DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Arbeitsleben & HR-NewsMitarbeitermotivation

Deutsche Mitarbeiter zählen zu den engagiertesten in Europa

Engagierte Mitarbeiter sind für Unternehmen bares Geld wert: 52 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind motiviert – damit liegen sie in Europa an vorderer Stelle.

Die deutsche und die europäische Flagge vor blauem Himmel.

Deutsche Mitarbeiter zählen zu den engagiertesten in Europa
Frankfurt, 30.07.2012 (tw) - Engagierte Mitarbeiter sind für Unternehmen bares Geld wert: Mit ihnen lässt sich die finanzielle Performance des Unternehmens deutlich steigern. 52 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind motiviert – damit liegen sie in Europa an vorderer Stelle. 29 Prozent unter ihnen arbeiten nachhaltig engagiert, während 23 Prozent noch weitere Unterstützung durch ihr Unternehmen benötigen, um ihr Engagement langfristig aufrechterhalten zu können. Einen besonderen Einfluss auf die das Engagement haben das Top-Management und die direkten Vorgesetzen sowie eine funktionierendes Work-Life-Balance. Hauptgrund, sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden, ist nicht mehr nur das Gehalt, sondern an vorderster Stelle die Sicherheit des Arbeitsplatzes. Um Arbeitnehmer langfristig an das Unternehmen zu binden sind nach wie vor das Gehalt sowie Karrierechancen ausschlaggebend.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Global Workforce Study 2012 der Unternehmensberatung Towers Watson. Die Untersuchung, die bereits zum fünften Mal durchgeführt wird, stützt sich auf die Angaben von mehr als 32.000 Arbeitnehmern aus 28 Ländern zu ihrem beruflichen Umfeld sowie der individuellen Einstellung zur Arbeit.

Arbeitsplatzsicherheit und Gehalt oberste Priorität bei Mitarbeiterbindung und -gewinnung
Die Sicherheit des Arbeitsplatzes ist für deutsche Arbeitnehmer aller Altersklassen das zentrale Motiv bei der Wahl ihres Arbeitgebers und sogar bedeutender als das Gehalt. „Die starken wirtschaftlichen Schwankungen sowie die Krisen der letzten Jahre haben tiefe Spuren bei den Arbeitnehmern hinterlassen. Der tatsächliche wirtschaftliche Aufschwung ist noch nicht in der Wahrnehmung der Mitarbeiter angekommen“, erklärt Heike Ballhausen, Leiterin des Beratungsbereichs Talent Management & Organizational Alignment bei Towers Watson EMEA, das Ergebnis. Das Sicherheitsbedürfnis der deutschen Arbeitnehmer ist nicht nur bei der Wahl des Arbeitgebers, sondern auch für die Bindung an den Arbeitgeber stärker ausgeprägt als im europäischen und internationalen Durchschnitt (Deutschland: Platz 3; International: Platz 6). Top-Treiber bei der Bindung an einen Arbeitgeber ist nach wie vor das Gehalt – in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern. Dabei sind nicht nur die Höhe des Gehalts ausschlaggebend, sondern auch dessen transparente Kommunikation und eine empfundene Fairness den Kollegen gegenüber.

„Um dem Wunsch der Mitarbeiter nach einem sicheren Arbeitsplatz nachzukommen und das eigene Unternehmen für potenzielle Mitarbeiter als Employer of Choice zu positionieren, sollten sich Unternehmen auf eine strategische Personalplanung, alternative Arbeitszeitmodelle – wie zum Beispiel durch Kurzarbeit und Sabbaticals – sowie auf verkürzte Probezeiten für Schlüsselpositionen konzentrieren“, empfiehlt Bernd Süßmuth, Leiter des Bereichs Talent & Rewards bei Towers Watson Deutschland. „Hier können auch kleinere Unternehmen von den Großen lernen und sich damit einen Wettbewerbsvorteil am Arbeitsmarkt verschaffen.“

Unternehmensperformance durch nachhaltiges Engagement deutlich verbessern
Neben Mitarbeitergewinnung und -bindung gehört das Engagement der Belegschaft zu den Kernaufgaben erfolgreicher HR-Arbeit und den Grundpfeilern für erfolgreiche Unternehmen. „Towers Watson-Studien haben einen enormen Einfluss des nachhaltigen Engagements auf den Unternehmenserfolg ergeben, der sich zum Beispiel in hoher Kundenzufriedenheit und positiven finanziellen Kennzahlen niederschlägt“, so Heike Ballhausen. „Die Umsatzrendite von Unternehmen mit nachhaltig engagierten Mitarbeitern ist drei Mal so hoch wie in Unternehmen mit wenig engagierter Belegschaft“, fasst die HR-Expertin zusammen.

Unter nachhaltigem Engagement wird nicht nur die grundsätzliche Bereitschaft der Mitarbeiter, sich für ihre Organisation einzusetzen, verstanden. Die Arbeitnehmer müssen auch die entsprechenden Arbeitsmittel vorfinden, um ihre Arbeit ausführen zu können, sowie ein Arbeitsumfeld, das sie physisch, emotional und sozial unterstützt. Fast ein Drittel der deutschen Arbeitnehmer (29 Prozent) können – gemessen an diesen Kriterien – als nachhaltig engagiert eingestuft werden. Damit arbeiten die Deutschen deutlich engagierter als der europäische Durchschnitt (26 Prozent).

Doch neben dem Anteil nachhaltig motivierter Mitarbeiter gibt es einen großen Teil der Belegschaft, bei denen Nachholbedarf besteht. Unternehmen müssen nun an den richtigen Stellschrauben ansetzen. „Zum Beispiel ist ein knappes Viertel der deutschen Arbeitnehmer grundsätzlich engagiert. Sie fühlen sich jedoch ausgebremst, da es etwa an den wesentlichen Arbeitsmitteln mangelt oder sie nicht die notwendige Unterstützung erfahren. Hier können Unternehmen gezielt ansetzen, um den Unternehmenserfolg nachhaltig zu verbessern“, erklärt Studienautor Bernd Süßmuth. Fast ebenso viele Angestellte (22 Prozent) verrichten „Dienst nach Vorschrift“, das heißt ihnen fehlt es an Engagement im klassischen Sinne.

Führungskräfte gezielt zur Motivation der Belegschaft nutzen
Der Vergleich von besonders erfolgreichen mit durchschnittlich erfolgreichen Unternehmen zeigt, dass Unternehmensleitung und Führungskräfte einen sehr großen Einfluss auf das Mitarbeiterengagement haben: Nur 11 Prozent der gar nicht engagierten Arbeitnehmer haben Vertrauen in die Arbeit der Führungsriege – bei den nachhaltig Engagierten sind es hingegen fast drei Viertel (73 Prozent). Zudem beurteilt ein Großteil der nachhaltig engagierte Mitarbeiter (75 Prozent) die Arbeit ihres direkten Vorgesetzten als effektiv im Vergleich zu nur 14 Prozent der gar nicht engagierten Mitarbeiter. „Die Glaubwürdigkeit, das Image und auch das Vertrauen in die Unternehmensführung können durch eine offene Unternehmenskommunikation unterstützt werden. Für die Verbesserung der Effektivität des direkten Vorgesetzten gibt es verschiedene direkte Hebel: Mehr Leistungsdifferenzierung, die sich auch im Bonus durchschlägt, aber auch die Beseitigung von Hindernissen bei der Arbeit der Mitarbeiter durch den Vorgesetzten", regt Towers Watson-Beraterin Heike Ballhausen an.

Durch Work-Life-Balance-Modelle nachhaltiges Engagement aufrechterhalten
Haben Führungskräfte und direkte Vorgesetzte einen starken Einfluss auf die kurzfristige Motivation der Mitarbeiter, kann ein nachhaltiges Engagement besonders durch ein strategisches Management der Themenfelder Stress, Work-Life-Balance und Arbeitsbelastung erreicht werden. Dass diesem Bereich noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, zeigt die Zunahme der volks- und betriebswirtschaftlichen Kosten für Burn-out-Erkrankungen bzw. entsprechende Nachbesetzungen. „Dauerhaft hohes Engagement birgt das Risiko, dass Mitarbeiter insbesondere in wirtschaftlich volatilen Zeiten zu wenig auf die eigene Ressourcen achten und sich verausgaben. Das Arbeitsleben ist jedoch eher ein Marathon als ein Sprint, daher müssen Unternehmen verhindern, dass ihre Leistungsträger ausbrennen“, so Towers Watson-Experte Bernd Süßmuth. „Um diesem Risiko zu begegnen, muss ein Arbeitsumfeld geschaffen werden, das sowohl die Produktivität als auch die Work-Life-Balance unterstützt und es somit erlaubt, ein hohes Engagement auf einem langfristig tragbaren Niveau stabil zu halten. Neben der geeigneten Infrastruktur von Heimarbeitsplätzen oder flexiblen Arbeitszeiten sollten Unternehmen prüfen, ob die eigene Unternehmenskultur gute Leistungen ausreichend anerkennt und aufmerksam mit Mitarbeitern, Führungskräften und Leistungsträgern umgeht.“

Besondere Bedürfnisse von Leistungsträgern und Nachwuchstalenten berücksichtigen
Top Performer, die Leistungsträger in den Unternehmen, sowie die Nachwuchstalente (High Potentials) haben andere Prioritäten bei der Suche nach einem attraktiven Arbeitgeber als der Durchschnitt. Für Top-Performer ist die Aussicht auf eine herausfordernde Tätigkeit das wichtigste Kriterium bei der Jobsuche. Haben sie sich einmal für einen Arbeitgeber entschieden, legen sie mehr als andere Arbeitnehmer großen Wert auf die Glaubwürdigkeit und Effektivität des Top-Managements. Bei den High Potentials steht die Möglichkeit, ihre Karriere voranzutreiben, ganz oben auf der Prioritätenliste – sowohl bei der Wahl des Arbeitgebers als auch bei der Entscheidung, ihrer Arbeitsstelle treu zu bleiben. „Die dauerhafte Bindung der wichtigsten Mitarbeiter ist wesentlich für ein erfolgreiches HR-Management“, so die HR-Experte Süßmuth. „Somit können die Fluktuationsrate gesenkt und damit hohe direkte und indirekte Kosten, beispielsweise für die Neueinstellung und Einarbeitung von Mitarbeitern, vermieden werden.“

Fazit: Nachhaltiges Management als Gewinn für Mitarbeiter und Unternehmen
„Die Ansprüche der Mitarbeiter an ihren Arbeitgeber und ihre Arbeitsumgebung haben sich im Schatten der wirtschaftlichen Verwerfungen der letzten Jahre verändert“, fasst Towers-Watson-Expertin Heike Ballhausen zusammen. „Um in einer Zeit des andauernden Fachkräftemangels weiterhin die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, ist es für Unternehmen unerlässlich, die Motive der Talente zu kennen und darauf zu reagieren. Motivierte Mitarbeiter sind bereit, für den Erfolg des Unternehmens die berühmte Extrameile zu gehen. Top-Management, Führungskräfte und HR haben viele Möglichkeiten, für ein nachhaltiges Engagement der Mitarbeiter zu sorgen. In erster Linie sollten ihre Sicherheitsbedürfnisse berücksichtigen sowie die Rahmenbedingungen für eine ausgewogene Work-Life-Balance schaffen. Davon profitieren die Mitarbeiter, weil ihnen ein attraktives Umfeld für ihr Engagement geboten wird, und davon profitieren die Unternehmen, weil sie geplant und gezielt in ihr HR-Management investieren können und sich damit eine starke Mannschaft sichern, um ihre Ziele zu erreichen.“

Hintergrundinformationen zur Studie
Die Towers Watson Global Workforce Study 2012 zählt zu den weltweit größten Analysen der wesentlichen Treiber von Mitarbeiterengagement und -bindung sowie der Attraktivität von Unternehmen. Die Untersuchung soll Unternehmen helfen, die Faktoren besser zu verstehen, die Mitarbeiterbindung, -gewinnung und ihr nachhaltiges Engagement beeinflussen. Für die aktuelle Auflage wurden mehr als 32.000 Arbeitnehmer in 28 Ländern befragt, davon in Deutschland über 1.000. Die Studie wird zum fünften Mal seit 2003 aufgelegt.

Im Forum zu Mitarbeitermotivation

3 Kommentare

Berufseinstieg vor Exmatrikulation?

WiWi Gast

Hallo zusammen, auf der einen Seite sammeln sich Erfahrungsberichte von Studenten, die nach dem Studienabschluss mehrere Wochen oder Monate auf der Suche nach einem Einstieg sind. Mich interessie ...

4 Kommentare

Frage zur Kündigung

WiWi Gast

Hallo zusammen Ich habe eine Frage zur Kündigung des Arbeitsvertrages als AN. Ich kann meinen Vertrag mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende hin kündigen. Angenommen ich lasse meinem Chef ...

3 Kommentare

Tarifvertrag DAX 30 in Hessen (Engineering)

WiWi Gast

Hallo, ich arbeite zur Zeit als Key Account Manager in der Automobilbranche (Elektronische Komponenten) - Knapp 2 Jahre dabei. Mein Kunde bzw. ein DAX Konzern hat eine Stelle frei und ich würde mi ...

9 Kommentare

Rechtschutzversicherung Arbeitsrecht

WiWi Gast

Hallo, ich habe bis jetzt noch keine Rechtsschutzversicherung. Aktuell habe ich aber ein Problem mit meinem Arbeitgeber (Zeitarbeit), der mich gekündigt hat. Heute kam das Arbeitszeugnis. Es ist eine ...

11 Kommentare

Versorgungsbetriebe Tarifvertrag

WiWi Gast

Hallo, kennt sich hier jemand mit dem o.g. Tarifvertrag aus? Es geht mir um Eingruppierung. Ich habe einen Master Abschluss, würde ich damit in die EG 13 reinkommen? Man berücksichtigt (angeblich) au ...

14 Kommentare

Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

WiWi Gast

Hallo zusammen, ich habe heute meinen ersten Arbeitsvertrag erhalten als IC und fühle mich leicht veräppelt. Letzte Woche hatte ich das Vorstellungsgespräch, wo mir am Ende gesagt worden ist, dass i ...

14 Kommentare

Eigenartiger Dienstvertrag?

WiWi Gast

Hallo Leute, habe eine Zusage bekommen als Consultant anzufangen. Jetzt sind mir 2 etwas "komische" Dinge die mir nicht passen im DV aufgefallen: 1. Passive Reisezeiten gelten nicht als ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Mitarbeitermotivation

Weiteres zum Thema Arbeitsleben & HR-News

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Screenshot Homepage demowanda.de

demowanda.de - Fachportal zum demografischen Wandel der Arbeitswelt

Die Menschen werden älter, die Bevölkerungsentwicklung verändert den Arbeitsmarkt – der demografische Wandel bringt neue Herausforderungen für die Gesellschaft mit sich. Das neue Informationsportal demowanda.de beleuchtet die Arbeitswelt aus verschiedenen Perspektiven unter dem Aspekt des demografischen Wandels. Wie verändert sich der Arbeitsmarkt? Welche Arbeitsbedingungen müssen geschaffen werden? Wie wichtig sind berufliche Aus- und Weiterbildung?

Ein Sozialversicherungsausweis in verschiedenen Sprachen.

Informationsportal.de - Neues BMAS-Portal unterstützt Arbeitgeber bei Sozialversicherung

Existenzgründer und Selbstständige als Arbeitgeber haben Fragen über Fragen, wenn es um die Einstellung von Arbeitnehmern geht. Welche Vorrausetzungen müssen erfüllt sein? Was muss bei einer Einstellung beachtet werden? Was passiert, wenn sich die Umstände ändern? Das neue Online-Angebot „Informationsportal“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unterstützt zukünftige und erfahrene Arbeitgeber in allen relevanten Fragen zum Thema Sozialversicherung.

Spatial Economics: Rekordtief von Entfernungskosten verändert Geschäftsmodelle und Arbeitsleben

In der neuen posturbanen Ökonomie werden sich Menschen und ihre Arbeitsstätten zunehmend voneinander entfernen. Der Technologiewandel verändert, durch extrem gesunkene Kosten der räumlichen Distanz (Spatial Economics), die Lage von Produktionsstandorten und Beschäftigungsschwerpunkten. Das wird auch die Arbeitswelt beeinflussen. Mehr Mitarbeiter werden dadurch aus Vorstädten in ländlichere Gebiete ziehen, so lautet das Ergebnis der Studie "Spatial Economics: The Declining Cost of Distance" der Strategieberatung Bain.

Beliebtes zum Thema News

Eine Frau mit blonden, langen Haaren hält ein Handy in der Hand.

Arbeitswelt 4.0: Digitalisierung im Job belastet Familienleben und Gesundheit

Die Digitalisierung und permanente Erreichbarkeit für E-Mails und Anrufe per Smartphone belastet die Gesundheit und schadet dem Familienleben. Das Risiko an Burnout zu erkranken steigt und knapp ein Viertel der Beschäftigten fühlen sich durch die Arbeit emotional erschöpft. Dies sind Ergebnisse der Studie „Auswirkungen der Digitalisierung der Arbeit auf die Gesundheit von Beschäftigten“.

Ein Mann mit Kopftaschenlampe sieht sich den Sternenhimmel an.

Digitalstrategen: Chief Digital Officer (CDO) – das Einhorn unter den Top-Managern

Das Berufsbild des Chief Digital Officer (CDO) ist brandneu. Aktuell haben erst lediglich zwei Prozent der großen Unternehmen die Position eines CDO geschaffen. Der digitale Wandel muss jedoch in der Unternehmensspitze verankert werden. Dies ist Aufgabe des Chief Digital Officers, welcher eine Digitalstrategie erarbeiten und die Digitalisierung von Unternehmen und Geschäftsmodellen vorantreiben und gestalten soll.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Weltweite Rekord-Investitionen bis 2020 von 900 Milliarden US-Dollar pro Jahr

Für die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette wollen branchenbezogene Unternehmen bis 2020 mehr als 900 Milliarden US-Dollar investieren. Von der Industrie 4.0 versprechen sich die Unternehmen signifikante Vorteile bei Kosten, Effizienz und Gewinn; das zeigt die neue globale Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Jahreswirtschaftsbericht 2017 - Bruttoinlandsprodukt wächst um 1,4 Prozent

Nach dem Verzicht auf seine Kanzlerkandidatur stellte Sigmar Gabriel den aktuellen Jahresbericht 2017 vor. Aus dem Bericht mit dem Titel „Für inklusives Wachstum in Deutschland und Europa“ geht hervor, dass das Bundeskabinett eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent erwartet. Grund für den Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 1,7 auf 1,4 Prozent ist die geringere Anzahl von Arbeitstagen.

Drei übereinander gestapelte Pakete von adidas,amazon und outletcity.

Unternehmensranking 2016: Die Top 100 deutschen E-Commerce-Händler

Im Bereich E-Commerce ist Amazon weiterhin der umsatzstärkste Onlinehändler in Deutschland. Mit 7,8 Mrd. Euro Umsatz befindet sich der Internet-Gigant weit vor Otto.de mit 2,3 Mrd. Euro und Zalando.de mit 1 Mrd. Euro Umsatz. Alle Top 100 E-Commerce-Händler erwirtschafteten 2015 zusammen einen Jahrsumsatz von 24,4 Mrd. Euro und eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent. Das geht aus der aktuellen EHI-Studie "E-Commerce-Markt Deutschland 2016" hervor.

Ein Mann im grauen Pullover stützt sich auf einer Fensterbank ab und schaut nach draußen.

Beraterhonorare: Tagessätze von Unternehmensberatern gestiegen

Deutsche Unternehmensberater verzeichneten 2015 und 2016 einen Anstieg ihrer Honorare von durchschnittlich 1,3 Prozent. Für 2017 wird von einer ähnlichen Erhöhung der Tagessätze ausgegangen. In der Strategieberatung variiert der Tagessatz für einen Projektleiter der Hierarchiestufe Manager und Senior Manager über alle Größenklassen gesehen von 1.150 bis 2.275 Euro. Vergleichbare Tagessätze in der IT-Beratung liegen zwischen 950 und 1.800 Euro, wie die Studie "Honorare in der Unternehmensberatung 2015/2016" vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) zeigt.

Industrie 4.0

Industrie 4.0: Viele deutsche Unternehmen ohne Strategie

Neun von zehn deutschen Unternehmen sehen Industrie 4.0 als Chance. Aber nur jedes fünfte Unternehmen hat eine Strategie und Verantwortlichkeiten für die Industrie 4.0 definiert. 44 Prozent können zudem keine Fortschritte beim Thema verzeichnen. Vorreiter investieren im Schnitt 18 Prozent ihres Forschungs- und Entwicklungsbudgets im Bereich Industrie 4.0, wie eine aktuelle McKinsey-Studie zeigt.

Feedback +/-

Feedback