DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Arbeitsleben & HR-NewsFlexibilisierung

Nutzung flexibler Arbeitsplatzmodelle für Beschäftigte bleibt beschränkt

Trotz einer zunehmender Digitalisierung der Arbeitswelt bleibt die Nutzung flexibler Arbeitsplatzmodelle bisher auf wenige Beschäftigte beschränkt. Das Home Office liegt dabei deutlich vor Coworking und Desk-Sharing. Doch lediglich zwölf Prozent der Beschäftigten in der ITK-Branche nutzen Home Office.

Ein Arbeitsplatz mit orangenem Stuhl, Holztisch, Winkelmesser, Buch und Stift.

Nutzung flexibler Arbeitsplatzmodelle für Beschäftigte bleibt beschränkt
Mannheim, 06.03.2014 (zew) - Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet in Deutschland mit großer Dynamik voran. So erlaubt die Nutzung mobiler Endgeräte wie Notebooks, Tablets oder Smartphones zunehmend die Ablösung der Arbeit vom festen Arbeitsplatz im Unternehmen. Zum einen eröffnet diese Entwicklung den Unternehmen die Chance, Fachkräfte durch flexible Arbeitsplatz- und Arbeitszeitmodelle, die auf die individuelle Bedarfssituation Rücksicht nehmen, an sich zu binden. Zum anderen ermöglicht sie – verantwortungsvoll umgesetzt – eine bessere Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Privatleben. Allerdings ist die Nutzung flexibler Arbeitsplatzmodelle derzeit noch auf eine eher kleine Gruppe der Beschäftigten beschränkt, wie eine repräsentative, bundesweite Unternehmensbefragung deutlich macht, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) durchgeführt hat. Die Befragung erfolgte im Rahmen des Monitoring Digitale Wirtschaft, einer Studie von ZEW und TNS Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Die Befragung des ZEW in den Branchen IKT (Hardware und IKT-Dienstleister), technische Dienstleistungen sowie Beratung und Kreativwirtschaft ergab, dass im Jahr 2013 bei flexiblen Arbeitsplatzmodellen in den Unternehmen das Home Office an erster Stelle lag, deutlich vor Coworking und Desk-Sharing. Diese Modelle werden bislang aber nur von sehr wenigen Mitarbeitern genutzt. Home Office beispielsweise bieten zwar 57 Prozent der IKT-Unternehmen an, aber nur knapp zwölf Prozent der Mitarbeiter in der IKT-Branche nehmen diese Möglichkeit auch wahr. Als Hauptgrund für die geringe Nutzung des Home Office führen die Unternehmen an, dass die persönliche Anwesenheit ihrer Mitarbeiter unabdingbar sei – hierin sind sich die betrachteten Branchen mit einer Zustimmung von jeweils rund 80 Prozent der Unternehmen weitgehend einig. An zweiter Stelle liegt das Argument, dass Home Office nicht zur Unternehmensphilosophie beziehungsweise Arbeitsweise passe. Genau in diesen Punkten werden viele Unternehmen in Zukunft umdenken müssen, wenn sie hoch qualifizierte Fachkräfte gewinnen und halten wollen.

Die technischen Voraussetzungen für flexible Arbeitszeit- und Präsenzmodelle sind beim Großteil der Unternehmen vorhanden. So zeigt die ZEW-Befragung, dass viele Unternehmen ihre Beschäftigten bereits mit mobilem Internetzugang ausgestattet haben. In der IKT-Branche haben beispielsweise bereits 46 Prozent der Beschäftigten Zugang zum mobilen Internet, bis Ende 2014 sollen es sogar schon 54 Prozent sein. Notebooks sind die am meisten genutzten Endgeräte, vor Smartphones und Tablets. Bis Ende 2014 ist von einer starken Zunahme der Nutzung insbesondere von Smartphones und Tablets auszugehen.

Externer Zugriff auf Netzwerkressourcen noch ausbaufähig
Mobiles Arbeiten erfordert nicht nur entsprechende Endgeräte, sondern auch Zugriff auf Informationen und Anwendungen der Unternehmen. Unabhängig von den genutzten Endgerätetypen bieten die Unternehmen in erster Linie Zugriff auf das E-Mail-System von außerhalb. Deutlich geringer sind die entsprechenden Anteile, wenn es um den Zugriff auf Netzwerklaufwerke oder gar um die Nutzung von Unternehmensapplikationen geht. Zweifellos sind in diesem Zusammenhang auch Fragen der IT-Sicherheit und rechtliche Fragen zu klären, die viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellen.

Unternehmen erwarten von Digitalisierung der Arbeit positiven Einfluss auf Unternehmenserfolg
Aus Unternehmensperspektive ist es wichtig, dass die Digitalisierung der Arbeit zu einem positiven Unternehmensergebnis beiträgt. Die Unternehmen verbinden mit der Digitalisierung der Arbeit jetzt und auch perspektivisch bis Ende 2014 insgesamt einen positiven Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit, zur Arbeitsproduktivität und zum Unternehmenserfolg allgemein. Die betrachteten Branchen unterscheiden sich hierin nur in geringem Maße.

Download [PDF, 130 Seiten - 12 MB]
Monitoring-Report Digitale Wirtschaft 2013

Im Forum zu Flexibilisierung

2 Kommentare

IG Metall Wechsel von Tarif Stelle in höhere Stelle (AT) Urlaubsgeld

WiWi Gast

Pistolpiet schrieb am 20.05.2019: Vermutlich 5/12 ...

3 Kommentare

Arbeitsvertrag unterschrieben aber keine Empfangsbetätigung

WiWi Gast

Chill your life. Ist nicht so tragisch und selbst wenn er verloren gegangen wäre, kann man das immer noch schnell nochmal ausdrucken.

2 Kommentare

Vordienstzeit im Unternehmen

Ceterum censeo

Einfache Antwort: Nein. Die Vorschriften zur Probezeit gelten ganz regulär. Eine vorherige Tätigkeit als Praktikant/etc. wird nicht (!) angerechnet (höchstrichterlich entschieden). Liebe Grüße

21 Kommentare

"Mit dem Grundgehalt sind bis zu 20 Überstunden monatlich finanziell abgegolten."

WiWi Gast

In meinem Vertrag im niedersächsischen Mittelstand (ca. 350 MA, 35 Mio. Umsatz) steht, dass wöchentlich 8h zzgl. zur Regelarbeitszeit von 40h mit dem Gehalt abgegolten sind. Zum Einstieg nach dem Mast ...

7 Kommentare

Absage Vertrag doch wieder Zusagen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 30.04.2019: Hab das mal für ein duales studium gemacht bei einem großen IGM laden, die hatten Verständnis ich würds aufjedenfall probieren. ...

16 Kommentare

Bayer Stellenabbau

WiWi Gast

Kapier die Panik nicht. Die meisten sind eh u30. Paar Jahre arbeiten, Abfindung mitnehmen, woanders arbeiten... Muss ja niemand das ganze Leben im gleichen Unternehmen bleiben.

3 Kommentare

Wie lange bis zum Vertrag warten?

WiWi Gast

Die warten auf einen anderen bis die Unterschrift vorliegt und wollen dich nur hinhalten. Such am besten nach Alternativen, es sei denn du hoffst, dass es bei dem anderen nicht klappt und sie dir dann ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Flexibilisierung

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Weiteres zum Thema Arbeitsleben & HR-News

Recruiting: Bewerbungsgespräche per Videointerview einer jungen Frau

Bewerbungsgespräche per Videointerview sind die große Ausnahme

Vier von zehn Personalern führen im Vorfeld der Vorstellungsgespräche keine Telefonate. Nur jeder fünfte Personalverantwortliche macht vorher Videointerviews. Neun von zehn Personalern führen Auswahlgespräche mit Bewerbern immer vor Ort.

Digitalisierung in der Personalarbeit

Digitalisierung verändert Personalarbeit

Personaler nutzen immer mehr digitale Auswahltests, Planspiele und automatisierte Analysen, wie eine aktuelle Studie vom Stifterverband und der Unternehmensberatung McKinsey zeigt. Rund 280.000 Akademiker werden in fünf Jahren mit Unterstützung von Online-Tools eingestellt. Die Unternehmen wollen die Anzahl der Weiterbildungstage für ihre Mitarbeiter auf fünf Tage pro Jahr ausbauen.

Personalauswahl: Das Bild zeigt ein Kalenderblatt mit einer Null statt dem Datum und symbolisiert die unklare, lange Zeitspanne bei der Besetzung offener Stellen.

Personalauswahl: Lange Rekrutierungsprozesse frustrieren

Die deutschen Unternehmen benötigen immer mehr Zeit für die Personalauswahl. Späte Rückmeldung zum Stand im Einstellungsverfahren, verzögerte Entscheidungsfindung sowie schlechte Kommunikation zum Auswahlprozess frustrieren Bewerber. Knapp zwei Drittel der Bewerber verlieren das Interesse an der Stelle, wenn der Bewerbungsprozess zu lange dauert. Doch lange Rekrutierungsprozesse vergraulen nicht nur qualifizierte Bewerber. Sie frustrieren und überlasten zudem die eigenen Mitarbeiter, wie eine aktuelle Arbeitsmarktstudie unter 1000 Arbeitnehmer und 200 HR-Managern in Deutschland zeigt.

Talentmanagement

Talentmanagement: Wenig innovative Karrierewege für Talente

Unternehmen müssen sich deutlich klarer darüber werden, welche Talente sie zukünftig benötigen. Nur jedes dritte Unternehmen bietet Talenten innovative Karrierewege. Strategie für das Talent Management fehlt in jeder zweiten Firma, so lauten die Ergebnisse der Talent-Management-Studie 2018 “Trust in Talent” der Personal- und Managementberatung Kienbaum. Innovative Unternehmen überlassen den Talenten die Verantwortung für ihre Entwicklung.

KMU-Personalarbeit-Studien  kleine-und-mittlere Unternehmen

KOFA.de – Portal zur Personalarbeit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Das Portal KOFA.de hilft kleinen und mittleren Unternehmen dabei, ihre Personalarbeit zu verbessern. Ziel des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (KOFA) ist es, zentraler Ansprechpartner zur Personalarbeit und Fachkräftesicherung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu sein. KOFA bietet Hilfe bei der Auswahl, Planung und Umsetzung von Maßnahmen in der Personalarbeit.

perso-net.de - Portal Personalthemen und HRM

»perso-net.de« Portal zu Personalthemen mittelständischer Unternehmen

Das Online-Portal »perso-net.de« bietet umfassendes Wissen zum Personalmanagement und ist speziell auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten.

Eine Frau auf dem Sofa an einem Coworking-Arbeitsplatz.

Coworking: Rasantes Wachstum bei flexiblen Workspaces in Deutschland

Der Markt für flexible Workspaces wächst rapide auf mehr als 500 flexible Workspaces in Deutschland. Neben Business Centern und Coworking Spaces sind vor allem Hybrid-Modelle wie das WeWork auf dem Vormarsch. Fast alle neu angekündigten Standorte fallen in diese Kategorie. Im Vergleich zu Coworking Spaces sind Business Center und Hybrid-Konzepte kommerzieller geprägt, haben größere Fläche, höhere Preise und insbesondere Deutschlands Metropolen im Visier.

Beliebtes zum Thema News

BDU-Studie Consultingbranche 2019: Ein Unternhemensberater liest eine Wirtschaftszeitung.

Consultingbranche 2019: Beratertalente bleiben umkämpft

In der Consultingbranche ist der Branchenumsatz 2018 um 7,3 Prozent auf 33,8 Milliarden Euro gestiegen. Auch für 2019 sind die deutschen Unternehmensberater lautet der Branchenstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt“ des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) zuversichtlich. Die Jobaussichten für Beratertalente sind erneut entsprechend gut. 90 Prozent der großen und Dreiviertel der mittelgroßen Beratungen planen, in 2019 zusätzliche Juniorberater und Seniorberater einzustellen.

Das Bild zeigt die Senior Beraterin bei innogy Consulting Janina Köhler bei einer Präsentation.

Beraterleben: Einblicke in die Energiewirtschaft von morgen

Janina Köhler ist Senior Beraterin bei innogy Consulting. Die Wirtschaftsingenieurin gibt Einblicke in ihr Beraterleben. In ihren Projekten erlebt sie täglich, wie Industrien durch die Energiewende verschmelzen. Smart City Konzepte gelingen beispielweise nur im Zusammenspiel von Autoindustrie und Medien, berichtet sie. In weniger als zwei Jahren hat die Wirtschaftsingenieurin bereits die Karrierestufe zum Senior Consultant erreicht. Sie spricht von einem Berufsstart und einer Beraterkarriere mit perfekter Balance.

Die Großbuchstaben "KI" auf einer Taste stehen für "Künstliche Intelligenz"

Künstliche Intelligenz ist Top-Thema bei Unternehmen

Neun von zehn Managern erwarten grundlegende Veränderungen bei ihren Geschäftsprozessen und Kundeninteraktionen durch Künstliche Intelligenz (KI). Die strategische Bedeutung von Künstlicher Intelligenz zieht daher Anpassung der Unternehmens­strategie nach sich. Effizienz und Kundenzentrierung werden dabei derzeit als größtes Potenzial der KI-Technologien gesehen, so die Ergebnisse von Lünendonk und Lufthansa Industry Solutions in ihrer Sonderanalyse Künstliche Intelligenz.

Zwei Tassen mit einer Englandflagge und einer Uhr, die fünf vor zwölf anzeigt.

EuGH: "Rücktritt" vom BREXIT möglich

Großbritannien kann den Brexit einfach absagen. Zu diesem Schluss kommt der EuGH-Generalanwalt Campos Sánchez-Bordona. Die Mitteilung aus der Union auszutreten, könne Großbritannien einseitig zurückzunehmen, Artikel 50 des EU-Vertrags lasse das zu. Diese Möglichkeit bestehe für Großbritannien jedoch lediglich bis zu dem Zeitpunkt, an welchem das EU-Austrittsabkommen abgeschlossen ist.

Wirtschaftsweisen - Der Sachverständigenrat für Wirtschaft zur wissenschaftlichen Politikberatung.

Wirtschaftsweisen legen Jahresgutachten 2018/19 vor

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat sein Jahresgutachten 2018/19 vorgelegt. Das Jahresgutachten trägt den Titel »Vor wichtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen«. Das neue Jahresgutachten hat vier Schwerpunktthemen: Globalisierung und Protektionismus, Europa und der Brexit, Handlungsbedarf beim demografischen Wandel und die Digitalisierung.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Der Ausschnitt einer Computertastatur zeigt die Buchstaben CDO für Chief Digital Officer.

Chief Digital Officer: Digitalchefs definieren Rolle selbst

Bis 2025 muss jede Führungskraft ein digitales Verständnis mitbringen. Verantwortlich für die Digitalstrategie und den digitalen Wandel von Unternehmen ist der Chief Digital Officer (CDO). Die Digitalchefs definieren ihre Rolle und ihre Aufgaben dabei meist selbst. Zentrale Aufgaben sind das Trendscouting, das Formulieren einer Digitalstrategie und und die Digitalisierung interner Prozesse. Die wichtigsten Kompetenzen des CDO sind Innovationskraft, Veränderungswillen und die Fähigkeit zur Kollaboration. Das zeigt eine Studie der Unternehmensberatung Kienbaum zu Profil, Rolle und Kernkompetenzen des CDO.