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Fair Company - Praktika nur für Studenten

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WiWi Gast

Fair Company - Praktika nur für Studenten

In den Unternehmen die der "Fair Company" beigetreten sind, werden Praktika nur noch an Studenten vergeben, somit ist es für einen Absolventen schwierig nach seinem Studium die schlechte Marktlage mit einem Praktikum zu überbrücken. In einigen Branchen bzw. Betrieben wurde/wird hier sicherlich Schindluder betrieben und hochqualifizierte Abgänger für ein mikriges Praktikagehalt eingestellt, anstatt Vollzeit/Traineestellen anzubieten. Aber diese schwarzen Schafe müssen sich doch nicht der "Fair Company" anschließen und können diese Ausbeutung weiter fortführen.

Wollte euch mal nach eurer Meinung fragen wie ihr das mit dieser "Fair Company" seht?! Und sollte nicht auch die Politik tätig werden um solche Ausbeutungen zu unterbinden?

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WiWi Gast

Re: Fair Company - Praktika nur für Studenten

Hi das stimmt so eigentlich nicht. Auch Absolventen (oder Leute, die sich zwischen Bachelor und Master befinden), "dürfen" laut Fair Company Praktika machen - solange diese zur Orientierung dienen und niemand ausgenutzt wird...

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WiWi Gast

Re: Fair Company - Praktika nur für Studenten

Netto ist auch "Fair Company", so viel also mal dazu...

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WiWi Gast

Re: Fair Company - Praktika nur für Studenten

Die Ursache, weswegen die meisten Unternehmen keine Absolventenpraktika vergeben ist:

Lohnnebenkosten!

Während man als Student von den meisten Beiträgen befreit ist und selbst verbesserte Steuerfreibeträge bekommt, muss man als Absolventen ab 401 Euro doch auch die Lohnnebenkosten voll zahlen zzgl Arbeitsgeberanteil, weswegen man kaum vom Praktikum leben kann.

der Arbeitgeber zahlt aber entsprechend schon bei unter 400 Euro die Arbeitgeberpauschale zuletzt denke ich, Bruttolohn zzgl rund 31% (sic!)

( früher 15% für Rentenversicherung, 13% für Krankenversicherung und 2% Steuern)

Deswegen weichen gerade KMU auf die "Mindestvergütung" aus, 250 Euro. gerne auch mal deutlich weniger.
Fair Company bedeutet da erstmal nichts. auch die Marktlage hat da so gut wie nichts damit zu tun (Studenten würden ja notfalls auch gratis arbeiten, für Praktika im Lebenslauf und mit denen konkurriert man direkt)

habe selbe solche Firmen abgeklappert über die Jahre 2009.

Angebote für Absolventenpraktika damals:

Big"5"-Consulting für 400 Euro plus Spesen;
eine der größten Wirtschaftsprüfer für 400 Euro;
hidden Champion Solarbranche 250 Euro;
kleinstunternehmen Consulting für 250 Euro
Weltmarktspitze Edelstahlprodukte im chemischen B2B für 85 Euro (sic!)
Politische Partei für 600 Euro...

oh, und Studenten hätten meistens nicht "soviel" bekommen

und hier kommt der Todesstoß für Absolventen. Wenn man vom Netto seinen Lebensunterhalt nicht zahlen kann, hat man keinen Anspruch auf Aufstockung mit ALG2.
Vorrangig begründet mit: Man wäre dann dem Arbeitsmarkt ja entzogen.
früher wurde da getrickst mit den möglichen 3 Monaten "berufsvorbereitendes Praktikum mit Perspektive Festanstellung", also eine Art Probezeit. Es wurde ausgenutzt für billige Arbeitskraft.

Deswegen darf man solche "Praktika" nur noch einen Monat am Stück machen. Hilft also Absolventen auch wieder nichts

man bleibt ebenso auf Kosten für Umzug etc sitzen und wenn es schlecht läuft, hat man nach 3 Monaten das nächste Praktikum zu suchen

Spitzenreiter waren damals im Absolventendurchgang bei uns u.a Praktikum 720 Euro in einer der größten Banken und 1200 Euro im Traineeprogramm eines Big4-Consultants.

Während man wiederum bei Banken als richtiger Trainee mit 54K brutto einsteigen konnte.

Teufelskreis auf Kosten der Absolventen, und schon seit Jahren und Jahrzehnten

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WiWi Gast

Re: Fair Company - Praktika nur für Studenten

bzgl der Aussage zu ALG2:

das bezieht sich natrülich auf Praktikanten

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WiWi Gast

Re: Fair Company - Praktika nur für Studenten

Ob mit oder ohne Fair Company: Absolventen haben es sehr schwer einen Praktikumsplatz zu finden. Ich wurde bisher für kein Praktikum zum VG eingeladen - für richtige Stellen und Traineestellen schon einige male.
Fair Company ist ein Witz. Es ist ja nicht so, dass die Absolventen in die Stellen gezwungen werden - sie freuen sich endlich nicht mehr arbeitslos zuhause rumsitzen zu müssen. Ne, aber echt fair von diesen Companys, dass sie die Absolventen jetzt hängen lassen. Muss man ihnen echt lassen... total fair.
So, aber mal im ernst: ich glaube den Unternehmen ist diese Fair Company Geschichte sowas von egal. Hauptsache ein "Siegel" mehr um die "Social Responsibility" zu erhöhen - was Unternehmen eh nur tun um ihr Image aufzupolieren damit sie am Ende des Tages mehr absetzten! Ist doch echt so!

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