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Thesaurierender ETF Besteuerung

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WiWi Gast

Thesaurierender ETF Besteuerung

Wenn ich einen ETF besitze, der nicht ausschüttet, muss man ja trotzdem jährlich auf die Gewinne Steuern zahlen. Wenn ich nun meinen ETF verkaufe, habe ich ja eigentlich durch diese jährliche Besteuerung schon alle Angaben getätigt. Dies hieße, dass beim Verkauf keine Steuern mehr bezahlt werden müssen? Liege ich bei meiner Annahme richtig?

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Tax_Ffm

Thesaurierender ETF Besteuerung

Als Anleger eines thesaurierenden Fonds hast du jährlich eine Vorabpauschale zu versteuern, sofern dein Rücknahmepreis des Fondsanteils zum Jahresende, den des Jahresanfangs übersteigt.

Wenn du deine Anteile verkaufst, hast du den steuerlichen Veräußerungsgewinn zu versteuern. Bei der Ermittlung werden neben den Anschaffungskosten auch bereits zuvor versteuerte Vorabpauschalen berücksichtigt und vom Veräußerungspreis abgezogen.

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know-it-all

Thesaurierender ETF Besteuerung

Tax_Ffm schrieb am 07.09.2019:

Als Anleger eines thesaurierenden Fonds hast du jährlich eine Vorabpauschale zu versteuern, sofern dein Rücknahmepreis des Fondsanteils zum Jahresende, den des Jahresanfangs übersteigt.

Wenn du deine Anteile verkaufst, hast du den steuerlichen Veräußerungsgewinn zu versteuern. Bei der Ermittlung werden neben den Anschaffungskosten auch bereits zuvor versteuerte Vorabpauschalen berücksichtigt und vom Veräußerungspreis abgezogen.

... Wobei in diesem Zusammenhang zusätzlich erwähnt werden sollte, dass die Vorabpauschale der Höhe nach der Verzinsung einer "sicheren" Anlage entsprechen soll. Da eine solche Verzinsung derzeit außerordentlich niedrig ist, werden auch bei der Vorabpauschale deutlich weniger als 1% angesetzt. Bei einer langfristigen Rendite von >=7%, die mit Aktien (hier ETFs) möglich sind, wird klar, dass der größte Teil des Besteuerung erst bei Veräußerung stattfindet.

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Tax_Ffm

Thesaurierender ETF Besteuerung

Da wir keine Infos über die Wertentwicklung haben, können wir ohnehin keine Aussage über die Höhe der Vorabpauschale und die Höhe des Veräußerungsgewinns treffen.

Aber ja, das stimmt natürlich grundsätzlich.

know-it-all schrieb am 07.09.2019:

Tax_Ffm schrieb am 07.09.2019:

Als Anleger eines thesaurierenden Fonds hast du jährlich eine Vorabpauschale zu versteuern, sofern dein Rücknahmepreis des Fondsanteils zum Jahresende, den des Jahresanfangs übersteigt.

Wenn du deine Anteile verkaufst, hast du den steuerlichen Veräußerungsgewinn zu versteuern. Bei der Ermittlung werden neben den Anschaffungskosten auch bereits zuvor versteuerte Vorabpauschalen berücksichtigt und vom Veräußerungspreis abgezogen.

... Wobei in diesem Zusammenhang zusätzlich erwähnt werden sollte, dass die Vorabpauschale der Höhe nach der Verzinsung einer "sicheren" Anlage entsprechen soll. Da eine solche Verzinsung derzeit außerordentlich niedrig ist, werden auch bei der Vorabpauschale deutlich weniger als 1% angesetzt. Bei einer langfristigen Rendite von >=7%, die mit Aktien (hier ETFs) möglich sind, wird klar, dass der größte Teil des Besteuerung erst bei Veräußerung stattfindet.

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WiWi Gast

Thesaurierender ETF Besteuerung

Dann kaufe ich lieber Berkshire Hathaway B oder Alphabet oder Amazon. Diese zahlen zwar keine Divdende, aber steigern ihre Gewinne kontinuierlich.

Das ist sicherlich eine riskante Wette, dass eine Einzelaktie in der Zukunft bzw. nach XY Jahren steigen wird..

Aber wer damit einen Erfolg hat, zahlt die Steuer nur beim Verkaufen.

Kurz gefasst: Einzelaktien, die keine Dividende zahlen, KÖNNEN die beste Strategie für die Altersvorsorge sein (unter der Bedingung, dass diese steigen).

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Tax_Ffm

Thesaurierender ETF Besteuerung

Da lässt du aber 3 wichtige Überlegungen außer Acht.

  • Die Vorabpauschale bei thesaurierenden Investmentfonds wirken sich bei der Veräußerung der Investmentanteile gewinnmindernd aus

  • Bei Aktien mit Dividenden fällt der Veräußerungsgewinn niedriger aus, wenn sie ex Dividendenstichtag gehandelt und verkauft wird

  • Anlageentscheidungen sollten niemals auf Basis von reinen steuerlichen Gesichtspunkten getroffen werden

Du sprichst im Prinzip lediglich das Thema Direktanlage in eine Einzelaktie vs. ETF an.

WiWi Gast schrieb am 09.09.2019:

Dann kaufe ich lieber Berkshire Hathaway B oder Alphabet oder Amazon. Diese zahlen zwar keine Divdende, aber steigern ihre Gewinne kontinuierlich.

Das ist sicherlich eine riskante Wette, dass eine Einzelaktie in der Zukunft bzw. nach XY Jahren steigen wird..

Aber wer damit einen Erfolg hat, zahlt die Steuer nur beim Verkaufen.

Kurz gefasst: Einzelaktien, die keine Dividende zahlen, KÖNNEN die beste Strategie für die Altersvorsorge sein (unter der Bedingung, dass diese steigen).

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