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Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

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WiWi Gast

Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

Hallo zusammen,

bin 34 und habe aktuelle eine betriebliche Altersvorsorge, die im hypothetischen Renteneintrittsalter von 65 Jahren in etwa eine Rentenzahlung von ca. 1,8k p.m. generiert. Dazu kommen die Ansprüche aus der gesetzlichen RV. In der Auszahlungsphase wird außerdem jährlich um mindestens 1% angepasst. Bei höherer Inflation ist die Anpassung idexiert.

Wenn ich mir nun aktuelle Angebote von den großen Versicherern ansehe sind monatlich Zahlungen von ca. 1,3-1,4k aus dem Nettogehalt notwenig um eine entsprechende Garantierente zu erzielen. Da ich aktuell hierfür keinen Eigenanteil zahlen muss, entspricht dies grob einem Gegenwert/Jahresbrutto von 30k.

Frage, wie sind die Chancen diese Altersvorsorge bei einem neuen AG zu übernehmen? Kennt jemand ähnliche Versorgungspakete aus seinem Umfeld? Bin in der Finanzbranche tätig. Eine Kompensationsleistung über entsprechendes höheres Brutto würde wahrscheinlich jeden Wechsel rein finanziell unattraktiv werden lassen.

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WiWi Gast

Re: betriebliche Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

Eine betriebliche Altersversorgung ist normalerweise an den Arbeitgeber gebunden. Oder handelt es sich um ein Versorgungswerk?

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

bin 34 und habe aktuelle eine betriebliche Altersvorsorge,
die im hypothetischen Renteneintrittsalter von 65 Jahren in
etwa eine Rentenzahlung von ca. 1,8k p.m. generiert. Dazu
kommen die Ansprüche aus der gesetzlichen RV. In der
Auszahlungsphase wird außerdem jährlich um mindestens 1%
angepasst. Bei höherer Inflation ist die Anpassung idexiert.

Wenn ich mir nun aktuelle Angebote von den großen
Versicherern ansehe sind monatlich Zahlungen von ca. 1,3-1,4k
aus dem Nettogehalt notwenig um eine entsprechende
Garantierente zu erzielen. Da ich aktuell hierfür keinen
Eigenanteil zahlen muss, entspricht dies grob einem
Gegenwert/Jahresbrutto von 30k.

Frage, wie sind die Chancen diese Altersvorsorge bei einem
neuen AG zu übernehmen? Kennt jemand ähnliche
Versorgungspakete aus seinem Umfeld? Bin in der Finanzbranche
tätig. Eine Kompensationsleistung über entsprechendes höheres
Brutto würde wahrscheinlich jeden Wechsel rein finanziell
unattraktiv werden lassen.

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WiWi Gast

Re: Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

Die von dir geschilderten Ansprüche sind in jedem Fall beachtlich. Wobei ich entnehme, das es sich dabei um unversteuerte Zahlungen handelt, d.h. nicht 1400,- Netto, sondern 1400,- Brutto => ca. 17k Gehaltsbestandteil.
In den 2 Unternehmen der Finanzbranche in denen ich arbeite/gearbeitet habe, wäre ein solcher Anspruch (1400,- pro Monat neben Gehalt an die betriebliche Rentenvorsorge) ab einem Bruttoeinkommen von ca. 140-150k gegeben.
Falls du dich also ungefähr in dieser Gehaltsklasse bewegst ist das durchaus möglich. Ansonsten kannst du ggf. mit deinen neuen Arbeitgeber verhandeln, das Gehaltsbestandteile in Vorsorgeleistungen umgewandelt werden, wodurch du auch mit deutlich geringerem Gehalt ggf. höhere Rentenansprüche sammeln kannst.
Im letzteren Fall gibt es aber glaube (bin mir da wirklich nicht sicher) ich eine Grenze bis zu der man steuerfrei in eine Rentenversicherung einzahlen kann.

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WiWi Gast

Re: betriebliche Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

Nein, das ist falsch. Grottenfalsch!

  • Zahlt der AN die Beiträge komplett alleine, nimmt er den Vertrag mit.

  • Zahlt der AG die Beiträge komplett alleine, gilt eine 5 Jahres-Frist und ein Eintrittsalter. Ist das rum, gehört der Vertrag dem Arbeitnehmer.

  • Liegt eine Mischform vor, muss man wahrscheinlich trennen

  • Viele Arbeitgeber verzichten im Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag auf die gesetzlichen Möglichkeiten, die im 2. Punkt angesprochen wurden!

Lounge Gast schrieb:

Eine betriebliche Altersversorgung ist normalerweise an den
Arbeitgeber gebunden. Oder handelt es sich um ein
Versorgungswerk?

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

bin 34 und habe aktuelle eine betriebliche Altersvorsorge,
die im hypothetischen Renteneintrittsalter von 65 Jahren
in
etwa eine Rentenzahlung von ca. 1,8k p.m. generiert. Dazu
kommen die Ansprüche aus der gesetzlichen RV. In der
Auszahlungsphase wird außerdem jährlich um mindestens 1%
angepasst. Bei höherer Inflation ist die Anpassung
idexiert.

Wenn ich mir nun aktuelle Angebote von den großen
Versicherern ansehe sind monatlich Zahlungen von ca.
1,3-1,4k
aus dem Nettogehalt notwenig um eine entsprechende
Garantierente zu erzielen. Da ich aktuell hierfür keinen
Eigenanteil zahlen muss, entspricht dies grob einem
Gegenwert/Jahresbrutto von 30k.

Frage, wie sind die Chancen diese Altersvorsorge bei einem
neuen AG zu übernehmen? Kennt jemand ähnliche
Versorgungspakete aus seinem Umfeld? Bin in der
Finanzbranche
tätig. Eine Kompensationsleistung über entsprechendes
höheres
Brutto würde wahrscheinlich jeden Wechsel rein finanziell
unattraktiv werden lassen.

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WiWi Gast

Re: Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

Ja, ich kenne solche Sachverhalte. Ein Headhunter hat versucht mich mit einem 35-40% höheren Grundgehalt in ein steuerlich attraktiveres Arbeitsverhältnis zu holen. Als ich dann jedoch von der bAV bei meinem jetzigen AG sprach lautet der Rat lediglich: Bleiben Sie am besten da, wo Sie jetzt sind.

Cheers

Lounge Gast schrieb:

Hallo zusammen,

bin 34 und habe aktuelle eine betriebliche Altersvorsorge,
die im hypothetischen Renteneintrittsalter von 65 Jahren in
etwa eine Rentenzahlung von ca. 1,8k p.m. generiert. Dazu
kommen die Ansprüche aus der gesetzlichen RV. In der
Auszahlungsphase wird außerdem jährlich um mindestens 1%
angepasst. Bei höherer Inflation ist die Anpassung idexiert.

Wenn ich mir nun aktuelle Angebote von den großen
Versicherern ansehe sind monatlich Zahlungen von ca. 1,3-1,4k
aus dem Nettogehalt notwenig um eine entsprechende
Garantierente zu erzielen. Da ich aktuell hierfür keinen
Eigenanteil zahlen muss, entspricht dies grob einem
Gegenwert/Jahresbrutto von 30k.

Frage, wie sind die Chancen diese Altersvorsorge bei einem
neuen AG zu übernehmen? Kennt jemand ähnliche
Versorgungspakete aus seinem Umfeld? Bin in der Finanzbranche
tätig. Eine Kompensationsleistung über entsprechendes höheres
Brutto würde wahrscheinlich jeden Wechsel rein finanziell
unattraktiv werden lassen.

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WiWi Gast

Re: Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

Danke für dein Kommentar. Das gibt ein wenig Orientierung. Gehalt liegt unter dem genannten Band.

Die 1,4k netto sind die rechnerische Größe, Gesetz der AG kann/möchte ein solches Angebot nicht machen und ich müsste den Anspruch privat aufbauen. Daher wäre bei mir natürlich aus meinem Nettogehalt der Beitrag zu leisten. Es gibt zwar einen steuereffekt, der ist aber bei 4% des Einkommens gekappt.

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WiWi Gast

Re: Altersvorsorge = Hinderungsgrund für Jobwechsel?

Sind die 1,8K mit 65 denn für den Fall du arbeitest auch bis 65 so weiter durch (wie die Prognose auf dem Rentenbescheid), oder hast du dir die jetzt schon sicher erdient? Das ist ja ein großer Unterschied. Bedeutet du musst noch 31 Jahre auf dem Niveau weiterarbeiten. Und was passiert bei Inflation, dann sind 1,8k im Monat auf einmal nicht mehr so viel...

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