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Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

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WiWi Gast

Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Bin kein Beamter:

Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente

Sollten Sie bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt der letzten fünf Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie ohne Berücksichtigung von Rentenanpassungen von uns eine monatliche Rente von: 1.250,22 EUR

Beamter:

Die Mindestversorgung bei Pensionseintritt beträgt: 1.691 EUR (http://www.n-heydorn.de/pensionsrechner.html ). Meine Frau ist Lehrerin und erhält eine Bruttorente von rund 2.500 EUR.

Kann das stimmen?

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Jetzt geht das wieder los hier. Das Ungleichgewicht von Pensionen und Renten (Kritiker würden sagen Missverhältnis) ist hinlänglich bekannt und regelmäßig Gegenstand von Diskussionen. Google hilft allen Interessierten weiter.

Kurzfassung: Beamte meinen ihre Pension wäre gerechtfertigt und verweisen dann stets auf ihre PKV Beiträge. Die Mehrheit der Nicht-Beamten findet das Pensionsniveau hingegen eine Frechheit. Als Angestellter gehöre ich zu letzterer Gruppe. Ändern wird sich aber nichts, da zu viele Beamte im Bundestag sitzen.

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know-it-all

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Kannst du zunächst deine Frage mal bitte etwas klarer formulieren? Was möchtest du denn bestätigt haben?
1) Ob die Werte auf deiner Renteninformation plausibel sind --> dazu fehlen elementare Informationen.
2) Ob die Werte bei deiner Frau plausibel sind --> keine Ahnung. Woher kommt denn die Information mit den 2.500 EUR? Ich vermute zudem, dass die 2.500 EUR der von dem Pensionsrechner ausgeworfene Prognosewert ist? Die Zeitform in deiner Aussage impliziert hingegen, dass sie bereits Rente bezieht.
3) Bzgl. des Unterschiedes zwischen Angestellten und Beamten --> es ist ja allgemein bekannt, dass bei Beamten in der Regel die Pension höher ausfällt.

Bei Angestellten richtet sich die zukünfitge Monatsrente vereinfacht gesagt (und Stand heute) nach der Anzahl der während des Arbeitslebens erworbenen Rentenpunkte multipliziert mit dem Rentenwert (in den alten Bundesländern derzeit 30,45 EUR).
Die Grundlagen kann man bspw. hier nachlesen:
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232638/publicationFile/52266/rente_so_wird_sie_berechnet_alte_bundeslaender.pdf

Genau einen Rentenpunkt bekommt man gutgeschrieben, wenn der Jahresverdienst exakt dem Durchschnitt aller Angestellten entspricht. Verdient man das doppelte des Durchschnittsverdienstes, erhält man folglich 2 Punkte. Durch die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung ist die max. Anzahl an Entgeltpunkten, die man pro Jahr erwerben kann, auf ca. 2,1 gedeckelt.
Die maximale Rente eines Angestellten ist dadurch einerseits durch die Anzahl an Arbeitsjahren (mehr als 40 dürften nur wenige Akademiker schaffen) und Deckelung der jährlich erreichbaren Entgeltpunkten beschränkt.
Geht ein Akademiker heute bei Erreichen des gesetzlichen Rentenalters nach 40 Arbeitsjahren in Rente und hat durchgängig jedes Jahr 2,1 Punkte gutgeschrieben bekommen, so hat er damit insgesamt 84 Entgeltpunkte gesammelt und erhält eine Monatsrente von 84 x 30,45 EUR = 2.558 EUR.

Soweit ich es verstanden habe, wird die Pension von Beamten hingegen ausschließlich auf Basis der Einkommen in den letzten X Jahren berechnet, d.h. das Gehalt in den ersten Berufsjahren hat keine oder kaum Auswirkungen auf die Höhe der Pension.

Lounge Gast schrieb:

Bin kein Beamter:

Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente

Sollten Sie bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt
der letzten fünf Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie
ohne Berücksichtigung von Rentenanpassungen von uns eine
monatliche Rente von: 1.250,22 EUR

Beamter:

Die Mindestversorgung bei Pensionseintritt beträgt: 1.691 EUR
(http://www.n-heydorn.de/pensionsrechner.html ). Meine Frau
ist Lehrerin und erhält eine Bruttorente von rund 2.500 EUR.

Kann das stimmen?

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

so sieht es aus - wilkommen in der Realität

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

kein Beamter

Sollten Sie bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt der letzten fünf Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie ohne Berücksichtigung von Rentenanpassungen von uns eine monatliche Rente von: 1.340,09 EUR

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Vertriebsmensch

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Bei mir steht:

Ohne Berücksichtigung der Anpassung Regelaltersrente -> 2.306 EUR
bei 1% jährliche Steigerung -> 2.870 EUR
bei 2% jährliche Steigerung -> 3.560 EUR

Immer vorausgesetzt, es bleibt beim Einkommen wie heute....

PS: wir reden ja hier von der jährlichen "Rentenauskunft", das ist je kein Bescheid !

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Vertriebsmensch schrieb:

Bei mir steht:

Ohne Berücksichtigung der Anpassung Regelaltersrente ->
2.306 EUR
bei 1% jährliche Steigerung -> 2.870 EUR
bei 2% jährliche Steigerung -> 3.560 EUR

Immer vorausgesetzt, es bleibt beim Einkommen wie heute....

PS: wir reden ja hier von der jährlichen
"Rentenauskunft", das ist je kein Bescheid !

DAX Vorstand?

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Einen derartigen Bescheid sollte jeder bekommen, der in der Nähe oder oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung liegt (die meisten DAX-Vorstände erhalten mehr als 70 TEUR Jahresgehalt und haben in Ihren Verträgen eher sechsstellige Jahres-Ruhestandsgehälter vereinbart)

Lounge Gast schrieb:

Vertriebsmensch schrieb:

Bei mir steht:

Ohne Berücksichtigung der Anpassung Regelaltersrente ->
2.306 EUR
bei 1% jährliche Steigerung -> 2.870 EUR
bei 2% jährliche Steigerung -> 3.560 EUR

Immer vorausgesetzt, es bleibt beim Einkommen wie
heute....

PS: wir reden ja hier von der jährlichen
"Rentenauskunft", das ist je kein Bescheid !

DAX Vorstand?

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Ein DAX Vorstand wird nicht mehr erhalten als ein (normaler) leitender Angestellter, da es eine Beitragsbemessungsgrenze gibt, die die Beitags- und Rentenhöhe deckelt

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know-it-all

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Vertriebsmensch schrieb:

[...]
Immer vorausgesetzt, es bleibt beim Einkommen wie heute....
[...]

Ich glaube die Rentenversicherung rechnet in den Prognosewert sogar implizit eine Gehaltssteigerung mit ein, da die Prognose nicht auf dem absoluten Einkommen basiert, sondern auf den hierfür gut geschriebenen Entgeltpunkten.

Einen Entgeltpunkt erhält man - wie bereits geschrieben - wenn das eigene SV-pflichtige Einkommen exakt dem Durchschnittseinkommen aller Versicherten in einem Jahr entspricht. Da dieser Durchschnitt im Zeitverlauf anwächst, muss das eigene Einkommen entsprechend gleich schnell mitwachsen.

Tut es das nicht und wächst langsamer als der Durchschnitt, fällt man in der Einkommensverteilungskurve nach "unten" und erhält folglich in den nächsten Jahren immer weniger Entgeltpunkte gutgeschrieben.

Da die Rentenversicherung die zukünftige Lohnentwicklung wohl nicht sicher prognostizieren kann, behilft sie sich deswegen damit, dass sie die Entgeltpunkte für ihre Prognose zu Grunde liegt und damit implizit unterstellt, dass das eigene Einkommen so schnell wie der Durchschnitt wächst.

Ich habe das mal anhand meiner aktuellen Renteninformation durchgerechnet:
Bereits erworbene Rentenpunkte bis Ende 2015 = 23,3964
Durchschnitt der letzten 5 Jahre = ca. 2,05 Rentenpunkte p.a.
Sollte ich weiterhin jährlich 2,05 Rentenpunkte bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters erhalten, komme ich dann gesamt auf ca. 83,5 Punkte.
Multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert von 30,45 EUR pro Punkt, käme ich auf eine Rente von 2.543 EUR. Als Prognosewert in meiner Renteninformation steht 2.540 EUR >> meine Rechnung kommt dem also ziemlich nahe und scheint meine Annahme zu bestätigen.

Schaffen tue ich die 83,5 Punkte aber nur, wenn mein Einkommen durchgängig bis dahin oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegt, die in den letzten 5 Jahren von 67.200 EUR (2012) auf 74.400 EUR (2016) gestiegen ist. Das entspricht einem Anstieg von ingesamt 10,7% also durchschnittl. ca. 2% p.a..
Meine durchschnittliche Gehaltssteigerung in den vergangen 3 Jahren war jeweils etwas niedriger, so dass mein "Sicherheitspuffer" allmählich abschmilzt ;-)

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know-it-all

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Lounge Gast schrieb:

DAX Vorstand?

Wo ist das Problem? Das sind für einen ordentlichen verdienenden Angestellten, der nicht erst mit Ende 20, Anfang 30 ins Berufsleben eingestiegen ist, vollkommen realistische Werte.

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

ob 24 oder 28 - also die 4 Jahre machen jetzt nicht den Unterschied

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:

DAX Vorstand?

Wo ist das Problem? Das sind für einen ordentlichen
verdienenden Angestellten, der nicht erst mit Ende 20, Anfang
30 ins Berufsleben eingestiegen ist, vollkommen realistische
Werte.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Das sind immerhin etwa 250 EUR Unterschied in der Rente...

Lounge Gast schrieb:

ob 24 oder 28 - also die 4 Jahre machen jetzt nicht den
Unterschied

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:

DAX Vorstand?

Wo ist das Problem? Das sind für einen ordentlichen
verdienenden Angestellten, der nicht erst mit Ende 20,
Anfang
30 ins Berufsleben eingestiegen ist, vollkommen
realistische
Werte.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Bin Beamter - aber den Pensionsrechner kannte ich noch nicht :)
Nettes Spielzeug und er berücksichtigt sogar die eine oder andere Besonderheit.

4502 Euro Bruttopension stehen bei mir auf der Liste.

Aber das kann sich ja ändern.
Trotzdem: Wenn ich mir kurz überlege, wie viel ich die nächsten 30 Jahre in eine private Rentenvorsorge pro Monat zahlen müsste, um am Ende in der Rente lebenslang 2.000 zusätzlich zum Maximum der gesetzlichen Rente zu bekommen... autsch.
Googlen hilft: 2000 Euro pro Monat ab jetzt an Beitrag um knapp 2000 Euro Garantierente zu haben; wenn man sich auf die "mögliche Rente" verlässt, dann langen 600 Euro im Monat. Trotzdem ein ordentlicher Batzen.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Ja, das kann stimmen.

Ich bin Beamter und finde die Höhe der Pensionen gerechtfertigt.

Zum einem erhalte ich keine Betriebsrente. Wenn man gesetzliche Rente und Betriebsrente zusammenaddiert, ist der Unterschied zur Pension schonmal nicht so groß.

Zum einem ist das maximale Gehalt, was ich erreichen kann, gedeckelt. Im Extremfall ist bei B11 Schluss. In der freien Wirtschaft kann man wesentlich mehr verdienen. Die Einkommenseinbußen werden jedoch durch die Sicherheit und die Pension ausgeglichen. Nur dadurch ist der Staatsdienst überhaupt attraktiv. Klar kann ich auf die Pensionszusage auch verzichten. Aber dann möchte ich Netto entsprechend mehr Kohle haben, damit ich auch privat vorsorgen kann.

Man muss insgesamt das Gesamtpaket sehen. Bei den Beamten sind die Vorteile die Sicherheit und die Pension, die Nachteile die geringe mögliche Gehaltsentwicklung. In der freien Wirtschaft sind die Vorteile die besseren Verdienstmöglichkeiten, die Nachteile die mögliche höhere Arbeitsbelastung. Ich habe mich für das Beamtentum entschieden.

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know-it-all

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Lounge Gast schrieb:

ob 24 oder 28 - also die 4 Jahre machen jetzt nicht den
Unterschied

In diesem Beispiel kann sich auch noch durch die Prognose-Methode ein erheblicher Unterschied ergeben:
Bei der Renteninformation für einen beispielsweise 33 jährigen, der erst mit 28 den Berufseinstieg vollzogen hat, gehen die ersten 5 Berufsjahre in die Rentenprognose ein und das sind im typischen Erwerbsleben nun genau die, in denen man am wenigsten verdient.
Bekommt hingegen ein 33 jähriger, der bereits mit 24 eingestiegen ist, seine Renteninformation, dann sind hier die ersten einkommensschwächeren Berufsjahre bereits aus dem prognose-relevanten Zeitraum herausgefallen (FIFO-Prinzip).

Natürlich schwächt sich dieser Prognose-Effekt mit zunehmender Anzahl an Berufsjahren ab. Unterstellt man aber, dass das Einkommen das gesamte Berufsleben hindurch kontinuierlich, wenn auch mit abnehmender Dynamik, wächst und beide Kandidaten bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten, dann fehlen dem 28 jährigen Berufsanfänger, in Summe genau die einkommensstärksten Jahre des anderen.

Jemand hatte es ja schon geschrieben - das kann sehr schnell 250 EUR Rente (=8 Rentenpunkte) Unterschied ausmachen.

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PFP

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Ich sollte wohl auch mal einen Rentenbescheid beantragen. V.a. da ich die Studienzeiten nie gemeldet habe...

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

In der freien Wirtschaft ist Betriebsrente aber auch zur Ausnahme, gerade für Berufsanfänger, geworden. Dazu kommt noch, dass diese tollen Gehälter, die höher als die von Beamten sind, nur sehr wenige bekommen.

Desweiteren hat man als Beamter kein Druck hat, 40 Stunden sind noch die Regel und nicht die Ausnahme und hat man deutliche Vorteile durch private Krankenversicherung (vorallem im Alter).

Deshalb hab ich mich auch dafür entschieden, finde die Vorteile überwiegen deutlich.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Du unterstellt bei dieser Berechnung, dass beide bei gleichem Alter immer ein prozentual gleichbleibendes Gehalts-GAP haben, dann stimmt deine Berechnung.

know-it-all schrieb:

Lounge Gast schrieb:

ob 24 oder 28 - also die 4 Jahre machen jetzt nicht den
Unterschied

In diesem Beispiel kann sich auch noch durch die
Prognose-Methode ein erheblicher Unterschied ergeben:
Bei der Renteninformation für einen beispielsweise 33
jährigen, der erst mit 28 den Berufseinstieg vollzogen hat,
gehen die ersten 5 Berufsjahre in die Rentenprognose ein und
das sind im typischen Erwerbsleben nun genau die, in denen
man am wenigsten verdient.
Bekommt hingegen ein 33 jähriger, der bereits mit 24
eingestiegen ist, seine Renteninformation, dann sind hier die
ersten einkommensschwächeren Berufsjahre bereits aus dem
prognose-relevanten Zeitraum herausgefallen (FIFO-Prinzip).

Natürlich schwächt sich dieser Prognose-Effekt mit
zunehmender Anzahl an Berufsjahren ab. Unterstellt man aber,
dass das Einkommen das gesamte Berufsleben hindurch
kontinuierlich, wenn auch mit abnehmender Dynamik, wächst und
beide Kandidaten bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten,
dann fehlen dem 28 jährigen Berufsanfänger, in Summe genau
die einkommensstärksten Jahre des anderen.

Jemand hatte es ja schon geschrieben - das kann sehr schnell
250 EUR Rente (=8 Rentenpunkte) Unterschied ausmachen.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Lange Arbeitslosigkeit einkalkuliert oder warum? Ich hatte mein Uni-Diplom mit gerade so Ende 23 fertig (ohne Verteidigung) und bin wenige Tag nach dem 24. Geburtstag in den Job eingestiegen. 40 Jahre voll hätte ich also mit Ende 63. Eher illusorisch, dass man um 2050 herum mit 63 in die Regelaltersrente geht. Eher wird es mit 70 bis 72 Jahren sein, ich könnte also eher so 47 statt 40 Jahre machen.

Bis zu 3.015 EUR sind dann drin (aktueller Wert, wenn man 47 Jahre sehr gut verdient), wobei ich eher mit 1,5 - 1,6 Rentenpunkten und nicht mit 2,1 angefangen habe (und noch nicht mal bei 2,1 bin).

Aber Leute, was soll der Mist? Welcher BWL-Akademiker/Ingenieur/Informatiker usw. arbeitet bitte bis 72 in Zukunft? Die Gehälter sind so exorbitant hoch heutzutage, dass doch fast jeder mit 45, 50, 55 sein "Nest Egg" fertig hat und nicht mehr arbeiten braucht...!?

Bis 72 arbeiten, gruselig.

know-it-all schrieb:

Die maximale Rente eines Angestellten ist dadurch einerseits
durch die Anzahl an Arbeitsjahren (mehr als 40 dürften nur
wenige Akademiker schaffen) und Deckelung der jährlich
erreichbaren Entgeltpunkten beschränkt.

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Beamte im Bundestag bzw. Angestellte im Öffentlichen Dienst kriegen eine Versorgung als Abgeordnete. Sind also von der Beamtenpension relativ unabhängig.

Lounge Gast schrieb:

Jetzt geht das wieder los hier. Das Ungleichgewicht von
Pensionen und Renten (Kritiker würden sagen Missverhältnis)
ist hinlänglich bekannt und regelmäßig Gegenstand von
Diskussionen. Google hilft allen Interessierten weiter.

Kurzfassung: Beamte meinen ihre Pension wäre gerechtfertigt
und verweisen dann stets auf ihre PKV Beiträge. Die Mehrheit
der Nicht-Beamten findet das Pensionsniveau hingegen eine
Frechheit. Als Angestellter gehöre ich zu letzterer Gruppe.
Ändern wird sich aber nichts, da zu viele Beamte im Bundestag
sitzen.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Du musst noch Deine Betriebsrente dazu addieren. Ein Bekannter von mir steht kurz vor der Rente. FH-Ingenieur, nur Fachabitur, war immer nur einfacher Sachbearbeiter in der Industrie (kein Dax30). Netto-Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung wird über 2k netto liegen, also nach Abzug von Steuer und Krankenkasse. Betriebsrente auch ca. 2k (brutto). Weil er nie eigene Beiträge für die Betriebsrente geleistet hat, ist das wie eine Beamtenpension voll zu versteuern.

Lounge Gast schrieb:

Bin kein Beamter:

Höhe Ihrer künftigen Regelaltersrente

Sollten Sie bis zum Rentenbeginn Beiträge wie im Durchschnitt
der letzten fünf Kalenderjahre gezahlt werden, bekämen Sie
ohne Berücksichtigung von Rentenanpassungen von uns eine
monatliche Rente von: 1.250,22 EUR

Beamter:

Die Mindestversorgung bei Pensionseintritt beträgt: 1.691 EUR
(http://www.n-heydorn.de/pensionsrechner.html ). Meine Frau
ist Lehrerin und erhält eine Bruttorente von rund 2.500 EUR.

Kann das stimmen?

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Wer glaubt denn noch an die Rente. Das System kollabiert bald und dann gibt es für alle einen Einheitssatz. Egal wer davor wie viel eingezahlt hat. Die Ausnahme bilden dann natürlich wieder die Beamten.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

ich bekomme 130?/Monat (habe etwa 10.000? eingezahlt, bevor ich in die berufsständische Versorgungskammer gewechselt bin). Ist eigentlich ganz ok.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Die verbeamteten Schwätzer, die in der freien Wirtschaft ja so viel mehr verdienen würden... dort würden solche Jobprofile erst gar nicht nachgefragt! Diese Arbeitsplätze existieren nur aus dem Selbsterhaltungstrieb des Staats heraus.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Jetzt geht das Beamten-Bashing wieder los.

Deutschland geht es so gut, gerade weil wir so einen gut funktionierenden Beamtenapparat haben. Wer bildet denn den Nachwuchs aus? Die Lehrer. Wer sorgt dafür, dass auch ordnungsgemäß Steuern bezahlt werden, damit z.B. die Infrastruktur aufgebaut werden kann. Die Finanzbeamten. Ein Blick nach Griechenland genügt.

Und es mal mit nem Fußballbeispiel zu erläutern. Beamte sind keine Stürmer, die die Tore schießen, sondern eher die Schiedsrichter. Auf den ersten Blick am produktivsten sind die Spieler. Aber wie würde das Spiel aussehen, wenn es keine Schiedsrichter geben? und damit das Spiel auf fair bleibt, sollten die Schiedsrichter auch gut versorgt werden, damit der Bestechung nicht tor und tür geöffnet ist.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Ich behaupte mal, dass alle Juristen, die in einem Ministerium arbeiten, locker in einer Großkanzlei mit 100k+ hätten einsteigen können. Auch die Volkswirte haben in der Regel ein gutes Profil und hätten auch bei UB oder DAX30 einsteigen können. Die Ministerien sind nämlich auch sehr selektiv.

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DAX Einkäufer

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

"Bei mir steht:
Ohne Berücksichtigung der Anpassung Regelaltersrente -> 2.306 EUR"

Ich traue mich nicht, meine Zahlen hier hinzuschreiben. Sie sind noch etwas höher. Aber wahrscheinlich bin ich jünger, habe also noch etwas mehr Zeit bis zur Rente und dementsprechend ist meine Zahl warenkorbbereinigt weniger wert als Deine.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Und das rechtfertigt Pensionen, die doppelt so hoch sind wie das, was der vergleichbare Rentner erhält?

Nein.

Außerdem schön, dass Du das Leistungsprinzip hier implizit erwähnst - das ist nämlich das Prinzip, nach dem die Spieler einer Fußballmannschaft ausgewählt werden. Leider kann man bei vielen Beamten nichts davon erkennen. Lehrer bilden unseren Nachwuchs aus - ja, aber müssen sie dafür verbeamtet sein? Ein Haufen Lehrer macht den Job, weil es hier für eine Anwesenheitspflicht von ca. 20 Stunden/Woche ein Gehalt von über 2,5k netto gibt bei 12 Wochen Urlaub im Jahr. Von Unimitarbeitern und Finanzbeamten ganz zu schweigen. Da herrscht Dienst nach Vorschrift. Und der Blick nach Griechenland verbietet sich - denn schlimmer geht es immer.

Genausogut kann ich argumentieren, dass der Müllmann verbeamtet sein müsste, denn der macht unseren Müll weg. Oder der Arzt, denn der kümmert sich um uns, wenn wir krank sind.

Lounge Gast schrieb:

Jetzt geht das Beamten-Bashing wieder los.

Deutschland geht es so gut, gerade weil wir so einen gut
funktionierenden Beamtenapparat haben. Wer bildet denn den
Nachwuchs aus? Die Lehrer. Wer sorgt dafür, dass auch
ordnungsgemäß Steuern bezahlt werden, damit z.B. die
Infrastruktur aufgebaut werden kann. Die Finanzbeamten. Ein
Blick nach Griechenland genügt.

Und es mal mit nem Fußballbeispiel zu erläutern. Beamte sind
keine Stürmer, die die Tore schießen, sondern eher die
Schiedsrichter. Auf den ersten Blick am produktivsten sind
die Spieler. Aber wie würde das Spiel aussehen, wenn es keine
Schiedsrichter geben? und damit das Spiel auf fair bleibt,
sollten die Schiedsrichter auch gut versorgt werden, damit
der Bestechung nicht tor und tür geöffnet ist.

antworten
Vertriebsmensch

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

DAX Einkäufer schrieb:

"Bei mir steht:
Ohne Berücksichtigung der Anpassung Regelaltersrente ->
2.306 EUR"

Ich traue mich nicht, meine Zahlen hier hinzuschreiben. Sie
sind noch etwas höher. Aber wahrscheinlich bin ich jünger,
habe also noch etwas mehr Zeit bis zur Rente und
dementsprechend ist meine Zahl warenkorbbereinigt weniger
wert als Deine.

Ich habe mit 17 1/2 3 Jahre Lehre, dann 1 Jahr im Job gearbeitet, 1 Jahr Grundwehrdienst und anschließend 2 Jahre Vollzeitschule (Weiterbildung) gemacht. Danach 1 Jahr arbeitslos, 2 Jahre als Handelsvertreter gar nichts in die Rentenkasse bezahlt und mit 28 als Angestellter im Außendienst angefangen (60tsd DM Brutto)... seitdem mit mal 9 Monaten ALG1 dazwischen gings stetig aufwärts bis heute 72.0000 EUR Brutto.

Somit sind schon ein paar "Fehlzeiten" dabei....

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Es gibt verbeamtete Ärzte. Die Jobs bei den Gesundheitsämtern mit A13 bis A16 waren nie sonderlich beliebt, weil die Ärzte frei praktizierend oder im Krankenhaus bessere Verdienstperspektiven hatten.

Lounge Gast schrieb:

Und das rechtfertigt Pensionen, die doppelt so hoch sind wie
das, was der vergleichbare Rentner erhält?

Nein.

Außerdem schön, dass Du das Leistungsprinzip hier implizit
erwähnst - das ist nämlich das Prinzip, nach dem die Spieler
einer Fußballmannschaft ausgewählt werden. Leider kann man
bei vielen Beamten nichts davon erkennen. Lehrer bilden
unseren Nachwuchs aus - ja, aber müssen sie dafür verbeamtet
sein? Ein Haufen Lehrer macht den Job, weil es hier für eine
Anwesenheitspflicht von ca. 20 Stunden/Woche ein Gehalt von
über 2,5k netto gibt bei 12 Wochen Urlaub im Jahr. Von
Unimitarbeitern und Finanzbeamten ganz zu schweigen. Da
herrscht Dienst nach Vorschrift. Und der Blick nach
Griechenland verbietet sich - denn schlimmer geht es immer.

Genausogut kann ich argumentieren, dass der Müllmann
verbeamtet sein müsste, denn der macht unseren Müll weg. Oder
der Arzt, denn der kümmert sich um uns, wenn wir krank sind.

Lounge Gast schrieb:

Jetzt geht das Beamten-Bashing wieder los.

Deutschland geht es so gut, gerade weil wir so einen gut
funktionierenden Beamtenapparat haben. Wer bildet denn den
Nachwuchs aus? Die Lehrer. Wer sorgt dafür, dass auch
ordnungsgemäß Steuern bezahlt werden, damit z.B. die
Infrastruktur aufgebaut werden kann. Die Finanzbeamten.
Ein
Blick nach Griechenland genügt.

Und es mal mit nem Fußballbeispiel zu erläutern. Beamte
sind
keine Stürmer, die die Tore schießen, sondern eher die
Schiedsrichter. Auf den ersten Blick am produktivsten sind
die Spieler. Aber wie würde das Spiel aussehen, wenn es
keine
Schiedsrichter geben? und damit das Spiel auf fair bleibt,
sollten die Schiedsrichter auch gut versorgt werden, damit
der Bestechung nicht tor und tür geöffnet ist.

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Ich bin Beamter und bin bereit auf meine hohe Pension zu verzichten, wenn ich im Gegenzug etwa 1000 ? netto mehr im Monat kriege. Dann kann ich nämlich privat entsprechend vorsorgen oder das Geld einfach verprassen.

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Naja, ein Bekannte von mir ist Lehrerin (verbeamtet), hat nach dem zweiten Kind Vollzeit in der Schule angefangen und hat sich nach dem 1 Tag das ganze Jahr krank schreiben lassen (war gerade wieder schwanger geworden, angeblich konnte Sie nicht mehr arbeiten). Sie hatte dann hochgerechnet über das Jahr rund 25.000 EUR (netto) bekommen - für einen Tag Arbeit versteht sich. Nach der Geburt des Kindes ging es dann natürlich wieder in Elternzeit - MIT Elterngeld, was sich ja auf die Bezüge des vergangenen Jahres bezieht. Dann gab es nochmal 1.700 Tacken pro Monat, mal 12 dann sind wir bei 20.400 EUR.

Weil sich die Person also nach einem Tag langfristig krankschreiben lassen hat, konnte Sie innerhalb der 2 Jahre 45.000 EUR "verdienen" und sich um den Haushalt kümmern. Das Sahnehäubchen: Jahre vorher hatte Sie sich über die HartzI-V-ler aufgeregt, die das System ausnutzen würden.

Ich sag es euch, DIE WELT IST KRANK!!!

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Beamte werden auch nach der Leistung ausgewählt. Es gilt nämlich die Bestenauslese.

Beamte übernehmen hoheitliche Aufgaben. Auch die Abnahme von Prüfungen in der Schule ist eine hoheitliche Aufgabe. Von daher ist eine Verbeamtung gerechtfertigt. Ich möchte keine Lehrer haben, die aufgrund wirtschaftlicher Not Kuschel-Noten verteilen. Beamte bleiben in der Regel bei einem Dienstherr und können nicht mal so eben den Arbeitgeber wechseln, nur weil dieser 2,50 ? mehr zahlt. Der Beamte ist somit an seinen Dienstherrn gebunden. Diese Loyalität und Treue gilt es entsprechend zu entlohnen.

Außerdem: Augen auf bei der Berufswahl. Es hätte jeder Beamte werden können. Aber erst das große Geld in der Wirtschaft verdienen wollen und wenn es nicht klappt, dann über die Beamten schimpfen.

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Lounge Gast schrieb:

Beamte bleiben in der Regel bei einem Dienstherr
und können nicht mal so eben den Arbeitgeber wechseln, nur
weil dieser 2,50 ? mehr zahlt. Der Beamte ist somit an seinen
Dienstherrn gebunden. Diese Loyalität und Treue gilt es
entsprechend zu entlohnen.

Das ist ziemlicher Quark. Zum einen hat der Beamte es gar nicht nötig den Dienstherren für 2,50 mehr zu wechseln, da sein Dienstherr bereits ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Zum anderen kann ein Lehrer in jedem noch so kleinen Nest arbeiten, auch irgendwo in der Meck-Pomm Pampa. Wenn jemand entlohnt werden sollte, dann doch wohl der Spezialist, der vielleicht an 3 Standorten in Deutschland arbeiten kann - in der Regel dann 3 teure Großstädte.

Die Diskussion hier artet aber wieder zum Beamten- und München-Bashing aus.
Die Eingangsfrage (sofern man das überhaupt so nennen kann) wurde ja zu Genüge beantwortet.

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Wenn ich den Schwachsinn schon lese, hätte ja jeder Beamter werden können. Was ist das denn für eine Begründung für ungerechtfertigten Pensionen?
Dann ist es auch okay wenn IB Millionen verdienen, hätte ja jeder werden können.

Und 1000? netto mehr nur wegen freien Wirtschaft ? Da sieht man mal wie realitätsfern viele Bemate sind.

antworten
WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Das was Du schreibt ist richtig. Nur kann nicht wirklich jeder Beamter werden. Lehrer sind die große Ausnahme, weil der Übergang vom Studium ins Referendariat und dann ins das Dienstverhältnis relativ einfach ist. In anderen Bereichen werden wirklich nur die besten Bewerber ausgewählt. Und deshalb gibt es auch nicht wenige, die auf das System sauer sind, weil sie nämlich als Referendar abgelehnt worden sind. Und selbst wenn man es in die Referendarausbildung schafft, ist die Übernahme nicht garantiert. Ein Kollege von mir, auch Ingenieur, wurde nach bestandenem Assessorexamen entlassen. War nicht gut genug und hat dann einen sehr gut bezahlten Industriejob bekommen.

Lounge Gast schrieb:

Beamte werden auch nach der Leistung ausgewählt. Es gilt
nämlich die Bestenauslese.

Beamte übernehmen hoheitliche Aufgaben. Auch die Abnahme von
Prüfungen in der Schule ist eine hoheitliche Aufgabe. Von
daher ist eine Verbeamtung gerechtfertigt. Ich möchte keine
Lehrer haben, die aufgrund wirtschaftlicher Not Kuschel-Noten
verteilen. Beamte bleiben in der Regel bei einem Dienstherr
und können nicht mal so eben den Arbeitgeber wechseln, nur
weil dieser 2,50 ? mehr zahlt. Der Beamte ist somit an seinen
Dienstherrn gebunden. Diese Loyalität und Treue gilt es
entsprechend zu entlohnen.

Außerdem: Augen auf bei der Berufswahl. Es hätte jeder Beamte
werden können. Aber erst das große Geld in der Wirtschaft
verdienen wollen und wenn es nicht klappt, dann über die
Beamten schimpfen.

antworten
know-it-all

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

"Zum einem erhalte ich keine Betriebsrente. Wenn man gesetzliche Rente und Betriebsrente zusammenaddiert, ist der Unterschied zur Pension schonmal nicht so groß."

Betriebliche Altersvorsorge bedeutet für viele Angestellte heutzutage v.a. Umwandlung von eigenem Bruttoentgelt und Einzahlung in entsprechende Anlageformen. Häufig gibt es auch eine(n) kleine(n) Zuschuss oder Aufstockung vom AG, aber die Mehrheit stammt aus dem eigenen Gehalt. Die Zeiten üppiger bAV, in die die AG einen Großteil der Vorsorgebeiträge beisteuern sind für die meisten Angestellten vorbei.
Wer also nicht selbst größere Beträge aus seinem eigenenen Bruttoeinkommen beisteuert, der darf auch keine größere Rente aus der bAV erwarten.

"Klar kann ich auf die Pensionszusage auch verzichten. Aber dann möchte ich Netto entsprechend mehr Kohle haben, damit ich auch privat vorsorgen kann."

Der Angestellte, der die bAV-Beiträge (siehe oben) aus eigener Tasche zahlt, muss auch zusehen, dass er über die Runden kommt und seine private Altersvorsorge - trotz steuerlicher Förderung - letztlich zum großen Teil aus der eigenen Tasche zahlen. Insofern ist die Forderung nach einem höheren Netto für zusätzliche private Vorsorge ziemlich absurd.

Auch für Beamten stehen zudem durchaus steuerlich geförderte Formen privater Altersvorsorge offen (Riester, verbleibender Pauschbetrag für Altersvorsorgebeträge)

"Ich bin Beamter und bin bereit auf meine hohe Pension zu verzichten, wenn ich im Gegenzug etwa 1000 ? netto mehr im Monat kriege. Dann kann ich nämlich privat entsprechend vorsorgen oder das Geld einfach verprassen."

Ich hoffe dieser Beitrag war ironisch gemeint. Ansonsten müssten die Millionen Angestellten, die die bAV faktisch auch aus eigener Tasche zahlen, ja auch eine entsprechende Forderung stellen. Es geht zudem nicht um einen Komplettverzicht der Pensionen.

"Und es mal mit nem Fußballbeispiel zu erläutern. Beamte sind keine Stürmer, die die Tore schießen, sondern eher die Schiedsrichter. Auf den ersten Blick am produktivsten sind die Spieler. Aber wie würde das Spiel aussehen, wenn es keine Schiedsrichter geben? und damit das Spiel auf fair bleibt, sollten die Schiedsrichter auch gut versorgt werden, damit der Bestechung nicht tor und tür geöffnet ist."

Ist ja ein "ulkiges" Beispiel. Bekommt man das auf der Beamtenschule als anschauliches Argument zur Verteidigung gegen Beamtenbashing beigebracht? :-)

Ich möchte mich übrigens nicht dem Bashing als solches anschließen, weil ich denke, dass ein Staat für die Erledigung hoheitlicher Aufgaben auch einen funktionierenden und effektiven Beamtenapparat benötigt. Aber so weltfremd manche Forderung nach Abschaffung von zahlreichen Beamtenjobs oder zur Überführung der Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung sind, so weltfremd sind auch manche Beamte, wenn es um die Einschätzung ihres eigenen Status und der daraus resultierenden Privilegien geht. Eine Pension von >3.000 EUR ist m.E. jedenfalls nicht notwendig, um Beamten im Ruhestand ein einigermaßen sorgenfreies Leben zu ermöglichen.

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Lehrer verdienen im Job schon mehr als die meisten in der freien Wirtschaft (25h Woche 12 Wochen frei für 2,6 netto?!?!) und bekommen dann noch locker die doppelte Pension wie die anderen Rente ...
Ja als Beamter hat mans schon sehr schwer ;)

Ok ich hätte ja auch Lehramt studieren können... Aber ich wollte es einfach nicht

Würde mir jetzt auch nichts bringen wenn die Pensionäre 1000 im Monat weniger hätten also sollen sie es ruhig bekommen.

Nur dieses gejammere "in der Wirtschaft würde ich ja vieeeel mehr bekommen! Da verdient man ja als Bereichsleiter 300k im Jahr!!" nervt sowas von ab

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Vertriebsmensch

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Die Pensionen wären vielleicht kein Problem, wenn diese auch immer dann, wenn das Rentenniveau gesenkt wurde/wird, entspr. %ual mit angepasst würden..... (also die zukünftigen Pensionsansprüche)

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WiWi Gast

Re: Was steht auf Eurem Rentenbescheid?

Das Pensionsniveau ist in den letzten 30 Jahren schon mehrfach abgesenkt worden. Da ist an verschiedenen Stellschrauben gedreht worden. Wer seine Ausbildung im ÖD gemacht hatte ist da u.a. relativ weniger betroffen worden als diejenigen, die extern auf eigene Kosten studiert haben. In der Realität erreichen viele die theoretisch mögliche Höchstpension (von der hier immer die Rede ist) gar nicht mehr.

Vertriebsmensch schrieb:

Die Pensionen wären vielleicht kein Problem, wenn diese auch
immer dann, wenn das Rentenniveau gesenkt wurde/wird, entspr.
%ual mit angepasst würden..... (also die zukünftigen
Pensionsansprüche)

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21 Kommentare

Rente

WiWi Gast

Guter Beitrag. Das ist es was ich meine. Ich habe auch lieber weiterhin Macht, als Enkel :D Dann bist du ja schon mal auf nem gut ...

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