Ich habe meine mittlere Reife gemacht, meine Bankausbildung abgeschlossen und meinen Bankfachwirt erfolgreich abgeschlossen.
Ich möchte nun BWl an der uni studieren.
Meine größe Agst ist jedoch die Mathematik. Habe ich Chancen mir das nötige Wissen an der uni zu erarbeiten? Wie gesagt die mathematischen "Fähigkeiten reichen bis zur mittleren Reife" Wie schätzt ihr das objektiv ein?
Du hättest dich erstmal erkundigen sollen. Mit einer mittleren Reife hast du keine Hochschulzugangsberechtigung, dafür brauchst du ein Abitur. Du kannst ein wirtschaftliches Fachabitur machen, da du eine wirtschaftliche Ausbildung gemacht hast, damit kommst du aber höchstwahrscheinlich an keine Uni, weil die diese Form des Abiturs nahezu nirgendwo anerkennen. Damit würdest du an eine FH gehen können. Eine andere Möglichkeit wäre, du holst das Vollabitur in mindestens zwei Jahren (Vollzeit) nach, dann kannst du damit auch an eine Uni studieren gehen. Ich würd mir aber wirklich nochmal überlegen, ob du wirklich BWL studieren möchtest. Es gibt wirklich enorm viele Absolventen in diesem Bereich und die Wirtschaft kann diese schon garnicht mehr richtig unterbringen, was dazu führt, dass der Großteil der Absolventen als Sachbearbeiter mit entsprechendem Lohn versauern und dafür ist ein Studium wirklich zu schade.
Beim Thema Mathe kannst du dir das nur persönlich beantworten, wenn du dein Fach-/Vollabi gemacht hast und wie dir z.B. Differential- und Integralrechnung liegt, das sind die Grundlagen. Mit dem Stand der mittleren Reife brauchst du an sowas nichtmal denken. In Statistik und Mathe kommt enorm viel in einem Studium auf dich zu. Fourier, Taylorreihen, Differentialgleichungen und diverse statistische Rechenmethoden. Wenn du ein Abi machst und dir dort Mathe schon schwer fällt, dann sieht es wirklich übel mit einem Studium aus, weil selbst das Abiturniveau Kindergarten gegenüber einem Studium ist.
Wenn du wirklich studieren möchtest, dann versuch etwas anderes zu studieren, weil der Markt an BWLern wirklich gesättigt ist. Ich kenne nicht wenige BWLer, die nun mit Abschluss arbeitslos zu Hause sitzen, weil sie für die "normalen" Jobs überqualifiziert sind und bei den passenden Jobs nichts vorhanden oder bereits besetzt ist.
Warum unbedingt BWL studieren? Kenne einige Personen, die nach dem Bankfachwirt einen Bankbetriebswirt gemacht haben. Damit sind die Chancen größer als mit einem BWL-Studium! Diese Fortbildung ist sehr hochwertig. Es gibt sogar in einigen Banken Vorstände mit dieser Ausbildung. Einige Banken haben einen Förderweg.
Warum sollte er nicht studieren? Selbst mit einem FH-Studium und seiner Ausbildung hat er im Bankenbereich doch alle Möglichkeiten. Mit einem Bankbetriebswirt ist man doch sehr eingeschränkt.
Warum er besser nicht studieren sollte? Meinst du das ernst? Sieh dir mal an, wieviele BWL Absolventen keinen Job mehr bekommen, weil es weitaus mehr Absolventen als Stellen gibt. BWL studiert doch heutzutage wirklich jeder und das kann die Wirtschaft einfach nicht mehr unterbringen. Ich würde ihm auch zu einem Bankbetriebswirt raten. Er hat ne Ausbildung bzw Weiterbildung im Bankbereich und ich denke mal, er wird da auch in dem Bereich bleiben wollen, von daher bietet der Bankbetriebswirt dort die besseren Chancen. BWL ist als Studium einfach überlaufen.