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Geringe Mitarbeiterbindung kostet deutsche Unternehmen Milliarden Euro

Geringe Mitarbeiterbindung hemmt Innovation, Wirtschaftswachstum und betriebliche Zukunftschancen. Schuld daran ist ein nicht mitarbeitergerechtes Arbeitsumfeld, das häufig auf Defizite in der Personalführung zurückzuführen ist.

Auf einer roten Verbindungsbrücke schiebt ein Mann eine Reinigungsmaschine.

Geringe Mitarbeiterbindung kostet deutsche Unternehmen Milliarden Euro
Taunusstein, 13.06.2007 (ots) - Geringe Mitarbeiterbindung hemmt Innovation, Wirtschaftswachstum und betriebliche Zukunftschancen. Schuld daran ist ein nicht mitarbeitergerechtes Arbeitsumfeld, das häufig auf Defizite in der Personalführung zurückzuführen ist. Die Folgen sind: geringe Eigeninitiative, viele Fehltage, wenig Kundenorientierung undkaum Ideenreichtum. Dies ergab das aktuelle Arbeitsklima-Barometer des IFAK Instituts, Taunusstein, auf der Basis einer Repräsentativbefragung von 1.978 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland.

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fühlen sich ihrem Arbeitgeber nur mäßig verbunden; gut ein Fünftel (22 Prozent) hat keine Bindung, das heißt, hat innerlich bereits gekündigt, und ein Siebtel (15 Prozent) bekundet eine hohe Verbundenheit mit dem Arbeitgeber. Das bedeutet: nur 4,75 Millionen Erwerbstätige in Deutschland sind »ihrem« Unternehmen stark verbunden; 6,967 Millionen sind ohne Bindung und 19,952 Millionen haben eine mäßige Bindung zu dem Arbeitgeber.

Die Studie zeigt deutlich: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei denen die Bindung nur schwach ausgeprägt ist, legen eine geringere Eigeninitiative und weniger Verantwortungsbewusstsein in ihren Unternehmen an den Tag als die »gebundenen« Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Grad der Verbundenheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zeigt sich auch an den Fehlzeiten und schlägt sich somit auf die Produktivität des Unternehmens nieder: Beschäftigte, die nur einegeringe Bindung zu ihrem Unternehmen aufweisen, fehlen durchschnittlich 9,3 Tage pro Jahr; bei hoher Bindung sind es nur 5,9Tage. Auch verbringen »Ungebundene« am Arbeitsplatz mehr Zeit mit arbeitsfernen Dingen wie dem Surfen im Netz. Mitarbeiterbindung steigert nach dem IFAK Arbeitsklima-Barometer auch die Innovationsfähigkeit der Unternehmen. Erwerbstätige mit hoher Bindung zum Arbeitgeber bringen im Durchschnitt 19,6 Ideen und Verbesserungsvorschläge im Jahr ein. Zum Vergleich: bei Erwerbstätigen ohne Bindung sind es nur 8,9 Vorschläge.

Die Bedeutung der Mitarbeiterbindung für Unternehmen zeigt sich auch in der Empfehlungsbereitschaft der Beschäftigten: Während 84 Prozent der stark »gebundenen« Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens wichtiges Empfehlungsmarketing betreiben, sind es bei den »ausgeklinkten« Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nur 18 Prozent. Geht es um die Bereitschaft, das Unternehmen als Arbeitgeber weiter zu empfehlen, so sind es nur 7 Prozent der Beschäftigten ohne Bindung, aber 72 Prozent bei denjenigen mit hoher Bindung, die hier uneingeschränkt als Multiplikatoren fungieren würden.

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