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Bachelor wird mit Meister gleichgestellt

 Autor   Beitrag  « vorherige Seite  |  nächste Seite »

   28.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das stimmt schon lange nicht mehr! Du brauchst Dir nur das aktuelle Stern-Magazin anzusehen. Da wird ein Meister vorgestellt, der auch den TBW hat und bei einem sehr bekannten Ingenieurdienstleister als Projektleiter arbeitet. Alter 31 Jahre mit einem Jahresgehalt von 80 T€. Das ist die Gleichstellung, aber eher mit dem Master als dem Bachelor!!

Lounge Gast schrieb:
>
> Noch so ein ignoranter Techniker... Ich habe es schonmal
> irgendwo geschrieben. Menschlich sind ALLE gleich, aber im
> BERUF bedeutet eine bessere Ausbildung auch, dass man besser
> gestellt ist!


[auf diesen Beitrag antworten]
   
  




   28.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
An den Biotechniker. Ein Biotechniker weiß also z.B. wie man pipettiert, im Gegensatz zu einem Akademiker... Wenn ihr sowas als Berufserfahrung deklarieren wollt, dann seit ihr disqualifiziert. Wahrlich, das ist unglaublich hohes Niveau an Berufserfahrung, zumal diverse Laborpraktikas tonnenweise schon im Grundstudium auf einen warten. Solche enormen Leistungen könnt wirklich nur ihr. (Ironiemodus off)

Denkste nicht, dass Studenten auch Praktikas haben und dort sogar mit mündlichen Testaten das Hintergrundwissen nachweisen müssen, bevor sie überhaupt irgendwas machen in einem Labor?! Wir haben jede Woche 3 Praktikas parallel im Studium, müssen zu fast jedem Praktikum per Testat nachweisen, dass wir das, was wir dort machen auch verstanden haben. Das sind wieder nur Vorurteile von jemandem, der sich einfach nicht informieren möchte und haltlose Unterstellung umherbrüllt. Wir lernen in unseren 3,5 Jahren Bachelor während der Praktikas mehr, als so mancher Facharbeiter, der 10 Jahre im Betrieb war. Wir müssen dagegen auch noch alles per Testat nachweisen. Wie weißt ein Meister die Qualität seiner Berufserfahrung nach? Man kann daran nicht erkennen, ob er wirklich Leistung erbracht hat oder doch nur auf der Raucherinsel gehangen bzw. Kaffee getrunken hat den ganzen Tag. Bei den Praktikas eines Bachelors hat man den NACHWEIS, was er alles praktisch ablegen musste. Allein in meinem Bachelor hatte ich gut 15 verschiedene Praktikas auf 5 Semster verteilt und zusätzlich ein praktisches Semester im Umfang von 5 Monaten direkt im Betrieb + Schwerpunktpraktikum zum Erarbeiten der Bachelorarbeit. Zusätzlich haben viele schon eine Ausbildung gemacht, auch schon gearbeitet etc. Ich sehe beim besten Willen nicht das mehr an Berufserfahrung, die ein Meister/Techniker haben soll. Die Frage ist doch, wo ist die Gleichstellung dieser Ausbildungen, wenn man die Ausbildungsformen unter korrekten Bedingungen miteinander vergleicht. Sprich, Ausbildungsdauer, Niveau und Berufserfahrung.

Also z.B. wenn beide (Meister/Akademiker) mit ähnlicher Berufserfahrung dastehen. Wer hat dann die Nase vorn? Anscheinend kann man nur Meister mit 12 Jahren Berufserfahrung mit einem Bachelor frisch von der Uni vergleichen, sonst würden selbst unsere teils beschränkten Politiker erkennen, dass es falsch ist. Man kann praktisch nur anwenden, was man auch wirklich theoretisch versteht, allein deswegen kann der Akademiker mehr.

Wir hatten auch Techniker, die im Praktikum in Chemie alles zusammengekippt haben, der halbe Abzug agbefackelt ist und dann der Prof fragte, na was ist da nun passiert. Außer Schulterzucken kam nix! Passiert sowas in einer Großanlage, sind mal gleich mehrere hundert Millionen Investition in Gefahr, ganz zu schweigen von den Mitarbeitern. Meister und Techniker können nur das Anwenden, was seit Jahrzehnten schon bis ins letzte erforscht wurde. Sobald sie neue Zusammenhänge erkennen sollen und abschätzen müssen, was kann dort alles passieren. Was man z.B. dann auch berechnen muss, dann hört es schon auf.


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   29.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich bin auch TBW. Mit einem Master kann man die Weiterbildung zum TBW nicht vergleichen.

Ich hatte auch Glück und bin in einen Bereich gerutscht in dem technisches wie auch kaufmännisches Wissen erforderlich ist. Gehaltlich bin ich sehr zufrieden und der Job macht mir viel Spaß.

Ich weiß deshalb aus eigener Erfahrung das man es als TBW schaffen kann gehaltlich auf ein Masterniveau zu kommen. Rein wirtschaftlich gesehen die beste Lösung wenn man bedenkt das ich nun schon seit dem 17 Lebensjahr Geld verdiene, keine Schulden machen musste und am Ende das Gleiche verdiene.






Lounge Gast schrieb:
>
> Das stimmt schon lange nicht mehr! Du brauchst Dir nur das
> aktuelle Stern-Magazin anzusehen. Da wird ein Meister
> vorgestellt, der auch den TBW hat und bei einem sehr
> bekannten Ingenieurdienstleister als Projektleiter arbeitet.
> Alter 31 Jahre mit einem Jahresgehalt von 80 T€. Das ist die
> Gleichstellung, aber eher mit dem Master als dem Bachelor!!
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Noch so ein ignoranter Techniker... Ich habe es schonmal
> > irgendwo geschrieben. Menschlich sind ALLE gleich, aber im
> > BERUF bedeutet eine bessere Ausbildung auch, dass man
> besser
> > gestellt ist!


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   29.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
An den Poster da oben, der den Meister mit dem Master vergleicht. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber sowas zu verallgemeinern ist wohl ein wenig hohl oder nicht?! Sicher KANN in manchen Fällen ein Meister als Projektingenieur arbeiten, aber dann ist das eher jemand, der sich über das normale Wissen eines Meisters hinaus entwickelt hat. 95% der Meister können sowas mit ihrem Wissen eben nicht!

Sicher können wir in den Vergleich die besten Meister, mit den schlechtesten Akademikern vergleichen und dann sagen, guckt doch mal, die machen das Gleiche. Was soll dieser Schmarrn. Wenn dann vergleicht durchschnittliche Akademiker mit durchschnittlichen Meistern, die jeweils ähnliche Berufserfahrung haben. Da ist der Akademiker eher als Projektingenieur geeignet, zumal es immer auf die Ausrichtung dieser Ingenieursfirma ankommt. War z.B. während meines Praktikums im Studium in der BASF (habe da auch eine Ausbildung gemacht) und habe da als Glied zwischen Betrieb und Ingenieursbüro fungiert. In dem Ingenieursbüro an sich war kein einziger Meister, die waren alle im Betrieb. Wenn man als jemand, der dort sein Studienpraktikum machen wollte, bei den Meistern im Betrieb eine Frage hatte, dann hat sich das begrenzte Wissen der Meister sehr schnell ausgeprägt und keiner wird behaupten, dass die Meister innerhalb der BASF schlecht wären. Sie kannten die Arbeitsabläufe, weil sie eben schon jahre in dieser Anlage waren, aber wenn man wissen wollte, warum das nun so oder so abläuft, dann war schluss. Es hat halt funktioniert, was die Akademiker dort entwickelt haben. Es ist einfach nicht ihr Arbeitsgebiet. Akademiker wissen mehr und Meister haben etwas vom Niveau her geringeres Wissen, was sie aber schon anwenden konnten, bevor ein Student überhaupt mal im Betrieb landet. Nun aber dieses "MEHR" an Wissen und praktischer Anwendungsfähigkeit in den vielleicht ersten 1-2 Jahren als Gleichstellungsmerkmal zu verwenden ist wirklich blöd. Sicher kann ein Meister praktisch mehr, wenn er schon mehr Betriebserfahrung hat, ist sowas dann aber ein Vergleich?! Um meine Ziele zu erreichen kann ich immer rhetorische Mittel verwenden, damit mein Ziel besser erscheint. Genau das hat die IHK/HWK hier gemacht. Sie haben unseren Politikern wirklich als Vergleich Meister mit 12 Jahren Berufserfahrung, gegen einen Bachelor mit 0 Jahren Berufserfahrung in den Vergleich gezogen. Dass sie dann teilweise gleich sind, dass kann schon sein, aber der Vergleich hinkt mächtig!


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   30.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
also was hier so geschrieben wird ist echt unfassbar.
Ich glaube das kein Handwerksmeister das bestreben hat, sich mit einem Bachelor gleichzustellen. Jedes ist sein eigenes Gebiet. Das soll auch so bleiben. Aber den Handwerksmeister derart schlecht zu machen halte ich für gefährlich. Denn wer soll eure Brötchen backen, die Frisur schneiden oder das Auto reparieren? Leute die 7 Semester studieren und ein so überdimensionales Analytisches Denkvermögen haben....? Hey bleibt auf dem Teppich und laßt jeden sein Ding machen. Jeder wird seine Qualifikation haben und was einer ist bestimmen keine Zahlen auf irgend einer Liste. Aber eine Meisterausbildung mit 5% eines Studium zu vergleichen soll diese erst einmal ablegen. Dann reden wir weiter. Schönen Tag noch.


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   30.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Komisch, dass diese Abwertungen der Meister/Techniker von Leuten hier kommen, die beides gemacht haben! Sie können einschätzen, wieviel fachlich zwischen diesen Ausbildungen liegt. Nur weil vielen die Wahrheit nicht gefällt, wird man als arrogant dargestellt. Diese Gleichmacherei ist das Problem der Neuzeit. Die Politik will es allen recht machen in der heutigen Zeit, anstatt mal klipp und klar zu sagen, nur eine hochwertige Ausbildung bietet dir gute Jobs. Wenn Techniker, die anschließend studiert haben, hier im Forum meinen, dass der Techniker schlichtweg ein Witz gegenüber einem Studium ist, dann hat das seine Berechtigung. Wenn es so gleichwertig wäre, dann würde er doch voller Stolz zu seinem Techniker stehen. Wenn er allerdings aus eigener Erfahrung weiß, dass ein Studium weitaus besser ist, dann kann man es ihm wohl kaum vorwerfen.

Fakt ist auch, wenn es so weitergeht mit der Aufwertung geringerqualifizerender Ausbildungen, warum soll man dann noch studieren? Jahrelang auf Lohn verzichten. Ich habe damals in der Ausbildung gut 900 Euro bekommen Netto, das würde vielen Studenten wirklich gut gefallen! Wenn die "Gesellen" dann in den Berufsalltag starten, dann hat der "Schüler" gerade mal sein Abi und immernoch keinen cent verdient. Dann macht er noch 3,5 Jahre Studium, wo er entwededer auf Bafög angewiesen ist oder reiche Eltern hat, die ihn durchfüttern. Ein "Arbeiter" verdient Geld seit dem 16. Lebensjahr, erarbeitet dadurch auch schon Rentenansprüche. Wenn der Student nach insgesamt 6,5 Jahren Lehrzeit dann ins Arbeitsleben startet, hat er bis dahin kein Geld verdient, keine Rentenansprüche erworben und wird dann noch gleichgestellt mit einem Meister, die zum großen Teil dann auch noch das gleiche verdienen.

Das macht Deutschland unattraktiv für Akademiker! Wozu dann überhaupt noch Millionen in Hochschulen investieren? Wozu überhaupt noch unterschiedliche Ausbildungen machen? Diese Vorurteile hier vom theoretischen Fachidioten kann man echt nicht mehr hören. Ein Akademiker kann genauso praktische Erfahrungen vorweisen, wie so mancher Meister, zumal zehntausende Studenten jedes Jahr über den 2. Bildungsweg zum Studium kommen.

Wenn der Meister so gleichwertig ist, warum bildet man dann die relativ unökonomischen Akademiker überhaupt noch aus? Mach 12 Monate Meister in Vollzeit, anstatt 3,5 Jahre Studium. Hat das Abitur garkeinen Mehrwert mehr, was man für ein Studium braucht? Wenn am Ende sowieso das Gleiche raus kommt und die Meister alles das können, was die Akademiker auch können, dann brauchen wir das doch garnicht mehr! Die Meister nehmen sich hier wichtiger, als sie sind. Ist ja schon fast ein Gottkomplex, wenn man die Qualität seiner Ausbildung so astronomisch überbewertet.

Viele Meister schätzen die Grenzen ihrer Ausbildung wirklich so ein, dass was ich kenne, das gibt es, der Rest existiert nicht. So nach dem Motto, die Welt ist eine Scheibe... Glaubt einfach mal, dass man mit dem Niveau eures Wissens heutzutage keinen Blumentopf mehr gewinnen kann in dieser Weltwirtschaft. Dieses Signal für Akademiker seitens der Regierung wird uns wirklich das Genick brechen. Warum gehen denn soviele Akademiker ins Ausland? Warum verlieren wir immer mehr Innovationsvorspruch gegenüber anderen Ländern? Überlegt mal, bevor ihr auf euer "astronomisches" Wissen pocht.


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   30.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Nur ein Information zu diesem Thema:
Man kann nicht beide Abschlüsse 1:1 vergleichen aber die Aufgabenstellung für den Beufsweg ist bei beiden Bildungswegen nach meinen Erfahrungen vom gleichen "Schwierigkeitsgrad".
Ich selber bin Handwerksmeister Metall/Maschinenbau und kenne auch die Studentenseite.
Von wegen ein halbes Jahr zur Schule gehen und dann ist der Meistertitel so einfach in der Hand; vor der Zulassung zum Meister sind Jahre der Berufserfahrung erforderlich d.h. vorher muß schon eine mind.3-jährige Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen sein, dann kommen die Gesellenjahre und auch noch ein Mindestalter (24 Jahre in meinem Fall) dazu. Wenn man als Schulabgänger mit 16 Jahren die Lehre beginnt ist man mit 19/20 Geselle dann kommen die Berufsjahre dazu und man hat damit so 7 Jahre praktisches und theoretisches Wissen ständig erweitert.
Ein Abiturient hat mit 18/19 Jahren nur Theorie gepaukt mit teilweise unnützem Ballast und dazu noch kein Stück Berufserfahrung. Dann beginnt er sein Studium und paukt weiter, macht auch Praktika, aber hat dann trotzdem noch keine Berufserfahrung. Er hat z.B. Konstruktionslehre oder Statik in den Semestern und kann auch bestens Berechnungen durchführen. Dieses kommt auch beim Meister vor aber in einer "abgespeckten Version". Wenn der Studierende dann endlich seinen Bachelor hat muß er erst seine Berufserfahrung beginnen, denn bis dahin gab?s hauptsächlich nur Unterricht. Vom Alter stehen jetzt beide (Bachelor/Meister) auf einer Höhe, nur mit dem kleinen Unterschied das der Meister auch gleichzeitig jetzt noch eine Ausbildung in Buchführung, Rechnungswesen, Menschenführung, Ausbildereignung absolviert hat.
Der Meister im Handwerk vereint damit mehrere Abschlüsse damit er überhaupt selbständig ein Gewerbe führen darf.
Dies bleibt dem Bachelor erspart, erkann sich voll auf sein Fachbereich konzentrieren. Wenn er sich dann selbständig machen wollte weiß er gar nicht was auf ihn zukommt: Gewerbeanmeldung, Finanzamt, Vorsteueranmeldung, welche Gesellschaftsform, wer macht die Buchführung, wer macht das Kassenbuch, wer schreibt die Rechnungen, wie treibe ich Forderungen ein ...
Der Meister im Handwerk ist jetzt berechtigt und in der Lage dies selbst alles auszuführen.
Der Bachelor beginnt jetzt erst Berufserfahrung zu sammeln.

Vielleicht sollte man als Abiturient /Student mit dem folgenden Abschluß auch mal die praktische Seite vom Handwerksmeister "erleben", dann versteht der eine oder andere das der Meistertitel nicht wie ein Dr. a?la Gutenberg vergeben wird.

Beide Abschlüsse müssen hart erarbeitet werden!


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   31.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
So langsam wird es einfach lächerlich.

Aber ja ist ok, Hauptschule/Realschule besuchen mit allem was dazu gehört (kaum mathekenntnisse, grottiges englisch etc. pp) dann 3 jahre lang metall schleifen, werkzeuge einspannen oder kabel ziehen und schwubdiwupp ist man auf dem gleichen Level wie jemand der währenddessen vollzeit die schule besucht hat.


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   31.03.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also schon jeden Doktor mit Gutenberg zu vergleichen ist schon hart. Sieh dir 90% der in Deutschland erworbenen Meistertitel an. Das sind KFZ Meister, Meister im Sanitärbereich, Friseurmeister... Jeder Ingenieur hat ebenso Betriebswirtschaft in seinem Studium, weil er sich ebenso selbständig machen kann. Im reinen Dienstleistungsgewerbe kann man sich auch mit einem Meister selbständig machen, die entwickeln aber auch keine Innovationen. Sie bieten nur Dienstleistung, der Fliesenlegermeister macht seinen Betrieb auf, bildet aus und verlegt seine Fliesen oder installiert ne Dusche. Dafür war der Meister gedacht, als er entwickelt wurde. Damit er kleinere und vielleicht mittlere Betriebe aufmacht und Arbeitsplätze schafft.

Lest euch mal das Buch durch:

Aufstiegsfortbildung in Form von Technikerschule und Meisterschule
von Marc Schneider

Hier sieht man, was die Vorzüge des Meisters sein sollen und hier wird auch eine Bildungsstatistik vorgeführt, diese ist von 2001 oder 2002. Von über 45000 Meisterschülern, haben gut 93% ihren Abschluss bekommen.

Und wenn sie dort oben damit kommen, dass ein Meister nach Abschluss direkt tonnenweise Berufspraxis hat, dann frag ich mich, was die Leute haben, die über den 2. Bildungsweg gekommen sind?! Zumal ich selbst gut 4,5 Jahre gearbeitet hab vor dem Studium. Was bekommt man denn für "Praxiswissen" als normaler Facharbeiter? Man macht einfach nur seine tägliche Arbeit, in den ersten Wochen lernt man vielleicht noch viel, danach ist so ein normaler Facharbeiterjob einfach nur noch machen. In den 4,5 Jahren war ich in 2 Betrieben und was lernt man da für extreme Praxis? Man lernt die Arbeitsabläufe DIESES Unternehmens und was man dort machen muss. Tiefes Wissen wird da nicht vermittelt, schon garnicht muss man dies irgendwie nachweisen.

Ein Meister muss sich genauso in einem neuen Unternehmen einarbeiten und die Arbeitsabläufe kennenlernen. Die dort eingesetzte Technik ist vielleicht auch wieder anders. Beispiel KFZ meister: Nur weil er schon Jahre das tägliche Beiwerk machen musste, sprich Abgasanlagen, Bremsen, stoßdämpfer, Öl, Kühlflüssigkeit oder einzelne Kleinteile wechselt, heißt es doch noch lang nicht, dass er etwas von dem versteht, warum die Teile so sind, wie sie sind. Er löst ne Schraube, setzt das neue Teil ein und es funktioniert wieder. Lest euch mal im Internet durch. Dort regen sich hunderte Meister auf, dass sie die "modernen" Autos nicht mehr verstehen, weil sie vor Technik strotzen und trotzdem müssen wir weiterentwickeln, weil wir später nicht den umgangssprachlichen Trabant produzieren wollen, wo andere ne E-Klasse bauen. Der Fliesenlegermeister kauft seine Fliesen und Sanitärartikel und verbaut sie beim Kunden. Klar er muss den Biegeradius der verschiedenen Rohrtypen errechnen oder vielleicht noch, wie man bestimmte Sachen isolieren muss. Das wars aber auch. Das alles bringt uns nicht voran und sichert auf lange Sicht nicht unsere hohen Löhne.

Der Handwerksmeister ist ein reiner "Macher". Er muss nicht verstehen, warum etwas so ist, wie es ist. Ein KFZ Meister weiß nicht, warum der Motor so entwickelt wurde, wie er nunmal ist. Er tauscht aus, wenn etwas kaputt ist. Mein Cousin hat gerade seinen Meister abgeschlossen in der BASF und wird stellvertretender Betriebsleiter einer Anlage, aber er sagt selbst, er kennt sich nur in DIESER Anlage aus. In anderen Anlagen würde er genauso bei 0 starten. Er freut sich auch über die Gleichstellung, aber da wir die Lehrpläne vergleichen können, sagt er selbst, dass es Quark ist. Als ich in meiner Ausbildung in einer wirklich guten Chemieanlage war, da sollte mir der Meister in den ersten Tagen per Anlagenführung alles erklären. Es hieß immer nur, das geht da rein und das Produkt kommt da raus. Fragt man, was dort genau passiert kam als Antwort, das reagiert da halt. Ne Zentrifuge konnten die Leute da noch erklären oder ne Kolonne, aber dann wars das auch schon.

Ich bleibe dabei, wenn man Ausbildungen gleichwertig darstellen möchte, dann muss man auch die Menge und das Niveau des Stoffes der jeweiligen Aubildungen vergleichen. Man kann nicht sagen, der hat 12 Jahre Berufserfahrung und der Andere hat 0. Ja die sind gleichwertig. Das ist bescheuert. Sicher hat der Meister zu Beginn ein gewisses plus an Berufserfahrung in eben genau diesem Betrieb, das kann der Akademiker aber auch bekommen. Wechselt der Meister den Betrieb, startet er genauso bei 0 und muss die Arbeitsabläufe und dort angewendeten Techniken neu kennenlernen. Ich hab damals in der BASF gelernt und bin später zu Linde gewechselt. Beides Chemieunternehmen und trotzdem konnte ich mit dem Wissen aus dem vorherigen Unternehmen kaum bis garnix anfangen, weil die Arbeitsabläufe bei Linde vollkommen anders waren und auch die angewendeten technischen Hilfsmittel. Andere Berufserfahrung macht der angehende Meister auch nicht.


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   02.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Danke Frau Shavan,

dank diesem Mist wird das Techniker Gehalt nicht an den Bachelor gehalt angepasst sondern umgekehrt.... Ich könnte einfach nur das Kotzen krigen... habe während des Studiums unter der Woche gepauckt und am Wochenende gearbeitet... und was habe ich davon... genausoviel wie ein Hauptschuler der sein Ausbildung als industriemechaniker gemacht hat und danach den Techniker dran gehängt hat.... Dieses System hat nur eins gebracht... die Industrie kann Ingeneure mit einem Bachelor Abschluss für wenig Geld einstellen...

Das System ist so herlich inkonsequent... ein Techniker wird auf die selbe Stuffe wie ein Bachlor Absolvent gestell warum darf er denn nicht den Master machen? Ja Richtig weil er nicht die Nötigen analytischen Fähigkeiten mitbringt...

Ach schönes Deutschland du richtest dich selbst zugrunde. Die einzige wirkliche Resorce die wir haben ist die Bildung und die wird von innen heraus torpediert... sei es durch Sparprogramme in der Bildung oder durch den Wegfall von Anreizen zu studieren...


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   03.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das einzige was diese Einstufung gemeinsam hat, ist die Zeit, welche beide Gruppen zum Erlangen dieses Abschlusses benötigt haben - Vom Inhalt her sind beide Gruppen Welten auseinander - Habe Ausbildung und Bachelor Studium absolviert - So ein Meister ist vom Niveu her was für Hauptschüler die sich fortbilden wollen, da wissen aber auch die Firmen - In meiner alten Firma in der ich vor dem Studium gearbeitet habe, hatten 95% der Produktionsarbeiter einen Meister nachgeholt.... Die hälfte davon würde ich sagen, wusste nichtmal was die pq Formel ist.... Armes Deutschland

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   03.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Anfang des neuen Jahrtausends wurden Statistiken aufgestellt, wonach jährlich gut 45.000 Menschen ihren Meister machten. Dann kommen ja noch Techniker und Fachwirte hinzu, die sich sozusagen betrieblich weiterbilden. Allein von diesen 45.000 Meistern haben gut 93 % den Meister auch geschafft, wobei hier nichtmal ein Abitur vorausgesetzt wird. Ein Studium setzt einen höheren Bildungsabschluss voraus, das Abitur. Es wird doch wohl keiner Bestreiten, dass ein Abitur höher anzusehen ist, als ein Real- oder Hauptschulabschluss. Trotzdem sind die Abbrecherquoten beim Studium weitaus höher, als bei den Meisterschulen. Ein Bekannter machte nen Techniker im Metallbereich, dort haben auch 100% den Abschluss geschafft.

Was ist nun aussagekräftiger im Hinblick auf diese Gleichstellung?

7 % Abbrecherquote bei einer Weiterbildung, die mittlere Reife voraussetzt oder je nach Studiengang bis zu 70% Abbruchquote bei diversen Bachelorstudiengängen, die ein Abi vorraussetzen?!

Ein Meister kann genauso mit 23 in die Arbeitswelt starten, da hat er auch nicht soviel mehr Praxiswissen, was den theoretischen Rückstand gegenüber einem 23 jährigem Bachelor ausgleichen würde. Praxiserfahrung kommt ganz von allein, beim Meister, sowie beim Bachelor. Sowas kann man nicht allein den Meistern als Aufwertungskriterium zuschieben.

Über das Niveau des Lehrstoffes muss man glaube ich nicht debattieren. Da ist Bachelor >> Meister. Gebt den Akademikern 1-2 Monate, dann kann er sein Wissen auch auf die Abläufe im Betrieb übertragen. Sehen wir doch die neuen Errungenschaften der Neuzeit. Bis in die 50er Jahre hat vielleicht mal ein Meister ein Produkt verbessern können, in der heutigen Zeit reicht sowas absolut nicht mehr aus. In Zeiten von Elektroautos, neuen Energiespeichern, Photovoltaik, sozusagen einer High-Tech Industrie, da kann ein Meister nicht mehr viel beitragen zum Innovationsstandort Deutschland.

Die Meister, die ein Studium versucht oder auch geschafft haben sagen ja selbst, dass ein Studium weitaus höher einzuordnen ist. Nur die Meister, die noch nie eine Vorlesung besucht haben meinen, dass ist alles Quatsch, wir sind gleichwertig. Jetzt kommt garantiert wieder das Argument der Arroganz der Akademiker.

Mal ganz ehrlich. Stellt euch mal vor ein Geselle wird nach 2-3 Jahren Berufserfahrung mit einem Meister gleichgesetzt, dann würden die Meister doch auch sagen, die haben doch garnicht das Niveau an Ausbildung genossen wie ich?! Sagen sie deswegen, dass eine Ausbildung schlecht ist? Nein! Jede Aus- und Fortbildung ist wichtig in unserer Industrie, aber man sollte schon wissen, wo man seine Ausbildung einordnen muss. Ein Meister hat auf jeden Fall nichts, was dem Bachelor gleichwertig ist.

Wir sind alles Menschen, keiner ist minderwertig, aber im Beruf muss es abgesichert sein, dass eine bessere und höherwertige Ausbildung auch bessere Jobs mit sich bringt, ansonsten wird keiner mehr das Risiko eines unbezahlten Studiums auf sich nehmen und dazu noch Schulden machen. Das wird zunehmend immer mehr vermischt. Es gibt tausende Promovierte, die sich mit 1000 Euro-Jobs über Wasser halten müssen und wir reden von Fachkräftemangel! Wir nutzen unsere Ressourcen nur nicht. Anstatt dieses Problem anzugehen, wird einfach eine geringer qualifizierende Ausbildung aufgewertet. Sowas hilft unserem Innovationstandort Deutschland sicher nicht weiter.


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   03.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Übrigens befindet sich auch das FH Diplom auf Stufe 6 - Ist jetzt der Meister, Handelsfachwirt etc. der Meinung, dass er das Therorie Know how eines FH Diplom Ings hat, weil er sich auch auf Stufe 6 befindet? Schon daran sieht man, dass diese Einstufung überhaupt keinen Sinn macht - Oder stellen die Firmen plötzlich für leitende Positionen statt einem Ings. einen Meister ein, weil sie beide auf Stufe 6 befindet? Wohl eher nicht.... Die Firmen werden weiterhin ganz normal differenzieren zwischen FH Diplom & Bachelor oder einem Meister

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   04.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Du hast es immer noch nicht begriffen! Das ist schon lange nicht mehr sichergestellt. Gute Berufspraktiker, auch ohne Meister, überholen sogenannte "Akademiker" ganz schnell. Ich gehöre übrigends auch zu den Überholten!

Lounge Gast schrieb:
>

> aber im > Beruf muss es abgesichert sein, dass eine bessere und
> höherwertige Ausbildung auch bessere Jobs mit sich bringt,
> ansonsten wird keiner mehr das Risiko eines unbezahlten
> Studiums auf sich nehmen und dazu noch Schulden machen.


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   04.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Und dann wundert der Staat sich, warum wir Akademikermangel haben... unfassbar! Eine längere und härtere Ausbildung lohnt sich einfach nicht mehr. Deutschland schafft genau das ab, was unseren Wohlstand die letzten Jahrzehnte gesichert hat. Warum haben wir z.B. eine so gute Automobilbranche? Bestimmt nicht, weil die Meister sie so entwickelt haben, dass sie zu den Besten weltweit gehören. Das sind Ingenieure. Genauso ist es in der Chemieindustrie, Elektroindustrie.... Qualität war damals das Zauberwort, momentan zählt nur noch Quantität. Geben wir doch jedem Hauptschüler nen Dr. Titel und gucken, was er draus macht. Wozu überhaupt noch studieren?!

Es mag sein, dass es in Betrieben solche Zustände gibt, dann braucht sich aber keiner wundern, wenn seine Produkte an Innovationskraft verlieren und die Firma irgendwann pleite macht, weil China etc günstiger produzieren, siehe Solarbranche momentan. Da wurde aus Kostengründen auch die Forschung ausgesetzt und neue Trends verpasst. Preis ist alles, auch wenn die chinesischen Solarpanels nichtmal halbsoviel Leistung pro Quadratmeter bringen, wie die Deutschen.


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   04.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Zum Glück bin ich mir Uni-Diplom nach 2 Jahren Berufserfajrung hierachisch und gehaltstechnisch vor sämtlichen Technikern und Handelfachwirten im Betrieb, die schon über 20 Jahre Erfahrung haben, weil mein Chef sieht, was für ein Potential ein Akademiker hat. Ein Meister wird bei uns eh nicht wirklich ernstgenommen. Der soll die Azubis ausbilden, kann sich da wichtig nehmen und gut ist!

Jeder Akademiker hat mehr Potential als ein Techniker oder Betriebswirt. Wer es nicht ausschöpft ist selbst schuld. Selbst schuld sind aber auch die Betriebe die dann die Führungspositionen mit Unstudierten besetzten anstatt einfach einen anderen besseren Akademiker zu holen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Du hast es immer noch nicht begriffen! Das ist schon lange
> nicht mehr sichergestellt. Gute Berufspraktiker, auch ohne
> Meister, überholen sogenannte "Akademiker" ganz
> schnell. Ich gehöre übrigends auch zu den Überholten!
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
>
> > aber im > Beruf muss es abgesichert sein, dass eine
> bessere und
> > höherwertige Ausbildung auch bessere Jobs mit sich bringt,
> > ansonsten wird keiner mehr das Risiko eines unbezahlten
> > Studiums auf sich nehmen und dazu noch Schulden machen.


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   05.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Hy,

leider schreiben hier viele Menschen, ohne dass diese etwas vom jeweiligien Thema wüssten.
Zunächst ist ein Staatlich gepüfter Techniker (so heißt es richtig) weder Meister noch Bachelor. Als nächstes muß ich hier schreiben, dass ein Staatlich geprüfter Techniker durchaus auch ein Masterstudium absolvieren kann, ohne jemals ein Bachelorstudium gemacht zu haben - dies stellt aber **noch** eine Ausnahme dar.
Was sicher ist, ist das Faktum, dass Bachelor, Staatlich geprüfter Techniker und Meister auf einer Qualifikationsebene im EQR/DQR stehen und somit als gleichwertig zu betrachten sind.
Auch sicher ist, dass ein Staatlich geprüfter Techniker ein Hochschulstudium, egal ob FH oder Universität, ohne irgend eine Sonderhochschulzulassungsprüfung (dies gilt für Berufserfahrene ohne Austiegsweiterbildung mit DQR-Level 4, also berufserfahrene Facharbeiter, Kaufmannsgehilfen und Gesellen) dafür durchlaufen zu haben, jedes Fach beginnen darf und kann, da dieser eine allgemeine Hochschulzulassung besitzt.
Die Einsatzgebiete eines Staatlich geprüften Technikers liegen im mittleren Management in Entwicklung/Konstruktion, Abteilungs-/Betriebsleitung, QS/QM, Arbeitsvorbereitung, Service, Einkauf, Vertrieb, Ausbildung von Nachwuchsfachkräften und Beratung und dem entsprechend wird dieser auch ausgebildet.

Tschau.


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   05.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also ich habe diese ganze Geschichte mit dem DQR mal meinem Vorgesetztem (Dr. in der Chemie) erzählt. Ich arbeite in der Pharmabranche. Als Antwort kam ein Lachen und die Aussage, dass ein Meister nicht gerde besonders Anspruchsvoll sei... So gut wie alle die ich kenne haben übrigens nen Meister, wenn sie vorher ne Ausbildung gemacht haben, durchgefallen ist Niemand - Der Schloßermeister wurde von 9 Monate auf 4 Monate gekürzt, so wie ich das mitbekommen habe - In diesen Meisterkursen sitzen Türken etc. die kaum Deutsch können... Aber bestehen tun die alle, hauptsache die IHK erhält ihr Geld... Zusammenfassend bleibt zu sagen: Ein Meister liegt vom Nieveu ein wenig über eine Ausbildung aber schon deutlich unter dem eines Fachabis Technik - Von einem technischem Studium will ich gar nicht erst reden... Da tun sich Welten auf, die die Meister nicht kennen

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   05.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Warte mal ab, welche Position Du in 20 Jahren haben wirst. Die Karriereleiter ist keine Einbahnstraße, evtl. hast Du in einigen Jahren eine niedrigere Position und einer der heutigen Techniker ist dann der Chef. Dann kann er als Seilschaft auch andere Techniker mit nach oben ziehen, und Du bist unten. Genau das habe ich erlebt!

Lounge Gast schrieb:
>
> Zum Glück bin ich mir Uni-Diplom nach 2 Jahren
> Berufserfajrung hierachisch und gehaltstechnisch vor
> sämtlichen Technikern und Handelfachwirten im Betrieb, die
> schon über 20 Jahre Erfahrung haben, weil mein Chef sieht,
> was für ein Potential ein Akademiker hat. Ein Meister wird
> bei uns eh nicht wirklich ernstgenommen. Der soll die Azubis
> ausbilden, kann sich da wichtig nehmen und gut ist!
>
> Jeder Akademiker hat mehr Potential als ein Techniker oder
> Betriebswirt. Wer es nicht ausschöpft ist selbst schuld.
> Selbst schuld sind aber auch die Betriebe die dann die
> Führungspositionen mit Unstudierten besetzten anstatt einfach
> einen anderen besseren Akademiker zu holen.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Du hast es immer noch nicht begriffen! Das ist schon lange
> > nicht mehr sichergestellt. Gute Berufspraktiker, auch ohne
> > Meister, überholen sogenannte "Akademiker" ganz
> > schnell. Ich gehöre übrigends auch zu den Überholten!
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> >
> > > aber im > Beruf muss es abgesichert sein, dass
> eine
> > bessere und
> > > höherwertige Ausbildung auch bessere Jobs mit sich
> bringt,
> > > ansonsten wird keiner mehr das Risiko eines
> unbezahlten
> > > Studiums auf sich nehmen und dazu noch Schulden
> machen.


[auf diesen Beitrag antworten]

   05.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Kommt es nur mir so vor oder bringt hier kein einziger Meister, Techniker oder Fachwirt irgendein nachvollziehbares Argument für diese Gleichstellung? Ich lese immer nur, wir können das. "Du wirst sehen, bald werden wir Techniker euch überholen usw." Wo bleiben die Argumente Leute??? Das ist der Unterschied zwischen Akademikern und Meistern etc. Die Meister stellen nur hunderte Thesen auf und belegen nicht eine einzige! Der Akademiker kommt mit Argumenten.

Ich hab den direkten Vergleich und jeder, der sagt, dass ein Meister mit einem Bachelor zu vergleichen ist, der hat den Sinn für Realität verloren. Vielleicht kann ein Meister in die Geschäftsführung eines reinen Produktionsbetriebes, das mag ja sein, aber sowas sollte nicht die Regel sein. Wo bleibt da die Innovation und permante Verbesserung im Unternehmen? Unsere Politik zerstört unsere Bildungslandschaft!

Ich hätte selbst in 6 Monaten meinen Industriemeister Chemie machen können. Habe aber mein Fachabi Technik nachgeholt und Bachelor Chemieing. gemacht. Das soll gleich sein? Ich kenne Leute aus meiner Ausbildung, die den beruflichen Weg weiter gegangen sind und die können mir nicht das Wasser reichen. Das ist nicht überheblich gemeint, das ist ein Fakt! Nur weil einem Fakten nicht gefallen, heißt es nicht automatisch, dass man arrogant ist.


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   05.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Lounge Gast schrieb:
>
> Hy,
>
> leider schreiben hier viele Menschen, ohne dass diese etwas
> vom jeweiligien Thema wüssten.
> Zunächst ist ein Staatlich gepüfter Techniker (so heißt es
> richtig) weder Meister noch Bachelor. Als nächstes muß ich
> hier schreiben, dass ein Staatlich geprüfter Techniker
> durchaus auch ein Masterstudium absolvieren kann, ohne jemals
> ein Bachelorstudium gemacht zu haben - dies stellt aber
> **noch** eine Ausnahme dar.
> Was sicher ist, ist das Faktum, dass Bachelor, Staatlich
> geprüfter Techniker und Meister auf einer Qualifikationsebene
> im EQR/DQR stehen und somit als gleichwertig zu betrachten
> sind.
> Auch sicher ist, dass ein Staatlich geprüfter Techniker ein
> Hochschulstudium, egal ob FH oder Universität, ohne irgend
> eine Sonderhochschulzulassungsprüfung (dies gilt für
> Berufserfahrene ohne Austiegsweiterbildung mit DQR-Level 4,
> also berufserfahrene Facharbeiter, Kaufmannsgehilfen und
> Gesellen) dafür durchlaufen zu haben, jedes Fach beginnen
> darf und kann, da dieser eine allgemeine Hochschulzulassung
> besitzt.
> Die Einsatzgebiete eines Staatlich geprüften Technikers
> liegen im mittleren Management in Entwicklung/Konstruktion,
> Abteilungs-/Betriebsleitung, QS/QM, Arbeitsvorbereitung,
> Service, Einkauf, Vertrieb, Ausbildung von
> Nachwuchsfachkräften und Beratung und dem entsprechend wird
> dieser auch ausgebildet.
>
> Tschau.

Jaja.... Auch der Meister kann teilweise schon ein Masterstudium absolvieren, dass besagt doch wie die Vorraussetzungen so sind... Fakt ist: Nur wenige Techniker würden überhaupt den E Technik Bachelor schaffen!


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   05.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
So auch bei uns im Betrieb.

Lounge Gast schrieb:
>
> Warte mal ab, welche Position Du in 20 Jahren haben wirst.
> Die Karriereleiter ist keine Einbahnstraße, evtl. hast Du in
> einigen Jahren eine niedrigere Position und einer der
> heutigen Techniker ist dann der Chef. Dann kann er als
> Seilschaft auch andere Techniker mit nach oben ziehen, und Du
> bist unten. Genau das habe ich erlebt!
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Zum Glück bin ich mir Uni-Diplom nach 2 Jahren
> > Berufserfajrung hierachisch und gehaltstechnisch vor
> > sämtlichen Technikern und Handelfachwirten im Betrieb, die
> > schon über 20 Jahre Erfahrung haben, weil mein Chef sieht,
> > was für ein Potential ein Akademiker hat. Ein Meister wird
> > bei uns eh nicht wirklich ernstgenommen. Der soll die
> Azubis
> > ausbilden, kann sich da wichtig nehmen und gut ist!
> >
> > Jeder Akademiker hat mehr Potential als ein Techniker oder
> > Betriebswirt. Wer es nicht ausschöpft ist selbst schuld.
> > Selbst schuld sind aber auch die Betriebe die dann die
> > Führungspositionen mit Unstudierten besetzten anstatt
> einfach
> > einen anderen besseren Akademiker zu holen.
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Du hast es immer noch nicht begriffen! Das ist
> schon lange
> > > nicht mehr sichergestellt. Gute Berufspraktiker,
> auch ohne
> > > Meister, überholen sogenannte
> "Akademiker" ganz
> > > schnell. Ich gehöre übrigends auch zu den Überholten!
> > >
> > > Lounge Gast schrieb:
> > > >
> > >
> > > > aber im > Beruf muss es abgesichert sein,
> dass
> > eine
> > > bessere und
> > > > höherwertige Ausbildung auch bessere Jobs mit
> sich
> > bringt,
> > > > ansonsten wird keiner mehr das Risiko eines
> > unbezahlten
> > > > Studiums auf sich nehmen und dazu noch Schulden
> > machen.


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   05.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Jetzt werden bestimmt die ganzen Stellenanzeigen umgeschrieben: Ingineursstelle zu besetzen: Vorraussetzung: FH Diplom, Bachelor - Alternativ: Meister oder Schlosser mit Berufserfahrung... Ich hoffe man versteht die Ironie :-)

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   06.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Solche Stellenanzeigen habe ich schon oft gelesen. Einer meiner Kollegen hatte in der Firma die Stellenbezeichnung"Planungsingenieur", war aber nur Techniker.

Lounge Gast schrieb:
>
> Jetzt werden bestimmt die ganzen Stellenanzeigen
> umgeschrieben: Ingineursstelle zu besetzen: Vorraussetzung:
> FH Diplom, Bachelor - Alternativ: Meister oder Schlosser mit
> Berufserfahrung... Ich hoffe man versteht die Ironie :-)


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   06.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ein Techniker ist ja auch nochmal was ganz anderes als nen Meister

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   06.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Und genau sowas passiert, wenn man sich stur schon im vornherein darauf festlegt, dass man nur 8 Stufen zur Verfügung hat. Genau aus diesem Grund wird man den Ansprüchen der unterschiedlichen Ausbildungsformen nicht gerecht, man hat ja immerhin nur 8 Stufen und muss deswegen zwangsläufig völlig unterschiedliche Sachen zusammen schmeißen, weil eben nicht mehr Stufen zur Verfügung stehen.

Ich denke viele würden mir zustimmen, wenn man sagt, dass der Techniker, immernoch mehr weiß, als ein Meister und der Akademiker immernoch nen Zacken mehr als der Techniker.

Warum nicht Stufe 6 Meister, Stufe 7 Techniker, Stufe 8 Bachelor, Stufe 9 Master/Diplom, Stufe 10 Dr. und habil. Damit wäre man allen gerecht geworden.

Man muss es doch mal so sagen, wie es ist. Der Meister ist immernoch die geringste berufliche Weiterbildung, die man überhaupt machen kann. Da ist der Techniker schon weitaus besser dran, allein weil er Vollzeit im Schnitt 2 Jahre die Schulbank drücken muss. Man kann Berufserfahrung nicht als Kriterium für diesen Vergleich der Ausbildungen nehmen.

Kenne auch jemanden, der mit 35 noch ein Studium begonnen hat nach über 10 Jahren Berufserfahrung und nachgeholtem Abi. Warum erfährt er dann keine Aufwertung? Berufserfahrung kann man beiden Gruppen zuweisen, also sollte man nicht sagen, der Meister hat enorm viel Praxiserfahrung und der Bachelor überhaupt nicht und deswegen wird der Meister aufgewertet. Man kann nunmal nur das praktisch anwenden, was man auch wirklich verstanden hat. Klar gibt es auch Leute, die "machen" einfach, ohne überhaupt zu wissen was. In Zeiten der Automatisierung geht sowas leider noch gut.

Es sollte wirklich der Umfang und das Niveau der Ausbildungen für diesen Vergleichsrahmen bindend sein. Was man am Ende aus seinem Wissen macht, ist doch eh nicht mehr überschaubar. Berufserfahrung bekommen wir alle. Auch Meister fangen mal an. Zumal Meister teilweise wirklich nur in den Betrieben gleichwertig sind, in denen Sie schon seit Jahren arbeiten. In einem neuen Betrieb kann sich der Akademiker garantiert schneller einarbeiten, weil er ein breiteres Wissen hat.

Mein Cousin hat nen Meister gemacht und da hat sich die IHK Meisterschule direkt am Unternehmen orientiert und den Lehrplan erstellt, weil es eben ein recht großes Unternehmen ist. Für allgemeineres Wissen ist in so einem kurzem Lehrgang garkein Platz, wenn man von 4-12 Monaten Vollzeit ausgeht. Er sagt selbst, dass er im Falle eines Betriebswechsels fachlich komplett bei Gesellenniveau starten würde, weil "andere" Sachen garnicht in seinem Meister vorkamen. Das geht auch zeitlich garnicht. Der Bachelor ist immernoch universeller einsetzbar.


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   07.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Sicher besteht die Absicht der Politiker darin, eine kindische "Illusion der Gleichheit" zu ermöglichen, die den weniger geitig begabten die Komplexe nehmen soll - auf Kosten derer, die erstens teilweise sauschwere Prüfungen ableisten müssen, zweitens auch noch arbeiten müssem, oft unter dem Befehl der "Gelernten". Ich habe den Eindruck, das Ganze dient dem vom Ausland geförderten Niedergang des deutschen Biöldungssystems, womit der deutsche Erfolg gebremst werden soll. Hängen da vielleicht einige der beteiligten deutschen Politiker mit darin?

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   08.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Warum regt ihr euch eigentlich so auf? Formal sind Uni und FH gleich. Praktisch stellen einige Unternehmen nur äußerst selektiv von FHs ein. Formal sind Bachelor und Meister gleich. Praktisch...

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   10.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
yo...praktisch wird es weiter anders aussehen. Meister und Techniker sind genau wie Bachelor keine schlechten Menschen, aber die Ausbildung und der Wissensstand ist im jeweiligen Bereich nicht vergleichbar. Wenn es solche Stellenausschreibungen echt gibt, dienen diese nur zur Minimierung des Arbeitsentgeltes. Unternehmen wissen gar nicht, was sie sich langfristig damit antun. Ich wette, dass solche Unternehmen eine schlechtere Performance haben als die Konkurrenz. Naja..muss ja jeder selber wissen :)

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   10.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Der DQR/EQF stuft diese Ausbildungen als gleichwertig ein (nicht gleichartig). Der status acaemicus wird dem Meister ja nicht verliehen, i.e. es ist kein akademischer Bachelor-Titel damit verknuepft.
Wohl aber ist das Kompetenzniveau eines Meisters in seinem Fach aehnlich hoch einzustufen als das Kompetenzniveau eines Bachelors.
Diese Lagermenthalitæt und Abgrenzung der akademischen zur beruflichen Ausbildung schaden der Wirtschaft nur.
Bachelors sollten sich doch darueber freuen einen akademischen Erstabschluss zu besitzen. Noch vor wenigen Jahren war die alleinige Absolvierung des Grundstudiums (oder 1. Diplompruefung) am Arbeitsmarkt nichts wert, .... jedenfalls weniger Wert als die Meisterpruefung.


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   10.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
... sehe ich auch so.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ein Meister hat keinen Bezug zu komplexen Problemlösungen...
>
> Mann Mann Mann, dümmer gehts bald nimmer hier. Aber
> bezeichnend wie der selbsternannten Elite hier der Arsch auf
> Grundeis geht... Wen wunderts wenn bei Beiträgen wie
> "kann mir bitte jemand haar klein vorsagen wie ich mich
> den big4 zu bewerben habe" oder "ich hab 3 Jahre
> studiert aber bin zu doof mir einen Titel für meine
> Abschlussarbeit auszudenken", "soll ich ein
> Auslandssemester machen oder ist ein Jahr mehr zu lang, weil
> ich muss ja genau in das 0815-Profil passen"
>
> Ein Meister kann genauso entbehrungsreich wie Studium sein.
> Mit einem Master oder Diplom würde ich ihn auch nicht
> vergleichen wollen, aber ein Meister hat meist einiges drauf
> und da können Bachelor-absolventen in der Regel nicht
> mithalten. Logischerweise rede ich hier vom direkten
> Vergleich auf jeweiligem Fachgebiet, wer meint er müsste als
> BWL-Bachelor schiss haben vor dem Friseurmeister, dem ist
> auch nicht mehr zu helfen.
>
> Streckt mal den Rücken ordentlich durch, Brust raus und Kopf
> hoch, wenn ihr euch wirklich so toll als Bachelor fühlt,
> benehmt euch nicht wie eine Horde Gazellen im Anblick eines
> Krokodils. Meine Güte


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   10.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Zum 1000 Mal! Ein Bachelor einer FH entspricht fast immer zu 99% dem vorherigem Diplom (7 Semester)

Wollen mir die ganzen Meister jetzt erzählen, dass der Meister also dem Diplom Ing (FH) entspricht!? Das FH Diplom wurde auch auf Stufe 6 gepackt, dass haben viele noch nicht mitbekommen... Alleine deswegen ist das schon lächerlich - PS: Auch als Techniker würde ich mir verarscht vorkommen, wenn man mich mit einem Meister vergleichen würde, der vieeel schneller und einfacher zu erlangen ist.... Der ganze DQR ist nicht ernst zu nehmen und wird in Deutschlands Betrieben keine Auswirkung haben!


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   10.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Und noch einer, der den Bachelor mit dem früheren Vordiplom vergleicht... Manche lernen es wohl nie, solche typen sollten einfach die Klappe halten, wenn sie nicht wissen, was Bologna bedeutet. Ein Bachelor hat vom Umfang her rein gar nichts mit den Vordiplom zu tun oder ging das Vordiplom früher auch 7-8 Semester Regelstudienzeit? Die 1-2 Semester mehr im früheren Diplom machten es nun auch nicht mehr fett, zumal z.B. BWL in Dresden an der Uni 8 Semester war und an der FH ebenso. Manche scheinen sich ihre Meinung nur aus solchen Infoblättern Marke "Bild" zu bilden.

Und gleichartig ist der Meister nicht mal ansatzweise vom Kompetenzniveau... Da steckt das Wort Niveau drin, wo ist dies denn in der Realität? Der Meister ist doch inzwischen genauso zur Massenausbildung geworden, wie ne normale Gesellenausbildung. Gerade mal 7% Abbrecherquote deutschlandweit und das bestätigt sich auch, wenn ich mir mal die Lehrpläne oder diverses Lehrmaterial ansehe. Die IHK ist genauso gewinnorientiert geworden, wie so manches DAX Unternehmen. Die IHK möchte Global Player werden und ihren Meister groß rausbringen, genau aus dem Grund, weil jeder Schüler mehrere Tausend Euro in die Kassen spült. Ich kenne viele Meister, die selbst sagen, dass der Meister nicht viel mehr Niveau besitzt als jede normale Gesellenausbildung. Lernen war dort fehlanzeige...

Es werden halt Themen behandelt, die in einer normalen Ausbildung keinen Platz haben, aber niveaumäßig ist dies immernoch nicht hoch anzusehen. Die Abbrecherquoten bestätigen dies auch, wenn man dazu noch bedenkt, dass dort zu 90% nicht mal Abiturienten sitzen.

Ich habe dutzende Meister in meiner damaligen Ausbildung und in meinem späteren Praxissemester kennengelernt. Davon konnte keiner die Zusammenhänge dieser Produktion nachvollziehbar erklären. Hieß immer nur, das geht da rein und das Produkt kommt da raus. Ablaufende Reaktionen konnte nur der Betriebsingenieur erklären. Da hatte bei Leibe so mancher Geselle mehr auf der Tasche. Und fragt doch mal die Meister, die ein Studium danach absolviert haben. Wer von denen sagt denn, das der Meister gleichwertig sei? Kein einziger! Warum ist das so? Weil sie es ganz genau wissen und den Vergleich haben! Warum das niemand anerkennt ist mir schleierhaft, nennt sich wohl Ignoranz...


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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Tja ist wohl alles subjektiv...manchmal ist es so oder halt auch wieder anders. Ein Diplom FH hatte übrigens mehr Credits umgerechnet, als ein Bachelor...folglich sind diese Abschlüsse auch nicht gleich...vom Stoff mal abgesehen. Ich finde den Vergleich gleich wertig und gleichartig sehr passend. Habe auch Schwierigkeiten diese Abschlüsse zu vergleichen, da der Stoff und die Voraussetzung deutlicher weniger bzw. geringer ist. Dennoch kann ein Meister/ Techniker in seinem Gebiet sicher mehr als jemand ohne Ausbildung in diese Richtung. Ob dieses Stufensystem sinnvoll ist, bezweifel ich dennoch stark, da es den Bachelor weiter entwertet und er hat sowieso keinen super Ruf.

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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wo ist der gefällt mir Button für den Beitag über meinem?

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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Zu 99%?
Redest Du von der Dauer, vom Inhalt, vom Anspruch?
Allein wenn ich nur (!) die Dauer betrachte, dann ist der durchschnittliche FH-Bachelor rund 85% des FH-Diploms.
(An den Unis ist der Bachelor rund 60% des Diploms.)
Du merkst, Deine Aussage ist nicht besonders konkret und daher nur bedingt brauchbar.

Und vermutlich meinst Du auch nicht "Diplom" sondern "Diplom (FH)".
Das ist nochmal ein bedeutender Unterschied.
Bitte präszise bleiben.


Lounge Gast schrieb:
>
> Zum 1000 Mal! Ein Bachelor einer FH entspricht fast immer zu
> 99% dem vorherigem Diplom (7 Semester)


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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Richtig, ich meine natürlich das FH Diplom, welches vorher 8 Sem. gedauert hat... Vom Anspruch entspricht es 110% des alten FH Diploms - Mehr Vorlesungen, dazu noch weniger Zeit - So wird es hier immer wieder geschrieben und so haben es uns auch unsere Profs. gesagt (Seit dem Bachelor) ist der Noteschnitt gesunken, da der Anspruch höher als bei dem FH Diplom ist - Bei der Uni gehen natürlich keine 10 Sem. in 6 Sem rein.. Aber an der FH wurden aus 8 Sem. 7. Sem gemacht(Kürzeres Praktikum)

> Zu 99%?
> Redest Du von der Dauer, vom Inhalt, vom Anspruch?
> Allein wenn ich nur (!) die Dauer betrachte, dann ist der
> durchschnittliche FH-Bachelor rund 85% des FH-Diploms.
> (An den Unis ist der Bachelor rund 60% des Diploms.)
> Du merkst, Deine Aussage ist nicht besonders konkret und
> daher nur bedingt brauchbar.
>
> Und vermutlich meinst Du auch nicht "Diplom"
> sondern "Diplom (FH)".
> Das ist nochmal ein bedeutender Unterschied.
> Bitte präszise bleiben.
>
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Zum 1000 Mal! Ein Bachelor einer FH entspricht fast
> immer zu
> > 99% dem vorherigem Diplom (7 Semester)


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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Er hat die ganze Zeit vom Diplom FH gesprochen und auch den FH Bachelor verglichen. Kann da keine unpräzise Aussage feststellen und soviel mehr war das frühere Uni Diplom auch nicht. Wie gesagt, in Dresden gabs zwischen Uni und FH keinen Unterschied.

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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Super Beitrag !

Lounge Gast schrieb:
>
> Und noch einer, der den Bachelor mit dem früheren Vordiplom
> vergleicht... Manche lernen es wohl nie, solche typen sollten
> einfach die Klappe halten, wenn sie nicht wissen, was Bologna
> bedeutet. Ein Bachelor hat vom Umfang her rein gar nichts mit
> den Vordiplom zu tun oder ging das Vordiplom früher auch 7-8
> Semester Regelstudienzeit? Die 1-2 Semester mehr im früheren
> Diplom machten es nun auch nicht mehr fett, zumal z.B. BWL in
> Dresden an der Uni 8 Semester war und an der FH ebenso.
> Manche scheinen sich ihre Meinung nur aus solchen
> Infoblättern Marke "Bild" zu bilden.
>
> Und gleichartig ist der Meister nicht mal ansatzweise vom
> Kompetenzniveau... Da steckt das Wort Niveau drin, wo ist
> dies denn in der Realität? Der Meister ist doch inzwischen
> genauso zur Massenausbildung geworden, wie ne normale
> Gesellenausbildung. Gerade mal 7% Abbrecherquote
> deutschlandweit und das bestätigt sich auch, wenn ich mir mal
> die Lehrpläne oder diverses Lehrmaterial ansehe. Die IHK ist
> genauso gewinnorientiert geworden, wie so manches DAX
> Unternehmen. Die IHK möchte Global Player werden und ihren
> Meister groß rausbringen, genau aus dem Grund, weil jeder
> Schüler mehrere Tausend Euro in die Kassen spült. Ich kenne
> viele Meister, die selbst sagen, dass der Meister nicht viel
> mehr Niveau besitzt als jede normale Gesellenausbildung.
> Lernen war dort fehlanzeige...
>
> Es werden halt Themen behandelt, die in einer normalen
> Ausbildung keinen Platz haben, aber niveaumäßig ist dies
> immernoch nicht hoch anzusehen. Die Abbrecherquoten
> bestätigen dies auch, wenn man dazu noch bedenkt, dass dort
> zu 90% nicht mal Abiturienten sitzen.
>
> Ich habe dutzende Meister in meiner damaligen Ausbildung und
> in meinem späteren Praxissemester kennengelernt. Davon konnte
> keiner die Zusammenhänge dieser Produktion nachvollziehbar
> erklären. Hieß immer nur, das geht da rein und das Produkt
> kommt da raus. Ablaufende Reaktionen konnte nur der
> Betriebsingenieur erklären. Da hatte bei Leibe so mancher
> Geselle mehr auf der Tasche. Und fragt doch mal die Meister,
> die ein Studium danach absolviert haben. Wer von denen sagt
> denn, das der Meister gleichwertig sei? Kein einziger! Warum
> ist das so? Weil sie es ganz genau wissen und den Vergleich
> haben! Warum das niemand anerkennt ist mir schleierhaft,
> nennt sich wohl Ignoranz...


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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Bachelor oder Diplom, FH oder Uni, besser oder schlechter.
Da wird über jeden Vergleich gestritten und jeder wirft dem anderen Ahnungslosigkeit vor.
Aber Meister und Techniker in einen Topf werfen. Irgendwas stimmt da nicht!


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   11.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
In Wi-Ing ging das Uni-Diplom eigentlich immer 10 Semester und da gibt es wirklich keine Unterscheide zwischen Diplom und BA/MA. Ausser eben den besseren Noten im Master!

Lounge Gast schrieb:
>
> Er hat die ganze Zeit vom Diplom FH gesprochen und auch den
> FH Bachelor verglichen. Kann da keine unpräzise Aussage
> feststellen und soviel mehr war das frühere Uni Diplom auch
> nicht. Wie gesagt, in Dresden gabs zwischen Uni und FH keinen
> Unterschied.


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   12.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Naja, zu dem Unterschied in der Dauer der beiden Ausbildungsarten kommt noch der Unterschied im Anspruch der Ausbildung während der gesamten Ausbildungsdauer.


Lounge Gast schrieb:
>
> Er hat die ganze Zeit vom Diplom FH gesprochen und auch den
> FH Bachelor verglichen. Kann da keine unpräzise Aussage
> feststellen und soviel mehr war das frühere Uni Diplom auch
> nicht.


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   12.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Richtig.... Bachelor / Master sind schwieriger als Diplom

Lounge Gast schrieb:
>
> Naja, zu dem Unterschied in der Dauer der beiden
> Ausbildungsarten kommt noch der Unterschied im Anspruch der
> Ausbildung während der gesamten Ausbildungsdauer.
>
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Er hat die ganze Zeit vom Diplom FH gesprochen und auch
> den
> > FH Bachelor verglichen. Kann da keine unpräzise Aussage
> > feststellen und soviel mehr war das frühere Uni Diplom
> auch
> > nicht.


[auf diesen Beitrag antworten]

   12.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ihr lernt es einfach nicht. Das Meiste hier zeugt aus einer individuellen Erfahrung. Als BWLer solltet ihr das besser wissen. Einige Hochschulen haben den Stoff übernommen, andere stark gekürzt, einige haben mehr Übungen eingebaut, andere bleiben theoretischer. Von den Credits steht Bac < Dipl FH < Mas/ Dipl Uni. Ganz ehrlich...es ist entscheidend, was ihr daraus macht. In der Praxis verschwimmt viel.

Danke für das ILike, sollte man hier echt einbauen :)


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   12.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Immer diese pauschale Aussage, dass ein Bachelor < FH Diplom ist

Es gibt auch mehrere Bachelor, die 8 Semester dauern! (z.B BWL an der UNI und FH Hannover)

Das muss immer von FH zu FH oder von Uni zu Uni betrachtet werden, ob das alte Diplom mehr "wert" war oder umgekehr, oder gleich etc.


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   12.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das stimmt nicht ganz.

Es ist genau identisch. Wieso sollte es auch anders sein. Im Bachelor gibt es nur schlechtere Noten als im Diplom, aber dafür im Master deutlich bessere! Also wenn sich jetzt noch ein Master hier beschwert...

Lounge Gast schrieb:
>
> Richtig.... Bachelor / Master sind schwieriger als Diplom
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Naja, zu dem Unterschied in der Dauer der beiden
> > Ausbildungsarten kommt noch der Unterschied im Anspruch
> der
> > Ausbildung während der gesamten Ausbildungsdauer.
> >
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Er hat die ganze Zeit vom Diplom FH gesprochen und
> auch
> > den
> > > FH Bachelor verglichen. Kann da keine unpräzise
> Aussage
> > > feststellen und soviel mehr war das frühere Uni
> Diplom
> > auch
> > > nicht.


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   13.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Der einzige Grund, warum Meister mit Bachelor auf eine Stufe gekommen sind, ist das man sonst nicht wußte wohin mit denen auf einer Stufen Skala.... Das sieht man schon daran, dass die weithaus bessere Technikerausbildung auch auf 6 mit dem Meister steht. Da fehlen einfach 3 Stufen, die die EU vergessen hat!

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   13.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wie schlaue Studenten wissen, kommt es nicht auf die Semesteranzahl an. Nur weil ein Bachelor 8 und der andere 6 Semester hat, wird er nicht höherwertiger. Die Realität, vor allem auch in der Praxis, ist, dass der Bachelor < Diplom FH ist. Das macht aber nix, warum sollte man sich darüber aufregen. Genau so ist es mit den anderen Vergleichen. Was nützt das? Ist es Neid oder fehlendes Selbstbewusstsein? Meine Güte...leistet erstmal was, bevor ihr eure Schwanzlängen vergleicht.

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   13.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Die EU hat festgelegt, dass für eine internationale Einstufung 8 Stufen ausreichend sind, deswegen musste Deutschland sich mit 8 Stufen zufrieden geben. Die spezielle Situation in Deutschland wurde bei Erstellung der EU Richtlinie nicht bedacht. Deutschland ist nunmal das einzigste Land der Welt, wo man überhaupt Meister und Techniker ausbildet.

Normal wäre: 6 = Meister, 7 = Techniker, 8 = Bachelor + Diplom FH, 9 Master + Diplom, 10 Promotion bzw habil.

Das konnte aber nicht durchgesetzt werden, weil der DQR nur die Umsetzung des europäischen Rahmens ist und laut diesem nunmal 8 Stufen festgelegt werden MÜSSEN. Bei der Erstellung des EU Rahmenplans hat Deutschland einfach gepennt und nun kommt sowas bei raus.

Das Schlimme ist ja, dass für die Festlegung des DQR nur die IHK, HWK eingeladen wurden und dessen Lobby sich vollkommen austoben konnte. Wenn ich als Politiker tagelang von dieser Lobby so einseitig beschwafelt werden würde, dann würd ich das wahrscheinlich auch irgendwann glauben. Warum waren dort keine Hochschulvertreter? Leider haben staatliche Hochschulen nicht so eine finanzkräftige Lobby wie die IHK. Warum die betreffenden Parteien dort nicht eingeladen wurden kann ich nicht verstehen. Die IHK Meisterschule ist inzwischen ein richtiger Wirtschaftszweig geworden und der Wirtschaft gibt man ja mal gern den Vortritt, auch wenns abstrus ist. Meister = Bachelor? Im Mittel liegt der Bachelor weit vorn, auch weil viele von denen schon eine normale Ausbildung gemacht haben. Bei mir warens über die Hälfte aller Studenten.


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   13.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Hallo zusammen.

Ich habe nun viel darüber gelesen, wie unfair es doch ist, das Meister/Techniker dem Bachelor gleich gestellt sind und das der Bachelor doch sehr viel mehr wert ist, bzw, früher alle besser war.
Besonders BWL´er haben sich zu Wort gemeldet (ein Meister BWL ist mir so gar nicht geläufig?! muss wohl neu sein). An vielen Beiträgen erkennt man, dass hier häufig sehr Unerfahrene ihre Meinung kundtun.
Zu meinem Hintergrund: 1988 Meister (E-Technik) & 1994 stattl. gepr.Techniker (Elektronik) = und seit dem auch als Meister/Techniker in einem Großbetrieb tätig (seit einigen Jahren auf Ingenieurpositionen).
Für diejenigen, die Abbrecherquoten für wichtig halten:
Abbrecherquote Meister (Vollzeit- 18 Monate): ca. 10% (die hatten bis 15.000 oder 20.000 DM an Ausbildungskosten zu tragen, für nichts => bei dem Geld überlegt man sich, ob man wirklich aufhören will).
Abbrechquote Techniker (in Teilzeit- 4 Jahre): ca. 50-70%.
Hier ein paar Erkenntnisse aus 30 Jahren Berufserfahrung:
Es ist quasi egal welche Weiterbildung man absolviert, wichtig ist, was jeder daraus macht (diese Erkenntnis kann man hier auch schon mal finden),
Soweit, wie sich das hier einige wünschen, sind die Abschlüsse nicht voneinander entfernt. Einige schreiben, sie würden Meister/Techniker kennen, die nicht viel Ahnung haben, bzw. hätten selbst vorher den Meister gemacht und das sein nur wenig mehr als eine Gesellenprüfung. Es mag sein, dass so etwas für einige wenige Fachrichtungen gilt, aber sicher nicht für die meisten.
Und nun noch mal für die jammernden Studenten:
Die alte Zeit ist vorbei!!! Zieht keine Vergleiche, welche keinen Hintergrund mehr haben!!
Wenn es so viel einfacher ist, einen Meister oder Techniker zu machen, dann macht es doch! Aber bedenkt dabei bitte: Erst eine Lehre machen (ca. 3,5 Jahre, aber erst mal die Einstellungstests bestehen), dann mal in dem Beruf arbeiten und auch hier Verantwortung tragen (meist mindestens 2 Jahre). Dann den Meister oder Techniker machen (1,5 bis 2 Jahre => und nicht vergessen: dafür müsst ihr richtig bezahlen. Ggf. läuft sogar noch eine Vorauswahl, bevor ihr überhaupt zugelassen werdet).
Macht zusammen ca. 7 Jahre lernen und arbeiten (und nach diesem Abschuss werdet Ihr wissen, dass ihr erst mal nichts wisst, denn euch ist bewusst wo ihr steht).
Und dann kommt eine frisch gebackener Bachelor an und will einer erklären, wie alles funktioniert (Ironiemodus an: das Abi hat er gerade so geschafft, das Praktikum hat er am Kopierer verbracht und die Prüfungsnoten waren auch nicht die Besten: Ironiemodus aus). Mann, Jungs und Mädels, ihr werdet fürchterlich vom Leben eingeholt.
Solange ihr nicht in der Forschung tätig werdet, werdet ihr feststellen, dass Differential- und Integralrechung eher selten gefordert sind. Im wirklichen Leben zählen andere Dinge. Welche zeigt euch das Leben.

Bis neulich.

P.S.: Es gibt sogar den Bachelor als Koch (wer hätte das gedacht?)!!


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   14.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Volle Zustimmung! Auch als Ingenieur in der Entwicklung habe ich 25 Jahre lang keine höhere Mathematik mehr gebraucht. Deshalb waren die Kollegen Techniker auch nicht im Nachteil, die haben sie eben auch nicht gebraucht (hätten sie auch nicht gekonnt). Nur ganze wenige Experten beschäftigen sich mit Feldtheorie oder Thermodynamik! Die Berufspraxis sieht komplett anders aus, als sich das Studenten im allgemeinen vorstellen. Arbeiten an Entwicklungssystemen (CAD, Simulation u.s.w.) ja, aber das können andere ohne Studium nach Einarbeitung auch. Viele Studenten werden später wohl eine ganz böse Überraschung erleben.



Lounge Gast schrieb:
>
> Hallo zusammen.
>
> Ich habe nun viel darüber gelesen, wie unfair es doch ist,
> das Meister/Techniker dem Bachelor gleich gestellt sind und
> das der Bachelor doch sehr viel mehr wert ist, bzw, früher
> alle besser war.
> Besonders BWL´er haben sich zu Wort gemeldet (ein Meister BWL
> ist mir so gar nicht geläufig?! muss wohl neu sein). An
> vielen Beiträgen erkennt man, dass hier häufig sehr
> Unerfahrene ihre Meinung kundtun.
> Zu meinem Hintergrund: 1988 Meister (E-Technik) & 1994
> stattl. gepr.Techniker (Elektronik) = und seit dem auch als
> Meister/Techniker in einem Großbetrieb tätig (seit einigen
> Jahren auf Ingenieurpositionen).
> Für diejenigen, die Abbrecherquoten für wichtig halten:
> Abbrecherquote Meister (Vollzeit- 18 Monate): ca. 10% (die
> hatten bis 15.000 oder 20.000 DM an Ausbildungskosten zu
> tragen, für nichts => bei dem Geld überlegt man sich, ob
> man wirklich aufhören will).
> Abbrechquote Techniker (in Teilzeit- 4 Jahre): ca. 50-70%.
> Hier ein paar Erkenntnisse aus 30 Jahren Berufserfahrung:
> Es ist quasi egal welche Weiterbildung man absolviert,
> wichtig ist, was jeder daraus macht (diese Erkenntnis kann
> man hier auch schon mal finden),
> Soweit, wie sich das hier einige wünschen, sind die
> Abschlüsse nicht voneinander entfernt. Einige schreiben, sie
> würden Meister/Techniker kennen, die nicht viel Ahnung haben,
> bzw. hätten selbst vorher den Meister gemacht und das sein
> nur wenig mehr als eine Gesellenprüfung. Es mag sein, dass so
> etwas für einige wenige Fachrichtungen gilt, aber sicher
> nicht für die meisten.
> Und nun noch mal für die jammernden Studenten:
> Die alte Zeit ist vorbei!!! Zieht keine Vergleiche, welche
> keinen Hintergrund mehr haben!!
> Wenn es so viel einfacher ist, einen Meister oder Techniker
> zu machen, dann macht es doch! Aber bedenkt dabei bitte: Erst
> eine Lehre machen (ca. 3,5 Jahre, aber erst mal die
> Einstellungstests bestehen), dann mal in dem Beruf arbeiten
> und auch hier Verantwortung tragen (meist mindestens 2
> Jahre). Dann den Meister oder Techniker machen (1,5 bis 2
> Jahre => und nicht vergessen: dafür müsst ihr richtig
> bezahlen. Ggf. läuft sogar noch eine Vorauswahl, bevor ihr
> überhaupt zugelassen werdet).
> Macht zusammen ca. 7 Jahre lernen und arbeiten (und nach
> diesem Abschuss werdet Ihr wissen, dass ihr erst mal nichts
> wisst, denn euch ist bewusst wo ihr steht).
> Und dann kommt eine frisch gebackener Bachelor an und will
> einer erklären, wie alles funktioniert (Ironiemodus an: das
> Abi hat er gerade so geschafft, das Praktikum hat er am
> Kopierer verbracht und die Prüfungsnoten waren auch nicht die
> Besten: Ironiemodus aus). Mann, Jungs und Mädels, ihr werdet
> fürchterlich vom Leben eingeholt.
> Solange ihr nicht in der Forschung tätig werdet, werdet ihr
> feststellen, dass Differential- und Integralrechung eher
> selten gefordert sind. Im wirklichen Leben zählen andere
> Dinge. Welche zeigt euch das Leben.
>
> Bis neulich.
>
> P.S.: Es gibt sogar den Bachelor als Koch (wer hätte das
> gedacht?)!!


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   14.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Warum schreiben die Leute eigentlich immer den gleichen Müll von wegen 7 Jahre Ausbildung für Meister????

3,5 Jahre + 10 Monate Vollzeit macht bei mir 4,5 Jahre und nicht 7 - Wenn ihr es in Teilzeit macht und einmal die Woche zur IHK trottelt, ist es euer Problem!

UNd das du auf ein Ing. Posten kann ich dir nicht glauben, denn dafür ist der Meister nicht ausgebildet! Die meisten Meister können das Wort Differentialrechnung nicht mal buchstabieren...

In einem 7 Sem. Bachelor wird wesentlich mehr Wissen vermittelt, als in Ausbildung und Meister zusammen. 4,5 Jahre lang einmal die Woche zur Berufsschule oder zum Samstags Meister Kurs gehen und dann behaupten, sie hätten 7 Jahre lang gelernt....

> Hallo zusammen.
>
> Ich habe nun viel darüber gelesen, wie unfair es doch ist,
> das Meister/Techniker dem Bachelor gleich gestellt sind und
> das der Bachelor doch sehr viel mehr wert ist, bzw, früher
> alle besser war.
> Besonders BWL´er haben sich zu Wort gemeldet (ein Meister BWL
> ist mir so gar nicht geläufig?! muss wohl neu sein). An
> vielen Beiträgen erkennt man, dass hier häufig sehr
> Unerfahrene ihre Meinung kundtun.
> Zu meinem Hintergrund: 1988 Meister (E-Technik) & 1994
> stattl. gepr.Techniker (Elektronik) = und seit dem auch als
> Meister/Techniker in einem Großbetrieb tätig (seit einigen
> Jahren auf Ingenieurpositionen).
> Für diejenigen, die Abbrecherquoten für wichtig halten:
> Abbrecherquote Meister (Vollzeit- 18 Monate): ca. 10% (die
> hatten bis 15.000 oder 20.000 DM an Ausbildungskosten zu
> tragen, für nichts => bei dem Geld überlegt man sich, ob
> man wirklich aufhören will).
> Abbrechquote Techniker (in Teilzeit- 4 Jahre): ca. 50-70%.
> Hier ein paar Erkenntnisse aus 30 Jahren Berufserfahrung:
> Es ist quasi egal welche Weiterbildung man absolviert,
> wichtig ist, was jeder daraus macht (diese Erkenntnis kann
> man hier auch schon mal finden),
> Soweit, wie sich das hier einige wünschen, sind die
> Abschlüsse nicht voneinander entfernt. Einige schreiben, sie
> würden Meister/Techniker kennen, die nicht viel Ahnung haben,
> bzw. hätten selbst vorher den Meister gemacht und das sein
> nur wenig mehr als eine Gesellenprüfung. Es mag sein, dass so
> etwas für einige wenige Fachrichtungen gilt, aber sicher
> nicht für die meisten.
> Und nun noch mal für die jammernden Studenten:
> Die alte Zeit ist vorbei!!! Zieht keine Vergleiche, welche
> keinen Hintergrund mehr haben!!
> Wenn es so viel einfacher ist, einen Meister oder Techniker
> zu machen, dann macht es doch! Aber bedenkt dabei bitte: Erst
> eine Lehre machen (ca. 3,5 Jahre, aber erst mal die
> Einstellungstests bestehen), dann mal in dem Beruf arbeiten
> und auch hier Verantwortung tragen (meist mindestens 2
> Jahre). Dann den Meister oder Techniker machen (1,5 bis 2
> Jahre => und nicht vergessen: dafür müsst ihr richtig
> bezahlen. Ggf. läuft sogar noch eine Vorauswahl, bevor ihr
> überhaupt zugelassen werdet).
> Macht zusammen ca. 7 Jahre lernen und arbeiten (und nach
> diesem Abschuss werdet Ihr wissen, dass ihr erst mal nichts
> wisst, denn euch ist bewusst wo ihr steht).
> Und dann kommt eine frisch gebackener Bachelor an und will
> einer erklären, wie alles funktioniert (Ironiemodus an: das
> Abi hat er gerade so geschafft, das Praktikum hat er am
> Kopierer verbracht und die Prüfungsnoten waren auch nicht die
> Besten: Ironiemodus aus). Mann, Jungs und Mädels, ihr werdet
> fürchterlich vom Leben eingeholt.
> Solange ihr nicht in der Forschung tätig werdet, werdet ihr
> feststellen, dass Differential- und Integralrechung eher
> selten gefordert sind. Im wirklichen Leben zählen andere
> Dinge. Welche zeigt euch das Leben.
>
> Bis neulich.
>
> P.S.: Es gibt sogar den Bachelor als Koch (wer hätte das
> gedacht?)!!


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   14.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
DenBeitrag würde ich so unterschreiben!

Lounge Gast schrieb:
>
> Hallo zusammen.
>
> Ich habe nun viel darüber gelesen, wie unfair es doch ist,
> das Meister/Techniker dem Bachelor gleich gestellt sind und
> das der Bachelor doch sehr viel mehr wert ist, bzw, früher
> alle besser war.
> Besonders BWL´er haben sich zu Wort gemeldet (ein Meister BWL
> ist mir so gar nicht geläufig?! muss wohl neu sein). An
> vielen Beiträgen erkennt man, dass hier häufig sehr
> Unerfahrene ihre Meinung kundtun.
> Zu meinem Hintergrund: 1988 Meister (E-Technik) & 1994
> stattl. gepr.Techniker (Elektronik) = und seit dem auch als
> Meister/Techniker in einem Großbetrieb tätig (seit einigen
> Jahren auf Ingenieurpositionen).
> Für diejenigen, die Abbrecherquoten für wichtig halten:
> Abbrecherquote Meister (Vollzeit- 18 Monate): ca. 10% (die
> hatten bis 15.000 oder 20.000 DM an Ausbildungskosten zu
> tragen, für nichts => bei dem Geld überlegt man sich, ob
> man wirklich aufhören will).
> Abbrechquote Techniker (in Teilzeit- 4 Jahre): ca. 50-70%.
> Hier ein paar Erkenntnisse aus 30 Jahren Berufserfahrung:
> Es ist quasi egal welche Weiterbildung man absolviert,
> wichtig ist, was jeder daraus macht (diese Erkenntnis kann
> man hier auch schon mal finden),
> Soweit, wie sich das hier einige wünschen, sind die
> Abschlüsse nicht voneinander entfernt. Einige schreiben, sie
> würden Meister/Techniker kennen, die nicht viel Ahnung haben,
> bzw. hätten selbst vorher den Meister gemacht und das sein
> nur wenig mehr als eine Gesellenprüfung. Es mag sein, dass so
> etwas für einige wenige Fachrichtungen gilt, aber sicher
> nicht für die meisten.
> Und nun noch mal für die jammernden Studenten:
> Die alte Zeit ist vorbei!!! Zieht keine Vergleiche, welche
> keinen Hintergrund mehr haben!!
> Wenn es so viel einfacher ist, einen Meister oder Techniker
> zu machen, dann macht es doch! Aber bedenkt dabei bitte: Erst
> eine Lehre machen (ca. 3,5 Jahre, aber erst mal die
> Einstellungstests bestehen), dann mal in dem Beruf arbeiten
> und auch hier Verantwortung tragen (meist mindestens 2
> Jahre). Dann den Meister oder Techniker machen (1,5 bis 2
> Jahre => und nicht vergessen: dafür müsst ihr richtig
> bezahlen. Ggf. läuft sogar noch eine Vorauswahl, bevor ihr
> überhaupt zugelassen werdet).
> Macht zusammen ca. 7 Jahre lernen und arbeiten (und nach
> diesem Abschuss werdet Ihr wissen, dass ihr erst mal nichts
> wisst, denn euch ist bewusst wo ihr steht).
> Und dann kommt eine frisch gebackener Bachelor an und will
> einer erklären, wie alles funktioniert (Ironiemodus an: das
> Abi hat er gerade so geschafft, das Praktikum hat er am
> Kopierer verbracht und die Prüfungsnoten waren auch nicht die
> Besten: Ironiemodus aus). Mann, Jungs und Mädels, ihr werdet
> fürchterlich vom Leben eingeholt.
> Solange ihr nicht in der Forschung tätig werdet, werdet ihr
> feststellen, dass Differential- und Integralrechung eher
> selten gefordert sind. Im wirklichen Leben zählen andere
> Dinge. Welche zeigt euch das Leben.
>
> Bis neulich.
>
> P.S.: Es gibt sogar den Bachelor als Koch (wer hätte das
> gedacht?)!!


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   14.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Hier versucht wieder einer alles zu relativieren. Hier sind nicht nur "unerfahrene" Bachelor unterwegs, die einfach ihr Praktikum am "Kopierer" gemacht haben. Kommt mal nicht laufen mit Rhetorik, sondern bringt Argumente. Es gibt schlechte Bachelor, wie auch schlechte Meister. Unterschlagt das mal nicht immer. Ihr vergleicht immer den schlechten Bachelor, der vielleicht wirklich nur Kopieren kann, mit einem Meister, der seit 20 Jahren im Betrieb ist und so ziemlich alle Betriebsabläufe in DIESEM Betrieb aus dem Stehgreif kann.

Jeder MEISTER, der auch STUDIERT hat sagt, dass der Meister ein Witz gegen einen Bachelor ist und genau die Leute, die nie studiert haben meinen, is Quatsch... Wem kann man mehr glauben schenken? Ich komme selbst aus der Praxis und hab über den 2. Bildungsweg studiert. Ich kenne die Unterschiede und der Bachelor hat weitaus mehr Wissen, was er anwenden kann. Nur weil ein Meister seit 10 Jahren vielleicht tagtäglich die gleichen Abläufe im Betrieb durchführt, ist er doch nicht eine äquivalente Fachkraft. In diesem Betrieb vielleicht, aber man sollte mal das ganze Bild sehen. Ich sage nicht, dass Meister schlecht sind, aber sie haben letztendlich nicht das drauf, was ein Akademiker drauf hat. Gerade in technischen Berufen ist das akademische Wissen unabgänglich. Ich habe im Studium erstmal gemerkt, was für Verallgemeinerungen wir damals im Betrieb alles genutzt haben, um diverse Sachen zu berechnen.

Ich kenne auch Meister, die ohne Umschweife zugeben, dass sie für ihren Meister rein garnichts lernen mussten, außer zur Abschlussprüfung. Mit diesen Leuten habe ich damals meine Ausbildung gemacht. Also hört auf den Meister, der 20 Jahre im Betrieb war mit einem Bachelor frisch von der Uni zu vergleichen? Was soll das für ein feiger Vergleich sein?! Meister können auch schon mit 23 fertig sein, genauso wie Bachelor. Vergleicht Bachelor und Meister mit ähnlicher Berufserfahrung und nicht jedes Mal. Meister mit max. Berufserfahrung gegen Bachelor mit 0 Berufserfahrung... Wenn ihr nur so eure Gleichwertigkeit belegen wollt, dann weiß ich, dass ich mehr drauf hab ;) Wieso ist der Meister die einzigste Ausbildungsform in Deutschland, die aufgrund ihrer Berufserfahrung höher eingeordnet werden? Ein Akademiker wird auch nicht höher eingeordnet, nur weil er voll automatisch Berufserfahrung bekommt. Zu Beginn stehen immer die Ausbildungen und die sollte man vergleichen. Inhalte, Dauer, Niveau... Das sind die markanten Eckpunkte einer jeden Ausbildung. Warum man hier auf einmal die Berufserfahrung nur dem Meister als + Punkt zu gute schreibt, weiß ich nicht. Was ist denn mit den Bachelors, die über den 2. Bildungsweg gekommen sind?! Die haben ähnliche Berufserfahrung, wie jeder junge Meister und noch mehr Wissen! Es wird hier alles über einen Kamm geschert.

Der Meister hat seine 3 jährige Ausbildung, er Bachelor sein 3 jähriges Abi. Der Meister macht dann seine 6-12 monatige Vollzeitschule, der Bachelor 3-4 Jahre sein Studium. Die Praxistätigkeit des Meisters ist keine Ausbildung, man belegt doch garnichts. In meiner Berufstätigkeit damals war es nur der tägliche Trott, also nichts, was den "Meister" soweit voranbringt. Einfach das tägliche Geschäft, mehr nicht.

Da es solche enormen Unterschiede im Bezug auf Praxiserfahrung gibt, kann man das nicht als Argument im Rahmen des DQR nehmen. Im Endeffekt zählen die Ausbildungsinhalte und das Niveau und da ist der Bachelor vorn. Er kann dann ihm Rahmen seiner späteren Arbeit dieses Wissen auch anwenden. Genau dieses kann der Meister nicht, weil er dieses Wissen nicht hat. Wenn der Meister nunmal eine Teilzeitschule besucht, ist er selbst Schuld. Am Ende bleibt die Ausbildungszeit pro Woche von ein paar Stunden am Samstag. Von euren 60 Std, die ihr immer angebt, sind vielleicht 4-5 Std Ausbildungszeit für den Meister inbegriffen. Da macht der Bachelor pro Woche 60 Std nur fürs Studium, daran solltet ihr den Unterschied schon merken.

Zumal es seit den Bachelorstudiengängen weitaus mehr Praxisbezug gibt während des Studiums. Wir haben TÄGLICH Vormittags Vorlesungen und Nachmittags Praktikum. Ob das nun im Labor oder Technikum ist. Ich studiere Chemieing. Wir lernen AKTIV während der Vorlesungen und der Praktika. Bei der Berufstätigkeit des Meisters lernt man eher weniger. Ich selbst war jahre im Betrieb vor dem Studium. In meinen 5 Jahren hab ich die paar Abläufe der einzelnen Bereiche kennengelernt und diese täglich einfach durchgeführt. Was lernt man da nun? Es wird täglich das Gleiche durchgeführt. Ab und zu mal eine kleine Neuerung, das wars. Der Bachelor lernt täglich neue Sachen und das über jahre!


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   14.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Da steht alles drin wie es ist! Jetzt sollte der Thread geschlossen werden....

Sonst kommt gleich wieder ein Meister und schreibst: Aber ich habe soviel Berufserfahrung....

Lounge Gast schrieb:
>
> Hier versucht wieder einer alles zu relativieren. Hier sind
> nicht nur "unerfahrene" Bachelor unterwegs, die
> einfach ihr Praktikum am "Kopierer" gemacht haben.
> Kommt mal nicht laufen mit Rhetorik, sondern bringt
> Argumente. Es gibt schlechte Bachelor, wie auch schlechte
> Meister. Unterschlagt das mal nicht immer. Ihr vergleicht
> immer den schlechten Bachelor, der vielleicht wirklich nur
> Kopieren kann, mit einem Meister, der seit 20 Jahren im
> Betrieb ist und so ziemlich alle Betriebsabläufe in DIESEM
> Betrieb aus dem Stehgreif kann.
>
> Jeder MEISTER, der auch STUDIERT hat sagt, dass der Meister
> ein Witz gegen einen Bachelor ist und genau die Leute, die
> nie studiert haben meinen, is Quatsch... Wem kann man mehr
> glauben schenken? Ich komme selbst aus der Praxis und hab
> über den 2. Bildungsweg studiert. Ich kenne die Unterschiede
> und der Bachelor hat weitaus mehr Wissen, was er anwenden
> kann. Nur weil ein Meister seit 10 Jahren vielleicht
> tagtäglich die gleichen Abläufe im Betrieb durchführt, ist er
> doch nicht eine äquivalente Fachkraft. In diesem Betrieb
> vielleicht, aber man sollte mal das ganze Bild sehen. Ich
> sage nicht, dass Meister schlecht sind, aber sie haben
> letztendlich nicht das drauf, was ein Akademiker drauf hat.
> Gerade in technischen Berufen ist das akademische Wissen
> unabgänglich. Ich habe im Studium erstmal gemerkt, was für
> Verallgemeinerungen wir damals im Betrieb alles genutzt
> haben, um diverse Sachen zu berechnen.
>
> Ich kenne auch Meister, die ohne Umschweife zugeben, dass sie
> für ihren Meister rein garnichts lernen mussten, außer zur
> Abschlussprüfung. Mit diesen Leuten habe ich damals meine
> Ausbildung gemacht. Also hört auf den Meister, der 20 Jahre
> im Betrieb war mit einem Bachelor frisch von der Uni zu
> vergleichen? Was soll das für ein feiger Vergleich sein?!
> Meister können auch schon mit 23 fertig sein, genauso wie
> Bachelor. Vergleicht Bachelor und Meister mit ähnlicher
> Berufserfahrung und nicht jedes Mal. Meister mit max.
> Berufserfahrung gegen Bachelor mit 0 Berufserfahrung... Wenn
> ihr nur so eure Gleichwertigkeit belegen wollt, dann weiß
> ich, dass ich mehr drauf hab ;) Wieso ist der Meister die
> einzigste Ausbildungsform in Deutschland, die aufgrund ihrer
> Berufserfahrung höher eingeordnet werden? Ein Akademiker wird
> auch nicht höher eingeordnet, nur weil er voll automatisch
> Berufserfahrung bekommt. Zu Beginn stehen immer die
> Ausbildungen und die sollte man vergleichen. Inhalte, Dauer,
> Niveau... Das sind die markanten Eckpunkte einer jeden
> Ausbildung. Warum man hier auf einmal die Berufserfahrung nur
> dem Meister als + Punkt zu gute schreibt, weiß ich nicht. Was
> ist denn mit den Bachelors, die über den 2. Bildungsweg
> gekommen sind?! Die haben ähnliche Berufserfahrung, wie jeder
> junge Meister und noch mehr Wissen! Es wird hier alles über
> einen Kamm geschert.
>
> Der Meister hat seine 3 jährige Ausbildung, er Bachelor sein
> 3 jähriges Abi. Der Meister macht dann seine 6-12 monatige
> Vollzeitschule, der Bachelor 3-4 Jahre sein Studium. Die
> Praxistätigkeit des Meisters ist keine Ausbildung, man belegt
> doch garnichts. In meiner Berufstätigkeit damals war es nur
> der tägliche Trott, also nichts, was den "Meister"
> soweit voranbringt. Einfach das tägliche Geschäft, mehr nicht.
>
> Da es solche enormen Unterschiede im Bezug auf
> Praxiserfahrung gibt, kann man das nicht als Argument im
> Rahmen des DQR nehmen. Im Endeffekt zählen die
> Ausbildungsinhalte und das Niveau und da ist der Bachelor
> vorn. Er kann dann ihm Rahmen seiner späteren Arbeit dieses
> Wissen auch anwenden. Genau dieses kann der Meister nicht,
> weil er dieses Wissen nicht hat. Wenn der Meister nunmal eine
> Teilzeitschule besucht, ist er selbst Schuld. Am Ende bleibt
> die Ausbildungszeit pro Woche von ein paar Stunden am
> Samstag. Von euren 60 Std, die ihr immer angebt, sind
> vielleicht 4-5 Std Ausbildungszeit für den Meister
> inbegriffen. Da macht der Bachelor pro Woche 60 Std nur fürs
> Studium, daran solltet ihr den Unterschied schon merken.
>
> Zumal es seit den Bachelorstudiengängen weitaus mehr
> Praxisbezug gibt während des Studiums. Wir haben TÄGLICH
> Vormittags Vorlesungen und Nachmittags Praktikum. Ob das nun
> im Labor oder Technikum ist. Ich studiere Chemieing. Wir
> lernen AKTIV während der Vorlesungen und der Praktika. Bei
> der Berufstätigkeit des Meisters lernt man eher weniger. Ich
> selbst war jahre im Betrieb vor dem Studium. In meinen 5
> Jahren hab ich die paar Abläufe der einzelnen Bereiche
> kennengelernt und diese täglich einfach durchgeführt. Was
> lernt man da nun? Es wird täglich das Gleiche durchgeführt.
> Ab und zu mal eine kleine Neuerung, das wars. Der Bachelor
> lernt täglich neue Sachen und das über jahre!


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   14.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
okay, hier meldet sich mal ein Handwerksmeister zu Wort!

Meinen Handwerksmeister hatte ich noch in der DDR gemacht, der wurde damals nicht hinterhergeschmissen. Ich war schon selbst und ständig und mußte die zweijährige Meisterausbildung selbst finanzieren plus der Verdienstausfälle. Trotz Abitur wurde mir ein Studium verweigert weil ich Kind einer Handwerkerfamilie war. Der Meistertitel für Schrift- & Grafikmaler war ein harter Weg, mit Fachzeichnen, Vergoldung, grafische Gestaltung und und und.
Für mich ist es endlich eine Anerkennung dieser Ausbildung, auch europaweit eine gute Arbeit im grafischen Bereich leisten zu können.
Wieviele studierten Grafiker können heute auch praktisch arbeiten....
Ideen praktisch umsetzen.
Die Handwerkskammer vernachlässigt uns, sie ist ein prähistorischer Verein der sich um sich selbst dreht.
Somit haben interessierte Meister des Handwerks die Möglichkeit sich weiterzubilden, den anderen geht es wohl am A.... vorbei.

Für mich bedeutet es nach 25 jahrigen Meisterjubiläums noch einmal mich an der Uni einschreiben zu können, entweder in Typographie oder Kunst.


[auf diesen Beitrag antworten]

   15.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
haha tatsächlich kam ein Meister und schrieb "aber ich habe ja Berufserfahrung" XD

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   15.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Mag sein, dass die Meisterausbildung in der DDR noch was Wert war, aber sieh dir mal die Meisterschulen heute an. Das ist ne reine Massenausbildung geworden, wo wirklich nahezu jeder durchgezogen wird, weil ja an jedem Schüler nicht unwesentlich Geld dran hängt. Von meinen ehemaligen Azubikollegen haben viele nen Meister gemacht. Da wurde mir erzählt, dass Tage vorher exakt die Prüfungsaufgaben geübt wurden, die in der Prüfung nur mit anderen zahlen dran kamen, damit möglichst viele durchkommen. Bei der Bewertung gabs dann noch ein umfassendes Bonuspunkteprogramm und eine Folgefehlerregelung, dass wirklich fast keiner durchfallen konnte. Die Meisterschulen sind eben nichts mehr Wert heut, weil die IHK jeden bis zum Schluss im Lehrgang halten möchte. Gibt halt ne menge Geld!

Ich weiß, wer von meinen damaligen Azubikollegen einen Meister gemacht hat, mit dem Argument, macht ja heutzutage eh jeder. Sie schätzten unsere damalige Gesellenausbildung weitaus schwieriger ein und bei allem Respekt, die hatten in der Ausbildung wirklich sehr schlecht abgeschlossen. Wir haben uns vor einiger Zeit mal getroffen und wirklich reif sind die betreffenden Personen immernoch nicht. In den Betrieben, wo ich dann gearbeitet habe nach meiner Ausbildung war das Bild nicht anders. Da hatten 60% der Facharbeiter einen Meister. Meister können nun seit 8 Jahren direkt in ein Studium einsteigen. Nur weil andere Länder, den Meister(Fachschule) als akademische Ausbildung einstufen, ist sie es noch lang nicht. Ist das der Grund für diese abwegige Entscheidung? Ein Meister hat rein 0 akademische Inhalte. Weder vom Umfang, noch vom Niveau. Nur weil andere Länder vielleicht den Bachelor auf Meisterniveau ausbilden, müssen wir das nun so machen oder was?

Die "alten" Meister haben auch noch was drauf, da kenn ich dutzende aus Ausbildung und späterem Studienpraktikum. Ich kenne aber ebenso "neue" Meister und die haben rein garnichts drauf. Ich habe diese Entwicklung verfolgt und wenn ich sehe, dass wirklich das schlechtere Viertel aus meiner damaligen Ausbildungszeit, weil sie mit dem schlechten Zeugnis kaum Jobs bekommen haben, nun ALLE eine Meisterschule erfolgreich abgeschlossen haben, dann zeugt das nicht von Qualität. Wenn dann von eben diesen Personen noch die Aussagen kommen, der Meister war nichtmal so schwer wie unsere damalige Ausbildung und dass sie kaum lernen mussten bzw fast jeder durchgezogen wurde, dann fühl ich mich mit meinen Erfahrungen bestätigt!

Wenn sie nach 25 Jahren sich als gleichwertig sehen, dann mag es berechtigt sein, aber würden sie das immernoch sagen, wenn sie im direkten Vergleich mit einem Ingenieur wären, der 25 Jahre Berufserfahrung hat?! Sicher haben sich im Betrieb einen gewissen Vorteil, weil sie eben da ja schon 25 Jahre sind, aber dann bitte doch keinen Vergleich mit einem frischen Bachelor. Das ist feige.

Die Akademiker kommen ja auch nicht mit dem Vergleich: Junger Meister mit 2 jahren Berufserfahrung und Ingenieur mit 20 Jahren Berufserfahrung. Wer ist nun gleichwertig... Damit kommen nur die Meister, es wird nicht verglichen. Hier wird reine Rhetorik betrieben. Hier wird der absolute Übermeister mit dem unerfahrenen, frischen Bachelor verglichen und so kanns nicht sein. Der DQR sollte die deutschen Ausbildungen vergleichen und nicht, wie machen es andere Länder. Der Meister hat rein nichts akademisches und deswegen sollte er auch nicht mit dem Akademiker auf einer gleichwertigen Stufe stehen. Selbst die Techniker, die doppelt so lang auf höherem Niveau lernen, mit ebenso vorheriger Ausbildung und Praxistätigkeit, werden hier mit dem Meister über einen Kamm geschert. Absolut daneben diese Einstufung.


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   15.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Du kannst dich nicht wegen deinem Meistertitel an der Uni einschreiben! Diese "Gleichstellung" hat nichts mit Hochschulzugangsberechtigung oder sonst was zu tun.
An die Uni hättest du wegen deinem Abi auch schon 1990 gekonnt!

Lounge Gast schrieb:
>
> okay, hier meldet sich mal ein Handwerksmeister zu Wort!
>
> Meinen Handwerksmeister hatte ich noch in der DDR gemacht,
> der wurde damals nicht hinterhergeschmissen. Ich war schon
> selbst und ständig und mußte die zweijährige
> Meisterausbildung selbst finanzieren plus der
> Verdienstausfälle. Trotz Abitur wurde mir ein Studium
> verweigert weil ich Kind einer Handwerkerfamilie war. Der
> Meistertitel für Schrift- & Grafikmaler war ein harter
> Weg, mit Fachzeichnen, Vergoldung, grafische Gestaltung und
> und und.
> Für mich ist es endlich eine Anerkennung dieser Ausbildung,
> auch europaweit eine gute Arbeit im grafischen Bereich
> leisten zu können.
> Wieviele studierten Grafiker können heute auch praktisch
> arbeiten....
> Ideen praktisch umsetzen.
> Die Handwerkskammer vernachlässigt uns, sie ist ein
> prähistorischer Verein der sich um sich selbst dreht.
> Somit haben interessierte Meister des Handwerks die
> Möglichkeit sich weiterzubilden, den anderen geht es wohl am
> A.... vorbei.
>
> Für mich bedeutet es nach 25 jahrigen Meisterjubiläums noch
> einmal mich an der Uni einschreiben zu können, entweder in
> Typographie oder Kunst.


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   16.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Diese Äquivalenz (Meister gleichwertig Bachelor) hat nichts mit den Kenntnissen oder Ausbildungsinhalten zu tun.
Die Einstufung besagt nur, dass die Fachkräfte dieser Stufe die Qualifikation für eine verantwortungsvolle Tätigkeit, sowie eine leitende Position besitzen. Diese Tatsache ist auch keine Neuigkeit, sieht man ja in den meisten Betrieben.
Die fachlichen Qalifikationen bleiben der jeweiligen Gruppe erhalten.
Es ist klar, dass der Meister keine mathematisch basierten Auslegungen und Optimierungen durchführen kann, sowie kein Hochschulabsolvent die typischen Meistertätigkeiten beherrscht.
Fazit: Fachlich sind das immernoch unterschiedliche Level.


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   16.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Der Akademiker kann also keine Azubis anlernen? Der Akademiker, gerade im technischen Bereich, hat also keine Ahnung von Betriebswirtschaft oder Recht? Das sind schonmal 3 der 4 Punkte einer Meisterschule. 50% aller FH Studenten haben deutschlandweit auch schon eine Ausbildung gemacht. Das wird auch komplett unterschlagen und über einen Kamm geschert. Was kann denn der Meister so besonderes, was der Akademiker nicht kann? Andersrum ist der Unterschied wohl deutlicher! Akademiker des 2. Bildungsweges können ALLES das, was der Meister auch kann. Man hat genau die gleichen praktischen Tätigkeiten gelernt, wie die Meister auch. Man hat betriebswirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge in Ausbildung UND Hochschule kennengelernt. Was ist denn dann der Bachelor MIT Gesellenausbildung UND Abitur? Der Meister macht seine 6-12 Monate Vollzeitschule und ich hab nach meiner Gesellentätigkeit 1 Jahr Abi nachgeholt und 3,5 Jahre studiert. Was kann der Akademier nicht, was er Meister schon kann? Ein Akademiker kann die Schwerpunkte eines jeden Meisters ohne weiteres lernen. Ein Meister aber nicht die Sachen eines Akademikers. Akademiker mit normalem Abitur können dies auch nach einer gewissen Praxiserfahrung, zumal ein Meister später im Betrieb seine Gesellentätigkeiten fast garnicht mehr benötigt oder habt ihr schonmal einen Meister im Metallbau gesehen, der den ganzen Tag an der Drehbank steht?! Dann müsste man den Gesellen, der gearbeitet hat und dann noch studiert hat, gleich auf Stufe 7 packen, wenn man hier so argumentieren würde.

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   16.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ein ganz großer Unterschied in der Bezahlung zwischen Akademiker und Meister liegt darin, dass der Akademiker in der Regel auch wie ein Akademiker bezahlt wird. Der Meister wird nur dann so bezahlt, wenn er auch eine leitende Meisterstelle hat. Das sind aber die wenigsten, da fast Jeder nen Meister hat. Als Vergleich: IGBCE Gewerkschaft:

Geselle : E6-E7
Geselle mit Meister ohne Meisterstelle: Vielleicht E8 wenn der
Arbeitgeber willig ist

Geselle mit Meister als Abteilungsleiter: So E8-E10

Akademiker ohne leitende Position: 10-11

Leitender Akademiker: E12, E13 bis AT

So sehen das meiner Erfahrung nach die großen Industrie Arbeitgeber

Fazit: Mit Bachelor wird man in der Regel zum Beginn fast soviel verdienen, wie ein leitender Meister nach 10 Jahren (Ohne Schicht)

Die AG werden schon wissen warum das so ist


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   16.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Es ist doch in großen Firmen eher so, dass leitende Meister die Gesellen und Abzubis betreuen und Akademiker als Betriebsleiter eher die Meister unter sich haben. Jeweils natürlich mit entsprechender Berufserfahrung

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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Genauso ist es! Es geht beim DQR nicht um Gleichartigkeit sondern um Gleichwertigkeit! Das ist ein großer Unterschied. Kein Meister kann einen Ingenieur ersetzen. Aber beide können duch gleichwertige Aufgaben sich ergänzen! In den typischen Tätigkeitsbereichen haben beide ihre Vorteile. Ausnahmen gibt es immer.

Lounge Gast schrieb:
>
> Diese Äquivalenz (Meister gleichwertig Bachelor) hat nichts
> mit den Kenntnissen oder Ausbildungsinhalten zu tun.
> Die Einstufung besagt nur, dass die Fachkräfte dieser Stufe
> die Qualifikation für eine verantwortungsvolle Tätigkeit,
> sowie eine leitende Position besitzen. Diese Tatsache ist
> auch keine Neuigkeit, sieht man ja in den meisten Betrieben.
> Die fachlichen Qalifikationen bleiben der jeweiligen Gruppe
> erhalten.
> Es ist klar, dass der Meister keine mathematisch basierten
> Auslegungen und Optimierungen durchführen kann, sowie kein
> Hochschulabsolvent die typischen Meistertätigkeiten beherrscht.
> Fazit: Fachlich sind das immernoch unterschiedliche Level.


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   18.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Nun ja, viel schlimmer als eine bloße Gleichstellung der verschiedenen Abschlüsse finde ich eigentlich, dass man mittlerweile für berufsqualifiezierte Weiterbildungen -wofür früher mal einen Realabschluss oder Fachabi erhalten hat- einen echten BA gibt.

Eine Freundin von mir macht aktuell ein berufsbegleitendes "Studium", zwar gönne ich es ihr, aber das was die da machen, ist doch keinen richtigen BA wert. Sie bekommt für ihren BA 1-2 Jahre ihrer Ausbildung angerechnet, besucht einmal die Woche eine Schule auf niedriges Niveau und schreibt am Ende eine "BAchelorarbeit" , die ähnlich wie eine Referatarbeit aus der Schule ist.

Ich finde das schon ziemlich unfair gegenüber den richtigen BA-Absolventen einer richtigen staatlichen Universität. Allerdings sind solche berufsbegleitende Abschlüsse nur an einer FH möglich.

Man hat irgendwie gar keinen Überblick mehr, was für Leute an einer FH studieren oder studieren dürfen, da muss man als Unternehmer wohl genau hinschauen, irgenedwo ist dies alles auch für den Ruf der FH sehr schädlich, da mittlerweile kaum Anforderungen mehr für die Zulassungen herrschen und irgendwo finde ich es auch bisschen Schade.

Ich muss aber auch zugeben, dass ich schon froh darüber bin an einer Uni studiert zu haben und jeder der ein Diplom an einer Uni gemacht hat ist wohl ebenfalls glücklich. Es ist schon ziemlich fies geg. der Uni-Studenten, dass jeder einen BA bekommt als ob es ein Gut aus dem Trödelmarkt wäre, denn an einer Uni ist der BA mehr als anspruchsvoll, daher lässt sich dieser Aufstand der Uni-Studenten eigentlich sehr gut verstehen. Meine Meinung eben.


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   18.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Als Vollzeitstudent einer FH finde ich es genauso schei.... , dass jeder Hampel nach der Ausbildung zu einer privaten Instution geht und seinen Bachelor hinterher geworfen bekommt! Jeder Scheiß wird heutzutage angerechnet! Da hätte ich mir mein Studium auch sparen können.... Mit dem Master ist es auch bald das gleiche - Wenn den jetzt schon Meister machen können, dass weiß man wo der Weg hingeht - Die Politik hat auf ganz EBENE versagt!!!!

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   22.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
ja ne is klar....ein kastriertes Bachelor Studium?
Frisch von der Kinder Penne? Und dann über den Meister/Techniker ect. negativ schwafeln?...sammelt erst mal Berufserfahrung !!!!
Dann könnt Ihr vielleicht mal mitreden.
Meister können nicht Komplex denken oder gar weitgehende Probleme lösen?
Ja ne is klar...lol !!!!


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   22.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich bin schon seit einigen Jahren vor meinem Studium im Betrieb gewesen und ja, der normale Meister kann nicht komplexe Problemstellungen lösen. Der durchschnittliche Meister dient als Vorarbeiter oder ähnliches, macht seine normale Gesellenarbeit bzw teilt die Arbeitskräfte ein. Es gibt Meister, die sich enormes Wissen zusätzlich zu ihrer Meisterschule angeeignet haben, aber das kam nunmal nicht von der Ausbildung zum Meister. Solche Leute wie der Vorposter hier, die sich nur über Worte wie, "lol" artikulieren können, nehm ich schon garnicht mehr ernst. Kein zusammenhängender Satz, aber etwas aussagen wollen. Wenn wir den durchschnittlichen Meister, der meistens nichtmal Abi hat, mit einem durchschnittlichen Bachelor mit ähnlicher Berufserfahrung vergleichen, dann ist der Bachelor vorn. In den ersten Jahren hat er einen kleinen Rückstand im Betrieb, wenn er direkt von der Schule gekommen ist. Wenn dieser Akademiker allerdings über den 2. Bildungsweg zum Studium gekommen ist, dann zieht er gleich von Beginn dem Meister in Sachen Berufserfahrung und Wissen davon. Anders hab ich es im Betrieb auch nicht erlebt. Abteilungsleiter: Einmal ein Absolvent mit Vollabi und Studium und ein Absolvent mit Berufsausbildung, Berufserfahrung und Studium. Bisher wurden meistens die Absolventen des 2. Bildungsweges bei uns eingestellt und keine Meister. Der normale Vorarbeiter ist bei uns ein normaler Geselle, der braucht keinen Meister. Der Abteilungsleiter ist ein Akademiker. In einem Bereich haben wir einen Meister, das ist aber das Lager/Logistik...

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   22.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wer sagt denn hier, dass die Bachelor keine Berufserfahrung haben? Scheint mit als wärte das das einzige Argument, was die Meister hier haben.... Deren achso tolle Berufserfahrung - Wenn ich dann mal die Leute mit nem Meister betrachte: Ausbildung und direkt danach nen Meister.... Wo ist denn da die Berufserfahrung (Jetzt bitte nicht die 3 Jahre Metallklotzschleifen aus der Ausbildung nennen!)

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   23.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Hallo Zusammen,
ich selbst habe beide Abschlüsse, HWK Meister Inst. u. Heizungsbau und B. of Eng. Versorgungstechnik (eigentlich Diplom, denn es hat sich eigentlich Nichts geändert --> gleiche Prüfungen/Stoff nur in weniger Zeit Sie sind ja ?nur B. of Eng. und mit dem Meister gleichgestellt, was sich unter anderem auch in der Bezahlung auswirkte. Auch eine Erklärung half meist nicht viel, mit dem Diplom gleichgestellt usw..
Ich musste mir meine jetzige Stelle hart erarbeiten, durch Praktika und Bachelorarbeit natürlich gering bzw. unbezahlt, nach einem Jahr in der gleichen Firma bekomme ich schön langsam auch die Anerkennung meiner Vorgesetzten.
Liebe Meister, seit mir nicht böse. Es ist so, ich habe beides mit erlebt und weiß, von was ich spreche. --> Meister ungleich Ingenieur (Bachelor)

Herzlicher Gruß Christian


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   24.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Guten Tag! Ich selbst habe eine Meister (IHK) Elektrotechnik und seit einem Jahr ein Bachelor (Automatisierungstechnik / Elektrotechnik). Diese beiden Abschlüsse sind nicht gleich zu stellen, definitiv nicht. Der Bachelor ist im lerntechnischen Vergleich wesentlich anspruchsvoller und geht zudem auch noch fast 3 mal solange...Die Abbruchquote bestätigt das: Beim Meister sind wir angefangen mit 40 Leuten und es haben 34 abgeschlossen. Beim Bachelor sind wir mit 120 Leuten angefangen und abgeschlossen haben gerade mal 22. Beides in Vollzeit.

Über die hier vielfach angesprochenen "komplexeren Problemlösungen" braucht man nicht zu sprechen, denn in meiner Meisterausbildung habe ich nie etwas von Integral/Differenzialrechnung geschweige denn Laplace-/Fourier-/ oder Z Transformationen gehört. Ohne dieses mathematische Werkzeug ist man erst gar nicht in der Lage auf "komplexe Problemlösungen" einzugehen. Selbst die komplexe Rechnung wurde erst im Studium aufgegriffen. Somit galt alles was ich als Meister bezüglich der Wechselstromtechnik berechnet habe nur in erster Näherung. Das ganze wird einem allerdings auch erst während des Studiums bewusst und deshalb glaube ich, dass viele Meister über die Komplexität des Ganzen gar nicht im klaren sind. Warum auch, uns wurde in der Meisterschule auch nie davon berichtet..


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   24.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Klar, dass du das nicht erklären konntest. Der Bachelor ist ja auch kein Diplom, aber gut, dass du hier den Vergleich zum Meister aus eigener Erfahrung beschreiben kannst.

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   24.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Dann solltest du deinem Chef mal erzählen, dass auch das FH Diplom zusammen mit dem Bachelor und Meister auf Stufe 6 steht... Das vergessen viele immer, dass das FH Diplom auch auf 6 steht!

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   24.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
An die letzten beiden, die Meister + Studium gemacht haben. Ihr sprecht mir aus der Seele ^^ Kann dem nur 100% zustimmen. Die Meister halten ihr Wissen halt für umfangreich und tiefgründig. Sie wissen es halt nicht besser. Sie denken, ihr Wissen ist die Spitze der Welt. Erst in einem Studium merkt man, wie grob man doch eigentlich gerechnet hat und was es bedeutet, sich in die Materie reinzuarbeiten. Mein Vater hat ein Diplom FH und ist nun knapp 60 Jahre. Er hat jahrelang im Bereich Elektrotechnik gearbeitet und kann diese Entscheidung nur belächeln. Dort waren auch Meister in seinem Bereich, aber fragt meinen dad mal, wer den Meistern das Wissen vermittelt hat, teilweise sogar, als diese noch Azubis waren. Er kann darüber nur lächeln, obwohl ihm zum Heulen zumute ist.

Im KFZ Bereich sag ich immer, Praxiserfahrung ist wichtig, aber das Austauschen eines Motors ist noch lang nicht so niveauvoll, wie einen Motor zu entwickeln. Würde man den Meister auf dem Niveau eines Studiums ausbilden, dann würde dort nahezu keiner abschließen, weil kaum einer ein Abi hat. Selbst mit einem Abi ist ein Studium kein Zuckerschlecken.


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   24.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Einen Motor austauschen kann ein Meister aber alleine (bzw. mit einer Hilfskraft). Einen Motor entwickeln schafft ein Ingenieur aber nicht allein. In der Realität sind die Aufgaben in so kleine Teilaufgaben unterteilt, dass so auch die Komplexität erheblich sinkt. Eine kleine Nebenbemerkung: Wenn Dein Vater vor 1976 seinen Abschluss gemacht haben sollte, war er wohl Ing. grad.?

Lounge Gast schrieb:
>
> An die letzten beiden, die Meister + Studium gemacht haben.
> Ihr sprecht mir aus der Seele ^^ Kann dem nur 100% zustimmen.
> Die Meister halten ihr Wissen halt für umfangreich und
> tiefgründig. Sie wissen es halt nicht besser. Sie denken, ihr
> Wissen ist die Spitze der Welt. Erst in einem Studium merkt
> man, wie grob man doch eigentlich gerechnet hat und was es
> bedeutet, sich in die Materie reinzuarbeiten. Mein Vater hat
> ein Diplom FH und ist nun knapp 60 Jahre. Er hat jahrelang im
> Bereich Elektrotechnik gearbeitet und kann diese Entscheidung
> nur belächeln. Dort waren auch Meister in seinem Bereich,
> aber fragt meinen dad mal, wer den Meistern das Wissen
> vermittelt hat, teilweise sogar, als diese noch Azubis waren.
> Er kann darüber nur lächeln, obwohl ihm zum Heulen zumute ist.
>
> Im KFZ Bereich sag ich immer, Praxiserfahrung ist wichtig,
> aber das Austauschen eines Motors ist noch lang nicht so
> niveauvoll, wie einen Motor zu entwickeln. Würde man den
> Meister auf dem Niveau eines Studiums ausbilden, dann würde
> dort nahezu keiner abschließen, weil kaum einer ein Abi hat.
> Selbst mit einem Abi ist ein Studium kein Zuckerschlecken.


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   24.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wie das früher hieß kann ich nicht sagen, da war ich noch flüssig. Kann ihn ja mal fragen, wenn ich wieder zu hause bin. Jedenfalls konnte er seinen Hochschulabschluss irgendwie umwandeln zu Diplom FH. Dafür musste er damals Berufspraxis etc nachweisen. Er hatte damals ein richtiges Abitur gemacht und nicht eine POS, was immer das auch war, so hat er es mir mal erklärt. sein Studium ging 3,5 jahre damals und deswegen konnte er es umwandeln lassen direkt nach der Wende. Wie das genau lief, keine Ahnung, da war ich erst 5 ^^

Und sicher entwickelt ein Akademiker nicht allein einen kompletten Motor, das würde viel zu lang dauern, wo man heute jedes Jahr ein neues Auto rausbringen muss. Im Grunde sind das aber alles Projektteams bestehend aus Ingenieuren. Einen Meister trifft man erst, wenn es in Richtung Massenfertigung geht.


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   25.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Dann scheint mir dein Vater auf diese Ing. Schule gewesen zu sein und wurde nachdiplomiert - Obwohl man damit ein Diplom (FH) hat, ist man damit kein Akademiker und wird heutzutage nichtmal zu einem Master zugelassen (Es ist ein staatlicher Abschluss und kein Akademischer)

Lounge Gast schrieb:
>
> Wie das früher hieß kann ich nicht sagen, da war ich noch
> flüssig. Kann ihn ja mal fragen, wenn ich wieder zu hause
> bin. Jedenfalls konnte er seinen Hochschulabschluss irgendwie
> umwandeln zu Diplom FH. Dafür musste er damals Berufspraxis
> etc nachweisen. Er hatte damals ein richtiges Abitur gemacht
> und nicht eine POS, was immer das auch war, so hat er es mir
> mal erklärt. sein Studium ging 3,5 jahre damals und deswegen
> konnte er es umwandeln lassen direkt nach der Wende. Wie das
> genau lief, keine Ahnung, da war ich erst 5 ^^
>
> Und sicher entwickelt ein Akademiker nicht allein einen
> kompletten Motor, das würde viel zu lang dauern, wo man heute
> jedes Jahr ein neues Auto rausbringen muss. Im Grunde sind
> das aber alles Projektteams bestehend aus Ingenieuren. Einen
> Meister trifft man erst, wenn es in Richtung Massenfertigung
> geht.


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   25.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Er hat aber jahrelang als Ingenieur gearbeitet und das Geld machte auch keine Abstriche. Das war halt das Problem früher, zwei völlig unterschiedliche Bildungssysteme unter einen Hut zu bringen. Ich als sein Sohn kann nur sagen, dass mit der Nachdiplomierung der Staat noch das Beste draus gemacht hat, auch wenn es viele Absolventen heute anders sehen. Er hat jahrelang auf akademischem Niveau gelernt und gearbeitet, was ich auch heut noch an seinen Büchern etc sehen kann. Es hat halt nach der Wende nur nicht in dieses streng zertifizierte Hochschulsystem gepasst und konnte deswegen nicht anerkannt werden. Damit diese Leute nicht regelrecht ohne Ausbildung dastehen, musste diese Nachdiplomierung einfach erfolgen. Wär ja blöd, wenn man jahrelang als Ingenieur arbeitet und allein aufgrund der Wende regelrecht seine Ausbildung verliert. Ob er damit zum Master zugelassen wird oder nicht ist dabei ziemlich egal. Die Leute, die es betrifft, die werden in diesem Alter auch keinen Master mehr machen. Die meisten nachdiplomierten Leute sind eh kurz vor der Rente.

Mir und meiner Familie hat diese Nachdiplomierung meines Vaters auf jeden Fall den Hintern gerettet. Wäre seine Ausbildung aufgrund der Wende verfallen, dann hätte es die Familie regelrecht zerrissen. Man stelle sich mal vor ein Ingenieur steht wegen der Wende von heut auf morgen ohne Ausbildung da.


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   25.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Nett das hier zu lesen, sehr viele Vorurteile und selten begründet.

Es gibt sehr wohl Hauptschüler die es zum Konstruktionsleiter schaffen, alles eine Sache des Willens. Ich habe nach einer KFZ Ausbildung 5 Jahre gearbeitet um mir den Techniker leisten zu können. Anschließend gleich darauf das Dipl. Maschinenbau (FH) gemacht. Der Aufwand zwischen dem Techniker und dem Dipl. Maschinenbau (FH) ist nicht sonderlich groß. In den Fächern Konstruktion, den organisatorischen Fächer sowie bei der Mitarbeiterführung bekommt der Techniker sogar mehr wissen vermittelt als der FH Student. In den Fächern Mathe und Physik werden beim Techniker alle relevanten Themen durch genommen, jedoch findet hier keine sonderliche Vertiefung statt. Das Studium fiel mir aufgrund der Technikerausbildung leichter. Wohlgemerkt FH zur Uni liegen da noch Welten. Auch bei uns im Unternehmen werden Ing. und Techniker in gleichen Abteilungen als Kollegen eingesetzt. Die Techniker haben die gleichen Aufgaben jedoch ein geringeres Gehalt. Die Gleichstellung Meister/Techniker/Bachelor halte ich für haltlos. Es würde eher gehen Techniker und Bechlor.


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   25.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Die erste Nachdiplomierungswelle lief vor der Wende in Westdeutschland. Da konnten die graduierten Ingenieure den Dipl.-Ing. (FH) gegen eine Bearbeitungsgebühr (ca. 150 DM) erwerben. Das haben fast alle so gemacht. Deshalb ist der Ing. grad. praktisch von der Bildfläche verschwunden.


Lounge Gast schrieb:
>
> Er hat aber jahrelang als Ingenieur gearbeitet und das Geld
> machte auch keine Abstriche. Das war halt das Problem früher,
> zwei völlig unterschiedliche Bildungssysteme unter einen Hut
> zu bringen. Ich als sein Sohn kann nur sagen, dass mit der
> Nachdiplomierung der Staat noch das Beste draus gemacht hat,
> auch wenn es viele Absolventen heute anders sehen. Er hat
> jahrelang auf akademischem Niveau gelernt und gearbeitet, was
> ich auch heut noch an seinen Büchern etc sehen kann. Es hat
> halt nach der Wende nur nicht in dieses streng zertifizierte
> Hochschulsystem gepasst und konnte deswegen nicht anerkannt
> werden. Damit diese Leute nicht regelrecht ohne Ausbildung
> dastehen, musste diese Nachdiplomierung einfach erfolgen. Wär
> ja blöd, wenn man jahrelang als Ingenieur arbeitet und allein
> aufgrund der Wende regelrecht seine Ausbildung verliert. Ob
> er damit zum Master zugelassen wird oder nicht ist dabei
> ziemlich egal. Die Leute, die es betrifft, die werden in
> diesem Alter auch keinen Master mehr machen. Die meisten
> nachdiplomierten Leute sind eh kurz vor der Rente.
>
> Mir und meiner Familie hat diese Nachdiplomierung meines
> Vaters auf jeden Fall den Hintern gerettet. Wäre seine
> Ausbildung aufgrund der Wende verfallen, dann hätte es die
> Familie regelrecht zerrissen. Man stelle sich mal vor ein
> Ingenieur steht wegen der Wende von heut auf morgen ohne
> Ausbildung da.


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   26.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Nachdiplomierung ist Betrug an FHlern. Wer damals das gemacht hat, sah nie eine Hochschule von innen.

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   26.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das ist absoluter Schmarrn. Sie dir mal die Mitschriften von den Ing-Schulen der DDR an. Sie haben nunmal ihren Abschluss in einem anderen System gemacht und soll man diesen nun den Abschluss allein aufgrund der Wende aberkennen? Für die DDR waren dies damals die Akademiker und sie wurden auch so ausgebildet. Vom Niveau her stand es der heutigen FH in nichts nach. Mein Vater hat noch all seine Unterlagen und Bücher, die Themen waren genau die gleichen wie heut, nur dass man heut evtl noch andere Forschungsthemen kennenlernt.

Versetz ich mal in die Situation, du machst heut einen FH Bachelor und dieser wird aufgrund einer politischen Änderung in Deutschland von heut auf morgen aberkannt. Dann würdest du auch sagen, ich will, dass es anerkannt wird. Es konnte früher keiner etwas dafür, dass er in der DDR es in dieser Form lernen musste. Man darf die Leute dafür aber nicht strafen, nur weil sich manche heute auf den Schlips getreten fühlen.


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   26.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Respekt an die Leute, die mit niedriger Ausbildung hohe Plätze besetzen.
Man muss schließlich seinen Arbeitgeber mit seiner Person und Können überzeugen. DIN-A4 mit dem Titel allein reicht da nicht.


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   27.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
In der ersten Zeit haben die Fachhochschulen auch noch den Ing. grad. vergeben. Wer da ein Studium zum Ing. grad. angetreten hatte, hat am Ende zu seiner großen Überraschung den Dipl.-Ing. bekommen. anfangs auf Wunsch teilweise auch ohne den Zusatz FH.


Lounge Gast schrieb:
>
> Nachdiplomierung ist Betrug an FHlern. Wer damals das gemacht
> hat, sah nie eine Hochschule von innen.


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   27.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Grundsätzlich hast Du recht. In Westdeutschland war die Berufsbezeichnung "Ingenieur" ursprünglich überhaupt nicht geschützt. Deshalb konnte sich auch jemand ohne entsprechende Ausbildung als Ingenieur bezeichnen. Das dürfte auch dazu geführt haben, dass man mit "Ingenieur" nicht zwangsläufig einen Akademiker verbunden hat. Erst mit Einführung der Graduierung an den Ingenieurschulen war die Berufsbezeichnung geschützt. Aber auch dann durften noch diejenigen ohne Ausbildung diese Bezeichnung als Besitzstand weiterführen. Das hat alles nicht mit der DDR zu tun, war eine rein westdeutsche Angelegenheit.


Lounge Gast schrieb:
>
> Das ist absoluter Schmarrn. Sie dir mal die Mitschriften von
> den Ing-Schulen der DDR an. Sie haben nunmal ihren Abschluss
> in einem anderen System gemacht und soll man diesen nun den
> Abschluss allein aufgrund der Wende aberkennen? Für die DDR
> waren dies damals die Akademiker und sie wurden auch so
> ausgebildet. Vom Niveau her stand es der heutigen FH in
> nichts nach. Mein Vater hat noch all seine Unterlagen und
> Bücher, die Themen waren genau die gleichen wie heut, nur
> dass man heut evtl noch andere Forschungsthemen kennenlernt.
>
> Versetz ich mal in die Situation, du machst heut einen FH
> Bachelor und dieser wird aufgrund einer politischen Änderung
> in Deutschland von heut auf morgen aberkannt. Dann würdest du
> auch sagen, ich will, dass es anerkannt wird. Es konnte
> früher keiner etwas dafür, dass er in der DDR es in dieser
> Form lernen musste. Man darf die Leute dafür aber nicht
> strafen, nur weil sich manche heute auf den Schlips getreten
> fühlen.


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   27.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Zahlt sich der Master aus?

'Ein große Rolle beim Einstiegsgehalt spielt dagegen der Studienabschluss. In Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern verdienen Bachelor-Absolventen 39.682 Euro. In derselben Unternehmensgröße verdienen Einsteiger mit Master 41.311 Euro und Absolventen mit Diplom 40.847 Euro. Der Master wird also sogar besser bezahlt als das Diplom ....'

eine Studie. Also, BA - Dipl. - MA


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   27.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Erstens sind das Einstiegsgehälter, also sagen kaum was über das spätere Gehalt aus. Nach einigen Jahren wird Lücke garantiert viel größer sein, allein daher weil man leuten mit "nur"bachelor" rein formal gewisse Positionen gar nicht anbietet.

Und zweiten wird hier Uni-Diplom mir FH-Diplom vermischt. Mit Uni-Diplom ist man sicher gehaltstechnisch sehr nah am Master. Und wenn Master dann geringfügig doch mehr verdienen, dann liegt das eher an natürlicher statitischer Schwankung oder eben auch an den eriwiesnerenmassen besseren Noten die im Master vergeben werden

Aber Master lohnt sich auf jeden Fall!

Lounge Gast schrieb:
>
> Zahlt sich der Master aus?
>
> 'Ein große Rolle beim Einstiegsgehalt spielt dagegen der
> Studienabschluss. In Unternehmen mit 100 bis 999 Mitarbeitern
> verdienen Bachelor-Absolventen 39.682 Euro. In derselben
> Unternehmensgröße verdienen Einsteiger mit Master 41.311 Euro
> und Absolventen mit Diplom 40.847 Euro. Der Master wird also
> sogar besser bezahlt als das Diplom ....'
>
> eine Studie. Also, BA - Dipl. - MA


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   27.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Vergleichbar ist damit heute ein Staatlich geprüfter Techniker. Was in der DDR FH ähnlich war, sind IngenieurHOCHschulen.

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   30.04.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ob jetzt da oder da mehr bezahlt wird und ob es Fh oder Uni ist, ist nach dieser Gehaltstabelle ja wohl egal. Die Einstiegsgehälter weichen mit knapp 2000 ? kaum von einander ab, gerade weil es brutto ist. Langfristig würde ich auch sagen, dass sich der Master auszahlt und dass auch jetzt schon einige Jobs nur für Master bereit stehen, aber diese Positionen sind begrenzt. Wenn ich mich um einen ganz normalen Job bewerbe, konkurrieren die Ba sowohl mit Diplom und Master. Falls sie genommen werden haben sie zwei Jahre weniger an der Uni verbracht, wodurch sich die 2.000 ? weniger am Anfang wieder einspielen lassen. Pauschalisieren hilft hier nicht...kommt immer auf den individuellen Fall an.

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   04.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das stimmt nicht ganz!! schau dir mal Tarifverträge aus der Instdustie mal an!! Da ist der BA immer noch besser bezahlt als der Meister!!!

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   07.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Bei Meister=Bachelor=Techniker usw. handelt es sich nicht um die Wissensäquivalenz, sondern um die Aufstiegschanchen in der beruflichen Laufbahn.

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   09.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also viel Ahnung von der Realität hat hier offensichtlich niemand!
Die Dauer der Ausbildung zum Meister im Handwerk sieht so aus:
1. 3,5 Jahre Lehre
2. 5,0 Jahre minimum Weiterbildung in möglichst vielen verschiedenen Betrieben, Seminaren und Kursen
3. 1,5 Jahre Meisterschule
4. 0,5 Jahre Prüfungen.

Das macht unter dem Strich mindestens 10,5 Jahre Ausbildung!
Das ist ein harter und langer Weg, den sicher kaum einer von den Damen und Herren Studenten gehen würde.
Worüber regt Ihr Euch also dann noch auf.

Übrigens ist die offizielle Bezeichnung für Handwerksmeister: "Master"


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   09.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Zu meinem Vorposter:

1. Stimmt
2. Absoluter Unsinn!!! Was für "Weiterbildungen in möglichst vielen verschiedenen Betrieben, Seminaren und Kursen" Bullshit
3. Meisterschule geht in Vollzeit i. d. R. 9 Monate, in Teilzeit 3 Jahre
4. Unsinn! Die Prüfung ist natürlich beim Meister-Lehrgang mit drin.

Und die offizielle Bezeichnung ist definitv nicht "Master", sondern Meister (IHK), Meister (HWK) o. ä.

Fakt ist,

- die Meister-Weiterbildung ist vom intellektuellen Anspruch deutlich unterhalb des Abiturs anzusiedeln, die Ausbildung sowieso
- zwischen Meister und Bachelor liegen nicht nur Welten, sondern Galaxien!

Sich allein auf Zeiträume zu beziehen, ist unzulässig. 3 Jahre Lehre sind weniger anspruchsvoll als 3 Jahre Oberstufe => kein Vergleich

Trotz alledem ist die allgemeine Besserstellung der Meister und Techniker gut und war längst überfällig. In anderen Ländern gelten Fachschulabschlüsse selbstverständlich als akademisch, was in Dtl. trotz DQR nicht der Fall ist. Auch berufliche Bildung ist wertvoll, gerade für die Wirtschaft.


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   10.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Zu dem Poster da oben. Bitter versuch nicht die Ausbildungszeit des Meisters in die Länge zu rechnen. Eine 3,5 jährige Ausbildung ist kein Muss, es gibt genauso Meister für 2 jährige Ausbildungen. 5 Jahre Weiterbildungen ist Quark. Sieh dir die Zugangsberechtigungen für die Meisterschule an. In vielen Fällen braucht man 1-2 jahre Berufserfahrung. 3.+4. Punkt gehört ja wohl zusammen. Ein komplette Meisterschule in Vollzeit geht zwischen 4 bis allerhöchstens 12 Monaten.

Zu dem anderen Poster. Andere Länder mögen eine Fachschule als akademische Ausbildung auslegen, aber das machen diese doch nur, um in Bildungsstatistiken besser da zu stehen. Sind wir mal ehrlich, das Niveau einer Meisterschule geht nicht über die vielleicht 11. Klasse hinaus und sowas soll man akademisch nennen? Dann müsste man ja jeden Abiturienten Akademiker nennen. Wenn das Niveau einer Ausbildung nicht ausschlaggebend ist für eine Einstufung, wo Abschlüsse verglichen werden sollen, was soll denn dann das Kriterium sein? Akademiker lernen genauso praktische Inhalte oder haben wie ich oft schon eine Ausbildung gemacht und gearbeitet. All das wird nicht berücksichtigt. Das ist nichts anderes als ein Lobbysieg der IHK/HWK. Eine akademische Ausbildung ist ein jahrelanges Studium eines Fachbereiches auf enorm hohem Niveau. Gerade Mathe und Physik sind dort sehr wichtig. Es sagt keiner, dass Handwerker nicht wichtig sind, man kann sie doch aber nichtmal ansatzweise mit einem Akademiker auf eine Stufe stellen und ich habe selbst vor meinem Studium Ausbildung gemacht + jahre gearbeitet. Ich kenne die Praxis, andersrum kennen die Meister aber nicht die Hochschule und hier wird die Sache interessant. Die Meister, die zusätzlich studiert haben sagen ALLE!, dass ein Studium höher anzusiedeln ist als die Meisterschule. Die Meister, die das aus Ignoranz oder was auch immer nicht wahrhaben wollen meinen, dass ist schon korrekt so und versuchen das mit solchen fadenscheinigen Berechnungen wie da oben auch noch zu belegen.

Ich hätte auch in knapp 6 monaten Vollzeit meinen Industriemeister Chemie machen können, davon hat mir mein Chef abgeraten, wenn ich weiterkommen möchte. Statt 6 Monaten, hab ich nun 6 Jahre zu tun. 1 Jahr Fachabi + 5 Jahre Studium. Gut, es ist nun der Master, aber sind wir mal ehrlich. Soviel mehr bekommt man in den 3 Semestern auch nicht beigebracht. Man ist sozusagen ein Bachelor, der in einem Fachgebiet sich weiter eingearbeitet hat. Bei uns ist der Master eine reine Spezialisierung des Chemie Bachelorstudiums. Das komplette Grundwissen wurde im Bachelor beigebracht. Ich und viele meiner Kommilitonen, denen es genauso geht wie mir, finden den DQR einfach als Lobbyentscheidung. Und ja, ich kenne auch Handwerksmeister, die ein Studium versucht haben. Keiner von denen findet diesen DQR nun berechtigt.


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   10.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ja, 10,5 Jahre auf Realschulniveau.
Das aufgezählte ist nichts anderes als Berufserfahrung, die man nun als Ausbildung ummünzen will. Nach der Logik ist der Hauptschüler, der jede Klasse wiederholen muss genau so gebildet wie der Abiturient. Wer 5 Jahre im Handwerk arbeitet und ab und an mal auf ein Seminar geht ist noch lange nicht so gut ausgebildet wie ein Akademiker. True Story. Wer 10 JAhre im Handwerk gearbeitet hat kann im Gegenteil froh sein, wenn er nicht vollkommen verblödet ist während der Zeit auf Grund der einfach gestrickten Arbeit. Wenn ich sehe, was für Leute aus meinem Bekanntenkreis den Meister machen und bestehen (die haben sogar mit dem Prozentrechnen Probleme), wird mir schon klar wie viel der Meister wert ist. Nämlich das was früher mal die reguläre Berufsausbildung wert war, nachdem diese auf Hauptschulniveau herabgesenkt wurde. Klar, bei den Handwerkern hält sich am Stammtisch auch jeder für den klügsten und kann alles besser als die bösen Akademiker. Dummerweise sieht die Realität anders aus und wer auf gut deutsch zu dämlich fürs Abitur ist sollte über das Studieren oder Anerkennung einer Berufsausbildung als akademische Titels nicht mal nachdenken.
Die offizielle Bezeichnung für einen Meister ist übrigens nicht Master. Wenn ihr mehr geld wollt dann geht zur Abendschule und macht danach einen echten Bachelor. Einfach zu hoffen,d ass man ohne Leistung was anerkannt bekommt ist genau die Einstellung, die euch von der Schule in den Handwerksberuf gebracht hat: Nicht gut genug fürs Gymnasium.


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   10.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
So ein Schwachsin...

Das sieht eher so aus:

- 10 Jahre Realschule
- 3,5 Jahre Ausbildung
- Direkt danach 9 Monate Meisterschule...


Jetzt mal das Studium:
- 12-13 Jahre Schule
- 3-4 Jahre Bachelor

Mal ganz abgesehen vom Niveu....

Die Meister reden immer von 2 Jahren die der Meisterkurs dauert, vergessen aber immer, dass sie in den 2 Jahren nur einmal die Woche am Samstag zur IHK trotteln...
Lounge Gast schrieb:
>
> Also viel Ahnung von der Realität hat hier offensichtlich
> niemand!
> Die Dauer der Ausbildung zum Meister im Handwerk sieht so aus:
> 1. 3,5 Jahre Lehre
> 2. 5,0 Jahre minimum Weiterbildung in möglichst vielen
> verschiedenen Betrieben, Seminaren und Kursen
> 3. 1,5 Jahre Meisterschule
> 4. 0,5 Jahre Prüfungen.
>
> Das macht unter dem Strich mindestens 10,5 Jahre Ausbildung!
> Das ist ein harter und langer Weg, den sicher kaum einer von
> den Damen und Herren Studenten gehen würde.
> Worüber regt Ihr Euch also dann noch auf.
>
> Übrigens ist die offizielle Bezeichnung für Handwerksmeister:
> "Master"


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   10.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Alleine schon die Tatsache, dass das Einstiegsgehalt eines nichtleitenden Bachelors deutlich über dem eines standard Meister (Nicht leitend) liegt, zeitgt schon auf, welcher Abschluss vom Arbeitgeber höherwertig eingestuft wird... Mit dem Bachelor liegt man in der Industrie (IGBCE etc.) bei ca. 42-45K ? zum Einstieg (E11) - Der Meister bekommt in der Regel weiterhin seine E7 wie auch nach der Ausbildung, es sei denn er bekommt nen Gruppenleiterjob, dann gibt es E8 oder mit viel Glück E9....

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   10.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ein Chemiestudium dauert wohl nicht nur 5 Jahre? Das hört sich sehr nach Fachhochschule an. Ein "richtiger" Chemiker hat ohne Promotion eigentlich keine Chance, und das geht nur an der Uni und dauert insgesamt sehr viel länger.


Lounge Gast schrieb:
>
> Zu dem Poster da oben. Bitter versuch nicht die
> Ausbildungszeit des Meisters in die Länge zu rechnen. Eine
> 3,5 jährige Ausbildung ist kein Muss, es gibt genauso Meister
> für 2 jährige Ausbildungen. 5 Jahre Weiterbildungen ist
> Quark. Sieh dir die Zugangsberechtigungen für die
> Meisterschule an. In vielen Fällen braucht man 1-2 jahre
> Berufserfahrung. 3.+4. Punkt gehört ja wohl zusammen. Ein
> komplette Meisterschule in Vollzeit geht zwischen 4 bis
> allerhöchstens 12 Monaten.
>
> Zu dem anderen Poster. Andere Länder mögen eine Fachschule
> als akademische Ausbildung auslegen, aber das machen diese
> doch nur, um in Bildungsstatistiken besser da zu stehen. Sind
> wir mal ehrlich, das Niveau einer Meisterschule geht nicht
> über die vielleicht 11. Klasse hinaus und sowas soll man
> akademisch nennen? Dann müsste man ja jeden Abiturienten
> Akademiker nennen. Wenn das Niveau einer Ausbildung nicht
> ausschlaggebend ist für eine Einstufung, wo Abschlüsse
> verglichen werden sollen, was soll denn dann das Kriterium
> sein? Akademiker lernen genauso praktische Inhalte oder haben
> wie ich oft schon eine Ausbildung gemacht und gearbeitet. All
> das wird nicht berücksichtigt. Das ist nichts anderes als ein
> Lobbysieg der IHK/HWK. Eine akademische Ausbildung ist ein
> jahrelanges Studium eines Fachbereiches auf enorm hohem
> Niveau. Gerade Mathe und Physik sind dort sehr wichtig. Es
> sagt keiner, dass Handwerker nicht wichtig sind, man kann sie
> doch aber nichtmal ansatzweise mit einem Akademiker auf eine
> Stufe stellen und ich habe selbst vor meinem Studium
> Ausbildung gemacht + jahre gearbeitet. Ich kenne die Praxis,
> andersrum kennen die Meister aber nicht die Hochschule und
> hier wird die Sache interessant. Die Meister, die zusätzlich
> studiert haben sagen ALLE!, dass ein Studium höher
> anzusiedeln ist als die Meisterschule. Die Meister, die das
> aus Ignoranz oder was auch immer nicht wahrhaben wollen
> meinen, dass ist schon korrekt so und versuchen das mit
> solchen fadenscheinigen Berechnungen wie da oben auch noch zu
> belegen.
>
> Ich hätte auch in knapp 6 monaten Vollzeit meinen
> Industriemeister Chemie machen können, davon hat mir mein
> Chef abgeraten, wenn ich weiterkommen möchte. Statt 6
> Monaten, hab ich nun 6 Jahre zu tun. 1 Jahr Fachabi + 5 Jahre
> Studium. Gut, es ist nun der Master, aber sind wir mal
> ehrlich. Soviel mehr bekommt man in den 3 Semestern auch
> nicht beigebracht. Man ist sozusagen ein Bachelor, der in
> einem Fachgebiet sich weiter eingearbeitet hat. Bei uns ist
> der Master eine reine Spezialisierung des Chemie
> Bachelorstudiums. Das komplette Grundwissen wurde im Bachelor
> beigebracht. Ich und viele meiner Kommilitonen, denen es
> genauso geht wie mir, finden den DQR einfach als
> Lobbyentscheidung. Und ja, ich kenne auch Handwerksmeister,
> die ein Studium versucht haben. Keiner von denen findet
> diesen DQR nun berechtigt.


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   10.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ein "richtiger" Chemiker? Wo lebst du bitte? Alle Bachelor aus meinem Studiengang haben einen Job mit Kusshand bekommen. Ich selbst bin im Master nun und damit stehen die Chancen sogar noch besser. Seit BA + MA gibt es von der Studiendauer her keinen Unterschied mehr zwischen FH und Uni. Promotion ist keine Pflicht, das erzählen nur irgendwelche sensationslüsternen Schundblätter. Habe selbst in der BASF gelernt und hab auch noch genügend Beziehungen dort und weiß, was dort eingestellt wird. Eine Promotion ist denen nicht so wichtig, wie es manche Medien darstellen. Solang es kein einheitliches Promotionsverfahren gibt in Deutschland, ist das auch völlig daneben. In Zeiten, wo ein Arzt in 4-5 Monaten sein Dr machen kann und der Chemiker 4-5 Jahre braucht, ist sowas absolut überzogen. Ein Chemiker mit 5 Jahren Studium reicht völlig aus. Die speziellen Sachen muss man sowieso erst im Betrieb lernen. Ein Studium kann nunmal keine 100 Schwerpunkte vermitteln, dann würde es 20 Jahre dauern. Promotion ist wirklich nur wichtig, wenn du in irgendwelche extremen Forschungsteams möchtest. Der normale Ingenieur im Betrieb ist BA oder MA.

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   10.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Gleich kommt ein Meister und sagt: Der Meister ist viel mehr wert als ein Chemiestudium, da man ja 10 Jahre bis zum Meister braucht :-)

Lounge Gast schrieb:
>
> Ein Chemiestudium dauert wohl nicht nur 5 Jahre? Das hört
> sich sehr nach Fachhochschule an. Ein "richtiger"
> Chemiker hat ohne Promotion eigentlich keine Chance, und das
> geht nur an der Uni und dauert insgesamt sehr viel länger.
>
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Zu dem Poster da oben. Bitter versuch nicht die
> > Ausbildungszeit des Meisters in die Länge zu rechnen. Eine
> > 3,5 jährige Ausbildung ist kein Muss, es gibt genauso
> Meister
> > für 2 jährige Ausbildungen. 5 Jahre Weiterbildungen ist
> > Quark. Sieh dir die Zugangsberechtigungen für die
> > Meisterschule an. In vielen Fällen braucht man 1-2 jahre
> > Berufserfahrung. 3.+4. Punkt gehört ja wohl zusammen. Ein
> > komplette Meisterschule in Vollzeit geht zwischen 4 bis
> > allerhöchstens 12 Monaten.
> >
> > Zu dem anderen Poster. Andere Länder mögen eine Fachschule
> > als akademische Ausbildung auslegen, aber das machen diese
> > doch nur, um in Bildungsstatistiken besser da zu stehen.
> Sind
> > wir mal ehrlich, das Niveau einer Meisterschule geht nicht
> > über die vielleicht 11. Klasse hinaus und sowas soll man
> > akademisch nennen? Dann müsste man ja jeden Abiturienten
> > Akademiker nennen. Wenn das Niveau einer Ausbildung nicht
> > ausschlaggebend ist für eine Einstufung, wo Abschlüsse
> > verglichen werden sollen, was soll denn dann das Kriterium
> > sein? Akademiker lernen genauso praktische Inhalte oder
> haben
> > wie ich oft schon eine Ausbildung gemacht und
> gearbeitet. All
> > das wird nicht berücksichtigt. Das ist nichts anderes
> als ein
> > Lobbysieg der IHK/HWK. Eine akademische Ausbildung ist ein
> > jahrelanges Studium eines Fachbereiches auf enorm hohem
> > Niveau. Gerade Mathe und Physik sind dort sehr wichtig. Es
> > sagt keiner, dass Handwerker nicht wichtig sind, man
> kann sie
> > doch aber nichtmal ansatzweise mit einem Akademiker auf
> eine
> > Stufe stellen und ich habe selbst vor meinem Studium
> > Ausbildung gemacht + jahre gearbeitet. Ich kenne die
> Praxis,
> > andersrum kennen die Meister aber nicht die Hochschule und
> > hier wird die Sache interessant. Die Meister, die
> zusätzlich
> > studiert haben sagen ALLE!, dass ein Studium höher
> > anzusiedeln ist als die Meisterschule. Die Meister, die
> das
> > aus Ignoranz oder was auch immer nicht wahrhaben wollen
> > meinen, dass ist schon korrekt so und versuchen das mit
> > solchen fadenscheinigen Berechnungen wie da oben auch
> noch zu
> > belegen.
> >
> > Ich hätte auch in knapp 6 monaten Vollzeit meinen
> > Industriemeister Chemie machen können, davon hat mir mein
> > Chef abgeraten, wenn ich weiterkommen möchte. Statt 6
> > Monaten, hab ich nun 6 Jahre zu tun. 1 Jahr Fachabi + 5
> Jahre
> > Studium. Gut, es ist nun der Master, aber sind wir mal
> > ehrlich. Soviel mehr bekommt man in den 3 Semestern auch
> > nicht beigebracht. Man ist sozusagen ein Bachelor, der in
> > einem Fachgebiet sich weiter eingearbeitet hat. Bei uns
> ist
> > der Master eine reine Spezialisierung des Chemie
> > Bachelorstudiums. Das komplette Grundwissen wurde im
> Bachelor
> > beigebracht. Ich und viele meiner Kommilitonen, denen es
> > genauso geht wie mir, finden den DQR einfach als
> > Lobbyentscheidung. Und ja, ich kenne auch
> Handwerksmeister,
> > die ein Studium versucht haben. Keiner von denen findet
> > diesen DQR nun berechtigt.


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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ein Ingenieur ist aber nur ein Ingenieur, kein Chemiker!

Lounge Gast schrieb:
>
> Ein "richtiger" Chemiker? Wo lebst du bitte? Alle
> Bachelor aus meinem Studiengang haben einen Job mit Kusshand
> bekommen. Ich selbst bin im Master nun und damit stehen die
> Chancen sogar noch besser. Seit BA + MA gibt es von der
> Studiendauer her keinen Unterschied mehr zwischen FH und Uni.
> Promotion ist keine Pflicht, das erzählen nur irgendwelche
> sensationslüsternen Schundblätter. Habe selbst in der BASF
> gelernt und hab auch noch genügend Beziehungen dort und weiß,
> was dort eingestellt wird. Eine Promotion ist denen nicht so
> wichtig, wie es manche Medien darstellen. Solang es kein
> einheitliches Promotionsverfahren gibt in Deutschland, ist
> das auch völlig daneben. In Zeiten, wo ein Arzt in 4-5
> Monaten sein Dr machen kann und der Chemiker 4-5 Jahre
> braucht, ist sowas absolut überzogen. Ein Chemiker mit 5
> Jahren Studium reicht völlig aus. Die speziellen Sachen muss
> man sowieso erst im Betrieb lernen. Ein Studium kann nunmal
> keine 100 Schwerpunkte vermitteln, dann würde es 20 Jahre
> dauern. Promotion ist wirklich nur wichtig, wenn du in
> irgendwelche extremen Forschungsteams möchtest. Der normale
> Ingenieur im Betrieb ist BA oder MA.


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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ein Ing ist nur ein Ing und kein Chemiker? Da hat jemand ein falsches Weltbild. Wird ein Chemiker erst durch eine Promotion zum Chemiker? Das wär mir neu. Ein Chemiestudium geht bis zum Master 5 Jahre. Zeig mir mal eine Hochschule, die ein Chemiestudium heute mit 6-7 Jahren anbietet?! Dann wäre ja auch ein Maschinenbauer mit 5 Jahren Studium kein Maschinenbauer und ein Biologe genausowenig. Schön etwas dürftig deine Aussagen.

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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also ich weiß nicht ob hier jemand eine Ahnung hat was ein Fachwirt/Meister ist !!??? Berufsausbildung 3 Jahre + 2 JAhre Weiterbildung IHK/Handewerkskammer!!! Studenten die von der Uni kommen sind in Berufen in der wirtschaft nicht so gerne gesehen!!! Dual ist besser!!! Theorie + Praxis!!! Studierte können nur die Theorie nicht die Praxis also müsste ein Student weniger Kenntnisse haben !!!

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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ach und du kannst anscheinend nicht zwischen Voll und Teilzeitausbildungen unterscheiden. 3 jahre Berufsausbildung stimmt, 2 Jahre Meisterschule stimmt nicht. Die längste Meisterschule in Vollzeit geht 12 Monate. Dualstudium ist nur besser, solang du in diesem einen Betrieb bleibst, weil das Studium dann meistens direkt auf den Betrieb ausgerichtet ist. Und dieses Vorurteil, dass ein Student nicht gern gesehen wird im Betrieb, hab ich persönlich noch NIE erlebt im Betrieb und ich war schon bei mehreren großen deutschen Konzernen beschäftigt. Theorie und Praxis hat man auch im Studium, einfach mal die Lehrpläne ansehen. Sicher kennt ein "Neuling" noch nicht die Abläufe im Betrieb, aber das darf man wohl nicht verlangen. Dann dürfte man auch keine betriebsfremden Meister einstellen wollen. Ein Student kann eben beides, theorie und praxis. Wer meint, ein Meister hat mehr Wissen, der sollte mal zum Arzt gehen.

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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Freunde, was ist das hier nur für eine Diskussion...? Nach dem Lesen vieler, mir die Fußnägel aufrollender Postings, möchte ich mal einige Auffälligkeiten beschreiben:

1. 98% der in diesem Thread postenden Bidungseliten - Meister wie Akademiker - haben, trotz ihrer erhöhten Kompetenzen im analytisch-abstrakten Denken, sowohl Intention als auch Funktion des DQR nicht ansatzweise erfasst. Vermeintliche Akademiker bringen sogar Verschwörungstheorien als Erklärung vor ("Frau Schavan und die IHK (!) wollen die Löhne drücken...").

2. Die scheinbare Gegenseite wird jeweils mit Unwissenheitsbomben attackiert: Friseure, Fleischer, KFZ-Mechatroniker etc., mit oder ohne Meisterabschluss, haben mit der IHK NICHTS zu tun, folglich wird die IHK auch keine Lobbyarbeit für o. g. Berufsgruppen betreiben. Hier wird Präzision verlangt, dann sollte diese auch folgen...

3. Während eines BA-Studiums werden die jeweiligen Inhalte im Vergleich zur beruflichen Weiterbildung breiter und tiefer vermittelt, daran gibt es nichts zu rütteln. Allerdings ist das nicht im Entferntesten Grund für irgendwelche Herabwürdigungen beruflich gebildeter - schon gar nicht mit einer lauthals rausgeschrienen Überhöhung der eigenen Intelligenz. Soetwas löst Fremdschämen aus, macht das bitte nicht weiter...!

4. Thema Intelligenz und Niveau: wo wäre der (wesentlich wissenschaftsfundiertere und damit akademischere) B.Sc. im Vergleich zum B.A. einzuordnen? Wo der eher anekdotische B.A. in BWL im Vergleich zum hochabstrakten B.Sc. in Mathematik? Zweitere belächeln erstere ebenfalls. Erstere wenden an, zweitere entwickeln. Master belächeln wiederum den Bachelor und vom Dr.-Grad ist der BA nicht minder weit entfernt als der Meister. Wir sehen: BA/MA/Dr./Meister/Techniker/Fachwirt ist nicht gleich BA/MA/Dr./Meister/Techniker/Fachwirt. Klingt trivial, scheint aber viele hier kognitiv zu überreizen.

Letztendlich haben die hier postenden Bachelor und Meister mehr gemeinsam als sie wollen, beide tragen ihre Minderwertigkeitskomplexe lauthals nach außen: der Meister ist unglücklich über die fehlende Anerkennung seines Abschlusses, der Bachelor wäre gerne mehr als das unterste Glied in der akademischen Kette.

Tip an die besonders lauten Bachelor/Meister-Eliten: gerade bei euch fällt auf, dass erhebliche Defizite in Orthografie und Grammatik bestehen. Denen solltet ihr euch mal analytisch-abstrakt oder praxiserfahren zuwenden ;)


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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wenn Ihr beruflich so miteinander umgeht wie hier im Forum dann tut Ihr mir leid.

Bitte etwas mehr Respekt und wertschätzung an Beide Seiten.
Ob Akademiker, Meister oder sonst was, jeder der arbeitet und steuern zählt verdient etwas mehr Respekt.


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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Nicht alle Meister sind Hauptschüler. Ich denke mal das werden die wenigsten sein. Ich kenn zumindest keinen.

Ich hab z.B Abitur, Ausbildung, Meister und den technisch Betriebswirt hinter mir. Glaubt es oder glaubt es nicht, über Einstiegsgehälter von 45.000euro kann ich Heute nur lachen.

Der zweiteBildungsweg war für mich genau das richtige und wirtschaftlich gesehen der bessere Weg.


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   11.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
An den Poster da oben, der mit seinen ganzen Aufzählungen alles irgendwie runterreden möchte.

Zur entscheidenden Konferenz war lediglich die IHK eingeladen, keinerlei Hochschulvertretung oder ähnliches. Die IHK hat also sehrwohl extreme Lobbyarbeit betrieben. Die Handwerkskammern waren ebenso anwesend.

Und sicher dient der DQR zur weitern Absenkung der Löhne, weil man damit klarstellt, dass auch Meister für BA Stellen geeignet sind. Sie stehen auf der gleichen Stufe! Mehr Angebot und sinkende Löhne. Damit haben gerade Akademiker seit Jahren zu kämpfen. Überlegt mal, warum soviele Akademiker das Land jedes Jahr verlassen?! Jedes Jahr sind es knapp 100.000. Das sind fast ein viertel aller jährlich ausgebildeten Akademiker. Und warum ist das so? Weil das Verhältnis von Lohn zu Ausgaben in Deutschland nicht mehr stimmt. Die absoluten Löhne sind recht hoch europaweit, jedoch haben wir in Deutschland eine weitaus höhere Belastung, allein schon von steuerlicher Sicht. Meine Freundin verdient als Krankenschwester in Österreich mehr als ich, wenn ich in Deutschland arbeiten würde. Man merkt, die Akademiker rennen uns weg, also packen wir die Meister auf eine Stufe mit ihnen. Einfacher kann man rein statistisch das Fachkräfteproblem nicht lösen.

Für eine 6-12 monatige Weiterbildung in Vollzeit auf nicht besonders hohem Niveau, kenne persönlich die Lehrpläne und auch Meisterschüler, wird der Facharbeiter (Stufe 4) um gleich zwei Stufen angehoben. Macht der gleiche Facharbeiter über den zweiten Bildungsweg ein Studium zum Bachelor. Also ein Jahr Fachabitur + 3-4 Jahre Studium, landet er auf der gleichen Stufe. Das kann doch absolut nicht Sinn der Sache sein. Und selbst die "reinen" Studenten, die direkt übers Abitur zum Studium gekommen sind, da frag ich mich, hat das Abitur überhaupt keinen Wert hier? So wie der Facharbeiter seine 3 jährige Ausbildung hat, hat der Akademiker meistens sein 3 jähriges Abitur. Niveau beim Abi höher. Der Meister kann nach einem Jahr seinen Meister in 6-12 Monaten machen, der Bachelor macht 3-4 Jahre, wiederum auf höherem Niveau. Warum ist der Meister die einzigste im DQR befindliche Ausbildung, die aufgrund ihrer Berufserfahrung so eine Aufwertung rechtfertigt? Es geht doch um die Ausbildungen. Ein Akademiker kann genauso vor dem Studium schon 20 Jahre als Facharbeiter gearbeitet haben. Das tut nichts zur Sache, es geht einfach um die Qualtität der Ausbildungen. Im Endeffekt hat der Meister nach der 10. Klasse 3 Jahre Gesellenausbildung + max 1 Jahr Meister (Vollzeit). Die Berufstätigkeit zwischen Meister und Gesellenausbildung ist absolut irrelevant, da es um die Ausbildungen geht. Reine Ausbildungszeit beim Akademiker = 3 jahre Abitur + 3-4 jahre Bachelorstudium = 6-7 Jahre reine Ausbildungszeit!

Diese Einordnung ist einfach nicht gerechtfertigt. Das wurde einfach wieder über den Zaun gebrochen. Wenn selbst Meister, die anschließend studiert haben, diese Einstufung für absoluten Quatsch halten, dann sollte man sich das mal zu Herzen nehmen. Sie haben den Vergleich!


[auf diesen Beitrag antworten]

   12.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ne ist klar: TIP mit einem p schreiben und etwas über die Grammatik aussagen wollen....

>
> Tip an die besonders lauten Bachelor/Meister-Eliten: gerade
> bei euch fällt auf, dass erhebliche Defizite in Orthografie
> und Grammatik bestehen. Denen solltet ihr euch mal
> analytisch-abstrakt oder praxiserfahren zuwenden ;)


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   12.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
97% aller Meister bleiben nach der Schule weiterhin ganz normaler Facharbeiter mit dem gleichen Gehalt in der Firma. In Zeiten in denen 8 von 9 Personen nen Meister machen ist das nunmal so... Kenne ne ganze Hand von Firmen, bei denen so gut wie jeder nen Meister Abschluss hat aber ganz normal arbeitet. Mehr Geld gibts nur, wenn es einen entsprechenden Job für den Meister gibt, die sind aber Mangelware - Als Techniker sieht das schon anders aus, die bringen meiner Meinung nach auch wesentlich mehr Fach Qualifaktion mit als nen Meister. Mit nem Bachelor / FH Diplom bekommt man in der Regel von Anfang an wesentlich mehr Geld (Aber auch nicht immer, z.B in kleineren Firmen)

Lounge Gast schrieb:
>
> Nicht alle Meister sind Hauptschüler. Ich denke mal das
> werden die wenigsten sein. Ich kenn zumindest keinen.
>
> Ich hab z.B Abitur, Ausbildung, Meister und den technisch
> Betriebswirt hinter mir. Glaubt es oder glaubt es nicht, über
> Einstiegsgehälter von 45.000euro kann ich Heute nur lachen.
>
> Der zweiteBildungsweg war für mich genau das richtige und
> wirtschaftlich gesehen der bessere Weg.


[auf diesen Beitrag antworten]

   13.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Natürlich verdienen deutsche Fachkräfte wie Krankenschwestern im Ausland deutlich besser, weil dort das Lohnniveau insgesamt höher ist. Deutsche Handwerker und Facharbeiter können in den skandinavischen Ländern locker das Doppelte verdienen. Bei den Bachelors dürfte das aber nicht so sicher sein.


Lounge Gast schrieb:
>
> An den Poster da oben, der mit seinen ganzen Aufzählungen
> alles irgendwie runterreden möchte.
>
> Zur entscheidenden Konferenz war lediglich die IHK
> eingeladen, keinerlei Hochschulvertretung oder ähnliches. Die
> IHK hat also sehrwohl extreme Lobbyarbeit betrieben. Die
> Handwerkskammern waren ebenso anwesend.
>
> Und sicher dient der DQR zur weitern Absenkung der Löhne,
> weil man damit klarstellt, dass auch Meister für BA Stellen
> geeignet sind. Sie stehen auf der gleichen Stufe! Mehr
> Angebot und sinkende Löhne. Damit haben gerade Akademiker
> seit Jahren zu kämpfen. Überlegt mal, warum soviele
> Akademiker das Land jedes Jahr verlassen?! Jedes Jahr sind es
> knapp 100.000. Das sind fast ein viertel aller jährlich
> ausgebildeten Akademiker. Und warum ist das so? Weil das
> Verhältnis von Lohn zu Ausgaben in Deutschland nicht mehr
> stimmt. Die absoluten Löhne sind recht hoch europaweit,
> jedoch haben wir in Deutschland eine weitaus höhere
> Belastung, allein schon von steuerlicher Sicht. Meine
> Freundin verdient als Krankenschwester in Österreich mehr als
> ich, wenn ich in Deutschland arbeiten würde. Man merkt, die
> Akademiker rennen uns weg, also packen wir die Meister auf
> eine Stufe mit ihnen. Einfacher kann man rein statistisch das
> Fachkräfteproblem nicht lösen.
>
> Für eine 6-12 monatige Weiterbildung in Vollzeit auf nicht
> besonders hohem Niveau, kenne persönlich die Lehrpläne und
> auch Meisterschüler, wird der Facharbeiter (Stufe 4) um
> gleich zwei Stufen angehoben. Macht der gleiche Facharbeiter
> über den zweiten Bildungsweg ein Studium zum Bachelor. Also
> ein Jahr Fachabitur + 3-4 Jahre Studium, landet er auf der
> gleichen Stufe. Das kann doch absolut nicht Sinn der Sache
> sein. Und selbst die "reinen" Studenten, die direkt
> übers Abitur zum Studium gekommen sind, da frag ich mich, hat
> das Abitur überhaupt keinen Wert hier? So wie der
> Facharbeiter seine 3 jährige Ausbildung hat, hat der
> Akademiker meistens sein 3 jähriges Abitur. Niveau beim Abi
> höher. Der Meister kann nach einem Jahr seinen Meister in
> 6-12 Monaten machen, der Bachelor macht 3-4 Jahre, wiederum
> auf höherem Niveau. Warum ist der Meister die einzigste im
> DQR befindliche Ausbildung, die aufgrund ihrer
> Berufserfahrung so eine Aufwertung rechtfertigt? Es geht doch
> um die Ausbildungen. Ein Akademiker kann genauso vor dem
> Studium schon 20 Jahre als Facharbeiter gearbeitet haben. Das
> tut nichts zur Sache, es geht einfach um die Qualtität der
> Ausbildungen. Im Endeffekt hat der Meister nach der 10.
> Klasse 3 Jahre Gesellenausbildung + max 1 Jahr Meister
> (Vollzeit). Die Berufstätigkeit zwischen Meister und
> Gesellenausbildung ist absolut irrelevant, da es um die
> Ausbildungen geht. Reine Ausbildungszeit beim Akademiker = 3
> jahre Abitur + 3-4 jahre Bachelorstudium = 6-7 Jahre reine
> Ausbildungszeit!
>
> Diese Einordnung ist einfach nicht gerechtfertigt. Das wurde
> einfach wieder über den Zaun gebrochen. Wenn selbst Meister,
> die anschließend studiert haben, diese Einstufung für
> absoluten Quatsch halten, dann sollte man sich das mal zu
> Herzen nehmen. Sie haben den Vergleich!


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   13.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Viele Wiwi-Absolventen werden wohl Stellen besetzen, die früher ein kaufmännischer Angestellter bekleidet hat.

Lounge Gast schrieb:
>
> 97% aller Meister bleiben nach der Schule weiterhin ganz
> normaler Facharbeiter mit dem gleichen Gehalt in der Firma.
> In Zeiten in denen 8 von 9 Personen nen Meister machen ist
> das nunmal so... Kenne ne ganze Hand von Firmen, bei denen
> so gut wie jeder nen Meister Abschluss hat aber ganz normal
> arbeitet. Mehr Geld gibts nur, wenn es einen entsprechenden
> Job für den Meister gibt, die sind aber Mangelware - Als
> Techniker sieht das schon anders aus, die bringen meiner
> Meinung nach auch wesentlich mehr Fach Qualifaktion mit als
> nen Meister. Mit nem Bachelor / FH Diplom bekommt man in der
> Regel von Anfang an wesentlich mehr Geld (Aber auch nicht
> immer, z.B in kleineren Firmen)
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Nicht alle Meister sind Hauptschüler. Ich denke mal das
> > werden die wenigsten sein. Ich kenn zumindest keinen.
> >
> > Ich hab z.B Abitur, Ausbildung, Meister und den technisch
> > Betriebswirt hinter mir. Glaubt es oder glaubt es nicht,
> über
> > Einstiegsgehälter von 45.000euro kann ich Heute nur
> lachen.
> >
> > Der zweiteBildungsweg war für mich genau das richtige und
> > wirtschaftlich gesehen der bessere Weg.


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   13.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich hatte auch studiert - damals noch Magister und nicht die BA/MA Trennung - und bin nun froh im Anblick der überheblichen Kommentare, mein Studium gegen eine Ausbildung eingetauscht zu haben!
Kommentare wie "Leute, die in der Schule verkackt haben..." find ich absolut unangebracht. Wenn jemand eine Ausbildung macht, bedeutet dies nicht, dass derjenige nicht in der Lage wäre zu studieren oder nichts drauf hat. Bei meiner Ausbildung waren fast nur Abiturienten oder auch ehemalige Studenten.
Studenten haben mehr Theoriewissen...aber wenig Praxiserfahrung. Dann sind sie in der Lage, Probleme im Kopf zu lösen, aber haben vielleicht keine Ahnung, ob das in der Praxis wirklich so funktioniert...
In der Ausbildung hast du auch Theorie - man lernt sie eben, in dem man praktisch arbeitet, ebenso mögliche Problemlösungen.
Und mal ehrlich: nicht jeder Student rettet nachher die Welt mit einer glorreichen Idee oder Erfindung, sondern arbeitet letztlich auch nur am Schreibtisch gegenüber eines z.B. Mediengestalters.
Natürlich sind Studiengänge komplexer, aber oft lernt man auch Dinge, die man ohnehin nicht mehr braucht und wenn man sich manchmal anschaut, welche Leute Abitur haben und studieren...nunja.
Und Bachelor allein bringt den meisten ohnehin auch nichts. Du benötigst eigentlich einen Master obendrauf.
Dann ist es vielleicht sicherer, wenn man gleich einen bestimmten Beruf anstrebt und nach der Ausbildung übernommen wird, als später mit großem Ego und Bachelor-Zeugnis dennoch nicht eingestellt zu werden.
Also stellt euch nicht so an!


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   13.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich halte diese Gleichstellung für durchweg Positiv, denn in der Praxis zeigt sich deutlich das "Nur" Theoretiker nicht als höherwertig einzustufen sind wie Menschen, die neben ihrer Arbeit die Meisterweiterbildung absolviert haben, die wohlgemerkt nicht als einfach einzustufen ist. Das ist auch Doppelbelastung, wird aber eben gerne in der Theorie übersehen. Als Student kann man übrigens auch Geld verdienen, das so nebenbei erwähnt.

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   13.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wie kommen die ganzen Meister eigentlich immer darauf, dass Bachelor allesamt reine Theoretiker sind? Habt ihr schon mit sovielen Bachelors zusammengearbeitet, dass ihr das so genau wisst? Und hört auf, den Meister mit 10 Jahren Berufserfahrung mit dem Bachelor frisch von der Uni zu vergleichen. Es ist klar, dass der Meister in den 10 Jahren Berufspraxis gelernt hat. Das macht der Bachelor aber auch und was ist dann? Ist ein BA mit 10 Jahren Berufserfahrung immernoch gleichwertig, mit einem Meister, der 10 Jahre vorzuweisen hat? Berufserfahrung hat hier rein garnichts zu suchen. Der DQR vergleicht AUSBILDUNGEN und nicht, wer hat mehr Berufserfahrung! Habt ihr euch mal die Meisterschulen angesehen? Es sind genauso SCHULEN, wo kaum noch platz für wirkliche Praxis ist. Diese "Praxis" auf die sich die Meister hier so stützen, bekommt wirklich jeder Arbeitnehmer, ob Meister, Techniker, Bachelor, Master, Doktor....... Ein Bachelor mit ähnlicher Berufserfahrung liegt vor dem Meister, das ist absolut keine Frage, aber wenn das einzige Argument der Meister irgendwelche Vorurteile vom theoretischen Fachidioten sind, der nie irgendwelche Praxiserfahrung erlangt, dann fühl ich mich bestätigt, dass ich recht hab.

Sobald ein Akademiker sagt, meine Ausbildung war länger und härter, heißt es sofort, du bist überheblich. Sind die Meister überheblich, wenn sie sagen, meine Ausbildung ist höher einzustufen als die des Gesellen? Sicherlich nicht. Es ist nur wiedermal diese typische Neiddebatte, die bösen Akademiker gegen den malochenden Handwerker. Wenn man objektiv die Ausbildungen vergleicht, was eigentlich der Sinn des DQR sein sollte, dann MUSS der Bachelor höher liegen. Berufserfahrung kann jeder unterschiedlich haben, das hat nix mit vergleichen von Ausbildung zu tun.


[auf diesen Beitrag antworten]

   13.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Sicher ist es schön, dass die Meister sich weitergebildet haben... Allerdings vergessen die immer, dass diese Weiterbildung auf einem deutlich tieferen Niveu statt gefunden hat, wie bei einem Studium! Ein Bachelor E-Technik ist nunmal um Welten schwerer als ein E Technik Meister, bei dem die meisten Absolventen Hauptschule / Realschule haben. Alleine darum geht es den Bachelor. Die Bachelor mussten sich jahre lang durch eine schwerere Schule und einem schweren Studium quälen. >
> Vergleichbar ist damit heute ein Staatlich geprüfter
> Techniker. Was in der DDR FH ähnlich war, sind
> IngenieurHOCHschulen.


[auf diesen Beitrag antworten]

   14.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das ist das lächerlichste was ich je gesehen habe...

Wenn die Meisterschule 2 Jahre geht, dann weil die feinen Herren die Teilzeitvariante gewählt haben, bei der man einmal die Woche hintrottelt zur IHK oder Handwerkskammer - Es gibt Meister in Vollzeit, die sind in 4 Monaten zu absolvieren!

Da kommt jetzt also Jemand, macht z.B ne 3 jährige betriebliche Ausbildung mit einmal die Woche Berufsschule und direkt danach 6 Monate Meister und will erzählen, dass die Ausbildung 10 Jahre dauert?

Ganz ehrlich: Was in der Ausbildung oder im Meisterkurs in 6 Monaten durchgenommen wird kommt, wird im Studium in 6 Wochen durchgezogen! Das ganze dann aber 7 Semester lang....

Lounge Gast schrieb:
>
> Also viel Ahnung von der Realität hat hier offensichtlich
> niemand!
> Die Dauer der Ausbildung zum Meister im Handwerk sieht so aus:
> 1. 3,5 Jahre Lehre
> 2. 5,0 Jahre minimum Weiterbildung in möglichst vielen
> verschiedenen Betrieben, Seminaren und Kursen
> 3. 1,5 Jahre Meisterschule
> 4. 0,5 Jahre Prüfungen.
>
> Das macht unter dem Strich mindestens 10,5 Jahre Ausbildung!
> Das ist ein harter und langer Weg, den sicher kaum einer von
> den Damen und Herren Studenten gehen würde.
> Worüber regt Ihr Euch also dann noch auf.
>
> Übrigens ist die offizielle Bezeichnung für Handwerksmeister:
> "Master"


[auf diesen Beitrag antworten]

   15.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich glaube 6 Wochen ist übertrieben...
Ich habe einen Techniker (dann Maschinenbau studiert) und dachte bei ein paar Fächern ich hätte da einen Vorteil. Nun ja, die Themen die mir bekannt waren, waren dann nach 3 Vorlesungen durch und dann ging die harte Arbeit los. Ca. der zehnfache Aufwand als im Techniker, bin auch mehrmals durchgefallen, jedes Wochenende fast durchgelernt, 4 harte Jahre. Und jetzt sagt man mir, dass das umsonst war, weil meine vorherige Ausbildung den gleichen Wert haben soll!?!?! Es ist sowas von lächerlich!

Lounge Gast schrieb:
>
> Das ist das lächerlichste was ich je gesehen habe...
>
> Wenn die Meisterschule 2 Jahre geht, dann weil die feinen
> Herren die Teilzeitvariante gewählt haben, bei der man einmal
> die Woche hintrottelt zur IHK oder Handwerkskammer - Es gibt
> Meister in Vollzeit, die sind in 4 Monaten zu absolvieren!
>
> Da kommt jetzt also Jemand, macht z.B ne 3 jährige
> betriebliche Ausbildung mit einmal die Woche Berufsschule und
> direkt danach 6 Monate Meister und will erzählen, dass die
> Ausbildung 10 Jahre dauert?
>
> Ganz ehrlich: Was in der Ausbildung oder im Meisterkurs in 6
> Monaten durchgenommen wird kommt, wird im Studium in 6 Wochen
> durchgezogen! Das ganze dann aber 7 Semester lang....
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Also viel Ahnung von der Realität hat hier offensichtlich
> > niemand!
> > Die Dauer der Ausbildung zum Meister im Handwerk sieht
> so aus:
> > 1. 3,5 Jahre Lehre
> > 2. 5,0 Jahre minimum Weiterbildung in möglichst vielen
> > verschiedenen Betrieben, Seminaren und Kursen
> > 3. 1,5 Jahre Meisterschule
> > 4. 0,5 Jahre Prüfungen.
> >
> > Das macht unter dem Strich mindestens 10,5 Jahre
> Ausbildung!
> > Das ist ein harter und langer Weg, den sicher kaum einer
> von
> > den Damen und Herren Studenten gehen würde.
> > Worüber regt Ihr Euch also dann noch auf.
> >
> > Übrigens ist die offizielle Bezeichnung für
> Handwerksmeister:
> > "Master"


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   15.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Meister ist ne Massenausbildung bei der es meiner Meinung nach primär nur einen Gewinner gibt: Die IHK und die Handwerkskammer, die sich daran dumm und dämlich verdienen. Ansonsten bringt einen diese Weiterbildung doch kaum weiter, da sie fast jeder hat...

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   15.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
- kann man von BWL eigentlich auch behaupten. Einfach IHK durch Uni und FH ersetzen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Meister ist ne Massenausbildung bei der es meiner Meinung
> nach primär nur einen Gewinner gibt: Die IHK und die
> Handwerkskammer, die sich daran dumm und dämlich verdienen.
> Ansonsten bringt einen diese Weiterbildung doch kaum weiter,
> da sie fast jeder hat...


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   15.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Der BWLer hat aber immernoch mehr Fachwissen, was er anwenden kann und das sagt jemand, der kein BWL studiert hat. Es ist einfach eine Neiddebatte der Meister, die diesen Schund namens DQR auch noch glauben. Oben wurde es gut beschrieben, der DQR soll die Ausbildungen vergleichen und nicht, wer hat mehr Berufserfahrung, sowas hat in einem Ausbildungsvergleich rein garnichts zu suchen! Es müssen INHALTE und DAUER der Ausbildungen verglichen werden. Der Vergleich Meister mit 20 Jahren Erfahrung gegen Bachelor frisch von der Schule ist einfach Rhetorik und hat bei so einem Vergleich nichts verloren.

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   22.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
"Denn ein Betriebswirt/Meister/Techniker hat ein um Welten schlechteres komplex analytisches Denken und wird daher nie entsprechende komplexe Aufgaben erledigen können. Wenn das aber mit dieser vergleichbarkeit vorgegaukelt wird, wird das langfristig nur schaden!"

So viel Borniertheit ist kaum zu glauben. Arroganz ersetzt keine Bildung. Kennen sie den Rekordhalter im Patente anmelden? Nein? Googlen Sie doch mal. Es ist Herr Fischer? Fischerdübel!!! Von Beruf: Maschinenbaumeister. Wer als Maschinenbaumeister die oben genannten Fähigkeiten nicht aufbringen kann, wird auch sicher nicht durch eine Meisterprüfung gelangen. Wurden Sie auch in 26 verschiedenen Fachbereichen geprüft? Nein? Wie unterqualifiziert!

Das traurige an der Sache ist, dass Sie sicher auch noch an das glauben, was sie dort schreiben und anderen Menschen so entgegentreten. Viel Spaß als Vorgesetzter. Ich würde Sie als Vorgesetzter jeden Tag gegen die Wand laufen lassen, was im übrigen sehr oft mit solchen Menschen jeden Tag passiert. Die Pädagogik bietet viele Lernmethoden. Eine heißt "lernen aus der Erfahrung anderer" und wird als das einfachste Modell angesehen. Es gibt auch das Modell "lernen durch Versagen", weil keiner mit einem die Erfahrungen teilen will.


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   23.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Es gibt viele andere Beispiele, z.B. den genialen Motorrad-Konstrukteur Friedel Münch ("Münch Mammut").
Und natürlich laufen in der Realität viele der so stolzen Hochschulabsolventen ins Leere. Karriere ist keine Einbahnstraße, sie kann auch von oben oder von der Mitte aus nach ganz unten führen.


Lounge Gast schrieb:
>
> "Denn ein Betriebswirt/Meister/Techniker hat ein um
> Welten schlechteres komplex analytisches Denken und wird
> daher nie entsprechende komplexe Aufgaben erledigen können.
> Wenn das aber mit dieser vergleichbarkeit vorgegaukelt wird,
> wird das langfristig nur schaden!"
>
> So viel Borniertheit ist kaum zu glauben. Arroganz ersetzt
> keine Bildung. Kennen sie den Rekordhalter im Patente
> anmelden? Nein? Googlen Sie doch mal. Es ist Herr Fischer?
> Fischerdübel!!! Von Beruf: Maschinenbaumeister. Wer als
> Maschinenbaumeister die oben genannten Fähigkeiten nicht
> aufbringen kann, wird auch sicher nicht durch eine
> Meisterprüfung gelangen. Wurden Sie auch in 26 verschiedenen
> Fachbereichen geprüft? Nein? Wie unterqualifiziert!
>
> Das traurige an der Sache ist, dass Sie sicher auch noch an
> das glauben, was sie dort schreiben und anderen Menschen so
> entgegentreten. Viel Spaß als Vorgesetzter. Ich würde Sie als
> Vorgesetzter jeden Tag gegen die Wand laufen lassen, was im
> übrigen sehr oft mit solchen Menschen jeden Tag passiert. Die
> Pädagogik bietet viele Lernmethoden. Eine heißt "lernen
> aus der Erfahrung anderer" und wird als das einfachste
> Modell angesehen. Es gibt auch das Modell "lernen durch
> Versagen", weil keiner mit einem die Erfahrungen teilen
> will.


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   23.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das war ja wohl nichts... Fischer-Dübel... Schonmal nen Dübel entwickelt? Es ist klar, dass man jeden einzelnen Dübel als Sachpatent anmelden muss und daher auch diese Masse zustande kommt. Da steckt ja auch kein großer Entwicklungsaufwand dahinter oder wollen sie die Patentierung eines Dübels gleichsetzen mit der Patentierung eines Motors oder einer Maschine? Jeder, der sich etwas im Patentrecht auskennt weiß, dass man an so einem Dübel nur einen Haken oder etwas ändern muss, dann wirkt das "alte" Patent schon nicht mehr auf das neue Produkt, also muss ein neues Sachpatent angemeldet werden.

In was für 26 "Fachbereichen" wird denn ein Meister geprüft? Welchen Umfang haben denn diese 26 Fachbereiche, wenn eine Meisterschule in Vollzeit gerade mal ein paar Monate geht?! Wahrscheinlich zählen sie jede Teilüberschrift ihrer 4 Module als Fachbereich, dann kommt der Bachelor aber auf hunderte ^^ Welches Niveau wird denn dort vermittelt? Hier versucht wieder nur einer mit Zahlen zu beeindrucken, anstatt mal objektiv die Ausbildungen zu vergleichen. Das hat nichts mit Borniertheit oder Arroganz zu tun. Jeder der studiert hat weiß, dass ein Studium höher einzuordnen sind, sogar die Meister und Techniker sagen das, welche ein Studium angeschlossen haben. Sind diese dann auch arrogant? Manche Meister holen immer die "arrogante Akademiker" Keule raus, sobald man der Meinung ist, dass man eine weitaus höherwertige Ausbildung genossen hat, selbst wenn es nunmal so Fakt ist.

Es ist einfach Neid und Missgunst, die in der Arbeiterklasse seit Jahrzehnten gegenüber den Akademikern auf dem Vormarsch sind. Ich selbst habe eine betriebliche Ausbildung gemacht, dutzende Meister, Techniker etc kennen gelernt, die alle so abwertend über die sogenannten Fachidioten hergezogen sind. Ich selbst kenne Meister, die in der Realschule damals nen Schnitt >3,0 gehabt hatten und nun trotzdem als Meister ihres Fachs dastehen mit einem überdurchschnittlichen Abschluss. Mehrere geben sogar offen und ehrlich zu, dass sie durch die Meisterprüfungen garnicht durchfallen konnten, weil die Prüfungsaufgaben teilweise Tage vorher in ähnlicher Form durchgerechnet wurden. In der Prüfung dann gleiche Aufgaben mit anderen Zahlen. Dann kamen wir in einem Gespräch zum Thema Lernaufwand. Da meinten ein paar, mit denen ich damals immerhin meine Ausbildung gemacht habe, weniger als in unserer Ausbildungszeit. Sie haben den Meister gern ohne großen Aufwand einfach mitgenommen, weil es ihre Berufs-Chancen steigert. Wahre Aussagen von Leuten, die mit mitte 20 ihren Meister hatten.


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   23.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das es dem Studenten, der erst Fachabitur oder Abitur gemacht hat nicht schmeckt, dass ihm ein Techniker oder Meister gleichgestellt wird, kann ich durchaus verstehen.
Aber zu sagen, dass man dafür ja nur Hauptschulabschluss und ne Ausbildung braucht und es somit weniger Wert ist, halte ich für nicht ganz richtig.
Erstens; Man erhält mit der Ausbildung auch die Fachoberschulreife. Sprich, Realschulabschluss.
Zweitens; In meinem Fall mache ich neben dem Beruf auch den Techniker. Ich mache dies in Form eines Fernstudiums, da ich Schichtarbeiter bin. Die Leistung, welche ich erbringen muss, ist enorm. 19 Prüfungen in den verschiedensten Fächern, eine Facharbeit und 4 Staatliche Prüfungen. Alles auf dem aktuellen Bildungsniveau. Da finde ich die Gleichsstellung richtig. Ich bin zwar kein Bachelor, aber ich bin ihm gleichgestellt.
Ich habe ja dann auch keinen Meister und bin ihm trotzdem gleichgestellt.
Man darf nicht vergessen: Techniker oder Meister nehmen dem Bachelor ja nicht die Aufgabenbereiche, die für einen Bachelor vorgesehen sind weg.
Aber die zu erbringende Leistung dürfte nahezu gleich sein.
Der Bachelor hat Abitur und Techniker und Meister haben die fachliche Kompetenz durch die Ausbildung. Das sollte in meinen Augen gleich angesehen werden.


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   23.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Eine echt arrogante Behauptung. Sowas kann von keinem Kommen, der den Meister gemacht hat.
Arbeiten (im Handwerk!!!), danach zur Schule und dann noch lernen.
Das solltest du erstmal nachmachen. Dann kannst du große Behauptungen aufstellen. 16-20 Stunden Tage sind da nicht selten.
Gerade im Handwerk sind überstunden an der Tagesordnung. Danach noch zur HK die Schulbank drücken und dann zu Hause lernen. Mach das ertmal nach, dann überlegst du dir deine naive Aussage nochmal!

Lounge Gast schrieb:
>
> Meister ist ne Massenausbildung bei der es meiner Meinung
> nach primär nur einen Gewinner gibt: Die IHK und die
> Handwerkskammer, die sich daran dumm und dämlich verdienen.
> Ansonsten bringt einen diese Weiterbildung doch kaum weiter,
> da sie fast jeder hat...


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   23.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Dann ist man doch selbst schuld, wenn man den Meister in Teilzeit macht. Das ändert doch nichts an dem Umfang und dem Niveau der Ausbildung. Es gibt ebenso Studenten, die ihr Studium als Fernstudium absolvieren. Geht es denen anders? Es geht nicht darum, in welcher Form ihr die Ausbildung macht, sondern wie lang die Ausbildung geht, wieviel vermittelt wird und auf welchem Niveau. Wieviele Studenten müssen neben Vorlesungen, Seminaren, Praktikas etc noch arbeiten gehen. Man muss für diesen Vergleich die Ausbildungen auf einen Nenner bringen, sprich... Dauer der Ausbildungen (auf Vollzeit bezogen), Umfang und Niveau. Denkste Studenten haben kurze Arbeitstage? 12-15 Std sind da auch keine Seltenheit pro Tag und das, wenn man nicht unbedingt noch nebenbei arbeiten geht.

Seht euch doch die Gewinnentwicklung der IHK und HKW an, die sind explodiert in den letzten 10 Jahren. Fast jeder macht einen Meister heutzutage. In meinem Lehrbetrieb hatte die Mehrzahl der Mitarbeiter einen Meister und waren trotzdem nur als Facharbeiter angestellt. Es ist eine Massenausbildung geworden. seht euch mal die heutige Generation von Meistern an. Ich sehe es selbst bei meinen ehemaligen Azubikollegen bzw Arbeitskollegen. Sry aber selbst die Dümmsten haben jetzt einen Meister gemacht.


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   24.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
was soll denn "auf dem aktuellen niveau" bedeuten. Es gibt matheprobleme die 100 jahre alt sind und keiner lösen kann.
Zeigt nur dass meister eben keine ahnung von ausbildungsniveaufragen haben


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   24.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
und bezüglich dem ersten Eintrag mit dem 16-wöchigem Meister-Lehrgang.....der wird in der Praxis nicht wirklich anerkannt....die kann man voll vergessen!!!...wenn ich schon meinen Meister mache, dann bitte in einer Schule über berufsbegleitend mehrere Jahre, oder aber in Vollzeit (was natürlich bedeutet, dass ich ebenfalls auf meinen Lohn verzichte, was ich persönlich auch tu, nur dass ich meinen Betriebswirt in Vollzeit mache....)

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   24.05.12
  Micha1203
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
kurz zu meinem Lebenslauf:

Wirtschaftsschule, dreijährige kaufmännische Ausbildung, danach 5 Jahre im Betrieb kaufmännisch gearbeitet. November 2011 angefangen in Vollzeit den Wirtschaftsfachwirt zu machen (habe also meinen Job gekündigt; Voraussetzung für den Fachwirt war Wirtschaftsschule, kaufmännische Ausbildung und Berufserfahrung) und bin seit 2 Wochen in der Weiterbildung zum Betriebswirt (auch in Vollzeit, auf die Ergebnisse des Fachwirtes warte ich fieberhaft...denn der ist die Voraussetzung für den Betriebswirt) und bin hoffentlich - wenn alles klappt - im Mai 2013 mit allem durch. Der Betriebswirt wird dann einem Bachelor gleichgestellt, allerdings nur einem der Fachhochschule - sprich es ist kein akademischer Abschluss und international erst recht nicht gültig....Der Stoff des Fach- und Betriebswirtes wird insgesamt innerhalb 1,5 Jahre in einen "reingeprügelt"....wir haben jeden Tag ganz normal Vorlesungen, jeden Tag 8 Stunden und die haben es in sich! Da wir aber alle Praxierfahrungen haben, geht es natürlich etwas schneller bzw weil wir vieles bereits in der Wirtschaftsschule bzw in der Ausbildung schon gelernt haben. Diese 1,5 Jahre kosten mich allein an Studiengebühren (in Bayern) ca 6500 Euro (und wie gesagt: wir haben auch keinen Lohn, haben aber alle bereits schon mit einem gelebt - somit eine harte Umstellung, haben auch eigene Wohungen, manche sogar Familie....). Ich finde es durchaus fair, dass wir die Chance haben zumindest mit einem Fachhochschulabschluss aus der Weiterbildung rauszugehen! Wir haben vielleicht nicht so sehr das analytische und mathematische Denken, dafür haben wir wesentlich mehr Praxiserfahrung! Nächstes Jahr, wenn ich mit dem Abschluss fertig bin, bin ich dann auch schon 27 Jahre alt...also es kommt fast aufs selbe hinaus....

Zu dem ersten Eintrag: diese 16-wöchigen Meister-Lehrgänge (oder wie das war...) finde ich persönlich eh totalen Quatsch!!! Das kann man nicht mal mit meinem Abschluss vergleichen, der wird auch in der Praxis nicht wirklich anerkannt......geschweige denn dann natürlich gegenüber eines Studiums! Der Vorteil des Studiums: ihr seid viiiiiel tiefer drin, als wir es je schaffen werden, dafür habt ihr ja auch einen akademischen Titel und könnt ihn weltweit verwenden...- was uns nun mal fehlt....


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   25.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
1. Uni und FH bachelor sind rechtlich absolut gleichgestellt.
2. Allein dass der Stoff aus Ausbildung/Praxiserfahrung/Wirtschaftsschule dafür sorgt dass es schneller geht, zeigt dass das ganze nichts mit einem echten Studium zu tun hat.


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   25.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Respekt, das macht durchaus Sinn! Und eigentlich haben ja auch die Fachhochschulen mal diese Aufgabenstellung gehabt, nämlich Facharbeiter und kaufmännische Angestellte in kurzer Zeit (3 Jahre) weiterzuqualifizieren. Der Facharbeiter ist auf die Ingenieurschule bzw. Fachhochschule gegangen und hat da seinen Ingenieur "gebaut". Praxisorientiert, nicht allzu schwer, im Gegensatz zur theoretischen Ausbildung an den technischen Hochschulen und Unis. Haben viele schon vergessen.

Micha1203 schrieb:
>
> kurz zu meinem Lebenslauf:
>
> Wirtschaftsschule, dreijährige kaufmännische Ausbildung,
> danach 5 Jahre im Betrieb kaufmännisch gearbeitet. November
> 2011 angefangen in Vollzeit den Wirtschaftsfachwirt zu machen
> (habe also meinen Job gekündigt; Voraussetzung für den
> Fachwirt war Wirtschaftsschule, kaufmännische Ausbildung und
> Berufserfahrung) und bin seit 2 Wochen in der Weiterbildung
> zum Betriebswirt (auch in Vollzeit, auf die Ergebnisse des
> Fachwirtes warte ich fieberhaft...denn der ist die
> Voraussetzung für den Betriebswirt) und bin hoffentlich -
> wenn alles klappt - im Mai 2013 mit allem durch. Der
> Betriebswirt wird dann einem Bachelor gleichgestellt,
> allerdings nur einem der Fachhochschule - sprich es ist kein
> akademischer Abschluss und international erst recht nicht
> gültig....Der Stoff des Fach- und Betriebswirtes wird
> insgesamt innerhalb 1,5 Jahre in einen
> "reingeprügelt"....wir haben jeden Tag ganz normal
> Vorlesungen, jeden Tag 8 Stunden und die haben es in sich! Da
> wir aber alle Praxierfahrungen haben, geht es natürlich etwas
> schneller bzw weil wir vieles bereits in der
> Wirtschaftsschule bzw in der Ausbildung schon gelernt haben.
> Diese 1,5 Jahre kosten mich allein an Studiengebühren (in
> Bayern) ca 6500 Euro (und wie gesagt: wir haben auch keinen
> Lohn, haben aber alle bereits schon mit einem gelebt - somit
> eine harte Umstellung, haben auch eigene Wohungen, manche
> sogar Familie....). Ich finde es durchaus fair, dass wir die
> Chance haben zumindest mit einem Fachhochschulabschluss aus
> der Weiterbildung rauszugehen! Wir haben vielleicht nicht so
> sehr das analytische und mathematische Denken, dafür haben
> wir wesentlich mehr Praxiserfahrung! Nächstes Jahr, wenn ich
> mit dem Abschluss fertig bin, bin ich dann auch schon 27
> Jahre alt...also es kommt fast aufs selbe hinaus....
>
> Zu dem ersten Eintrag: diese 16-wöchigen Meister-Lehrgänge
> (oder wie das war...) finde ich persönlich eh totalen
> Quatsch!!! Das kann man nicht mal mit meinem Abschluss
> vergleichen, der wird auch in der Praxis nicht wirklich
> anerkannt......geschweige denn dann natürlich gegenüber eines
> Studiums! Der Vorteil des Studiums: ihr seid viiiiiel tiefer
> drin, als wir es je schaffen werden, dafür habt ihr ja auch
> einen akademischen Titel und könnt ihn weltweit verwenden...-
> was uns nun mal fehlt....


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   26.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Eine FH verleiht sehr wohl akademische Grade. Keine akademischen Grade verleihen Berufsakademien (hier zumeist zwar Bachelor und Diplom aber ausdrücklich als staatliche Bezeichnung und nicht als akdemischer Grad!), Fachschulen, Meisterschulen und die ganzen "jodel"-Akademien alla SGD oder VWA...

Aber auch wenn dein Abschluss einem Hochschulabschluss gleichgestellt ist, bist du eben trotzdem kein Akademiker (weil du keine wissenschaftliche Ausbildung durchlaufen hast)...


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   27.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Bei einigen hier hängt anscheinend die Sinnhaftigkeit des Studiums von der Einstufung auf irgendeiner Skala ab, finde ich schon merkwürdig.
Zum Einen lässt das auf eine doch noch nicht ganz gereifte Persönlichkeit schließen: Das Selbstwertgefühl ändert sich nicht von heute auf morgen durch irgendeine Einstufung des Bundesministeriums. Zum Anderen spricht da anscheinend auch der Neid (wieso auch immer): Schlechter gestellt wird durch die Skala kein Bachelor, da Meister und Bachelor nicht in Konkurrenz stehen und die Bachelor weiterhin ihren Master machen dürfen.

Zudem haben die meisten hier ohnehin keine Ahnung, wie die Prüfung zum Meister oder Techniker aussieht. Das sind nämlich allein schon zwei Jahre Schule, dazu dann 2 bis drei Jahre Ausbildung und noch zwei Jahre Berufspraxis. In Zeiten von G8 kommt damit ein Hauptschulabsolvent auf dieselbe Ausbildungszeit wie ein Bachelor mit Abi.

Mal ganz davon abgesehen macht das Studium auch Spaß. Selbst wenn man lange Wochen hat und viel arbeiten muss (das muss man in manchen Studiengängen selbst für Durchschnittsnoten ;) ), macht ihr es doch für euch selbst und wenn das Studium einen Spaß bringt ist das nicht mit Arbeitszeit zu vergleichen.

Meinetwegen könnte der Bachelor sogar schlechter eingestuft werden als der Techniker, ich würde trotzdem wieder studieren. Den Bachelor sehe ich sowieso nur als Zwischenstation zum Master. Bin allerdings auch kein WiWi sondern Mathematiker, vllt. haben WiWis zum Studium eine andere Einstellung.


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   28.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Den "Akademikern" vorwerfen, dass sie keine Ahnung haben und direkt sagen, dass ein Meister 2 Jahre Schulzeit in Anspruch nimmt. Bitte unterscheidet endlich mal zwischen Voll- und Teilzeitausbildungen. 2 Jahre Teilzeit Meisterschule sind nicht gleich 2 Jahre Vollzeitstudium. Fakt ist, eine Meisterschule kann man in 6-12 Monaten komplett durchziehen.

Es hat nichts mit Minderwertigkeitskomplexen zu tun, wenn sich Akademiker über diese völlig verfehlte Einstufung aufregen. Warum wurde sie denn entwickelt? Um Arbeitgebern eine Orientierung über die Qualifikation diverser Ausbildungen zu bieten und da liegt das Problem! Ein Meister hat weder vom Standpunkt Ausbildungsdauer, noch vom Aspekt Niveau die Nase vorn und wird trotzdem gleichgestellt. Berufspraxis hat in diesem Vergleich rein garnix verloren. Ich kenne ebenso Meister, die mit 23 fertig waren und Bachelor, die erst mit knapp 30 angefangen haben zu studieren und vorher gearbeitet haben. Da wäre der Vergleich auch nicht gerecht, also Berufspraxis als Kriterium für den DQR ist absolut falsch!

Wenn sogar die Chefs meiner letzten beiden Betriebe diese Entscheidung einfach nur mit einem Kopfschütteln belächeln, dann muss es ja einen Grund haben. Die Stufe 6 des DQR ist und bleibt ein riesen Fehler. Man möchte eine Vielzahl von Ausbildungen, die es nunmal in Deutschland gibt, in 8 Stufen quetschen und am Ende muss man völlig unterschiedliche Dinge zusammenhauen, weil man eben NUR 8 Stufen hat. Zwischen 2 und 3 jähriger Ausbildung wird unterschieden, zwischen einer 6-12 monatigen Weiterbildung und einem 3-4 jährigem Studium nicht. Beide Bildungen haben eine 3 jährige Vorbildung in Form einer Ausbildung bzw des Abiturs, wobei viele Studenten selbst vorher schon eine Ausbildung gemacht haben und zusätzlich noch das Abitur nachgeholt haben.


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   28.05.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
So richtig viel Ahnung scheinst du aber auch nicht zu haben...

Meister dauert nur Teilzeit 2 Jahre, Vollzeit geht das schon in 16 Wochen.... (Teilweise auch so um die 40 Wochen)

Wenn ich mein Studium teilzeit absolvieren würde, würde das n?cht 3,5 Jahre sondern 7 Jahre dauern.... Also immer schön Vollze?t mit Vollze?t vergleichen...

> Zudem haben die meisten hier ohnehin keine Ahnung, wie die
> Prüfung zum Meister oder Techniker aussieht. Das sind nämlich
> allein schon zwei Jahre Schule, dazu dann 2 bis drei Jahre
> Ausbildung und noch zwei Jahre Berufspraxis. In Zeiten von G8
> kommt damit ein Hauptschulabsolvent auf dieselbe
> Ausbildungszeit wie ein Bachelor mit Abi.
>
>
>


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   31.05.12
  dnuesslein
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Hallo zusammen,

als Betroffener beider Welten muss ich hier erstmal sagen runter vom gas! und muss ein paar Dinge klarstellen!

a) "Meister" und "staatlich geprüfter Betriebswirt" ist NICHT das selbe. Ein Meister oder Fachwirt wird man bei der IHK normal nach 4 bzw. 5 Semestern und einer staatlich geprüften Abschlussprüfung die es aus eigener Erfahrung in sich hat. Diese ist jedoch nicht dem bachelorstudium zu vergleichen. Jedoch sind viele Lerninhalte nahe dran teilweise sorgar darüber. Andere Bereiche sind wiederum dreutlich unter dem klassichen BWL neveau....

b) der Besagte "staatlich geprüfte Betriebswirt" also "Betriebswirt IHK" erfordert eine weitere Studienzeit von idR. 4 bis 6 Semestern mit Abschlussarbeit usw. zum Fachwirt bzw. Meister. Damit hat man üblicherweise insgesamt 8 bis 11 Studiensemester hinter sich gebracht und 2 staatliche examen die mit Sicherheit dem Bachlor vergleichbar sind.

c) Die Gleichstellung war bisher zumindest in bayern auch so, denn mit dem Betirebswirt IHK konnte man bereits seit 2009 ein Masterstudium an der UNI Krems anschließen. Somit ist die Gleichstellung nur ein logischer (folge-) Schritt.

Dies kann ich als (Bank-)Fachwirt IHK und Bachelor in BWL durchaus beurteilen.


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   01.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Und wieder einer, der 8-11 Semester Teilzeitschule mit einem Vollzeitstudium vergleicht... Genau solche Leute wollen hier etwas "klarstellen"... Langsam ist es hier nicht mehr auszuhalten. Seht euch Meister-/Techniker- oder Fachwirtschulen an. Vom Niveau ist dort rein garnichts über dem Studium anzusiedeln, weil vorallem die mathematischen Fähigkeiten fehlen.

Einmal googlen und alle deine Argumente sind entkräftet:

Die Fortbildung zum Geprüften Betriebswirt umfasst gemäß IHK-Rahmenstoffplan ca. 750 Unterrichtsstunden[13] und wird von Weiterbildungsanbietern sowohl in Vollzeit als auch berufsbegleitend zwischen dreieinhalb und 24 Monaten angeboten.

Quelle: Wikipedia

750 Stunden, gegenüber knapp 6000, die ich in meinem Bachelor hatte. Vollzeitlehrgänge gehen beim Betriebswirt IHK schon bei 3,5 Monaten los... Also deine 11 semester (5,5 Jahre) sind absolut zu hoch gegriffen, selbst wenn man einen Fachwirt vorweg machen muss, der auch nicht viel länger in Vollzeit benötigt. Also Fachwirt + Betriebswirt IHK in Summe knapp 9 Monate Vollzeitschule. Einfach im Internet nachzulesen.

Das Studium ist und bleibt höher anzusiedeln! Vom Standpunkt Dauer und Niveau hat der Hochschulabsolvent durchweg die Nase vorn, auch wenn hier manche versuchen uns mit Ausbildungszeiten in Teilzeitform zu beeindrucken. Nach dem Motto, ich hab auch 3 Jahre Schule gemacht, genau wie du... Das Argument Teil- bzw Vollzeit wird da mit Absicht untern Tisch fallen gelassen.


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   01.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich lach mich weg... Es ist erstaunlich wie hochnäsig sich hier einige Super Bachelor Spezialisten sehen! Ne ganz im Ernst, was glaubt ihr eigentlich wer ihr seid? Superman? Wohl eher Möchtegern Wonderwoman? Personen die einen Friseurmeister mit eine BWL Bachelor vergleichen haben ein ganz einfaches Problem: Fehlendes Selbstbewusstsein und ein falsches Bild von Menschen.
Zu mir: Realschule absolviert, Informatikkaufmann (3 Jahre) abgeschlossen und 7 Jahre als Systemsengineer gearbeitet und danach den IT-Projektleiter IHK (Meisterausbildung 2,5 Jahre) dran gehängt. Ich kann euch versprechen das nur wenige von euch Pappenheimern in meinem Bereich mir das Wasser reichen können! Unglaublich, ich kann sogar Ausbilden, hoch komplexe Projekte leiten und sogar komplexe IT-Infrastrukturen verstehen, Wahnsinn! Nicht das wir uns falsch verstehen, ich halte mich bestimmt nicht für etwas Besseres. Ganz im Gegenteil, worauf es letztendlich ankommt ist Eigenmotivation im Beruf, Spaß an der Arbeit, Teamfähigkeit, Menschlichkeit und den Willen etwas zu bewegen. Menschen die sich für etwas Besseres halten werden langfristig sowieso versagen. Aber macht eure Erfahrungen, denn wer sich der Sonne immer weiter nähert, kommt irgendwann von ganz alleine wieder runter ;)


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   01.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Es werden mal wieder Äpfel mit Birnen verglichen.

Ersten Teilzeit und Vollzeit. Und zweitens ist das Publikum und damit auch das Niveau von vorneherein nicht vergleichbar.

Und die Gleichstellung ist ein Bayern und auch sonst in D nirgends "so". Die Uni Krems kann man ja auch nicht guten Gewissens als seriöse Uni bezeichnen. Die kann man schon fast als Titelmühle bezeichnen.

dnuesslein schrieb:
>
> Hallo zusammen,
>
> als Betroffener beider Welten muss ich hier erstmal sagen
> runter vom gas! und muss ein paar Dinge klarstellen!
>
> a) "Meister" und "staatlich geprüfter
> Betriebswirt" ist NICHT das selbe. Ein Meister oder
> Fachwirt wird man bei der IHK normal nach 4 bzw. 5 Semestern
> und einer staatlich geprüften Abschlussprüfung die es aus
> eigener Erfahrung in sich hat. Diese ist jedoch nicht dem
> bachelorstudium zu vergleichen. Jedoch sind viele Lerninhalte
> nahe dran teilweise sorgar darüber. Andere Bereiche sind
> wiederum dreutlich unter dem klassichen BWL neveau....
>
> b) der Besagte "staatlich geprüfte Betriebswirt"
> also "Betriebswirt IHK" erfordert eine weitere
> Studienzeit von idR. 4 bis 6 Semestern mit Abschlussarbeit
> usw. zum Fachwirt bzw. Meister. Damit hat man üblicherweise
> insgesamt 8 bis 11 Studiensemester hinter sich gebracht und 2
> staatliche examen die mit Sicherheit dem Bachlor vergleichbar
> sind.
>
> c) Die Gleichstellung war bisher zumindest in bayern auch so,
> denn mit dem Betirebswirt IHK konnte man bereits seit 2009
> ein Masterstudium an der UNI Krems anschließen. Somit ist die
> Gleichstellung nur ein logischer (folge-) Schritt.
>
> Dies kann ich als (Bank-)Fachwirt IHK und Bachelor in BWL
> durchaus beurteilen.


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   01.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Dann fühl dich gut und geb nicht so an... Der durchschnittliche Meister ist unter dem durchschnittlichen Bachelor anzusiedeln. Klar kann man den Übermeister, wie du es vorgibst zu sein, mit einem recht schlechten Bachelor vergleichen, aber es gibt ebensoviele Akademiker, die dich locker in die Tasche stecken könnten, wenn sie eben die entsprechende Berufserfahrung mitbringen.

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   01.06.12
  Pro/Mechanica
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Kurz zu meinem Lebensweg. Nach meiner Ausbildung zum Industriemechaniker war ich 8 Jahre im Weltweiten Außendienst als Sevicetechniker, bei einem großen Maschinenbau- Unternehmen im Einsatz. Die Firma habe ich verlassen um mich zum Techniker im Allgemeinen Maschinenbau Weiterzubilden. Wollte danach meinen Bachelor machen, denn ich muss schon sagen, dass mir das eine ganze Menge Spaß gemacht hat. Die Zusammenhänge erkennen warum z.B. für die Dimensionierung der Achsen und Wellen in erster Linie durch die Übertragene Leistung und der zugehörigen Drehzahl ergebenden Torsions- und Biegemomente ausschlaggebend sind.

War dann 1,5 Jahre als Konstrukteur tätig. Arbeitete eng mit anderen Techniker und Ingenieuren zusammen. Meine Langjährigen Praktischen Erfahrungen kamen mir sehr gelegen. Ich konnte mich viel besser, beim Konstruieren und Auslegen von Bauteilen, in den Monteure oder den Arbeiter in der Fertigung (Drehen, Fräsen usw.) hineinversetzen (Stichwort: montagegerechtes Gestalten), als der Jung Ingenieur der gleichzeitig mit mir angefangen hat. Nichts desto trotz, würde ich mir nie anmaßen zu sagen das gleiche theoretische Wissen zu Besitzen wie er.

Mein eigentliches Ziel, war jedoch eine Führungsposition zu besetzen. Um das zu erreichen braucht man in der heutigen Zeit Kaufmännische Grundkenntnisse. Deshalb drückte ich noch einmal ein Jahr in Teilzeitform die Schulbank (Sa, So und sämtliche Feiertage) um mich dann "staatlich geprüfter Tech.Betriebswirt" Schimpfen zu dürfen.

Ein halbes Jahr nach erfolgreichem Abschluss habe ich mein Ziel erreicht und bin nun "Leiter Montage und Logistik" und habe die Personalverantwortung von über 70 Mitarbeitern. Unter anderem ist meine Primäre Aufgabe die Motivation der Mitarbeiter und die Stärkung des Team- Zusammenhalts. Zu meinen Aufgaben zählt es also nicht, der beste Facharbeiter oder das größte Fachwissen zu besitzen sondern vielmehr das Team zu Führen, zu Steuern durch einen auf das Team angepassten Führungsstil und das gerade in den schwierigen Konjunkturellen Zeiten. Ein Moderator zu sein. Und das meine Lieben jungen Ingenieure bedarf einer hohen sozialen und immer mehr interkulturellen Kompetenz. In einem modernen Unternehmen sind das die Fähigkeiten die "nur" ein Meister mitbringen muss.

Natürlich wird ein Meister niemals FEM- Analysen durchführen, aber es wird auch kein Ingenieure (es sei denn über den zweiten Bildungsweg) Teams in der Produktion Leiten können.
Warum die Politik den Meister zum Bachelor erheben will ist mir persönlich ein Rätsel. Sind eigentlich zwei völlig Verschieden Dinge. Die einen sind die Denker und Innovationsträger und die anderen sind die Leiter und Führungskräfte, die den Blick auf das große Ganze haben müssen.


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   02.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Den letzten Post muss ich wirklich sagen, ist der Beste, den ich in den letzten knapp 500 Meinungen hier von einem Meister/Techniker gelesen habe. Bis auf den Punkt mit den, die "einen" sind Innovationsträger und die "anderen" sind Führungskräfte, das können Akademiker auch. Kenne zumindest dutzende Studierte, die z.B. in der BASF als Abteilungsleiter eingesetzt sind. Meister waren dort maximal Tagschichtmeister oder ähnliches. Führung der Anlagen waren Chemieingenieure, teilweise auch BWLer, jedoch mussten diese in vielen Fällen eine technische Berufsbildung vorweisen. Viele Bachelor werden dort auch nur genommen, wenn diese z.B. eine Chemikantenvorbildung gemacht haben. Ich selbst bin momentan Bachelor, mit einer Chemikantenberufsausbildung und stecke jetzt im Master. Habe paar Jahre nach der Ausbildung gearbeitet und hab das "tägliche" Geschäft hautnah miterlebt. Ebenso im Studienpraktikum war ich wieder dort. Ich seh es selbst im Studium, dass viele, die direkt vom Abitur kommen viel von mir lernen können, aber man sollte nicht diese Art der Bachelorabsolventen ohne Berufserfahrung mit einem Meister vergleichen, der schon 20 Jahre in diesem Betrieb gearbeitet hat. Das find ich reichlich unfair.

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   03.06.12
  Pro/Mechanica
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Frau Schavan hat auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, wie wichtig praktisch Erfahrungen in Positionen sind, in denen man Entscheidungsträger ist. Leider hat sie keinen Praxisbezug.

In der Konstruktion oder Entwicklung wo überwiegend Ingenieure und Techniker beschäftigt sind, wird niemand auf die Idee kommen und einen Meister zum Leiter dieser Abteilungen machen. Genauso verhält es sich in der Produktion. Ein Ingenieure (ohne Praktische Kenntnisse) wird dort nicht Fußfassen können. Schon allein aus dem Grund, dass er nicht die selbe Sprache spricht, wie ein gestandener Facharbeiter mit 20 Jahren Berufserfahrung.

In eine Führungsposition wächst man hinein. Ohne praktische Erfahrungen in einem Betrieb wird dies kaum möglich sein, um die Akzeptanz und den Respekt der Mitarbeiter zu bekommen. Wer also davon ausgeht, nur anhand seines Abschlusses (Bachelor, Techniker, Meister) eine Leitende Position besetzen zu können, ist auf dem falschen Weg.

Prinzipiell sehe ich das so:
Ein jung- Ingenieur fängt in einem Betrieb an und Spezialisiert sich auf ein Themengebiet. Er nutzt seine analytischen und vertieften naturwissenschaftlichen Kenntnisse und reift mit der Zeit zu einem Spezialisten heran, der zusammenhänge erkennt und anzuwenden weiß. Das dauert mehrer Jahre. Das macht ihn aber nicht zu einer guten Führungskraft, das bedarf anderer Kenntnisse die in keiner Uni, Fachschule usw. erlernt werden können. Klar man kennt die ganzen Management- Techniken aus dem Lehrbuch, diese aber anzuwenden und ein daraus resultierendes Gleichgewicht zu finden ist die hohe Kunst. Meiner Meinung nach verhält es sich wie bei dem Pareto Prinzip: 20% sind Fachwissen und 80% sind Skills die so gar nicht beschreibbar sind, aber einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg einer Organisation haben. Es ist auch was anderes ob ich in einer Führungsposition in der Konstruktion bin mit 15 Mitarbeitern die im gleichen Büro sitzen, oder ob ich eine Führungskraft in der Produktion bin in einer Halle von > 15000qm mit über 70 Facharbeitern. Da fällt es schon schwerer die richtigen Worte zu finden, die Produktion aufrecht zu erhalten und die Kosten im Überblick zu behalten. Da Hilft mir mein Bachelor, Techniker, Meister recht wenig. Prozessdenken, Durchsetzungsfähigkeit, Kommunikationsstärke und ständige Weiterbildung ist angesagt.

Der ?Wisch? den wir vorweisen können ist von daher nur ein Einstieg. Was wir daraus machen liegt bei jedem Einzelnen. Abteilungsleiter die nur Zahlen im Kopf haben sind Kontraproduktiv. Ein Gleichgewicht zu finden zwischen Aufgaben, - und Mitarbeiterorientierten Führungsstil ist heutzutage Zielführend.

Und das ist die eigentliche Aufgabe eines Industriemeisters der durch seine Weiterbildung eben Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse und Management Techniken erlernt um Teams zu führen und Leitende Positionen meistes im Middle Management zu übernehmen. Er muss also nicht Verständnis in der höheren Mathematik haben.
Wie viele den Sprung eben nicht schaffen und weiterhin Facharbeiter bleiben zeigt wie komplex und vielschichtig seine Aufgabe ist. Das ein Ingenieure, das auch kann ist sicherlich richtig aber er sollte genauso wie ein Industriemeister oder Techniker seine Wurzeln in der Praxis haben, denn er muss nicht nur mit dem Top- sondern eben auch mit dem Lower- Management Kommunizieren und Argumentieren können.

Von daher sehe ich da keine Zielkonflikte zwischen Bachelor, Techniker und Meister im Gegenteil sie ergänzen sich Großartig und werden jetzt und in der Zukunft sehr eng miteinander zusammen Arbeiten, sodass wir auch in Zukunft tolle Produkte auf den Markt bringen werden. Und was die Politik mit ihren inkompetenten Aussagen von sich gibt sollte uns recht wenig interessieren, der Markt wird?s richten.


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   03.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ist ja gut und schön, wie du das hier alles beschreibst, aber der DQR vergleicht Ausbildungen/Abschlüsse und nicht, was hat der Meister in 20 Jahren mehr an Betriebserfahrung, als ein Bachelor. Es geht darum, welche Kenntnisse werden einem in den Ausbildungen beigebracht und auf welchem Niveau. Das viele Menschen Facharbeiter bleiben, sprich keine Meisterschule "schaffen" ist absoluter Käse. Deutschlandweit schließen weitaus über 90% der Meisterschüler ihren Meister auch ab. Ob der Bachelor nachher als Produktionsleiter oder in der Entwicklung landet ist völlig zweitrangig. Es gibt ebensoviele Bachelor, die eben über den zweiten Bildungsweg zum Studium gekommen sind, die eben mehr drauf haben als die vielen Meister. Sie haben sich ebenso im Berufsalltag bewiesen und haben zudem noch ein Studium abgeschlossen, was gerade in den Naturwissenschaften oder technischen Berufen richtig schwer ist. Jeder Bachelor kann Produktionsleiter werden, wenn er sich anstrengt, er kann ebenso in ein Forschungsteam gehen oder ähnliches. Das hat alles aber nichts im DQR verloren, es ist ein AUSBILDUNGSVERGLEICH. Stufe 6 sagt also, dass Meister und Bachelor eine gleichwertige Ausbildung abgeschlossen haben und da merkt man schon, dass eine 6-12 monatige Vollzeitweiterbildung zum Meister nicht gleich einem Vollzeitstudium von 3-4 Jahren gleichzusetzen ist. Berufserfahrung und all das, was man dort gelernt hat, hat in der Einstufung des DQR rein garnichts verloren. Dann kann man ja genauso sagen, der Diplom FH Absolvent, der nun schon 20 Jahre Berufserfahrung hat, wäre gleichwertig mit einem Meister, dem ist nicht so. Vor 20 jahren wäre man NIE auf die Idee gekommen, diese Abschlüsse gleichzusetzen. Beim neuen Bachelor, der leider einen schlechten Ruf hat, ist das natürlich viel leichter. Leider Gottes ist ja das Diplom FH auch auf der Stufe 6. Ich kenne viele Meister, dass sie durch ihre Ausbildung automatisch geborene Führungskräfte sind, kann ich echt nicht glauben, da krieg ich schon fast nen Lachkrampf. Auf dem Papier haben sie betriebswirtschaftliche Grundlagen beigebracht bekommen, aber hat sich einer mal diese "Grundlagen" angesehen? Da hat man in jedem Ingenieursstudiengang mehr in BWL.

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   03.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Grundsätzlich richtig. Facharbeiter, Betriebswirt und Ingenieur sind zunächst mehrere Jahre einfache Mitarbeiter in ihren Teams. Ob sie Gruppenleiter oder mehr werden entscheidet sich dann. Die meisten bleiben aber einfache Mitarbeiter, nur wenige kommen in Führungspositionen.

Pro/Mechanica schrieb:
>
> Frau Schavan hat auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, wie
> wichtig praktisch Erfahrungen in Positionen sind, in denen
> man Entscheidungsträger ist. Leider hat sie keinen Praxisbezug.
>
> In der Konstruktion oder Entwicklung wo überwiegend
> Ingenieure und Techniker beschäftigt sind, wird niemand auf
> die Idee kommen und einen Meister zum Leiter dieser
> Abteilungen machen. Genauso verhält es sich in der
> Produktion. Ein Ingenieure (ohne Praktische Kenntnisse) wird
> dort nicht Fußfassen können. Schon allein aus dem Grund, dass
> er nicht die selbe Sprache spricht, wie ein gestandener
> Facharbeiter mit 20 Jahren Berufserfahrung.
>
> In eine Führungsposition wächst man hinein. Ohne praktische
> Erfahrungen in einem Betrieb wird dies kaum möglich sein, um
> die Akzeptanz und den Respekt der Mitarbeiter zu bekommen.
> Wer also davon ausgeht, nur anhand seines Abschlusses
> (Bachelor, Techniker, Meister) eine Leitende Position
> besetzen zu können, ist auf dem falschen Weg.
>
> Prinzipiell sehe ich das so:
> Ein jung- Ingenieur fängt in einem Betrieb an und
> Spezialisiert sich auf ein Themengebiet. Er nutzt seine
> analytischen und vertieften naturwissenschaftlichen
> Kenntnisse und reift mit der Zeit zu einem Spezialisten
> heran, der zusammenhänge erkennt und anzuwenden weiß. Das
> dauert mehrer Jahre. Das macht ihn aber nicht zu einer guten
> Führungskraft, das bedarf anderer Kenntnisse die in keiner
> Uni, Fachschule usw. erlernt werden können. Klar man kennt
> die ganzen Management- Techniken aus dem Lehrbuch, diese aber
> anzuwenden und ein daraus resultierendes Gleichgewicht zu
> finden ist die hohe Kunst. Meiner Meinung nach verhält es
> sich wie bei dem Pareto Prinzip: 20% sind Fachwissen und 80%
> sind Skills die so gar nicht beschreibbar sind, aber einen
> erheblichen Einfluss auf den Erfolg einer Organisation haben.
> Es ist auch was anderes ob ich in einer Führungsposition in
> der Konstruktion bin mit 15 Mitarbeitern die im gleichen Büro
> sitzen, oder ob ich eine Führungskraft in der Produktion bin
> in einer Halle von > 15000qm mit über 70 Facharbeitern. Da
> fällt es schon schwerer die richtigen Worte zu finden, die
> Produktion aufrecht zu erhalten und die Kosten im Überblick
> zu behalten. Da Hilft mir mein Bachelor, Techniker, Meister
> recht wenig. Prozessdenken, Durchsetzungsfähigkeit,
> Kommunikationsstärke und ständige Weiterbildung ist angesagt.
>
> Der ?Wisch? den wir vorweisen können ist von daher nur ein
> Einstieg. Was wir daraus machen liegt bei jedem Einzelnen.
> Abteilungsleiter die nur Zahlen im Kopf haben sind
> Kontraproduktiv. Ein Gleichgewicht zu finden zwischen
> Aufgaben, - und Mitarbeiterorientierten Führungsstil ist
> heutzutage Zielführend.
>
> Und das ist die eigentliche Aufgabe eines Industriemeisters
> der durch seine Weiterbildung eben Betriebswirtschaftliche
> Grundkenntnisse und Management Techniken erlernt um Teams zu
> führen und Leitende Positionen meistes im Middle Management
> zu übernehmen. Er muss also nicht Verständnis in der höheren
> Mathematik haben.
> Wie viele den Sprung eben nicht schaffen und weiterhin
> Facharbeiter bleiben zeigt wie komplex und vielschichtig
> seine Aufgabe ist. Das ein Ingenieure, das auch kann ist
> sicherlich richtig aber er sollte genauso wie ein
> Industriemeister oder Techniker seine Wurzeln in der Praxis
> haben, denn er muss nicht nur mit dem Top- sondern eben auch
> mit dem Lower- Management Kommunizieren und Argumentieren
> können.
>
> Von daher sehe ich da keine Zielkonflikte zwischen Bachelor,
> Techniker und Meister im Gegenteil sie ergänzen sich
> Großartig und werden jetzt und in der Zukunft sehr eng
> miteinander zusammen Arbeiten, sodass wir auch in Zukunft
> tolle Produkte auf den Markt bringen werden. Und was die
> Politik mit ihren inkompetenten Aussagen von sich gibt sollte
> uns recht wenig interessieren, der Markt wird?s richten.


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   03.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
In Bayer erkennt kein Mensch den Meister als "Bachelor-gleichwertig" an.
Außerdem ist die Uni Krems in Österreich ja wohl kein Qualitätsmerkmal. Hat ja eher einen fragwürdigen Ruf.

dnuesslein schrieb:
>
> Hallo zusammen,
>
> als Betroffener beider Welten muss ich hier erstmal sagen
> runter vom gas! und muss ein paar Dinge klarstellen!
>
> a) "Meister" und "staatlich geprüfter
> Betriebswirt" ist NICHT das selbe. Ein Meister oder
> Fachwirt wird man bei der IHK normal nach 4 bzw. 5 Semestern
> und einer staatlich geprüften Abschlussprüfung die es aus
> eigener Erfahrung in sich hat. Diese ist jedoch nicht dem
> bachelorstudium zu vergleichen. Jedoch sind viele Lerninhalte
> nahe dran teilweise sorgar darüber. Andere Bereiche sind
> wiederum dreutlich unter dem klassichen BWL neveau....
>
> b) der Besagte "staatlich geprüfte Betriebswirt"
> also "Betriebswirt IHK" erfordert eine weitere
> Studienzeit von idR. 4 bis 6 Semestern mit Abschlussarbeit
> usw. zum Fachwirt bzw. Meister. Damit hat man üblicherweise
> insgesamt 8 bis 11 Studiensemester hinter sich gebracht und 2
> staatliche examen die mit Sicherheit dem Bachlor vergleichbar
> sind.
>
> c) Die Gleichstellung war bisher zumindest in bayern auch so,
> denn mit dem Betirebswirt IHK konnte man bereits seit 2009
> ein Masterstudium an der UNI Krems anschließen. Somit ist die
> Gleichstellung nur ein logischer (folge-) Schritt.
>
> Dies kann ich als (Bank-)Fachwirt IHK und Bachelor in BWL
> durchaus beurteilen.


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   04.06.12
  Micha1203
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
vollkommen richtig!!!! ich hab auch meinen Wirtschaftsfachwirt IHK und mach jetzt gerade meinen geprüften Betriebswirt IHK..., damit könnte ich auch z.B. meinen Master an der Uni Krems machen...aber eben nicht überall...ich kann damit nicht an jede Uni, weil es eben kein reiner akademischer Titel ist (also der Bachelor aus der Weiterbildung)
Und ganz genau: es kommt darauf an, welche Weiterbildung man macht...
mir wurde gesagt, dass der Meister eher (!!) mit dem Fachwirt vergleichbar ist....(man muss davon ja auch grundsätzlich ausgehen dass das völlig verschiedene Bereiche und Branchen sind!!!! Ich sag nur nochmal Friseur-Meister......so ein Quatsch!!!...natürlich lässt sich das nicht mit BWL, aber auch nicht Maschinenbau vergleichen....!!!). Mit dem Fachwirt hätte ich mich auch bereits an verschiedenen Unis einschreiben lassen können....es berechtigt mich bereits zu studieren....Da ich mich jetzt aber für den geprüften Betriebswirt IHK entschieden habe, der eine Stufe logischerweise höher ist und auf dem Fachwirt ("Meister") aufbaut, kann man durchaus sagen, dass das den Bachelor (fachhochsule) verdient!!!!!

dnuesslein schrieb:
>
> Hallo zusammen,
>
> als Betroffener beider Welten muss ich hier erstmal sagen
> runter vom gas! und muss ein paar Dinge klarstellen!
>
> a) "Meister" und "staatlich geprüfter
> Betriebswirt" ist NICHT das selbe. Ein Meister oder
> Fachwirt wird man bei der IHK normal nach 4 bzw. 5 Semestern
> und einer staatlich geprüften Abschlussprüfung die es aus
> eigener Erfahrung in sich hat. Diese ist jedoch nicht dem
> bachelorstudium zu vergleichen. Jedoch sind viele Lerninhalte
> nahe dran teilweise sorgar darüber. Andere Bereiche sind
> wiederum dreutlich unter dem klassichen BWL neveau....
>
> b) der Besagte "staatlich geprüfte Betriebswirt"
> also "Betriebswirt IHK" erfordert eine weitere
> Studienzeit von idR. 4 bis 6 Semestern mit Abschlussarbeit
> usw. zum Fachwirt bzw. Meister. Damit hat man üblicherweise
> insgesamt 8 bis 11 Studiensemester hinter sich gebracht und 2
> staatliche examen die mit Sicherheit dem Bachlor vergleichbar
> sind.
>
> c) Die Gleichstellung war bisher zumindest in bayern auch so,
> denn mit dem Betirebswirt IHK konnte man bereits seit 2009
> ein Masterstudium an der UNI Krems anschließen. Somit ist die
> Gleichstellung nur ein logischer (folge-) Schritt.
>
> Dies kann ich als (Bank-)Fachwirt IHK und Bachelor in BWL
> durchaus beurteilen.

Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst du immer nur das bleiben, was du bereits bist!


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   04.06.12
  Micha1203
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
ps: ich habe übrigens bei meinem geprüften Betriebswirt IHK durchaus 4 schriftliche Prüfungen, 2 mündliche, und eine Bachelor-Arbeit von 30 Seiten, in der ich ein Problem in einer Firma erkennen, darstellen, beschreiben muss - und lösen!!! (darauf gibt es die meisten Punkte)....und: es darf natürlich nicht sein, dass dieses Problem in der Firma bereits gelöst wurde...denn: die IHK prüft das nach, ob so etwas bereits umgesetzt wurde oder nicht...wenn sie die Möglichkeit dazu haben....weil ich irgendwo gelesen habe, dass man mit einer Aus- und Weiterbildung ja keine Probleme im lösen kann, weil man es nicht im Studium gelernt hat????!!!!....Probleme mit Musterlösungen lernt man eh nirgends - zumindest in keiner Schule oder Uni - sondern im Leben!!!!....Und da denke ich, dass wir Berufstätigen durchaus einen Schritt voraus sind....denn wir wissen, was draußen abgeht....Erfahrung nennt man es auch, oder sind bereits mehrfach damit konfrontiert worden...zeigt mir ein Beispiel an Problem, das in der Uni besprochen habt und eine Lösung dafür gefunden habt, die sich draußen immer anwenden lässt....
und noch was: die Arbeitgeber draußen wissen übrigens auch, was sie fordern...wenn sie einen mit Studium möchten, dann stellen sie auch nur so einen ein.....Wir waren letztins mit der "Klasse" vom Betriebswirt auf der "akademica"- Messe in München....und die Arbeitgeber vor Ort an den Ständen haben durchaus gewusst, wo der Unterschied liegt und was ihnen persönlich wichtig ist...also da braucht ihr auch keine Angst zu haben, dass wir Weiterbildler jetzt den Uni-Absolventen den Job wegnehmen.........

Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst du immer nur das bleiben, was du bereits bist!


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   04.06.12
  Micha1203
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
ich kenne sehr viele, die durchaus in der Lage sind, ein Team, eine Abteilung oder sogar eine Firma zu führen, ohne studiert zu haben...mein bestes Beispiel ist mein Vater, der einen Hauptschulabschluss hat, Werkzeugmacher gelernt hat, seinen Meister in Metall gemacht und mittlerweile Betriebsleiter einer Machinenbaufirma ist, für dessen Position eigentlich ein Diplom-Ing. gesucht wurde....Da mein Vater aber wesentlich mehr auf dem Kasten hatte als die restlichen Bewerber, hat er die Stelle bekommen...und macht das jetzt seit ca 10 Jahren (er wurde übrigens auch durch einen Headhunter an diese Firma weiterempfohlen..) - jetzt werden viele sagen, dass das vielleicht vor 30 Jahren noch möglich war, dass man sich "nur" hochgearbeitet hat, ohne jegliche Weiterbildung oder Studium...Klar haben sich die Zeiten geändert, aber was immer noch draußen zählt, ist nicht nur das Wissen....Jemand der studiert hat, muss nicht unbedingt gut arbeiten oder Mitarbeiter führen können....Jemand der "nur" eine Aus-und eventuell Weiterbildung hat, kann vielleicht gut arbeiten, eventuell sogar Mitarbeiter führen, aber ihm fehlen tiefere Zusammenhänge, die er aber vielleicht ja sogar mit der Zeit in diesem Betrieb erlernen konnte....
bei meinem Vater im Maschinenbau arbeiten übrigens sehr viele Meister und Techniker; der Produktionsleiter ist hier auch ein Meister...und mein Vater händelt die Bewerberauswahl auch nach der Erfahrung in seinem Leben: er stellt z.B. keine 1-er-Kandidaten ein...



Pro/Mechanica schrieb:
>
> Frau Schavan hat auf sehr eindrucksvolle Weise gezeigt, wie
> wichtig praktisch Erfahrungen in Positionen sind, in denen
> man Entscheidungsträger ist. Leider hat sie keinen Praxisbezug.
>
> In der Konstruktion oder Entwicklung wo überwiegend
> Ingenieure und Techniker beschäftigt sind, wird niemand auf
> die Idee kommen und einen Meister zum Leiter dieser
> Abteilungen machen. Genauso verhält es sich in der
> Produktion. Ein Ingenieure (ohne Praktische Kenntnisse) wird
> dort nicht Fußfassen können. Schon allein aus dem Grund, dass
> er nicht die selbe Sprache spricht, wie ein gestandener
> Facharbeiter mit 20 Jahren Berufserfahrung.
>
> In eine Führungsposition wächst man hinein. Ohne praktische
> Erfahrungen in einem Betrieb wird dies kaum möglich sein, um
> die Akzeptanz und den Respekt der Mitarbeiter zu bekommen.
> Wer also davon ausgeht, nur anhand seines Abschlusses
> (Bachelor, Techniker, Meister) eine Leitende Position
> besetzen zu können, ist auf dem falschen Weg.
>
> Prinzipiell sehe ich das so:
> Ein jung- Ingenieur fängt in einem Betrieb an und
> Spezialisiert sich auf ein Themengebiet. Er nutzt seine
> analytischen und vertieften naturwissenschaftlichen
> Kenntnisse und reift mit der Zeit zu einem Spezialisten
> heran, der zusammenhänge erkennt und anzuwenden weiß. Das
> dauert mehrer Jahre. Das macht ihn aber nicht zu einer guten
> Führungskraft, das bedarf anderer Kenntnisse die in keiner
> Uni, Fachschule usw. erlernt werden können. Klar man kennt
> die ganzen Management- Techniken aus dem Lehrbuch, diese aber
> anzuwenden und ein daraus resultierendes Gleichgewicht zu
> finden ist die hohe Kunst. Meiner Meinung nach verhält es
> sich wie bei dem Pareto Prinzip: 20% sind Fachwissen und 80%
> sind Skills die so gar nicht beschreibbar sind, aber einen
> erheblichen Einfluss auf den Erfolg einer Organisation haben.
> Es ist auch was anderes ob ich in einer Führungsposition in
> der Konstruktion bin mit 15 Mitarbeitern die im gleichen Büro
> sitzen, oder ob ich eine Führungskraft in der Produktion bin
> in einer Halle von > 15000qm mit über 70 Facharbeitern. Da
> fällt es schon schwerer die richtigen Worte zu finden, die
> Produktion aufrecht zu erhalten und die Kosten im Überblick
> zu behalten. Da Hilft mir mein Bachelor, Techniker, Meister
> recht wenig. Prozessdenken, Durchsetzungsfähigkeit,
> Kommunikationsstärke und ständige Weiterbildung ist angesagt.
>
> Der ?Wisch? den wir vorweisen können ist von daher nur ein
> Einstieg. Was wir daraus machen liegt bei jedem Einzelnen.
> Abteilungsleiter die nur Zahlen im Kopf haben sind
> Kontraproduktiv. Ein Gleichgewicht zu finden zwischen
> Aufgaben, - und Mitarbeiterorientierten Führungsstil ist
> heutzutage Zielführend.
>
> Und das ist die eigentliche Aufgabe eines Industriemeisters
> der durch seine Weiterbildung eben Betriebswirtschaftliche
> Grundkenntnisse und Management Techniken erlernt um Teams zu
> führen und Leitende Positionen meistes im Middle Management
> zu übernehmen. Er muss also nicht Verständnis in der höheren
> Mathematik haben.
> Wie viele den Sprung eben nicht schaffen und weiterhin
> Facharbeiter bleiben zeigt wie komplex und vielschichtig
> seine Aufgabe ist. Das ein Ingenieure, das auch kann ist
> sicherlich richtig aber er sollte genauso wie ein
> Industriemeister oder Techniker seine Wurzeln in der Praxis
> haben, denn er muss nicht nur mit dem Top- sondern eben auch
> mit dem Lower- Management Kommunizieren und Argumentieren
> können.
>
> Von daher sehe ich da keine Zielkonflikte zwischen Bachelor,
> Techniker und Meister im Gegenteil sie ergänzen sich
> Großartig und werden jetzt und in der Zukunft sehr eng
> miteinander zusammen Arbeiten, sodass wir auch in Zukunft
> tolle Produkte auf den Markt bringen werden. Und was die
> Politik mit ihren inkompetenten Aussagen von sich gibt sollte
> uns recht wenig interessieren, der Markt wird?s richten.

Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst du immer nur das bleiben, was du bereits bist!


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   04.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Haha.

Du bist der Burner :-D

30 Seiten. Von der Sorte habe ich 5 Seminararbeiten geschrieben.

Und die Uni Krems... Na ja..
An eine richtige Uni kannst du eben, vollkommen zu recht, auch wenn man sich diese Posts durchliest, nicht!

Micha1203 schrieb:
>
> ps: ich habe übrigens bei meinem geprüften Betriebswirt IHK
> durchaus 4 schriftliche Prüfungen, 2 mündliche, und eine
> Bachelor-Arbeit von 30 Seiten, in der ich ein Problem in
> einer Firma erkennen, darstellen, beschreiben muss - und
> lösen!!! (darauf gibt es die meisten Punkte)....und: es darf
> natürlich nicht sein, dass dieses Problem in der Firma
> bereits gelöst wurde...denn: die IHK prüft das nach, ob so
> etwas bereits umgesetzt wurde oder nicht...wenn sie die
> Möglichkeit dazu haben....weil ich irgendwo gelesen habe,
> dass man mit einer Aus- und Weiterbildung ja keine Probleme
> im lösen kann, weil man es nicht im Studium gelernt
> hat????!!!!....Probleme mit Musterlösungen lernt man eh
> nirgends - zumindest in keiner Schule oder Uni - sondern im
> Leben!!!!....Und da denke ich, dass wir Berufstätigen
> durchaus einen Schritt voraus sind....denn wir wissen, was
> draußen abgeht....Erfahrung nennt man es auch, oder sind
> bereits mehrfach damit konfrontiert worden...zeigt mir ein
> Beispiel an Problem, das in der Uni besprochen habt und eine
> Lösung dafür gefunden habt, die sich draußen immer anwenden
> lässt....
> und noch was: die Arbeitgeber draußen wissen übrigens auch,
> was sie fordern...wenn sie einen mit Studium möchten, dann
> stellen sie auch nur so einen ein.....Wir waren letztins mit
> der "Klasse" vom Betriebswirt auf der
> "akademica"- Messe in München....und die
> Arbeitgeber vor Ort an den Ständen haben durchaus gewusst, wo
> der Unterschied liegt und was ihnen persönlich wichtig
> ist...also da braucht ihr auch keine Angst zu haben, dass wir
> Weiterbildler jetzt den Uni-Absolventen den Job
> wegnehmen.........
>
> Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst du
> immer nur das bleiben, was du bereits bist!


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   08.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
toll, dass jemand der selbst einen doktorgrad erschlichen hat und diesen wahrscheinlich bald abgeben werden muss für solch einen schwachsinn verantwortlich ist. da braucht sich auch keiner wundern, dass frau schavan den einfachen fachaber dem akademiker gleichstellt. wer seine doktorarbeit abschreibt, hat eben auch keinen großen bezug zur wissenschaft...

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   09.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich habe selbst studiert, jedoch habe ich nicht so einen strengen Bezug zur "Wissenschaft". Mein Ziel ist später eher die Wirtschaft/Produktion, wo man etwas handfestes zu tun hat. Nicht jeder Akademiker ist automatisch Wissenschaftler. Aufgrund der schon hundertfach genannten Gründe ist diese Einstufung komplett falsch. Dauer und Anspruch sprechen für das Studium. Berufserfahrung als Kriterium hat in einer Ausbildungseinstufung rein garnichts verloren. Habe selbst eine Ausbildung gemacht und viele Meister, Techniker etc kennen gelernt. Sie sind Asse im Betrieb, in den Sachen, die sie über Jahre tagtäglich machen, jedoch ist ein Akademiker weitaus breiter aufgestellt, was sein Wissen anbelangt. Der theoretische Fachidiot, wie man es hier laufend von den Meistern zu hören bekommt, trifft hierbei absolut nicht zu und ich kenne beide Seiten.

Man sollte hier wirklich mal diese hirnlose Hetzerei unterlassen und objektiv die Fakten vergleichen, dann gibt es eben nur eine Konsequenz --> Einstufung falsch! Das einzige Kriterium, was den Meistern zu dieser "Aufwertung" verholfen hat, war die Berufserfahrung, aber bekommt man diese durch eine 6-12 monatige Meisterschule oder ist es eher so, dass alle Mitarbeiter dieser Welt diese einmal bekommen?! Leider wurde in diesem Vergleich der frische Hochschulabsolvent mit einem Meister mit 12 Jahren Berufserfahrung verglichen. Klar weiß der Meister dann mehr betriebliche Zusammenhänge, aber was bitte ist das dann für ein Vergleich? Es geht um Ausbildungen und diese müssen, wenn man sie einstufen möchte, nach Kriterien der Ausbildungen verglichen werden. Sprich Ausbildungsdauer und das Spektrum des vermittelten Wissen, sowie dessen Niveau. Leider sprechen hierbei alle drei Punkte fürs Studium. Ich kenne ehemalige Azubis, die den Meister gemacht haben und entsprechend auch ihre Ausbildungsunterlagen. Ohne überheblich sein zu wollen, aber diese Zusammenhänge dort waren für jeden Studenten leicht verständlich.


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   17.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
ich habe meinen praktischen betriebswirt nebenberuflich absolviert und wir mussten ebenfalls analytisches denken an den tag bringen,was mir auch Kolleginnen und Kollegen, die vorher ein Universitätsstudium absolviert hatten, bestätigten. Zwar sind diese Betriebswirt Fernlehrgänge nicht so weit gefächert wie Bachelor-Studiengänge, aber durchaus mit Ihnen vergleichbar. michael

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   18.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also sämtliche Meister, die nach ihrer Meisterausbildung (6-12 Monate) noch ein Studium angehängt haben, berichten mir und auch hier im Forum vom genauen Gegenteil.... UNd meiner Meinung nach, können diese Personen es bestimmt besser beurteilen, als diese, die "nur" einen Meister oder eine anderen Weiterbildung durchlaufen haben...

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   18.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
In Wiwi braucht man eigentlich nicht viel praktische Erfahrung. Man lernt sehr viel "on-the-job", da es ein KAUFMÄNISCHER BERUF ist. Natürlich kann ein Facharbeiter oder Techniker in SEINEM FACHBEREICH sehr viel. Darum geht es doch nicht. Ich habe übrigens respekt vor diesen Menschen, weil sie oft den Laden zusammenhalten und öfters einfacher gestrickt sind.

Wertungsfrei kann ich sagen, dass ein Studium ein Vollzeitjob ist. Und ein sehr schwerer dazu. Gerade in Wirtschaftswissenschaf, wo Praktika gemacht werden, Sprachen gelernt werden müssen, Notendruck herrscht ist es ein harter Job. Zudem kommt die Finanzierung. Arbeiten nebenbei ist an der Tagesordnung. Es braucht sehr viel Durchhaltevermögen, zumal man als Absolvent und heutzutage ist dies Realität sehr schwer einen Einstieg findet, sodass die Studienzeit als verschwendet angesehen werden kann. Die öffentlich Gleichstellung ist m.M.n. nicht korrkt, wird allerdings doch nirgends auch so empfunden.

Ich habe zB viele Techniker oder Meister auf Ing-Positionen in der Industrie erlebt, die dem Ing. den Job wegnahmen. Viele hatten nur einen Hauptschulabschluß. Trotzdem machten sie den Job gut. Die Mehrheit der Ings. entwickelt doch nichts bzw. sein wir mal ganz ehrlich (ich habe BWL in Köln und Maschbau in Aachen studiert), so ein riesen Entwickler ist man nach dem Studium nicht. Man ist eigentlich eine Null. Es gibt Ausnahmen. Jedenfalls habe ich sehr viel von meinen Kollegen ohne Studium als auch mit Studium gelernt. Ich habe zwar tatsächlcih bei Meistern ab und zu Arroganz und Vorurteile erlebt, aber gleiches auch bei Ings. gegenüber dem "niedrigen Volk".

Zum Thema Mathematik: Hier hat jmd. geschrieben, dass Mathematiker über BWL lächeln. Inwiefern? Ja, die Mathematik ist in BWL nicht auf ihrem Niveau, Finance außen vor, trotzdem ist das Studium sehr aufwendig und anspruchsvoll. Ich kenne genug Mathematiker, die im BWL Studium (Zweitstudium) Probleme hatten, denn da sind auch andere Fähigkeiten verlangt. Viele sehr gute Mathematiker taten sich relativ schwer in BWL. Andersherum habe ich Wiwis gehsen, die parallel den Mathematik Bachelor mit Auszeichnung machen usw. ES IST ALLES VON JEDER PERSON ABHÄNGIG. JMD. ZU BELÄCHELN ZEIGT FEHLENDE GEISTIGE GRÖßE.


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   18.06.12
  Micha1203
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
ich weiß ja nicht was du genau studierst...aber meine schwester ist an einer uni und schreibt nur eine einzige arbeit, mit 20-25 seiten...und hat dann auch ihren bachelor....
eine freundin hat wirtschaftsinformatik studiert - an einer uni - und hatte auch nur eine bachelor-arbeit von ca 25 seiten.......
ich denke, das kommt auf den studiengang an....daher: was studierst du?



Lounge Gast schrieb:
>
> Haha.
>
> Du bist der Burner :-D
>
> 30 Seiten. Von der Sorte habe ich 5 Seminararbeiten
> geschrieben.
>
> Und die Uni Krems... Na ja..
> An eine richtige Uni kannst du eben, vollkommen zu recht,
> auch wenn man sich diese Posts durchliest, nicht!
>
> Micha1203 schrieb:
> >
> > ps: ich habe übrigens bei meinem geprüften Betriebswirt
> IHK
> > durchaus 4 schriftliche Prüfungen, 2 mündliche, und eine
> > Bachelor-Arbeit von 30 Seiten, in der ich ein Problem in
> > einer Firma erkennen, darstellen, beschreiben muss - und
> > lösen!!! (darauf gibt es die meisten Punkte)....und: es
> darf
> > natürlich nicht sein, dass dieses Problem in der Firma
> > bereits gelöst wurde...denn: die IHK prüft das nach, ob so
> > etwas bereits umgesetzt wurde oder nicht...wenn sie die
> > Möglichkeit dazu haben....weil ich irgendwo gelesen habe,
> > dass man mit einer Aus- und Weiterbildung ja keine
> Probleme
> > im lösen kann, weil man es nicht im Studium gelernt
> > hat????!!!!....Probleme mit Musterlösungen lernt man eh
> > nirgends - zumindest in keiner Schule oder Uni - sondern
> im
> > Leben!!!!....Und da denke ich, dass wir Berufstätigen
> > durchaus einen Schritt voraus sind....denn wir wissen, was
> > draußen abgeht....Erfahrung nennt man es auch, oder sind
> > bereits mehrfach damit konfrontiert worden...zeigt mir ein
> > Beispiel an Problem, das in der Uni besprochen habt und
> eine
> > Lösung dafür gefunden habt, die sich draußen immer
> anwenden
> > lässt....
> > und noch was: die Arbeitgeber draußen wissen übrigens
> auch,
> > was sie fordern...wenn sie einen mit Studium möchten, dann
> > stellen sie auch nur so einen ein.....Wir waren letztins
> mit
> > der "Klasse" vom Betriebswirt auf der
> > "akademica"- Messe in München....und die
> > Arbeitgeber vor Ort an den Ständen haben durchaus
> gewusst, wo
> > der Unterschied liegt und was ihnen persönlich wichtig
> > ist...also da braucht ihr auch keine Angst zu haben,
> dass wir
> > Weiterbildler jetzt den Uni-Absolventen den Job
> > wegnehmen.........
> >
> > Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst
> du
> > immer nur das bleiben, was du bereits bist!

Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst du immer nur das bleiben, was du bereits bist!


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   19.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also für meinen Bachelor sind 60-70 Seiten angesagt...

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   19.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wird nun neuerdings die Wertigkeit einer Ausbildung an der Menge an Seminararbeiten gemessen? Die Bachelorarbeit ist der Abschluss eines Studiums, sozusagen der letzte Akt und daran kann man beim besten Willen nicht den Anspruch eines Studiums ableiten. Ich hatte in meinen 7 semestrigen Ingenieursstudiengang 30 Modulprüfungen und nochmal mindestens 60 Prüfungsvorleistungen, die uns überhaupt erstmal zu den Modulprüfungen zugelassen haben. Jede dieser Vorleistungen wurde unter Prüfungsbedingungen abgelegt, entweder mündlich oder schriftlich. Diese ganzen Vorleistungen waren alle mit diversen Praktikas verknüpft. Der Umfang eines BA-Studiums wird mit gut 6000 Stunden angegeben, der Umfang eines Meisterlehrgangs mit hochgerechnet 1000 Stunden. Der Umfang und Niveau des Meisterlehrgangs liegen unter dem eines Bachelorstudiums. Die einzige Grund für diese Aufwertung beruht auf der Berufserfahrung des Meisters. (hab ich so vom Bildungsministerium per Mail gesagt bekommen) Nur was hat Berufserfahrung in einem Ausbildungsvergleich zu suchen? Für diese Einstufung wurden nur die IHK/HWK eingeladen, keinerlei Vertreter der Hochschulen. Wenn man sich tagelang nur von der HWK beschwafeln lässt, dann glaubt man als politischer Entscheidungsträger irgendwann wirklich, dass der Meister gleichwertig sei, es konnte ja keinerlei Gegenargumente geben, weil eben keiner da war, der solche hätte einbringen können. In dem Vergleich wurde letztendlich ein 35 jähriger Meister (12 Jahre Berufserfahrung) mit einem Bachelor frisch von der Uni verglichen, wobei aber nicht berücksichtigt wurde, dass es ebenso Meister gibt, die schon mit 23 fertig sind. Was ist denn, wenn man den Ingenieur mit 12 Jahren Erfahrung mit dem 23 jährigen Meister vergleicht, hat dann der Meister immernoch diesen begründeten Mehrwert, den er durch seine Berufserfahrung angeblich besitzt? Das allein zeigt schon, dass der Aspekt der Berufserfahrung in einem Ausbildungsvergleich nichts zu suchen hat. Man muss Dauer, Umfang und Niveau der Ausbildungsinhalte vergleichen, was man später daraus macht, ist eh in keine Messskala hinein zu stopfen.

Das Schlimme ist ja wirklich, dass viele Meister wirklich glauben, dass ihre 6-12 monatige Weiterbildung mit einem mehrjährigen Studium mithalten kann und kommt jetzt bitte nicht, mein Meister ging 3 Jahre, das war die Teilzeitvariante. Wie da wirklich mit abstrusen Mitteln versucht wird, die Meisterschule schön zu rechnen bzw vom Umfang her groß zu reden. Die Meisterschule soll betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen schaffen, damit man einen eigenen kleinen Betrieb eröffnen kann, weil es gerade im Handwerk einen Meisterzwang gibt, was sowas betrifft. Vom Niveau wollen wir da garnicht mal erst anfangen.


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   19.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Der Bildungsstand eines Hauptschulabsolventen ist nicht annähernd mit dem eines Gymnasium-Schülers am Ende der 9ten Klasse vergleichbar, obwohl beide gleiche Fächer wie Mathematik, Englisch und Physik haben und ihre Ausbildung bis dahin gleich lang war.

Das scheint allen klar zu sein und darüber diskutiert auch niemand.

Aber wieso ein Meister/Betriebswirt etc., was das gleiche in grün ist, nicht einem Hochschulstudium entspricht scheinen unsere Handwerker hier nicht zu begreifen.

Also nochmal für alle:
1. Die Dauer der Ausbildung hat nichts mit ihrem Niveau zu tun!!!!!

2. Teilzeit (Meister, Betriebswirt) ist nicht gleich Vollzeit (3-3,5 Jahre für Bachelor, 40 Stunden die Woche Arbeit fürs Studium auf höchstem Niveau!)!
3. Auch Uniabgänger bekommen Berufserfahrung und auch Facharbeiter haben zu Beginn ihrer Laufbahn diese nicht!


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   19.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
also ich muss mich über die nicht-akadmiker in diesem forum doch sehr wundern. nachdem ich meinen meister gemacht habe, hab ich mein abi nachgeholt und bin nochmal in eine ganz andere richtung studieren gegangen.

@techniker: ein studium ist UM EINIGES anspruchsvoller als ein meister. ich habe nur studiert, weil ich mich gefragt habe: "soll das alles sein?" ikch glaube ich bin da einer der wenigen, die sich ein urteil erlauben können. gott sei dank haben die meisten personaler studiert und nicht nur einen meister gemacht. so werden sie bei ihren einstellungen den bachelor nicht auf eine stufe mit dem meister stellen :D


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   19.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Tja das Problem wird nur sein ,dass die Gehälter wieder sinken werden mit dieser Angleichung.Über manche Gesetze muss man sich wirklich wundern.Mann Mann auf Gymnasien gibt es jetzt auch Klassen wo lernbehinderte sind. Dann werden die unschuldigen REfrendare die frisch von der UNi sind auf diese losgelassen. Irgedwann haben diese ganzen Gleichstellungswahn in Deutschland genug.

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   20.06.12
  Micha1203
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
also zu meinem Fall bzgl BWL und Betriebswirt (andere Studiengänge und Meister will ich gar nicht vergleichen, weil ich da nichts drüber weiß), aber hier ist es ja so, dass meist eine Wirtschaftsschule oder Realschule Wirtschafts-Zweig, dann eine kaufmännische Ausbildung (Unterricht in der Berufschule + praktisches Erlernen im Betrieb) und dann noch der Fachwirt vor dem Betriebswirt kommt....sprich: ich habe, wenn ich alles in Vollzeit mache, am Ende 3-4 Jahre BWL in der Wirtschaftsschule, dann 3 Jahre in der Ausbildung, dann ein halbes Jahr beim Fachwirt und dann ein halbes Jahr im Betriebswirt, bis ich den Bachelor in BWL hab...
(die Wirtschaftsschule, die kaufmännische Ausbildung + der Fachwirt sind übrigens VORAUSSETZUNG dass man überhaupt den Betriebswirt machen darf.....)
= insgesamt ca 7 Jahre...je nachdem ob Ausbildung verkürzt wurde oder man 3 oder 4 Jahre in der Schule bereits BWL hatte.
Wenn jemand direkt nach dem Gymnasium BWL studiert, hat er absolut keine Ahnung was das überhaupt ist....und fängt mit dem an, was wir in der 7.Klasse gelernt haben....
Wie lange dauert so ein BWL-Studium bis man seinen Bachelor hat?! Und dann hat man aber noch nicht Erfahrungen im Betrieb sammeln können....Klar fängt das Studium erst nach vielen vielen harten Jahren Gymnasium an....und man ist oft erst 19, bis man studieren kann....aber dafür haben diese Leute vorher nie was von Rechnungswesen gehört....ich dagegen hatte mit 19 bereits 6 Jahre schulisches Rechnungswesen + BWL-Themen hinter mir!!! und muss nochmal ein ganzes Jahr drauf legen - und im Betriebswirt geht es sehr viel tiefer als in der Wirtschaftsschule oder kaufmännischen Ausbildung, die im übrigen auch schon sehr extrem war....(man unterschätzt bitte keine Wirtschaftsschule)
Mit meinem Betriebswirt bin ich auch erst fertig, wenn ich 27 Jahre alt bin....habe aber viel BWL-Theorie (insgesamt 7 Jahre Vollzeit-Schule) hinter mir + 6 Jahre Berufserfahrung (nach meiner Ausbildung) in einem kaufmännischen Betrieb. Ich denke schon, dass das einen Bachelor (der im Übrigen nicht akademisch ist, wenn man ihn über die IHK erwirbt und auch nicht international anerkannt ist), verdient!!!
-----PS: bevor jetzt wieder Meldungen kommen bzgl Meister im Handwerk oder sowas: hier geht es grad NUR um BWL !!!!! ----------

Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst du immer nur das bleiben, was du bereits bist!


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   20.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Seit wann kann man den Bachelor an der IHK machen?!
Es wird ja immer besser...

Gute Nacht deutsches Bildungssystem und danke Frau Schavan für den Todesstoß!

Micha1203 schrieb:
>
> also zu meinem Fall bzgl BWL und Betriebswirt (andere
> Studiengänge und Meister will ich gar nicht vergleichen, weil
> ich da nichts drüber weiß), aber hier ist es ja so, dass
> meist eine Wirtschaftsschule oder Realschule
> Wirtschafts-Zweig, dann eine kaufmännische Ausbildung
> (Unterricht in der Berufschule + praktisches Erlernen im
> Betrieb) und dann noch der Fachwirt vor dem Betriebswirt
> kommt....sprich: ich habe, wenn ich alles in Vollzeit mache,
> am Ende 3-4 Jahre BWL in der Wirtschaftsschule, dann 3 Jahre
> in der Ausbildung, dann ein halbes Jahr beim Fachwirt und
> dann ein halbes Jahr im Betriebswirt, bis ich den Bachelor in
> BWL hab...
> (die Wirtschaftsschule, die kaufmännische Ausbildung + der
> Fachwirt sind übrigens VORAUSSETZUNG dass man überhaupt den
> Betriebswirt machen darf.....)
> = insgesamt ca 7 Jahre...je nachdem ob Ausbildung verkürzt
> wurde oder man 3 oder 4 Jahre in der Schule bereits BWL hatte.
> Wenn jemand direkt nach dem Gymnasium BWL studiert, hat er
> absolut keine Ahnung was das überhaupt ist....und fängt mit
> dem an, was wir in der 7.Klasse gelernt haben....
> Wie lange dauert so ein BWL-Studium bis man seinen Bachelor
> hat?! Und dann hat man aber noch nicht Erfahrungen im Betrieb
> sammeln können....Klar fängt das Studium erst nach vielen
> vielen harten Jahren Gymnasium an....und man ist oft erst 19,
> bis man studieren kann....aber dafür haben diese Leute vorher
> nie was von Rechnungswesen gehört....ich dagegen hatte mit 19
> bereits 6 Jahre schulisches Rechnungswesen + BWL-Themen
> hinter mir!!! und muss nochmal ein ganzes Jahr drauf legen -
> und im Betriebswirt geht es sehr viel tiefer als in der
> Wirtschaftsschule oder kaufmännischen Ausbildung, die im
> übrigen auch schon sehr extrem war....(man unterschätzt bitte
> keine Wirtschaftsschule)
> Mit meinem Betriebswirt bin ich auch erst fertig, wenn ich 27
> Jahre alt bin....habe aber viel BWL-Theorie (insgesamt 7
> Jahre Vollzeit-Schule) hinter mir + 6 Jahre Berufserfahrung
> (nach meiner Ausbildung) in einem kaufmännischen Betrieb. Ich
> denke schon, dass das einen Bachelor (der im Übrigen nicht
> akademisch ist, wenn man ihn über die IHK erwirbt und auch
> nicht international anerkannt ist), verdient!!!
> -----PS: bevor jetzt wieder Meldungen kommen bzgl Meister im
> Handwerk oder sowas: hier geht es grad NUR um BWL !!!!!
> ----------
>
> Wenn du immer nur das tust, was du bereits kannst, wirst du
> immer nur das bleiben, was du bereits bist!


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   21.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Mein Cousin ist persönlich ein netter Kerl, aber geistig gesehen nicht so eine Leuchte.
Er hatte einen Hauptschulabschluss von 4,3 (Mathe 4, Englisch 5, Deutsch 4; keine Ahnung, bei mir in Baden-Württemberg wäre man da durchgefallen, bei ihm in Bayern ging das wohl). Danach hat er eine Ausbildung versemmelt und ist rausgeflogen. Dann hat er mit 24 eine Ausbildung zum Lagerlogistiker angefangen. Wieder so im 3er Bereich abgeschlossen. Jetzt hat er seinen Meister da gemacht. 9 Monate Vollzeit. Durchfallquote 0. Ich habe eine paar seiner Kollegen gesehen... "Oh my god" würde die Amerikaner sagen... Nach 3 Sätzen konnte man da auf den geistigen Stand schließen... Seine Arbeitseinstellung hatte sich übrigens nie geändert. Und er soll jetzt auf dem Nievau eines Uni-Absolventen sein?!?!?! Erklärt mir das mal bitte jemand


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   21.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Die IHK nennt jetzt einfach alle ihre Weiterbildungen: Bachelor Professionell (CCI)
Die sind der Meinung, dass wenn man mit einem Bachelor auf Stufe 6 steht, man auch so heißen sollte.... Was in den letzten Jahren in Sachen Bildung abgegangen ist, ist extrem lächerlich!!! So gut wie alles wurde verwäßert. Das führt dazu, dass ich nach meinem 7 Sem. Bachelor Studium und vorheriger Ausbildung noch nen Master machen muss....


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   21.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Eine dreimonatige Meisterschule auf dem Niveau der Realschule wird mit drei bis vier Jahren Uni bzw. FH gleichgestellt? Das ist wirklich absurder Schwachsinn. Als Akademiker wird einem ein dreimonatiges Praktikum ja auch nicht als dreijährige Berufspraxis anerkannt. Generell hinkt das Argument, die Berufspraxis als theoretisches Wissen zum Meister/Fachwirt hinzuzählen extrem. Was ist mit den Leuten, die bereits eine abgeschlossene Lehre und/oder Berufspraxis vor ihrem Studium erlangt haben? Denen müsste dann das selbe Privileg wie den Meistern zukommen und sie müssten ebenfalls besser gestellt werden.

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   24.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also sorry, ich habe durch meinen Meister nach einem Jahr 14000 euro Schulden. Vom Lohnausfall mal gar nicht geredet. Finde es vollkommen in Ordnung das man den Meister dem Bachelor gleichstellt. Was bringt es denn wenn alle nur noch Theoretiker sind und keiner mehr anpacken kann. Und wenn du ein guter Handwerker bist und ordentliche Arbeit leistest, dann kannst du 10 mal deinen Bachelor machen und wirst nicht das verdienen. Und das wird durch den extremen Fachkräftemangel in Deutschland immer schlimmer.

Ganz ehrlich, bin froh drüber....


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   24.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Fachkräftemangel????

Das glaubst auch nur du... Nen Bekannter von mir ist auch Elektro Meister (25 Jahre alt) Der arbeitet in Hannovetr für 2000? Brutto, weil es Meister wie Sand am Meer gibt! Ich finde es auch immer komisch, dass die Meister meine, eine Gleichstellung wäre angebracht, weil der Meister ja sooo teuer war - Nur weil die IHK euch abgezockt hat, heißt das nicht, dass diese Weiterbildung auf hohem Niveu statt gefunden hat. Im Gegensatz: 95% bestehen den Meister


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   25.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wenn hier ein Meister von dem Verdienstausfall von 12 Monaten klagt, was soll ich sagen, der nach Ausbildung und Arbeitszeit als Facharbeiter ein Jahr Fachabi + 3,5 Jahre Bachelor auf mich genommen hat?! Oder was sagt der Abiturient, der in den 3 Jahren, so der Azubi schon Geld nach Hause gebracht hat immernoch ohne eigenes Einkommen auskommen musste und zusätzlich noch 3-4 Jahre Studium. Sowas könnte man auch als Verdienstausfall deklarieren. Verdienstausfall wären da allein bei mir schon 135.000 Euro + Studienbeiträge + Bafög-Schulden + Schulden bei meiner alleinerziehenden Mutter. Der angebliche Fachkräftemangel kann doch nicht der Grund sein, nun alles über einen Kamm zu scheren, nur damit einem die Statistiken nicht mehr so übel vorkommen. Ich habe übrigens noch nirgendwo diesen besagten Fachkräftemangel erlebt. In meinen damaligen Unternehmen, kommen derzeit immernoch knapp 60 Bewerbungen auf eine Stelle, anstatt früher halt 90 Bewerbungen auf eine offene Stelle. 14.000 Euro Schulden für nen Meister, das ich nicht lache. Preis Leistung stimmt doch seit Jahren nicht mehr bei der IHK. Die IHK/HWK haben ein Monopol in diesem Bereich, weil es schlichtweg im Handwerk einen Meisterzwang gibt und das lassen sie sich kräftig bezahlen, deswegen ist die Ausbildung noch lang nicht hochwertig. Ich kenne ehemalige Kollegen, die nen Meister gemacht haben und auch Leute, die nach einem Meister studieren "wollten". Von denen ist keiner der Meinung, der Bachelor sei gleichwertig.

Fakt ist, ein Studium ist die hochwertigere Ausbildung, sie dauert länger und ist mit weitaus mehr persönlichen Verlusten verbunden, da man jahrelang auf Geld verzichtet. Fakt ist auch, dass in den heutigen Studiengängen weitaus mehr Praxis enthalten ist, als es so manchen Meistern lieb ist und was deswegen laufend ignoriert wird. Seht euch die Abschlussprüfungen der IHK mal an, sowas kann man doch wohl nicht niveauvoll nennen. Die Zugangsvoraussetzung für den Meister ist mindestens ein Hauptschulabschluss + Ausbildung + kurze Berufspraxis und trotzdem schaffen locker >93% den Abschluss jedes Jahr. Beim Studium ist die Sache schon repräsentativer, es wird ein höherer Abschluss als Zugang vorausgesetzt und die Abbrecherquoten sind weitaus!!! höher, gerade in den technischen Fächern.

Und dieses Totschlagargument der Meister, ein Akademiker habe praktisch nichts drauf ist doch absolut an den Haaren herbei gezogen. Der Akademiker lernt wie jeder andere Arbeitnehmer dieser Welt auch betriebliche Zusammenhänge, wenn er erstmal im Betrieb ist, sofern er wie ich nicht schon eine Ausbildung + Arbeitszeit hinter sich hat, das sind nicht wenige, die über den 2. Bildungsweg zum Studium gekommen sind.


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   26.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Wir brauchen nicht zu warten, an der Hochschule Darmstadt ist es bereits soweit. Es gibt das Pilotprojekt "Vom Meister zum Master". Es startete im April 2012.

MfG


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   26.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Sorry, aber sowas kann ich dann nicht als Ingenieur ernst nehmen!


Lounge Gast schrieb:
>
> Wir brauchen nicht zu warten, an der Hochschule Darmstadt ist
> es bereits soweit. Es gibt das Pilotprojekt "Vom Meister
> zum Master". Es startete im April 2012.
>
> MfG


[auf diesen Beitrag antworten]

   27.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Meine Eltern sind in den Ostblockstaaten aufgewachsen und da durfte sich jeder der ne Wirtschaftsschule/Technikerschule besuchte (vergleichbar mit TG oder WG) Ingenieur/Akademiker nennen. Viele haben sich nach der Wende (und heute noch) vera...t gefühlt aber es hat schon seine Richtigkeit warum viele der Abschlüsse einfach nicht anerkannt wurden.

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   27.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Master ist Master

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   27.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Jo, dann kann man genauso gleich jedem zur Geburt einem Master auf die Stirn stempeln. Ich frag mich, wozu solche Pilotprojekte? Seit 2004 bekommt der Meister ein Fachabiturabschluss mit anerkannt, wobei er nichtmal Themen eines Fachabiturs behandelt hat. Allein das ist schon ein Geschenk. Für eine 6 monatige Vollzeitweiterbildung bekommt man nun evtl. ein 12 monatiges Fachabitur (oder sogar 3 jähriges Vollabitur) + 3-4 jährigen Bachelor "geschenkt", sodass man direkt in den Master starten kann?! Wenn das wirklich mal so umgesetzt werden würde, dann würde ich mich dafür schämen ein Deutscher zu sein, weil soviel Inkompetenz passt auf keine Kuhhaut mehr. Jeder Meister KANN studieren, wenn er möchte, weil er die HZB bereits mit dazu bekommt. Das Komische ist doch, er bekommt die Berechtigung einen Bachelor zu studieren als Meister und ist nun gleichzeitig mit einem Absolventen gleichgestellt? Wie passt das zusammen? Ich kann doch nicht sagen, du hast dich mit erfolgreichem Meisterabschluss für eine HZB eines BA Studiums qualifiziert, aber gleichzeitig bist du ja dem Bachelorabsolventen schon ebenbürtig. Sowas kann nur einer Schavan einfallen. Normalen Menschen würde sowas nie in den Sinn kommen. Sieht man sich die Statistiken an, wieviele von diesen Meistern den Bachelor bestehen, dann kann man daraus schön Schlüsse ziehen. An mindestens einem Fachabitur, gerade in den technischen Studiengängen, die ja für den Meister interessant sein dürften, kommt meiner Meinung nach keiner vorbei.

Im Bereich BWL gibt es schon ewig solche Projekte, da werden staatlich geprüfte Betriebswirte direkt zum Master zugelassen, damit wird zumindest geworben. Was sie einem nicht erzählen ist, dass man diese Master an einer britischen Hochschule absolvieren muss, was nirgendwo wirklich anerkannt wird. Das ist das Problem der IHK, HWK und Berufs"akademien". Die wollen sich seit Jahren als etwas darstellen, was sie nicht sind. Die sind genauso gewinnorientiert, verschaffen sich ein angeblich gutes Image, damit die Schülerzahlen steigen und damit gleichzeitig die Einnahmen. Wenn man den Versprechungen dieser Institutionen glauben würde, dann bräuchten wir seit gut 10 Jahren kein staatliches Hochschulwesen mehr.


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   27.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ob ein Master sich lohnt kann man pauschal nicht sagen, es kommt vor allem auf die Arbeitsstrukturen deines späteren Unternehmens an.

1. Viele (Wirtschaftsprüfung) sind dazu übergegangen beide pauschal gleich zu bezahlen

2. Es gibt Bereiche (Risikomanagement usw.) wo man ohne Master gar nicht rein kommt

3. Unternehmensstruktur: Je nachdem wie dein Unternehmen aufgebaut ist (Hierarchie, autarke Ebenen/Abteilungen) laufen Beförderungen anonym über Qualifikation ab oder über Kontakte. Wenn du z. B. bei Daimler im Controlling für Qualitätsmanagement sitzt wirst du im Vergleich zum Master immer den Kürzeren ziehen, wenn es um übergreifende Beförderungen geht.

Fazit: Je dezentraler die/das Unternehmen in dem du später arbeiten willst aufgestellt ist, desto mehr musst du auf deine Qualifikationen zurückgreifen.


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   27.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Lieber ein Bachelor als ein Master ohne Bachelor davor.
So ein Master ist absolut nichts wert. Da fehlen die harten Grundlagen. Im Master fällt doch niemand durch.
In den Ingenieurwissenschaften ist das noch schlimmer wenn die Grundlagen im Bachelor fehlen. So einen Master kann man gleich in die Tonne kicken.

Lounge Gast schrieb:
>
> Master ist Master


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   28.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das ist wohl eher der Wunsch des Beitragserstellers.

wenn ein Meister tatsächlich einen Master besteht dann hat er Ihn auch verdient.

Lounge Gast schrieb:
>
> Lieber ein Bachelor als ein Master ohne Bachelor davor.
> So ein Master ist absolut nichts wert. Da fehlen die harten
> Grundlagen. Im Master fällt doch niemand durch.
> In den Ingenieurwissenschaften ist das noch schlimmer wenn
> die Grundlagen im Bachelor fehlen. So einen Master kann man
> gleich in die Tonne kicken.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Master ist Master


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   28.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Der Master ist aber leider nicht so schwer, wie ein Bachelor. Ich selbst bin momentan im Master und der Bachelor ist nunmal der Part des Studiums, wo die meisten wieder nach Hause gehen können aufgrund der Grundlagenfächer. Im Bachelor fällt der Großteil in Grundlagenfächern wie Mathe, Physik etc durch. Fakt ist, wer einen Master ohne vorherigen Bachelor besteht, ist noch lang kein vollwertiger Master. Davon abgesehen ist laut Bildungsministerium ein Masterstudium ohne vorherigen Bachelor nicht möglich und das wird auch so bleiben! Diese Pilotprojekte sind wie der Name schon sagt Projekte, Studien, die bestimmte Zusammenhänge untersuchen sollen. Man stelle sich mal vor ein Meister mit Hauptschulabschluss wird zum Master zugelassen, hatte noch nie höhere Mathematik, hat keine technischen Grundlagenfächer gehabt und dieser "Master" soll nun mit einem vollwertigen Masterstudium mithalten können? Ein Master setzt 210 Credits voraus bei uns, wo ist denn diese Einstufung bei den Meistern? Kriegen die mal eben 210 Credits für 6 Monate Vollzeitschule? Dann könnten aber einige Studenten nach dem 1. Semester klagen, dass es diskriminierend sei, dass ein Meister für 6 Monate 210 Credits bekäme und der Student nur 30. Sowas wie vom Vorposter kann nur von jemandem kommen, der noch nie studiert hat. Ein Master ist ein Aufbaustudium und wenn vorher kein Bachelor absolviert wurde, worauf baut das bitte auf? Auf dem groben Wissen eines Meisters? Dann gut Nacht Deutschland.

[auf diesen Beitrag antworten]

   28.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das wird bestimmt so kommen. Einen Dr. kann man auch ohne Master oder Uni-Diplom bekommen. Ein ehemaliger Klassenkamerad (Sozialarbeit an der FH) hat das auch geschafft. Das Thema der Dissertation ist mehr als peinlich. Es läuft alles auf eine Entwertung von Hochschulabschlüssen hinaus. Ist doch auch ganz klar, wenn bald 50% eines Jahrgangs so etwas haben werden.

Lounge Gast schrieb:
>
> Der Master ist aber leider nicht so schwer, wie ein Bachelor.
> Ich selbst bin momentan im Master und der Bachelor ist nunmal
> der Part des Studiums, wo die meisten wieder nach Hause gehen
> können aufgrund der Grundlagenfächer. Im Bachelor fällt der
> Großteil in Grundlagenfächern wie Mathe, Physik etc durch.
> Fakt ist, wer einen Master ohne vorherigen Bachelor besteht,
> ist noch lang kein vollwertiger Master. Davon abgesehen ist
> laut Bildungsministerium ein Masterstudium ohne vorherigen
> Bachelor nicht möglich und das wird auch so bleiben! Diese
> Pilotprojekte sind wie der Name schon sagt Projekte, Studien,
> die bestimmte Zusammenhänge untersuchen sollen. Man stelle
> sich mal vor ein Meister mit Hauptschulabschluss wird zum
> Master zugelassen, hatte noch nie höhere Mathematik, hat
> keine technischen Grundlagenfächer gehabt und dieser
> "Master" soll nun mit einem vollwertigen
> Masterstudium mithalten können? Ein Master setzt 210 Credits
> voraus bei uns, wo ist denn diese Einstufung bei den
> Meistern? Kriegen die mal eben 210 Credits für 6 Monate
> Vollzeitschule? Dann könnten aber einige Studenten nach dem
> 1. Semester klagen, dass es diskriminierend sei, dass ein
> Meister für 6 Monate 210 Credits bekäme und der Student nur
> 30. Sowas wie vom Vorposter kann nur von jemandem kommen, der
> noch nie studiert hat. Ein Master ist ein Aufbaustudium und
> wenn vorher kein Bachelor absolviert wurde, worauf baut das
> bitte auf? Auf dem groben Wissen eines Meisters? Dann gut
> Nacht Deutschland.


[auf diesen Beitrag antworten]

   28.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
So ein Quatsch.

Ein Master schafft jeder. Das sind doch nur noch Wahlfächer. Die harten Grundlagen sind im Bachelor. Früher Vordiplom. Ich weiß es, denn ich hab ein Diplom und einen Master. Der Master war ein Spaziergang.

Lounge Gast schrieb:
>
> Das ist wohl eher der Wunsch des Beitragserstellers.
>
> wenn ein Meister tatsächlich einen Master besteht dann hat er
> Ihn auch verdient.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Lieber ein Bachelor als ein Master ohne Bachelor davor.
> > So ein Master ist absolut nichts wert. Da fehlen die
> harten
> > Grundlagen. Im Master fällt doch niemand durch.
> > In den Ingenieurwissenschaften ist das noch schlimmer wenn
> > die Grundlagen im Bachelor fehlen. So einen Master kann
> man
> > gleich in die Tonne kicken.
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Master ist Master


[auf diesen Beitrag antworten]

   28.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Naja das der Master immer nen Spaziergang ist, ist auch Quatsch, mag vielleicht auf deinem Studiengang und diesen ganzen MBA Master zutreffen aber nicht generell

[auf diesen Beitrag antworten]

   29.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Also ob ihm Master jemals jemand rausgeprüft wird...

Während die Abbruchquoten beim Bachelor bei sicher 40% liegen, sind sie im Master bei ca. 5%. Und das sind dann zu 99% persönliche Gründe und nicht das Nicht-Schaffen oder endgültig Durchfallen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Naja das der Master immer nen Spaziergang ist, ist auch
> Quatsch, mag vielleicht auf deinem Studiengang und diesen
> ganzen MBA Master zutreffen aber nicht generell


[auf diesen Beitrag antworten]

   29.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Früher gab es auch noch einige ganz harte Fächer im Hauptstudium. So sind früher bei E-Technik viele kurz vor Ende noch an der Feldtheorie gescheitert! Hatten dann nach fast 6 Jahren keinen Abschluß!

Lounge Gast schrieb:
>
> So ein Quatsch.
>
> Ein Master schafft jeder. Das sind doch nur noch Wahlfächer.
> Die harten Grundlagen sind im Bachelor. Früher Vordiplom. Ich
> weiß es, denn ich hab ein Diplom und einen Master. Der
> Master war ein Spaziergang.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Das ist wohl eher der Wunsch des Beitragserstellers.
> >
> > wenn ein Meister tatsächlich einen Master besteht dann
> hat er
> > Ihn auch verdient.
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Lieber ein Bachelor als ein Master ohne Bachelor
> davor.
> > > So ein Master ist absolut nichts wert. Da fehlen die
> > harten
> > > Grundlagen. Im Master fällt doch niemand durch.
> > > In den Ingenieurwissenschaften ist das noch
> schlimmer wenn
> > > die Grundlagen im Bachelor fehlen. So einen Master
> kann
> > man
> > > gleich in die Tonne kicken.
> > >
> > > Lounge Gast schrieb:
> > > >
> > > > Master ist Master


[auf diesen Beitrag antworten]

   29.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Pilotprojekte können ganz schnell umgesetz werden, dafür gibt es im deutschen Bildungssystem genug Beispiele.

Ich werde meinen Master sofort machen wenn das Pilotprojekt gängige Praxis werden sollte.


[auf diesen Beitrag antworten]

   29.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Der Master ist vom Stoff her deutlich schwieriger als der Bachelor, allerdings werden beim Bachelor haufenweise Leute ausgesiebt, die entweder fürs Studium oder für den Studiengang nicht geeignet sind. Die die nen Master anfangen haben sich i.d.R. im Bachelor als fähig erwiesen und da kommen wie schon beschrieben höchstens private Dinge dazwischen.

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   29.06.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das "pilotprojekt" wird zu 100% nicht umgesetzt. Diese Hochschule braucht nur neue Zielgruppen, weils finanziell nicht gut läuft. Hab das schriftlich vom Bildungsministerium, dass es einen Master ohne Bachelor in Deutschland nicht geben wird. hört auf zu träumen

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   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Na ein Glück :) Sonst wär ich ausgewandert.

[auf diesen Beitrag antworten]

   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Das der Bachelor mit dem Meister auf einer Stufe steht konnte vor ein paar jahren auch keiner glauben.

Das Meister bald zum Master zugelassen werden ist der nächste Schritt den die IHK anstreben wird.


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   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Die IHK kann anstreben was sie will.

Die Unis könmnen immer noch selbst entscheiden wenn sie zulassen und wen nicht.
Diese dreckige Lobby-Arbeit die die IHK macht, hört an den renomierten Unis zum Glück auf. Die werden die Meister auslachen. Was ein paar unseriöse Privat-FHs machen ist ein anderes Thema. Als ordentlicher Student (mit Abi und Bachelor) würde ich bei so einem Laden jedenfalls nicht studieren. Ich will doch nicht, dass mein Abschluss verwaschen wird.
Als Arbeitgeber würde ich solchen Leuten mit Master und ohne Bachelor auch niemals ein Master/Diplom Gehalt bezahlen, geschweige denn denen enstprechende Jobs und Verantwortung zuweisen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Das der Bachelor mit dem Meister auf einer Stufe steht konnte
> vor ein paar jahren auch keiner glauben.
>
> Das Meister bald zum Master zugelassen werden ist der nächste
> Schritt den die IHK anstreben wird.


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   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ja sicher... Und danach will die IHK durchsetzen, dass der Meister direkt zur Promotion zugelassen wird - Und ein paar Jahre später will die IHK dann durchsetzen, dass der Meister eine Promotion gleichgesetzt wird...

Ich hoffe auch die Meister verstehen die Ironie...

Maßgebend ist, was die Industrie für Personen einstellt! Die wird auch weiterhin nen richtigen Ingineur (Bachelor + Master, FH Diplom etc.) einstellen, wenn es um die entsprechenden Jobs geht. Nen Meister + Master kann man nicht als Ingineur ernst nehmen! Da hat meiner Meinung nach nen reiner Bachelor mehr Know how was das theoritische Wissen angeht!

Lounge Gast schrieb:
>
> Das der Bachelor mit dem Meister auf einer Stufe steht konnte
> vor ein paar jahren auch keiner glauben.
>
> Das Meister bald zum Master zugelassen werden ist der nächste
> Schritt den die IHK anstreben wird.


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   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Nochmal für manche begriffsstutzige. Wenn ein Meister zum Master zugelassen werden würde, dann wäre es genauso, als wenn man einen Hauptschüler oder Abiturienten direkt zur Meisterschule zulassen würde. Der Meister setzt eine Berufsausbildung voraus und der Master eben einen Bachelor. Der Master setzt je nach vorherigem Bachelorstudium 180-240 Credits voraus, sowas kann der Meister mit seiner 6 monatigen Vollzeitschule auf keinen Fall vorweisen. Um Ausbildungen vergleichbar zu machen, was ja auch das Ziel des DQR sein sollte, wurden im Hochschulsystem Credits vergeben. Nun stellt man direkt den Meister, mit einem Bachelor gleich, ohne überhaupt einmal an den Vergleich der Credits zu denken?! Wieviele Credits bekommt man denn in 6 Monaten? Man sollte die IHK mal langsam in die Schranken weisen, was dieses überzogene Profilierungsgetue anbetrifft. Wenn es nach der IHK gehen würde, dann hätten wir seit 20 Jahren kein staatliches Hochschulsystem mehr, die IHK würde monopolartig alle Fachkräfte ausbilden, was Geld in ihre Kassen spülen würde und jedem Hauptschüler den Weg direkt zur Promotion ebenen. Hauptsache man hat möglichst viele Schüler, die möglichst viel bezahlen. Der Meister ist und bleibt eine Massenausbildung auf relativ geringem Niveau und das sagt jemand, der nach jahrelanger Praxis im Betrieb zum Studium gewechselt ist. Ich kenne also beide Seiten.

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   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Sachstand Hochschule Darmstadt: Das Pilotprojekt ?Meister zum Master? ermöglicht einen Direkteinstieg auf Masterniveau ohne vorherigen Bachelor- oder Diplomabschluss und ist an der Hochschule Darmstadt erfolgreich gestartet. Die Teilnehmer haben ihre ersten Klausuren geschrieben und bis jetzt alle bestanden.

Lounge Gast schrieb:
>
> Vergleichbar ist damit heute ein Staatlich geprüfter
> Techniker. Was in der DDR FH ähnlich war, sind
> IngenieurHOCHschulen.


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   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Die Klausuren sind vermutlich auch alle lächerlich einfach im Vergleich zu den normalen an einer richtigen Uni

Lounge Gast schrieb:
>
> Sachstand Hochschule Darmstadt: Das Pilotprojekt ?Meister zum
> Master? ermöglicht einen Direkteinstieg auf Masterniveau ohne
> vorherigen Bachelor- oder Diplomabschluss und ist an der
> Hochschule Darmstadt erfolgreich gestartet. Die Teilnehmer
> haben ihre ersten Klausuren geschrieben und bis jetzt alle
> bestanden.
>
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Vergleichbar ist damit heute ein Staatlich geprüfter
> > Techniker. Was in der DDR FH ähnlich war, sind
> > IngenieurHOCHschulen.


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   02.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Lounge Gast schrieb:
>
> Die Teilnehmer
> haben ihre ersten Klausuren geschrieben und bis jetzt alle
> bestanden.
>

Das sagt schon alles über das Niveau dieser Ausbildung. Die FH Darmstadt sollte sich schämen. Lächerlich und traurig.

Ich habe Elektrotechnik auf Diplom an einer Uni studiert. Bei uns war damals der NC 2,2. Die meisten hatten 1,x Abi. Also ein ganz andere Klientel. Bei den ersten Klausuren sind erst mal 50% durchgefallen, weil man zeigen wollte, dass sich die Leute auf ihren Hintern setzen sollen.
Es gab im Vordiplom keine einzige Klausur unter 20% Durchfallquote. Rekord war 70%. Kaum jemand hat weniger als 2 Wochen für eine Klausur gelernt. Geschafft haben das Studium im Endeffekt nur 45%.

Und diese Witz-FH verschenkt jetzt Abschlüsse, die meinem gleichwertig sind. Ja super. Ich nenne sowas Titelmühle. Sowas grenzt an Kriminalität!


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   03.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Ich denke in 1 bis 2 Jahren ist auch dieses Thema durch.
Dann wird der Meister seinen Master an der FH machen können.

Die Zeit wird es zeigen.


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   03.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Hauptsache viel "Akamdemiker"....

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   03.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Hochschulen die so etwas anbieten haben in meinen Augen jegliches Recht verwirkt als seriös betrachtet zu werden.

Hier wird das akademische Niveau in den Wind geschossen.
Sowas wird nur aus Geldgeilheit gemacht. Es ist echt traurig.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ich denke in 1 bis 2 Jahren ist auch dieses Thema durch.
> Dann wird der Meister seinen Master an der FH machen können.
>
> Die Zeit wird es zeigen.


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   03.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Sehe ich auch so. Es ist schon angelaufen, andere FHs werden folgen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ich denke in 1 bis 2 Jahren ist auch dieses Thema durch.
> Dann wird der Meister seinen Master an der FH machen können.
>
> Die Zeit wird es zeigen.


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   03.07.12
  Lounge Gast
Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt
Die Fachhochschulen waren schon immer als Weiterbildungsinstitution für die Arbeiterklasse gedacht. Mit "Meister zum Master" wird diese Tradition logischerweise fortgeführt.

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Re: Bachelor wird mit Meister gleichgestellt

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