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Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
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Beitrag |
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05.08.08
Lounge Gast
| Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Guten Tag,
ich werde mit 23 mein Studium beenden und hoffentlich zu Beginn bei den Big4 arbeiten können.
Was wäre am sinnvollsten, wenn man Steuerberater werden will:
-einen Master machen und dann den StB?
-oder einfach direkt nach 3 Jahren des StB?
(Oder sehen die Big4 das nicht so gerne, wenn man diese Examina ohne Diplom oder Master machen will?)
MfG
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06.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wie? Ohne Diplom StB?
Mit 10 Jahres Berufserfahrung als Steuerfachangestellter vielleicht...
Ansonsten brauchst Du keinen Master für den Steuerberater...
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06.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
mit 8 semester studium benötigt man 2 jahre in der praxis, mit 6 semester studium (bachelor) 3 jahre praxis.
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06.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur |
Die Vorposter haben nur die formalen Mindestvor. geschrieben die man erfüllen muss um überhaupt zur Prüfung zugelassen zu werden.
Informiere Dich mal bei den zuständigen Berufsvereinigungen / Kammern nach Beispielprüfungen und nach den Durchfallerquoten sowie den Bildungsstand der bisher zur Prüfung angetretenen Kandidaten.
Ich sag nur -- Viel Spass ;-))
Die StB-Prüfung hat schon viele Zukunftsträume gekillt. Die Härte der Prüfung ist das 1-A-Protektionsmittel um die Konkurrenz unter den StBs gering zu halten.
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06.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Also wenn du bei den BIG4 anfängst, wird es zwangsläufig auf das Examen hinauslaufen müssen, egal welcher Studienabschluss. Ansonsten ist man da auch ganz schnell wieder draußen.
Was die Einstellungspraxis der BIG4 angeht, sieht es zur Zeit wohl recht gut aus, auch für Bachelor Absolventen. Ist aber auch gleichzeitig ein Warnsignal, denn die Personalfluktuation dort ist hoch. Leider ist auch bei den BIG4 schon lange nicht mehr alles Gold was glänzt. Man kann es zwar nicht pauschalisieren, da es auch einige positive Einzelfälle gibt, aber tendenziell sind viele Mitarbeiter dort unzufrieden. Siehe auch die entsprechenden Beiträge hier im Forum.
Hast du schon mal ein Praktikum dort gemacht? Ansonsten würde ich Dir das echt empfehlen. Es ist immer schade, wenn man voller Motivation in so einen Job reingeht und dann nach einer Woche merkt, dass man absolut an der falschen Stelle ist. In der Regel nicht wegen fachlichen Problemen, sondern weil Arbeitalltag und manchmal auch das Arbeitsklima einiges von einem abverlangen.
Will dich nicht entmutigen aber die Realität in dem Bereich sieht halt leider nicht so aus, wie die entsprechenden Unternehmen es zur Zeit öffentlich glauben machen wollen. Aber wie gesagt, es gibt positive Ausnahmen.
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07.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Man ist bei den BIG4 ohne Examen nicht "ganz schnell wieder draußen". So ein quatsch... man kann ohne Examen nicht wirklich Karriere machen (im Normalfall), aber man wird deswegen nicht gekündigt! Die Fluktuation ist hoch, das liegt aber nicht an Kündigungen der Firma.
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07.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
es gibt auch bei den B4 einige Bereiche, auch im Assurance, für die man keine Examina braucht...bspw. die Leute, die die IT-Systemprüfungen vornehmen oder die Reporting Groups...
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07.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Natürlich geht es ohne Examen und man wird nicht gleich gekündigt. In der klassischen Steuerberatung wird man aber ohne Examen langfristig eine "Null" bleiben. Natürlich kann man irgendwo intern was anderes machen aber eben nicht steuerberatend tätig sein und darum geht es ja.
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07.08.08
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wer ganz normal in den Service Lines einsteigt, der muss auch früher oder später die Berufsexamina machen. Wenn man die dann hat, gibt es keinen "up or out"-Zwang Richtung Partner, man kann beruhigt bis 55 auf dem Manager-Level verweilen, mit den Examina - aber: ohne Examina kommt irgendwann die Kündigung. Schaut doch mal bitte, wieviel 40jährige Prüfungsassistenten es gibt..
Wenn du dich als Steuerberater selbständig machen willst, dann kann es mitunter sinnvoll sein, bei einer kleinen Kanzlei anzufangen, welche auch deinem späterem Wunscharbeitsgebiet entspricht. Bei den Big4 geht es in der StB-Abteilung um die steuerliche Beratung von Konzernen z.B. bezügl. Transaction Pricing oder Latente Steuern. Natürlich auch Steueroptimierung im Konzern. Dann außerdem um die steuerliche Ausgestaltung von M&A-Transaktionen, Doppelbesteuerungsabkommen und Fördermittelberatung für Firmen.
Sooo, du stellst dir aber unter selbständiger Steuerberater bestimmt eher andere Sachen vor? Die meisten hier genannten Sachen sind auch sehr speziell, so dass du da mit einer jungen Kanzlei eigentlich keine Chance am Markt hast. Würde mir auch überlegen, ob die genannten Themen nicht interessanter sind als die Einkommenssteuerabrechnungen für Getrud und Heinrich Müller als Wald-und-Wiesen-StB ;).
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08.08.08
Lounge Gast
| Gehalt Steuerberater Big4 |
Könnt ihr mir ma bitte sagen, wieviel ein angestellter Stb, der grade sein Examen geschafft hat, so im ersten Jahr bei einer großen StB/WP-gesellschaft verdient? (incl. Bonus etc.)
vielen Dank für eure Antworten!!!
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08.08.08
Lounge Gast
| Re: Gehalt Steuerberater Big4 |
So ca. 50-55TEUR
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08.08.08
Lounge Gast
| Re: Gehalt Steuerberater Big4 |
wenn du selbstständig werden möchtest, dann geh doch besser in enie kleine partnergesellschaft. da wirst du doch optimal auf das vorbereitet, was du nachher machen möchtest. ich denke in kleineren kanzleien kannst du viele verschiedene bereiche bearbeiten. denke wenn du den StB geschafft hast, kannst du mit 50k rechnen. berichtigt mich wenn ich falsch liege.
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08.08.08
Lounge Gast
| Re: Gehalt Steuerberater Big4 |
Jobs für frische Steuerberater, sogar solche Stellenanzeigen wo da steht, dass man 2-3 Jahre Berufserfahrungen vorweisen sollte und "idealerweise" schon das StB-Examen gemacht hat stehen bei experteer und d.h. man kann mit mindestens 60.000 EUR rechnen.
(Für frische Wirtschaftsprüfer hab ich da auch mal was gefunden, da ging es ab 80.000 EUR los bei den Big4 und Senior Assistenten werden auch schon gelistet [also ohne Examen], ab 60.000 EUR)
50.000 für Steuerberater gibt es ja schon bei kleinen Kanzleien und die Big4 wollen dann doch etwas bessere Mitarbeiter und müssen dafür entsprechend auch mehr Geld bezahlen.
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28.06.10
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich habe Anfang diesen Jahres meine StB-Prüfung bestanden und bin nu 27. Diese Prüfung ist seehr hart und sehr viel Zeit muss investiert werden um sie zu bestehen!! Suche dir am Besten ein kleines Steuerbüro und lerne und arbeite dort. So kann man sich am Besten auf diese Prüfung vorbereiten!! Mit der Ernennungsurkunde in der Tasche kannst du dir den Job so gut wie aussuchen und ein attracktives Gehalt aushandeln! Ich selber werde jetzt in dem Steuerbüro in dem ich nach dem Studium gearbeitet habe für 3 Jahre Mitgesellschafter und somit am Umsatz beteiligt.
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03.03.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Hast du direkt nach deinem Studium gearbeitet oder erst den Master gemacht?!
Ich studiere grade im 4ten Semester "Taxation and Auditing" (Steuerrecht und Wirtschaftsprüfung) und bin mir noch nicht sicher, welchen Weg ich wählen soll. Aber Steuerberater mit 27 ist schon ziemlich lobenswert!!
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08.03.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Steuerberaterexamen lohnt sich einfach nicht. Das Geld und die Zeit die man reinsteckt holt man so schnell nicht wieder rein.
Für alle die glauben mit dem StB kann man einfach so viel Geld scheffeln:
Schaut euch mal in der Arbeitgeberbörse bei der Arbeitsagentur an, wieviele StBs arbeitssuchend gemeldet sind.
Das öffnet einem die Augen.
Und dann noch die restriktiven Berufsgrenzen durch das Berufsrecht.
Na dann, viel Spaß.
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15.04.11
Lounge Gast
| Re: Gehalt Steuerberater Big4 |
Wer als Steuerberater arbeitslos bleibt, ist selbst schuld.
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04.05.11
Lounge Gast
| Re: Gehalt Steuerberater Big4 |
als Steuerberater arbeitslos... Also das kann eigentlich nicht sein. Es gibt Jobs ohne Ende...
Vielleicht wollen diese einfach nicht mehr arbeiten oder nehmen sich eine Auszeit...
Aber meine Frage:
Habe selbst nun mit Anfang 28 das Examen in der Tasche.
Was kann ich als Einstiegsgehalt bei einem Vorstellungsgespräch fordern.
Komme aus einer mittelständischem WP-Gesellschaft mit eher kleinen bis mittleren Mandaten.
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05.05.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Als StB arbeitslos ... ? Eher unrealistisch, ganz sicher wird nicht jeder StB die super Mandate haben und große Kohle machen, wie halt in jedem Bereich; aber von nem arbeitslosen StB hab ich ehrlich gesagt noch nie gehört und ich würde mal behaupten, dass ich in den letzten Jahren "zwangsläufig2 beruflich ne ganze Menge kennengelernt habe *g
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05.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Suche Leute mit Erfahrung
wie wird man selbständig als Steuerberater und vor allen wie kann man sein Hab und Gut vor evtl. Streitfällen schützen, außer wenn man eine GmbH gründet (was ich nicht unbedingt will wenn ich erstmal alleine arbeiten möchte)
Welche Versicherungen muss ich zahlen und was kostet mich der Spaß?
Kann man neben seinen eigentlichen Beruf sich selbständig machen und nebenbei seine Mandate aufbauen?
Besten Dank
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06.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Und warum sollte GmbH und alleine arbeiten sich ausschließen?
Als StB sollte man eigentlich in der Lage sein, eine GmbH zu handeln. Ich würde mir eher sorgen machen, ob im Falle des Verbockens die Haftungsbeschränkung soviel bringt.
Berufshaftpflicht ist aber ohnehin Pflicht ......
Nebenberuflich: Google mal nach Syndicus-Steuerberater
Fraglich ist, ob jede Tätigkeit mit dem StB vereinbar ist
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06.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Glaubst du wirklich, Steuerberater haben nichts anderes zu tun, als in diesem Forum herumzuhängen? Hier gibt es fast nur Studenten.
Folgendes weiß ich:
Du musst eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen.
Du darfst seit 2008 im Angestelltenverhältnis eines Gewerbebetriebs sein und kannst trotzdem als Steuerberater bestellt sein. Voraussetzung ist allerdings, dass du bei deinem Arbeitgeber nur Vorbehaltsaufgaben machst und keine gewerblichen Tätigkeiten. Wenn du neben diesem Beschäftigungsverhältnis freiberuflich Mandanten betreuen willst, brauchst du natürlich die Erlaubnis deines Arbeitgebers.
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06.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
es stellt sich nur die frage : wie lange noch...
schau einfach die zulassungsstatistik an, und du wirst feststellen dass sich die entwicklung derer von juristen gleicht.
dann noch in den nächsten 1-2 jahrzehnten eine echte steuerreform und man kann schauen wie man über die runden kommt (außer man ist hochspezialisiert in einem konzern tätig)
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06.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ja, es stimmt. Die Neubestellungen sind in den letzten 10 Jahren zu stark angestiegen. Eine normale, kleine Kanzlei aufzubauen, ist heute sehr schwer. Der Markt ist gesättigt. Wer keine neuen Trends aufgreifen kann (z.B. Steuerkanzlei speziell für die englische Limited in Deutschland vor ein paar Jahren), der lässt es lieber bleiben. Standardkanzleien gibt es an jeder Ecke. Der Anteil der abhängig beschäftigten Steuerberater ist auf 30% gestiegen.
Aber man muss sich auch mal die Altersstatistik der etablierten Steuerberater ansehen. In 10 Jahren wird ein Großteil der heutigen Steuerberater in Rente gehen. Irgendjemand muss deren Arbeit fortführen. Ich denke schon, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, in die Branche einzusteigen. Wer heute anfängt, ist dann in 10 Jahren genau im richtigen Alter.....
Und was diese Steuervereinfachungen angeht: Das wird so nie funktionieren, wie manche sich das vorstellen. Ein moderner Industriestaat wie Deutschland braucht einfach ein komplexeres Steuersystem. Man wird nie aufhören, Lohnabrechnungen, Buchhaltungen, Jahresabschlüsse und Steuerklärungen zu machen. Wie soll man sonst die Steuer festsetzen? Das muss alles für das Finanzamt nachprüfbar sein. Wir werden hoffentlich nie eine Bananenrepublik werden, wo man Steuern einfach "pauschal" zahlt. Manche Start-ups haben ja völlig falsche Vorstellungen vom Verwaltungsaufwand, den auch ein kleines Unternehmen generiert. Es wird auch immer einen Beratungsbedarf geben. Je weniger Paragrafen ein Gesetz enthält, desto unklarer ist dessen Auslegung. Also werden die Gerichte mehr zu tun haben und wir haben dann eben mehr Fallrecht.
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07.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Seit es Steuern gibt, gibt es Forderungen nach einem einfacheren Steuersystem. Und es gibt Versprechen, das System einfacher zu gestalten.
Die Praxis sieht aber so aus, dass das Steuersystem von Jahr zu Jahr und mit jeder Regelung komplexer wird. Denn jede Regelung führt zu 10 Ausnahmeregelungen.
Steuern wird es immer geben und Steuern werden immer anspruchsvoll sein und Steuern werden nie so beliebt sein, dass es zu viele machen wollen.
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07.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Der Vergleich mit den Volljuristen hinkt meiner Meinung nach gewaltig. Es ist inhaltlich ein sehr großer Unterschied, ob man Strafrecht, Familienrecht usw. macht oder ob man Wirtschaftsrecht macht. Wirtschaftsrecht ist auch heute noch nicht überlaufen bei den Juristen und bietet gute Perspektiven.
Ich glaube auch, dass die beiden Richtungen ganz andere Zielgruppen ansprechen. Strafrecht und Familienrecht und solche Fachgebiete werden häufig aus Interesse für die Probleme anderer Menschen studiert. Man wird dann z.B. Jugendrichter oder Anwalt bei Scheidungen. Die Motivation Wirtschaftsrecht zu machen, ist doch eine ganze andere. Man beschäftigt sich hier mit Problemen von Unternehmen und der Wirtschaft. Das wird nie so beliebt sein, dass es jeder vertiefen möchte.
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07.09.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Also bei der Arbeitsagentur wird jeder Arbeitsuchende in der Jobbörse erfasst, und allein in Düsseldorf wurden 19 Seiten a 10 Bewerbern die zum Beruf "Steuerberater" passen gefunden.
Na dann, viel Spaß!
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24.11.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ach bitte....mal im ernst. Rede doch bitte nicht so ein blödsinn.
Nur von der Logik her....wieso sollten ausgerechnet die Steuerberater arbeitslos sein?
Der Bereich Steuern ist nicht so beliebt, dass es sofort jeder machen möchte. Dann ist es ein längerer und schwerer Weg. Und egal was passiert...die Unternehmen kommen jedes Jahr wieder, da schließlich der Steuerberater ihre Bilanz machen soll. Ist schließlich so vorgeschrieben.
Also hör bitte auf so ein Mist hier reinzuschreiben, dass es so massen arbeitslose Steuerberater geben würde.
Ich vermute mal, dass du in deinem Leben nichts auf die Reihe bekommen hast und daher hier eine depressive Stimmung verbreiten möchtest und noch ander verunsichern magst, nur weil diese es in ihrem leben zu etwas bringen wollen.
Naja, wenn du so schlecht wie mit der arbeitslosigkeit auch in anderen bereichen recherchieren solltest, ist mir dann nun alles klar ;)
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25.11.11
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Das stimmt nicht.
Es gibt 4 Ergebnisse für Steuerberater, der Rest sind Buchhalter, etc. oder nicht mehr in Düsseldorf.
Von den 4 ist eine Dame dabei, die Teilzeit arbeiten möchte.
Eine Dame, die 63 ist.
Einen Herren mit 31 (wahrscheinlich frischer Stb) und
eine Dame die 35 ist (Familienplanung?).
Ausserdem ist nichts dabei, wenn auch Stb über die Arbeitsagentur einen Job suchen. Bei jedem Menschen kann es durchaus Veränderungen in der privaten Lebensführung geben und damit auch z.B. ein Wohnsitzwechsel. Nicht jeder Stb möchte selbständig tätig sein.
Übrigens, wenn man sucht, findet man auch arbeitssuchende Wirtschaftsprüfer, Ärzte, etc.
Lounge Gast schrieb:
>
> Also bei der Arbeitsagentur wird jeder Arbeitsuchende in der
> Jobbörse erfasst, und allein in Düsseldorf wurden 19 Seiten a
> 10 Bewerbern die zum Beruf "Steuerberater" passen
> gefunden.
>
> Na dann, viel Spaß!
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11.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ob es sich lohnt, Steuerberater zu werden, ein klares Nein. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu den beruflichen Möglichkeiten und dem Verdienst als Angestellter so 55 T? p.a.. Außerdem muss man bedenken, dass der Großeteil der Bewerber, insbesondere die Betriebswirte und Diplomkaufleute die Prüfung nicht schaffen werden, anders Dipolom-Finanzwirte und Rechtsanwälte mit steuerlicher Vorbildung, weil die StB Prüfung eine Rechtsprüfung ist. Nur letztere also mit Doppelqualifikation als RA und StB sind überhaupt steuerberatend -beratend ! tätig, der Rest verbringt seine Arbeitszeit vor dem Computer und läßt sich von DATEV foltern. RA/StB Schlaumeier ( Und ich habe beide Qualifikationen) PS BIG 4 Gesellschaften sind wie Kettenbriefe; nur die obersten verdienen gut.
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11.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ihr Juristen müsst auch immer meinen, dass ihr was besserers seid...
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll: Durchfallstatistiken, Vorbildung von Partnern, Gehalt, Tätigkeit...
Lounge Gast schrieb:
>
> Ob es sich lohnt, Steuerberater zu werden, ein klares Nein.
> Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu den beruflichen
> Möglichkeiten und dem Verdienst als Angestellter so 55 T?
> p.a.. Außerdem muss man bedenken, dass der Großeteil der
> Bewerber, insbesondere die Betriebswirte und Diplomkaufleute
> die Prüfung nicht schaffen werden, anders Dipolom-Finanzwirte
> und Rechtsanwälte mit steuerlicher Vorbildung, weil die StB
> Prüfung eine Rechtsprüfung ist. Nur letztere also mit
> Doppelqualifikation als RA und StB sind überhaupt
> steuerberatend -beratend ! tätig, der Rest verbringt seine
> Arbeitszeit vor dem Computer und läßt sich von DATEV
> foltern. RA/StB Schlaumeier ( Und ich habe beide
> Qualifikationen) PS BIG 4 Gesellschaften sind wie
> Kettenbriefe; nur die obersten verdienen gut.
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich würde eher sagen, es lohnt sich nicht RA zu werden, Arbeitsamt lässt grüßen ;-)
..und soviel würde ich mir von der Doppelqualifikation RA, StB nicht versprechen, wenn dann eher WP, StB.
Steuerberatung ist eine Querschnittsmaterie mit Recht alleine kommst Du da nicht weit und lieber Kollege, soviel (Steuer-)Recht hat man heutzutage auch im Rahmen eines diesbezüglich spezialisierten Wiwi Studiums allemal ;-)
..so long..
Lounge Gast schrieb:
>
> Ob es sich lohnt, Steuerberater zu werden, ein klares Nein.
> Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zu den beruflichen
> Möglichkeiten und dem Verdienst als Angestellter so 55 T?
> p.a.. Außerdem muss man bedenken, dass der Großeteil der
> Bewerber, insbesondere die Betriebswirte und Diplomkaufleute
> die Prüfung nicht schaffen werden, anders Dipolom-Finanzwirte
> und Rechtsanwälte mit steuerlicher Vorbildung, weil die StB
> Prüfung eine Rechtsprüfung ist. Nur letztere also mit
> Doppelqualifikation als RA und StB sind überhaupt
> steuerberatend -beratend ! tätig, der Rest verbringt seine
> Arbeitszeit vor dem Computer und läßt sich von DATEV
> foltern. RA/StB Schlaumeier ( Und ich habe beide
> Qualifikationen) PS BIG 4 Gesellschaften sind wie
> Kettenbriefe; nur die obersten verdienen gut.
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Hihi...
Bin Betriebswirt und arbeite im M&A Tax bei einer Big4...
Wir hatten jetzt mal zwei Juristen, der eine als Praktikant, die andere als Consultant... Nun wie soll ich berichten? Waren stets bemüht???... Noch etwas untertrieben... Ich würde eher "Minderleister" sagen! Die waren selbst unseren RA's peinlich!
Im übrigen suchen zur Zeit einige Großkanzleien verstärkt nach sehr guten Betriebswirten im Bereich Steuerrecht...
Wurde da etwa die steuerrechtliche Ausbildung an den heiligen juristischen Fakultäten dieses Landes vernachlässigt??? So das selbst die großen Kanzleien nach BWL'lern fischen?
Einfach peinlich dein Beitrag!!! Nur weil deine Ex-Freundin mit ihrem BA-Abschluss jetzt bei BDO Steuererklärungen im Akkord "kloppt" heißt das noch lange nicht das Steuergestaltung, M&A Tax, EU-Steuerrecht und Internationales Steuerrecht nur Juristen vorbehalten ist!
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Also bei uns in der Abteilung ist ein Jurist durchs StB-Examen gefallen, weil er keine Ahnung von Lohnsteuer hatte, ein anderer (Nicht-Jurist, aber BWLer) ist auch durchgefallen. Eine dritte (BWL-FH) will das StB-Examen gar nicht machen. Also die These, daß Juristen die besserern Chancen haben, stimmt nur eingeschränkt. Aber im Prinzip ist es natürlich richtig, weil die beamten von der Oberfinanzdirektion zum Großteil auch Juristen oder FH-Finanzwirte sind, daher sind die Klausuren natürlich entsprechend. Dennoch ist die Zeit im StB-Examen ja bekanntlich sehr knapp, und da haben Juristen einfach die besseren Karten, würde ich mal sagen. Aber im Grunde ist das StB-Examen ja für BWLer, die auch Rechtsberatung (Steuerberatung) machen wollen, was sonst ja nur dank der Rechtsanwaltskammer nur RA machen dürfen. So seh ich das. Alles, was StB dürfen, dürfen auch Rechtsanwälte.
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Aber doch nicht umgekehrt.
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
...und jetzt geh wieder in die Vorlesung... Rechtsanwälte würden sich nie so ausdrücken!
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ohne auf das Bashing eingehen zu wollen...sorry aber was du da beschreibst ist der Alltag eines Steuerfachangestellten, kleiner aber feiner Unterschied....
Ich habe mein erstes Praktikum auch in einer kleiner StB-Kanzlei absolviert und der Chef war auch kein Jurist, er war sogar "nur" Fhler (Böse!) und er hat sicherlich nicht den ganzen Tag vor DATEV gehockt. Im Prinzip hat er alles gemacht außer wirklich die Vertretung vor Gericht - dafür gibt es genügend mittelmäßige Juristen die man einstellen kann und die sogar noch froh sind, wenn der Chef einem quasi souffliert wie man vor Gericht vorzugehen hat...
@Topic
Ich stehe vor einem ähnlichen Problem - mittel - bzw. langfristig strebe ich auch die Selbstständigkeit an. Direkt von einer Big4 Gesellschaft in die Selbstständigkeit ist wahrscheinlich nicht das schlaueste. Vielleicht erstmal den Weg über eine kleinere Gesellschaft, in der man auch viel mehr Kontakt zum Mandanten hat, so dass man diese dann evtl. mitnehmen kann...?
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wieso nicht? Was hast du gegen Rechtsanwälte? Was stört dich an Rechtsanwälten?
PS: bin RA, und nicht in der Vorlesung!
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Rechtsanwälte sollten nicht Steuerberater werden. Sie sind es ja schon.
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich habe gar nichts gegen Rechtsanwälte. Und insbesondere finde ich es gut das es auch sehr gute RA's zB. in den M&A Tax Teams gibt.
Ich hab nur was gegen irgendwelche Personen die in solchen Foren pauschal behaupten RA wären die besseren StB und überhaupt würden BWL'ler nie das StB Examen bestehen.
Erstens ist das falsch, zweitens zeigt es deine geistige Reife und drittens zeigt es das du noch nie in solchen Teams mit RA's, StB und WP's gearbeitet hast!
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ah ja, Betriebswirte haben nicht genügend Recht im Studium? Nur mal am Rande angemerkt, meiner Rechtsklausuren waren so aufwändig , wie das Hauptstudium eines Juristen (-> so nach der Aussage eines Juristen, der sich meine Materalien angeschaut hat). Mit der Spezialisierung in Steuern in BA und anschließendem MA in ATT, ist man besser vorbereitet als jemand, der nur ein Jura Studium absolviert hat. Die meisten Juristen nehmen entweder Zivilrecht oder Strafrecht als spezielles Fachgebiet, von Steuern raffen die nicht viel, weil die sich vor der Mathematik dahinter fürchten, also : 30 Prozent von x-> ist schon für viele Juristen schon zu viel MAthe.
Ebenfalls habe ich Juristen erlebt, die den WP machen wollte und hier haben die Betriebswirte mit Sicherheit die besseren Karten. Ich habe einigen Juristen bei der Prüfung unterstützt und die allermeisten sind nicht mal in der Lage einfachste Gleichungen zu lösen. Die mussten nur Mikro, KRL, Statistik und das war schon die Hölle für sie.
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Falsch! Entweder sie machen den "Fachanwalt für Steuerrecht" oder den StB um die Vorbehaltsaufgaben ausführen zu dürfen!
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12.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Die Juristen, die nicht Steuern als Schwerpunkt wählen, haben überhaupt keine Steuern im Studium.
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Sinnfrei! Ein Rechtsanwalt darf alles, was ein Steuerberater auch darf!
Lounge Gast schrieb:
>
> Falsch! Entweder sie machen den "Fachanwalt für
> Steuerrecht" oder den StB um die Vorbehaltsaufgaben
> ausführen zu dürfen!
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
§ 3 StBG
Zur geschäftsmäßigen Hilfeleistung in Steuersachen sind befugt:
1. Steuerberater, Rechtsanwälte...
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Du hast Recht und ich muss mich korrigieren!
Hab noch mal im Steuerberatungsgesetz nachgeschaut. RA sind tatsächlich (neben StB und WP) zur unbeschränkten Hilfeleistung in Steuersachen befugt. Ich dachte, das geht nur mit dem Fachanwalt für StR.
Sorry
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Der Fachanwalt ist halt eine zusätzliche Qualifikation. Es gibt mittlerweile 20 Fachanwaltschaftstitel, und der für Steuerrecht ist einer davon. Er suggeriert dem rat- und rechtssuchenden Publikum, daß der Träger sich durch besondere Kenntnisse auf diesem Gebiet auskennt. Daher muß man auch einen 3 monatigen theoretischen Kurs machen, 50 Fälle bearbeitet haben und jedes Jahr eine Fortbildung nachweisen.
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
D.h. auch ein Fachanwalt für Argrarrecht kann Steuerberatung machen, oder?
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ja. Das ist richtig.
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wieso soll ein Bauernanwalt was taugen in Sachen Investmentsteuerrecht. Der hat doch null Ahnung. Dann schon lieber zum Steuerberater.
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13.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Was regen sich die Leute hier eigentlich auf: Das ist doch egal ob Rechtsanwalt oder Steuerberater oder Steuerfachangestellter, Hauptpsache, die Arbeit wird gemacht.
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14.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
zutreffende Zusammenfassung.
Einfach mal durch die (gestaltungs-)beratenden SLder Big im Tax-Bereich gehen ... dort findet man StB, RA/StB, WP/StB ... sowohl mit jur. als auch mit wiwi. Hintergrund ... auf allen Ebenen, vom Consultant bis zum Partner. Und jeder, der `ne Weile dabei ist, wird RAe erleben, die überhaupt keine Ahnung haben von Steuern und genau RAe, die aboslute spitze im Steuer-Bereich sind. Vice versa mit StB mit wiwi. Hintergrund.
Also lasst uns bitte diese öde Diskussion beenden ... :-)
Lounge Gast schrieb:
>
> Ich habe gar nichts gegen Rechtsanwälte. Und insbesondere
> finde ich es gut das es auch sehr gute RA's zB. in den
> M&A Tax Teams gibt.
>
> Ich hab nur was gegen irgendwelche Personen die in solchen
> Foren pauschal behaupten RA wären die besseren StB und
> überhaupt würden BWL'ler nie das StB Examen bestehen.
>
> Erstens ist das falsch, zweitens zeigt es deine geistige
> Reife und drittens zeigt es das du noch nie in solchen Teams
> mit RA's, StB und WP's gearbeitet hast!
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14.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Seien wir mal ehrlich: das, was man im studium in den steuervorlesungen so lernt, egal ob nun im jura oder im wiwi studium, ist pille palle im vergleich zu dem was man für die StB prüfung draufhaben muss. Daher ists ziemlich egal ob man nun jura oder wiwi studiert hat...
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14.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Totaler Schwachsinn: Nicht wenn man einen Master in ATT hat. Mein Prof. ist selbst Steuerberater, habe ein langes Gespräch mit ihm gehabt und er hat mir versichert, dass ich für das Examen nicht mehr brauchen werde ! Er muss es ja wissen.
Lounge Gast schrieb:
>
> Seien wir mal ehrlich: das, was man im studium in den
> steuervorlesungen so lernt, egal ob nun im jura oder im wiwi
> studium, ist pille palle im vergleich zu dem was man für die
> StB prüfung draufhaben muss. Daher ists ziemlich egal ob man
> nun jura oder wiwi studiert hat...
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15.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Eine Frage nebenbei: Wieviel darf man sich eigentlich als selbständiger WP+Stb im Durchschnitt und nach Abzug aller Kosten (Personal, Miete, Bürokram etc) erhoffen ?
Annahme: Man arbeitet in Köln (Einw. 1 Mio vers. ca~ 1000 Steuerberater)
Was schätz ihr ?
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15.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Was ist ein master in ATT?
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15.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
das was dein prof vor urzeiten mal für das examen können musste ist ein witz gegen die heutigen anforderungen. was immer ein master in ATT auch sein soll.
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15.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Habe bisher praktika in verschiedenen steuerberatungsunternehmen gemacht. ( big4, großkanzlei, flick gocke schaumburg) und in JEDERndieser kanzleien waren sowohl bwl'ler als auch juristen partner. Bei der großkanzlei war der anteil der bwl'ler jedoch eher gering. Im bereich verrechnungspreise ists eher standard dass die partner dort bwl'ler sind. Selbst die steuerleiter bei den big 4 sind bwl'ler ( dieter endres bei pwc) grunsätzlich ists immer gut leute von beiden seiten zu haben....
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Daß Rechtsanwälte Steuerberatung machen DÜRFEN heißt ja nicht, daß Rechtsanwlte Steuerberatung machen KÖNNEN oder SOLLEN bzw. WOLLEN!!!
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich finde, Rechtsanwälte sollten sich nur mit ihren rechtlichen Sachen beschäftigen und nicht den guten Steuerberatern in ihr Handwerk pfuschen. Das ist meine Meinung. Was meint ihr?
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Bei KPMG und PWC hat man einfach keine Zeit, sich ordentlich und anständig aufs StB-Examen vorzubereiten, wie denn auch, wenn man jeden Tag bis um 20 Uhr arbeiten muß. Wir fahren ja jeden Tag am KPMG-Gebäude vorbei. Bei BDO ist schon viel früher Schluß.
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater, nur wie? |
Warum machen sich denn so viele StB, die bei den BIG-4 gearbeitet haben, alle auf einmal selbständig? Hä! Wieso???
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Also doch lieber selbständig als StB. Was sind denn das für Aussichten? Kann mir jemand noch Hoffnung machen?
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Unsere Examensförder-Richtlinie bei BDO ist vorbildlich und hat schon viele Mitarbeiter in den letzten Jahren erfolgreich zum StB und Manager oder Partner im Hause gemacht.
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Die erfolgreichsten StB-Absolventen gibt es bei BDO:
Jeder 2. bestand letztes Jahr im ersten Anlauf, bei PWC waren es nur jeder 3. und bei KPMG sogar nur jeder 4.
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16.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
2,3,4 das klingt ja nach sehr validen Statistiken. :-)
Der BDO-Fan ist scheinbar aus dem Urlaub zurück.
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater, nur wie? |
hmmm, überleg mal..
Lounge Gast schrieb:
>
> Warum machen sich denn so viele StB, die bei den BIG-4
> gearbeitet haben, alle auf einmal selbständig? Hä! Wieso???
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ein RA kann steuerlich Empfehlungen geben, wenn er sich in dem Bereich auskennt, aber mehr ist da auch nicht drin. Er darf sich schon mal gar nicht als Stb oder WP bezeichnen und wer ist deenn bitteschön so blöd und geht zu einem Scheidungsanwalt um sich steuerlich beraten zu lassen oder geht ihr entweder auch zu einem Metzger, statt zu einem Plastischen Chirurgen ?
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich bin einmal zu nem Metzger gegangen obwohl ich nen Chirurgen gebraucht hätte... Würde ich nicht nochmal machen...
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ein Scheidungsanwalt kann auch steuerlich gut beraten, vielleicht sogar besser als ein Steuerberater.
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Aber: Der Bäckermeister kann es sogar noch besser als der Scheidungsanwalt !
Lounge Gast schrieb:
>
> Ein Scheidungsanwalt kann auch steuerlich gut beraten,
> vielleicht sogar besser als ein Steuerberater.
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Der Steuerberater kann auch besser rechtlich beraten als der Anwalt.
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Leute, bitte die Frage beantworten: Selbständig als Steuerberater bzw. Rechtsanwalt, aber wie?
Antwort: Erst mal bei den BIG-4 als Steuerassistent die harte Wirklichkeit kennen lernen, dann zu BDO wechseln, dann StB Examen machen, dann wieder zu BIG-4 als Manager, und dann kündigen und selbständig. Ich kenne ziemlich viele Manager, die zum Manager gemacht wurden und dann sofort gekündigt haben, auch bei unserer geliebten BDO. Sogar in unserer Abteilung.
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
liebe Leute, was regt ihr euch denn künstlich auf? Die netten Leutchen, die hier so vehement penetrant gegen Rechtsanwälte wettern, kennen Rechtsanwälte nur aus Büchern. Ein echter richtiger Rechtsanwalt kann auch Steuerberatung machen, wenn er sich halt nur in das Thema einliest und ein paar Kommentare wälzt. Das ist in der Ausbildung der Rechtsanwälte so angelegt, daß die das können. Findet euch damit ab oder macht endlich euren StB!
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Jetzt mal im Ernst: Bei Ernst & Young arbeiten mehr Rechtsanwälte als Steuerberater.
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ja, das stimmt, und das liegt daran, dass es so viele Rechtsanwälte gibt. Früher gab es auf 10 Richter 7 Rechtsanwälte, heute ist das genau andersrum. Also wohin mit den vielen Rechtsanwälten? Na, eben zu PWC und KPMG. Wohin denn auch sonst? Und nach ein paar Jahren merken die Berufs- und Bedenkenträger, daß es bei PWC und KPMG auch kein Paradies gibt und gehen deshalb - vernünftigerweise - zur BDO.
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17.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Jaja, ein Anwalt als Pseudo Steuerberater. Möchtest Du Steuerberatung machen ? Dann musst Du das Examen ablegen ;) BASTA !
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18.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Eine kanzlei selbst aufzubauen wird schwer, da man erstmal an mandate kommen muss. Würd dir raten bei nem kleinen steuerberater anzufangen mit vielleicht 1-3 partnern. Da kannste dann nach ein paar jahren dich in die partnerschaft einkaufen (bei entsprechender leistung natürlich)
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18.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Muß man eben nicht! Als Rechtsanwalt kannst du auch ohne StB-Examen auf die Mandanten losgelassen werden.
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18.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich bin bei BDO und da haben wir 5 Rechtsanwälte und 2 Steuerberater in der Abteilung. Die Mandanten wollen das so. Sonst würde BDO das auch nicht machen. BDO ist genauso ein Vertriebsunternehmen wie KPMG und PWC oder Ernst & Young, die wollen alle nur eins: Umsatz bzw. an die Kohle der Mandanten ran. Und da hat sich gezeigt, daß Rechtsanwälte hier besser punkten können als nur Steuerberater, weil Rechtsanwälte alles machen dürfen und StB nur ein bißchen, nämlich Steuerberatung.
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18.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wenn du dich selbständig machen willst, gerne. Frag doch die Steuerberaterkammer. Die bieten sogar glaub ich Seminare und Hilfe an.
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18.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Mit dem Gläschen Sekt bei Zulassung zum Stb / Übergabe der Zulassungsurkunde wird wohl auch ein Infopackage mit drin sein (für die verdammt hohe Zulassungsgebühr kann man das wohl verlangen, verdammt noch mal), wo nähere Infos und Reklamematerial drin ist.
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19.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Die Rechtsanwälte machen sich zunehmend auch in der Steuerberatung breit. Viele von ihnen erkennen, daß Steuerberatung ihre ureigenste Domäne ist. Die zahl der Anwälte steigt von Jahr zu Jahr (siehe oben), deshalb geht der Druck immer mehr in die Höhe, neue Märkte zu penetrieren. Und das ist nun mal die Steuerberatung. Findet euch damit ab oder macht eueren Rechtsanwalt oder Steuerberater.
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19.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Nur weil Rechtsanwälte (ohne StB-Titel) Steuerberatung machen können, heißt es noch lange nicht, dass sie sich einen Gefallen tun, wenn sie's tatsächlich machen. Wie schnell hat man einen Haftungsfall produziert...
Die Juristen haben bei der schriftlichen am ersten Tag ganz klar einen Vorteil. Die "gemischte" fällt bei den Juristen immer besser aus. Dafür haben die BWLer am dritten Tag die besseren Karten. Die besten Chancen/ Noten haben immer die Diplom-Finanzwirte.
Als angestellter StB im Mittelstand kann man direkt nach bestandenem Examen mit TEUR 55 rechnen. Bei den Big4 als Manager ab TEUR 60.
Für die Selbständigkeit braucht man nur einen "vernünftigen" Mandantenstamm. Sobald man bestellt ist, kann es losgehen. Für die Bestellung braucht man "nur" ein bestandenes Examen, Führungszeugnis und eine Berufshaftpflicht. Zuständige Kammer ist die, in der man seine Selbständigkeit ausübt.
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20.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wenn einer Rechtsanwalt ist und Fachanwalt für Steuerrecht, warum macht der dann nicht auch den Steuerberater? Ist doch komisch, oder? Hat er vielleicht die StB-Prüfung nicht bestanden?
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20.04.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Die meisten Juristen schneiden besser ab in der StB-Prüfung als alle anderen, insb. die BWLer. Ist schon seit Jahren so, auch bei uns in Bayern.
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02.06.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Kinders, Kinders,
lustiges Bashing hier...
Ich bin seit 5 Jahren StB und selbstständig tätig.
Meine Erfahrungen für Euch:
Der StB hat auf dem Gebiet des Steuerrechts in der Regel einfach mehr Erfahrung, denn vor der Zulassung zur Prüfung muss er in der Praxis tätig gewesen sein. Der RA darf zwar beraten, tut es aber in der Regel nicht, weil ihm die Erfahrung fehlt und es daher nicht adäquat kann.
Beide - StB und RA - haben in der Regel ein Studium absolviert, wobei es bei den StBs auch unstudierte geben kann (allerdings sind die in der absoluten Minderheit) und können sich mit Sicherheit in andere Rechtsgebiete einarbeiten.
Die meisten Juristen schneiden tatsächlich in den StB-Prüfungen besser ab. Vor allem, weil auch sie zur StB-Prüfung erst nach zwei Jahren Praxis in der Steuerberatung zur Prüfung zugelassen werden und in der Studienzeit ein ganz anderes Klausurentraining durchlaufen haben als die BWL'er. (Ich bin selber BWL'er.)
Das allerdings jeder Wald- und Wiesen-Jurist tatsächlich nach dem StBerG auch steuerberatend tätig sein darf - freilich ohne sich Steuerberater nennen zu dürfen - ist zwar ein Unding, aber in der Realität nicht wirklich wichtig.
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13.09.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen. Ja nicht über den Tellerrand sehen, von nix ne Ahnung und dumm rumsülzen. Werdet erst mal erwachsen und leistet was, bevor ihr euch selber auf die Schultern klopft.
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14.09.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Als Rechtsanwalt und Fáchanwalt für Steuerrecht hat man bei KPMG und PWC und BDO bessere Chancen, Manager und Partner zu werden, als nur als StB.
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14.09.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Es fällt schon auf, daß es mittlerweile so viele Rechtsanwälte gibt, die sich im Steuerbereich tummeln. Da muß wohl am meisten zu verdienen sein, denke ich mal.
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14.09.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wo steht denn, daß RA in der StB-Prüfung besser abschneiden?
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14.09.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
wenn du Jura studiert hast, besteht du auf Anhieb. So hat mir das mal jemand gesagt.
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14.09.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Arbeite selbst in der Steuerberaterbranche und muss sagen der Konkurrenzdruck ist schon hart. Nicht der Kampf um attraktive Mandate, sondern auch intern. Die meisten, welche studiert haben und in diesem Bereich tätig sind wollen auch Steuerberater werden, da wird es dann halt irendwann auch mal eng bei den gut bezahlten Stellen.
Darüber hinaus läasst sich festhalten. Ich kenne nur wenige angestellte Steuerberater die wirklich gut verdienen, die meisten in den mittelständischen Kanzlein kommen kaum auf die 50k.
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15.09.12
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Juristen können super mit der AO umgehen. Nur rechnen und buchen ist nicht so ihre stärke. Und die verstehen meistens nicht, was der Mandant eigentlich so macht.
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07.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
also, ich bin es noch mal.
Der RA und Stb Schlaumeier vom 11. April 2012.
Unglaublich, welche Lawine ich ausgelöst habe und wie hoch die Unwissenheit hier ist.
Also noch mal, auch wenn dieses die Betriebwirte das nicht wahr haben wollen. Es gibt kaum ein Studium, wass für das Bestehen des Steuerberaterexamens so nutzlos ist wie das BWL Studium. Das Ganze ist eine Rechtsprüfung. Punkt.
D. h., jede Begründung der Lösung muss vom Gesetz her erfolgen.
Und spätetsens, wenn man bei Haas oder Knoll ist, dann werden Sie erfahren, wie richtig dieses Aussage ist. Gerade bei der 3.ten Klausur "Bilanz"; Bewertung dem Grunde/der Höhe nach etc. Umwandlungsrecht. Das ist Rechtsanwendung. Mit diesem Mikro-oder Makro-Scheiß kann man da nichts gewinnen.
Und was Steuerberatung anbelangt; das machen ohnehin nur Rechtanwälte, weil es immer auf die rechtliche Gestaltung ankommt; undd nicht auf das "Einnudeln" in DAtev-Programmen.
(schon mal was von Gesellschafts-, Arbeits-, insolvenzrecht gehört; ohne diese Rechtsgebiete könen Sie guten Gewissen kein Unternehmen beraten - Steurrecht ist dann nur eine Nebengebiet)
Salut
RA/StB Schlaumeier
PS. Und WPs braucht ohnehin kein Mensch mehr in Deutschland; verdienen mitlerweile auch deutlich weniger als StBs bei Neueinstellungen; und zu recht.
Lounge Gast schrieb:
>
> Wer ganz normal in den Service Lines einsteigt, der muss auch
> früher oder später die Berufsexamina machen. Wenn man die
> dann hat, gibt es keinen "up or out"-Zwang Richtung Partner,
> man kann beruhigt bis 55 auf dem Manager-Level verweilen, mit
> den Examina - aber: ohne Examina kommt irgendwann die
> Kündigung. Schaut doch mal bitte, wieviel 40jährige
> Prüfungsassistenten es gibt..
>
> Wenn du dich als Steuerberater selbständig machen willst,
> dann kann es mitunter sinnvoll sein, bei einer kleinen
> Kanzlei anzufangen, welche auch deinem späterem
> Wunscharbeitsgebiet entspricht. Bei den Big4 geht es in der
> StB-Abteilung um die steuerliche Beratung von Konzernen z.B.
> bezügl. Transaction Pricing oder Latente Steuern. Natürlich
> auch Steueroptimierung im Konzern. Dann außerdem um die
> steuerliche Ausgestaltung von M&A-Transaktionen,
> Doppelbesteuerungsabkommen und Fördermittelberatung für Firmen.
>
> Sooo, du stellst dir aber unter selbständiger Steuerberater
> bestimmt eher andere Sachen vor? Die meisten hier genannten
> Sachen sind auch sehr speziell, so dass du da mit einer
> jungen Kanzlei eigentlich keine Chance am Markt hast. Würde
> mir auch überlegen, ob die genannten Themen nicht
> interessanter sind als die Einkommenssteuerabrechnungen für
> Getrud und Heinrich Müller als Wald-und-Wiesen-StB ;).
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07.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Das stimmt so nicht.
Klar, das BWL-Studium ist größtenteils für den Hintern, wenn es um das Examen geht. Aber im Jura-Studium ist der Examen-relevante Teil des zu lernenden Stoffes genauso gering. Eher im Gegenteil: In Bezug auf Steuerrecht machen die meisten Jura-Studenten gar nichts. Halten wir also fest: Die meisten Studiengänge haben relativ wenig inhaltliche Schnittmenge mit dem Examen.
Ich habe meinen Klausurenkurs noch vor mir. Aber so weit ich bisher mitbekommen habe, muss man im Examen die Prüfungssschemata und die Begründungen bei Weitem nicht so streng einhalten wie in einer Jura-Klausur. So weit ich weiß, reicht es, wenn man immer nur die Rechtsquelle angibt. Lange Begründungen sind nicht erwünscht und zeitlich auch gar nicht machbar.
Außerdem Frage ich mich, wie ein Jura-Student mit den ganzen Bilanz-Themen wie Buchungen, Ergänzungsbilanzen, Umwandlungen etc. zurechtkommt. Das dürfte für den Juristen genauso schwierig sein wie AO für den BWLer.
Auch stimmt es nicht, dass BWLer grundsätzlich nur Compliance machen und Zahlen ins Formular eintippen. Auch der Wald-und-Wiesen-Steuerberater kommt mit allen möglichen steuerlichen Fragestellungen in Berührung. Unternehmensnachfolge, Arbeitsverträge, vorweggenommene Erbfolge, Rechtsformwahl. Häufig braucht man für die Beurteilung auch betriebswirtschaftiches Wissen, um die Alternativen quantifizeren und beurteilen zu können. Wie will der Jurist die Alternativen denn beurteilen, wenn er von Finanzierung und betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen nichts versteht?
Einen Anwalt als Steuerberater brauchen nur jene Mandanten, die Dreck am Stecken haben. Ständig in irgendwelche Prozesse verwickelt sind, Anzeigen gegen sie laufen usw. Auf solche Mandanten sollte man lieber verzichten! Wer sauber bleibt, der braucht vor allem betriebswirtschaftliche Beratung und die kann ein BWLer viel besser geben.
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07.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ja. Außerdem muß das Wissen immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. das kostet nicht nur Zeit, sondern auch Geld.
Lounge Gast schrieb:
>
> Steuerberaterexamen lohnt sich einfach nicht. Das Geld und
> die Zeit die man reinsteckt holt man so schnell nicht wieder
> rein.
>
> Für alle die glauben mit dem StB kann man einfach so viel
> Geld scheffeln:
> Schaut euch mal in der Arbeitgeberbörse bei der
> Arbeitsagentur an, wieviele StBs arbeitssuchend gemeldet sind.
> Das öffnet einem die Augen.
>
> Und dann noch die restriktiven Berufsgrenzen durch das
> Berufsrecht.
> Na dann, viel Spaß.
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07.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ist es eigentlich attraktiv, in einem Unternehmen als StB zu arbeiten. Oder lohnt es sich nicht, dafür den StB-Titel zu machen, weil das Wissen, was man da erwirbt ist ja viel breiter und nicht nur auf ein Unternehmen bezogen.
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08.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich hab zwar keine Ahnung, wie's in der Steuerabteilung von Industrieunternehmen genau ist, aber:
Das "eine Unternehmen" hat damit nicht viel zu tun: wenn ich für 100 Unternehmen die Gewerbesteuererklärung mache, ist das sicher langweiliger als wenn ich für ein Unternehmen mal eine Umwandlung und mal einen Entsendungsfall bearbeite.
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08.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
moin,
Sie sagen es ja selber, "kommt mit Arbeitsverträgen,
Rechtsformwahl, vorweggenommen Erbfolge... in Berührung".
Ungeachtet, ob Sie das als StB überhaupt dürfen ( auch wenn die das alle machen), was um Gottes willen, wollen Sie da mit einem BWL Studium.
Gelauben Sie es mir, und Sie werde noch an mich denken, wenn Sie dann das dritte mal durchgefallen sind; und selbst wenn Sie es schaffen, im Arbeitsleben, werden Sie diesen BWL scheiß nie wieder brauchen.
Trotzdem ich drück die Daumen!
RA/StB Schlaumeier
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08.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Wenn du dich für einen Beruf entscheidest, wo auch das Wissen zählt, dann ist es halt so, dass man sich auf dem Laufenden halten muss und einen höheren Aufwand hat. Wenn ihr nur was machen wollt, wo man lediglich "schwätzen" muss, dann hättet ihr Marketing/Personal wählen sollen. Jedem, der Steuern im Studium wählt, war doch klar, dass er diesen höheren Aufwand haben wird und dass man ohne Examen nicht weit kommt. Wenn ihr damit ein Problem habt, dann hätte ich die Vertiefung gar nicht erst gewählt.
Mir macht es z. B. nichts aus, dass ich nebenher auf das Examen lernen muss. Ich wäre eher enttäuscht gewesen, wenn das BWL-Studium schon alles gewesen wäre. Das BWL-Studium fand ich viel zu seicht. Ein Modul Mathe, ein Modul Statistik, ein Modul Recht usw. Das war mir insgesamt viel zu generalistisch und oberflächlich.
Wenn man in einem größeren Unternehmen arbeitet, dann braucht man wahrscheinlich nie das gesamte Wissen aus dem Examen. Trotzdem ist das Examen unerlässlich, wenn man wirklich beratend tätig sein will. Ohne bestandenes Examen wird man bei einem Mitarbeiter immer annehmen, dass die Kenntnisse im Steuerrecht höchstens oberflächlich sind.
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08.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
nicht böse sein, aber Sie haben nicht die geringste Ahnung. Das ist wrklich Klaumak, was Sie schreiben. "einen Anwalt als Steuerberater..., für Mandnaten die Dreck am Strecken haben,...."
Ein rechtlich versierter Anwalt braucht man schon deswegen, um die steuerliche Konstruktion "zivilrechtlich hinzubekommen. In fast jeder Prüfung wird versucht die Vertraglichen Ausgestaltungen zu kippen. Also wirklich, das hahnebüchend, was Sie da schreiben.
Hilfe. Glauben Sie denn wirklich, dass zukünftig Berater gebraucht werden, die das machen, was jeder, dank der Entwicklung der Steuerprogramme zukünftig selber machen kann. Und was die sog. "betriesbwirtschaftliche Beratung" angeht, die angeblich so viel wichtiger werden soll, die gibt es in der Praxis nicht, auch keine Mathematik, schon gar nicht im Examen - Dreisatz langt völlig.
Machen Sie bloß ein Praktikum. Und das ist kein "bashing, sondern die traurige Wahrheit"
Salut RA/StB Schlaumeier
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08.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Muss man wenn man in einem Unternehmen als StB tätig sein will, immer als Syndikus StB beschäftigt sein?
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08.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Man kann natürlich auch als ganz normaler Angestellter in einem Unternehmen tätig sein und für steuerliche Fragen zuständig sein. Bei der Regelung zum Syndikus-Steuerberater geht es darum, dass der Angestellte in der freien Wirtschaft seinen Status als Steuerberater behalten darf (ging bis vor ein paar Jahren nicht). Der Status als Steuerberater ist besser, da man hier nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, sondern in ein Versorgungswerk. Anscheinend kriegt man dann später mehr Rente.
Zu dem Anwalt:
Ich denke, der Mandant benötigt natürlich beides: Einen Steuerberater, der über die steuerlichen Konsequenzen von Alternativen aufklärt, und einen Anwalt, der seine Vorhaben zivilrechtlich durchführen kann.
Ich kenne es aus der Praxis jedoch so, dass der Mandant im ersten Schritt ganz gezielt zum Steuerberater geht und sich über die steuerlichen Konsequenzen informiert. Hier ist ein betriebswirtschaftlicher Background hilfreicher als ein juristischer. Denn letztendlich möchte der Mandant verhindern, dass er unnötig Geld bezahlt. Der Mandant möchte erst mal nichts umsetzen, er möchte aus mehreren Alternativen die finanziell günstigste auswählen. Das Handwerkszeug dafür haben Anwälte in ihrer Ausbildung überhaupt nicht mitbekommen (die kennen sich nur mit "Formalien" aus).
Erst im zweiten Schritt möchte der Mandant dann eine Alternative umsetzen. Dafür benötigt er dann natürlich einen Anwalt. Ich halte es aber für extrem unwahrscheinlich, dass ein Anwalt alleine das gesamte Wirtschaftsrecht evtl. auch noch Strafrecht kompetent abdecken kann. Das Steuerrecht ist schon umfangreich genug, wie soll eine einzelne Person dann auch noch vielen weiteren Rechtsgebiete, die für Unternehmen eine Rolle spielen, abdecken? Hier, lieber Anwalt, sehe ich bei dir den Klamauk. Das "alles aus einer Hand" kann qualitativ gar nicht hochwertig sein. Und ja, ich habe sogar vor ein paar Jahren mal bei einem Rechtsanwalt, der gleichzeitig Steuerberater war, ein Praktikum gemacht. Nur "zwielichtige Gestalten" hatte der als Mandanten, sage ich dir. Der hatte im Grunde auch nur Ärger mit dem Klientel. Denn wer im Geschäftsleben unehrlich ist, der ist auch kein guter Mandant.
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08.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Das wage ich zu bezweifeln, daß man dann mehr Rente kriegt. Man kann ja auch privat vororgen.
Lounge Gast schrieb:
>
> Man kann natürlich auch als ganz normaler Angestellter in
> einem Unternehmen tätig sein und für steuerliche Fragen
> zuständig sein. Bei der Regelung zum Syndikus-Steuerberater
> geht es darum, dass der Angestellte in der freien Wirtschaft
> seinen Status als Steuerberater behalten darf (ging bis vor
> ein paar Jahren nicht). Der Status als Steuerberater ist
> besser, da man hier nicht mehr in die gesetzliche
> Rentenversicherung einzahlt, sondern in ein Versorgungswerk.
> Anscheinend kriegt man dann später mehr Rente.
>
>
> Zu dem Anwalt:
> Ich denke, der Mandant benötigt natürlich beides: Einen
> Steuerberater, der über die steuerlichen Konsequenzen von
> Alternativen aufklärt, und einen Anwalt, der seine Vorhaben
> zivilrechtlich durchführen kann.
>
> Ich kenne es aus der Praxis jedoch so, dass der Mandant im
> ersten Schritt ganz gezielt zum Steuerberater geht und sich
> über die steuerlichen Konsequenzen informiert. Hier ist ein
> betriebswirtschaftlicher Background hilfreicher als ein
> juristischer. Denn letztendlich möchte der Mandant
> verhindern, dass er unnötig Geld bezahlt. Der Mandant möchte
> erst mal nichts umsetzen, er möchte aus mehreren Alternativen
> die finanziell günstigste auswählen. Das Handwerkszeug dafür
> haben Anwälte in ihrer Ausbildung überhaupt nicht mitbekommen
> (die kennen sich nur mit "Formalien" aus).
>
> Erst im zweiten Schritt möchte der Mandant dann eine
> Alternative umsetzen. Dafür benötigt er dann natürlich einen
> Anwalt. Ich halte es aber für extrem unwahrscheinlich, dass
> ein Anwalt alleine das gesamte Wirtschaftsrecht evtl. auch
> noch Strafrecht kompetent abdecken kann. Das Steuerrecht ist
> schon umfangreich genug, wie soll eine einzelne Person dann
> auch noch vielen weiteren Rechtsgebiete, die für Unternehmen
> eine Rolle spielen, abdecken? Hier, lieber Anwalt, sehe ich
> bei dir den Klamauk. Das "alles aus einer Hand"
> kann qualitativ gar nicht hochwertig sein. Und ja, ich habe
> sogar vor ein paar Jahren mal bei einem Rechtsanwalt, der
> gleichzeitig Steuerberater war, ein Praktikum gemacht. Nur
> "zwielichtige Gestalten" hatte der als Mandanten,
> sage ich dir. Der hatte im Grunde auch nur Ärger mit dem
> Klientel. Denn wer im Geschäftsleben unehrlich ist, der ist
> auch kein guter Mandant.
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09.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Natürlich kann man zusätzlich privat vorsorgen. Aber das kostet ja zusätzlich Beiträge. Mein Chef ist Steuerberater und der meint auch, dass das Versorgungswerk besser ist und man pro eingezahltem Euro später mehr Rente bekommt als bei der gesetzlichen Rentenversicherung.
Bei den Juristen ist es auch so, dass die unbedingt ihren Status als Syndikus anerkannt haben wollen. Gerade bei denen gibt es häufig Probleme, weil die dann z. B. in irgendeiner Personalabteilung eingestellt werden und neben juristischen Tätigkeiten auch hohe Anteile betriebswirtschaftlicher/verwaltender Tätigkeiten haben. Und da ist der Streitpunkt, ob es für den Status als Syndikus-Anwalt ausreicht, dass der Arbeitgeber subjektiv einen Volljuristen für die Stelle haben will, oder ob die Tätigkeit auch objektiv einen Volljuristen erfordern muss. Da will auch jeder am liebsten ins Versorgungswerk.
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09.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
moin, ich will Sie ja nicht beleidigen oder so von oben herab maßregeln, aber das bliebt leider Klaumak, was Sie da glauben und auch schreiben.
Das ein Kollege "zwielichtige Gestaltung hatte" bleibt da nicht aus; aber auch ein ganz einfache normal Ausgestaltung eine Vertrages mit einem nahen Angehörigen, der auch steuerlich Bestand haben soll, bedarf einer rechtlichen Ausarbeitung. Und das ist ureigene Gestaltungsberatung in einem ganzeinfachen, aaber haftungsträchtigen Fall.
Wie gesagt, ich habe beide Qualifikationen ( RA und StB) und mache mir rein berufspraktisch nie Gedanken, ob ich als anwaltlich oder steuerberatend tätig bin. Das kann man überhaupt nicht trennen. Und gerade wenn Sie steuerberatend tätig sind, ist es immer eine steueranwaltliche Beratung. Oder gluaben Sie erntshaft, Sie können den Mandanten immer zu einem RA schicken, wenn Sie steuerberatend tätig sind. Was glauben Sie denn, wie lange SIe das Mandat als Steuerberater haben?
Geschrieben habe ich ürigens im Forum, ob sich der Beruf des StB noch lohnt. Ein klares Nein. Das so 50 - 60 T? für einen Studenten viel Geld sind, ist mir schon klar, aber für die Ausbildung und dieses (Schweine-)Prüfungen wären Sie in anderen Branchen schon Fulgzeugkapitäne oder Chefärzte mit Gehältern deutlich jenseits der 120 T?.
Der Markt ist halt voll. Es gibt ja jetzt auch schon 80 t StB. Und ob einer von Ihnen ernsthaft mal Partner bei einer großen Gesellschaft wird, wage ich zu bezweifeln. Außerdem, und ich kann mich da nur wiederholen, das BWL Studium ist völlig überflüssig für das STB-Examen, so dass ich noch nicht ein mal glaube, dass sie es betshen werden, da es eine Rechtsprüfung ist, gerade die dritte KLausur; Bilanz.
Salut und so long RA/StB Schlaumeier
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09.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Her RA Schlaumeier sowohl Juristen als auch Betriebswirte haben Vorteile, aber auch Nachteile. Fakt ist auch, dass das Steuerberaterexamen nicht viel mit der Arbeit als Steuerberater zu tun hat und das auch ein BWL Studium auf das Examen vorbereitet. Jeder Berufszweig hat halt seine eigenen Schwächen und Stärken.
Schau dir mal die Vorbildung in den einschlägigen Kanzleien an. Beispiel Rödder bei FGS oder Pia Dorfmüller. Was haben die studiert? Richtig: BWL
Es werden beide Seiten gebraucht.
Hier sollte es allerdings um einer eigene Kanzlei gehen. Dafür ist es völlig irrelevant, was man studiert hat. Oft ist es so, dass die Mandanten gerne sehen, wenn einer zusätzlich noch WP ist.
Gruß Diplom Kaufmann, Steuerberater, kein Schlaumeier
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09.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Bei uns in der Kanzlei ist es aber so. Die Mandanten kommen mit einem Vertrag und der wird dann unter steuerlichen Gesichtspunkten geprüft. Auf die Idee, dass wir unbedingt auch die Verträge selber in-house zusammenschustern sollen, kommen die nicht. Bei uns gab es auch schon Schenkungen, Steuerstrafverfahren, Einbringungen etc. Den juristischen Teil macht der Anwalt des Mandanten, die steuerliche Beratung machen wir.
Dass man als Steuerberater unbedingt die Qualifikation als Anwalt braucht, wird auch von sämtlichen realen Zahlen widerlegt. Nur ca. 10% der Steuerberater haben zusätzlich die Qualifikation als Anwalt. Die meisten Juristen schrecken auch vom Steuerberaterexamen zurück Lustigerweise haben wir sogar Anwälte und ganze Kanzleien als Mandanten, die ihre Steuern bei uns machen lassen. Die halten uns durchaus für qualifiziert.
Warum sollte ich das Examen nicht bestehen, wenn 90% der StB aus der WiWi-Schiene kommen? Ich hatte ein eher juristisch angehauchtes BWL-Studium. Ich weiß, wie man sich auf solche Klausuren richtig vorbereitet. Ich bin keiner, der die ganze Zeit nur rumgerechnet hat und im Steuerberaterexamen plötzlich von der Art der Klausur überrascht wird.
Und halte es auch für unseriös, wenn jemand vorgibt, so viele Rechtsgebiete wirklich überblicken zu können. Meiner Meinung nach ist ein Mandant besser beraten, wenn er für steuerliche Fragen zum Steuerberater geht und sonst zu einem Anwalt, der auf das jeweilige Rechtsgebiet spezialisiert ist.
Ich schreibe das mit den Mandanten, die Dreck am Steck haben, auch nicht nur aus Effekthascherei, sondern weil ich den Bodensatz an Mandanten, die sich in manchen Einzelkanzleien im Steuerberatermarkt, die von Rechtsanwälten geführt werden, hautnah miterlebt habe. Da gibt es Insolvenzen, Strafverfahren usw. ohne Ende. Warum sollte man sich auch sonst ausgerechnet einen Rechtsanwalt als Steuerberater aussuchen? Ich nenne nur mal ein Beispiel für eine typische Branche, die zu solcher Art Steuerberater bevorzugt geht: Call-Center: Die haben am laufenden Band entweder Anzeigen von Kundenseite als auch Rechtsstreit mit ihren eigenen Mitarbeitern. Das ist wirklich nicht schön.
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10.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Moin; also natürlich können Sie das StB bestehen. Aber Sie werden mit Ihrer Ausbildung größte Schwierigkieten haben.
Aber der Grund, warum Anwälte das Stb Examen nicht machen, ist der, dass sie es schlicht nicht brauchen. Jeder Rechtsanwalt ist, und das auch völlig zu Recht, uneingeschränkt zur Rechts- und Steuerberatung befugt. Oder glaubt hier etwa einer , dass ein Richter beim BFH das STB Examen hat. Wozu?
Ich gebe zu, dass die meisten RAe Schwierigkeiten mit Zahlen haben. Aber wenn Sie, so wie ich, nach dem Abi erste eine Lehre als Steuerfachgestellte gemacht haben, dann fokussiert sich das Examen auf, wohlgemerkt, rechtliche Berwertungen von Bilanzansätzen etc. Nochmals den ganze WIWi Quatsch wird überhaupt nicht abgefraft; und es braucht auch niemenad. Denn wenn eien Mandnat nahc wirtschaftlicher Beratung fragt( was soll das eigetlich sein?), ist er eh schon pleite. Gesucht werden im Übrigen keine Diplom-Kaufleute, sondern Steuerfachangestellte, die für über schaubares Geld, puktuell die gleichen Leistung erbingen wie ein Steuerberater; schaun Sie einfach mal bei dern Anzeigen bei der Steuerberaterkammern- verband; zB Hamburg nach..
Im Übrigen sind viele von den Dipel-Kaufleuten völlig überrascht, dass gestandene Steuerfachangestellte deutlich mehr Geld als Sie verdienen.
Nochmals; ich will Sie nicht entmutigen, aber Sie werden noch an mich denken. So, dass war`s. Ich schreib jetzt erst ein mal eine Rechnung. Ist auch schön.
Und ansonsten sollte man die Ganze Steuerberaterbranche unter dem Anwaltsvorbehalt Stellen. Denn die Sch.., die diese Wiwi-Fritzen anrichten, ist auf Dauer uohnehin nicht mehr zu tolerieren.
Salut RA/StB Schlaumeier
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10.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Mit der E-Bilanz gibt es dann nochmal mehr arbeitslose Steuerfachleute. Eigentlich kann das alles ja eh bald ein Computer :-)
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10.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich glaube nicht, dass ich Schwierigkeiten beim Steuerberaterexamen haben werde, nur weil ich nicht Jura studiert habe. Das Steuerrecht bildet einen eigenen Regelungsbereich, den man fast unabhängig von anderen Rechtsgebieten lernen kann. Im Steuerrecht spielt ja vereinfacht gesagt die zivilrechtliche Gestaltung eines Sachverhalts keine Rolle, relevant ist das wirtschaftliche Ergebnis. Und wie man ein Rechtsgebiet am besten erlernt, wie man juristisch argumentiert, wie man in einer Klausur vorgeht und die Punkte holt, da bin ich schon ganz gut informiert.
In einem Punkt stimmen wir sogar überein: Die Bilanzsteuerrechtklausur ist die schwierigste. Das denke ich auch. Lustigerweise wird diese Klausur von den meisten Anwärtern für die leichteste gehalten. Dabei haben die meisten dann hinterher in dieser Klausur die schlechteste Note.
Es ist natürlich richtig, dass Volljuristen auch Steuerberatung anbieten dürfen. Die meisten haben davon aber tatsächlich nicht die geringste Ahnung. Wer ernsthaft im Bereich Steuern arbeiten will, kommt auch als Volljurist nicht um das StB- Examen herum. Beratungsgesellschaften wissen, dass das klassische Jurastudium meistens kein oder wenn überhaupt nur sehr wenig Steuerrecht vermittelt und dass der "Fachanwalt für Steuerrecht" nichts wert ist. Und viele Mandanten wollen zu niemandem gehen, der nicht "Steuerberater" ist. Die kapieren das nicht, dass auch ein Anwalt oder Wirtschaftsprüfer u. U. ausreichend Ahnung von Steuerrecht haben kann. Die wollen einen richtigen "Steuerberater".
Was man sich unter wirtschaftlicher Beratung beim Steuerberater vorstellen kann? Es gibt viele kleinere Unternehmen, die gut darin sind, was sie machen. Manche haben auch richtig viel Geld. Aber die haben von BWL/Unternehmensorganisation nicht die geringste Ahnung. Die schätzen den Steuerberater, weil er ihnen in ganz grundlegenden betriebswirtschaftlichen Fragen hilft. Z. B. wie erhöhe ich die Chance auf einen Kredit? Wie stelle ich meine Liquidität sicher? Welche Vor- und Nachteile hat es, wenn ich einen Partner aufnehme? Wie nutze ich meine Fibu-Daten, um die guten von den schlechten Auftraggebern zu unterscheiden? Solche grundlegenden BWL-Probleme kommen viel häufiger vor, als dass die mit dem Gesetz in Konflikt geraten oder ganz aufwendige rechtliche Gestaltungen durchführen wollen.
Ich bin mit meinem Assistenten-Gehalt im Großen und Ganzen zufrieden. Das Gute ist ja, dass es sich jeder BWL-Absolvent nahezu frei aussuchen kann. Geht er zu einer ganz großen Beratungsfirma, verdient er viel Geld. Das hat dann aber auch Nachteile. z. B. viel Reisetätigkeit oder Face-Time. Geht er zu einer kleineren Kanzlei, gibt es diese Nachteile im geringeren Maß, aber auch weniger Geld. Die Nachfrage nach Assistenten ist aber bei allen sehr stark. Und viel mehr als ein Jura-Absolvent im Referendariat verdient man in den zwei Jahren Assistenten-Dasein sicherlich :=))))))))
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11.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Die E-Bilanz führt in absehbarer Zeit nicht zu mehr arbeitslosen Steuerfachleuten.
Was ändert sich eigentlich genau? Die Bilanz wird nicht mehr ausgedruckt und per Post ans Finanzamt geschickt, sondern elektronisch (wie die meisten Steuererklärungen schon seit Langem).
Gleichzeitig sind die Offenlegungspflichten gegenüber dem Finanzamt aber stark ausgeweitet worden. Und genau das ist der Punkt!!!!!! Ein weiterer Schritt hin zu Automatisierung wurde bisher immer dazu genutzt, dem Steuerpflichtigen noch mehr Pflichten und kompliziertere Regelungen aufzubürden.
Auch ein ganz kleiner Bilanzierer muss seine Kontenstruktur in Zukunft ganz fein aufgliedern. Die Aufgliederung geht weit über das hinaus, was das HGB für große!!! KapG vorschreibt. Der Hintergedanke des Finanzamts: Die Daten werden elektronisch durchkämmt und Steuerpflichtige, mit auffälligem Buchungsverhalten werden gezielt geprüft.
Konsequenz:
Für selbstbuchende Mandanten steigen die Anforderungen an deren Buchungsverhalten. Manche geben die Buchhaltung wieder zurück an die Kanzlei. Umgekehrt, bei Mandanten, die weiterhin selbst buchen wollen, muss der, der den Jahresabschluss macht, viel mehr kontrollieren, umbuchen, aufgliedern. Insgesamt rechne ich deshalb damit, dass die Arbeit in den nächsten Jahren sogar zunehmen wird. Gerade eine Bilanz mit HGB-Mindestaufgliederung schnell in Excel zu machen, war viel weniger Arbeit als das, was in Zukunft kommt.
Außerdem hat sich die Finanzverwaltung vorbehalten, jederzeit die Aufgliederung zu ändern. Wie sollen Mandanten, die schon jetzt massiv überfordert sind, auch nur mit den Regelungen für die Abschreibung Schritt zu halten, das überblicken können?
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11.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Gute Antwort. Allerdings muss ich dir in einem Punkt widersprechen: Ich arbeite in einer kleinen Kanzlei, verdiene aber in etwa so viel wie bei einer Big4, wenn nicht sogar mehr. Aber das kann man natürlich nicht verallgemeinern. Allerdings gibt es auch sehr viele kleine, spezialisierte Kanzleien die das gleiche bezahlen wie die Big4
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11.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Iudex non calculat :)
Warum müssen Juristen eigentlich immer den "ich habe den Größten" Komplex mit sich rumtragen?
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11.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
"weil sie den Größten haben". deswegen!
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11.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
den größten Komplex?
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14.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
auch das. Gruß RA/StB Schlaumeier
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14.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Die Juristen sind einfach anders sozialisiert. Die machen in den ersten 5 Jahren ein reines "Bücherstudium" und die einzige praktische Erfahrung, die in deren Studium vorgeschrieben ist, sind 3 Monate bei einer staatlichen Behörde. Dort lernt man ja auch nicht gerade, wie man "arbeitet".
Nach diesem Studium machen die noch mal fast zwei Jahre lang ein Referendariat. Das ist ein staatlich subventioniertes Trainee-Programm, ihr habt es erraten, zu einem wesentlichen Teil wieder in den Behörden, erst später in der Privatwirtschaft in einer Kanzlei.
Mit Ende Zwanzig sind dann erst mit ihrer Ausbildung fertig, haben noch nie richtig gearbeitet und stellen plötzlich fest, dass sich die Juristenausbildung in Deutschland nicht am Bedarf des Arbeitsmarkts orientiert. Das heißt, zwei Drittel der so ausgebildeten Juristen sind vollkommen überflüssig.
Dann heißt es Nischen suchen. Eine Möglichkeit ist Steuerrecht. Da aber die Juristenausbildung Steuerrecht höchstens als Randthema berücksichtigt, heißt es nach 7 Jahren Ausbildung noch einmal die Zähne zusammenbeißen und auf das StB-Examen lernen. Letzteres hat ungefähr den Stoffumfang eines Bachelor-Studiums. Bei wenig Überschneidung mit dem Erststudium ist das ganz schön viel Aufwand. Das ist auch der Grund, warum nur ganz wenige Juristen Steuerrecht machen. Es ist für die einfach die totale Horrorvorstellung das noch zusätzlich nach der "Ochsentour" der zwei Staatsexamen zu lernen.
Und selbst wenn der Jurist sich das Steuerrecht dann mühsam erschlossen hat, muss er feststellen, dass nur 6% des Umsatzes in der Steuerberatungsbranche mit reinen Beratungsleistungen verdient wird. Und dann stellen die fest, dass sie die Steuererklärungen und Jahresabschlüsse auch mit einem 6-semestrigen BWL-Bachelor hätten machen können.
Deshalb sind die alle so wenig "locker". Das ist so, wie wenn man jemanden verarschen würde, und dann noch mal verarschen würde und dann noch mal......
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14.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Post des Jahres!!!
Speziell die Schlussfolgerung.
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19.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
mal eine andere frage,
nach meinen recherchen gibt es in berlin kein versorgungswerk?
sind die dortigen stb noch in der rentenversicherung?
zumindest die, die als freiberufler arbeiten
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24.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Interessanter post, der sicherlich einige zutreffende bemerkungen enthält.
einzig die beschreibung der " 6 % des umsatzes [...]" würde ich mal anzweifeln. der compliance-anteil wird sicherlich überwiegen, aber die bezifferung auf 6 prozent ist schon etwas arg niedrig.
wenn man die steufa s zu den "steuerlichen beratern" (was berufsrechtlich schon recht schwammig wäre) zählt, würde der compliance anteil sicherlich noch weiter steigen, aber auch dann kommt man nicht auf die sechs prozent.
sowohl bei den big4 als auch bei mittelständischen buden oder "boutiquen" ist der anteil der tatsächlichen "gestaltungs- oder durchsetzungsberatung" schon durchaus "spürbar" (= mehr als 6 prozent). so wird z.b. auch in der kleinen berater-bude um die ecke die beratung im zhsg. mit einer betriebsprüfung übernommen und das (sofern erforderlich) entsprechende rechtsbehelsverfahren, genauso auch die erbschaftst-beratung übernommen, was ja auch noch ein paar andere tätigkeiten als das füllen von datev-formularen beinhaltet.
und die frage "wie könnte man mein vorhaben steuerlich effizienter gestalten" wird auch bei der kleinen beratungsgesellschaft um die ecke gestellt. genau so wie die frage "muss ich die bescheide einfach so zur kenntnis nehmen oder setzt meine interessen jemand durch ?".
> Und selbst wenn der Jurist sich das Steuerrecht dann mühsam
> erschlossen hat, muss er feststellen, dass nur 6% des
> Umsatzes in der Steuerberatungsbranche mit reinen
> Beratungsleistungen verdient wird. Und dann stellen die fest,
> dass sie die Steuererklärungen und Jahresabschlüsse auch mit
> einem 6-semestrigen BWL-Bachelor hätten machen können.
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24.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Ich habe die Zahl 6% aus einer Dissertation. Da wurde allerdings nur gefragt, was die fünf umsatzstärksten Leistungen in der Kanzlei sind. Und da haben eben nur 6% der Kanzleien die reine Steuerberatung unter ihre fünf umsatzstärksten Leistungen eingeordnet. Wie hoch die Zahl also wirklich ist, weiß ich nicht genau. Wenn allerdings nur ungefähr jede zwanzigste Kanzlei angibt, dass reine Steuerberatung eine größere Rolle spielt, dann kann der Markt nicht so groß sein im Verhältnis zu den anderen Leistungen.
Man muss aber auch dazu sagen, dass solche Leistungen wie Betriebsprüfung oder Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt als eigene Leistung in der Umfrage abgefragt wurde.
Der springende Punkt ist ja, dass man kaum den Auftrag für die Betreuung bei einer Betriebsprüfung bekommen wird, wenn man nicht derjenige ist, der die Compliance erledigt. Genauso ist es mit den "Auseinandersetzungen mit dem Finanzamt". Wenn es da keine Steuererklärung gibt, die der Mandant einreichen muss, wenn es da keinen Steuerbescheid des Mandanten gibt, der in die eigene Kanzlei flattert, wie soll man da jemals in die Rolle des "Beraters" kommen?
Und das ist ja auch das Problem, dass die Juristen mit dem Steuerberatungsmarkt haben, zumindest wenn sie sich mit einer eigenen, kleinen Kanzlei selbständig machen wollen. Das erfordert so gut wie immer, dass man dem Mandanten Compliance-Leistungen anbietet. Und gerade das finden die Juristen so bähhh - das kaufmännische Zeug eben, das der Mandant einfach von einem Steuerberater erwartet.
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25.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Volle zustimmung. der anteil wird kleiner sein als z.b tax-compliance ... nur die exakte bezifferung auf 6 % kam mir etwas sehr gering vor :-)
> ungefähr jede zwanzigste Kanzlei angibt, dass reine
> Steuerberatung eine größere Rolle spielt, dann kann der Markt
> nicht so groß sein im Verhältnis zu den anderen Leistungen.
Da treffen wir uns wieder. Diejenigen, die sich mit einer Einzelkämpfer-Kanzlei betätigen wollen, werden zwangsläufig den steuerlichen "compliance-teil" mitmachen müssen. (von ausnahmen mal abgesehen, die es -jedenfalls in großtädten- hier und da gibt.)
Was eigentlich erstaulich ist. Denn seien wir ehrlich ... so unglaublich komplex ist die erstellung einer kst/gewst/ust-erklärung nun wirklich nicht :-)
> Und das ist ja auch das Problem, dass die Juristen mit dem
> Steuerberatungsmarkt haben, zumindest wenn sie sich mit einer
> eigenen, kleinen Kanzlei selbständig machen wollen. Das
> erfordert so gut wie immer, dass man dem Mandanten
> Compliance-Leistungen anbietet.
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25.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Am Rande:
Ein Steuerberater und ein Physiker müssen ein Telefonbuch auswendig lernen.
Der Steuerberater fragt: "Wieviel Zeit habe ich?" und der Physiker: "Weshalb?".
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25.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Guter Witz! :=)))))) Mit der Einstellung des Physikers wird man das StB-Examen aber niemals bestehen. Im rechtlichen Bereich gibt es gar nicht so viel "Systematik" zu verstehen. Und so abstrakt ist das auch nicht. Die echte Herausforderung ist, die vielen Einzelregelungen im Kopf zu haben.
Zurück zu der Compliance: Ich kenne keine Steuerkanzlei/-gesellschaft, die überhaupt keine Compliance macht. Das machen die alle! Manche zeigen es eben nicht gerne nach außen. Aber das ist in Wahrheit das Brot-und-Butter-Geschäft aller Kanzleien. Wie soll man denn dem Mandanten beibringen, dass er für die Beratung kommen darf, aber mit seiner Compliance bitte schön zu jemand anderen gehen soll?
Bei den "Einzelkämpferkanzleien" geht es doch auch nicht um Selbstbestätigung. Es geht eher um persönliche Freiräume. Einer meiner ehemaligen Chefs hat z. B. seine Arbeitszeit so gelegt, dass er Mittags immer eine ausgedehnte Pause machen konnte, in der er nach Hause gefahren ist und sich um seine Kinder gekümmert hat, wenn die aus der Schule kamen. Ein anderer ehemaliger Chef von mir hat mit Vorliebe ausgeschlafen und ist erst um 11:00 in die Kanzlei gekommen. Die selbständigen Steuerberater sind einer Umfrage zufolge die zufriedensten.
Als Angestellter muss man alles so hinnehmen, wie es ist. Und wirklich Karriere machen doch die allerwenigsten der normalen Hochschulabsolventen. Nachdem man das Examen bestanden hat und irgendwo als Steuerberater angestellt wird, ist in der Regel das Ende der Fanenstange erreicht. Besonders auffällig finde ich die ständige Wechselei bei den Angestellten: Da wird mal in die Industrie gewechselt, dann wird wieder in eine Kanzlei gewechselt. Aber das alles bringt es dann nicht so richtig und dann wird nach paar Jahren wieder in eine andere Kanzlei gewechselt. So richtig zufrieden war man noch nirgendwo. Aber die nächste größere Kanzlei, die bringt es bestimmt.....
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27.01.13
Lounge Gast
| Re: Selbstständig als Steuerberater,nur wie? |
Es sind nicht viele, keine frage, aber es gibt schon durchaus so die eine oder andere "boutique", die nur punktuell für bestimmte mandanten aktiv wird.
Das ist aber nur bei unternehmen realistisch,die "soviele" beratungsmandate zu vergeben haben, dass sie die Projekte aussplitten (u.a. möglicherweise preisunterscheide der berater zu nutzen) und projekt a an beraterbude 1 und projekt b an beraterbude 2 vergeben.
Das gibt es schon, aber es sind sicherlich einzelfälle.
[keine wilde spekulation, sondern selbst vereinzelt so gesehen :-) ]
> Zurück zu der Compliance: Ich kenne keine
> Steuerkanzlei/-gesellschaft, die überhaupt keine Compliance
> macht. Das machen die alle! Manche zeigen es eben nicht gerne
> nach außen. Aber das ist in Wahrheit das
> Brot-und-Butter-Geschäft aller Kanzleien. Wie soll man denn
> dem Mandanten beibringen, dass er für die Beratung kommen
> darf, aber mit seiner Compliance bitte schön zu jemand
> anderen gehen soll?
>
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