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AT-Vertrag = Auf was achten?

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WiWi Gast

AT-Vertrag = Auf was achten?

Guten Morgen zusammen,

am kommenden Freitag findet mein 2. Vorstellungsgespräch bei einem mittelgroßen Unternehmen (2.000 MA) in der südlichen Provinz statt. Es geht um eine Stabstelle die direkt dem Vorstand unterstellt ist.
Das Unternehmen zahlt nach IGM, allerdings nach dem "Untertarif" Holz/Kunststoff. Mir wurde signalisiert das meine Gehaltswünsche nur außertariflich abgedeckt werden können. Dies scheint gerade so zu stimmen wenn ich die höchste Tarifstufe einmal auf 40h hochrechne.
Auf was sollte ich hierbei achten? Was ändert sich bei einem AT-Vertrag noch gegenüber Tarif? Der Kündigungsschutz sollte ja weiter bestehen bleiben, da die Stelle nicht leitend ist, sprich man keine Mitarbeiter selbst einstellen/kündigen darf. Gelten Tariferhöhungen auch für die AT'ler oder sollte ich hier einen Passus im Vertrag aufnehmen lassen das die Steigerungen durchgereicht werden oder das ich eine feste jährliche Steigerung vereinbare? (3% p.a. zum Beispiel)
Was ist noch wichtig? Stehe erstmalig vor der Option, daher meine Fragen.
Da ich gerade so über Tarif liege, sollte ich vielleicht lieber versuchen dort eingruppiert zu werden?

Danke für eure Hilfe.

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checker

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Das ist individuell.

Bei uns sind ATler außerhalb der Zeiterfassung, könne also keine Überstunden aufschreiben.

Die Tarifsteigerungen der TV werden für die ATler übernommen.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Lass dir die Unterschiede erklären, das wird im AT Bereich von Unternehmen zu Unternehmen verschieden gehandhabt.
Und ich sehe noch kein Problem, wenn du jetzt ich sag mal nur im Bereich 6.000 EUR p.a. über dem obersten Tarif liegst, warum die nicht einfach Tarif plus Zulage zahlen können. Tarif ist ja nur MINDESTstandard.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Ich würde auch darauf achten das AT auch wirklich ÜT ist.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

welcher Kündigungsschutz, was meinst du?

Tariferhöhungen werden nicht unbedingt durchgereicht. Ich kenn das aus einem anderen Unternehmen, dass es dort definierte AT-Stufen (intern, nicht IGM gebunden) gibt und ein "Mindestabstand" vorgeschrieben ist, z.B. niedrigste AT-Stufe 10% über oberster Tarifstufe. Hast du nun z.B. 20% mehr als die oberste Tarifstufe, wird das AT-Gehalt nicht erhöht bis die unterste AT-Stufe niedriger als die 110% liegen und dann der komplette AT-Bereich erhöht.

Aber wenn dich deine Firma als Stabler direkt unter Vorstand "veräppeln" will beim Gehalt, dann läuft eh was falsch. Als ATler (auch bei obigem Beispiel) muss man sich normalerweise keine Sorgen um ungerechte Gehälter machen. Die Firma hat bei so Leuten normalerweise kein Interesse, dass die zu leicht abgeworben werden.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

AT heisst nicht automatisch mehr Gehalt als die letzte Gehaltsgruppe. Als ATler sollst du es akzeptieren und besonders wenn du als Berufseinsteiger und oder mit wenig Berufserfahrung damit starten sollst. AT heisst keine überstunden und Verantwortung. Welche Gehalt hast du verlangt? Lass dich ebenfalls nicht nur mit fix Gehalt sondern auch variabel und oder Firmenwagen

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Hier der TE.

Konkret hatte ich 79.000 p.a. gefordert, unter der Annahme das dies noch im Tarifvertrag gedeckt ist. (Wäre es bei IGM-BaWü auch).
In der Untergruppe "Holz/Kunststoff" geht der Tarifvertrag aber "nur" bis ca. 71.000 p.a. bei einer 40h Woche.

Da ich als AT'ler aber ja sehr wahrscheinlich mehr als 40h arbeiten muss, möchte ich natürlich auch mehr als die 71.000 haben.
Ich befürchte nun, das ich 70.000 fix angeboten bekomme und den Rest als variabel. So gesehen würde ich fix weniger verdienen als in der höchsten Tarifstufe, muss aber mehr dafür tun.

Haben AT'ler den gleichen Kündigungsschutz/Fristen wie Tarifmitarbeiter? Ich dachte man wäre hier als AT'ler eventuell benachteiligt.

Was die Tariferhöhungen angeht werde ich definitiv nachfrage und gg. mit reinverhandeln. Sonst legt man da noch Jahr für Jahr drauf.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Kündigungsfristen stehen bei mir im Arbeitsvertrag (auch ATler). K.A. ob die im Tarif anders sind bei uns.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

mehr als 71k bei einer nicht-leitenden Funktion?

Erzähl doch mal mehr über das, was Du tust und was Du im neuen Job tun sollst...

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Ja wahrscheinlich wirst anteilig Variabel bekommen was nicht verkehrt ist. Du musst versuchen dein fix so hoch wie möglich zu verhandeln aber nicht auf das variabel verzichten. Kündigungsfrist ist nach Gesetz.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Zur Kündigung IG Metall Bayern ist es bspw. so Tarif vier Wochen, ÜT drei Monate

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Perfekt wäre ein Klausel, in der Richtung:

Grundlage für diesen Vertrag ist der aktuell gültige Rahmentarifvertrag. Für alle Klauseln, die nicht explizit in diesem Vertrag aufgeführt sind, gelten die entsprechenden Vereinbarungen aus dem Tarifvertrag.

Ob das Unternehmen diese Klausel mit aufnimmt steht natürlich auf einem anderen Blatt. So hätte man dann aber hinreichende Sicherheit.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Kenne auch solche Gehälter.

Mein Schwager ist E-Ing. mit ca. 12 Jahren BE und bekommt mit Leistungszulage auch etwa 5400 im Monat. * 13,25 = 71550 (ohne Personalverantwortung).

Kommt schon hin.

Lounge Gast schrieb:

mehr als 71k bei einer nicht-leitenden Funktion?

Erzähl doch mal mehr über das, was Du tust und was Du im
neuen Job tun sollst...

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

bei IG-Metall Tarif, 40 h/Woche und normaler Leistungszulage kommt noch auf ein ganzes Stück mehr als 70k. Nicht zum Berufseinstieg, aber nach paar Jahren ohne neue Aufgaben (zum Beispiel Personalführung)

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Besten Dank für eure Antworten!

Werde mich ausführlich beim AG informieren und versuchen soweit möglich alle sonstigen Bedingungen aus dem Rahmentarifvertrag zu übernehmen.

Beim aktuellen AG unterliege ich dem "richtigen" IGM-Tarif, wenn man hier eine EG16 oder EG17 Stufe mit durchschnittlichen 15% Leistungszulage und 40h-Vertrag hochrechnet kommt man ohne Personalverwantwortung auf maximal 90k nach ein paar Jahren in diesem Job.
Daher hab ich nicht gedacht das in der "Holz/Kunststoff" Sparte des IGM-Tarifvertrags schon bei 71k Schluß ist.
Mein Wunsch von 79k entspräche beim reinen IGM-Vertrag "nur" einer EG15 mit 40h Vertrag.

Beim potentiellen neuen AG möchte ich die Funktion des Vorstandsassistenten antreten. Hauptsächlich soll man sich hier selbständig um Sonderprojekte kümmern die auf Vorstandsebene laufen. Bringe 6 Jahre BE mit.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

m.E. Gibt es bei IGMetall (nrw. Zu mindest) nur bis EG14 und keine 17. wie du draufgekommen bist kann ich nicht sagen. Allerdings ist die EG14 in drei Gruppen ubterteilt. Bei und in der Firma laut meine Information gibts keine mitarbeiter der die EG14 hat da es für die Firma zu teuer ist wenn man die überstunden usw. Kallulieren soll. Mit 6 Jahre BE bis du bei 71fix gut bedient allerdings muss ein Variabel Gehalt dazukommen sonst ist es zu wenig.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

In BaWü geht der IGM-Tarifvertrag bis EG17. Diese entspricht auf Basis einer 35h/Woche einem Grundentgeld von 5.230 EUR + Leistungszulage 0%-30%. Im Durchschnitt 15%.

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WiWi Gast

Gehaltsgespräche AT-Vertrag als Projektleiter?

Beginne in kommender Zeit auch Gehaltsgespräche mit meinem Chef. Situation: Seit knapp 2 Jahren im Unternehmen (DAX IGM NRW), insgesamt knapp 4 Jahre Berufserfahrung. Derzeitiges Gehalt liegt tariflich mit allen Sonderzahlungen und 40h bei etwas über 90k.
Seit einigen Wochen nun Projektleiter und Spezialist für ein bestimmtes bereichsübergreifendes Prozessthema. Seit 5 Monaten in einem internen Entwicklungsprogramm mit Seminaren, Networking, Coaching-Veranstaltungen.
Diene dem Abteilungsleiter als Ansprechpartner, wenn es um bestimmte Teamprozesse geht. Habe daher im Team schon merklich eine Sonderrolle.

Ich strebe also nun den Sprung in die nächste Tarifgruppe an. Durch den Aufstieg in die höchste Tarifstufe würde ich nach weiteren 3 Jahren ca. 108k verdienen. Die ersten beiden Jahre davon allerdings ohne merkliche Steigerung zw. 90-95, was ich heute schon habe.
Mir wurde von einer Führungskraft (nicht meiner eigenen) gesagt, dass Richtung AT gehen sollte, da ich in meiner Funktion sowieso so viel arbeite und nicht mehr jede Überstunde aufschreiben kann. Außerdem verdient man in der ersten Stufe der höchsten Tarifgruppe erst mal weniger als in der letzten der vorherigen Tarifgruppe. Nachteil des Tarifgruppenaufstiegs wäre quasi der Timelaps, bis die merkliche Gehaltserhöhung wirklich eintritt (3 Jahre).
Nun überlege ich mir, ob ich einen AT Vertrag aushandeln sollte, der diesen Time-Laps kompensiert, mir aber garantiert, dass ich nach 3 Jahren mindestens die 108 (eher 5-10%mehr für die Überstundenkompensation) der letzten Tarifstufe erhalte.
Hat einer von euch schon mal solche Überlegungen angetrengt oder hat vergleichbare Erfahrungen?

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Stand vor 2Jahren vor der gleichen Wahl, als ich eine Assistentenstelle angefangen habe. Habe mich für einen AT Vertrag entschieden, mein Kollege (gleiche Position) für den "Tarif-Weg". Wir arbeiten beide genauso viel (60h+), nur dass er nach 50h nicht mehr stempelt (wegen Arbeitsschutzgesetz) und trotzdem weiter arbeitet. Allerdings konnte er zumindestens einen Mini-Teil seiner Überstunden abfeiern (~10Tage im Jahr). Das konnte ich natürlich nicht, habe dafür aber auch 15-20% mehr verdient.

Also je nachdem was einem wichtiger ist.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Grundsätzlich sollte man beachten das Vorstandsassistenten bei den Firmen teils ganz unterschiedlich gehandhabt werden. Die einen stellen nur Berufseinsteiger ein, die anderen eher erfahrene Leute.
Das Angebot an sich finde ich also absolut fair.

Wie schon gesagt wurde, kann man versuchen in den Tarif eingruppiert zu werden und ÜT Zulagen zu erhalten sodaß man das Zielgehalt erhält was man möchte. Oft erhöht sich das Gehalt aber dann nicht mehr, weil Tariferhöhungen mit den Zulagen verrechnet werden. Auch da gibt es unterschiedliche Handhabungen.
Je nach Firma ist eine AT Eingruppierung auch ein Sprungbrett. Wer Tarif bevorzugt signalisiert dass er eigentlich nur seine 40 Stunden schaffen möchte und ggf. suggeriert das auch dem AG dass man weniger Einsatzbereitschaft hat. Andererseits kann AT auch vom AG ausgenutzt werden.
Ich würde wohl hier den AT Weg gehen, denn im Tarif hättest du gar keine Möglichkeiten mehr.

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Hier der Schreiber vom 04.03.: Habe die letzte Zeit extreme Arbeitszeiten geschoben und weiß aufgrund bereits bestehender Projektzeitpläne, dass ich diese nicht abbauen werden kann. Da as Auszahlen von Überstunden bei uns nicht selbstvertändlich ist, tendiere ich nun dazu einen AT Vertrag zu verlangen. Um auf diesen Weg meine Mehrleistung kompensieren zu lassen.
Wie gesagt verdiene aktuell 90k all in ohne Überstundenkompensation. Haltet ihr eine Forderung von 100-105k für zu viel?

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marketeer

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Kommt auf die allgemeine Firmenpolitik (oder wie der gemeine wiwi-treff User sagen würde "Company policy") drauf an...

Es gibt Firmen, da kann ein Projektleiter/Spezialist garnicht >100k verdienen.
(Geht von der Stellenbudgetierung nicht)

Persönlich fände ich die Range 100-105k schon gut für AT (sind ja prozentual betrachtet auf den jetztiges Gehalt und nur das zählt 10-15% mehr.)

Folgende Fragen bzw. Gedanken würde ich mir u.a. stellen bzw. machen:
1.) Überstunden werden immer in einer Form vergütet entweder durch Zeitausgleich oder eben durch Auszahlung.
Wie würdest Du aktuell besser wegkommen?
90k + Überstunden auszahlen? => heisst vllt. kommst Du hier schon auf >105k?!

2.) AT bedeutet auch, dass Du keine tarifliche Anpassung mehr bekommst und jedes mal selsbt verhandeln musst.
Kann sein, dass Du auf den 105k "verweilst" (ausser es gibt bei euch den Mindestabstand zu den letzten Tarifgruppen, aber außertariflich ist nicht gleich übertariflich...), während Du im Tarif mit Überstundenkompensation besser wegkämst.

  1. Der Vorposter vor dir hats hinscihtlich AT vs. ÜT schon auf den Punkt gebracht.

Lounge Gast schrieb:

Hier der Schreiber vom 04.03.: Habe die letzte Zeit extreme
Arbeitszeiten geschoben und weiß aufgrund bereits bestehender
Projektzeitpläne, dass ich diese nicht abbauen werden kann.
Da as Auszahlen von Überstunden bei uns nicht
selbstvertändlich ist, tendiere ich nun dazu einen AT Vertrag
zu verlangen. Um auf diesen Weg meine Mehrleistung
kompensieren zu lassen.
Wie gesagt verdiene aktuell 90k all in ohne
Überstundenkompensation. Haltet ihr eine Forderung von
100-105k für zu viel?

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WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Verweilen dürfte man auf dem Gehalt aber nur so lange bis die höchste Tarifstufe ebenfalls steigt IG Metall etc. hat eine Klausel das es einen Mindestabstand geben muss wird dieser unterschritten ziehen die untersten AT Gehälter automatisch mit an.

antworten
WiWi Gast

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Lounge Gast schrieb:

Verweilen dürfte man auf dem Gehalt aber nur so lange bis die
höchste Tarifstufe ebenfalls steigt IG Metall etc. hat eine
Klausel das es einen Mindestabstand geben muss wird dieser
unterschritten ziehen die untersten AT Gehälter automatisch
mit an.

Diese Klausel gilt für IG Metall. In anderen Tarifen ist dem nicht so. Dort kannst du AT sogar weniger haben als jemand im Tarif mit Zulagen. Leider ist die Handhabung nicht überall so transparent wie im IG Metall Umfeld.

antworten
marketeer

Re: AT-Vertrag = Auf was achten?

Das ist (wie der Vorposter schon angedeutet hat) die Sache von Haustarifverträgen...
Nicht alle haben den IG Metall-Vertrag komplett am laufen.
Einige Unternehmen "lehnen sich nur an" oder "orientieren sich daran"...

Das ist meine persönliche Erfahrung.
Ist bei meinem aktuellen Arbeitgeber auch so, dass man als tariflich Angesteller mehr verdient (mit Hinblick auf den Stundensatz) als eine Führungskraft.

Lounge Gast schrieb:

Verweilen dürfte man auf dem Gehalt aber nur so lange bis die
höchste Tarifstufe ebenfalls steigt IG Metall etc. hat eine
Klausel das es einen Mindestabstand geben muss wird dieser
unterschritten ziehen die untersten AT Gehälter automatisch
mit an.

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