DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Aktien & GeldanlageInflation

Inflation Denkfehler

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

Hi, habe gelesen im Juni/July war die Inflation bei 1,7%.
Heißt dass wirklich dass wenn ich nicht 1,7%/12 = 0,141% Rendite auf mein Kapital eingefahren habe, ich an Kaufkraft verloren habe?

Nun habe ich relativ viel Aktien etc (inflationsgeschützt), aber das würde ja bedeuten dass jeder der nicht solche Anlagen hat mehr und mehr automatisch arm wird? Ich finde die Höhe von fast 2% im Jahr echt erschreckend hoch. Wenn das 5 Jahre so geht fehlt ja ein guter Batzen

antworten
SantyClaus

Inflation Denkfehler

Das stimmt.
Bei großen Vermögen die nicht angelegt sind, sondern nur auf dem Girokonto, Tagesgeldkonto, oder unterm Kopfkissen liegen, ist Inflation auf Dauer nicht zu unterschätzen. Das war vor der Finanzkrise und der Niedrigzinsphase weniger ein Problem, da Tagesgeld, Festgeld etc. die Inflation mehr in Schach halten konnten.

Theoretisch haben 50k ohne nennenswerte Rendite/Zinsen nach 5 Jahren bei durchschnittlich 2% Inflationen aber nur noch eine Kaufkraft von 45k.

Nun lag die durchschnittliche Inflation/Jahr in den letzten 15 Jahren aber eher bei 1,5% während die Reallöhne durchschnittlich sogar um über 1% pro Jahr gestiegen sind (also schon nach Abzug Inflation) (-> https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Verdienste/Realloehne-Nettoverdienste/Tabellen/reallohnentwicklung-jahre.html;jsessionid=EC9C8E8A714E95170F8A386F82ECC3C4.internet721)
Daran das nicht "arbeitetendes" Kapital aber trotzdem an Wert verliert ändert das natürlich nichts.

antworten
Ceterum censeo

Inflation Denkfehler

Nanu, möchtest du uns hier veralbern? Falls nicht, hole bitte noch einmal die Grundlagen deines WiWi-Studiums nach.
Liebe Grüße

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

push

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

1,7 sind nicht 2 %. Das ist ein großer Unterschied. Zum anderen sind 1,7 % nicht viel. Du solltest dir mal die Frage stellen was wäre, wenn es keine Inflation geben würde.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

Zumal du auf Grund des Zinseszinseffektes nicht einfach 1,7% / 12 rechnen solltest.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 12.09.2019:

Zumal du auf Grund des Zinseszinseffektes nicht einfach 1,7% / 12 rechnen solltest.

Und wenn die Preise im Jahr linear gestiegen sind? Dann wäre die Rechnung doch richtig ;-)

antworten
bwlnothx

Inflation Denkfehler

Würde auch mal einen Blick auf den "Warenkorb" zur Berechnung der Inflationsrate werfen. Je nach persönlichem Ausgabeverhalten ist man nämlich stärker oder schwächer betroffen von der Inflation.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 12.09.2019:

Zumal du auf Grund des Zinseszinseffektes nicht einfach 1,7% / 12 rechnen solltest.

Und wenn die Preise im Jahr linear gestiegen sind? Dann wäre die Rechnung doch richtig ;-)

Und wie realistisch wäre das denn? Richtig.

antworten
know-it-all

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 12.09.2019:

Und wie realistisch wäre das denn? Richtig.

In der Realität ist die Inflationsrate sowieso unstetisch, d.h. weder linar noch exponentiell.

Und bei einem Satz von 1,7% p.a. kann man der Einfachheit halber (und mit hinreichender Genauigkeit) natürlich auch mit 1/12 p.M. rechnen. Der Fehler beim Rechnen mit einem linearen Anstieg (0,1417%) anstelle der Verwendung eines exponentiellen Anstiegs (0,14058%) liegt im Bereich von ~0,0011% p.M. Selbst nach 5 Jahren hast du dann einen Unterschied von weniger als 0,3%.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

know-it-all schrieb am 13.09.2019:

WiWi Gast schrieb am 12.09.2019:

Und wie realistisch wäre das denn? Richtig.

In der Realität ist die Inflationsrate sowieso unstetisch, d.h. weder linar noch exponentiell.

Und bei einem Satz von 1,7% p.a. kann man der Einfachheit halber (und mit hinreichender Genauigkeit) natürlich auch mit 1/12 p.M. rechnen. Der Fehler beim Rechnen mit einem linearen Anstieg (0,1417%) anstelle der Verwendung eines exponentiellen Anstiegs (0,14058%) liegt im Bereich von ~0,0011% p.M. Selbst nach 5 Jahren hast du dann einen Unterschied von weniger als 0,3%.

Ja wenn du findest, dass 0,0011% der gesamten privaten Ersparnis nicht viel ist. Ich finde das durchaus viel.

antworten
Tax_Ffm

Inflation Denkfehler

Das entspricht 110€ bei einem Gesamtvermögen von 100.000€ - wo ist das viel?

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

know-it-all schrieb am 13.09.2019:

WiWi Gast schrieb am 12.09.2019:

Und wie realistisch wäre das denn? Richtig.

In der Realität ist die Inflationsrate sowieso unstetisch, d.h. weder linar noch exponentiell.

Und bei einem Satz von 1,7% p.a. kann man der Einfachheit halber (und mit hinreichender Genauigkeit) natürlich auch mit 1/12 p.M. rechnen. Der Fehler beim Rechnen mit einem linearen Anstieg (0,1417%) anstelle der Verwendung eines exponentiellen Anstiegs (0,14058%) liegt im Bereich von ~0,0011% p.M. Selbst nach 5 Jahren hast du dann einen Unterschied von weniger als 0,3%.

Ja wenn du findest, dass 0,0011% der gesamten privaten Ersparnis nicht viel ist. Ich finde das durchaus viel.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

Und das beste ist, dass die reale Inflation bei gut 7% ist.

Ich führe seit 4 Jahren excel Tabellen zu meinen Ausgaben. Wenn ich besondere Käufe (Auto, Urlaub) herausrechne, so sind meine Ausgaben um etwa 7% pro Jahr gestiegen (recht konstant sogar), jedoch ist die Menge die ich konsumiere, vor allem was Kleidung angeht, aber auch Nahrung, deutlich zurückgegangen. Also auf Masse/Produkt heruntergerechnet sogar noch weit mehr als 7%.

Der Großteil des Anstiegs entfällt auf die Miete (mehr als die Hälfte, Großstadt)

Ich kann jedem nur empfehlen, selbst so eine Tabelle mit wirklich allen Käufen zu führen.

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 12.09.2019:

Hi, habe gelesen im Juni/July war die Inflation bei 1,7%.
Heißt dass wirklich dass wenn ich nicht 1,7%/12 = 0,141% Rendite auf mein Kapital eingefahren habe, ich an Kaufkraft verloren habe?

Nun habe ich relativ viel Aktien etc (inflationsgeschützt), aber das würde ja bedeuten dass jeder der nicht solche Anlagen hat mehr und mehr automatisch arm wird? Ich finde die Höhe von fast 2% im Jahr echt erschreckend hoch. Wenn das 5 Jahre so geht fehlt ja ein guter Batzen

Ist das dein Ernst? Ihr BWLer habt doch auch VWL in der Uni?
Inflation wird genau wie Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat berechnet und ist folglich p.a.
Das lernt man in der Einführungsveranstaltung von VWL oder Makro... Nicht so viel am Laptop hängen und bei den Mädels flexen indem man Aktienkurse checkt...

antworten
know-it-all

Inflation Denkfehler

Tax_Ffm schrieb am 13.09.2019:

Das entspricht 110€ bei einem Gesamtvermögen von 100.000€ - wo ist das viel?

Du hast mit 0,0011 multipliziert. Ein Prozent enspricht aber einem Multiplikator von "nur" 0,01.
0,0011 Prozent entsprechen demnach einem Mutiplikator von 0,000011. Der Unterschied beträgt also nicht 110 sondern nur 1,1 EUR ;-)

Jemand anders schrieb

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

Die statistische Inflation basiert nunmal auf einem standardisierten Warenkorb - das sollte man so akzeptieren und das ist auch keine Lüge. Denn dieser Warenkorb entspricht natürlich nicht unbedingt der eigenen Realität.
Auch wenn die Großstadtmieten sicher viel schneller gestiegen sind als 1,7% p.a. so betrifft das eben bei Weitem nicht alle Menschen in gleichem Maße.
Real ist auch, dass andere Kosten des täglichen Lebens in den 4 Jahren nicht oder nicht wesentlich gestiegen sind (bspw. Benzin, Gas, Telefon/Intern).
Ziel des statistischen Warenkorbes ist somit auch nicht, möglichst nahe an der gefühlten Inflation jedes einzelnen zu liegen, sondern v.a. eine Vergleichbarkeit über Jahresgrenzen hinweg zu ermöglichen.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

Und das beste ist, dass die reale Inflation bei gut 7% ist.

Das mag deine persönliche Inflation sein. Bei einem anderen mag sie unter den 1,7 liegen.

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

??? Wer hat Dich denn angelogen? Wenn man eine Inflationsrate für alle angeben will, muss man ein bestimmtes Konsumverhalten unterstellen. Diese Annahme ist bekannt und öffentlich. Wenn diese bei dir nicht zutrifft, hast du ja richtig die für dich gültige Rate berechnet. Wo ist hier die Lüge?

Man man, dies ist doch ein wiwi forum. Verschwörungstheorien bitte woanders.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

know-it-all schrieb am 13.09.2019:

Tax_Ffm schrieb am 13.09.2019:

Das entspricht 110€ bei einem Gesamtvermögen von 100.000€ - wo ist das viel?

Du hast mit 0,0011 multipliziert. Ein Prozent enspricht aber einem Multiplikator von "nur" 0,01.
0,0011 Prozent entsprechen demnach einem Mutiplikator von 0,000011. Der Unterschied beträgt also nicht 110 sondern nur 1,1 EUR ;-)

Jemand anders schrieb

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

Die statistische Inflation basiert nunmal auf einem standardisierten Warenkorb - das sollte man so akzeptieren und das ist auch keine Lüge. Denn dieser Warenkorb entspricht natürlich nicht unbedingt der eigenen Realität.
Auch wenn die Großstadtmieten sicher viel schneller gestiegen sind als 1,7% p.a. so betrifft das eben bei Weitem nicht alle Menschen in gleichem Maße.
Real ist auch, dass andere Kosten des täglichen Lebens in den 4 Jahren nicht oder nicht wesentlich gestiegen sind (bspw. Benzin, Gas, Telefon/Intern).
Ziel des statistischen Warenkorbes ist somit auch nicht, möglichst nahe an der gefühlten Inflation jedes einzelnen zu liegen, sondern v.a. eine Vergleichbarkeit über Jahresgrenzen hinweg zu ermöglichen.

Guter Beitrag +1
@Taxffm - Mathe 1 war vermutlich keine 1,0 ;-)

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

Und das beste ist, dass die reale Inflation bei gut 7% ist.

Ich führe seit 4 Jahren excel Tabellen zu meinen Ausgaben. Wenn ich besondere Käufe (Auto, Urlaub) herausrechne, so sind meine Ausgaben um etwa 7% pro Jahr gestiegen (recht konstant sogar), jedoch ist die Menge die ich konsumiere, vor allem was Kleidung angeht, aber auch Nahrung, deutlich zurückgegangen. Also auf Masse/Produkt heruntergerechnet sogar noch weit mehr als 7%.

Der Großteil des Anstiegs entfällt auf die Miete (mehr als die Hälfte, Großstadt)

Ich kann jedem nur empfehlen, selbst so eine Tabelle mit wirklich allen Käufen zu führen.

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

Wie soll das mit der Tabelle denn bitte funktionieren. Wenn ich in Jahr 1 z.B. 1.000 Euro für Kleidung ausgegeben habe und im Jahr 2 1.070 Euro, dann heißt das doch nicht, dass die Inflation 7 % beträgt. Du wirst doch nie exakt die gleichen Sachen gekauft haben! Mal waren es 1 Paar Schuhe, 2 Hasen und 3 Hemden und mal umgekehrt. Selbst wenn du genau gleich viel gekauft haben solltest, müsste es ja von der Selben Marke etc sein, um aussagekräftig zu sein. Vielleicht hast Du Dir in Jahr 2 einfach etwas mehr gegönnt und statt der Levis ne G-Star Hose gekauft ;-)

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

Und das beste ist, dass die reale Inflation bei gut 7% ist.

Ich führe seit 4 Jahren excel Tabellen zu meinen Ausgaben. Wenn ich besondere Käufe (Auto, Urlaub) herausrechne, so sind meine Ausgaben um etwa 7% pro Jahr gestiegen (recht konstant sogar), jedoch ist die Menge die ich konsumiere, vor allem was Kleidung angeht, aber auch Nahrung, deutlich zurückgegangen. Also auf Masse/Produkt heruntergerechnet sogar noch weit mehr als 7%.

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

Du führst also neben den Ausgaben auch noch auf genau welches Produkt und in welcher Anzahl du es zu den jeweiligen Zeitpunkten gekauft hast?
Respekt, das muss ja ne Mordsarbeit sein.

Bist du sicher, dass deine Aussage: "[...] jedoch ist die Menge die ich konsumiere, vor allem was Kleidung angeht, aber auch Nahrung, deutlich zurückgegangen." wirklich korrekt ist. Oder hast du diese nur geschätzt?

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

Vor allem, wenn du z.B. statt zwei Industrietomaten im Vorjahr, jetzt aktuell eine Biotomate kaufst, dann ist deine Menge gesunken, der Preis wahrscheinlich gestiegen, aber du kaufst doch dann auch eine komplett andere Qualität.

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

Und das beste ist, dass die reale Inflation bei gut 7% ist.

Ich führe seit 4 Jahren excel Tabellen zu meinen Ausgaben. Wenn ich besondere Käufe (Auto, Urlaub) herausrechne, so sind meine Ausgaben um etwa 7% pro Jahr gestiegen (recht konstant sogar), jedoch ist die Menge die ich konsumiere, vor allem was Kleidung angeht, aber auch Nahrung, deutlich zurückgegangen. Also auf Masse/Produkt heruntergerechnet sogar noch weit mehr als 7%.

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

Du führst also neben den Ausgaben auch noch auf genau welches Produkt und in welcher Anzahl du es zu den jeweiligen Zeitpunkten gekauft hast?
Respekt, das muss ja ne Mordsarbeit sein.

Bist du sicher, dass deine Aussage: "[...] jedoch ist die Menge die ich konsumiere, vor allem was Kleidung angeht, aber auch Nahrung, deutlich zurückgegangen." wirklich korrekt ist. Oder hast du diese nur geschätzt?

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

Ich kann jedem nur empfehlen, selbst so eine Tabelle mit wirklich allen Käufen zu führen.

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

Tja, bei mir ist das im Vergleich zu vor 10 Jahren sogar rückläufig, und nun?

Dass das ganze eine sehr individuelle Sache ist, sollte klar sein, auf andere übertragen kann man das nicht.

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

Wie soll das mit der Tabelle denn bitte funktionieren. Wenn ich in Jahr 1 z.B. 1.000 Euro für Kleidung ausgegeben habe und im Jahr 2 1.070 Euro, dann heißt das doch nicht, dass die Inflation 7 % beträgt. Du wirst doch nie exakt die gleichen Sachen gekauft haben! Mal waren es 1 Paar Schuhe, 2 Hasen und 3 Hemden und mal umgekehrt. Selbst wenn du genau gleich viel gekauft haben solltest, müsste es ja von der Selben Marke etc sein, um aussagekräftig zu sein. Vielleicht hast Du Dir in Jahr 2 einfach etwas mehr gegönnt und statt der Levis ne G-Star Hose gekauft ;-)

Richtig. Deswegen gibt es die standardisierten Warenkörbe. Selbst die "persönliche Inflation" kann man nicht einfach ausrechnen, da man ja nie das gleiche kauft. Man kann aber ausgewähle Artikel betrachten, wie bspw. Milch, Benzin, Wasser, usw. Auch die Miete natürlich, aber eher die Nebenkosten. Also Dinge des täglichen Bedarfs. Die "Inflationslüge" ist nur ein Konstrukt einiger neunmalkluger Wissenschaftler. Denn ja, natürlich stimmen die offiziellen Zahlen nur ungefähr, aber am Ende des Tages ist die Frage, wie stark die Inflationen jemanden persönlich trifft. Und das kannst du nunmal nicht einfach ausrechnen.

Ich behaupte jetzt mal, dass meine Großeltern im eigenen Haus, die seit zehn Jahren immer nur das billigste (früher mal "günstigste") im Supermarkt kaufen, jedes Jahr eine Inflation von 0% erreichen. Das ist aber auch ok, denn ihr Geld lassen sie auch schön auf dem Sparbuch. ;-)

antworten
WiWi Gast

Inflation Denkfehler

WiWi Gast schrieb am 12.09.2019:

Hi, habe gelesen im Juni/July war die Inflation bei 1,7%.
Heißt dass wirklich dass wenn ich nicht 1,7%/12 = 0,141% Rendite auf mein Kapital eingefahren habe, ich an Kaufkraft verloren habe?

Nun habe ich relativ viel Aktien etc (inflationsgeschützt), aber das würde ja bedeuten dass jeder der nicht solche Anlagen hat mehr und mehr automatisch arm wird? Ich finde die Höhe von fast 2% im Jahr echt erschreckend hoch. Wenn das 5 Jahre so geht fehlt ja ein guter Batzen

Sieh es doch mal positiv. Es gab seit deiner Geburt Inflation in Deutschland und du hast es noch nicht mal mitbekommen. Sonst würde dich das ja jetzt nicht so überraschen.

Wenn du das all die Jahre noch nicht mal gemerkt hast, brauchst du dich jetzt auch nicht fürchten.

antworten
Tax_Ffm

Inflation Denkfehler

War schon spät zu meiner Verteidigung und habs nur überflogen ;-)

WiWi Gast schrieb am 13.09.2019:

know-it-all schrieb am 13.09.2019:

Tax_Ffm schrieb am 13.09.2019:

Das entspricht 110€ bei einem Gesamtvermögen von 100.000€ - wo ist das viel?

Du hast mit 0,0011 multipliziert. Ein Prozent enspricht aber einem Multiplikator von "nur" 0,01.
0,0011 Prozent entsprechen demnach einem Mutiplikator von 0,000011. Der Unterschied beträgt also nicht 110 sondern nur 1,1 EUR ;-)

Jemand anders schrieb

Die Inflationslüge sollte man nicht glauben.

Die statistische Inflation basiert nunmal auf einem standardisierten Warenkorb - das sollte man so akzeptieren und das ist auch keine Lüge. Denn dieser Warenkorb entspricht natürlich nicht unbedingt der eigenen Realität.
Auch wenn die Großstadtmieten sicher viel schneller gestiegen sind als 1,7% p.a. so betrifft das eben bei Weitem nicht alle Menschen in gleichem Maße.
Real ist auch, dass andere Kosten des täglichen Lebens in den 4 Jahren nicht oder nicht wesentlich gestiegen sind (bspw. Benzin, Gas, Telefon/Intern).
Ziel des statistischen Warenkorbes ist somit auch nicht, möglichst nahe an der gefühlten Inflation jedes einzelnen zu liegen, sondern v.a. eine Vergleichbarkeit über Jahresgrenzen hinweg zu ermöglichen.

Guter Beitrag +1
@Taxffm - Mathe 1 war vermutlich keine 1,0 ;-)

antworten

Artikel zu Inflation

Persönlicher Inflationsrechner mit Ausgabenanteilsregler

Shopping, shoppen, Einkaufen, Konsum,

Wer vergleichen will, wie stark seine persönliche Teuerungsrate von der amtlichen Inflation abweicht, kann im »Persönlichen Inflationsrechner« des Statistischen Bundesamts seine Ausgabenanteile für die Güter des Warenkorbs nach seinen eigenen Verbrauchsgewohnheiten gewichten.

Arbeitsblatt: Was sind Inflation und Deflation?

Ein roter Drache aus Lego hält eien zwei Euromünze in den Klauen.

Zwei Begriffe sorgen für Unbehagen, wenn es um den Wert unseres Geldes geht: Inflation und Deflation. Gerät das Preisniveau deutlich aus den Fugen, kann es eine Volkswirtschaft schwer belasten und einen Wohlstandsverlust mit weitreichenden wirtschaftlichen, sozialen und auch politischen Konsequenzen nach sich ziehen.

Statistik: Preisniveau 2013 - Deutschland knapp über dem EU-Durchschnitt

Die europäische und spanische Flagge.

Das Preisniveau für die privaten Konsumausgaben in Deutschland lag im Jahr 2013 um 1,5 Prozent über dem Durchschnitt der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Am teuerstem war es innerhalb der EU in Dänemark und am günstigsten in Bulgarien. Dort lag das Preisniveau bei weniger als der Hälfte aller EU-Mitgliedstaaten.

Statistik: Kaufkraft Deutschland 2014 - Deutsche haben 586 Euro mehr

Shopping, shoppen, Einkaufen, Konsum,

Die Studie „GfK Kaufkraft Deutschland 2014“ zeigt, dass den Deutschen im Jahr 2014 nominal rund 586 Euro pro Kopf mehr für ihre Ausgaben zur Verfügung stehen als im Jahr 2013. Erstmalig wurden die Ergebnisse der Volkszählung 2011 in der Berechnung berücksichtigt.

Inflations­rate steigt 2014 um 0,9 Prozent gegen­über dem Vor­jahr

Ein goldenes Sparschwein steht auf einem Fliesenboden.

Die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex – beträgt im Jahresdurchschnitt 2014 gegenüber dem Vor­jahr 0,9 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist die Jahresteuerungsrate somit seit 2011 rückläufig und betrug im Dezember 2014 lediglich 0,2 Prozent. Eine niedrigere Inflationsrate wurde zuletzt im Oktober 2009 mit 0,0 Prozent gemessen.

Statistik: Kaufkraftparitäten

Shopping, shoppen, Einkaufen, Konsum,

Kaufkraftparitäten sind Preisrelationen, die angeben, wie viele Einheiten inländischer Währung erforderlich sind, um die gleiche Menge an einem Gut oder an einem Bündel von Gütern zu erwerben, die für eine Einheit einer bestimmten ausländischen Währung erhältlich ist.

Statistik: Kaufkraft Deutschland 2013 - Deutsche haben 554 Euro mehr

Gewerbe­steuer­ein­nahmen Jahr 2013

Die Studie „GfK Kaufkraft Deutschland 2013“ zeigt, dass den Deutschen im Jahr 2013 nominal rund 554 Euro pro Kopf mehr für ihre Ausgaben zur Verfügung stehen werden als im Jahr 2012. Die Konsumpotenziale der Deutschen sind dabei regional sehr verschieden.

Inflation bleibt bei zwei Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Oktober 2012 um 2,0 Prozent höher als im Oktober 2011. Die Inflationsrate wurde weiterhin deutlich durch die Preisentwicklung bei Energie bestimmt. Energie verteuerte sich im Oktober 2012 insgesamt um 5,5 Prozent gegenüber Oktober 2011.

Arbeitsblatt: Die Kalte Progression

Arbeitsblatt Kalte Progression

Das Arbeitsblatt im Medienpaket „Finanzen & Steuern“ beschreibt das Phänomen der kalten Progression, indem der Zusammenhang mit unserem linear-progressiven Steuersystem aufgedeckt und die Auswirkungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erläutert werden.

Inflationsrate im Januar knapp über zwei Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Januar 2012 um 2,1 Prozent höher als im Januar 2011. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verharrt damit die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – knapp über 2 Prozent.

Inflation bleibt deutlich über der Zwei-Prozent-Marke

Ein Berg mit Centstücken auf dem zwei Büroklammermännchen in weiß stehen, die die Buchstaben -W- und -I- für Wirtschaftsinformatik tragen.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Oktober 2011 gegenüber Oktober 2010 um 2,5 Prozent gestiegen. Im September lag die Teuerungsrate etwas höher bei plus 2,6 Prozent. Die Inflationsrate wurde erneut maßgeblich von der Preisentwicklung bei Haushaltsenergie und Kraftstoffen bestimmt.

Statistik: Broschüre »Preise auf einen Blick 2011«

Preise beeinflussen nahezu alle Bereich unseres Lebens. Sie bieten Orientierung, setzen Anreize und Grenzen für Kaufentscheidungen. Die neue destatis Broschüre "Preise auf einen Blick" zeigt die wichtigsten Ergebnisse der Preisstatistik.

Arbeitsblatt: Inflation

Das Hoch-im-Kurs Arbeitsblatt „Inflation – Ein Schreckgespenst mit vielen Gesichtern“ klärt den Begriff der Inflation und beschäftigt sich mit den verschiedenen Formen von Inflation, deren Merkmalen und den Folgen.

Online-Wirtschaftssimulation »Inflation Island«

Im Spiel „Inflation Island“ kann man spielerisch sein Wissen über die Vorteile von Preisstabilität vertiefen und lernen, welche negativen Effekte Deflation, eine hohe Inflation und Hyperinflation auf Einzelpersonen und die Gesellschaft insgesamt haben können.

Niedrige Inflation ist kein Gift für den Arbeitsmarkt

Zwei giftige Pilze.

Einige namhafte Ökonomen warnten wiederholt davor, dass eine niedrige Inflationsrate unter Umständen zu höherer Arbeitslosigkeit führt. Eine am Montag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zeigt jedoch, dass der Effekt zu vernachlässigen ist.

Antworten auf Inflation Denkfehler

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 24 Beiträge

Diskussionen zu Inflation

Weitere Themen aus Aktien & Geldanlage