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Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

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WiWi Gast

Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Hallo,
ich bin vor 3 Jahren bei einem Unternehmen eingestiegen, welches noch relativ hohe Betriebsrenten zahlt (halbstaatlich). Möchte nun den Arbeitsort und das Unternehmen aus privaten Gründen wechseln. Laut der Betriebsrentenrichtlinie muss man 5 Jahre durchgehend im Unternehmen beschäftigt sein, um mit 65 Jahren die Rente zu erhalten.

Darum meine Frage, da ich ungern damit auf die PA zugehen möchte: Verfallen diese wirklich oder besteht die Möglichkeit sich diese einmalig auszahlen zu lassen? Gibt es da eine rechtliche Grundlage? Ein Freund war etwa 4 Jahre bei Robert Bosch beschäftigt und hat damals knapp 12k ausgezahlt bekommen, da er die 5 Jahre nicht erreicht hatte.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Wer zahlt ein?

Arbeitgeber -> Kein Recht
Du -> Kannst mitnehmen
Beide: Dein Anteil mitnehmen, der Rest AG

Individuelle Absprachen? Möglich. Fragen.

Alles klaro?

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Geh zu einem Anwalt, der sich auf betriebliche Altersversorgung/Arbeitsrecht spezialisiert hat. Dieser wird dir dann wohl mehr helfen können, als die Binsenweisheiten von Zweitsemester-Wiwistudenten, die das schonmal irgendwo gehört haben.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Zu 100% der Arbeitgeber. Wieviele Rentenbausteine bekommt, hängt vom Jahrensgehalt und eine speziellen Schlüssel anhand des aktuellen Alters ab.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Du schreibst, der Arbeitgeber ist "halbstaatlich". Deshalb vermute ich mal, dass bei Dir die Betriebsrente über die VBL läuft (wie bei den meisten Angestellten im öffentlichen Dienst). Und dort ist es in der Tat so, dass man erst nach 5 Jahren einen Rentenanspruch erwirbt. Solange die 5 Jahre nicht überschritten sind, kannst Du Dir beim Ausscheiden auf Antrag den bisher gezahlten Eigenanteil auszahlen lassen. Das wird kein großer Betrag sein, da der (überwiegende) Arbeitgeberanteil logischerweise nicht an Dich ausgezahlt wird.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Was ist denn das für ein Unsinn! Wie der Kollege oben bereits gesagt hat:

Betriebszugehörigkeit unter 5 Jahren
-> AG kann seine Beiträge verlangen
-> AN behält seine Beiträge

Betriebszugehörigkeit über 5 Jahre und entsprechendes Alter
-> Dir "gehören" auch die Beiträge des AG

  • Ob bei dir nur der AG zahlst, ihr es euch teilt oder nur du Entgelt umwandest, weiß ich nicht. Du aber sicher.

  • Kündigen würde ich mir sehr gut überlegen. Warum? Weil du all die schönen Steuern, die du gespart hat, nachbezahlen musst.

Und zum Thema Auszahlung.

Lounge Gast schrieb:

Zu 100% der Arbeitgeber. Wieviele Rentenbausteine bekommt,
hängt vom Jahrensgehalt und eine speziellen Schlüssel anhand
des aktuellen Alters ab.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Ich würde mit einer Flasche Aspach und zwei Stamperln zum PA-Chef gehen und augenzwinkernd um eine kleine Besprechung bitten. Nach einer Stunde und ein paar Gläschen habt ihr dann sicher eine Vereinbarung getroffen, die beide Seiten glücklich macht.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Ich habe das gleiche Problem wie der TE. Habe letztens Post bekommen, was ich nach 5-jährigem Einzahlung von der Versicherung bekäme: 7,63?/Monat. Also, ob mit oder ohne - es wird nichts an deiner Situation später ändern.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Falsch. Du hast 5 Jahre lang Deine VL (Vermögenswirksame Leistungen) in eine private Rentenversicherung eingezahlt. Das ist etwas völlig anderes, als im Eröffnungsbeitrag beschrieben.

Dass Du bei monatlicher Einzahlung von 40 oder 50 Euro über 5 Jahre im Alter 7,63 pro Monat rausbekommst, ist schon OK.

Der TE wird allerdings eher 200 Euro im Monat einbezahlen und nochmal 100-200 Euro Arbeitgeberanteil hinzubekommen. D.h., er zahlt ca. das 8fache ein, damit besteht nach 5 Jahren schon ca. 60 Euro als Anwartschaft.

Auch nicht die Welt, aber wenn man das auf die 35 Jahre Berufsleben hochrechnet, dann sind es 7 mal 60 Euro, also schon 450 Euro, die er zu Rentenbeginn (garantiert) zusätzlich zur gesetzlichen Rente haben wird.

Was das Geld in 30 oder 35 Jahren wert sein wird, steht auf einem anderen Blatt. Allerdings steht auch auf einem anderen Blatt, ob es sich zu Rentenbeginn um 450 Euro handelt (garantiert), oder um 1000 (beispielsweise durch Überschussbeteiligung oder durch Fondsanlage).

Lounge Gast schrieb:

Ich habe das gleiche Problem wie der TE. Habe letztens Post
bekommen, was ich nach 5-jährigem Einzahlung von der
Versicherung bekäme: 7,63?/Monat. Also, ob mit oder ohne - es
wird nichts an deiner Situation später ändern.

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Bateman

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

VL? Wen interessieren diese Peanuts? Es gibt betriebliche Pensionsvorsorgen, die komplett der AG zahlt, die aber gleichzeitig eine Art Treue- und Halteprämie darstellen. Die greifen erst nach 5 Jahren. Vorher hat man keinen Anspruch. Das heißt dann aber auch, dass normalerweise erst ab dem 6. Jahr der Betriebszugehörigkeit Rücklagen gebildet bzw. an den DL gezahlt wird, in den ersten 5 Jahren gibt es also kein Geld, das man mitnehmen könnte.

antworten
WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

Die 1000 Euronen sind sicherlich eine feine Sache - wenn das so eintrifft.

Lounge Gast schrieb:

Falsch. Du hast 5 Jahre lang Deine VL (Vermögenswirksame
Leistungen) in eine private Rentenversicherung eingezahlt.
Das ist etwas völlig anderes, als im Eröffnungsbeitrag
beschrieben.

Dass Du bei monatlicher Einzahlung von 40 oder 50 Euro über 5
Jahre im Alter 7,63 pro Monat rausbekommst, ist schon OK.

Der TE wird allerdings eher 200 Euro im Monat einbezahlen und
nochmal 100-200 Euro Arbeitgeberanteil hinzubekommen. D.h.,
er zahlt ca. das 8fache ein, damit besteht nach 5 Jahren
schon ca. 60 Euro als Anwartschaft.

Auch nicht die Welt, aber wenn man das auf die 35 Jahre
Berufsleben hochrechnet, dann sind es 7 mal 60 Euro, also
schon 450 Euro, die er zu Rentenbeginn (garantiert)
zusätzlich zur gesetzlichen Rente haben wird.

Was das Geld in 30 oder 35 Jahren wert sein wird, steht auf
einem anderen Blatt. Allerdings steht auch auf einem anderen
Blatt, ob es sich zu Rentenbeginn um 450 Euro handelt
(garantiert), oder um 1000 (beispielsweise durch
Überschussbeteiligung oder durch Fondsanlage).

Lounge Gast schrieb:

Ich habe das gleiche Problem wie der TE. Habe letztens
Post
bekommen, was ich nach 5-jährigem Einzahlung von der
Versicherung bekäme: 7,63?/Monat. Also, ob mit oder ohne

  • es
    wird nichts an deiner Situation später ändern.
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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

"Es gibt betriebliche Pensionsvorsorgen..." (allein das Wort "Pensionsvorsorgen" gibt es nicht) - ja, es gibt auch Milliardäre, es gibt Artisten und es gibt lockige Haare.

"es gibt" hat in den Diskussionen hier nichts zu suchen. Vor allem nicht, wenn man mal wieder einen Einzelfall (und dann auch noch vom Hörensagen) als allgemeingültig hinstellen will.

Bateman schrieb:

VL? Wen interessieren diese Peanuts? Es gibt betriebliche
Pensionsvorsorgen, die komplett der AG zahlt, die aber
gleichzeitig eine Art Treue- und Halteprämie darstellen. Die
greifen erst nach 5 Jahren. Vorher hat man keinen Anspruch.
Das heißt dann aber auch, dass normalerweise erst ab dem 6.
Jahr der Betriebszugehörigkeit Rücklagen gebildet bzw. an den
DL gezahlt wird, in den ersten 5 Jahren gibt es also kein
Geld, das man mitnehmen könnte.

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WiWi Gast

Re: Verfall der Betriebsrente bei weniger als 5 Jahren Betriebszugehörigkeit?

WiWi Gast schrieb am 27.12.2015:

Geh zu einem Anwalt, der sich auf betriebliche Altersversorgung/Arbeitsrecht spezialisiert hat. Dieser wird dir dann wohl mehr helfen können, als die Binsenweisheiten von Zweitsemester-Wiwistudenten, die das schonmal irgendwo gehört haben.

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