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Deutsche wollen auf E-Mails am Arbeitsplatz nicht verzichten

Der E-Mail-Flut zum Trotz: Zwei Drittel der Deutschen können sich nicht vorstellen, auf die klassische elektronische Post am Arbeitsplatz zu verzichten. Alternative soziale Kommunikationsformen, wie beispielsweise Firmen-Facebooks, sind für 72 Prozent kein Ersatz.

Deutsche wollen auf E-Mails am Arbeitsplatz nicht verzichten
Frankfurt/Main, 25.02.2013 (ots) - Der E-Mail-Flut zum Trotz: Zwei Drittel der Deutschen können sich nicht vorstellen, auf die klassische elektronische Post am Arbeitsplatz zu verzichten. Alternative soziale Kommunikationsformen, wie beispielsweise Firmen-Facebooks, sind für 72 Prozent kein Ersatz. Das ergibt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Wall Street Journal Deutschland mit dem Marktforschungsdienstleister Toluna. 1.000 Bundesbürger wurden dazu befragt.

Die Mehrheit der Deutschen (64 Prozent) stellt sich damit gegen die Vermutung vieler Chefetagen, dass Mitarbeiter durch E-Mails von ihrer eigentlichen Arbeit abgehalten werden. Entsprechend finden Entlastungs-Aktionen in der beruflichen Kommunikation wenig Anklang. So lehnen es 63 Prozent der Befragten ab, wenn Arbeitgeber ihnen verbieten wollen, ihre elektronische Post außerhalb der Arbeitszeit zu empfangen.

Diese Einschätzung dürfte viele Unternehmens-Entscheider überraschen, denen die E-Mail-Flut schon lange ein Dorn im Auge ist. Immer mehr Firmen arbeiten aktuell an Alternativen zur elektronischen Post, gründen beispielsweise unternehmensinterne Netzwerke und Wikis zur Gruppendiskussion und dem gemeinsamen Arbeiten an Dokumenten. Erste Betriebe haben sogar bereits beschlossen, E-Mails ganz abzuschaffen.

Die konservative Haltung der Beschäftigten ist mit dem Festhalten an der E-Mail allerdings selbst bei jungen Bundesbürgern weit verbreitet. 70 Prozent der 18 bis 34-Jährigen vertreten die Ansicht, dass es im Berufsleben keine besseren Möglichkeiten gibt, als über E-Mails zu kommunizieren.

Für Christian Klöppel, Leiter des Mobile Business Center of Excellence bei der Beratungsgesellschaft CSC, ist die ablehnende Haltung der Deutschen gegenüber neuen Kommunikationsformen vor allem eine "Kopfsache". Er vermutet insbesondere die Angst vor mehr Eigenverantwortung als Haupttreiber der Ablehnung von Alternativen zur elektronischen Post. "E-Mails kann man von oben nach unten einfach abarbeiten. Wenn man sich anschaut, wie solche neuen Tools arbeiten, muss der Nutzer eher aktiv darauf zugehen."

Auch wenn die Bundesbürger an der klassischen elektronischen Post festhalten wollen, von Wall Street Journal Deutschland befragte Experten sind sich einig, dass die Kommunikation per E-Mail innerhalb großer Unternehmen zu unflexibel ist und künftig durch neue Plattformen ersetzt wird. "Mit E-Mails wird nicht nur Geld, sondern vor allem Zeit durch das in "CC-Setzen" ganzer Abteilungen oder durch langwierige Abstimmungsprozesse wie etwa zur Terminfindung bei großen Projekten vergeudet", sagt Wolfgang Hünnekens, Professor für Digitale Kommunikation und Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft iDeers Consulting.

"Die E-Mail wird künftig vor allem als Medium für die Kommunikation mit offiziellem Charakter genutzt, während der schnelle Informationsaustausch eher über andere Kanäle laufen wird", ist Robin Prothmann, Partner beim Strategieberater SMP und dort Experte für IT-Organisation, überzeugt.

Im Forum zu E-Mail

43 Kommentare

Angeschrien wegen falscher Reihenfolge bei Email- Empfängern, normal?

WiWi Gast

Zuerst: ja es ist korrekt, dass man - eigentlich - nach Rang ordnet und auch weiblich vor männlich. Ist halt die Art. Achtet jemand darauf? Wohl kaum. Ich selbst - 2 Jahre Consulting, 2 Jahre Pri ...

35 Kommentare

Wieviel Mails pro Tag ?

ExBerater

vielleicht sollte ich es besser nicht schreiben :-) ~100-200 am Tag. Viele davon natürlich nur auf cc. Hinzu kommen ein paar Hundert System Emails durch die ich checken kann was in den Kundenpro ...

2 Kommentare

Bewerbung an 2 Email Adressen geschickt

WiWi Gast

Ist es denn der verantwortliche Personaler für die Stelle? Grundsätzlich mache es so wie es vorgesehen ist. Dir wird bei sowas aber niemand den Hals umdrehen, sich eher denken warum haben wir es jetzt ...

1 Kommentare

Beantwortet ihr Arbeitsemails nebenbei?

WiWi Gast

Hi, beantwortet ihr Emails von eurer Arbeit so nebenbei, z.B in der S/U-Bahn, im Bus oder gar auf der Couch? Oder nur vom Office aus?

14 Kommentare

E-Mail Fehler

WiWi Gast

Das kann man natürlich auch als geschickte Anmache interpretieren. Bin gespannt, ob er Dich mal abends zu sich nach Hause einlädt, LOL

7 Kommentare

Ich hoffe es geht dir "soweit" gut

WiWi Gast

So kann man Antworten auch abwürgen WiWi Gast schrieb am 16.12.2019:

2 Kommentare

Schülerpraktikum falscher Email Name

WiWi Gast

Wenn es um ein Schülerpraktikum geht, wird dir das keiner krumm nehmen.

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