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Altersvorsorge: Rürup-Rente gewinnt an Attraktivität

Auch wenn der Gedanke unangenehm ist: Altersarmut kann jeden treffen. Der einzige Weg diesem trostlosen Zustand im Alter zu entgehen, ist eine private Altersvorsorge. Je früher damit angefangen wird, desto besser. Neben der Riesterrente gewinnt in diesem Jahr vor allem auch die Rürup-Rente weiter an Attraktivität.

Das Wort RENTE auf einer Kreidetafel geschrieben.

Was steuerliche Vergünstigungen angeht, ist die Rürup-Rente – auch Basis-Rente genannt – nach wie vor unschlagbar. Dieses Argument überzeugt viele Menschen ausgerechnet diese Art von privater, geförderter Altersvorsorge in Anspruch zu nehmen. Denn bei keiner anderen Form können die Beiträge in so einer Höhe abgesetzt werden wie bei der Rürup-Rente. Prognosen zufolge sollen Versicherte bis 2025 Beiträge zu 100 Prozent steuerlich absetzen können. In diesem Jahr sollen bereits 82 Prozent abgesetzt werden können. Der absetzbare Anteil der Rürup-Rente steigt also von Jahr zu Jahr an. Doch so überzeugend dieses Argument auch klingen mag, sollten Interessenten hierbei vorsichtig sein. Wer sich für diese Form der Altersvorsorge entscheidet, bindet sich ein Leben lang an seinen Versicherer – eine Rürup-Rente ist nämlich nicht kündbar. Umso wichtiger ist es, bei der Wahl des Versicherers die richtige Entscheidung zu treffen. Das wichtigste Kriterium ist zweifelsohne die Höhe der erwarteten Rente. Deshalb bieten Versicherer wie CosmosDirekt die Möglichkeit, die Basis-Rente schnell und unkompliziert gleich online ausrechnen zu lassen. Es kann sich lohnen, Anbieter miteinander zu vergleichen, um sich am Ende die besten Konditionen einer Rürup-Rente sichern zu können.

Ein blauer Banner an einer Versicherungsagentur mit den Worten: Haben Sie gut vorgesorgt? und Riesterrente, Rüruprente, Lebensversicherung und Geldanlage.


Auch der Höchstbeitrag steigt

Aber nicht nur der absetzbare Anteil verändert sich zugunsten der Rürup-Sparer. Auch der Höchstbetrag steigt, was insbesondere Gutverdienern bei ihrer Steuererklärung zu Gute kommt. Seit 2015 ist der anrechenbare Höchstbetrag der Basis-Rente an eine Grenze gebunden. Dieser richtet sich sowohl nach dem aktuellen Beitragssatz als auch nach der Beitragsbemessungsgrenze. In diesem Jahr erhöht sich diese von 89.400 Euro auf 91.800 Euro pro Jahr. Damit steigt auch der Höchstbetrag der Rürup-Rente von 22.172 Euro auf 22.766 Euro. Steuerlich abgesetzt werden können demzufolge maximal 18.688 Euro – im letzten Jahr waren es noch 17.738 Euro. Verheiratete Menschen profitieren sogar noch mehr von dieser Entwicklung. Sie können sogar die doppelte Summe einzahlen, die in der Steuererklärung berücksichtigt wird, und bis zu 37.336 Euro von der Steuer absetzen. Um einer potenziellen Armut im Alter vorzubeugen, erweist sich die Basis-Rente als immer attraktivere Lösung. Sollte der Versicherte arbeitslos werden, wird das angesparte Kapital übrigens nicht bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II berücksichtigt. Vor einer Pfändung ist das Ersparte in der Ansparphase auch noch geschützt – wenn der Steuervorteil in Anspruch genommen wird. Daher ist es auch so ratsam, sich die staatliche Förderung nicht entgehen zu lassen. Insgesamt gesehen sollte sich ein perfektes Rentenvorsorge-Portfolio aber aus unterschiedlichen Produkten und staatlichen Förderungen zusammensetzen. Und da sollte die Rürup-Rente angesichts aktueller Entwicklungen und Prognosen wohl auch nicht fehlen.

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