DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Arbeitsvertrag & -rechtAT

Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Autor
Beitrag
WiWi Gast

Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Hallo zusammen,

ich habe heute meinen ersten Arbeitsvertrag erhalten als IC und fühle mich leicht veräppelt. Letzte Woche hatte ich das Vorstellungsgespräch, wo mir am Ende gesagt worden ist, dass ich einen AT Vertrag erhalten werde (1. Jahr 40k fix + 5k leistungsbezogen, 2. Jahr 10% Gehaltserhöhung) aber es wurde nicht mehr drauf eingegangen. Daher bin ich davon ausgegangen, dass ich einen 37 Std AV (Konzernüblich) erhalten werde. Im Arbeitsvertrag steht aber nun: "Wegen der enormen Bedeutung des SAP Rollout Projekts - keine Arbeitszeiterfassung, grober Richtwert 40 Std."

Kurz zum Hintergrund: SAP S/4 Hana soll bis 2022 im Konzern (~100 Buchungskreise) komplett eingeführt werden, daher wird das SAP Team gerade aufgestockt.

Ich bin mir sicher, dass es nicht bei den 40 Std. bleiben wird aber was mich mehr stört ist die Tatsache, dass mit einem Bewerber nicht offen und ehrlich umgegangen wird. Daher bin ich mir nun unsicher, ob es der richtige Arbeitgeber für mich ist. Was würdet Ihr tun? Die Stelle annehmen oder das geringe Fix Gehalt nachverhandeln? Glaube aber, dass sich beim Gehalt nicht mehr viel machen lässt.

Bin dankbar für jede einzelne Meinung!

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Peile ich nicht. Dir wurde doch gesagt, dass du einen AT Vertrag erhältst. Wieso rechnest du dann mit einer 37h Woche? Meiner Meinung nach ist hier alles korrekt abgelaufen von Seiten des Konzerns. Ob du dich aber für 40k-45k auf einen AT Vertrag einlassen solltest, ist die andere Frage. Ich würde definitiv nicht unterschreiben.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Steht da wirklich "grober Richtwert"?

Das käme mir etwas komisch vor. Was heißt grob? Was heißt Richtwert? Ich würde da definitiv nochmal nachfragen und mich ggf. auch dagegen entscheiden. Das Gehalt ist leicht unterdurchscnittlich bis normal. Aber wenn die Arbeitszeiten so variabel sind dann ist es nicht empfehlenswert.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

  1. Was ist IC?
  2. Welche Qualifikation deinerseits?
  3. Welcher Standort?

Mit so marginalen Infos kann man das Angebot nicht sinnvoll bewerten.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Absagen. Ausgebildete Fachinformatiker kriegen bereits >30k zum Einstieg mit festen Stunden, keiner der studiert ist und etwas mit Informatik kann sollte für unter 50-55k, je nach Region, einsteigen.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Hallo,

es geht um eine Inhouse Consulting Stelle im Taunus, Nähe Frankfurt/Main. Ich habe WiInfo studiert an einer FH/TH, 3 Auslandssemester und Abschlussnote 2,0. Ja vielleicht war es auch mein Fehler, dass ich im Interview nicht mehr drauf eingegangen bin, habe mir dabei halt nichts gedacht.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Noch eine Info, die ich vergessen habe zu erwähnen: Habe einen Bachelorabschluss

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Sehe da seitens des Unternehmens kein Fehlverhalten. Ich würde bei AT immer von 40h Vertrauensarbeitszeit ausgehen. Ob du ob der Unkalkulierbarkeit Stunden das Angebot annimmst musst du entscheiden.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Definitiv nicht annehmen.

Ich frage mich wie die Absolventen sich so ausnutzen lassen. 40k soll ok sein? Einfach nur zum Kopfschütteln.

Als Arbeitnehmer wird man eh ausgebeutet, aber dann will ich zu den Konditionen ausgebeutet werden, zu denen ich auch bereit bin. Ein paar Überstunden ist ja auch, aber bitte ausgezahlte oder die man abfeiern kann! Nicht wenige Absolventen machen Überstunden, ohne dementsprechend kompensiert zu werden in der Hoffnung die Karriereleiter somit irgendwie schneller hochklettern zu können oder sich in der Zukunft mit seinem Einsatz irgendwie einen Vorteil erschaffen zu können. Süß sowas. Karriere geht über a) Beziehung und b) sich wichtiger für das Unternehmen darstellen als dies in Wirklichkeit der Fall ist

Lieber ins Gespräch mit plus 10-15% höherem Gehaltswunsch reingehen, den man wirklich haben möchte.

Grober Richtwert --> Bei diesem Wort in einem Vertrag, weiß ich nicht, ob man lachen oder weinen soll.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Ich kann mir vorstellen welches Unternehmen du meinst.

Sollte es der Konzern sein den ich meine, würdest du im Tochterunternehmen angestellt werden, welches wie einige andere Unternehmensbereiche im vergangen Jahr in eigenständige Tochterunternehmen verlagert worden sind.

Ich kenne deinen Vertrag nicht, vermute jedoch, dass es wie in anderen Tochterunternehmen ist und 4 Überstunden pro Woche mit dem Gehalt abgegolten sind.

Ansonsten gibt es im Tochterunternehmen leider nicht die Privilegien wie im Konzern:

  • Keine 38,5 Std Woche
  • Keine 30 Tage Zrlaub (ich vermute bei dir sind es 28)
  • Kein Weihnachtsgeld
  • Kein Leistungsentgelt
  • Kein BR (ob nun notwendig oder nicht, trotzdem gibt es ihn nicht)
antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Für Bachelor geht das absolut okay! Die Stunden würde ich aber nochmal spezieller ausdefinieren lassen. Schlag doch vor: 40h pro Woche und 10 Überstunden pro Monat inkludiert, danach dann ausbezahlen oder abbummeln.
Wobei es in solch einem Fall dann immer auf ausbezahlen rauslaufen wird.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Geht mMn voll in Ordnung. Mach das 2-3 Jahre und kannst dann problemlos für 60-65k wechseln.

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Finde es unmöglich. NICHT ANNEHMEN!

antworten
WiWi Gast

Re: Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Finde den Vertrag um ehrlich zu sein nicht so schlimm

antworten

Artikel zu AT

Der Arbeitsvertrag

Ein Kugelschreiber liegt auf einem Holzuntergrund.

Der Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien. Die schriftliche Ausarbeitung des Arbeitsvertrags hilft Missverständnisse auszuschließen und beugt späteren Streitigkeiten vor.

Probezeit – Tipps für den erfolgreichen Start

Der erste Arbeitstag rückt näher und Fragen kommen auf: Werde ich mich integrieren können? Welche Anforderungen kommen auf mich zu? In der Probezeit müssen sich Arbeitnehmer behaupten, aber auch herausfinden, ob die Position im Unternehmen das Richtige ist. Der WiWi-Treff befasst sich im Teil 2 mit interessanten Tipps für den erfolgreichen Start in die Probezeit.

Probezeit – arbeitsrechtliche Grundlagen

Werde ich mit den neuen Aufgaben zurechtkommen? Kann ich mich in das Team integrieren? Vor dem ersten Arbeitstag ist die Aufregung groß – denn nun heißt es, ab ins kalte Wasser und sich behaupten. Die Probezeit ist ideal, sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer, im Unternehmen seinen Platz zu finden oder nicht. Der WiWi-Treff befasst sich im Teil 1 mit relevanten arbeitsrechtlichen Grundlagen und Pflichten die das Thema Probezeit umfassen.

Weiterbildung: Rückzahlung von Weiterbildungskosten bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses

Eine weiße Tür mit der Aufschrift Schulungsraum.

Die Vereinbarung von Rückzahlungskosten in Verträgen unterliegen einer Angemessenheitskontrolle. Beim vorzeitigem Beenden einer Ausbildung wollen somit viele Arbeitgeber die Ausgaben zurückerstattet bekommen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat dennoch entschieden, dass diese Rückzahlungsklauseln an sehr strenge Voraussetzungen geknüpft sind und somit oft als unwirksam gelten.

Arbeitsrecht: Rechte der Schwerbehindertenvertretung bei Besetzung von Führungsstellen

Ein Fahrstuhl mit einem Symbol für einen Personen- und einen Behindertentransport.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden: Bei der Besetzung einer Führungsposition muss die Schwerbehindertenvertretung nicht immer am Besetzungsverfahren beteiligt werden. Es sei denn, dass die Führungsanforderungen auch schwerbehindertenspezifische Aufgaben – wie die Gestaltung von behinderungsgerechten Arbeitsplätzen - beinhaltet.

Arbeitsvertrag: Textform ersetzt Schriftform – SMS und E-Mail werden rechtskräftig

Eine Hand hält ein Smartphone.

In Zeiten der Digitalisierung ändert sich auch die Kommunikation im Büro. Viele wünschen sich die Forderung nach einer Gehaltserhöhung oder einem Freizeitausgleich per SMS an den Arbeitgeber zu schicken – ist das möglich? Tatsächlich ist dieser Tatbestand seit dem 01. Oktober 2016 rechtskräftig. Durch das Inkrafttreten der Änderungen im deutschen Vertragsrecht ist es ab sofort möglich, Ansprüche auch per Textform gelten zu machen. Dabei muss aber der Unterschied zwischen der „Textform“ und der altbekannten „Schriftform“ beachtet werden. Und reicht die Textform auch bei einer Kündigung aus?

Probezeit: Vorausgegangenes Praktikum zählt nicht zur Probezeit einer Berufsausbildung

Gebäude des Bundesarbeitsgerichtes

Viele beginnen vor einer Berufsausbildung ein Praktikum im Unternehmen. Kann so ein vorangegangenes Praktikum als Probezeit im Anschluss angerechnet werden? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat dazu entschieden: Ein vorausgegangenes Praktikum gilt nicht als Probezeit in einer anschließenden Berufsausbildung.

Anspruch auf Weihnachtsgeld bei gekündigtem Arbeitsverhältnis

In der Regel steht in vielen Arbeits- und Tarifverträgen geschrieben, dass nur ein Anspruch auf Weihnachtsgeld besteht, wenn sich das Arbeitsverhältnis bei der Auszahlung oder zu einem Stichtag in einem unkündbaren Zustand befindet. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass ein Weihnachtsgeldanspruch maßgeblich von der Höhe und wofür abhängt.

Firmenwagen: Kein Anspruch auf private Dienstwagennutzung bei längerer Arbeitsunfähigkeit

Der vordere Innenraum eines Audis.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden: Ist ein Arbeitnehmer dauerhaft erkrankt, darf der Arbeitgeber ihm den Firmenwagen entziehen. Die private Nutzung von Dienstwagen gilt als geldwerter Vorteil und an erbrachter Arbeitsleistung gekoppelt.

Arbeitsvertrag: Bonuszahlungen bei Investmentbank sind nicht immer verpflichtend

Investmentbanking, Investment Banking, Investment Bank, Investmentbank, IB, M&A,

Haben Investmentbanker das Recht Bonuszahlungen einzustreichen, auch wenn sich das Unternehmen in einer wirtschaftlichen Krise befindet? Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden: Ob eine Bonuszahlung erfolgt, hängt von den individuellen Zielvereinbarungen im Arbeitsvertrag fest.

Personalakte: Arbeitnehmer darf Personalakte trotz Beendigung des Arbeitsverhältnisses einsehen

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden: Nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses besteht seitens des Arbeitnehmers weiterhin das Recht zur Einsicht in die Personalakte.

Arbeitsvertrag: Abgrenzung von Arbeitsverhältnis und Werkvertrag

Gesetz und Recht - Das  Paragrafenzeichen einer Schreibmaschine ist angeschlagen.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat sich mit der Gestaltung eines Dienstvertrages im Vergleich zum Werkvertrag befasst. Die Abgrenzung von Dienstvertrag und Werkvertrag entscheidet über Steuer- und Sozialabgaben und die Einstufung als Selbständiger oder Arbeitnehmer. Maßgeblich ist hierfür die Tätigkeit.

Bonusanspruch: Gerichtliche Leistungsbestimmung und Festsetzung der Bonushöhe

Das Wort BONUS - für Gehaltsbonus - auf einer Kreidetafel geschrieben.

Entscheidet der Arbeitgeber die Bonuszahlungen nach billigem Ermessen auszusetzen, kann der Arbeitnehmer seinen Bonusanspruch gerichtlich geltend machen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) kann die Höhe des Bonus auf Grundlage des Vertrages beider Parteien festsetzen.

Arbeitsrecht: Anspruch auf tabakrauchfreien Arbeitsplatz

Ein weißes Nichtraucherzeichen auf einer Scheibe mit verschwommenem Hintergrund.

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat entschieden, dass Arbeitnehmer grundsätzlich Anspruch auf einen tabakrauchfreien Arbeitsplatz haben – diese Tatsache gilt jedoch bedingt. Befindet sich der Arbeitsplatz in einem nach landesrechtlichen Vorschriften erlaubten Raucherraum und die Schutzmaßnahmen zur Gesundheitsgefährdung sind gegeben, ist das Rauchen erlaubt.

Arbeitsrecht: Einsicht in die Personalakten unter Hinzuziehung eines Rechtsanwalts

Ein blaues Schild mit der weißen Aufschrift Personal.

Der Arbeitnehmer hat jederzeit das Recht einen Einblick in seine Personalakten zu verlangen. Allerdings hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) entschieden, dass kein Anspruch auf Hinzuziehung eines Rechtsanwalts besteht – unter dem Aspekt, dass der Arbeitnehmer Kopien seiner Personalakte anfertigen darf.

Antworten auf Mieser AT Vertrag beim Berufseinstieg

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 14 Beiträge

Diskussionen zu AT

Weitere Themen aus Arbeitsvertrag & -recht

Feedback +/-

Feedback