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home / lounge / Studium / Allgemeines 17.04.2014
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BWL Flut?

 Autor   Beitrag  « vorherige Seite

   16.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Leute es geht doch nicht nur um Geld. Für mich persönlich wären Ausblidungsjobs nicht weshalb ich studieren und dabei einen Heidenspaß habe. Für Nicht-Akademiker ist das natürlich unvorstellbar und ungerecht, dass man erstmal 5 Jahre in finanzieller Not leben muss, aber dafür bekommt man eben auch etwas geboten und wird nicht für das Unternehmen verheizt wie das bei BA-Studiengängen bspw. der Fall ist.

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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Die Gehälter wurden in Relation zu den Verdienstausfällen gesetzt ! Es erinnert mich einwenig, ich nenne es mal " Meister-Argumente" das Gehalt eines Akademikers mit dem Master und etlicher Berufserfahrung, Praktikas, Auslanderfahrung und und und mit dem Gehalt eines frischen Friseurs zu vergleichen. LOL.

Je nach Studiengang und Marktsituation wird der Akademiker einen "Nicht-Akademiker" gehaltstechnisch in der Summe NIE überholen können!

Ob es dir passt oder nicht, aber so sieht die Realität aus.


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Bei BA/MA ist es nicht anders, bei BA sogar schlimmer-jedenfalls in BWL und Ingenieurwissensch. Fächern. Ich habe für den BA 8 Semester gebraucht, meine Freundin 10 und das ist nicht untypisch. Ich musste mitten in meinen Prüfungen Seminararbeiten udn Abschlussarneit schreiben, das ging GAR NIIIIIIIIIIIICHT! Außerdem liegen die Prüfungen in BA so beschiessen, dass man zwanghaft länger machen muss. Ich habe auch mal 3 Prüfungen an einem Tag gehabt :/ Die ganzen Prüfungen waren immer in einer Woche gequetscht. Außerdem ist der BA so voll gepackt, wer da nebenbei arbeiten muss, der muss zwanghaft verschieben !

Ich kenne jedoch auch Studiengänge, die mit der Einführung des neuen Systems lockerer geworden zu scheinen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ihr setzt die Berechnung zu nett an!!! Bei uns liegt der
> Durchschnitt im Diplom bei genau 12 Semestern! BA/MA ist halt
> weniger, aber das ist zweitrangig. Somit sind es meist 5-6
> Jahre+ 1 Jahr Dienst (bei Ausbildung setzen den viele aus) +
> in der Regel so im Schnitt halbes Jahr Jobsuche ( eigentlich
> ist es bei vielen gar mehr, weil es sich zieht). Wenn man
> noch das Abi nimmt, dann wird mir schlecht, wenn ich sehen,
> dass meine Kumpels mit nem Realschulabschluss und als
> Techniker bei Daimler ihre 50k+ verdienen und ich als
> Absolvent um die Daimlerstelle mit 1000 anderen kämpfen muss.
> Schlimmer noch: Ich lebte die letzen Jahre im Studium an der
> Armutsgrenze (alles selbst finanziert). Meine Kumpels fahren
> alle mindestens einen neuen 5er. Einige haben Häuser gekauft
> und was hab ich? Schulden und kaum Geld. Dafür aber ein
> Diplom...lol. achja und ein Abitur und paar gering vergütete
> Praktikanachweise von sehr guten EInrichtungen;).


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
In der Tat ist die Berechnung zu großzügig. Bei der Berechnung sollte tatsächlich noch miteinbezogen werden, dass der Akademiker etwa ein Jahr lang nach dem Studium total idiotisch auf Jobsuche ist, unendlich unbezahlte Praktikas absolviert, und zuletzt noch aus Verzweiflung, um endlich einen Job zu bekommen ein Auslandssemester auf eigene Kosten absolviert. Diese Kosten wären dann ebenfalls abzuziehen.

Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit besucht der Akademiker auch noch Fremdsprachkurse (auf eigene Kosten natürlich), um endlich in das Profil des Arbeitgebers zu passen, denn das Profil des Arbeitgebers lautet:
So viel Leistungen wie möglich, so niedrige Gehaltsauszahlungen wie möglich !


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Unbezahlte Überstunden werden schon im unteren Bereich von ganz normalen AT-Kräften erwartet. Und zwar ohne Führungsposition. Dazu kommt noch ein geringerer Kündigungsschutz!


Lounge Gast schrieb:
>
> Ja, ich gebe zu, dass der Akademiker bessere Chancen hat
> durchzustarten. Mit einwenig Glück kann man besipielsweise
> nach einem Studium in BWL als Sachbearbeiter missbraucht
> werden.
>
> Hat man noch zusätzlich Connections, viel Vitamin C, B, E, A
> auch noch und außerdem viel Glück, so kann man auch ins
> Management steigen. Nach den neuesten Statisken der Harvard
> University haben Manager und Führungsposition die höchste
> Anzahl an Überstunden und sich am meisten von depressiven
> Zuständen betroffen. Je höher die Position, umso mehr sollte
> man mit unbezahlten Überstunden rechnen. Sonst ist man
> schnell wieder weg von der Position !
>
> Also: Wer den Durchbruch geschafft hat, sollte am besten die
> Scheidungspapiere mit in den Arbeitsvertrag legen und
> schnellst einen psych. Betreuer finden. Kein Work-Life
> Balance, kein Privatleben, Überstunden ohne Ende
>
>
> Kürzlich war mein Freund im Rahmen seiner Dissertationsarbeit
> auf einer Verstaltung, dort traf er einige der Top-Manager,
> Vorstände mit denen er sich lang unterhielt. 9 von 10 dieser
> Manager waren geschieden, ob das nun wirklich Zufall ist,
> bezweifle ich sehr.
> Lounge Gast schrieb:
> >
> > Lounge Gast schrieb:
> > >
> > > Man hat mit einem akad. Abschluss mit Sicherheit
> bessere
> > > Chancen um in dem Beruf Erfolg zu haben, aber man
> kann nun
> > > nicht hier ernsthaft Werbung für das Studium machen
> ala
> > > "ihr könntet ja Vorstand werden" Nach dem
> > Motto als
> > > ob man überall händeringend Vorständer suchen
> würde. Und
> > der
> > > naive frische Abiturient träumt dann tatsächlich
> davon
> > eines
> > > Tages ganz groß als Vorstand rauszukommen. Nice
> dreams.
> >
> > Jaja, aber mit der Berufsausbildung hast du rein
> statistisch
> > noch weniger Chancen, das musst du ja wohl einsehen
> können.


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Eigentlich hast Du bei Deiner Aufzählung noch die Rentenaussichten vergessen. Wenn Du das noch einberechnen würdest, kommt Dir alles hoch! Habe auch feststellen müssen, dass Kollegen, die als Arbeiter angefangen haben und nie den Fehler gemacht haben, zu studieren, am Ende auch bei der Rente viel besser dastehen werden. Abgesehen davon, dass mich einige auch gehaltsmäßig überrundet haben, trotz meinem Uni-Diplom.

Lounge Gast schrieb:
>
> Ihr setzt die Berechnung zu nett an!!! Bei uns liegt der
> Durchschnitt im Diplom bei genau 12 Semestern! BA/MA ist halt
> weniger, aber das ist zweitrangig. Somit sind es meist 5-6
> Jahre+ 1 Jahr Dienst (bei Ausbildung setzen den viele aus) +
> in der Regel so im Schnitt halbes Jahr Jobsuche ( eigentlich
> ist es bei vielen gar mehr, weil es sich zieht). Wenn man
> noch das Abi nimmt, dann wird mir schlecht, wenn ich sehen,
> dass meine Kumpels mit nem Realschulabschluss und als
> Techniker bei Daimler ihre 50k+ verdienen und ich als
> Absolvent um die Daimlerstelle mit 1000 anderen kämpfen muss.
> Schlimmer noch: Ich lebte die letzen Jahre im Studium an der
> Armutsgrenze (alles selbst finanziert). Meine Kumpels fahren
> alle mindestens einen neuen 5er. Einige haben Häuser gekauft
> und was hab ich? Schulden und kaum Geld. Dafür aber ein
> Diplom...lol. achja und ein Abitur und paar gering vergütete
> Praktikanachweise von sehr guten EInrichtungen;).


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Kommt Leute...ihr könnt nur merken. Langfristig habt ihr bessere Chancen als ein Nicht-Akademiker. Ausnahmen gibt es immer. Man muss auch nicht zwangsläufig mit Schulden ins Berufsleben starten. Hab mein Diplom und Master insgesamt innerhalb von 8 Semestern gemacht und nebenbei gearbeitet, also alles selbst finanziert. Erzählt mir nicht ein Nebenjob wär zu viel Stress. Ein Hochschulabschluss hat ganz klar Vorteile, aber im Beruf zählt auch eure Persönlichkeit... nur merken hilft nicht bei einer Karriere.

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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Leute kommt mal wieder klar. Die Arbeitslosigkeit bei Akademikern ist extrem gering und die gehälter sind auch deutlich höher als bei nichtakademikern (natürlich mit ausnahmen).

Wenn ihr wirklich glaubt, dass irgendwelche Friseurgeselinnen mit 40k und mehr im jahr nach hause gehen, dann leidet ihr unter absolutem realitätsverlust.
Und aussagen wie "im at bereich werden überstunden erwartet buhuhu" sind ja an lächerlichkeit nicht zu übertreffen. AT gehälter bei Konzernen sind etwas wovon euer gesellenfreund trotz nachtschichten nur träumen kann


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Lounge Gast schrieb:
>
> Kommt Leute...ihr könnt nur merken. Langfristig habt ihr
> bessere Chancen als ein Nicht-Akademiker. Ausnahmen gibt es
> immer. Man muss auch nicht zwangsläufig mit Schulden ins
> Berufsleben starten. Hab mein Diplom und Master insgesamt
> innerhalb von 8 Semestern gemacht und nebenbei gearbeitet,
> also alles selbst finanziert. Erzählt mir nicht ein Nebenjob
> wär zu viel Stress. Ein Hochschulabschluss hat ganz klar
> Vorteile, aber im Beruf zählt auch eure Persönlichkeit... nur
> merken hilft nicht bei einer Karriere.

Du meist wohl Akademiker haben langfristig bessere Chancen, sonst sehe ich einen logischen Knick in deiner Argumentation.


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Also mein Vater ist Partner einer Unternehmensberatung und verdient 300k pro Jahr, je nachdem wie gut die Zahlen sind. Diesen Posten hätte er ohne Studium nicht bekommen. Wer wirklich hoch hinaus möchte kommt um ein Studium/ Promotion nicht herum. Es ist einfach eine Tatsache, dass nur wenige Nicht-Akademiker richtig erfolgreich sein werden.

Zudem hat man nach einem Studium nicht nur einen Titel sondern ist auch einfach umfassender gebildet als ein Nicht-Akademiker, der dann mit seinem BMW 3er, den er sich hart erspart hat und ihn fährt wenn ich gerade abgeschlossen habe. Was hat denn ein Auto für einen Wert im Vergleich zu geistigem Potenzial. Nichts! Aber das wollen die Industriekaufmänner hier unter uns nicht verstehen, da sie einfach nicht so veranlagt sind und sich letztendlich alles um Materielles dreht.
Das Gehalt ist ein angenehmer Nebeneffekt aber nicht das A und O. Ich glaube nicht, dass mein Vater so erfolgreich gewesen wäre, wenn er immer nur auf das Gehalt gestielt hätte.


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Also mir wäre die Arbeit eines Lehrlings schlichtweg zu langweilig. Ich studiere, um später mein erlerntes Wissen in komplexen Situation anzuwenden und dann ein Problem zu lösen.
Pilot bspw. stell ich mir relativ langweilig vor, denn viel von der Welt sieht man in Flughafenhotels nicht.


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Selbstverständlich werden im AT-Bereich viele unbezahlte Überstunden erwartet! Da sind eher 50 Wochenstunden normal. Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass Du da mit 40 Stunden pro Woche durchkommst? Natürlich wird für eine Gesellentätigkeit kein AT bezahlt, ein Geselle kann aber in der Firma aufsteigen und dann AT bekommen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Und aussagen wie "im at bereich werden überstunden
> erwartet buhuhu" sind ja an lächerlichkeit nicht zu
> übertreffen. AT gehälter bei Konzernen sind etwas wovon euer
> gesellenfreund trotz nachtschichten nur träumen kann


[auf diesen Beitrag antworten]

   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Es gibt viele Möglichkeiten für Piloten, interessante Jobs zu haben. Nicht alle sind sehr gut bezahlte "Luftkutscher" bei großen Airlines. Einer meiner ehemaligen Klassenkameraden, ein typischer Sitzenbleiber, der nur ganz knapp das Abi geschafft hatte, fliegt Business-Jets, hauptsächlich im arabischen Raum. Das kann sehr viel interessanter sein, als in einem langweiligen Büro zu sitzen.

Lounge Gast schrieb:
>
> Also mir wäre die Arbeit eines Lehrlings schlichtweg zu
> langweilig. Ich studiere, um später mein erlerntes Wissen in
> komplexen Situation anzuwenden und dann ein Problem zu lösen.
> Pilot bspw. stell ich mir relativ langweilig vor, denn viel
> von der Welt sieht man in Flughafenhotels nicht.


[auf diesen Beitrag antworten]

   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
JAJA.. jetzt melden sich hier einige *Nerds* " Ich habe gerne studiert, unnötige Skripte im Umfang von 2000-5000 Seiten auswendig gelernt, gerne Aufgaben bis ins Morgengrauen gerechnet, ich habe gerne Seminararbeiten in den angeblichen Semesterferien geschrieben, ich habe mich gerne verschuldet, ich habe alles aus Liebe gemacht, ich arbeite gerne für Gratis, Überstunden machen mir nichts aus, Freunde brauchen ich keine, Familie schonmal gar nicht, Schulden machen mir nichts aus, ich habe gerne an der Grenze des Existenzminimums gelebt, Auto, Haus brauch ich nicht " Jaja .. Macht mal zuerst euer Studium fertig, dann reden wir weiter.

[auf diesen Beitrag antworten]

   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ja, Skripte auswendiglernen ist aber hingegen interessant, oder wie ? Die meisten von euch werden im Büro hocken mehr nicht..


Lounge Gast schrieb:
>
> Also mir wäre die Arbeit eines Lehrlings schlichtweg zu
> langweilig. Ich studiere, um später mein erlerntes Wissen in
> komplexen Situation anzuwenden und dann ein Problem zu lösen.
> Pilot bspw. stell ich mir relativ langweilig vor, denn viel
> von der Welt sieht man in Flughafenhotels nicht.


[auf diesen Beitrag antworten]

   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ja, nur 40 % bei den Betriebswirten und 60 % bei den Juristen herrscht eine Arbeitslosigkeit, andere Gebiete wie Architektur, Bauing, Biologen, Archäologen unsw usf lassen wir ganz weg, sonst wird es eine Blamage. Quelle: Spiegel.

Wenn du denkst, das Leute mit einem einfachen Hauptabschluss viel weniger verdienen als du, dann leidest du erst recht unter einem realitätsverlust. Schaue dich mal einwenig bei den Technikerforen um, da verdienen nicht wenige nach 1-2 Jahren nach der Lehre bis 3000 NETTO pro Monat !

Es ist schon ziemlich unverschämt, wie viel man mit einem einfach Hauptabschluss verdient und wie dreist die Akademiker ausgebeutet werden.

Lounge Gast schrieb:
>
> Leute kommt mal wieder klar. Die Arbeitslosigkeit bei
> Akademikern ist extrem gering und die gehälter sind auch
> deutlich höher als bei nichtakademikern (natürlich mit
> ausnahmen).
>
> Wenn ihr wirklich glaubt, dass irgendwelche Friseurgeselinnen
> mit 40k und mehr im jahr nach hause gehen, dann leidet ihr
> unter absolutem realitätsverlust.
> Und aussagen wie "im at bereich werden überstunden
> erwartet buhuhu" sind ja an lächerlichkeit nicht zu
> übertreffen. AT gehälter bei Konzernen sind etwas wovon euer
> gesellenfreund trotz nachtschichten nur träumen kann


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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Deutschland hat es als einzige Land geschafft im letzten Jahr 90 Tausend seiner guten Akademiker wegzujagen ! Warum wohl ? Das sollte doch schon genügend aussagen - ohne weiteren Worte !

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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Mal ne Suggestivfrage: Ist das Verhältnis von Nicht-Akademiker zu Akademikern hier in etwa 10:4 ? Kommt mir nämlich so vor.

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   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Als Unternehmensberater muss man 60-90 Wochenstunden abkloppen. Also, letzendlich so viel arbeiten, dass man kaum Zeit haben wird, das Geld auszugeben. Außerdem muss mal jede Menge an Steuern zahlen, dass da am Ende gut wie nichts mehr übrigbleibt.

Dann bin ich lieber Taxifahrer oder Meister und verdiene bis zu 70k und habe Zeit für meine Familie.

Desweiteren bleibst Du mit deinen Verhältnissen eine Ausnahme unter den Akademikern. Der 0815 Akademiker kommt aus einer Arbeiterfamilie und muss sich alles selbstfinanzieren, sprich bekommt nichts von Mami und Papi verschenkt.

Das ist typisch, das solche Argumente von denjenigen kommen, die nicht wissen, wie es denn so ist, wenn man an der Armutsgrenze leben muss.


[auf diesen Beitrag antworten]

   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Lounge Gast schrieb:
>
> JAJA.. jetzt melden sich hier einige *Nerds* " Ich habe
> gerne studiert, unnötige Skripte im Umfang von 2000-5000
> Seiten auswendig gelernt, gerne Aufgaben bis ins Morgengrauen
> gerechnet, ich habe gerne Seminararbeiten in den angeblichen
> Semesterferien geschrieben, ich habe mich gerne verschuldet,
> ich habe alles aus Liebe gemacht, ich arbeite gerne für
> Gratis, Überstunden machen mir nichts aus, Freunde brauchen
> ich keine, Familie schonmal gar nicht, Schulden machen mir
> nichts aus, ich habe gerne an der Grenze des Existenzminimums
> gelebt, Auto, Haus brauch ich nicht " Jaja .. Macht mal
> zuerst euer Studium fertig, dann reden wir weiter.

Mal so neben bei, die meisten Milliardäre waren "Nerds". Ist ja schön für euch, dass ihr auch ohne Studium klar kommt. Für mich ist das die richtige Entscheidung, was es für euch ist ist mir relativ wurscht.
Aber wenn ihr schon versucht zu argumentieren, dann doch bitte mit richtigen Zahlen. Hyperbeln in der quantitativen Argumentation sind schlichtweg Fehl am Platze.


[auf diesen Beitrag antworten]

   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Mal daran gedacht, dass man für bestimmt Berufe ein Studium braucht. Oder wollt ihr euch etwa von einem Piloten operieren lassen? Des Weiteren benötigt man ja auch Leute, die mal über euch stehen und das sind so gut wie immer AKADEMIKER. Das Problem heutzutage ist nur, dass es zu viele gibt und zwar in allen Bereichen und natürlich noch, dass in Deutschland die soziale Marktwirtschaft vorherrscht und dadurch Gehaltsunterschiede signifikant gering sind. Aber Akademiker müssen ja nicht in Deutschland arbeiten. Es gibt viele andere interessante Länder wie UK wo die Gehaltsspanne zwischen Akademikern und Nicht-Akademikern noch größer ist. Aber da ich ja ein sozialer Mensch bin und ich der Meinung bin, dass ein gewisses ethisches Empfinden dazugehört, verzichtet man eben ein wenig auf sein Gehalt, zahl doppelt so hohe Steuern, damit auch Stahlarbeiter gut leben können.

[auf diesen Beitrag antworten]

   17.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ich schätze, dass der Anteil der Beiträge bei den Nicht-Akademikern bei < 1% liegt, 20% Unternehmer/Arbeitgeber, 20% Zeitarbeitsfirmen, 40% Absolventen, der Rest naive Studenten und Schüler.

LG, ein Absolvent


Lounge Gast schrieb:
>
> Mal ne Suggestivfrage: Ist das Verhältnis von
> Nicht-Akademiker zu Akademikern hier in etwa 10:4 ? Kommt mir
> nämlich so vor.


[auf diesen Beitrag antworten]

   18.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ich vermute, dass hier überwiegend Studenten aktiv sind. Die haben wenig bis fast gar keine Berufserfahrung. Die wenigen Praktiker und älteren "Akademiker", die sich hier zu Wort melden, haben teilweise schon 20 bis 30 Jahre im Beruf gearbeitet und kennen die Realität! Ich muss aber zugeben, dass ich vor 30 Jahren als junger Uni-Absolvent auch noch viele Illusionen hatte. Typisch für wenig Lebenserfahrung. Den Ernst des Lebens hatten wir bei Industriepraktikas (fast 1 Jahr) und der Bundeswehr kennengelernt. Mein erster "Chef" (Ausbilder) bei der Bundeswehr war Bauhilfsarbeiter, im Gegensatz zu mir (Abiturient) ein gestandener Mann. Unser Kompanieführer war gelernter Mauere, da habe ich viel fürs Leben mitgenommen. Aber das entgeht den jungen Leute ja völlig, nach Abschaffung der Wehrpflicht.

Lounge Gast schrieb:
>
> Mal ne Suggestivfrage: Ist das Verhältnis von
> Nicht-Akademiker zu Akademikern hier in etwa 10:4 ? Kommt mir
> nämlich so vor.


[auf diesen Beitrag antworten]

   18.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Stahlarbeiter gehören eher zu den Besserverdienern. Ansonsten stimmt es natürlich, dass bei einigen Berufen ein Studium Pflicht ist. Bei den Ärzten ebenso wie bei den meisten Beamten. Dass Akademiker aber Vorgesetzte werden ist wohl eher Dein Wunschdenken!

Lounge Gast schrieb:
>
> Mal daran gedacht, dass man für bestimmt Berufe ein Studium
> braucht. Oder wollt ihr euch etwa von einem Piloten operieren
> lassen? Des Weiteren benötigt man ja auch Leute, die mal über
> euch stehen und das sind so gut wie immer AKADEMIKER. Das
> Problem heutzutage ist nur, dass es zu viele gibt und zwar in
> allen Bereichen und natürlich noch, dass in Deutschland die
> soziale Marktwirtschaft vorherrscht und dadurch
> Gehaltsunterschiede signifikant gering sind. Aber Akademiker
> müssen ja nicht in Deutschland arbeiten. Es gibt viele andere
> interessante Länder wie UK wo die Gehaltsspanne zwischen
> Akademikern und Nicht-Akademikern noch größer ist. Aber da
> ich ja ein sozialer Mensch bin und ich der Meinung bin, dass
> ein gewisses ethisches Empfinden dazugehört, verzichtet man
> eben ein wenig auf sein Gehalt, zahl doppelt so hohe Steuern,
> damit auch Stahlarbeiter gut leben können.


[auf diesen Beitrag antworten]

   18.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Langfristig zahlt sich das Studium finanziell und auch geistig aus.

Gut das die Wehrpflicht weg ist...


[auf diesen Beitrag antworten]

   18.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Lounge Gast schrieb:
>
> Stahlarbeiter gehören eher zu den Besserverdienern. Ansonsten
> stimmt es natürlich, dass bei einigen Berufen ein Studium
> Pflicht ist. Bei den Ärzten ebenso wie bei den meisten
> Beamten. Dass Akademiker aber Vorgesetzte werden ist wohl
> eher Dein Wunschdenken!


Ich präzisiere mal meine Aussage. Nur etwa 5% aller Akademiker sind Vorgesetzte. Aber mehr Akademiker als Menschen mit Ausbildung sind Vorgesetzte. Das fängt zb schon im Labor an: Laboranten werden nie im Leben Vorgesetzte von Naturwissenschaftlern sein und Bürokaufmänner in einer Wirtschaftsprüfung werden nie über einem Wirtschaftsprüfer stehen bzw. Anwaltsgehilfinnen werden nie über Anwälten stehen.
Also mit Wunschdenken hat das nicht viel zu tun. Aber du hast Recht, dass man als Akademiker noch lange nicht Vorgesetzter wird.


[auf diesen Beitrag antworten]

   18.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Im Mittelstand mag es vlt echt so sein, dass Auszubildende gehaltstechnisch bessere Chancen haben. Bewegt man sich aber in die Richtung der besten 15%, sehen die Relationen zwischen Nicht-Akademikern und Akademikern schon anders aus.
Ein Posten in Corporate Finance der Deutschen Bank kann zb nur von Akademikern besetzt werden und das sind die interessanteren Jobs in einer Bank. Bannkkaufmänner sitzen oft nur in der Filiale und übernehmen das Privatkundengeschäft, wozu diejenigen auch ausgebildet wurden und ihre Praxiserfahrung viel nützt. Mich würde diese Aufgabe nicht interessieren, weshalb ich studiere, damit ich später nicht im Privatkundengeschäft arbeiten muss sondern zb in Risk oder Asset Management.


[auf diesen Beitrag antworten]

   18.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ohne Akademiker wäre Deutschland gar nichts. Wer hat denn die heutigen Dax-30 Unternehmen und mittelständischen Unternehmen gegründet. Ingenieure, Chemiker, Kaufmänner sogenannter Kaufmanns-Kaderschulen (wie bspw. die heutige Uni Mannheim, die vor rund 200 Jahren gegründet wurde um den Nachwuchs der Führung auszubilden, oder Uni St Gallen: ehemals Kaderschule für die Textilwirtschft), Juristen, Ärzte etc. Ohne jene hätten wir nicht eine derartige Industrie und wären nie zu unserem Wohlstand gekommen. Es ist seit eh und jeh eine Wirkkette festzustellen:
Akademiker an der Universität entdecken neue naturwissenschaftliche/ wirtschaftliche Gesetze--->Ingenieure, praktizierende Naturwissenschaftler, Juristen und dipl. Kaufmänner setzen dies in die Tat um und versuchen es in der Praxis zu verbessern (Strategieentwicklung)---->ausgebildete Arbeiter und ausgebildete Kaufleute folgen den Anweisungen und führen es bis zum Produkt/ Dienstleistung aus

Folglich sind Arbeiter genauso wichtig wie Akademiker aber sie übernehmen ein anderes Tätigkeitsspektrum. Akademiker sind Denker, Auszubildende sind Praktiker, weshalb es auch nicht oft vorkommt, dass Auszubildende auf einen strategisch verantwortungsvollen Posten kommen werden. Inhouse Consultin zb, ein brandaktuelles Thema. Immer wird ein akademischer Titel verlangt, denn was nützt es denn den Unternehmen wenn es Bürokaufmänner einsetzt, die eigentlich auf Kundenkontakt getrimmt wurden aber von Unternehmensstrategie nicht viel verstehen (und kommt mir jetzt bitte nicht damit, dass Kaufmänner nach 2 jähriger Berufsausbildung die gleichen Fähigkeiten haben wie Akademiker).

Es kann keiner leugnen, dass verantwortungsvolle Posten nicht von Akademiker besetzt sind. Jemand hat sich ja schonmal die Mühe gemacht, den akademischen Hintergrund der Vorstandsvorsitzenden sämtlicher DAX-Unternehmen aufzulisten, genauso sieht es im Kader aus, die weiter unten liegen als das exekutive Komitee.
Was hier im Forum geschrieben wird ist größtenteils eine Betise und keineswegs nachvollziehbar. Es mag natürlich sein, dass sich hier im Forum nur verbitterte Absolventen herumtreiben, die nun ihren Frust loswerden wollen bzw. Studenten dualer Studiengänge oder ausgebildete Kaufmänner.

Um alles zusammenzufassen, sind verantwortungsvolle Posten besser für Akademiker geeignet, da man im Studium umfassend gebildet wird und sowohl theoretisch als auch sozial bestens ausgerüstet ist. In der Realität kommt es natürlich nicht vor, dass jeder Akademiker einen verantwortungsvollen Posten übernimmt, aber auch nur deswegen, da es an sich zu viele Akademiker gibt. Aber die 5%, die am besten sind (Leistung, Kontakte, relevante Praktika, Auslandserfahrung), werden auch dementsprechend entlohnt.


[auf diesen Beitrag antworten]

   18.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Deutschland wäre gar nichts ohne ihre Arbeiter und nicht ohne ihre Akademiker. Kannst etnwickeln bis geht nicht mehr, solange niemand Hand anlegt, wirst du nix bekommen.

[auf diesen Beitrag antworten]

   19.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Bei den Banken war es schon immer nicht nötig, ein Studium zu haben. Als Weiterbildungsinstanz gibt es schon lange die Bankakademie, wo dann Bankkaufleute für höhere Aufgaben qualifiziert werden.


Lounge Gast schrieb:
>
> Im Mittelstand mag es vlt echt so sein, dass Auszubildende
> gehaltstechnisch bessere Chancen haben. Bewegt man sich aber
> in die Richtung der besten 15%, sehen die Relationen zwischen
> Nicht-Akademikern und Akademikern schon anders aus.
> Ein Posten in Corporate Finance der Deutschen Bank kann zb
> nur von Akademikern besetzt werden und das sind die
> interessanteren Jobs in einer Bank. Bannkkaufmänner sitzen
> oft nur in der Filiale und übernehmen das
> Privatkundengeschäft, wozu diejenigen auch ausgebildet wurden
> und ihre Praxiserfahrung viel nützt. Mich würde diese Aufgabe
> nicht interessieren, weshalb ich studiere, damit ich später
> nicht im Privatkundengeschäft arbeiten muss sondern zb in
> Risk oder Asset Management.


[auf diesen Beitrag antworten]

   19.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Stimmt. Es ist die Mischung, die es ausmacht. Unsere Gesellschaft hat sich nicht wegen Hochschulen und Studiengängen entwickelt, sondern durch Menschen mit verschiedenen Ideen, Bildungshintergründen und handwerklichen Fertigkeiten. Ihr solltet das eher als Symbiose sehen.

[auf diesen Beitrag antworten]

   19.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Na ein Glück, dass es die Arbeiter gibt, dann würden wir immernoch mit Pferdekutschen rumfahren ^^

Die Wichtigkeit der Arbeiter wird doch immer geringer, machen wir uns doch nichts vor. Wo vor Jahren noch 8.000 Menschen bei uns im Werk gearbeitet haben, sind es nun noch 1.600 und trotzdem wurde die Produktion gesteigert. Automatisierung ist das Zauberwort. Und es ist doch Quark, dass ein Akademiker sein entwickeltes Zeug nicht selbst herstellen könne. Bei uns läuft die Chemieanlage vollkommen autonom, das Einzigste, was noch gemacht werden muss ist, dass der Staplerfahrer das fertige Produkt ins Lager fährt und selbst das könnte man automatisieren, wenn man möchte. Es kommen fertige Produkte aus den Entwicklungszentren der großen Unternehmen, die Arbeiter sind doch größtenteils nur noch zur Überwachung der teils vollständig automatisierten Produktionen notwendig. Die müssen auch größtenteils nicht verstehen, was dort passiert. Ich war z.B. in meiner Ausbildung in einer Kunststoffproduktion, denkste ein Arbeiter hat verstanden, was in den Reaktoren vor sich ging? Grob hieß es immer, das geht da rein und das kommt da raus. Es gibt doch inzwischen für fast jeden Arbeitsschritt eine passende Maschine.

Man sieht ja was passiert, wenn man keine Akademiker einstellt und für eine Weiterentwicklung seiner Produkte nutzt. Bestes Beispiel die Solarbranche. Die ist de facto deutschlandweit pleite. Tausende Arbeiter, aber es hätte nur einer handvoll Akademiker gebraucht, das Produkt zukunftsfähig zu halten und damit wären auch die Arbeitsplätze geblieben. Alle Akademiker, die ich kenne, die stellen ihr entwickeltes Produkt selber her, am Ende werden Arbeiter nur für die Massenproduktion benötigt und die hat sich in den letzten Jahrzehnten massiv vereinfacht durch die Automatisierung.

Man hat zwar viel zu tun als Arbeiter, weil man die Personalkosten gering halten möchte, aber vom Niveau werden die Arbeiten immer geringer, weil es Maschinen gibt. Wenn ich an meinen damaligen Schichtleiter denke, der nun in Rente ist, der hatte wirklich zu 100% Ahung von der Anlage, weil er zu seiner Zeit wirklich noch alles selbst machen musste. Reaktoren beschicken, Temperatur einstellen usw. Da ging nichts automatisch. Heute kommen die Leute in die Unternehmen und sehen was? LKW bringt Rohstoffe, Staplerfahrer bringt Produkt ins Lager. Maximal mal ein Aggregat reinigen oder austauschen, rest macht die Automatik. Selbst in der Produktion von Metallteilen wird es doch immer "einfacher". Größtenteils werden da nur noch Leute gebraucht, um die Maschinen zu beschicken. Sprich, Leute die die Bleche oder sonstwas in die Maschinen packen. Rest macht die Stanze, CNC Fräse, Drehbank etc automatisch inzwischen. Ein Kumpel, der damals Schlosser gelernt hat arbeitet nun bei einem großen Autozulieferer, von seiner Schlosserausbildung benötigt er kaum noch was, er legt den ganzen Tag Bleche in eine Maschine...

Fazit: Man braucht relativ wenige Akademiker, um viele Arbeiterstellen in unserem doch recht teuerem Land zu schaffen und zu erhalten. Stellt man die Entwicklung ein, dann passiert das, was in der Solarbranche gerade passiert. Da wollten die Firmenchefs Gewinnmaximierung betreiben. Für sie hat es sich übrigens gelohnt, für den Rest der Belegschaft eher nicht.


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   19.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Musterbeispiele hierfür sind Carl Zeiss und Ernst Abbe, Handwerker und Wissenschaftler, die zusammengewirkt haben.

Lounge Gast schrieb:
>
> Stimmt. Es ist die Mischung, die es ausmacht. Unsere
> Gesellschaft hat sich nicht wegen Hochschulen und
> Studiengängen entwickelt, sondern durch Menschen mit
> verschiedenen Ideen, Bildungshintergründen und handwerklichen
> Fertigkeiten. Ihr solltet das eher als Symbiose sehen.


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   19.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ja natürlich ist die Mischung das Wichtigste, aber es kann ja wohl keiner leugnen, dass Deutschland nicht das wäre was es ist, wenn es keine Akademiker gegeben hätte. Die gesamte Naturwissenschaften haben unseren Wohlstand massiv verbessert. Handwerker und Auszubildende sind vor den Maschinen die letzte Instanz. Das bedeutet ja nicht, dass ihr deswegen weniger wert seid, aber es ist nunmal die Tatsache, dass Akademiker hierarchisch über Auszubildenden stehen. Und da müssen jetzt die Auszubildenden nicht wieder herumplerren, denn es ist einfach ein Faktum, dass zb Wissenschaftler in einem Pharmakonzern über den Laboranten stehen, dass bei Goldman Sachs die Absolventen der Harvard University über den ausgebildeten Bankkaufmännern im Investment Management stehen.

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   19.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
@Langer Beitrag 19.04

Die Welt besteht zum größten Teil aus Leuten, die keinen hohen Bildungshintergrund haben. Und so ist es auch richtig. Diese Menschen tragen dazu bei, dass ich gut leben kann und unsere Gesellschaft sich weiterentwickelt. Dir ist schon klar, dass der überwiegende Teil von Ideen im Bauwesen und auch im Maschbau nicht von "Klugscheißern" am Schreibtisch entwickelt wurde, sondern von Leuten die Hand angelegt haben. Deine Vorstellung des hirnlosen Bandarbeiters ist eckelhaft und du solltest dich dafür schämen. Im Endeffekt sichert der Kollege am Band dein Gehalt. Durch sinnloses Sesselfurtzen und rumtelefonieren, gepaart mit englischen feinen modernen Wörtern sowie Pseudoabkürzungen, wird niemand reich. Und auch der größte Teil der Ings. sind "Sachbearbeiter" oder "Schraubenentwickler". Von den tatsächlichen Entwicklern gibt es nur eine handvoll, diese sind aber in der Regel total unfähig ihre Ideen umzusetzen. So ist es oft kein Wunder, dass zB die wichtigste Hilfskraft eines Profs, nicht seine hundert Hiwis sind, sondern seine Sekretärin. Bei Managern dito. Also immer auf dem Boden bleiben. Ohne "Arbeiter" würden wir hungern. Mit denken backt sich kein Brot, die Zutaten kommen nicht ins Haus etc. Da kannst du denken und erfinden was du willst.

Weiterhin zum Thema Akademiker: Mehrheit der Akademiker sind faul, nicht leistungsfähig und wollen 9/5 Jos. Was glaubst du, was dich berechtgt Arbeiter zu beleidigen? Dein höherer Bildungsgrad pder deine paar Seiten mit bestandenen Klausurnachweisen?

Menschen die Knechten haben immer die Welt erschaffen, ob Pyramiden, Schlösser oder Waffenindustrie. Im Endeffekt braucht man diese ganzen pseudo Abschluss-Akademiker nicht. Was man braucht sind kluge Köpfe a la Schrödinger, Einstein oder Bohr. Diese bringen uns weiter. Nicht die 99 Prozent der Akademiker auf der Welt. Und schon garnicht, die ganzen Finanzhaie. 100 Prozent der Wiwi-Jobs benötigen keinen Abschluss und keine Genealität. Du musst weder als Partner bei McKinsey, KPMG oder als MD bei Goldman genial sein. Schafft jmd. von Ihnen Mehrwert? Für die eigene Tasche.

Also: Jeder Mensch ist in dieser Gesellschaft wichtig. Ich habe großen Respekt vor arbeitern, weil ich weiß, was sie über Jahre leisten und wie sie sich im Alter quälen. Ich würde nicht tauschen wollen.


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   19.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ich merke hier viele linke proletarierfreundliche Ressentiments.
Fakt ist ,dass Akademiker sich anders verhalten und nachdenklicher sind.Es ist einfach ein ganz anderer Menschentypus.Ich sehe es auch als eine Symbiose zwischen Arbeitern und Intellektuellen.Ich finde es nur unfair ,dass Akademiker in Deutschland einfach zu schlecht bezahlt werden.Ich wünsche ich hätte eine Lehre gemacht und wäre jetzt Meister.


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   20.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Zustimmung! Natürlich ist das hier ein WiWi-Forum. Das werden sicher nicht diejenigen sein, die die deutsche Industrie mit Neuentwicklungen stärken werden, abgesehen von irgendwelchen nutzlosen Finanzprodukten bzw. Derivaten. Natürlich braucht man auch Kaufleute, aber im Grunde genommen sind das Hilfsfunktionen. Sie entwickeln weder Produkte, noch werden sie diese produzieren. Sie scheinen sich aber als zukünftige Manager und Unternehmenslenker zu fühlen.



Lounge Gast schrieb:
>
> @Langer Beitrag 19.04
>
> Die Welt besteht zum größten Teil aus Leuten, die keinen
> hohen Bildungshintergrund haben. Und so ist es auch richtig.
> Diese Menschen tragen dazu bei, dass ich gut leben kann und
> unsere Gesellschaft sich weiterentwickelt. Dir ist schon
> klar, dass der überwiegende Teil von Ideen im Bauwesen und
> auch im Maschbau nicht von "Klugscheißern" am
> Schreibtisch entwickelt wurde, sondern von Leuten die Hand
> angelegt haben. Deine Vorstellung des hirnlosen Bandarbeiters
> ist eckelhaft und du solltest dich dafür schämen. Im
> Endeffekt sichert der Kollege am Band dein Gehalt. Durch
> sinnloses Sesselfurtzen und rumtelefonieren, gepaart mit
> englischen feinen modernen Wörtern sowie Pseudoabkürzungen,
> wird niemand reich. Und auch der größte Teil der Ings. sind
> "Sachbearbeiter" oder
> "Schraubenentwickler". Von den tatsächlichen
> Entwicklern gibt es nur eine handvoll, diese sind aber in der
> Regel total unfähig ihre Ideen umzusetzen. So ist es oft kein
> Wunder, dass zB die wichtigste Hilfskraft eines Profs, nicht
> seine hundert Hiwis sind, sondern seine Sekretärin. Bei
> Managern dito. Also immer auf dem Boden bleiben. Ohne
> "Arbeiter" würden wir hungern. Mit denken backt
> sich kein Brot, die Zutaten kommen nicht ins Haus etc. Da
> kannst du denken und erfinden was du willst.
>
> Weiterhin zum Thema Akademiker: Mehrheit der Akademiker sind
> faul, nicht leistungsfähig und wollen 9/5 Jos. Was glaubst
> du, was dich berechtgt Arbeiter zu beleidigen? Dein höherer
> Bildungsgrad pder deine paar Seiten mit bestandenen
> Klausurnachweisen?
>
> Menschen die Knechten haben immer die Welt erschaffen, ob
> Pyramiden, Schlösser oder Waffenindustrie. Im Endeffekt
> braucht man diese ganzen pseudo Abschluss-Akademiker nicht.
> Was man braucht sind kluge Köpfe a la Schrödinger, Einstein
> oder Bohr. Diese bringen uns weiter. Nicht die 99 Prozent der
> Akademiker auf der Welt. Und schon garnicht, die ganzen
> Finanzhaie. 100 Prozent der Wiwi-Jobs benötigen keinen
> Abschluss und keine Genealität. Du musst weder als Partner
> bei McKinsey, KPMG oder als MD bei Goldman genial sein.
> Schafft jmd. von Ihnen Mehrwert? Für die eigene Tasche.
>
> Also: Jeder Mensch ist in dieser Gesellschaft wichtig. Ich
> habe großen Respekt vor arbeitern, weil ich weiß, was sie
> über Jahre leisten und wie sie sich im Alter quälen. Ich
> würde nicht tauschen wollen.


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   20.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Nunja, während unsere deutschen, achso schlechten Akademiker jährlich immer mehr das Land verlassen. Es hat einen Grund, warum in Deutschland jährlich über 90.000 Akademiker das Land verlassen. Es hat einen Grund, warum die Solarbranche nun dicht macht. Sie haben sich einfach nicht weiterentwickelt und Innovationen verschlafen. Es ist kein Meister oder Techniker, der die Photovoltaik entwickelt hat, es waren allesamt Ingenieure. Dann wird sich aufgeregt, dass diese konkurrenzlose Branche nicht weiterhin mit Subventionen zwangsbeatmet wurden. Eine Branche muss selbstständig konkurrenzfähig bleiben und das kann man eben nur durch die Entwicklung von Ingenieuren. Seht euch doch mal die Entwicklerteams an bei den großen Autoherstellern oder in großen Chemieunternehmen. Da werden nicht ohne Grund, Diplomer, Master oder sogar Promovierte genommen. Das hat nichts mit Standesdenken zu tun, ohne die entwickelnden Akademiker landen wir irgendwann am Ende und sind schlusslicht in Sachen Innovation und Fortschritt, dann ist es vorbei mit unseren hohen Löhnen hier.

Das sollte man mal bedenken, bevor man hier los meckert. Es ist doch Quatsch, dass ein Akademiker nur denken kann, absolutes Stammtischgebrabbel. Seht euch die Absolventenstatistik an und wieviel davon schon eine Ausbildung gemacht haben, das sind zehntausende jedes Jahr, aber das vergessen die natürlich alles, sobald sie eine Vorlesung gehabt haben. Und selbst reine Uniabsolventen ohne Ausbildung lernen praktische Inhalte in ihrem Job. Ich kenne genausoviel Maschinenbauakademiker, die eine Drehbank beherrschen oder eine Fräse etc.


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   20.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Wisst ihr was? Macht doch was ihr wollt. Geht studieren, macht eine Ausbildung aber versucht bitte nicht andauernd zu behaupten, dass man Akademiker gar nicht bräuchte.
Derzeit ist es Fakt, dass Akademiker interessantere und besser bezahlte Jobs bekommen und daran wird sich auch nichts ändern.
Wenn der Tag kommt an dem die Ochnokratie Einzug gehalten hat, dann könnt ihr wohlgemut behaupten: Wir stehen über den eingebildeten, versnobten Akademikern. Wir haben die Macht über alle Akademiker und nehmen den ehemaligen Milliardären das Geld weg.
Derzeit befinden wir uns aber in einem neuliberalen Kapitalismus, man könnte ihn aber auch als Macht des Bildungsbürgertums bezeichnen, sodass Akademiker sognannter Elite-Universitäten hierarchisch über Arbeitern stehen. Ich rede jetzt nicht von dem Wert eines Menschen, denn der ist für alle gleich, ich rede nur der Hierarchie in Unternehmen.


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   20.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Das muss auch so sein! Die technischen Studiengänge haben immer Praktikas gehabt, sozusagen eine Lehre im Schnelldurchgang. Da haben wir in der Lehrwerkstatt im Blaumann neben den Lehrlingen gestanden und tagelang gefeilt. Daher weiss man die Fähigkeiten eines Meisters durchaus zu würdigen. Und an Drehbank, Fräse u.s.w. haben wir auch gearbeitet. Der "Ingenieur" ist auch der klassische Aufsteigerberuf der Arbeiterklasse!

Lounge Gast schrieb:
>
> Ich kenne genausoviel Maschinenbauakademiker, die eine Drehbank beherrschen oder eine Fräse etc.


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   23.04.12
  Lounge Gast
Re: BWL Flut?
Ob der Akademiker der interessantere Job ist, kann man nicht so Pauschal sagen. Grundsätzlich gilt bestimmt, dass ein höherer Bildungsstand einen höheren Wissensstand, mindestens in einem Fachgebiet, aufzeigt und dass auch zu höheren Gehältern führt, jedoch können auch Leute ohne Studium intelligenter sein als Akademiker. Die meisten Akademiker verändern ebensowenig die Welt, wie die meisten Arbeiter...

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Re: BWL Flut?

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