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Geld an Freund leihen - Schenkung

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WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

Hallo,

wisst ihr, ob man jemanden Geld leihen kann (z.B. 5-10k), ohne dass dies als Schenkung gilt?
Falls ja, wie geht man da am besten vor? Reicht es als Verwendungszweck „Darlehen“ anzugeben oder ist die Sache komplizierter (oder gar unmöglich)?

Danke

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WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

Eine Schenkung ist es nicht, denn die setzt voraus, dass du das Geld nicht wiederhaben willst. Etwas anderes gilt vielleicht dann, wenn du das Geld nur "irgendwann" mal zurück willst. Auch ein Verzicht auf Zinsen ist in der aktuellen Zeit keine Schenkung.

Setz einfach einen Vertrag auf, das solltest du sowieso tun. Regele darin, wann du den Betrag (oder Teile davon) zurückhaben willst und ob und in welcher Höhe du Zinsen haben willst.

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

WiWi Gast schrieb am 03.03.2021:

Eine Schenkung ist es nicht, denn die setzt voraus, dass du das Geld nicht wiederhaben willst. Etwas anderes gilt vielleicht dann, wenn du das Geld nur "irgendwann" mal zurück willst. Auch ein Verzicht auf Zinsen ist in der aktuellen Zeit keine Schenkung.

Ein Verzicht auf Zinsen ist meiner Einschätzung nach eine Schenkung der Zinsen. Sonst könnte man die Schenkungssteuer ja einfach umgehen indem man beispielsweise an seine Kinder zinslose Darlehn mit 100-jähriger Laufzeit vergibt.

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

WiWi Gast schrieb am 02.03.2021:

Hallo,

wisst ihr, ob man jemanden Geld leihen kann (z.B. 5-10k), ohne dass dies als Schenkung gilt?
Falls ja, wie geht man da am besten vor? Reicht es als Verwendungszweck „Darlehen“ anzugeben oder ist die Sache komplizierter (oder gar unmöglich)?

Danke

Geld leihen gilt nie als Schenkung, das schließt sich gegenseitig aus. Und natprlich kannst du Geld verleihen, setz aber einen kleinen Vertrag auf, wo das Wichtigste drin steht. Google am besten (srsly, dass das nicht dein erster Gedanke war??)

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

WiWi Gast schrieb am 02.03.2021:

Hallo,

wisst ihr, ob man jemanden Geld leihen kann (z.B. 5-10k), ohne dass dies als Schenkung gilt?
Falls ja, wie geht man da am besten vor? Reicht es als Verwendungszweck „Darlehen“ anzugeben oder ist die Sache komplizierter (oder gar unmöglich)?

Danke

Zumindest steuerlich wäre das egal - der Freibetrag für Schenkungen an (unbekannte) Dritte liegt bei 20K...

antworten
Ceterum censeo

Geld an Freund leihen - Schenkung

Ja, grundsätzlich ist der Verzicht auf eine marktgerechte Verzinsung eine Schenkung. Und ja, bei den genannten Beträgen und dem herrschenden Zinsniveau solltest du weit unterhalb des genannten Freibetrags bleiben. Daher sehe ich hier keine größeren steuerlichen (!) Risiken. Würdest du hingegen Zinsen erhalten, wären diese grundsätzlich der Einkommensteuer zu unterwerfen.
Liebe Grüße

antworten
bwlnothx

Geld an Freund leihen - Schenkung

Ceterum censeo schrieb am 03.03.2021:

Ja, grundsätzlich ist der Verzicht auf eine marktgerechte Verzinsung eine Schenkung. Und ja, bei den genannten Beträgen und dem herrschenden Zinsniveau solltest du weit unterhalb des genannten Freibetrags bleiben. Daher sehe ich hier keine größeren steuerlichen (!) Risiken. Würdest du hingegen Zinsen erhalten, wären diese grundsätzlich der Einkommensteuer zu unterwerfen.
Liebe Grüße

Nur um es klar hervorzuheben: Es bedeutet eine Schenkung der Zinsen und nicht des Darlehensbetrages! Das geht leider aus dem Beitrag von @Ceterum censeo nicht eindeutig hervor.

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

TE hier: ich versuche mal allgemein alle Punkte so gut es geht zusammenzufassen.

  1. Vertrag aufsetzen: kann sicherlich googeln, aber mir geht es hier mehr um eure Erfahrungen. Das bedeutet: kann ich selber eine Absichtserklärung verfassen, die dann von beiden Parteien unterschrieben werden soll oder gibt es dazu irgendwelche Musterformulare, die man allgemein verwenden kann.
  2. Zinsloses Darlehen: dies bestätigt meine Recherche, dass die (nicht-gezahlten) Zinsen als Schenkung zu interpretieren sind. Was wäre ein guter Richtwert, um die Höhe der Zinsen zu bestimmen? Am liebsten würde ich die so niedrig wie möglich halten, auch um die Einkommenssteuer so niedrig wie möglich zu halten.
  3. Freibetrag 20k: absolut, wäre in diesem Fall in Ordnung. 5-10k waren ein Beispiel, da es ums Prinzip geht. Sollte bei den Überlegungen keine Rolle spielen.

Danke euch

antworten
Ceterum censeo

Geld an Freund leihen - Schenkung

bwlnothx schrieb am 03.03.2021:

Nur um es klar hervorzuheben: Es bedeutet eine Schenkung der Zinsen und nicht des Darlehensbetrages! Das geht leider aus dem Beitrag von @Ceterum censeo nicht eindeutig hervor.

Danke für die Klarstellung, diesen Schritt habe ich leichtsinnigerweise bereits gedanklich vorweggenommen.

WiWi Gast schrieb am 03.03.2021:

Vertrag aufsetzen: kann sicherlich googeln, aber mir geht es hier mehr um eure Erfahrungen. Das bedeutet: kann ich selber eine Absichtserklärung verfassen, die dann von beiden Parteien unterschrieben werden soll oder gibt es dazu irgendwelche Musterformulare, die man allgemein verwenden kann.

Gibt es zuhauf im Internet. Einfach eine beliebige Suchmaschine bemühen.

Zinsloses Darlehen: dies bestätigt meine Recherche, dass die (nicht-gezahlten) Zinsen als Schenkung zu interpretieren sind. Was wäre ein guter Richtwert, um die Höhe der Zinsen zu bestimmen? Am liebsten würde ich die so niedrig wie möglich halten, auch um die Einkommenssteuer so niedrig wie möglich zu halten.

Wird ein zinsloses Darlehen gewährt, bewerten die Finanzbehörden den Nutzungsvorteil regelmäßig mit 5,5% p.a. Bei einem Zinssatz von unter 3% besteht die (widerlegbare) Vermutung eines schenkungssteuerpflichtigen Vorgangs (lt. Finanzverwaltung).
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

Beim aktuellen Zinsniveau ist wohl eher alles über 3 % eine Schenkung in die Gegenrichtung.

Ceterum censeo schrieb am 03.03.2021:

bwlnothx schrieb am 03.03.2021:

Nur um es klar hervorzuheben: Es bedeutet eine Schenkung der Zinsen und nicht des Darlehensbetrages! Das geht leider aus dem Beitrag von @Ceterum censeo nicht eindeutig hervor.

Danke für die Klarstellung, diesen Schritt habe ich leichtsinnigerweise bereits gedanklich vorweggenommen.

WiWi Gast schrieb am 03.03.2021:

Vertrag aufsetzen: kann sicherlich googeln, aber mir geht es hier mehr um eure Erfahrungen. Das bedeutet: kann ich selber eine Absichtserklärung verfassen, die dann von beiden Parteien unterschrieben werden soll oder gibt es dazu irgendwelche Musterformulare, die man allgemein verwenden kann.

Gibt es zuhauf im Internet. Einfach eine beliebige Suchmaschine bemühen.

Zinsloses Darlehen: dies bestätigt meine Recherche, dass die (nicht-gezahlten) Zinsen als Schenkung zu interpretieren sind. Was wäre ein guter Richtwert, um die Höhe der Zinsen zu bestimmen? Am liebsten würde ich die so niedrig wie möglich halten, auch um die Einkommenssteuer so niedrig wie möglich zu halten.

Wird ein zinsloses Darlehen gewährt, bewerten die Finanzbehörden den Nutzungsvorteil regelmäßig mit 5,5% p.a. Bei einem Zinssatz von unter 3% besteht die (widerlegbare) Vermutung eines schenkungssteuerpflichtigen Vorgangs (lt. Finanzverwaltung).
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

WiWi Gast schrieb am 04.03.2021:

Beim aktuellen Zinsniveau ist wohl eher alles über 3 % eine Schenkung in die Gegenrichtung.

Ceterum censeo schrieb am 03.03.2021:

bwlnothx schrieb am 03.03.2021:

Nur um es klar hervorzuheben: Es bedeutet eine Schenkung der Zinsen und nicht des Darlehensbetrages! Das geht leider aus dem Beitrag von @Ceterum censeo nicht eindeutig hervor.

Danke für die Klarstellung, diesen Schritt habe ich leichtsinnigerweise bereits gedanklich vorweggenommen.

WiWi Gast schrieb am 03.03.2021:

Vertrag aufsetzen: kann sicherlich googeln, aber mir geht es hier mehr um eure Erfahrungen. Das bedeutet: kann ich selber eine Absichtserklärung verfassen, die dann von beiden Parteien unterschrieben werden soll oder gibt es dazu irgendwelche Musterformulare, die man allgemein verwenden kann.

Gibt es zuhauf im Internet. Einfach eine beliebige Suchmaschine bemühen.

Zinsloses Darlehen: dies bestätigt meine Recherche, dass die (nicht-gezahlten) Zinsen als Schenkung zu interpretieren sind. Was wäre ein guter Richtwert, um die Höhe der Zinsen zu bestimmen? Am liebsten würde ich die so niedrig wie möglich halten, auch um die Einkommenssteuer so niedrig wie möglich zu halten.

Wird ein zinsloses Darlehen gewährt, bewerten die Finanzbehörden den Nutzungsvorteil regelmäßig mit 5,5% p.a. Bei einem Zinssatz von unter 3% besteht die (widerlegbare) Vermutung eines schenkungssteuerpflichtigen Vorgangs (lt. Finanzverwaltung).
Liebe Grüße

und doch gehe ich davon aus, dass man sich hier nicht nur am aktuellen Zinsniveau orientieren sollte, vor allem, wenn die Zinsperiode eher mittel- oder laengerfristig ist. Denke da auch, dass man trotz des aktuell niedrigen Zinsniveaus mit 5,5% p.a. besser faehrt.

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

Bei dieser Summe würde ich gar nicht lange fackeln. Vertrag aufsetzen; falls der dir das Geld nicht wiedergeben will, hast du was in der Hand und die Verzinsung ist die Strafe die er für den Vertrauensbruch zahlt.

Wenn er dir das Geld zurückzahlt, alles tutti, schenk ihm die Zinsen, ihr seid damit noch im Freibetrag.

antworten
Ceterum censeo

Geld an Freund leihen - Schenkung

WiWi Gast schrieb am 05.03.2021:

Bei dieser Summe würde ich gar nicht lange fackeln. Vertrag aufsetzen; falls der dir das Geld nicht wiedergeben will, hast du was in der Hand und die Verzinsung ist die Strafe die er für den Vertrauensbruch zahlt.

Wenn er dir das Geld zurückzahlt, alles tutti, schenk ihm die Zinsen, ihr seid damit noch im Freibetrag.

Was man hier beachten muss: Der Darlehensgeber und Schenker trägt hier die Einkommensteuerbelastung auf die vereinbarten Zinsen. Auch wenn diese später erlassen/geschenkt werden, sind sie tatsächlich zunächst zu versteuern, die spätere Schenkung mindert die Einkommensteuerbelastung hingegen nicht.
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

Ceterum censeo schrieb am 05.03.2021:

Bei dieser Summe würde ich gar nicht lange fackeln. Vertrag aufsetzen; falls der dir das Geld nicht wiedergeben will, hast du was in der Hand und die Verzinsung ist die Strafe die er für den Vertrauensbruch zahlt.

Wenn er dir das Geld zurückzahlt, alles tutti, schenk ihm die Zinsen, ihr seid damit noch im Freibetrag.

Ist das tatsächlich so? Es gab ja überhaupt keinen Zufluss?? Reicht das "fällig sein" aus?

Was man hier beachten muss: Der Darlehensgeber und Schenker trägt hier die Einkommensteuerbelastung auf die vereinbarten Zinsen. Auch wenn diese später erlassen/geschenkt werden, sind sie tatsächlich zunächst zu versteuern, die spätere Schenkung mindert die Einkommensteuerbelastung hingegen nicht.
Liebe Grüße

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WiWi Gast

Geld an Freund leihen - Schenkung

Ceterum censeo schrieb am 05.03.2021:

Bei dieser Summe würde ich gar nicht lange fackeln. Vertrag aufsetzen; falls der dir das Geld nicht wiedergeben will, hast du was in der Hand und die Verzinsung ist die Strafe die er für den Vertrauensbruch zahlt.

Wenn er dir das Geld zurückzahlt, alles tutti, schenk ihm die Zinsen, ihr seid damit noch im Freibetrag.

Was man hier beachten muss: Der Darlehensgeber und Schenker trägt hier die Einkommensteuerbelastung auf die vereinbarten Zinsen. Auch wenn diese später erlassen/geschenkt werden, sind sie tatsächlich zunächst zu versteuern, die spätere Schenkung mindert die Einkommensteuerbelastung hingegen nicht.
Liebe Grüße

Ist das tatsächlich so? Es gab ja überhaupt keinen Zufluss?? Reicht das "fällig sein" aus?

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Ceterum censeo

Geld an Freund leihen - Schenkung

WiWi Gast schrieb am 17.03.2021:

Ist das tatsächlich so? Es gab ja überhaupt keinen Zufluss?? Reicht das "fällig sein" aus?

Warum gab es keinen Zufluss? Hierfür würde es ausreichen, dass die Zinsen deinem "Darlehenskonto" gutgeschrieben würden, eine tatsächliche Zahlung ist nicht zwingend erforderlich.
Liebe Grüße

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