doch keiner die Leute nach dem ABI sich sofort wie
> > Blöde auf das Massenstudium X zu stürzen, oder? Die
> Cleveren
> > haben schon immer ein Duales Studium bei einem großem
> Konzern
> > gemacht und dann dank Berufserfahrung und Netzwerk die
> > Karriere hingelegt, von der die ganzen Blindschleichen im
> > überfüllten Audimax nur träumen.
>
> Dass ich nicht lache. Die Cleveren haben auf einer Elite-Uni
> studiert, dort ein 1A Abschluss gemacht, am besten noch einen
> Doktor draufgesattelt, währenddessen ihr Netzwerk ausgebaut
> (man unterschätze mir die Professoren und ihre Verbindungen
> in die Wirtschaft nicht) und dann waren sie erfolgreich.


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   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Habe mich heute mit einem Mitarbeiter aus der Autoindustrie unterhalten. Er ist weder Meister noch Techniker, sondern nur einfacher Arbeiter. Schon etwas älter, also lange Betriebszugehörigkeit. Lohn: 3.600 Euro pro Monat, allerdings mit Schichtzulage.


Lounge Gast schrieb:
>
> Da hat man ja fast das Gehalt eines Friseurmeisters :D
> Mit dem BA oder mit dem MA ? Jetzt kommts mit dem Doktor...
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > pwc zahlt ca 3400.
> >
> > Bischen realitätssinn sollte man bei seinem geheule dann
> doch
> > noch behalten


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   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ein Friseurmeister kann froh sein, wenn er brutto eine 2 vorne stehen hat. Wenn man glaubt Friseure verdienen 3400 euro aufwärts, dann muss man natürlich auch heulen, dass sich ein Studium nicht mehr lohnt.
aber dann glaubt man auch daran, dass Schweine fliegen können


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   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Da hat man ja fast das Gehalt eines Friseurmeisters :D
> Mit dem BA oder mit dem MA ? Jetzt kommts mit dem Doktor...
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > pwc zahlt ca 3400.
> >
> > Bischen realitätssinn sollte man bei seinem geheule dann
> doch
> > noch behalten

Mit Promotion sind locker 60-70k Einstiegsgehalt drin. Bekannte von mir haben in St. Gallen promoviert, arbeiten nun in der Internen Revision (Finanzdienstleistung) und sind bei 120k CHF, derzeit 100k Euro. Nach 5 Jahren sind gut und gern 170k CHF drin.


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   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

....ich habe BWL mit den Vertiefungen Marketing, FuE-Management und Wirtschaftsenglisch abgeschlossen und kann nicht meckern. Hatte nie Probleme einen Job zu finden und kann jeden ein BWL-Studium empfehlen. Wir werden alle gebraucht. :-) Verdiene nach 3,5 Jahren 71.500,-- fest zzgl. 2.700 Bonus im Technisches Vertrieb im Bereich Automotive. Auch Wirtschaftsingenieurwesen ist interessant und bietet sehr interessante Job-Perspektiven im Technischen Vertrieb. Mein Vorgänger auf dieser Position hatte VWL studiert und ist jetzt eine Stufe über mir. Also auch ohne technischen Abschluss kann man mit VWL oder BWL durchaus auch Schnittstellen im Unternehmen besetzen wo man denkt, dass jemand mit einem technischen Abschluss vielleicht besser Chancen hätte.

Was ich damit sagen möchte: BWL, VWL, Wiing sind super Studiengänge die vielseitige Chancen für die Berufswahl bieten.


[auf diesen Beitrag antworten]

   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Das sind aber dann nicht die Cleveren, sondern die Reichen
> von denen du sprichst. Kleiner, aber feiner Unterschied. Der
> Weg über das duale Studium ist für Ottonormallbürger (also
> 90%) sicherlich das Sinnvollste.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Zwingt doch keiner die Leute nach dem ABI sich
> sofort wie
> > > Blöde auf das Massenstudium X zu stürzen, oder? Die
> > Cleveren
> > > haben schon immer ein Duales Studium bei einem großem
> > Konzern
> > > gemacht und dann dank Berufserfahrung und Netzwerk
> die
> > > Karriere hingelegt, von der die ganzen
> Blindschleichen im
> > > überfüllten Audimax nur träumen.
> >
> > Dass ich nicht lache. Die Cleveren haben auf einer
> Elite-Uni
> > studiert, dort ein 1A Abschluss gemacht, am besten noch
> einen
> > Doktor draufgesattelt, währenddessen ihr Netzwerk
> ausgebaut
> > (man unterschätze mir die Professoren und ihre
> Verbindungen
> > in die Wirtschaft nicht) und dann waren sie erfolgreich.

Nein! Die meisten erfolgreichen Unternehmer/ Manager haben zwar einen bürgerlichen Hintergrund aber keinen außerordentlichen großbürgerlichen. Und warum soll denn ein reicher Ärztesohn (ich rede aus Erfahrung) bessere Chancen haben?


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   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Jaja, aber mit der Berufsausbildung steigst du direkt als CEO ein, wenn du Pech hast hast CFO oder COO und verdienst 500.000 Euro Einstiegsgehalt. Warum denn studieren, macht eure Industriekaufmannslehre oder euer tolles BA-Berufsbegleitstudium und steigt direkt mit 500.000 Euro ein, nur weil ihr bisher schon so tolle Kontakte knüpfen konntet.

Mal ganz ehrlich, als Student kommst du eher mit Verantwortlich in Kontakt als wenn du ein berufsbegleitendes Studium absolvierst, da du dabei sowieso nur die Tätigkeiten eines Industrie/ Bankkaufmanns übernimmst und in dieser Hirachiestufe findet ihr wohl keine Persönlichkeit, die euch irgendwie helfen könnte.


[auf diesen Beitrag antworten]

   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich kenne wohl Friseurmeister, welche das oben erwähnte Gehalt und noch mehr erhalten. Übrigens sind 60k für einen Doktor ein Hungerslohn ! Das ist das Gehalt, was viele Informatiker bereits nach 1,5 Jahren nach dem Einstieg mit einem BA erhalten.

[auf diesen Beitrag antworten]

   15.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Schwachsinn, nur weil du Glück hattest. Der Größte Anteil der Marketing Leute finden nichts. Oder arbeiten für einen Hungerlohn. Ich z. B. hab einen 1,7 Abschluss, Finance, Prüfung und Controllung und bin seit 6 Monaten auf der Suche. Ich will nicht zu den BIG4. Alles andere ist ziemlich schwer. Ohne Vitamin B dann besonders.

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   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ein angestellter Friseurmeister wird sicher nicht allzu gut verdienen. Bei den Handwerkern macht es aber die Selbständigkeit. Ich kenne eine Friseurmeisterin im Osten, die mehrere Salons betreibt. Die ist damit wirklich reich geworden, hat aber auch viele Angestellte, die halt nicht reich werden.



Lounge Gast schrieb:
>
> Ein Friseurmeister kann froh sein, wenn er brutto eine 2
> vorne stehen hat. Wenn man glaubt Friseure verdienen 3400
> euro aufwärts, dann muss man natürlich auch heulen, dass sich
> ein Studium nicht mehr lohnt.
> aber dann glaubt man auch daran, dass Schweine fliegen können


[auf diesen Beitrag antworten]

   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Kann ich aus meiner Erfahrung bestätigen. Im Vertrieb wird mit Abstand am besten verdient. Auch ohne Führungsfunktion. Bei hochspezialisierten Produkten gibt es auch noch technische Gehilfen, den technischen Vertriebssupport. Das sind Ingenieure, die die Vertriebsleute unterstützen und so auch mehr verdienen können wie in den Entwicklerfunktionen.


Lounge Gast schrieb:
>
> ....ich habe BWL mit den Vertiefungen Marketing,
> FuE-Management und Wirtschaftsenglisch abgeschlossen und kann
> nicht meckern. Hatte nie Probleme einen Job zu finden und
> kann jeden ein BWL-Studium empfehlen. Wir werden alle
> gebraucht. :-) Verdiene nach 3,5 Jahren 71.500,-- fest zzgl.
> 2.700 Bonus im Technisches Vertrieb im Bereich Automotive.
> Auch Wirtschaftsingenieurwesen ist interessant und bietet
> sehr interessante Job-Perspektiven im Technischen Vertrieb.
> Mein Vorgänger auf dieser Position hatte VWL studiert und ist
> jetzt eine Stufe über mir. Also auch ohne technischen
> Abschluss kann man mit VWL oder BWL durchaus auch
> Schnittstellen im Unternehmen besetzen wo man denkt, dass
> jemand mit einem technischen Abschluss vielleicht besser
> Chancen hätte.
>
> Was ich damit sagen möchte: BWL, VWL, Wiing sind super
> Studiengänge die vielseitige Chancen für die Berufswahl bieten.


[auf diesen Beitrag antworten]

   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Ich kenne wohl Friseurmeister, welche das oben erwähnte
> Gehalt und noch mehr erhalten. Übrigens sind 60k für einen
> Doktor ein Hungerslohn ! Das ist das Gehalt, was viele
> Informatiker bereits nach 1,5 Jahren nach dem Einstieg mit
> einem BA erhalten.

Lies doch mal genau. Der Schnitt liegt bei ca 60k Einstiegsgehalt. Bei den großen Betrieben ist das anscheinend tariflich festgelegt. Aber: Promotion Uni St. Gallen-->Einstiegsgehalt 120k CHF---> 1,5 Berufserfahrung locker 150k CHF.
Davon kann ein Friseurmeister nur träumen und BA-Schwachköpfe sowieso.


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   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

600 Euro sind zum Leben viel zu wenig und zum Sterben viel zu viel !

Lounge Gast schrieb:
>
> Genau das sind die Punkte, die keiner anerkennen möchte. Ich
> hab die gleiche Meinung. Bekomme auch 600 Euro Bafög im Monat
> und rege mich enorm über diese Regelung auf. Genau aus den
> gleichen Gründen. 100% Zustimmung.


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   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

LOL. Man muss auch die Verdientsaufälle in Relation setzen. Ein Doktor in BWL hat einen Verdienstausfall von etwa 10 Jahren, wenn man das volle Abitur nicht mitzählt. Von dem Ersparnis, den der Friseurmeister bis zu diesem Zeitpunkt erzielt hat, kann der Doktor nur träumen. Voraussetzung ist, dass man als Doktor eine Stelle findet, den meistern wird gesagt : "Tut uns leid, zu überqualifiziert"

Ich kenne nicht viele, die keine Akademiker sind, aber hier mal paar Beispiele bezüglich der Gehälter und Abschlüsse als Nicht-Akademiker (ich beziehe mich auf einen Zeitraum von 1-4 Jahren nach Abschluss einer Ausbildung)

1. Abschluss: Realabschluss an einer Hauptschule
Branche: Maschinenbau
Gehalt: 4000 pro Monat, nach dem Meister soll er 60-70k p.a bekommen

2.Abschluss: Realabschluss (abgebrochenes Abitur)
-> Ausbildung zum Einzelhandelkaufmann bei Aldi
-> Nach der Ausbildung : Fillialleiter
Gehalt : 48000 pro Jahr
PS: Er ist keine Ausnahme, der bei Aldi nach der Ausbildung zum Filialleiter gefördert worden ist. Bei Aldi ist dies Standard.


3. Abschluss: Abitur
Ausbildung zum PIlot
Gehalt : 110 k

4. Abschluss: Realabschluss
Ausbildung : Kosmetikerin
Gehalt: 30 k zzgl. durchschnittlich bis zu 1000 Euro an Trinkgeld pro Monat

5.Abschluss: Hauptabschluss
Ausbildung: Friseurin
-> selbständig
Gehalt : 50k

6. Abschluss. Abitur
Ausbildung: Versicherungskaufmann
Gehalt : 48k

Aus Interesse haben wir eine Berechnung durchgeführt, wie lange es dauert bis ein BWL Absolvent einen Nicht-Akademiker bei ALdi gehaltstechnisch in der Summe überholen wird. In dieser Berechnung wurden 8 Jahre Verdienstausfälle (3 Jahre Abitur+5 Jahre Studium) miteinberücksichtigt abzüglich die durchschnittlichen Schulden nach dem Studium. Weiterhin wurd davon ausgegangen, dass der Akademiker jedes 5.Jahr eine Gehalterhöhung von mind. 40 % erzielt (LOL) und der Nicht-Akademiker max. 15 %. Desweiteren wurd davon ausgegangen, dass man mittelmäßig entlohnt wird.

Ergebnis: 20-25 Jahre ! Im Alter von 40-50 Jahren hat man soviel in der Tasche, wie der Nicht-Akademiker.

Aber: Spätestens bei der Rente wird man wieder vom Nicht-Akademiker überholt !!!


Lounge Gast schrieb:
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Ich kenne wohl Friseurmeister, welche das oben erwähnte
> > Gehalt und noch mehr erhalten. Übrigens sind 60k für einen
> > Doktor ein Hungerslohn ! Das ist das Gehalt, was viele
> > Informatiker bereits nach 1,5 Jahren nach dem Einstieg mit
> > einem BA erhalten.
>
> Lies doch mal genau. Der Schnitt liegt bei ca 60k
> Einstiegsgehalt. Bei den großen Betrieben ist das anscheinend
> tariflich festgelegt. Aber: Promotion Uni St.
> Gallen-->Einstiegsgehalt 120k CHF---> 1,5
> Berufserfahrung locker 150k CHF.
> Davon kann ein Friseurmeister nur träumen und BA-Schwachköpfe
> sowieso.


[auf diesen Beitrag antworten]

   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja, ich gebe zu, dass der Akademiker bessere Chancen hat durchzustarten. Mit einwenig Glück kann man besipielsweise nach einem Studium in BWL als Sachbearbeiter missbraucht werden.

Hat man noch zusätzlich Connections, viel Vitamin C, B, E, A auch noch und außerdem viel Glück, so kann man auch ins Management steigen. Nach den neuesten Statisken der Harvard University haben Manager und Führungsposition die höchste Anzahl an Überstunden und sich am meisten von depressiven Zuständen betroffen. Je höher die Position, umso mehr sollte man mit unbezahlten Überstunden rechnen. Sonst ist man schnell wieder weg von der Position !

Also: Wer den Durchbruch geschafft hat, sollte am besten die Scheidungspapiere mit in den Arbeitsvertrag legen und schnellst einen psych. Betreuer finden. Kein Work-Life Balance, kein Privatleben, Überstunden ohne Ende


Kürzlich war mein Freund im Rahmen seiner Dissertationsarbeit auf einer Verstaltung, dort traf er einige der Top-Manager, Vorstände mit denen er sich lang unterhielt. 9 von 10 dieser Manager waren geschieden, ob das nun wirklich Zufall ist, bezweifle ich sehr.
Lounge Gast schrieb:
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Man hat mit einem akad. Abschluss mit Sicherheit bessere
> > Chancen um in dem Beruf Erfolg zu haben, aber man kann nun
> > nicht hier ernsthaft Werbung für das Studium machen ala
> > "ihr könntet ja Vorstand werden" Nach dem
> Motto als
> > ob man überall händeringend Vorständer suchen würde. Und
> der
> > naive frische Abiturient träumt dann tatsächlich davon
> eines
> > Tages ganz groß als Vorstand rauszukommen. Nice dreams.
>
> Jaja, aber mit der Berufsausbildung hast du rein statistisch
> noch weniger Chancen, das musst du ja wohl einsehen können.


[auf diesen Beitrag antworten]

   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lol, nach obiger Rechnung verdient eine Friseurin im Durchschnitt 40k im Jahr oder was?

Glaubt ihr eigentlich auch an den Weihnachtsmann?


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   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ihr setzt die Berechnung zu nett an!!! Bei uns liegt der Durchschnitt im Diplom bei genau 12 Semestern! BA/MA ist halt weniger, aber das ist zweitrangig. Somit sind es meist 5-6 Jahre+ 1 Jahr Dienst (bei Ausbildung setzen den viele aus) + in der Regel so im Schnitt halbes Jahr Jobsuche ( eigentlich ist es bei vielen gar mehr, weil es sich zieht). Wenn man noch das Abi nimmt, dann wird mir schlecht, wenn ich sehen, dass meine Kumpels mit nem Realschulabschluss und als Techniker bei Daimler ihre 50k+ verdienen und ich als Absolvent um die Daimlerstelle mit 1000 anderen kämpfen muss. Schlimmer noch: Ich lebte die letzen Jahre im Studium an der Armutsgrenze (alles selbst finanziert). Meine Kumpels fahren alle mindestens einen neuen 5er. Einige haben Häuser gekauft und was hab ich? Schulden und kaum Geld. Dafür aber ein Diplom...lol. achja und ein Abitur und paar gering vergütete Praktikanachweise von sehr guten EInrichtungen;).

[auf diesen Beitrag antworten]

   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?


Lounge Gast schrieb:
>
> LOL. Man muss auch die Verdientsaufälle in Relation setzen.
> Ein Doktor in BWL hat einen Verdienstausfall von etwa 10
> Jahren, wenn man das volle Abitur nicht mitzählt. Von dem
> Ersparnis, den der Friseurmeister bis zu diesem Zeitpunkt
> erzielt hat, kann der Doktor nur träumen. Voraussetzung ist,
> dass man als Doktor eine Stelle findet, den meistern wird
> gesagt : "Tut uns leid, zu überqualifiziert"
>
> Ich kenne nicht viele, die keine Akademiker sind, aber hier
> mal paar Beispiele bezüglich der Gehälter und Abschlüsse als
> Nicht-Akademiker (ich beziehe mich auf einen Zeitraum von 1-4
> Jahren nach Abschluss einer Ausbildung)
>
> 1. Abschluss: Realabschluss an einer Hauptschule
> Branche: Maschinenbau
> Gehalt: 4000 pro Monat, nach dem Meister soll er 60-70k p.a
> bekommen
>
> 2.Abschluss: Realabschluss (abgebrochenes Abitur)
> -> Ausbildung zum Einzelhandelkaufmann bei Aldi
> -> Nach der Ausbildung : Fillialleiter
> Gehalt : 48000 pro Jahr
> PS: Er ist keine Ausnahme, der bei Aldi nach der Ausbildung
> zum Filialleiter gefördert worden ist. Bei Aldi ist dies
> Standard.
>
>
> 3. Abschluss: Abitur
> Ausbildung zum PIlot
> Gehalt : 110 k
>
> 4. Abschluss: Realabschluss
> Ausbildung : Kosmetikerin
> Gehalt: 30 k zzgl. durchschnittlich bis zu 1000 Euro an
> Trinkgeld pro Monat
>
> 5.Abschluss: Hauptabschluss
> Ausbildung: Friseurin
> -> selbständig
> Gehalt : 50k
>
> 6. Abschluss. Abitur
> Ausbildung: Versicherungskaufmann
> Gehalt : 48k
>
> Aus Interesse haben wir eine Berechnung durchgeführt, wie
> lange es dauert bis ein BWL Absolvent einen Nicht-Akademiker
> bei ALdi gehaltstechnisch in der Summe überholen wird. In
> dieser Berechnung wurden 8 Jahre Verdienstausfälle (3 Jahre
> Abitur+5 Jahre Studium) miteinberücksichtigt abzüglich die
> durchschnittlichen Schulden nach dem Studium. Weiterhin wurd
> davon ausgegangen, dass der Akademiker jedes 5.Jahr eine
> Gehalterhöhung von mind. 40 % erzielt (LOL) und der
> Nicht-Akademiker max. 15 %. Desweiteren wurd davon
> ausgegangen, dass man mittelmäßig entlohnt wird.
>
> Ergebnis: 20-25 Jahre ! Im Alter von 40-50 Jahren hat man
> soviel in der Tasche, wie der Nicht-Akademiker.
>
> Aber: Spätestens bei der Rente wird man wieder vom
> Nicht-Akademiker überholt !!!
>
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Ich kenne wohl Friseurmeister, welche das oben
> erwähnte
> > > Gehalt und noch mehr erhalten. Übrigens sind 60k
> für einen
> > > Doktor ein Hungerslohn ! Das ist das Gehalt, was
> viele
> > > Informatiker bereits nach 1,5 Jahren nach dem
> Einstieg mit
> > > einem BA erhalten.
> >
> > Lies doch mal genau. Der Schnitt liegt bei ca 60k
> > Einstiegsgehalt. Bei den großen Betrieben ist das
> anscheinend
> > tariflich festgelegt. Aber: Promotion Uni St.
> > Gallen-->Einstiegsgehalt 120k CHF---> 1,5
> > Berufserfahrung locker 150k CHF.
> > Davon kann ein Friseurmeister nur träumen und
> BA-Schwachköpfe
> > sowieso.


Da hast du aber ein paar Böcke geschossen.
Zu 1) Diese Gehälter werden nur im Akkord bezahlt, d.h. diese Tätigkeit kannst du maximal bis 35 ausführen bevor du gerädert unter der Maschine liegst. Danach werden unattraktive Sacharbeitergehälter bezahlt.
Zu 2) Der nach der Ausbildung zum Filialleiter befördert (nicht gefördert) wurde. Dass ich nicht lache, wie oft kommt das vor?
Zu 3) Piloten fangen NACH der Ausbildung als First Officer mit rund 50.000 Euro ein. Co-Piloten liegen bei unter 50k und das nur bei den Premiumanbietern (also Lufthansa etc)
Zu 4) Also das ist ja mal echt kein attraktiver Lohn und du kannst Kosmetikerinnen auf keinen Fall mit Akademikern vergleichen.
Zu 5) Friseurin selbstständig 50k. Es gibt mindestens genauso viele Friseurinnen wenn nicht sogar mehr, die den Spin-Off nicht geschafft haben und wieder mit 800 Euro pro Monat auskommen müssen. Und da hab ich ja als Student mehr.
Zu 6) Versicherungskaufmann 48k nach der Ausbildung, während der Ausbildung auch 800 Euro pro Monat.

Insgesamt haben deine genannten Berufe in kleinster Weise Chancen schnell aufzusteigen. Wenn du Glück hast bist du mit 40 Jahren als Versicherungskaufmann deine Allianz-Filiale. Klasse Aufstieg^^

Als Akademiker bist du nach 5 Jahren bei locker 70.000 euro (Zahlen von Uni Mannheim BWL). Genauso mit Chemie (prom)


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   16.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Leute es geht doch nicht nur um Geld. Für mich persönlich wären Ausblidungsjobs nicht weshalb ich studieren und dabei einen Heidenspaß habe. Für Nicht-Akademiker ist das natürlich unvorstellbar und ungerecht, dass man erstmal 5 Jahre in finanzieller Not leben muss, aber dafür bekommt man eben auch etwas geboten und wird nicht für das Unternehmen verheizt wie das bei BA-Studiengängen bspw. der Fall ist.

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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Die Gehälter wurden in Relation zu den Verdienstausfällen gesetzt ! Es erinnert mich einwenig, ich nenne es mal " Meister-Argumente" das Gehalt eines Akademikers mit dem Master und etlicher Berufserfahrung, Praktikas, Auslanderfahrung und und und mit dem Gehalt eines frischen Friseurs zu vergleichen. LOL.

Je nach Studiengang und Marktsituation wird der Akademiker einen "Nicht-Akademiker" gehaltstechnisch in der Summe NIE überholen können!

Ob es dir passt oder nicht, aber so sieht die Realität aus.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Bei BA/MA ist es nicht anders, bei BA sogar schlimmer-jedenfalls in BWL und Ingenieurwissensch. Fächern. Ich habe für den BA 8 Semester gebraucht, meine Freundin 10 und das ist nicht untypisch. Ich musste mitten in meinen Prüfungen Seminararbeiten udn Abschlussarneit schreiben, das ging GAR NIIIIIIIIIIIICHT! Außerdem liegen die Prüfungen in BA so beschiessen, dass man zwanghaft länger machen muss. Ich habe auch mal 3 Prüfungen an einem Tag gehabt :/ Die ganzen Prüfungen waren immer in einer Woche gequetscht. Außerdem ist der BA so voll gepackt, wer da nebenbei arbeiten muss, der muss zwanghaft verschieben !

Ich kenne jedoch auch Studiengänge, die mit der Einführung des neuen Systems lockerer geworden zu scheinen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ihr setzt die Berechnung zu nett an!!! Bei uns liegt der
> Durchschnitt im Diplom bei genau 12 Semestern! BA/MA ist halt
> weniger, aber das ist zweitrangig. Somit sind es meist 5-6
> Jahre+ 1 Jahr Dienst (bei Ausbildung setzen den viele aus) +
> in der Regel so im Schnitt halbes Jahr Jobsuche ( eigentlich
> ist es bei vielen gar mehr, weil es sich zieht). Wenn man
> noch das Abi nimmt, dann wird mir schlecht, wenn ich sehen,
> dass meine Kumpels mit nem Realschulabschluss und als
> Techniker bei Daimler ihre 50k+ verdienen und ich als
> Absolvent um die Daimlerstelle mit 1000 anderen kämpfen muss.
> Schlimmer noch: Ich lebte die letzen Jahre im Studium an der
> Armutsgrenze (alles selbst finanziert). Meine Kumpels fahren
> alle mindestens einen neuen 5er. Einige haben Häuser gekauft
> und was hab ich? Schulden und kaum Geld. Dafür aber ein
> Diplom...lol. achja und ein Abitur und paar gering vergütete
> Praktikanachweise von sehr guten EInrichtungen;).


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

In der Tat ist die Berechnung zu großzügig. Bei der Berechnung sollte tatsächlich noch miteinbezogen werden, dass der Akademiker etwa ein Jahr lang nach dem Studium total idiotisch auf Jobsuche ist, unendlich unbezahlte Praktikas absolviert, und zuletzt noch aus Verzweiflung, um endlich einen Job zu bekommen ein Auslandssemester auf eigene Kosten absolviert. Diese Kosten wären dann ebenfalls abzuziehen.

Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit besucht der Akademiker auch noch Fremdsprachkurse (auf eigene Kosten natürlich), um endlich in das Profil des Arbeitgebers zu passen, denn das Profil des Arbeitgebers lautet:
So viel Leistungen wie möglich, so niedrige Gehaltsauszahlungen wie möglich !


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Unbezahlte Überstunden werden schon im unteren Bereich von ganz normalen AT-Kräften erwartet. Und zwar ohne Führungsposition. Dazu kommt noch ein geringerer Kündigungsschutz!


Lounge Gast schrieb:
>
> Ja, ich gebe zu, dass der Akademiker bessere Chancen hat
> durchzustarten. Mit einwenig Glück kann man besipielsweise
> nach einem Studium in BWL als Sachbearbeiter missbraucht
> werden.
>
> Hat man noch zusätzlich Connections, viel Vitamin C, B, E, A
> auch noch und außerdem viel Glück, so kann man auch ins
> Management steigen. Nach den neuesten Statisken der Harvard
> University haben Manager und Führungsposition die höchste
> Anzahl an Überstunden und sich am meisten von depressiven
> Zuständen betroffen. Je höher die Position, umso mehr sollte
> man mit unbezahlten Überstunden rechnen. Sonst ist man
> schnell wieder weg von der Position !
>
> Also: Wer den Durchbruch geschafft hat, sollte am besten die
> Scheidungspapiere mit in den Arbeitsvertrag legen und
> schnellst einen psych. Betreuer finden. Kein Work-Life
> Balance, kein Privatleben, Überstunden ohne Ende
>
>
> Kürzlich war mein Freund im Rahmen seiner Dissertationsarbeit
> auf einer Verstaltung, dort traf er einige der Top-Manager,
> Vorstände mit denen er sich lang unterhielt. 9 von 10 dieser
> Manager waren geschieden, ob das nun wirklich Zufall ist,
> bezweifle ich sehr.
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Man hat mit einem akad. Abschluss mit Sicherheit
> bessere
> > > Chancen um in dem Beruf Erfolg zu haben, aber man
> kann nun
> > > nicht hier ernsthaft Werbung für das Studium machen
> ala
> > > "ihr könntet ja Vorstand werden" Nach dem
> > Motto als
> > > ob man überall händeringend Vorständer suchen
> würde. Und
> > der
> > > naive frische Abiturient träumt dann tatsächlich
> davon
> > eines
> > > Tages ganz groß als Vorstand rauszukommen. Nice
> dreams.
> >
> > Jaja, aber mit der Berufsausbildung hast du rein
> statistisch
> > noch weniger Chancen, das musst du ja wohl einsehen
> können.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Eigentlich hast Du bei Deiner Aufzählung noch die Rentenaussichten vergessen. Wenn Du das noch einberechnen würdest, kommt Dir alles hoch! Habe auch feststellen müssen, dass Kollegen, die als Arbeiter angefangen haben und nie den Fehler gemacht haben, zu studieren, am Ende auch bei der Rente viel besser dastehen werden. Abgesehen davon, dass mich einige auch gehaltsmäßig überrundet haben, trotz meinem Uni-Diplom.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ihr setzt die Berechnung zu nett an!!! Bei uns liegt der
> Durchschnitt im Diplom bei genau 12 Semestern! BA/MA ist halt
> weniger, aber das ist zweitrangig. Somit sind es meist 5-6
> Jahre+ 1 Jahr Dienst (bei Ausbildung setzen den viele aus) +
> in der Regel so im Schnitt halbes Jahr Jobsuche ( eigentlich
> ist es bei vielen gar mehr, weil es sich zieht). Wenn man
> noch das Abi nimmt, dann wird mir schlecht, wenn ich sehen,
> dass meine Kumpels mit nem Realschulabschluss und als
> Techniker bei Daimler ihre 50k+ verdienen und ich als
> Absolvent um die Daimlerstelle mit 1000 anderen kämpfen muss.
> Schlimmer noch: Ich lebte die letzen Jahre im Studium an der
> Armutsgrenze (alles selbst finanziert). Meine Kumpels fahren
> alle mindestens einen neuen 5er. Einige haben Häuser gekauft
> und was hab ich? Schulden und kaum Geld. Dafür aber ein
> Diplom...lol. achja und ein Abitur und paar gering vergütete
> Praktikanachweise von sehr guten EInrichtungen;).


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Kommt Leute...ihr könnt nur merken. Langfristig habt ihr bessere Chancen als ein Nicht-Akademiker. Ausnahmen gibt es immer. Man muss auch nicht zwangsläufig mit Schulden ins Berufsleben starten. Hab mein Diplom und Master insgesamt innerhalb von 8 Semestern gemacht und nebenbei gearbeitet, also alles selbst finanziert. Erzählt mir nicht ein Nebenjob wär zu viel Stress. Ein Hochschulabschluss hat ganz klar Vorteile, aber im Beruf zählt auch eure Persönlichkeit... nur merken hilft nicht bei einer Karriere.

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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Leute kommt mal wieder klar. Die Arbeitslosigkeit bei Akademikern ist extrem gering und die gehälter sind auch deutlich höher als bei nichtakademikern (natürlich mit ausnahmen).

Wenn ihr wirklich glaubt, dass irgendwelche Friseurgeselinnen mit 40k und mehr im jahr nach hause gehen, dann leidet ihr unter absolutem realitätsverlust.
Und aussagen wie "im at bereich werden überstunden erwartet buhuhu" sind ja an lächerlichkeit nicht zu übertreffen. AT gehälter bei Konzernen sind etwas wovon euer gesellenfreund trotz nachtschichten nur träumen kann


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Kommt Leute...ihr könnt nur merken. Langfristig habt ihr
> bessere Chancen als ein Nicht-Akademiker. Ausnahmen gibt es
> immer. Man muss auch nicht zwangsläufig mit Schulden ins
> Berufsleben starten. Hab mein Diplom und Master insgesamt
> innerhalb von 8 Semestern gemacht und nebenbei gearbeitet,
> also alles selbst finanziert. Erzählt mir nicht ein Nebenjob
> wär zu viel Stress. Ein Hochschulabschluss hat ganz klar
> Vorteile, aber im Beruf zählt auch eure Persönlichkeit... nur
> merken hilft nicht bei einer Karriere.

Du meist wohl Akademiker haben langfristig bessere Chancen, sonst sehe ich einen logischen Knick in deiner Argumentation.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also mein Vater ist Partner einer Unternehmensberatung und verdient 300k pro Jahr, je nachdem wie gut die Zahlen sind. Diesen Posten hätte er ohne Studium nicht bekommen. Wer wirklich hoch hinaus möchte kommt um ein Studium/ Promotion nicht herum. Es ist einfach eine Tatsache, dass nur wenige Nicht-Akademiker richtig erfolgreich sein werden.

Zudem hat man nach einem Studium nicht nur einen Titel sondern ist auch einfach umfassender gebildet als ein Nicht-Akademiker, der dann mit seinem BMW 3er, den er sich hart erspart hat und ihn fährt wenn ich gerade abgeschlossen habe. Was hat denn ein Auto für einen Wert im Vergleich zu geistigem Potenzial. Nichts! Aber das wollen die Industriekaufmänner hier unter uns nicht verstehen, da sie einfach nicht so veranlagt sind und sich letztendlich alles um Materielles dreht.
Das Gehalt ist ein angenehmer Nebeneffekt aber nicht das A und O. Ich glaube nicht, dass mein Vater so erfolgreich gewesen wäre, wenn er immer nur auf das Gehalt gestielt hätte.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Also mir wäre die Arbeit eines Lehrlings schlichtweg zu langweilig. Ich studiere, um später mein erlerntes Wissen in komplexen Situation anzuwenden und dann ein Problem zu lösen.
Pilot bspw. stell ich mir relativ langweilig vor, denn viel von der Welt sieht man in Flughafenhotels nicht.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Selbstverständlich werden im AT-Bereich viele unbezahlte Überstunden erwartet! Da sind eher 50 Wochenstunden normal. Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass Du da mit 40 Stunden pro Woche durchkommst? Natürlich wird für eine Gesellentätigkeit kein AT bezahlt, ein Geselle kann aber in der Firma aufsteigen und dann AT bekommen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Und aussagen wie "im at bereich werden überstunden
> erwartet buhuhu" sind ja an lächerlichkeit nicht zu
> übertreffen. AT gehälter bei Konzernen sind etwas wovon euer
> gesellenfreund trotz nachtschichten nur träumen kann


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Es gibt viele Möglichkeiten für Piloten, interessante Jobs zu haben. Nicht alle sind sehr gut bezahlte "Luftkutscher" bei großen Airlines. Einer meiner ehemaligen Klassenkameraden, ein typischer Sitzenbleiber, der nur ganz knapp das Abi geschafft hatte, fliegt Business-Jets, hauptsächlich im arabischen Raum. Das kann sehr viel interessanter sein, als in einem langweiligen Büro zu sitzen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Also mir wäre die Arbeit eines Lehrlings schlichtweg zu
> langweilig. Ich studiere, um später mein erlerntes Wissen in
> komplexen Situation anzuwenden und dann ein Problem zu lösen.
> Pilot bspw. stell ich mir relativ langweilig vor, denn viel
> von der Welt sieht man in Flughafenhotels nicht.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

JAJA.. jetzt melden sich hier einige *Nerds* " Ich habe gerne studiert, unnötige Skripte im Umfang von 2000-5000 Seiten auswendig gelernt, gerne Aufgaben bis ins Morgengrauen gerechnet, ich habe gerne Seminararbeiten in den angeblichen Semesterferien geschrieben, ich habe mich gerne verschuldet, ich habe alles aus Liebe gemacht, ich arbeite gerne für Gratis, Überstunden machen mir nichts aus, Freunde brauchen ich keine, Familie schonmal gar nicht, Schulden machen mir nichts aus, ich habe gerne an der Grenze des Existenzminimums gelebt, Auto, Haus brauch ich nicht " Jaja .. Macht mal zuerst euer Studium fertig, dann reden wir weiter.

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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja, Skripte auswendiglernen ist aber hingegen interessant, oder wie ? Die meisten von euch werden im Büro hocken mehr nicht..


Lounge Gast schrieb:
>
> Also mir wäre die Arbeit eines Lehrlings schlichtweg zu
> langweilig. Ich studiere, um später mein erlerntes Wissen in
> komplexen Situation anzuwenden und dann ein Problem zu lösen.
> Pilot bspw. stell ich mir relativ langweilig vor, denn viel
> von der Welt sieht man in Flughafenhotels nicht.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja, nur 40 % bei den Betriebswirten und 60 % bei den Juristen herrscht eine Arbeitslosigkeit, andere Gebiete wie Architektur, Bauing, Biologen, Archäologen unsw usf lassen wir ganz weg, sonst wird es eine Blamage. Quelle: Spiegel.

Wenn du denkst, das Leute mit einem einfachen Hauptabschluss viel weniger verdienen als du, dann leidest du erst recht unter einem realitätsverlust. Schaue dich mal einwenig bei den Technikerforen um, da verdienen nicht wenige nach 1-2 Jahren nach der Lehre bis 3000 NETTO pro Monat !

Es ist schon ziemlich unverschämt, wie viel man mit einem einfach Hauptabschluss verdient und wie dreist die Akademiker ausgebeutet werden.

Lounge Gast schrieb:
>
> Leute kommt mal wieder klar. Die Arbeitslosigkeit bei
> Akademikern ist extrem gering und die gehälter sind auch
> deutlich höher als bei nichtakademikern (natürlich mit
> ausnahmen).
>
> Wenn ihr wirklich glaubt, dass irgendwelche Friseurgeselinnen
> mit 40k und mehr im jahr nach hause gehen, dann leidet ihr
> unter absolutem realitätsverlust.
> Und aussagen wie "im at bereich werden überstunden
> erwartet buhuhu" sind ja an lächerlichkeit nicht zu
> übertreffen. AT gehälter bei Konzernen sind etwas wovon euer
> gesellenfreund trotz nachtschichten nur träumen kann


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Deutschland hat es als einzige Land geschafft im letzten Jahr 90 Tausend seiner guten Akademiker wegzujagen ! Warum wohl ? Das sollte doch schon genügend aussagen - ohne weiteren Worte !

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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Mal ne Suggestivfrage: Ist das Verhältnis von Nicht-Akademiker zu Akademikern hier in etwa 10:4 ? Kommt mir nämlich so vor.

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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Als Unternehmensberater muss man 60-90 Wochenstunden abkloppen. Also, letzendlich so viel arbeiten, dass man kaum Zeit haben wird, das Geld auszugeben. Außerdem muss mal jede Menge an Steuern zahlen, dass da am Ende gut wie nichts mehr übrigbleibt.

Dann bin ich lieber Taxifahrer oder Meister und verdiene bis zu 70k und habe Zeit für meine Familie.

Desweiteren bleibst Du mit deinen Verhältnissen eine Ausnahme unter den Akademikern. Der 0815 Akademiker kommt aus einer Arbeiterfamilie und muss sich alles selbstfinanzieren, sprich bekommt nichts von Mami und Papi verschenkt.

Das ist typisch, das solche Argumente von denjenigen kommen, die nicht wissen, wie es denn so ist, wenn man an der Armutsgrenze leben muss.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> JAJA.. jetzt melden sich hier einige *Nerds* " Ich habe
> gerne studiert, unnötige Skripte im Umfang von 2000-5000
> Seiten auswendig gelernt, gerne Aufgaben bis ins Morgengrauen
> gerechnet, ich habe gerne Seminararbeiten in den angeblichen
> Semesterferien geschrieben, ich habe mich gerne verschuldet,
> ich habe alles aus Liebe gemacht, ich arbeite gerne für
> Gratis, Überstunden machen mir nichts aus, Freunde brauchen
> ich keine, Familie schonmal gar nicht, Schulden machen mir
> nichts aus, ich habe gerne an der Grenze des Existenzminimums
> gelebt, Auto, Haus brauch ich nicht " Jaja .. Macht mal
> zuerst euer Studium fertig, dann reden wir weiter.

Mal so neben bei, die meisten Milliardäre waren "Nerds". Ist ja schön für euch, dass ihr auch ohne Studium klar kommt. Für mich ist das die richtige Entscheidung, was es für euch ist ist mir relativ wurscht.
Aber wenn ihr schon versucht zu argumentieren, dann doch bitte mit richtigen Zahlen. Hyperbeln in der quantitativen Argumentation sind schlichtweg Fehl am Platze.


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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Mal daran gedacht, dass man für bestimmt Berufe ein Studium braucht. Oder wollt ihr euch etwa von einem Piloten operieren lassen? Des Weiteren benötigt man ja auch Leute, die mal über euch stehen und das sind so gut wie immer AKADEMIKER. Das Problem heutzutage ist nur, dass es zu viele gibt und zwar in allen Bereichen und natürlich noch, dass in Deutschland die soziale Marktwirtschaft vorherrscht und dadurch Gehaltsunterschiede signifikant gering sind. Aber Akademiker müssen ja nicht in Deutschland arbeiten. Es gibt viele andere interessante Länder wie UK wo die Gehaltsspanne zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern noch größer ist. Aber da ich ja ein sozialer Mensch bin und ich der Meinung bin, dass ein gewisses ethisches Empfinden dazugehört, verzichtet man eben ein wenig auf sein Gehalt, zahl doppelt so hohe Steuern, damit auch Stahlarbeiter gut leben können.

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   17.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich schätze, dass der Anteil der Beiträge bei den Nicht-Akademikern bei < 1% liegt, 20% Unternehmer/Arbeitgeber, 20% Zeitarbeitsfirmen, 40% Absolventen, der Rest naive Studenten und Schüler.

LG, ein Absolvent


Lounge Gast schrieb:
>
> Mal ne Suggestivfrage: Ist das Verhältnis von
> Nicht-Akademiker zu Akademikern hier in etwa 10:4 ? Kommt mir
> nämlich so vor.


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   18.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich vermute, dass hier überwiegend Studenten aktiv sind. Die haben wenig bis fast gar keine Berufserfahrung. Die wenigen Praktiker und älteren "Akademiker", die sich hier zu Wort melden, haben teilweise schon 20 bis 30 Jahre im Beruf gearbeitet und kennen die Realität! Ich muss aber zugeben, dass ich vor 30 Jahren als junger Uni-Absolvent auch noch viele Illusionen hatte. Typisch für wenig Lebenserfahrung. Den Ernst des Lebens hatten wir bei Industriepraktikas (fast 1 Jahr) und der Bundeswehr kennengelernt. Mein erster "Chef" (Ausbilder) bei der Bundeswehr war Bauhilfsarbeiter, im Gegensatz zu mir (Abiturient) ein gestandener Mann. Unser Kompanieführer war gelernter Mauere, da habe ich viel fürs Leben mitgenommen. Aber das entgeht den jungen Leute ja völlig, nach Abschaffung der Wehrpflicht.

Lounge Gast schrieb:
>
> Mal ne Suggestivfrage: Ist das Verhältnis von
> Nicht-Akademiker zu Akademikern hier in etwa 10:4 ? Kommt mir
> nämlich so vor.


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   18.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Stahlarbeiter gehören eher zu den Besserverdienern. Ansonsten stimmt es natürlich, dass bei einigen Berufen ein Studium Pflicht ist. Bei den Ärzten ebenso wie bei den meisten Beamten. Dass Akademiker aber Vorgesetzte werden ist wohl eher Dein Wunschdenken!

Lounge Gast schrieb:
>
> Mal daran gedacht, dass man für bestimmt Berufe ein Studium
> braucht. Oder wollt ihr euch etwa von einem Piloten operieren
> lassen? Des Weiteren benötigt man ja auch Leute, die mal über
> euch stehen und das sind so gut wie immer AKADEMIKER. Das
> Problem heutzutage ist nur, dass es zu viele gibt und zwar in
> allen Bereichen und natürlich noch, dass in Deutschland die
> soziale Marktwirtschaft vorherrscht und dadurch
> Gehaltsunterschiede signifikant gering sind. Aber Akademiker
> müssen ja nicht in Deutschland arbeiten. Es gibt viele andere
> interessante Länder wie UK wo die Gehaltsspanne zwischen
> Akademikern und Nicht-Akademikern noch größer ist. Aber da
> ich ja ein sozialer Mensch bin und ich der Meinung bin, dass
> ein gewisses ethisches Empfinden dazugehört, verzichtet man
> eben ein wenig auf sein Gehalt, zahl doppelt so hohe Steuern,
> damit auch Stahlarbeiter gut leben können.


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   18.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Langfristig zahlt sich das Studium finanziell und auch geistig aus.

Gut das die Wehrpflicht weg ist...


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   18.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Lounge Gast schrieb:
>
> Stahlarbeiter gehören eher zu den Besserverdienern. Ansonsten
> stimmt es natürlich, dass bei einigen Berufen ein Studium
> Pflicht ist. Bei den Ärzten ebenso wie bei den meisten
> Beamten. Dass Akademiker aber Vorgesetzte werden ist wohl
> eher Dein Wunschdenken!


Ich präzisiere mal meine Aussage. Nur etwa 5% aller Akademiker sind Vorgesetzte. Aber mehr Akademiker als Menschen mit Ausbildung sind Vorgesetzte. Das fängt zb schon im Labor an: Laboranten werden nie im Leben Vorgesetzte von Naturwissenschaftlern sein und Bürokaufmänner in einer Wirtschaftsprüfung werden nie über einem Wirtschaftsprüfer stehen bzw. Anwaltsgehilfinnen werden nie über Anwälten stehen.
Also mit Wunschdenken hat das nicht viel zu tun. Aber du hast Recht, dass man als Akademiker noch lange nicht Vorgesetzter wird.


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   18.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Im Mittelstand mag es vlt echt so sein, dass Auszubildende gehaltstechnisch bessere Chancen haben. Bewegt man sich aber in die Richtung der besten 15%, sehen die Relationen zwischen Nicht-Akademikern und Akademikern schon anders aus.
Ein Posten in Corporate Finance der Deutschen Bank kann zb nur von Akademikern besetzt werden und das sind die interessanteren Jobs in einer Bank. Bannkkaufmänner sitzen oft nur in der Filiale und übernehmen das Privatkundengeschäft, wozu diejenigen auch ausgebildet wurden und ihre Praxiserfahrung viel nützt. Mich würde diese Aufgabe nicht interessieren, weshalb ich studiere, damit ich später nicht im Privatkundengeschäft arbeiten muss sondern zb in Risk oder Asset Management.


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   18.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ohne Akademiker wäre Deutschland gar nichts. Wer hat denn die heutigen Dax-30 Unternehmen und mittelständischen Unternehmen gegründet. Ingenieure, Chemiker, Kaufmänner sogenannter Kaufmanns-Kaderschulen (wie bspw. die heutige Uni Mannheim, die vor rund 200 Jahren gegründet wurde um den Nachwuchs der Führung auszubilden, oder Uni St Gallen: ehemals Kaderschule für die Textilwirtschft), Juristen, Ärzte etc. Ohne jene hätten wir nicht eine derartige Industrie und wären nie zu unserem Wohlstand gekommen. Es ist seit eh und jeh eine Wirkkette festzustellen:
Akademiker an der Universität entdecken neue naturwissenschaftliche/ wirtschaftliche Gesetze--->Ingenieure, praktizierende Naturwissenschaftler, Juristen und dipl. Kaufmänner setzen dies in die Tat um und versuchen es in der Praxis zu verbessern (Strategieentwicklung)---->ausgebildete Arbeiter und ausgebildete Kaufleute folgen den Anweisungen und führen es bis zum Produkt/ Dienstleistung aus

Folglich sind Arbeiter genauso wichtig wie Akademiker aber sie übernehmen ein anderes Tätigkeitsspektrum. Akademiker sind Denker, Auszubildende sind Praktiker, weshalb es auch nicht oft vorkommt, dass Auszubildende auf einen strategisch verantwortungsvollen Posten kommen werden. Inhouse Consultin zb, ein brandaktuelles Thema. Immer wird ein akademischer Titel verlangt, denn was nützt es denn den Unternehmen wenn es Bürokaufmänner einsetzt, die eigentlich auf Kundenkontakt getrimmt wurden aber von Unternehmensstrategie nicht viel verstehen (und kommt mir jetzt bitte nicht damit, dass Kaufmänner nach 2 jähriger Berufsausbildung die gleichen Fähigkeiten haben wie Akademiker).

Es kann keiner leugnen, dass verantwortungsvolle Posten nicht von Akademiker besetzt sind. Jemand hat sich ja schonmal die Mühe gemacht, den akademischen Hintergrund der Vorstandsvorsitzenden sämtlicher DAX-Unternehmen aufzulisten, genauso sieht es im Kader aus, die weiter unten liegen als das exekutive Komitee.
Was hier im Forum geschrieben wird ist größtenteils eine Betise und keineswegs nachvollziehbar. Es mag natürlich sein, dass sich hier im Forum nur verbitterte Absolventen herumtreiben, die nun ihren Frust loswerden wollen bzw. Studenten dualer Studiengänge oder ausgebildete Kaufmänner.

Um alles zusammenzufassen, sind verantwortungsvolle Posten besser für Akademiker geeignet, da man im Studium umfassend gebildet wird und sowohl theoretisch als auch sozial bestens ausgerüstet ist. In der Realität kommt es natürlich nicht vor, dass jeder Akademiker einen verantwortungsvollen Posten übernimmt, aber auch nur deswegen, da es an sich zu viele Akademiker gibt. Aber die 5%, die am besten sind (Leistung, Kontakte, relevante Praktika, Auslandserfahrung), werden auch dementsprechend entlohnt.


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   18.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Deutschland wäre gar nichts ohne ihre Arbeiter und nicht ohne ihre Akademiker. Kannst etnwickeln bis geht nicht mehr, solange niemand Hand anlegt, wirst du nix bekommen.

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   19.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Bei den Banken war es schon immer nicht nötig, ein Studium zu haben. Als Weiterbildungsinstanz gibt es schon lange die Bankakademie, wo dann Bankkaufleute für höhere Aufgaben qualifiziert werden.


Lounge Gast schrieb:
>
> Im Mittelstand mag es vlt echt so sein, dass Auszubildende
> gehaltstechnisch bessere Chancen haben. Bewegt man sich aber
> in die Richtung der besten 15%, sehen die Relationen zwischen
> Nicht-Akademikern und Akademikern schon anders aus.
> Ein Posten in Corporate Finance der Deutschen Bank kann zb
> nur von Akademikern besetzt werden und das sind die
> interessanteren Jobs in einer Bank. Bannkkaufmänner sitzen
> oft nur in der Filiale und übernehmen das
> Privatkundengeschäft, wozu diejenigen auch ausgebildet wurden
> und ihre Praxiserfahrung viel nützt. Mich würde diese Aufgabe
> nicht interessieren, weshalb ich studiere, damit ich später
> nicht im Privatkundengeschäft arbeiten muss sondern zb in
> Risk oder Asset Management.


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   19.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Stimmt. Es ist die Mischung, die es ausmacht. Unsere Gesellschaft hat sich nicht wegen Hochschulen und Studiengängen entwickelt, sondern durch Menschen mit verschiedenen Ideen, Bildungshintergründen und handwerklichen Fertigkeiten. Ihr solltet das eher als Symbiose sehen.

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   19.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Na ein Glück, dass es die Arbeiter gibt, dann würden wir immernoch mit Pferdekutschen rumfahren ^^

Die Wichtigkeit der Arbeiter wird doch immer geringer, machen wir uns doch nichts vor. Wo vor Jahren noch 8.000 Menschen bei uns im Werk gearbeitet haben, sind es nun noch 1.600 und trotzdem wurde die Produktion gesteigert. Automatisierung ist das Zauberwort. Und es ist doch Quark, dass ein Akademiker sein entwickeltes Zeug nicht selbst herstellen könne. Bei uns läuft die Chemieanlage vollkommen autonom, das Einzigste, was noch gemacht werden muss ist, dass der Staplerfahrer das fertige Produkt ins Lager fährt und selbst das könnte man automatisieren, wenn man möchte. Es kommen fertige Produkte aus den Entwicklungszentren der großen Unternehmen, die Arbeiter sind doch größtenteils nur noch zur Überwachung der teils vollständig automatisierten Produktionen notwendig. Die müssen auch größtenteils nicht verstehen, was dort passiert. Ich war z.B. in meiner Ausbildung in einer Kunststoffproduktion, denkste ein Arbeiter hat verstanden, was in den Reaktoren vor sich ging? Grob hieß es immer, das geht da rein und das kommt da raus. Es gibt doch inzwischen für fast jeden Arbeitsschritt eine passende Maschine.

Man sieht ja was passiert, wenn man keine Akademiker einstellt und für eine Weiterentwicklung seiner Produkte nutzt. Bestes Beispiel die Solarbranche. Die ist de facto deutschlandweit pleite. Tausende Arbeiter, aber es hätte nur einer handvoll Akademiker gebraucht, das Produkt zukunftsfähig zu halten und damit wären auch die Arbeitsplätze geblieben. Alle Akademiker, die ich kenne, die stellen ihr entwickeltes Produkt selber her, am Ende werden Arbeiter nur für die Massenproduktion benötigt und die hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv vereinfacht durch die Automatisierung.

Man hat zwar viel zu tun als Arbeiter, weil man die Personalkosten gering halten möchte, aber vom Niveau werden die Arbeiten immer geringer, weil es Maschinen gibt. Wenn ich an meinen damaligen Schichtleiter denke, der nun in Rente ist, der hatte wirklich zu 100% Ahung von der Anlage, weil er zu seiner Zeit wirklich noch alles selbst machen musste. Reaktoren beschicken, Temperatur einstellen usw. Da ging nichts automatisch. Heute kommen die Leute in die Unternehmen und sehen was? LKW bringt Rohstoffe, Staplerfahrer bringt Produkt ins Lager. Maximal mal ein Aggregat reinigen oder austauschen, rest macht die Automatik. Selbst in der Produktion von Metallteilen wird es doch immer "einfacher". Größtenteils werden da nur noch Leute gebraucht, um die Maschinen zu beschicken. Sprich, Leute die die Bleche oder sonstwas in die Maschinen packen. Rest macht die Stanze, CNC Fräse, Drehbank etc automatisch inzwischen. Ein Kumpel, der damals Schlosser gelernt hat arbeitet nun bei einem großen Autozulieferer, von seiner Schlosserausbildung benötigt er kaum noch was, er legt den ganzen Tag Bleche in eine Maschine...

Fazit: Man braucht relativ wenige Akademiker, um viele Arbeiterstellen in unserem doch recht teuerem Land zu schaffen und zu erhalten. Stellt man die Entwicklung ein, dann passiert das, was in der Solarbranche gerade passiert. Da wollten die Firmenchefs Gewinnmaximierung betreiben. Für sie hat es sich übrigens gelohnt, für den Rest der Belegschaft eher nicht.


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   19.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Musterbeispiele hierfür sind Carl Zeiss und Ernst Abbe, Handwerker und Wissenschaftler, die zusammengewirkt haben.

Lounge Gast schrieb:
>
> Stimmt. Es ist die Mischung, die es ausmacht. Unsere
> Gesellschaft hat sich nicht wegen Hochschulen und
> Studiengängen entwickelt, sondern durch Menschen mit
> verschiedenen Ideen, Bildungshintergründen und handwerklichen
> Fertigkeiten. Ihr solltet das eher als Symbiose sehen.


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   19.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ja natürlich ist die Mischung das Wichtigste, aber es kann ja wohl keiner leugnen, dass Deutschland nicht das wäre was es ist, wenn es keine Akademiker gegeben hätte. Die gesamte Naturwissenschaften haben unseren Wohlstand massiv verbessert. Handwerker und Auszubildende sind vor den Maschinen die letzte Instanz. Das bedeutet ja nicht, dass ihr deswegen weniger wert seid, aber es ist nunmal die Tatsache, dass Akademiker hierarchisch über Auszubildenden stehen. Und da müssen jetzt die Auszubildenden nicht wieder herumplerren, denn es ist einfach ein Faktum, dass zb Wissenschaftler in einem Pharmakonzern über den Laboranten stehen, dass bei Goldman Sachs die Absolventen der Harvard University über den ausgebildeten Bankkaufmännern im Investment Management stehen.

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   19.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

@Langer Beitrag 19.04

Die Welt besteht zum größten Teil aus Leuten, die keinen hohen Bildungshintergrund haben. Und so ist es auch richtig. Diese Menschen tragen dazu bei, dass ich gut leben kann und unsere Gesellschaft sich weiterentwickelt. Dir ist schon klar, dass der überwiegende Teil von Ideen im Bauwesen und auch im Maschbau nicht von "Klugscheißern" am Schreibtisch entwickelt wurde, sondern von Leuten die Hand angelegt haben. Deine Vorstellung des hirnlosen Bandarbeiters ist eckelhaft und du solltest dich dafür schämen. Im Endeffekt sichert der Kollege am Band dein Gehalt. Durch sinnloses Sesselfurtzen und rumtelefonieren, gepaart mit englischen feinen modernen Wörtern sowie Pseudoabkürzungen, wird niemand reich. Und auch der größte Teil der Ings. sind "Sachbearbeiter" oder "Schraubenentwickler". Von den tatsächlichen Entwicklern gibt es nur eine handvoll, diese sind aber in der Regel total unfähig ihre Ideen umzusetzen. So ist es oft kein Wunder, dass zB die wichtigste Hilfskraft eines Profs, nicht seine hundert Hiwis sind, sondern seine Sekretärin. Bei Managern dito. Also immer auf dem Boden bleiben. Ohne "Arbeiter" würden wir hungern. Mit denken backt sich kein Brot, die Zutaten kommen nicht ins Haus etc. Da kannst du denken und erfinden was du willst.

Weiterhin zum Thema Akademiker: Mehrheit der Akademiker sind faul, nicht leistungsfähig und wollen 9/5 Jos. Was glaubst du, was dich berechtgt Arbeiter zu beleidigen? Dein höherer Bildungsgrad pder deine paar Seiten mit bestandenen Klausurnachweisen?

Menschen die Knechten haben immer die Welt erschaffen, ob Pyramiden, Schlösser oder Waffenindustrie. Im Endeffekt braucht man diese ganzen pseudo Abschluss-Akademiker nicht. Was man braucht sind kluge Köpfe a la Schrödinger, Einstein oder Bohr. Diese bringen uns weiter. Nicht die 99 Prozent der Akademiker auf der Welt. Und schon garnicht, die ganzen Finanzhaie. 100 Prozent der Wiwi-Jobs benötigen keinen Abschluss und keine Genealität. Du musst weder als Partner bei McKinsey, KPMG oder als MD bei Goldman genial sein. Schafft jmd. von Ihnen Mehrwert? Für die eigene Tasche.

Also: Jeder Mensch ist in dieser Gesellschaft wichtig. Ich habe großen Respekt vor arbeitern, weil ich weiß, was sie über Jahre leisten und wie sie sich im Alter quälen. Ich würde nicht tauschen wollen.


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   19.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ich merke hier viele linke proletarierfreundliche Ressentiments.
Fakt ist ,dass Akademiker sich anders verhalten und nachdenklicher sind.Es ist einfach ein ganz anderer Menschentypus.Ich sehe es auch als eine Symbiose zwischen Arbeitern und Intellektuellen.Ich finde es nur unfair ,dass Akademiker in Deutschland einfach zu schlecht bezahlt werden.Ich wünsche ich hätte eine Lehre gemacht und wäre jetzt Meister.


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   20.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Zustimmung! Natürlich ist das hier ein WiWi-Forum. Das werden sicher nicht diejenigen sein, die die deutsche Industrie mit Neuentwicklungen stärken werden, abgesehen von irgendwelchen nutzlosen Finanzprodukten bzw. Derivaten. Natürlich braucht man auch Kaufleute, aber im Grunde genommen sind das Hilfsfunktionen. Sie entwickeln weder Produkte, noch werden sie diese produzieren. Sie scheinen sich aber als zukünftige Manager und Unternehmenslenker zu fühlen.



Lounge Gast schrieb:
>
> @Langer Beitrag 19.04
>
> Die Welt besteht zum größten Teil aus Leuten, die keinen
> hohen Bildungshintergrund haben. Und so ist es auch richtig.
> Diese Menschen tragen dazu bei, dass ich gut leben kann und
> unsere Gesellschaft sich weiterentwickelt. Dir ist schon
> klar, dass der überwiegende Teil von Ideen im Bauwesen und
> auch im Maschbau nicht von "Klugscheißern" am
> Schreibtisch entwickelt wurde, sondern von Leuten die Hand
> angelegt haben. Deine Vorstellung des hirnlosen Bandarbeiters
> ist eckelhaft und du solltest dich dafür schämen. Im
> Endeffekt sichert der Kollege am Band dein Gehalt. Durch
> sinnloses Sesselfurtzen und rumtelefonieren, gepaart mit
> englischen feinen modernen Wörtern sowie Pseudoabkürzungen,
> wird niemand reich. Und auch der größte Teil der Ings. sind
> "Sachbearbeiter" oder
> "Schraubenentwickler". Von den tatsächlichen
> Entwicklern gibt es nur eine handvoll, diese sind aber in der
> Regel total unfähig ihre Ideen umzusetzen. So ist es oft kein
> Wunder, dass zB die wichtigste Hilfskraft eines Profs, nicht
> seine hundert Hiwis sind, sondern seine Sekretärin. Bei
> Managern dito. Also immer auf dem Boden bleiben. Ohne
> "Arbeiter" würden wir hungern. Mit denken backt
> sich kein Brot, die Zutaten kommen nicht ins Haus etc. Da
> kannst du denken und erfinden was du willst.
>
> Weiterhin zum Thema Akademiker: Mehrheit der Akademiker sind
> faul, nicht leistungsfähig und wollen 9/5 Jos. Was glaubst
> du, was dich berechtgt Arbeiter zu beleidigen? Dein höherer
> Bildungsgrad pder deine paar Seiten mit bestandenen
> Klausurnachweisen?
>
> Menschen die Knechten haben immer die Welt erschaffen, ob
> Pyramiden, Schlösser oder Waffenindustrie. Im Endeffekt
> braucht man diese ganzen pseudo Abschluss-Akademiker nicht.
> Was man braucht sind kluge Köpfe a la Schrödinger, Einstein
> oder Bohr. Diese bringen uns weiter. Nicht die 99 Prozent der
> Akademiker auf der Welt. Und schon garnicht, die ganzen
> Finanzhaie. 100 Prozent der Wiwi-Jobs benötigen keinen
> Abschluss und keine Genealität. Du musst weder als Partner
> bei McKinsey, KPMG oder als MD bei Goldman genial sein.
> Schafft jmd. von Ihnen Mehrwert? Für die eigene Tasche.
>
> Also: Jeder Mensch ist in dieser Gesellschaft wichtig. Ich
> habe großen Respekt vor arbeitern, weil ich weiß, was sie
> über Jahre leisten und wie sie sich im Alter quälen. Ich
> würde nicht tauschen wollen.


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   20.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Nunja, während unsere deutschen, achso schlechten Akademiker jährlich immer mehr das Land verlassen. Es hat einen Grund, warum in Deutschland jährlich über 90.000 Akademiker das Land verlassen. Es hat einen Grund, warum die Solarbranche nun dicht macht. Sie haben sich einfach nicht weiterentwickelt und Innovationen verschlafen. Es ist kein Meister oder Techniker, der die Photovoltaik entwickelt hat, es waren allesamt Ingenieure. Dann wird sich aufgeregt, dass diese konkurrenzlose Branche nicht weiterhin mit Subventionen zwangsbeatmet wurden. Eine Branche muss selbstständig konkurrenzfähig bleiben und das kann man eben nur durch die Entwicklung von Ingenieuren. Seht euch doch mal die Entwicklerteams an bei den großen Autoherstellern oder in großen Chemieunternehmen. Da werden nicht ohne Grund, Diplomer, Master oder sogar Promovierte genommen. Das hat nichts mit Standesdenken zu tun, ohne die entwickelnden Akademiker landen wir irgendwann am Ende und sind schlusslicht in Sachen Innovation und Fortschritt, dann ist es vorbei mit unseren hohen Löhnen hier.

Das sollte man mal bedenken, bevor man hier los meckert. Es ist doch Quatsch, dass ein Akademiker nur denken kann, absolutes Stammtischgebrabbel. Seht euch die Absolventenstatistik an und wieviel davon schon eine Ausbildung gemacht haben, das sind zehntausende jedes Jahr, aber das vergessen die natürlich alles, sobald sie eine Vorlesung gehabt haben. Und selbst reine Uniabsolventen ohne Ausbildung lernen praktische Inhalte in ihrem Job. Ich kenne genausoviel Maschinenbauakademiker, die eine Drehbank beherrschen oder eine Fräse etc.


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   20.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Wisst ihr was? Macht doch was ihr wollt. Geht studieren, macht eine Ausbildung aber versucht bitte nicht andauernd zu behaupten, dass man Akademiker gar nicht bräuchte.
Derzeit ist es Fakt, dass Akademiker interessantere und besser bezahlte Jobs bekommen und daran wird sich auch nichts ändern.
Wenn der Tag kommt an dem die Ochnokratie Einzug gehalten hat, dann könnt ihr wohlgemut behaupten: Wir stehen über den eingebildeten, versnobten Akademikern. Wir haben die Macht über alle Akademiker und nehmen den ehemaligen Milliardären das Geld weg.
Derzeit befinden wir uns aber in einem neuliberalen Kapitalismus, man könnte ihn aber auch als Macht des Bildungsbürgertums bezeichnen, sodass Akademiker sognannter Elite-Universitäten hierarchisch über Arbeitern stehen. Ich rede jetzt nicht von dem Wert eines Menschen, denn der ist für alle gleich, ich rede nur der Hierarchie in Unternehmen.


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   20.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Das muss auch so sein! Die technischen Studiengänge haben immer Praktikas gehabt, sozusagen eine Lehre im Schnelldurchgang. Da haben wir in der Lehrwerkstatt im Blaumann neben den Lehrlingen gestanden und tagelang gefeilt. Daher weiss man die Fähigkeiten eines Meisters durchaus zu würdigen. Und an Drehbank, Fräse u.s.w. haben wir auch gearbeitet. Der "Ingenieur" ist auch der klassische Aufsteigerberuf der Arbeiterklasse!

Lounge Gast schrieb:
>
> Ich kenne genausoviel Maschinenbauakademiker, die eine Drehbank beherrschen oder eine Fräse etc.


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   23.04.12
  Lounge Gast

Re: BWL Flut?

Ob der Akademiker der interessantere Job ist, kann man nicht so Pauschal sagen. Grundsätzlich gilt bestimmt, dass ein höherer Bildungsstand einen höheren Wissensstand, mindestens in einem Fachgebiet, aufzeigt und dass auch zu höheren Gehältern führt, jedoch können auch Leute ohne Studium intelligenter sein als Akademiker. Die meisten Akademiker verändern ebensowenig die Welt, wie die meisten Arbeiter...

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