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Private Altersvorsorge: Welche ist die Richtige für mich?

Dass private Altersvorsorge notwendig ist, gilt allgemein als unbestritten. Angesichts der erkennbaren Grenzen der gesetzlichen Rentenversicherung wird die private Vermögensbildung zur Alterssicherung immer wichtiger. Selbstständige mussten schon seit jeher selbst Altersvorsorge betreiben, aber auch Arbeitnehmer sind zunehmend gefordert. Doch wie sollte die Altersvorsorge aufgebaut werden?

Das Wort VORSORGE auf einer Kreidetafel geschrieben.

Keine Pauschallösung – Risikostreuung zählt
Zunächst einmal gilt: eine generelle Lösung existiert nicht. Letztlich spielen immer die persönlichen Lebensumstände, zum Beispiel die familiäre Situation, die Einkommens- und Vermögensverhältnisse, die Art der Beschäftigung, individuelle Lebensziele, Einstellungen und viele Faktoren mehr eine Rolle. Es gibt daher keinen Königsweg für die private Altersvorsorge, sondern nur einige Gestaltungsprinzipien. Private Altersvorsorge bedeutet immer systematische Vermögensbildung. Mit regelmäßigen Sparleistungen soll zielgerichtet Kapital aufgebaut werden. Die Höhe der Sparleistung wird dabei zum einen durch die zu erwartende Versorgungslücke, zum anderen durch die Sparmöglichkeiten bestimmt. Auf lange Sicht hat sich beim Vermögensaufbau eine Strategie der Risikostreuung bewährt. Wer in unterschiedliche Anlagekategorien investiert, hat die besten Aussichten auf einen nachhaltigen Anlageerfolg. Kurzfristige Marktschwankungen können dann vernachlässigt werden. Wie die Zusammensetzung eines Anlageportfolios konkret aussehen sollte, hängt dabei wesentlich von der persönlichen Einstellung zu Rendite und Risiko ab. Wer stark sicherheitsorientiert ist, wird klassischen Sparformen ein stärkeres Gewicht in der Altersvorsorge beimessen als jemand, der auch bereit ist, für höhere Renditen Risiken in Kauf zu nehmen und daher mehr auf Aktien setzt.

Regelmäßiges Sparen notwendig
Ein traditionelles Instrument der Altersvorsorge ist die Kapitallebensversicherung. Sie verbindet systematisches Sparen mit der Absicherung des Todesfallrisikos. Dieser an sich sinnvolle Gedanke wird allerdings durch die anhaltend niedrigen Zinsen getrübt. Es gibt Alternativen: regelmäßiges Sparen mit Anlageprodukten in Verbindung mit einer Risikolebensversicherung ermöglicht eine gleichwertige Lösung. Banken und Fondsgesellschaften bieten Sparpläne an, mit denen systematisches Sparen ebenso gut möglich ist. Wer in Bankeinlagen spart, darf allerdings ebenfalls keine hohen Zinsen erwarten. Ein interessantes Investment ist Fondssparen in Aktien. Denn Untersuchungen zeigen, dass Aktien auf Dauer überdurchschnittlich hohe Renditen aufweisen. Bewährt als Vorsorgeinstrument haben sich auch Immobilien. Ob selbst genutzt oder vermietet, sie sind als Sachwert-Anlagen vor Inflationsrisiken geschützt und tragen durch Mietersparnisse oder Mieteinnahmen wesentlich zur Altersversorgung bei. Wer sich eine Immobilie selbst nicht leisten kann, für den sind Immobilienfonds eine Lösung. Private Altersvorsorge wird staatlich gefördert: Riester-Rente und Rürup-Rente bieten mit Zulagen und Steuerersparnissen den Begünstigten zusätzliche Renditevorteile. Die Förderung ist allerdings an bestimmte Sparformen gebunden. Ein interessanter Weg für viele Arbeitnehmer ist die betriebliche Altersvorsorge. Durch regelmäßige Umwandlung eines Gehaltsanteils für Vorsorgezwecke können hier auch steuerliche Vorteile realisiert werden.

Kompetente Beratung gefragt
Diese kurze Übersicht zeigt: private Altersvorsorge ist eine komplexe Aufgabe. Pauschale Antworten gibt es nicht, vielmehr ist die individuelle, auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnittene Lösung gefragt. Notwendig ist kompetente Beratung. Die zu finden, ist allerdings nicht ganz einfach. Wer noch mit keinem Finanzberater zusammen arbeitet oder einen neuen Berater sucht, findet auf whofinance.de nicht nur interessante Informationen rund um die Altersvorsorge, sondern auch Beraterbewertungen durch Kunden. So lässt sich auch in der Nähe ein passender Berater finden.

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