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Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Moin,

Ich habe grade mal die Fonds von DWS und der DB überflogen. Es fällt auf, dass alle von mir betrachteten Fonds eine schlechtere 3J-Performance als der MSCI World haben, bei Kosten von mehr als 5%. Mich interessiert nun, wieso Menschen in solche Produkte investieren. Kommt man sich als Asset Manager nicht etwas komisch vor, wenn man konsequent schlechter als der Benchmark performt? Wer von euch ist in solchen Fonds investiert und warum?

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Ich bin genau aus den von dir genannten Gründen nicht in solche Fonds investiert. Bei den Leuten die ich kenne die aktiv gemanagte Fonds kaufen, gibt es dafür mehrere Gründe:

  • Sie haben keine Ahnung und glauben ihrem Bankberater
  • Sie kennen ETFs gar nicht
  • Sie hoffen genau den Fond zu erwischen der über dem Benchmark liegt
  • Sie glauben, dass ein aktiv gemanagter Fond in einem Bärenmarkt besser abschneidet als der Benchmark
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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Oft unterschätzt: Institutionelle Investoren müssen ihre Entscheidungen rechtfertigen. Ein aktiv gemanagter Fund hat hierfür bei schlechter Performance einen Sündenbock, im Zweifel ist der eigene Kopf nicht in der Schlinge. Wenn man jedoch selbst entscheidet die Aktienquote in MSCI World ETFs zu legen, darf man beim nächsten Boardmeeting Rede und Antwort stehen, weshalb das Depot mit 30 % im Minus ist und weshalb man genau diesen ETF gekauft hat. So irrational das auch ist, der aktive Fund ist für den häufig lediglich angestellen Fremdgeldverwalter die risikoärmere Wahl, da sein Ziel nur ist, so wenig Verantwortung wie möglich zu haben und den eigenen Job zu behalten.

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know-it-all

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 06.04.2021:

Moin,

Ich habe grade mal die Fonds von DWS und der DB überflogen. Es fällt auf, dass alle von mir betrachteten Fonds eine schlechtere 3J-Performance als der MSCI World haben, bei Kosten von mehr als 5%. Mich interessiert nun, wieso Menschen in solche Produkte investieren.

5% halte ich auf der Kostenseite für etwas zu hoch. Aktiv gemangte Fonds liegen i.d.R. zwischen 1 uns 2% p.a.
Oder hast du die Kosten für 3 J zusammengezählt? Ausgabeaufschlag eingerechnet?

Kommt man sich als Asset Manager nicht etwas komisch vor, wenn man konsequent schlechter als der Benchmark performt? Wer von euch ist in solchen Fonds investiert und warum?

Bei weitem nicht jeder Fonds hat nun den MSCI World als Benchmark; insofern muss man sich auch nicht an diesem messen lasseen.
Im Übrigen - so lange es genug Fondsvolumen gibt, aus denen sich das Management seine Vergütung entnehmen kann, wird es diese "Schmach", den Benchmark auf Dauer nicht schlagen zu können, verschmerzen können.

Ich habe noch kleine Restbestände einzelner aktiv gemanagter Fonds, quasi als "Jugensünden" aus meiner frühen Anlegerzeit. Im Übrigen habe ich auch inzwischen mein Depot konsequent auf ETFs umgestellt. Die genannten Anteile habe ich noch nicht veräußert, da sie sich zwischenzeitig einigermaßen gut entwickelt haben, aber v.a. weil es Altbestände sind, die ich vor 2009 erworben habe. Die ursprünglich mal zugesagte Steuerfreiheit der Veräußerungsgewinne für solche Anteile existiert zwar seit 2018 (Investmentsteuerreform) nicht mehr, aber zumindest ein recht hoher Freibetrag i.H.v. 100.000 EUR.

Anderer WiWi Gast schrieb am 06.04.2021:

[...] Sie hoffen genau den Fond zu erwischen der über dem Benchmark liegt
Sie glauben, dass ein aktiv gemanagter Fond in einem Bärenmarkt besser abschneidet als der Benchmark

Die Aufzählung klingt schon ganz richtig. Ergänzen kann man hier eventuell noch, dass Mischfonds im Sinne einer "Ein-Produkt-Lösung" durch die Banken gerne an "Anleger mit einer höheren Risikoaversion" verkauft werden, da sie gleichzeitig Rendite und Sicherheit in sich vereinen. Das sind meines Wissens ausschließlich aktiv gemanagte Fonds.
Dabei könnte sich Otto-Normalanleger auch einfach einen Aktien ETF und einen Anleihen ETF mit einer zuvor festgelegten Gewichtung ins Depot legen, wenn ihm beide Ziele so wichtig sind.
Ich möchte übrigens dringend (!) drauf hinweisen, dass ein Fond als Grundlage für Saucen und Suppen in die Küche gehört. Im Wertpapierdepot hat der Fond hingegen nichts verloren - dort findet man ausschließlich Fonds, die jedoch auch im Singular immer auf "s" enden.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 06.04.2021:

Oft unterschätzt: Institutionelle Investoren müssen ihre Entscheidungen rechtfertigen. Ein aktiv gemanagter Fund hat hierfür bei schlechter Performance einen Sündenbock, im Zweifel ist der eigene Kopf nicht in der Schlinge. Wenn man jedoch selbst entscheidet die Aktienquote in MSCI World ETFs zu legen, darf man beim nächsten Boardmeeting Rede und Antwort stehen, weshalb das Depot mit 30 % im Minus ist und weshalb man genau diesen ETF gekauft hat. So irrational das auch ist, der aktive Fund ist für den häufig lediglich angestellen Fremdgeldverwalter die risikoärmere Wahl, da sein Ziel nur ist, so wenig Verantwortung wie möglich zu haben und den eigenen Job zu behalten.

So ist das! die erste Frage die sich ein Fond Manager oft stellt ist: kann ich mit diesem Investment meinen Job gefährden? lieber ein schlechteres Investment was er bei schlechter Entwicklung verargumentieren kann, als ein gutes Investment, was im Fall der Fälle ihm den Job kostet.

Weiterer Punkt warum viele gemanagte Fonds kaufen: Bankberater schwatzen diese Leuten auf, die sich nur bedingt mit Börse und Geldanlage auskennen. Da werden Kunden die von Vermögen/Einkommen her in Frage kommen, regelrecht abtelefoniert und mit allen psychologischen Tricks dazu bearbeitet, zu unterschreiben. Da kommt der Druck vom Chef, der seine Ziele darauf hat, wie viel Fondvolumen verkauft wurde, diesen Druck gibt er an die Leute unter ihm weiter.

Es gibt nicht nur wiwi-treff Börsenprofis mit Studium, sondern es gibt auch sehr viele Menschen, die haben von Geld kaum Ahnung, haben aber viel davon. Sei es der Bauernsohn mit Hauptschulabschluss, dessen geerbtes Ackerland im Speckgürtel einer bayrischen Großstadt zu wertvollem Bauland wurde, selbst im geerbten, schuldenfreien Eigenheim lebt und bei BMW am Band gut verdient, aber nicht weiss wohin mit dem Geld. Ebenso wie die Oma, verwitwet, "das Geld" hat immer der Mann verwaltet, Haus abbezahlt, gute eigene Rente, on top eine solide Witwenrente und man hat noch Mieteinnahmen, ausgeben für sich selbst tut man kaum noch, da bleibt viel Geld liegen. Da herrscht ein sehr hohes Vertrauen an den Herrn "Bankbeamten" und wenn der sagt, dass Fond XY gut ist, wird da investiert.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Aktiv gemanagte Fonds haben definitiv ihre Daseinsberechtigung, das weiß jeder der die Basics der Portfoliotheorie verstanden hat. Einfach alles gegen den MSCI World (welchen überhaupt? Hedged, unhedged, local currency, price return, net return,...) zu stellen ist hochgradig naiv.

Schau dir z.b. mal mid cap equity Fonds mit Europa Fokus an. Da gibt es u.a. Produkte von Berenberg, Lupus alpha, Rowe, DWS,... alle schlagen den MSCI World in der regel deutlich - bei tendenziell höherer Varianz. Der Msci ist hierfür auch die falsche Benchmark . Eine klassische Benchmark wäre eher der Euro Stoxx50. Diesen haben eigentlich alle aktiven Fonds des segments outperformt, zum Teil mit mehr als 10% (das sind 1000 Basispunkte!) im Jahr 2020 nach Kosten. Diese Größenordnung war extrem, outperformance ist aber Standard.

Niemand stellt in Frage, dass aktive Manager im Schnitt wenig Mehrwert bei Large Caps bringen. Für alle anderen Assetklassen und Nischenmärkte ist diese Aussage aber schlichtweg falsch.

Zur Weiterbildung empfehle ich das CFA Programm. Zum Einstieg müsste aber auch schon das Investment Foundations Programm weiter helfen. Zum Thema Indizes kannst du dich mit den "SAMURAI"-Kriterien vertraut machen, zu globalen Indizes wie dem MScI World und dem S&P500 mit dem "bums problem".
Viel Erfolg!

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Manchmal hat man auch wenig Alternativen zu einem aktiven Fonds. Mein Arbeitgeber hatte leider die fragwürdige Idee, die Pensionen auf diese Weise anzulegen. Jetzt subventioniere ich diesen Unsinn jeden Monat mit einigen hundert Euro.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Alles klar, danke euch für den Input. Die Argumente machen schon Sinn, aber dann liege ich mit meiner Annahme, als kleinanleger besser mit „normalen“ ETFs zu fahren wahrscheinlich richtig.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Grade bei Pensionen macht das aktive Management Sinn, weil dein Arbeitgeber das Geld ja genau dann braucht, wenn die Pensionen fällig werden. Die können nicht alles in ETFs investieren (auch aus Performance Sicht fragwürdig) und wenn die dann bei Pensionsantritt nicht gut stehen dann sagt man halt, ja sorry wartet nochmal 3 Jahre mit der Pension bis die Märkte wieder besser stehen.

WiWi Gast schrieb am 06.04.2021:

Manchmal hat man auch wenig Alternativen zu einem aktiven Fonds. Mein Arbeitgeber hatte leider die fragwürdige Idee, die Pensionen auf diese Weise anzulegen. Jetzt subventioniere ich diesen Unsinn jeden Monat mit einigen hundert Euro.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

ETFs sind noch ein recht neues Produkt. Das Volumen wird in den nächsten Jahren noch deutlich steigen, bis aktiv gemanagete Fonds ihren "Bodensatz" erreich, in dem nur noch spezifiche Anlageideen abgebildet werden. Da gibts halt viele institutionelle Investoren die so etwas bevorzugen. Auch Fonds mit "hohem" Risiko werden sicher weiterhin per aktiven Management abgebildet. Auch nicht zu vernachlässigen ist, dass Banken an aktiven Fonds viel mehr verdienen als an ETFs. Sprich wenn du dein Depot mit Hilfe der Beratung deiner Hausbank pflegst, wird die Auswahl oft auf Produkte fallen, die für die Bank am lukrativsten ist.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Das Problem ist bereits die Prämisse, die einfach so hingenommen und gar nicht überprüft wird: Es gibt tatsächlich sehr viele gemanagte Fonds, die weitaus besser performen als der MSCI World oder die gängigen ETFs. Damit ist die Diskussion schon hinfällig, denn worüber wollen wir diskutieren? Dass manche gemanagte Fonds schlechter performen und die, die es besser machen ignorieren? So pauschale Aussagen führen immer zu pauschalen Urteilen, die pauschal wertlos sind.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Schon deinen Eingangspost halte ich für problematisch:

"Ich habe grade mal die Fonds von DWS und der DB ÜBERFLOGEN. Es fällt auf, dass alle VON MIR BETRACHTEN Fonds eine schlechtere 3J-Performance als der MSCI World haben, bei KOSTEN von mehr als 5%."

Soll deine subjektive Stichprobe mit Fonds, die "Kosten von angeblich mehr als 5%" haben jetzt stellvertretend für alle Fonds sein? Du stellst eine Behauptung auf und wir sollen sie hinnehmen.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Es gibt genügend wissenschaftliche Abhandlungen, welche darlegen, dass nur eine einstelligen Prozentzahl (wenn nicht sogar weniger) aller aktiven Fonds ihre Benchmark auf Index-Seite schlagen. Vieles davon beruht auf dem random walk. Alles wunderbar nachzulesen in entsprechenden Buch von Burton Malkiel.

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Das Problem ist bereits die Prämisse, die einfach so hingenommen und gar nicht überprüft wird: Es gibt tatsächlich sehr viele gemanagte Fonds, die weitaus besser performen als der MSCI World oder die gängigen ETFs. Damit ist die Diskussion schon hinfällig, denn worüber wollen wir diskutieren? Dass manche gemanagte Fonds schlechter performen und die, die es besser machen ignorieren? So pauschale Aussagen führen immer zu pauschalen Urteilen, die pauschal wertlos sind.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

...warum kaufen Menschen aktiv gemanagte ETFs (a la Cathie Wood)?

Es gibt Fonds, die besser laufen, als der Markt und es gibt Fonds, welche von Institutionen verkauft werden, da diese Provision bringen (a la Dirk Müller).
Es gibt durchaus gute Fondsmanager, welche den Markt schlagen und manchmal hat ein Fonds einfach nur Glück (siehe MIG Fonds).

Von solch pauschalen Aussagen würde ich abraten.
Aktiv gemanagt heißt oftmals auch gehedgt (also 60/40 - Aktien/Staatsanleihen), um in einem Crash nicht zu stark zu fallen, beispielsweise wenn Rendite und geringe Volatilität gegeben sein sollen (Renten, Pensionen) und Absicherung kostet immer Geld!

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 06.04.2021:

Aktiv gemanagte Fonds haben definitiv ihre Daseinsberechtigung, das weiß jeder der die Basics der Portfoliotheorie verstanden hat. Einfach alles gegen den MSCI World (welchen überhaupt? Hedged, unhedged, local currency, price return, net return,...) zu stellen ist hochgradig naiv.

Schau dir z.b. mal mid cap equity Fonds mit Europa Fokus an. Da gibt es u.a. Produkte von Berenberg, Lupus alpha, Rowe, DWS,... alle schlagen den MSCI World in der regel deutlich - bei tendenziell höherer Varianz. Der Msci ist hierfür auch die falsche Benchmark . Eine klassische Benchmark wäre eher der Euro Stoxx50. Diesen haben eigentlich alle aktiven Fonds des segments outperformt, zum Teil mit mehr als 10% (das sind 1000 Basispunkte!) im Jahr 2020 nach Kosten. Diese Größenordnung war extrem, outperformance ist aber Standard.

Niemand stellt in Frage, dass aktive Manager im Schnitt wenig Mehrwert bei Large Caps bringen. Für alle anderen Assetklassen und Nischenmärkte ist diese Aussage aber schlichtweg falsch.

Zur Weiterbildung empfehle ich das CFA Programm. Zum Einstieg müsste aber auch schon das Investment Foundations Programm weiter helfen. Zum Thema Indizes kannst du dich mit den "SAMURAI"-Kriterien vertraut machen, zu globalen Indizes wie dem MScI World und dem S&P500 mit dem "bums problem".
Viel Erfolg!

Ein klassischer Äpfel mit Birnen Vergleich. Warum vergleichst du einen „ mid cap equity Fonds mit Europa Fokus“ mit einem MSCI World? Zur Weiterbildung empfehle ich dir das ETF-Standardwerk von Kommer, der unter anderem auf genau diese Art von Vergleichen eingeht. Und by the way: Nein, auch mit einem CFA wirst du den Benchmark langfristig nicht schlagen, außer Gott oder der Zufall will es.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Es gibt genügend wissenschaftliche Abhandlungen, welche darlegen, dass nur eine einstelligen Prozentzahl (wenn nicht sogar weniger) aller aktiven Fonds ihre Benchmark auf Index-Seite schlagen. Vieles davon beruht auf dem random walk. Alles wunderbar nachzulesen in entsprechenden Buch von Burton Malkiel.

Das Problem ist bereits die Prämisse, die einfach so hingenommen und gar nicht überprüft wird: Es gibt tatsächlich sehr viele gemanagte Fonds, die weitaus besser performen als der MSCI World oder die gängigen ETFs. Damit ist die Diskussion schon hinfällig, denn worüber wollen wir diskutieren? Dass manche gemanagte Fonds schlechter performen und die, die es besser machen ignorieren? So pauschale Aussagen führen immer zu pauschalen Urteilen, die pauschal wertlos sind.

Danke. Irgendwann werden auch die letzten verstehen, dass aktiv gemanagte Fonds einzig und allein der Rendite der Banken sowie der Tantieme der Manager zugutekommen.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Es gibt genügend wissenschaftliche Abhandlungen, welche darlegen, dass nur eine einstelligen Prozentzahl (wenn nicht sogar weniger) aller aktiven Fonds ihre Benchmark auf Index-Seite schlagen. Vieles davon beruht auf dem random walk. Alles wunderbar nachzulesen in entsprechenden Buch von Burton Malkiel.

Ja, aber es gibt mindestens genauso viele Abhandlungen, die genau das Gegenteil beweisen. Das ist das Problem mit wissenschaftlichen Abhandlungen zu dem Thema.

Es ist immer leichter und aus Publikationssicht interessanter große Datenquellen anzuzapfen und eine breite Leserschaft anzusprechen. Deswegen geht es in 99% der wissenschaftlichen Abhandlungen um globale Aktienmandate. Je breiter das Universum eines Managers, desto schwierig ist es natürlich alpha zu identifizieren.

Wer sich aber mal andere Assetklassen anschaut oder regionale bzw. Sektor-fokussierte Manager, der wird nicht wenige Manager finden, die konsistent über viele Jahre hinweg alpha generieren konnten.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Es gibt genügend wissenschaftliche Abhandlungen, welche darlegen, dass nur eine einstelligen Prozentzahl (wenn nicht sogar weniger) aller aktiven Fonds ihre Benchmark auf Index-Seite schlagen. Vieles davon beruht auf dem random walk. Alles wunderbar nachzulesen in entsprechenden Buch von Burton Malkiel.

Ja, aber es gibt mindestens genauso viele Abhandlungen, die genau das Gegenteil beweisen. Das ist das Problem mit wissenschaftlichen Abhandlungen zu dem Thema.

Es ist immer leichter und aus Publikationssicht interessanter große Datenquellen anzuzapfen und eine breite Leserschaft anzusprechen. Deswegen geht es in 99% der wissenschaftlichen Abhandlungen um globale Aktienmandate. Je breiter das Universum eines Managers, desto schwierig ist es natürlich alpha zu identifizieren.

Wer sich aber mal andere Assetklassen anschaut oder regionale bzw. Sektor-fokussierte Manager, der wird nicht wenige Manager finden, die konsistent über viele Jahre hinweg alpha generieren konnten.

Ja aber warum sollte ich in einen aktiv gemanagten Fond investieren der zwar seine Asset Klasse outperformed, aber noch immer unter DJ/S&P500/MSCI World liegt? Dann doch lieber gleich in die

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Deinem Post nach zu urteilen, hast du jedoch das CFA Programm nicht absolviert. Einen aktiv gemanagten Fonds mit Mid Cap Equity Europa Fokus mit dem Euro Stoxx50 (Large Cap!) zu vergleichen zeugt von großem Unwissen.

WiWi Gast schrieb am 06.04.2021:

Aktiv gemanagte Fonds haben definitiv ihre Daseinsberechtigung, das weiß jeder der die Basics der Portfoliotheorie verstanden hat. Einfach alles gegen den MSCI World (welchen überhaupt? Hedged, unhedged, local currency, price return, net return,...) zu stellen ist hochgradig naiv.

Schau dir z.b. mal mid cap equity Fonds mit Europa Fokus an. Da gibt es u.a. Produkte von Berenberg, Lupus alpha, Rowe, DWS,... alle schlagen den MSCI World in der regel deutlich - bei tendenziell höherer Varianz. Der Msci ist hierfür auch die falsche Benchmark . Eine klassische Benchmark wäre eher der Euro Stoxx50. Diesen haben eigentlich alle aktiven Fonds des segments outperformt, zum Teil mit mehr als 10% (das sind 1000 Basispunkte!) im Jahr 2020 nach Kosten. Diese Größenordnung war extrem, outperformance ist aber Standard.

Niemand stellt in Frage, dass aktive Manager im Schnitt wenig Mehrwert bei Large Caps bringen. Für alle anderen Assetklassen und Nischenmärkte ist diese Aussage aber schlichtweg falsch.

Zur Weiterbildung empfehle ich das CFA Programm. Zum Einstieg müsste aber auch schon das Investment Foundations Programm weiter helfen. Zum Thema Indizes kannst du dich mit den "SAMURAI"-Kriterien vertraut machen, zu globalen Indizes wie dem MScI World und dem S&P500 mit dem "bums problem".
Viel Erfolg!

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Wenn man sich hier die meisten Antworten anschaut bekommt man das Grauen angesichts der mangelnden Grundkenntnisse im Finanz- und Anlagewesen. Und das von angehenden Wiwis, wovon sich viele für die nächste Elite halten....
Da werden nicht nur Äpfel mit Birnen , da werden Äpfel mit Salatköpfen vergleichen. Allein die Unfähigkeit, Benchmarks zu verstehen und sie richtig den Anlageschwerpunkten eines Fonds zu zuordnen überfordert hier viele.
Getreu dem Motto: warum soll ich einen Ferrari kaufen wenn der Kofferraum des Opels doch größer und dessen Preis viel niedriger ist.........

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Weil die Produkte von Banken -aus Provisionsgier- verkauft werden.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Mädels, einen World indize als Benchmark für jeden Fonds zu nehmen ist doch Schwachsinn. Nur wenige Fonds vermögen die Fähigkeit zu haben den Markt dauerhaft und deutlich zu übertreffen! Aber es kann natürlich nur ein kleiner Teil sein, weil der markt passt sich natürlich partiell den Erfolgen der Fonds an. Es ist schlicht nicht möglich, dass viele Fonds den Markt übertreffen, denn ansonsten wären sie der Markt.

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DerEchte

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Wenn hier noch eine Fond schreibt, reißt mir die Hutschnur.

Ich arbeite selbst bei einem AM und nicht jeder Privatkunde ist so versiert wie der gemeine WiWi-Treffler hier. Da ist ein Fonds mit ein guter Einstieg, der in Richtung "Rundum-Sorglos-Paket" geht.

Viele vergessen auch, dass es nicht nur Aktien gibt und Kunden eventuell konservativer unterwegs sind und langläufige Rentenfonds für diese Kunden eher geeignet sind. Da ist das ETF-Angebot bei weitem auch nicht so tiefgehend wie bei Aktien.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Es gibt genügend wissenschaftliche Abhandlungen, welche darlegen, dass nur eine einstelligen Prozentzahl (wenn nicht sogar weniger) aller aktiven Fonds ihre Benchmark auf Index-Seite schlagen. Vieles davon beruht auf dem random walk. Alles wunderbar nachzulesen in entsprechenden Buch von Burton Malkiel.

Ja, aber es gibt mindestens genauso viele Abhandlungen, die genau das Gegenteil beweisen. Das ist das Problem mit wissenschaftlichen Abhandlungen zu dem Thema.

Es ist immer leichter und aus Publikationssicht interessanter große Datenquellen anzuzapfen und eine breite Leserschaft anzusprechen. Deswegen geht es in 99% der wissenschaftlichen Abhandlungen um globale Aktienmandate. Je breiter das Universum eines Managers, desto schwierig ist es natürlich alpha zu identifizieren.

Wer sich aber mal andere Assetklassen anschaut oder regionale bzw. Sektor-fokussierte Manager, der wird nicht wenige Manager finden, die konsistent über viele Jahre hinweg alpha generieren konnten.

Ja aber warum sollte ich in einen aktiv gemanagten Fond investieren der zwar seine Asset Klasse outperformed, aber noch immer unter DJ/S&P500/MSCI World liegt? Dann doch lieber gleich in die

Leider falsch. Rendite ist nur eine Kennzahl eines Portfolios und wird von privatanlegern oftmals als einzig relevante Kennzahl betrachtet. die Vorstellung dass die von dir genannten indizes das beste Risiko-rendite Profil bieten ist ebenfalls nicht richtig. Es gibt viele asssetklassen, die deutlich höhere Renditen abwerfen als globale aktien. Das heißt aber noch lange nicht, dass man dort all sein Geld reinstecken sollte.
Ein msci World ist z.b. wesentlich schlechter diversifiziert als der Name suggeriert. Schau dir mal die top Positionen an und deren Länder-, Währungs- und Sektor-Exposure. Dann merkst du, dass die größten Positionen sehr ähnliche Renditetreiber haben und im krisenfall extrem hoch korrelieren. Ein großer renditetreiber der letzten Jahre war reines Währungsrisiko, dem beim passiven investieren keine Erwartung zugrunde liegt. Professionelle Investoren wollen solche Risiken oft nicht eingehen. Stattdessen würden sie z.b. 5% in large cap us Aktien mit tech Fokus investieren. Das könnte wiederum entweder Aktiv oder passiv geschehen, diese Entscheidung wird dann auf individueller Ebene getroffen.

Wenn du dich mit dem Thema asset allocation und mean variance optimization auseinander setzt wirst du auch feststellen, dass die Entscheidung der allokation (welche assetklasse/welcher markt/...) für die gesamtperformance eines Investors wichtiger ist als den besten Manager zu picken oder Strategien möglichst kostengünstig umzusetzen. Diese Dimension wird von Investoren mit globalen Ansätzen komplett ignoriert.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Es gibt genügend wissenschaftliche Abhandlungen, welche darlegen, dass nur eine einstelligen Prozentzahl (wenn nicht sogar weniger) aller aktiven Fonds ihre Benchmark auf Index-Seite schlagen. Vieles davon beruht auf dem random walk. Alles wunderbar nachzulesen in entsprechenden Buch von Burton Malkiel.

Ja, aber es gibt mindestens genauso viele Abhandlungen, die genau das Gegenteil beweisen. Das ist das Problem mit wissenschaftlichen Abhandlungen zu dem Thema.

Es ist immer leichter und aus Publikationssicht interessanter große Datenquellen anzuzapfen und eine breite Leserschaft anzusprechen. Deswegen geht es in 99% der wissenschaftlichen Abhandlungen um globale Aktienmandate. Je breiter das Universum eines Managers, desto schwierig ist es natürlich alpha zu identifizieren.

Wer sich aber mal andere Assetklassen anschaut oder regionale bzw. Sektor-fokussierte Manager, der wird nicht wenige Manager finden, die konsistent über viele Jahre hinweg alpha generieren konnten.

Ja aber warum sollte ich in einen aktiv gemanagten Fond investieren der zwar seine Asset Klasse outperformed, aber noch immer unter DJ/S&P500/MSCI World liegt? Dann doch lieber gleich in die

Leider falsch. Rendite ist nur eine Kennzahl eines Portfolios und wird von privatanlegern oftmals als einzig relevante Kennzahl betrachtet. die Vorstellung dass die von dir genannten indizes das beste Risiko-rendite Profil bieten ist ebenfalls nicht richtig. Es gibt viele asssetklassen, die deutlich höhere Renditen abwerfen als globale aktien. Das heißt aber noch lange nicht, dass man dort all sein Geld reinstecken sollte.
Ein msci World ist z.b. wesentlich schlechter diversifiziert als der Name suggeriert. Schau dir mal die top Positionen an und deren Länder-, Währungs- und Sektor-Exposure. Dann merkst du, dass die größten Positionen sehr ähnliche Renditetreiber haben und im krisenfall extrem hoch korrelieren. Ein großer renditetreiber der letzten Jahre war reines Währungsrisiko, dem beim passiven investieren keine Erwartung zugrunde liegt. Professionelle Investoren wollen solche Risiken oft nicht eingehen. Stattdessen würden sie z.b. 5% in large cap us Aktien mit tech Fokus investieren. Das könnte wiederum entweder Aktiv oder passiv geschehen, diese Entscheidung wird dann auf individueller Ebene getroffen.

Wenn du dich mit dem Thema asset allocation und mean variance optimization auseinander setzt wirst du auch feststellen, dass die Entscheidung der allokation (welche assetklasse/welcher markt/...) für die gesamtperformance eines Investors wichtiger ist als den besten Manager zu picken oder Strategien möglichst kostengünstig umzusetzen. Diese Dimension wird von Investoren mit globalen Ansätzen komplett ignoriert.

Viele große Worte machen einen auch nicht schlauer. All die von mir genannten sind über die letzten 60+ Jahre konstant gestiegen (und da gab es einige große Krisen dazwischen), also die sind schon relativ sicher und auf den Zeitraum betrachtet auch unmatched was die Performance angeht

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Weil die Produkte von Banken -aus Provisionsgier- verkauft werden.

Ziemlich naive und einfältige Antwort. Wer sich über die Materie ein klein wenig informiert kann viel Geld sparen und in die richtigen Produkte investieren. Bei Fonds zB Ausgabeaufschläge von bis zu 5pp umgehen und auch die teuren, Indexnahen Fonds vermeiden. Es gibt nirgendwo soviel Messbarkeit, Datenverfügbarkeit & Transparenz wie bei Fonds und ETFs. Man muss nur analysieren.

Das gilt aber für alle Bereiche des Lebens; wer beim Autokauf seine Prioritäten nicht kennt und keine Presie vergleicht, wird auch das Falsche zum höchsten Preis kaufen.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Ein klassischer Äpfel mit Birnen Vergleich. Warum vergleichst du einen „ mid cap equity Fonds mit Europa Fokus“ mit einem MSCI World?

Das habe ich nicht. Der TE fragt warum aktiv gemanagte Fonds gekauft werden, nicht warum aktive Fonds auf den MSCI World gekauft werden. Diese Frage ist leicht zu beantworten, wenn man indizes betrachtet, die nahezu immer underperformen - wie der EuroStoxx 50. Deswegen sollte man immer genau lesen ;)

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

antworten
WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

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know-it-all

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich. [...]

Allerdings gibt es für institutionelle Investoren i.d.R. auch eigene Anteilsklassen auch bei den "gängigen" Fonds. Diese haben dann auch niedrigere laufende Kosten als die an Endkunden verkauften Anteilsklassen. Denn auch als institutioneller Anleger weiß man, dass Kosten schädlich für die Rendite sind.

Vom DWS Top Dividende (DE000DWS18Q3) als einem der vom Volumen her größten aktiven Fonds in Deutschland gibt es bspw. insgesamt 7 Anteilsklassen.
Während die Hauptanteilsklasse "LD" für normale Anleger mit einer TER von 1,45% angegeben ist, haben die Anteilsklassen für institutionelle Anleger teils nur 0,8 oder 0,9%.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Die Margen sind allerdings bei den Privaten wesentlich höher.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Oft auch zum hedgen! Es gibt aktiv gemanagte Fonds die zwar generell schlechter performen als das "Marktportfolio" aber in Krisenzeiten nicht ganz so extrem fallen wie die meisten herkömmlichen ETF.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Wie gesagt, klassische Large Cap Fonds, die einfach paar große Märkte abdecken, braucht keiner mehr. Davon gibts noch mehr als genug.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass viele Portfoliomanager ETFs benutzen um gewisse Themen und/oder Sektoren zu spielen. Wenn du z.B. letzten Herbst auf eine Konjunkturerholung gesetzt hast, dann investiert man in einen Rohstoff/Basic Resources ETF, um sich damit hohes Beta einzukaufen ohne speziell in Einzeltitel investieren zu müssen.

Mehrheitlich Passiv (größer 50% Marktanteil) wird es aber nie geben, da ansonsten Arbitrage möglich wäre. Da ein ETF nur passiv investiert und einen Index abbildet, würde es bei einem rein passivem Markt keinerlei Kursreaktionen auf Unternehmensereignisse geben.

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Also ich bin 33 und habe glaub erst letztes Jahr von ETFs gehört/ mich dafür interessiert.
Auch mein Wirtschaftsingenieur-Master hat mir hier leider nicht früher dafür die Augen geöffnet. Da haben wir in entsprechenden Vorlesungen lieber die Theorie von uns Zins Swaps gepaukt oder das Risiko von diversen Aktienportofilos berechnet . ;)

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

Was stand denn in den Bloomberg Artikeln? Alles so ääääähhhh ich hab mal was gehört, weis aber nicht was und habe auch keine Ahnung, aber stelle es mal in den Raum.

Tatsache ist, dass bei aktiv gemanagten Fonds es mehr in Richtung Themen wie ESG, Thematik Fonds und Managed Solution geht. Das kann man nicht über ETFs abbilden.
Institutionelle Anleger bezahlen für aktives Management das, was ETFs real kosten; 20-50 bps: und bekommen dafür noch viele Zusatzservices, die ETFs nicht leisten.
Und ja, der Privatanleger, der vor 10 Jahren noch durch seinen Bankberater in einen indexnahen Fonds gegen den DAX oder STOXX50 für 5pp Aufgabeaufschlag und 150 bps Managementfee investiert Hat - der stirbt aus. Das ist ETF Geschäft -nicht mehr und nicht weniger.
Aber dafür das ganze aktive Managementbusiness in Frage zu stellen zeugt von Ahnungslosigkeit.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 08.04.2021:

WiWi Gast schrieb am 07.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

Was stand denn in den Bloomberg Artikeln? Alles so ääääähhhh ich hab mal was gehört, weis aber nicht was und habe auch keine Ahnung, aber stelle es mal in den Raum.

ZB der hier:
End of Era: Passive Equity Funds Surpass Active in Epic Shift

Hat mich ca 20 Sekunden gekostet den bei google zu finden ;)

antworten
DerEchte

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 08.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

Was stand denn in den Bloomberg Artikeln? Alles so ääääähhhh ich hab mal was gehört, weis aber nicht was und habe auch keine Ahnung, aber stelle es mal in den Raum.

ZB der hier:
End of Era: Passive Equity Funds Surpass Active in Epic Shift

Hat mich ca 20 Sekunden gekostet den bei google zu finden ;)

Ja, passive ETFs haben größere Zuflüsse als aktive Fonds. Das müssen sie auch, denn sie haben niedrigere Margen. Aber auch der Fondsindustrie geht es blendend.

Das Argument, dass "Privatanleger" für Fondsgesellschaften egal seien, stimmt ebenfalls zu 0,0 Prozent.
Ich arbeite bei einem Asset Manager, wo die AuM ca. 50 Prozent Insti und 50 Prozent Privatkunden sind. Das Geld wird bei den Privatkunden verdient und das deutlich einfacher, da sie nicht bei jeder Situation verkaufen. Instis haben zum Beispiel März 2020 massiv Liquidität abgezogen - wegen Corona.

Wie gesagt: Für den normalen Volksbank-/Sparkassen-Kunden ist ein Fondsinvestment immer noch besser als nichts. Und dafür muss er sich nicht mal in die Welt der ETFs einlesen sondern kann einfach kaufen. Natürlich können wir hier easy ein Depot eröffnen und schauen, welcher ETF jetzt der bessere ist - aber 90 Prozent der Bevölkerung haben eben darauf kein Bock.

antworten
WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Es interessiert aber nicht was bei einzelnen Fondsgesellschaften los ist sondern der Gesamtmarkt.
Und da geht der Privatinvestor nunmal einfach unter.

DerEchte schrieb am 08.04.2021:

Ja, passive ETFs haben größere Zuflüsse als aktive Fonds. Das müssen sie auch, denn sie haben niedrigere Margen. Aber auch der Fondsindustrie geht es blendend.

Das Argument, dass "Privatanleger" für Fondsgesellschaften egal seien, stimmt ebenfalls zu 0,0 Prozent.
Ich arbeite bei einem Asset Manager, wo die AuM ca. 50 Prozent Insti und 50 Prozent Privatkunden sind. Das Geld wird bei den Privatkunden verdient und das deutlich einfacher, da sie nicht bei jeder Situation verkaufen. Instis haben zum Beispiel März 2020 massiv Liquidität abgezogen - wegen Corona.

Wie gesagt: Für den normalen Volksbank-/Sparkassen-Kunden ist ein Fondsinvestment immer noch besser als nichts. Und dafür muss er sich nicht mal in die Welt der ETFs einlesen sondern kann einfach kaufen. Natürlich können wir hier easy ein Depot eröffnen und schauen, welcher ETF jetzt der bessere ist - aber 90 Prozent der Bevölkerung haben eben darauf kein Bock.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

DerEchte schrieb am 08.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

Was stand denn in den Bloomberg Artikeln? Alles so ääääähhhh ich hab mal was gehört, weis aber nicht was und habe auch keine Ahnung, aber stelle es mal in den Raum.

ZB der hier:
End of Era: Passive Equity Funds Surpass Active in Epic Shift

Hat mich ca 20 Sekunden gekostet den bei google zu finden ;)

Ja, passive ETFs haben größere Zuflüsse als aktive Fonds. Das müssen sie auch, denn sie haben niedrigere Margen. Aber auch der Fondsindustrie geht es blendend.

Das Argument, dass "Privatanleger" für Fondsgesellschaften egal seien, stimmt ebenfalls zu 0,0 Prozent.
Ich arbeite bei einem Asset Manager, wo die AuM ca. 50 Prozent Insti und 50 Prozent Privatkunden sind. Das Geld wird bei den Privatkunden verdient und das deutlich einfacher, da sie nicht bei jeder Situation verkaufen. Instis haben zum Beispiel März 2020 massiv Liquidität abgezogen - wegen Corona.

Wie gesagt: Für den normalen Volksbank-/Sparkassen-Kunden ist ein Fondsinvestment immer noch besser als nichts. Und dafür muss er sich nicht mal in die Welt der ETFs einlesen sondern kann einfach kaufen. Natürlich können wir hier easy ein Depot eröffnen und schauen, welcher ETF jetzt der bessere ist - aber 90 Prozent der Bevölkerung haben eben darauf kein Bock.

Na herzlichen Glückwunsch, mittlerweile ist es so einfach wie noch nie privat ETFs zu kaufen, und wie anfangs geschildert outperformt der MSCI world viele aktive Fonds. Das argument. „Besser als nichts“, passt exakt in die denke der abzockenden Bankvertretern.

antworten
WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Einen aktiven Fonds (für Retailanleger) kaufen um den MSCI World zu ersetzen, macht selten Sinn. Einerseits ist der Index 60%+ USA, d.h. man hat grossteils einen relativ effizienten Markt der mit ETFs abgebildet werden kann, andereseits ist der Index trotzdem breit gestreut, d.h. da wird sich der Fondsmanager niemals auf etwas konzentrieren können (wo ist seine Expertise? Sind es nun die US Equities die eben 60+% des Indices ausmachen, oder sinds etwa Europäische Aktien welche 10% ausmachen). Grundsätzlich hast du selten einen Fondsmanager (für einen Publikumsfonds im Retail Bereich) der alles abdeckt und gleichzeitig gute Performance liefert (d.h. den Index langfristig outperformt).

Deswegen sollte man sein Portfolio geografisch, sektoral oder thematisch unterteilen und sich grundätzlich überlegen in welchen Märkten, ein ETF reicht und wo ein aktiver Fonds Sinn macht. Für effiziente Märkte ist ein ETF meistens gut genug, für weniger entwickelte Märkte oder Nischen kauft man aktive Fonds.

Beispiele:
Für Emerging Marktets wie China usw... sind die Märkte nicht immer effizient, oder die Indices haben massive Konzentrationen (bspw. Chips in Taiwan, Real Estate/Conglomerate in Vietnam etc...). Da kann eine Firma 20% des Index ausmachen. In solchen Märkten können aktive Fonds die Indices teils massiv outperformen. Gleichzeitig muss man sich aber auch fragen, wie denn die Performance generiert wird. Nimmt der Manager einfach mehr Risiko und kackt dann dementsprechend stark ab wenns runter geht, oder betreibt er tatsächlich gute Selektion und hat auch in schlechten Zeiten kleinere Drawdowns (in den letzten Jahren nicht immer so klar, da die Börsen tendenziell nach oben gingen).

Schliesslich sollte man sich bewusst sein, dass die meistens aktiven Fonds schlecht sind (vor allem in Deutschland) und zu vielen guten Fonds (die teils nicht in Europa zum Vertrieb zugelassen sind) hat man als Privatanleger keinen Zugang, d.h. man ist oftmals mit einem ETF besser aufgehoben.

antworten
WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 09.04.2021:

Einen aktiven Fonds (für Retailanleger) kaufen um den MSCI World zu ersetzen, macht selten Sinn. Einerseits ist der Index 60%+ USA, d.h. man hat grossteils einen relativ effizienten Markt der mit ETFs abgebildet werden kann, andereseits ist der Index trotzdem breit gestreut, d.h. da wird sich der Fondsmanager niemals auf etwas konzentrieren können (wo ist seine Expertise? Sind es nun die US Equities die eben 60+% des Indices ausmachen, oder sinds etwa Europäische Aktien welche 10% ausmachen). Grundsätzlich hast du selten einen Fondsmanager (für einen Publikumsfonds im Retail Bereich) der alles abdeckt und gleichzeitig gute Performance liefert (d.h. den Index langfristig outperformt).

Deswegen sollte man sein Portfolio geografisch, sektoral oder thematisch unterteilen und sich grundätzlich überlegen in welchen Märkten, ein ETF reicht und wo ein aktiver Fonds Sinn macht. Für effiziente Märkte ist ein ETF meistens gut genug, für weniger entwickelte Märkte oder Nischen kauft man aktive Fonds.

Beispiele:
Für Emerging Marktets wie China usw... sind die Märkte nicht immer effizient, oder die Indices haben massive Konzentrationen (bspw. Chips in Taiwan, Real Estate/Conglomerate in Vietnam etc...). Da kann eine Firma 20% des Index ausmachen. In solchen Märkten können aktive Fonds die Indices teils massiv outperformen. Gleichzeitig muss man sich aber auch fragen, wie denn die Performance generiert wird. Nimmt der Manager einfach mehr Risiko und kackt dann dementsprechend stark ab wenns runter geht, oder betreibt er tatsächlich gute Selektion und hat auch in schlechten Zeiten kleinere Drawdowns (in den letzten Jahren nicht immer so klar, da die Börsen tendenziell nach oben gingen).

Schliesslich sollte man sich bewusst sein, dass die meistens aktiven Fonds schlecht sind (vor allem in Deutschland) und zu vielen guten Fonds (die teils nicht in Europa zum Vertrieb zugelassen sind) hat man als Privatanleger keinen Zugang, d.h. man ist oftmals mit einem ETF besser aufgehoben.

Worauf du anspielst nennt sich Core Satellite Strategie.
Ich kenne keine Belege die zeigen, dass Nischenmärkte oder nicht öffentlich zugängliche Fonds den Msci World outperformen. Im Gegenteil, Hedgefonds performen im Schnitt schlechter. In Nischenmärkten gibt es evtl. ein Small Cap Premium, das aber durch Fondskosten komplett aufgefressen wird.

antworten
DerEchte

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

WiWi Gast schrieb am 09.04.2021:

DerEchte schrieb am 08.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

Was stand denn in den Bloomberg Artikeln? Alles so ääääähhhh ich hab mal was gehört, weis aber nicht was und habe auch keine Ahnung, aber stelle es mal in den Raum.

ZB der hier:
End of Era: Passive Equity Funds Surpass Active in Epic Shift

Hat mich ca 20 Sekunden gekostet den bei google zu finden ;)

Ja, passive ETFs haben größere Zuflüsse als aktive Fonds. Das müssen sie auch, denn sie haben niedrigere Margen. Aber auch der Fondsindustrie geht es blendend.

Das Argument, dass "Privatanleger" für Fondsgesellschaften egal seien, stimmt ebenfalls zu 0,0 Prozent.
Ich arbeite bei einem Asset Manager, wo die AuM ca. 50 Prozent Insti und 50 Prozent Privatkunden sind. Das Geld wird bei den Privatkunden verdient und das deutlich einfacher, da sie nicht bei jeder Situation verkaufen. Instis haben zum Beispiel März 2020 massiv Liquidität abgezogen - wegen Corona.

Wie gesagt: Für den normalen Volksbank-/Sparkassen-Kunden ist ein Fondsinvestment immer noch besser als nichts. Und dafür muss er sich nicht mal in die Welt der ETFs einlesen sondern kann einfach kaufen. Natürlich können wir hier easy ein Depot eröffnen und schauen, welcher ETF jetzt der bessere ist - aber 90 Prozent der Bevölkerung haben eben darauf kein Bock.

Na herzlichen Glückwunsch, mittlerweile ist es so einfach wie noch nie privat ETFs zu kaufen, und wie anfangs geschildert outperformt der MSCI world viele aktive Fonds. Das argument. „Besser als nichts“, passt exakt in die denke der abzockenden Bankvertretern.

Ja, wenn man sich darüber informiert und überhaupt weiß, was ein ETF ist. Wenn du das aber auf die deutsche Bevölkerung replizierst, bist du einfach nur naiv. Innerhalb meines Freundeskreises lagern viele ihr Geld auf dem Girokonto - einfach weil sie es nicht besser wissen oder garnicht wissen wollen.

Wenn man bereit ist, sich auch aktiv um seine Investments zu kümmern und sich in die ETF-Thematik einzulesen, dann empfehle ich auch jedem ETFs - sofern er nur den breiten Markt abbilden möchte.

Möchte er allerdings gezielte Themen investieren (Small Caps DE, Nachhaltige Investments, Rentenprodukte, usw...) ist ein Fonds IMMER besser als Cash. Denn das ist der erste Schritt, sich überhaupt mit Geldanlage zu befassen.

antworten
WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Viele haben aber tatsächlich einfach überhaupt keine Ahnung.
Man darf nicht immer von sich selbst ausgehen.

WiWi Gast schrieb am 09.04.2021:

Na herzlichen Glückwunsch, mittlerweile ist es so einfach wie noch nie privat ETFs zu kaufen, und wie anfangs geschildert outperformt der MSCI world viele aktive Fonds. Das argument. „Besser als nichts“, passt exakt in die denke der abzockenden Bankvertretern.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Man muss sich nicht „einlesen“ oder was auch immer tun, um einen ETF zu kaufen. Ich würde sagen, dass ist weniger Arbeit als zur Bank zu fahren, sich einem Beratungsgespräch zu unterziehen und dann irgendwelche Sparpläne zu unterschreiben.

Der einzige Grund, warum die Leute in Aktive Fonds ihrer Sparkasse investieren oder sich irgendwelche komischen Produkte der DVAG aufschwätzen lassen, ist dass sie schlichtweg nicht wissen, dass die Produkte die ihnen „beratend“ vorgeschlagen werden, schlechter und teurer als ein stinknormaler World-ETF ist.

DerEchte schrieb am 09.04.2021:

WiWi Gast schrieb am 09.04.2021:

DerEchte schrieb am 08.04.2021:

Sind wir mal ehrlich: ihr Privatanleger seid ziemlich unbedeutend für die Fondsbranche.
Das große Geld kommt nicht aus dem Retailgeschäft, sondern aus dem institutionellen Bereich.
Und Portfolion über Hunderte Millionen und mehrere Milliarden Euro werden eben natürlich nicht einfach nur in ETFs gesteckt. So einfach ist das.

Wenn du als Privatanleger einen themenspezifischen aktiven Fonds kaufst, muss das nicht schlecht sein. Was man sicher nicht braucht ist ein klassischer aktiver Aktienfonds mit Fokus auf Large Cap Europa/USA.

Läuft aber allgemein auch nicht gut für die Branche der aktiv gemanagten Fonds. Gab da in letzter Zeit einige Artikel auf bloomberg zu. Der Trend geht definitiv in Richtung passiv.

Was stand denn in den Bloomberg Artikeln? Alles so ääääähhhh ich hab mal was gehört, weis aber nicht was und habe auch keine Ahnung, aber stelle es mal in den Raum.

ZB der hier:
End of Era: Passive Equity Funds Surpass Active in Epic Shift

Hat mich ca 20 Sekunden gekostet den bei google zu finden ;)

Ja, passive ETFs haben größere Zuflüsse als aktive Fonds. Das müssen sie auch, denn sie haben niedrigere Margen. Aber auch der Fondsindustrie geht es blendend.

Das Argument, dass "Privatanleger" für Fondsgesellschaften egal seien, stimmt ebenfalls zu 0,0 Prozent.
Ich arbeite bei einem Asset Manager, wo die AuM ca. 50 Prozent Insti und 50 Prozent Privatkunden sind. Das Geld wird bei den Privatkunden verdient und das deutlich einfacher, da sie nicht bei jeder Situation verkaufen. Instis haben zum Beispiel März 2020 massiv Liquidität abgezogen - wegen Corona.

Wie gesagt: Für den normalen Volksbank-/Sparkassen-Kunden ist ein Fondsinvestment immer noch besser als nichts. Und dafür muss er sich nicht mal in die Welt der ETFs einlesen sondern kann einfach kaufen. Natürlich können wir hier easy ein Depot eröffnen und schauen, welcher ETF jetzt der bessere ist - aber 90 Prozent der Bevölkerung haben eben darauf kein Bock.

Na herzlichen Glückwunsch, mittlerweile ist es so einfach wie noch nie privat ETFs zu kaufen, und wie anfangs geschildert outperformt der MSCI world viele aktive Fonds. Das argument. „Besser als nichts“, passt exakt in die denke der abzockenden Bankvertretern.

Ja, wenn man sich darüber informiert und überhaupt weiß, was ein ETF ist. Wenn du das aber auf die deutsche Bevölkerung replizierst, bist du einfach nur naiv. Innerhalb meines Freundeskreises lagern viele ihr Geld auf dem Girokonto - einfach weil sie es nicht besser wissen oder garnicht wissen wollen.

Wenn man bereit ist, sich auch aktiv um seine Investments zu kümmern und sich in die ETF-Thematik einzulesen, dann empfehle ich auch jedem ETFs - sofern er nur den breiten Markt abbilden möchte.

Möchte er allerdings gezielte Themen investieren (Small Caps DE, Nachhaltige Investments, Rentenprodukte, usw...) ist ein Fonds IMMER besser als Cash. Denn das ist der erste Schritt, sich überhaupt mit Geldanlage zu befassen.

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WiWi Gast

Warum kaufen Menschen aktiv gemanagte Fonds?

Die Wahrheit ist, dass hier wieder einmal ein typisches Forenphänomen zu lesen ist: Man weiß es immer besser und jeder hier schlägt den Markt grundsätzlich immer.

Die Wahrheit ist, dass das was heute ETFs sind, früher halt mal Ostimmobilien- oder Schiffsfonds waren. Immer gibt es die 100% sichere Sache mit der Top-Rendite und alle, die nicht in die investieren, sind ganz einfach weniger kluge Menschen.

Tatsächlich spricht einiges gegen eine Investition in ETFs und auch einiges dafür. ETF ist halt auch nicht ETF. Es gibt Abbildungen, die klar den aktiv gemanagten Fonds unterlegen waren und welche, die besser waren. Oben wurde ja schon ein Beispiel gebracht, das wiederhole ich jetzt nicht. Zudem gibt es in aktiv gemangeten Fonds ggf. Hebelwirkungen, die den einfachen Effekt erweitern können, aber das wird zu komplex.

Ein reiner Segen sind sie daher nicht. Hätte es die in der Vergangenheit gegeben und man hätte 2008/2009 dann halt Geld gebraucht, dann wären die Dinger heute verteufelt und keiner würde sie empfehlen. So ist das halt die Gnade der späten Geburt.

Die Wahrheit ist, dass es unterschiedliche Anliegertypen gibt und die unterschiedliche Bedürfnisse haben.

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WiWi Gast

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