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22.07.07
Lounge Gast
| Steuerberater |
ich bin angehender BWL Student und finde vorallem den Bereich Steuern interessant
1. Die Jobaussichten für Steuerberater sehen ja momentan ganz gut aus, aber wie meint ihr wird sich der Arbeitsmarkt für Steuerberater mittelfristig entwickeln (Klar kann das keiner genau wissen, nur eure Einschätzung)
2. Was haltet ihr vom Schwerpunkt Steuerrecht?
3. Gilt Steuerrecht als schwer oder eher einfach?
vielen Dank im vorraus
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23.07.07
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Auf jeden Fall. Viel Auswendiglernerei. Das wär echt zu hart für mich vom Aufwand her.
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23.07.07
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Schon an der Uni ist der Schwerpunkt Steuern relativ schwer, aber das ist noch nichts gegen das Berufsexamen. Zwar nicht so schwer wie das WP-Examen, sorgt es trotzdem dafür, dass der Zugang zum Beruf des Steuerberaters einer der schwersten in Deutschland ist.
Wenn dir diese Richtung gefällt, dann nur zu. Du bist als Steuerberater sehr gut qualifiziert. Solange das Examen nicht einfacher wird, dann herrscht auf dem Markt eine Knappheit, welche zu hohen Gehältern und kaum vorhandener Arbeitslosigkeit führen. Und für eine Änderung sehe ich keinen Grund.
Mitunter solltest du dir aber auch mal den Bereich Wirtschaftsprüfung zu Gemüte führen. Viele WPs sind gleichzeitig StB.
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23.07.07
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Du kannst Dich drauf einstellen, immer auf dem neuesten Stand des Steuerrechts zu sein. Kommst Du aus dem Urlaub wieder, haben sich 20.000 Sachen geändert. Nee also, das ist echt übel. Wenn Du jung bist machts Dir vielleicht noch Spaß, aber im Alter sich permanent weiterzubilden ist Frust pur. Kenne 2 Steuerberater, die sind nur am fluchen.
Also das musst Du Dir gut überlegen? Und hoffentlich gibts in ein paar Jahren nicht wirklich die Steuererklärung auf dem Bierdeckel. ;-)
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24.07.07
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
steuern gehört zu den schwierigsten bereichen der bwl. nach dem studium kannst du nach gewisser berufserfahrung deinen steuerberaterschein machen. hohe durchfallquote, da sehr sehr schwer.
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24.07.07
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Hi,
also ich befinde mich im Schwerpunkt Steuern... Wenn du ein Studium mit wenig Arbeitsaufwand suchst, dann solltest du keinesfalls Steuern nehmen. Die berufschancen sehen auch langfristig gut aus. Nur du musst dir im Klaren sein, dass du zwingend das Examen ablegen musst, denn sonst kannst du in der Wirtschafts Gehaltsmäßig nicht viel werden.
Ich persönlich halte viel vom Schwerpunk, ABER es ist enorm viel Arbeit und man muss sich auch oft durch Themengebiete kämpfen, die einfach nur pervers sind und man keinen Bock drauf hat.
Steuerrecht gilt als SCHWER!!! Dies zeigt auch die Durchfallqoute bei den Klausuren - echt heftig. Und es sind gute Leute dabei!
Das Wissen was ein heutiger Steuerberater mitsich bringen muss, um eine gute Beratung zu vollziehen ist sehr umfangreich. Nicht nur dt. Steuergesetze, Richtlinien und Erlasse sowie aktuelle Gerichtsentscheidungen sollte der StB kennen, sonder darüber hinaus auch meist internatione Bezüge (IFRS, intern. Steuerrecht, Umsatzst. usw.) und betriebswirtschaftl. Kenntnisse. Der StB wird umfangreicher, so empfinde ich es. Er wird zum ersten Ansprechpartner aller Probleme (Geschäftsführung) im Betrieb.
Ansonsten höre dir doch mal einige Steuervorlesungen an. Vieles ist interessant (AO, Est, IFRS) aber manches ist auch echt hart... :)
Letztlich festzuhalten bleibt noch, dass der StB auch ein Berufsstand ist, dem es nicht schlecht geht... Wenn man es erstmal geschafft hat!!!
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24.07.07
Lounge Gast
| Achtung! |
leider scheitern sehr viele akademiker endgültig beim examen, was ein für einen akademiker unwürdiges dasein zur folge haben kann.
denn als angestellter bei einem kleinen stb-büro ohne titel sind gehälter über 50k nicht drinnen. unternehmen und big4 wollen dauerhaft auch nur examinierte stbs.
also überlegt euch diesen schwerpunkt echt gut.
was die zukunft bringt weis keiner , aber im ausland gibt es teilweise den beruf des steuerberaters als solchen nicht. was die eu mit sich bringt wird daher in den nächsten 2 jahrzehnten sehr spannend.
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31.07.07
Lounge Gast
| Re: Achtung! |
Viele WP sind deswegen StB, weil es das WP Examen erleichtert, vorher das StB Examen gemacht zu haben.
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18.11.07
Lounge Gast
| Re: Achtung! |
Mal ne Frage: Ich bin Steuerfachangestellter mit 7 jahren Berufserfahrung. Bin in einer kanzlei tätig und sozusagen die rechte Hand meines Arbeitgebers. Mein Abschluss in der Berusausbildung ist recht gut gewesen! Aber in der Praxis eine harte Arbeit.
Um auf den Punkt zu kommen: Was würde ich als Buchhalter in einem mittelständischen Unternehen verdienen?
Und was würde ich in einer gösseren Steuerberaterkanzlei als angestellter Steuerberater verdienen? Liegt momentan auch noch zu entscheidung bei nmir, ob ich in dem Beruf weitermache! Meine Region ist Süddeutschland, ganz unten in Baden-Würtemberg!
Schwerpunkte sind Existenzgründer, Unternehmenssanierungen, Lohnsteuerrecht, Umsatzeteuer, Fähigkeit zur Erstelleung kompletter Bilanz eines grösseren Unternehmen ist vorhanden, wurde schon etliche male in der Praxis absolviert von mir. Also Fachwissen liegt vor, würde sagen sehr gutes.
Geht nur mal um die Gehaltsaussichten. Habe jetzt ca. 42.000 Euro/Jahreseinkommen. Berusfsanfänger haben bei uns so 15600 Euro/Jahr, haben so 6 Monate Berufserfahrung wenn sie zu uns kommen. Denke es ist einfach an der zeit für mich, mal zu wechseln und mal was neues kennen zu lernen!
Danke schon mal im Voraus!
D.
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23.04.08
Lounge Gast
| Beruf Steuerberater |
Der Beruf des Steuerberaters ist alles andere als langweilig. Mit etwas Aufopferungsbereitschaft ist auch die Prüfung zu schaffen. Sicherlich kann man darüber geteilter Meinung sein, ob diese zu schaffen oder nicht sei. Tatsache ist, dass alles machbar ist, wenn man bereit ist Opfer zu bringen.
Wenn nur der zu erwartende Verdienst Anreiz zur Prüfung ist, dann würde ich mich in einem anderen Beruf umsehen, da die Vorbereitungszeit kein Zuckerschlecken ist und man der Verzweiflung näher ist als man es gerne hätte. Das Bestehen allein einer solchen Prüfung ist noch keine Garantie für ein Gehalt jenseits der 80.000,00 EUR/Grenze. Eines muss auch ganz klar gesagt werden: Um in den genuss eines solchen Einkommens zu gelangen ist LEISTUNG ein muss.
Also: Die Dinge sind nicht wie sie sind, sondern das was man daraus macht...............
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05.08.08
Lounge Gast
| Re: Beruf Steuerberater |
Wem der Bereich Steuern liegt, sollte diesen wählen. Als junger Student wollte ich im Hauptstudium Marketing & Personalwesen studieren. Ich merkte jedoch, dass mir dieser Bereich gar nicht lag, jedoch das Lernen der Materie Steuern gar nicht schwer viel, so dass ich dann im Hauptstudium den Schwerpunkt Steuern/ReWe wählte. Ich habe diesen Schritt nie bereut, insbesondere da ich im Gegensatz zu meinen Marketingstudienkollegen kein Problem hatte im Anschluss des Studiums einen Job zu finden.
Das Steuerberaterexamen ist wirklich schwer, jedoch jeder Erfolg ist von Schweiss gekrönt. Meine Studienkollegen die es z.B. im Bereich Marketing oder Vetrieb zu Erfolg gebracht hatten, mussten zwar keine schweren Prüfungen wie die StB-Prüfung ablegen, aber die Arbeitszeiten von denen sind sehr hart. Samstags arbeiten sie generell und häufig sind sie auch am Sonntag auf Reisen.
Ich arbeite nun als Tax Manager bei einem großen Konzern und wenn ich mein Gehalt durch meine Arbeitszeit teile und dies dann mit dem meiner Studienkollegen vergleiche, bereue ich es auf keinen Fall mich auf den Bereich Steuern festgelegt zu haben.
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11.08.08
Lounge Gast
| Re: Beruf Steuerberater |
hallo!!!
kennt jemand uni's oder fh's (außer münster, osnabrück, calw, pforzheim, fh fresenius oder die business school mannheim) die einen spez. master für den bereich tax oder steuerwesen/recht anbieten oder vorhaben einen anzubieten???
für eure hilfe schon mal ein großes DANKE SCHÖN!!!
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16.08.08
Lounge Gast
| Re: Beruf Steuerberater |
Ein Master ist absolut nicht notwendig, auch wenn dir diese Hochschulen das gerne weißmachen wollen. (Wollen ja schließlich dein Geld.)
Ab in die Praxis und so schnell wie möglich das StB-Examen schreiben!
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17.08.08
Lounge Gast
| Re: Beruf Steuerberater |
sehe ich anders.
erstmal ist der beruf des steuerberaters ein sehr theoretischer.
ein wissenschaftliches ma studium schadet daher sicher nicht, da man ernstens sehr viel wichtige theorie mitbekommt und zweitens auch vertieft wissenschaftlich arbeiten lernt (stbs müssen sich später auch selbst in sehr komplexe neue fragestellungen einarbeiten).
aber vorallem zählt der titel in einem beratungsberuf sehr, wo qualität durch den kunden nicht objektiv gemessen werden kann.
von wem würdet ihr als laie euch beraten lassen? vom dr. rer pol, dem msc oder lieber von einem baler?
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17.08.08
Lounge Gast
| Re: Beruf Steuerberater |
Würde ich nicht so sehen. Ein Master an einer renommierten Uni in dem Bereich (Münster oder Mannheim) bringt schon sehr viel. Klar ist das Steuerberaterexamen wichtig, aber gerad bei Selbstständigkeit oder Karrieremöglichkeiten danach bringt dieser Master sehr viel, gerade für Führungpositionen. Außerdem ermöglicht er den Doktor, der auch nicht gerade unwichtig ist.
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17.08.08
Lounge Gast
| Re: Beruf Steuerberater |
Achso, ihr geht von einem Bachelor aus? Dann ist es unter Umständen sinnvoll. Was nur völliger Schwachsinn wäre, ist eben ein spezialisierter Master nach einem Diplom.
Das höchste Renommee, mit Abstand hat selbstverständlich der Promovierte. Wenn du aber z.B. bei den Big4 arbeitest, dann ist es wichtiger, ob du Partner, Manager oder Assis bist und weniger wichtiger, ob du Bachelor, Diplomer oder Promovierter bist. Und eine bestande Examensklausur in jungen Jahren, vllt. mit 26-27, katapultiert dich direkt auf den Partnertrack ;).
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28.02.10
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Bin seit fast 20 Jahren selbständiger Steuerberater und hab in dieser Zeit nie Langeweile gehabt. Ist ein interessanter und vielseitiger Beruf. Die ständigen Änderungen im Steuerrecht je nach der politischen Lage sind eine Belastung, man sich ständig Fortbildungen besuchen muß und die Mandanten auch zunehmend kritischer werden, insbesondere, was die Kosten der Arbeit (also die Einnahmen des Steuerberaters) angeht - auf der anderen Seite sichert der ständige Wechsel der Vorschriften einen sicheren Job. Aus meiner Sicht: leicht verdientes Geld ist es nicht, aber man hat immer was zu tun.
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05.03.10
Lounge Gast
| Re: Beruf Steuerberater |
Ein bestandener Steuerberater ist meines Erachtens doch um Einiges höher zu bewerten als eine Promotion, die sich über viele Jahre hingezogen haben kann. Mit bestandenen Steuerberaterexamen zeigt man, dass man auch in einer extremen Stresssituation (3 mal sechsstündige hammerharte Prüfungen unter extremen Zeitdruck) in der Lage ist, sehr diversifizierte und hochkomplexe Aufgabenstellungen zu bewerkstelligen. In der mündlichen Prüfung (wenn man die schriftliche geschafft hat), wird von einem dann wiederum die Fähigkeit verlangt, blitzschnell auf die verschiedensten Problemstellungen zu reagieren (die aus allen möglichen Bereichen stammen können, z.B. auch aus Recht oder BWL/VWL, Berufsrecht, Europrecht, Zollrecht etc...). Schlagfertigkeit und schnelles Denken sind hier neben Fachwissen das A und O.
Wer diese hohe intellektuelle Anforderung besteht, der kann meines Erachtens auch alles andere, z.B. Promotion. Es gibt übrigens viele Promovierte, die sich am Steuerberater versuchen und dennoch scheitern. Und noch etwas: ein "Stb" ist eben ein Berufsträger, ein Promovierter ist das trotz Doktortitel nicht.
Und ich denke nicht, dass prozentuell gesehen an einer Promotion so viele scheitern wie am Steuerberater.
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06.03.10
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Ich empfinde die Steuerklausuren an der Uni eher als einfach. Denn man darf die Gesetze und Richtlinien benutzen und auch der Matheanteil hält sich in Grenzen. In Fächern wie Unternehmensführung muss man wesentlich mehr auswendig lernen und kann nicht auf mitgebrachte Texte zurückgreifen.
Dass die Berufsaussichten direkt nach dem Studium gut sind, dürfte klar sein. Denn die größeren Beratungsunternehmen sind pyramidenförmig aufgebaut und stellen daher jedes Jahr viele Einsteiger ein. Das auf den ersten Blick trocken anmutende Thema "Steuern" und das Pflicht-Examen nach 2-3 Jahren sorgen dafür, dass auch das Angebot an Einsteigern nicht so groß ausfällt.
Wie sieht es aber einige Jahre nach dem Examen aus? Sind die Berufsaussichten dann immer noch so gut? Die allermeisten fliegen nach spätestens 5 Jahren bei den großen Beratungsunternehmen wieder raus. Eine Bekannte von mir hat einen Mann als Jung-Steuerberater und die meint, dass die Zeiten, in denen man sich als Steuerberater selbständig machen konnte, vorbei sind. Was erwartet einem dann? Unsichere Beschäftigungsverhältnisse, riesiger Weiterbildungsaufwand und Import-/Export-Ramschläden als Mandanten?
Ich würde gerne mal eure Erfahrungen lesen!
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29.03.10
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Also. ich, gelernter Steuerfachgehilfe, Rechtsanwalt, Fachanwalt und jetzt auch noch Steuerberater habe nie verstanden, wieso sich Wiwi-studenten befähigt glauben, diesen Weg einzuschlagen. Denn es handelt sich um Steuer-........recht. Also Recht, Dreisatz langt völlig: das einzige, was man können muss ist Buchf. und Bilanzen, und das lernt man eh nur in der Praxis. Die Durchfallquoten bei der Prüfung sind auch deswegen so exorbitant hoch, weil die schneidigen BWl reiheweise durchkippen, die können nicht im geringsten abstrakt denken und lernen halt alles auswendig, das funktionert aber nur, wenn das dann genau dran kommt. Außerdem ohne fundierte Kenntnisse im Zivilrecht/Gesellschaftrecht, und zwar gerade in der Bilanzlausur fällt man durch.
Außerdem man ist nur ein ernst zunehmender Steuerberater, wenn man auch Anwalt ist. Punkt. Nochmals, es heißt Steueurecht, nicht Steuerdipelquatsch. Letztere (Anwälte) sind ohnehin auch ohne Steuberaterex., und das aus gutem Grund zur Steuerberatung befugt.
Ob der Berufsweg zu empfehlenswert ist???; ein ganz klares Nein. das eigentliche Problem ist nämlich, dass man immer jemanden braucht, der irgendetwas unternimmt, das gilt auch für den Anwaltsberuf. Nur dann hat man etwas zu tun. Außerdem wird sich über kurz oder lang kein Staat der Welt solch ein krankes Steuersystem volkswirtschaftlich leisten können ( ich komme frisch examiniert aus dem Ex. - ich weiß, wovon ich rede ). Nein, folgendes: BWL braucht niemand auf diesem Globus, Wirtschafstprüfer ohnehin nicht, auch dank der um 20 % erhöhten Bilmoggrenzen (Prüfungspflicht für Kapgesellschaften)
also sofort irgendwas technisches oder mediz.wissentschaftlich studieren, dann kann man auch ins AUsland; versuch das mal als STB.
gruß Ho.....
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01.04.10
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Ich bin der vom 6.3.10
Ich gebe dir in dem Punkt Recht, dass ein Steuerberater mit BWL-Hintergrund gegenüber einem Steuerberater mit juristschem Hintergrund in Fällen, wo Mandanten vor Finanzgerichten vertreten werden sollen und wo es um verzwickte rechtliche Fragen geht, klar unterlegen ist. Man muss aber auch unerstreichen, dass der "juristische Steuerberater" genauso Schwachstellen hat, nächlich dort wo der Mandant finanziell und betriebswirtschaftlich beraten werden soll. Und ich denke, letztere Mandate kommen viel häufiger vor als erstere. Im Ausland (ich glaube sogar in der Schweiz und in Österreich) trennt man in zwei Berufe: Nämlich die des Buchhalters (ist im Ausland wohl auch angesehener als in D) und die des Steueranwalts. Dies ist im Ausland Imo sinnvoller geregelt als in Deutschland.
Ein Problem, das ich mit der Steuerberatung sehe, ist, dass man wirklich lukrative Mandate nicht durch "Laufkundschaft" bekommen kann. Wer wirklich viel Geld hat oder ein größeres Unternehmen, der lässt sich einen Steuerberater empfehlen. Das heißt, man muss immer jemanden kennen, der wieder jemanden kennt, der einem dann empfielt. Für Anfänger ist es unheimlich schwer, von Null auf einen Mandantenstamm aufzubauen. Zumal die Zahl der Leute mit Steuerberaterexamen immer weiter ansteigt und die Nachfrage nach Steuerberatung nicht im selben Maße zunimmt.
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19.06.10
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
oki, ich weiß zwar nicht wo du studierst(der vom 06.03.2010), bzw auf welchem Niveau bei euch die Klausuren gestellt werden. ich weiß nur bei uns an der FH Worms werden die klausuren auf Steuerberaterniveau gestellt(zumindest bei einigen Professoren), wir haben dann zwar pro klausur 1Stunde mehr zeit als im Steuerberaterexamen, dennoch ist das kein Zuckerschlecken. Wenn ich überlege wieviele Tausend stunden ich mittlerweile nur fürs Studium gelernt habe(bin grad im 6. Semester Diplom-Studiengang)
Aber es macht einfach auch Spaß das Wissen sich anzueignen, dabei fallen dann einem Fehler auf die der eigene Chef früher eigentlich gemacht hat.... Wer mit dem gedanken spielt den steuerberater zu machen, der sollte net über den Erfahrungsweg gehen, sondern über den schulischen weg.
Vorteile sind dabei ganz klar, man kommt nicht aus dem lernen raus, das meiste wissen bleibt auch noch 2Jahre bestehen(die man nach dem Studium benötigt um das Examen zu schreiben), bzw man lernt das dann relativ schnell. Währenddessen man in der Praxis seinen Trott macht, und dann versucht in seinem Lernen auch Bezug auf die Praxis zu nehmen, und dann Fehler die in der Praxis gemacht werden(und vom Finanzamt) toleriert werden in seinem Examen einbaut.
wobei in den letzten Jahren musste ich feststellen, dass doch sehr sehr viele Examensschreiblinge den Titel "Steuerberater" führen dürfen, wobei aber auch zu sagen ist, der durchschnitts Steuerberater ist im Moment bei 50-60Jahre, sprich 5-10Jahre dann möchte der Steuerberater in Rente. Und die paar jährchen braucht er eben um seinen Nachfolger einzuarbeiten....
Lounge Gast schrieb:
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> ich bin angehender BWL Student und finde vorallem den Bereich
> Steuern interessant
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> 1. Die Jobaussichten für Steuerberater sehen ja momentan ganz
> gut aus, aber wie meint ihr wird sich der Arbeitsmarkt für
> Steuerberater mittelfristig entwickeln (Klar kann das keiner
> genau wissen, nur eure Einschätzung)
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> 2. Was haltet ihr vom Schwerpunkt Steuerrecht?
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> 3. Gilt Steuerrecht als schwer oder eher einfach?
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> vielen Dank im vorraus
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28.06.10
Lounge Gast
| Re: Steuerberater |
Der Vergleich von Doktortitel und Berufstitel hinkt. Es handelt sich dabei um so grundverschiedene Dinge, dass der Vergleich des Schwierigkeitsgrades geradezu kindisch anmutet; fast so, als würde man ernsthaft darüber streiten, ob es eine größere Leistung ist, Fußballweltmeister zu werden oder den Friedensnobelpreis verliehen zu bekommen. Die Erlangung der Doktorwürde ist eine wissenschaftliche Qualifikation und die Berufsexamina eine berufsbezogene. Dabei hilft das eine für das andere geradezu nichts. Ein promovierter Anwärter auf den WP Titel wird im Durchschnitt ebenso oft an dem Examen scheitern, wie ein nicht promovierter Examenskandidat. Auch der vereidigte WP wird es mit der Promotion, a priori, nicht leichter haben als ein frisch von der Uni kommender Diplomand. Schließlich ist ein Wimbledonsieg auch keine Garantie für das gelbe Trikot bei der Tour de France.
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