DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Anlage, Aktien & VermögenLeitzins

EZB-Leitzinssenkung: Unbekanntes Terrain voraus

Börsen-Zeitung: Kommentar von Jürgen Schaaf zur Zinssenkung der Europäischen Zentralbank

EZB-Leitzinssenkung: Unbekanntes Terrain voraus
Frankfurt, 22.01.2009 (ots) - Die Wirtschaftskrise ist als bittere aber nicht mehr zu leugnende Realität im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) angekommen. Während die Währungshüter sich lange trotz eigener geldpolitischer Lockerungsübungen dagegen gesträubt hatten, sich zu dem globalen Club der aggressiven Zinssenker zu bekennen, ist dies nach der gestrigen Zinssenkung um weitere 50 Basispunkte auf 2,0% anders. Nicht nur, dass nach dem um insgesamt 225 Basispunkte gekappten Zins in nur drei Monaten die Fakten eine klare Sprache sprechen. Auch die Kommunikation der »EasyB«, wie Analysten mitunter spotten, ist offensiver geworden.

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat zwar deutlich gemacht, dass sich am Mandat der Notenbank nichts geändert hat. Nach wie vor sei »die eine Nadel unseres Kompasses« die Sicherung von Preisstabilität - und nicht etwa reine konjunkturelle Feinsteuerung, die zinssenkenden Notenbanken mitunter unterstellt wird. Gleichwohl hat sich aber die Richtung der Bedrohung für stabile Preise geändert. Trichet betonte mehrfach, dass das Stabilitätsverständnis der EZB ein Inflationsniveau von nicht nur »unter«, sondern auch »nahe 2%« vorsieht. Der Stabilitätsauftrag der EZB ist ein symmetrischer, und derzeit besteht die Gefahr, dass sich die Teuerungsrate zu stark der Nulllinie nähert.

Aber damit nicht genug. Ungewöhnlich deutlich hat Trichet signalisiert, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht sei. Im Februar, so die wenig verklausulierte Botschaft, werden die Währungshüter noch einmal innehalten, um dann im März in bislang unbekanntes Terrain vorzustoßen. Dann dürften weitere Zinsschritte nach unten folgen.

Bislang zögerten die Frankfurter Notenbanker, über ein Leitzinsniveau unterhalb des bisherigen Rekordtiefs nachzudenken. Diese Bedenken hat Trichet ebenso offiziell ausgeräumt, wie er klar gemacht hat, dass die Grenzen der Orthodoxie die EZB nicht daran hindern werden, gegen die Gefahr einer Abwärtsspirale von sinkenden Preisen und schrumpfender Wirtschaft vorzugehen. Das heißt, die EZB hat ebenso wie die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) eine Reihe weiterer Möglichkeiten, selbst wenn der Leitzins - das konventionelle Mittel der Geldpolitik - ausgereizt ist. Die Botschaft ist offenkundig: Sollte die Situation es erfordern, wird die EZB diese Instrumente auch einsetzen. 

Im Forum zu Leitzins

17 Kommentare

Frage zu vermögenswirksamen Leistung

WiWi Gast

bwlnothx schrieb am 20.05.2020: Unternehmen die das ablehnen bewegen sich aber auf sehr dünnem Eis, da sie auf schriftliches Verlangen des AN gesetzlich zur Zahlung von VL verpflichtet s ...

3 Kommentare

Wann für IB Summer Internship FFM/LDN bewerben? November / Dezember schon zu spät?

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 18.05.2020:: Kenne jemanden der Ende Januar bei JP in London war für den Sommer, bei GS im Februar. Es ist Rolling Basis. Es kann sein, dass manche zu sind aber bei vielen ...

19 Kommentare

Zweimal den gleichen ETF, thesaurierend und ausschüttend

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 18.05.2020: Ist jetzt keine Rocket Science 3-4 ETFs zu managen. Du lässt ihn einfach liegen und beparst einen neuen. Die prozentuale Verteilung zu ermitteln, traue ich in d ...

2 Kommentare

Corona - Inflationsgefahr?

WiWi Gast

Ist Dir die Seite global-rates.com mit dem Teilbereich Inflation bekannt? Dort jeden Monat neu internationale Inflationsraten zum Nachlesen. Aktuell sinkt die Teuerung durch den Preisverfall von ...

8 Kommentare

Daytrading - Software

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 20.05.2020: Die erfolgreichen Day -und Swingtrader haben die EU schon lange verlassen. Es gibt genug Möglichkeiten das Konto weltweit zu führen mit weit aus besseren Konditio ...

67 Kommentare

WHU Bachelor 2020 WS

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 14.07.2020: Allzu relevant ist das Praktikum nicht. Ich hatte es beim Zeitpunkt meiner Bewerbung noch gar nicht absolviert und wurde trotzdem genommen. Also musst du dir da ...

4 Kommentare

Riesterrente Effektivkosten

WiWi Gast

Hatte mir vor einem halben Jahr mal die Effektivkosten von Aktien-Riester angesehen. Diese Infoblätter sind m.E. eine Frechheit an Intransparenz. Riester rechnet sich m.E. nur, wenn man die Rente ni ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Leitzins

Ein gelbes Schild an einer Hauswand mit der roten Aufschrift: Lotto.

1 Million Euro gehen an einen ehemaligen Berufssoldaten

Die Reise vom Norden Deutschlands bis an die südlichste Spitze nach Murnau am Staffelsee hat sich für den 72-jährigen Uwe Bindernagel wirklich gelohnt. Dort nahmen am 11. Oktober 2019 zwanzig Kandidatinnen und Kandidaten am großen SKL-Millionen-Event teil. Besonders viel Glück hatte letztlich Uwe Bindernagel, da er es nach einer Reihe spannender Spiele schaffte, den Gewinn von 1 Million Euro mit nach Hause zu nehmen.

Weiteres zum Thema Anlage, Aktien & Vermögen

Das Renditedreieck mit den DAX-Renditen der letzten 50 Jahre zeigt die langfristige Entwicklung der Aktienanlage in deutsche Standardwerte.

DAI-Renditedreieck

Das DAI-Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts veranschaulicht die historische Renditeentwicklung der Geldanlage in Aktien. Das Rendite-Dreieck visualisiert die Kurs- und Dividendenentwicklung in Aktien des DAX über Zeiträume von einem bis zu 50 Jahren. Historisch betrachtet lagen die jährlichen Renditen für Anlagezeiträume von 20-Jahren im Schnitt bei rund 9 Prozent. Das eingesetzte Vermögen verdoppelte sich bei dieser Wertentwicklung etwa alle 8 Jahre.

Börsenteil der Tageszeitung mit Zinssätzen und Aktienkursen.

Geldanlage: Zehn Aktien-Tipps für Anleger

Schock für Sparer: EZB-Chef Draghi hat die Zinsen abgeschafft. Das Sparen mit Tagesgeld, Festgeld oder Sparbuch lohnt sich aktuell nicht mehr. Wer risikobereit ist, sollte seine Geldanlagen in Aktien investieren. Das berichtet der Bundesverband deutscher Banken und gibt zehn wertvolle Aktien-Tipps für Anleger.

Ein Pflänzchen wächst einsam aus einem Betonboden.

Arbeitsblatt »Nachhaltige Geldanlagen«

Auch in Sachen Geldanlage wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger. Nachhaltige, grüne Geldanlagen sind mittlerweile in aller Munde. Aber was verbirgt sich dahinter?

Ein Computerbildschirm mit Börsennachrichten und Kurven.

Freeware: »JStock« Börsensoftware

Mit der Börsensoftware JStock lassen sich Aktienanlagen überwachen, verwalten und auswerten. Die Freeware ermöglicht das Erstellen einer unbegrenzten Anzahl von Beobachtungslisten und Portfolios und unterstützt die Aktienkurse von weltweit 26 Aktienmärkten einschließlich Deutschland.

Zwei Computerbildschirme mit einem Börsenüberblick.

Freeware: Aktienkurs- und Depotsoftware »trAAAde«

Mit der Aktienkurs- und Depotsoftware »trAAAde« lassen sich Kurse deutscher Aktien und die des eigenen Depots gezielt verfolgen. Das Programm beobachtet über 1000 in Deutschland handelbare Aktien und erstellt Kursstatistiken.

Vermögensstruktur: Geld, Aktien, Anleihen, Gold

Info-Forum »stabiler-euro.de«

Um die Hintergründe und Zusammenhänge der Staatsschuldenkrise zu erklären, hat das Bundesfinanzministerium das neue Info-Forum www.stabiler-euro.de geschaffen. Es erläutert die Entstehung der Krise und wie die unterschiedlichen Instrumente zu ihrer Überwindung funktionieren.

Auf einem Computer wird eine Börsentabelle  angezeigt.

Depotverwaltung mit eigener Finanzsoftware

An den Börsen in Frankfurt, Tokio und New York werden täglich Aktien und Wertpapiere im Wert von vielen Milliarden Dollar gehandelt. Die handelbaren Werte wechseln teilweise im Minutentakt ihren Besitzer und werden mit Gewinn oder Verlust verkauft. Mit einer Software zur Aktienverwaltung haben Profis und Neueinsteiger ihre Depots jederzeit im Blick.

Beliebtes zum Thema Gehalt

Absolventen-Gehaltsreport-2018: Absolventenhut und fliegende Geldmünzen

Absolventen-Gehaltsreport 2018/19: Höhere Einstiegsgehälter bei WiWis

Wie im Vorjahr verdienen die Wirtschaftsingenieure bei den Absolventen der Wirtschaftswissenschaften mit 48.696 Euro im Schnitt am meisten. Sie legten im StepStone Gehaltsreport für Absolventen 2018/2019 damit um 458 Euro zu. Wirtschaftsinformatiker erhalten mit 45.566 Euro (2017: 45.449 Euro) und Absolventen der Wirtschaftswissenschaften, VWL und BWL und mit 43.033 Euro (2017: 42.265 Euro) ebenfalls etwas höhere Einstiegsgehälter.

Stepstone Gehaltsreport 2018: Das Bild zeigt zwei Lego-Männchen Frau und Mann im Anzug (Wirtschaftsingenieurin und Wirtschaftsinformatiker) vor einem Computer.

StepStone Gehaltsreport 2018: Wirtschaftsingenieure und Wirtschaftsinformatiker sind Topverdiener

Fachkräfte und Führungskräfte mit einem Studienabschluss in Wirtschaftsingenieurwesen und Wirtschaftsinformatik verdienen ausgezeichnet. Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 70.231 Euro liegen die Wirtschaftsingenieur hinter Medizin und Jura auf Platz drei der zurzeit lukrativsten Studiengänge. Die Wirtschaftsinformatiker verdienen mit 69.482 Euro ähnlich gut und sind hinter den Ingenieuren auf Rang fünf im StepStone Gehaltsreport 2018. Mit einem Abschluss in BWL, VWL oder Wirtschaftswissenschaften sind die Gehälter als Key Account Manager mit 75.730 Euro und als Consultant mit 67.592 Euro am höchsten.

Das Bild zeigt als Symbol für Reichtum und eine ungleiche Vermögensverteilung die riesen Luxus-Yacht eines Milliardärs.

Reichtum ungleich verteilt: Rekordhoch von 2043 Milliardären

Die Anzahl der Milliardäre stieg auf ein Rekordhoch von 2043 Milliardären. 82 Prozent des 2017 erwirtschafteten Vermögens floss in die Taschen des reichsten Prozents der Weltbevölkerung. Jeden zweiten Tage kam ein neuer Milliardär hinzu. Die 3,7 Milliarden Menschen, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen, profitieren dagegen nicht vom aktuellen Vermögenswachstum. Das geht aus dem Bericht „Reward Work, not Wealth 2018“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam veröffentlicht hat.

Screenshot vom Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner 2019

Mit dem Teilzeit-Netto-Gehaltsrechner des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales lässt sich das Teilzeitgehalt online berechnen. Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkassenbeitrag und Soli fließen in die Kalkulation ein.

Einstiegsgehalt Wirtschaftswissenschaftler

IG Metall Gehaltsstudie 2016/2017 - Einstiegsgehälter Wirtschaftswissenschaftler

Was verdienen Wirtschaftswissenschaftler beim Berufseinstieg? In Unternehmen mit einem Tarifvertrag verdienten junge Wirtschaftswissenschaftler mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung in 2016 durchschnittlich 49.938 Euro im Jahr. In nicht tarifgebundenen Betrieben lagen die Einstiegsgehälter von Wirtschaftswissenschaftlern mit 42.445 Euro etwa 17,7 Prozent darunter. Im Vorjahr hatte dieser Gehaltsvorteil bei den Wirtschaftswissenschaftlern noch 33 Prozent betragen.

Nebenjob, Studentenjob,

Die Gehaltsverhandlung

Während der Absolvent vor der Gehaltsverhandlung von üppigen Gehältern träumt, wollen die Personaler die Kosten gering halten. Tipps für die Gehaltsverhandlung helfen, die eigene Vorstellung überzeugend vorzutragen.

Titelblatt StepStone Gehaltsreport 2017

StepStone Gehaltsreport 2017: Was Fach- und Führungskräfte mit Wirtschaftsstudium verdienen

In Deutschland verdienen Fachkräfte und Führungskräfte durchschnittlich 57.100 Euro. Akademiker verdienen im Schnitt 37 Prozent mehr. Mit einem Wirtschaftsstudium beträgt das Brutto-Jahresgehalt inklusive variablem Anteil in "BWL, VWL und Wirtschaftswissenschaften" im Schnitt 65.404 Euro, in Wirtschaftsinformatik 68.133 Euro und in Wirtschaftsingenieurwesen sogar 70.288 Euro.