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Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Hallo zusammen,

gerne würde ich mit euch über den Stellenwert eines unbefristeten Arbeitsverhätnisses diskutieren. Ich bin 29 Jahre alt und arbeite für einen Sportartikelhersteller in Herzogenaurach. Bin rundum zufrieden, jedoch ist meine Stelle auf 2 Jahre befristet (noch knapp 9 Monate). Bisher habe ich kein klares Feedback über eine Verlängerunge/Unbefristetetes Arbeitsverhältnis bekommen und merke, wie sehr es an mir nagt. Jetzt auch während der Feiertage.

Auf der anderen Seite habe ich ehemalige Kommilitonen, welche nach dem Abschluss ihrer Probezeit 3 Kreuze gemacht haben und sich komplett sicher fühlen. Nach dem Motto "auch wenn es draußen knallen sollte, ich bin safe und habe meinen cashflow".

Früher war mir das ziemlich egal, merke jedoch nun, wie wichtig eigentlich diese Grundsicherheit ist.
Wie sieht ihr das?
Und weshalb gibt es immer weniger gute, unbefristete Veträge?

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Ein befristeter Vertrag gibt zumindest Sicherheit über die Dauer, ein unbefristeter Vertrag kann dagegen jederzeit gekündigt werden. Und man braucht sich da auch nichts vormachen, es kommt öfters vor als viele wahrhaben wollen, dass mal jemand fliegt.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Ein befristeter Vertrag gibt zumindest Sicherheit über die Dauer, ein unbefristeter Vertrag kann dagegen jederzeit gekündigt werden.

Auch ein befristetes Arbeitsverhältnis kann vorzeitig gekündigt werden.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Jemanden zu kicken, ist deutlich komplizierter, als man denkt. Dies kann ich dir als Teamleider aus erster Hand und eigener Erfahrung berichten. 1.) Muss ein gravierendes Fehlverhalten vorliegen um jemanden direkt zu feuern, bspw -> XY klaut etwas. Ansonsten geht es nur über die Abmahnungen. 1 & 2 kriegt man schnell zusammen, aber auch hier muss alles protokolliert werden und selbst dann, kann es vor dem Arbeitsgericht wacklig werden.

Wenn man sich als Angesteller geschickt anstellt und sich selber nicht ins Knie schiesst, kann man nicht so einfach gekündigt werden. Außer es gibt einen goldenen Handschlag und man kriegt so die Trennung hin.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Kommt auf die Branche an. Im öffentlichen Dienst gibt es sowas oft, in der Beratung z.B. fast nie. Es liegt ganz allein bei dir, worauf du dich bewirbst.

Ich würde mich zwar auch nie auf etwas Befristetes bewerben, weil ich es respektlos finde, ich verstehe aber andererseits auch nicht, was ihr immer mit eurer Arbeitsplatzsicherheit wollt. Wer Karriere machen will, sollte doch sowieso alle paar Jahre auf die nächsthöhere Position wechseln und sich dafür (vor allem extern) bewerben.

Ich habe viele Kollegen, die in der Unternehmensberatung (trotz unbefristetem Vertrag) durch Up or Out rausgeworfen wurden. Dann sucht man eben was anderes. Andere Kollegen, die nicht rausgeworfen wurden, haben auch von selbst gekündigt und was anderes gesucht. Ich sehe nicht so das Problem.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Darum greift man mancherorts gerne auf Mobbing zurück um unliebsame Angestellte rauszuekeln...

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Jemanden zu kicken, ist deutlich komplizierter, als man denkt. Dies kann ich dir als Teamleider aus erster Hand und eigener Erfahrung berichten. 1.) Muss ein gravierendes Fehlverhalten vorliegen um jemanden direkt zu feuern, bspw -> XY klaut etwas. Ansonsten geht es nur über die Abmahnungen. 1 & 2 kriegt man schnell zusammen, aber auch hier muss alles protokolliert werden und selbst dann, kann es vor dem Arbeitsgericht wacklig werden.

Wenn man sich als Angesteller geschickt anstellt und sich selber nicht ins Knie schiesst, kann man nicht so einfach gekündigt werden. Außer es gibt einen goldenen Handschlag und man kriegt so die Trennung hin.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Auch ein befristetes Arbeitsverhältnis kann vorzeitig gekündigt werden.

Sofern nichts anderes im Vertrag geregelt ist aber nicht ordentlich. Wenn du also nix mitgehen lässt oder dich sonst wie daneben benimmst, haste die Zeit dann sicher.

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Jemanden zu kicken, ist deutlich komplizierter, als man denkt. Dies kann ich dir als Teamleider aus erster Hand und eigener Erfahrung berichten. 1.) Muss ein gravierendes Fehlverhalten vorliegen um jemanden direkt zu feuern, bspw -> XY klaut etwas. Ansonsten geht es nur über die Abmahnungen. 1 & 2 kriegt man schnell zusammen, aber auch hier muss alles protokolliert werden und selbst dann, kann es vor dem Arbeitsgericht wacklig werden.

Es geht hier ja nicht um solche Fälle, sondern im Grunde schlicht betriebsbedingte Kündigungen. Dann zahlt man halt je nach Fall auch mal 100k-200k Abfindung, das interessiert doch nicht, sofern man eine Stelle eingespart hat, woran man gemessen wird. Man kann absolut jeden loswerden, auch sehr kurzfristig wenn es sein muss, es kommt lediglich auf den Preis an. Gerade du als Teamleiter weißt das auch. ;-)

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Das ist gar nicht so unüblich wie man vllt denkt. Kenne den Fall, dass Mitarbeiter nicht mehr gebraucht werden aber so unfassbar gute Verträge haben, dass sie nicht freiwillig gehen. Diese Mitarbeiter haben vom Arbeitgeber ein extra Büro bekommen, ohne PC aber mit Telefon. Das ist schon Mobbing auf höchsten Niveau.

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Darum greift man mancherorts gerne auf Mobbing zurück um unliebsame Angestellte rauszuekeln...

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Jemanden zu kicken, ist deutlich komplizierter, als man denkt. Dies kann ich dir als Teamleider aus erster Hand und eigener Erfahrung berichten. 1.) Muss ein gravierendes Fehlverhalten vorliegen um jemanden direkt zu feuern, bspw -> XY klaut etwas. Ansonsten geht es nur über die Abmahnungen. 1 & 2 kriegt man schnell zusammen, aber auch hier muss alles protokolliert werden und selbst dann, kann es vor dem Arbeitsgericht wacklig werden.

Wenn man sich als Angesteller geschickt anstellt und sich selber nicht ins Knie schiesst, kann man nicht so einfach gekündigt werden. Außer es gibt einen goldenen Handschlag und man kriegt so die Trennung hin.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Ich weiß ja nicht wo du dich bewirbst, aber aktuell steht der Markt für Bewerber ziemlich gut dar und ich empfinde es als eher untypisch befristete Verträge auszustellen und bin eher der Meinung, dass im Vergleich zu ein paar Jahren eher weniger unbefristete Verträge herausgegeben werden.

Falls doch, sollte man entweder verhandeln oder sich einen anderen Job suchen.

Wer mir heute einen befristeten Vertrag anbieten würde, dem würde ich diesen kommentarlos wieder zurücksenden.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Hallo zusammen,

gerne würde ich mit euch über den Stellenwert eines unbefristeten Arbeitsverhätnisses diskutieren. Ich bin 29 Jahre alt und arbeite für einen Sportartikelhersteller in Herzogenaurach. Bin rundum zufrieden, jedoch ist meine Stelle auf 2 Jahre befristet (noch knapp 9 Monate). Bisher habe ich kein klares Feedback über eine Verlängerunge/Unbefristetetes Arbeitsverhältnis bekommen und merke, wie sehr es an mir nagt. Jetzt auch während der Feiertage.

Auf der anderen Seite habe ich ehemalige Kommilitonen, welche nach dem Abschluss ihrer Probezeit 3 Kreuze gemacht haben und sich komplett sicher fühlen. Nach dem Motto "auch wenn es draußen knallen sollte, ich bin safe und habe meinen cashflow".

Früher war mir das ziemlich egal, merke jedoch nun, wie wichtig eigentlich diese Grundsicherheit ist.
Wie sieht ihr das?
Und weshalb gibt es immer weniger gute, unbefristete Veträge?

Generell ist die Festanstellung ohne Befristung schon der Standard und wird es mittelfristig auch bleiben. Über alle Berufsgruppen beträgt die Befristungsquote ca. 9%, also die deutliche Minderheit.

Allerdings sind die beiden angesprochenen Sportartikelhersteller jetzt nicht dafür bekannt das Ideal des sicheren Arbeitsplatzes hochzuhalten.

Auch muss man sagen, dass unter Berufseinsteigern (< 3 Jahre BE) die Befristung in den letzten Jahren schon zugenommen hat. Je nach Statistik soll die Befristungsquote bei frischen Akademikern in ihrem ersten Job zwischen 30% und 50% liegen.

Ich würde mich sobald das Ende der 2 Jahre naht, einfach mal anderweitig bewerben. Kann auch sein, dass dir dein Arbeitgeber ein Angebot macht, sobald die Befristung vorbei ist.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

WiWi Gast schrieb am 26.12.2018:

Ich weiß ja nicht wo du dich bewirbst, aber aktuell steht der Markt für Bewerber ziemlich gut dar und ich empfinde es als eher untypisch befristete Verträge auszustellen und bin eher der Meinung, dass im Vergleich zu ein paar Jahren eher weniger unbefristete Verträge herausgegeben werden.

Wie kommst du zu dem Schluss? Die Wirtschaft läuft einigermaßen, ja, aber gleichzeitig haben wir so viele Akademiker wie nie und in dem Bereich auch ein so gutes Einsparungspotenzial wie nie (Digitalisierung, Verlagerung).
Bei mir in der Firma wurden im letzten Halbjahr 2 Controller eingestellt, beide um die 120k Jahresverdienst für eine Position ohne Führungsverantwortung, also echte Experten mit langjähriger Berufserfahrung. Trotzdem sind die Verträge erstmal befristet, das nimmt doch keiner an, wenn er was vergleichbares Unbefristetes in Aussicht hat.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Hallo zusammen,

gerne würde ich mit euch über den Stellenwert eines unbefristeten Arbeitsverhätnisses diskutieren. Ich bin 29 Jahre alt und arbeite für einen Sportartikelhersteller in Herzogenaurach. Bin rundum zufrieden, jedoch ist meine Stelle auf 2 Jahre befristet (noch knapp 9 Monate). Bisher habe ich kein klares Feedback über eine Verlängerunge/Unbefristetetes Arbeitsverhältnis bekommen und merke, wie sehr es an mir nagt. Jetzt auch während der Feiertage.

Welchen Bereich arbeitest du?

Auf der anderen Seite habe ich ehemalige Kommilitonen, welche nach dem Abschluss ihrer Probezeit 3 Kreuze gemacht haben und sich komplett sicher fühlen. Nach dem Motto "auch wenn es draußen knallen sollte, ich bin safe und habe meinen cashflow".

Früher war mir das ziemlich egal, merke jedoch nun, wie wichtig eigentlich diese Grundsicherheit ist.
Wie sieht ihr das?
Und weshalb gibt es immer weniger gute, unbefristete Veträge?

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Weiß von einer Freundin wie extrem bei ihr im öffentlichen Dienst Mobbing betrieben wird.
Dachte immer da wäre es ruhiger. Aber was ich da gehört habe stellt wirklich alles andere in den Schatten.

WiWi Gast schrieb am 25.12.2018:

Das ist gar nicht so unüblich wie man vllt denkt. Kenne den Fall, dass Mitarbeiter nicht mehr gebraucht werden aber so unfassbar gute Verträge haben, dass sie nicht freiwillig gehen. Diese Mitarbeiter haben vom Arbeitgeber ein extra Büro bekommen, ohne PC aber mit Telefon. Das ist schon Mobbing auf höchsten Niveau.

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WiWi Gast

Unbefristeter Vertrag heutzutage Luxus?

Kenne Leute bei beiden Sportartikelherstellern in Herzogenaurach. Bei der Katze gibt es eigentlich grundsätzlich weniger befristete Verträge, deshalb denke ich, dass du bei den 3 Streifen bist. Und dort weiß ich aus erster Hand, dass es nur momentan etwas schwierig ist, wegen Hiring Freeze etc. (aber das weißt du wahrscheinlich ja sowieso). Zusätzlich kommt noch die Optimierungsmaßnahme dazu (GBPW oder wie auch immer das heißt). Durch diese beiden Maßnahmen wird erstmal versucht interne unbefristete Leute unterzubringen und danach haben Befristungen die Möglichkeit auf einen unbefristeten Vertrag. Grundsätzlich werden dort aber auch Leute unbefristet eingestellt. Und zwar gleich zu Beginn. Wenn das bei dir nicht so der Fall war, dann solltest du dir keine größeren Hoffnungen machen, denn das liegt dann meist an deiner Person bzw. deinem Teamleiter.

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