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Tarifliches Weihnachtsgeld – Zwischen Stagnation und Zuwachs

Die Wirtschaftskrise macht sich auch beim tariflichen Weihnachtsgeld bemerkbar: In sieben von 23 untersuchten Tarifbereichen gibt es in diesem Jahr keine Steigerung des tariflichen Weihnachtsgeldes.

Tarifliches Weihnachtsgeld – Zwischen Stagnation und Zuwachs
Düsseldorf, 22.11.2010 (wsi) - Die Wirtschaftskrise macht sich auch beim tariflichen Weihnachtsgeld bemerkbar: In sieben von 23 untersuchten Tarifbereichen gibt es in diesem Jahr keine Steigerung des tariflichen Weihnachtsgeldes. Dazu gehören die chemische Industrie, die Metallindustrie, das Bankgewerbe und das Hotel- und Gaststättengewerbe. Auch in der Landwirtschaft, im Steinkohlenbergbau und im Groß- und Außenhandel blieb der tariflich vereinbarte feste Eurobetrag für das Weihnachtsgeld unverändert.

In den übrigen Bereichen variiert der Zuwachs der tariflichen Jahressonderzahlung zwischen 1,2 Prozent (öffentlicher Dienst) und 5,7 Prozent (Stahlindustrie). Dies entspricht bezogen auf die mittlere Vergütungsgruppe einem Zuwachs zwischen 10 und 128 Euro. Zu diesem Ergebnis kommt das WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung in einer Auswertung von Tarifverträgen aus 23 Branchen.

„Dort, wo die Tarifabschlüsse mitten in der Krise erfolgten und Pauschalzahlungen beinhalteten, blieben die tariflichen Sonderzahlungen unverändert – so zum Beispiel in der chemischen Industrie und in der Metall- und Elektroindustrie“, stellt der Leiter des WSITarifarchivs Dr. Reinhard Bispinck fest. In der Stahlindustrie sind dagegen die Tarifvergütungen im Januar um 2 Prozent und im Oktober noch einmal um 3,6 Prozent gestiegen mit entsprechender Wirkung auf die Sonderzahlung.

Grundsätzlich sehen in den meisten Wirtschaftszweigen die geltenden Tarifverträge ein Weihnachtsgeld vor, zeigt die Auswertung des WSI-Tarifarchivs. Es wird überwiegend als fester Prozentsatz vom Monatseinkommen berechnet (siehe auch die Grafik und die ausführliche Tabelle im Anhang dieser Pressemitteilung). Die in den einzelnen Tarifverträgen festgelegten Prozentsätze haben sich im Vergleich zu den Vorjahren kaum verändert.

Ein im Vergleich hohes Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Bankgewerbe, in der Süßwarenindustrie, in der westdeutschen Chemieindustrie sowie in der Druckindustrie (95 bis 100 Prozent eines Monatseinkommens). Darunter liegen unter anderem die Bereiche Versicherungen (80 Prozent), Einzelhandel (West) (62,5 Prozent) sowie Metallindustrie (West) (55 Prozent). Im öffentlichen Dienst (Gemeinden, West) beträgt das Weihnachtsgeld je nach Vergütungsgruppe zwischen 60 und 90 Prozent. In vielen Bereichen haben die Beschäftigten in den neuen Ländern mittlerweile gleichgezogen.

Weniger als ihre KollegInnen im Westen erhalten die Ost-Beschäftigten z. B. in den Bereichen Chemie (65 Prozent), öffentlicher Dienst (Gemeinden 45 - 67,5 Prozent) und Metallindustrie (50 Prozent). Kein Weihnachtsgeld erhalten unter anderem die Beschäftigten im Gebäudereinigerhandwerk und im Bauhauptgewerbe Ost.

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4 Kommentare

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Gab es noch nie, wird es nie geben! CLOSED WiWi Gast schrieb am 05.11.2018: ...

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3600*1,4 = 5040 Euro Brutto. Und dann halt die Steuern normal abziehen. Werden dann ~3000Euro netto sein. Ich glaube zumindest, dass es so funktionieren müsste. Kann mich auch irren.

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WiWi Gast

ach, hier jammern soviele. Und wenn mein Bonus mal ausfällt, stehen genug andere auf der Strasse

22 Kommentare

Urlaubstage, Weihnachtsgeld...

WiWi Gast

Null Sonderzahlungen, da Zeitarbeit.

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WiWi Gast

Es gibt nur Bonus plus (je nach Big4) Überstundenvergütung

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