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Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

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WiWi Gast

Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Hallo!
Hat jemand Erfahrung wie die Chancen als BWL Absolvent in den Steuerabteilungen der Großkanzleien sind?
Ich interessiere mich insbesondere für den Bereich M&A Tax und hier insbesondere für die steuerliche Beratung von Private Equity Fonds.
Ich habe gehört das einige Kanzleien (FGS, Noerr, Pöllath+Partners) auch sehr gute Wirtschaftswissenschaftler nehmen... ?
Zu mir: BSc BWL mit 1,8; MSc BWL voraussichtlich mit 1,5-1,7 (Uni)
Schwerpunkt: betriebliche Steuerlehre und Steuerrecht insbesondere Umwandlungssteuerrecht und Unt.kauf.
Praktikum: 1x bei einer größeren Mittelständischen WP/Stb und 1x bei einer Big4 im M&A Tax.
Kennt jemand den Unterschied in der Tätigkeit der Big4 M&A Tax Teams und der der Großkanzleien?
Wäre nett wenn sich Leute melden die tatsächlich durch Praktikas/Berufseinstieg sinnvolle Informationen bereitstellen können.
Danke!

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ich habe mal die Kasse geprüft als Big4ler. War schon nicht ohne, aber irgendwie wird jeder mal ins kalte Wasser geworfen. Wird bei M&A TAX genau so sein.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ich kenne BWLer, die bei einer der genannten GKs arbeiten. Mein Eindruck ist, dass die das gleiche machen wie wenn sie bei den Big4 oder bei einem Mittelständler in der Steuerabteilung wären. Der einzige Unterschied ist eben, dass diese Kanzleien vor allem Rechtsanwälte beschäftigen. Du wirst dort allerdings nie die Arbeit einer Steuerjuristen übernehmen dürfen. Du wirst dort immer der BWLer bleiben. Von daher ist es Imo eh Wurscht, wo man anheuert. Übrigens glaube ich auch nicht, dass es so furchtbar schwer ist, dort eine Stelle zu kriegen.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Also bei FGS und bei Noerr gibt es definitiv Partner die BWL studiert haben. Das kann man auf deren Homepage unter Partner nachlesen! Die sind zwar alle promoviert aber scheinbar ist es zu min. im Bereich Steuern keine Voraussetzung mehr Jurist zu sein.

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Fladda

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Zahlen die denn im Vergleich zu den Big Four mehr Gehalt?

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

FGS ist für mich keine Großkanzlei. Die tragen ja schon in ihren Namen den Zusatz "Steuerberater, Wirtschaftsprüfer". Explizit suchen sie auch WiWis und nicht nur StB und WPs mit juristischer Ausbildung.

Und ja, sie zahlen für einen WiWi-Einsteiger mehr als die Big4. Dafür wird aber auch wesentlich selektiver gesucht. Außerdem gibt es weniger Standorte, so dass aus diesem Grund FGS nicht für jeden in Frage kommt. Siehe zu FGS übrigens einen eigenen Thread.

Noerr kenne ich nicht gut genug. Andere Großkanzleien, die auch WiWis anheuern (es sind nicht viele), behandeln diese m.E. nicht selten als Mitarbeiter zweiter Klasse. Die Einsteigsgehälter sind (viel) niedriger und eine Perspektive auf Partnerschaft dürftest Du nur sehr selten bekommen. Es sind halt in erster Linie Rechtsanwaltskanzleien, da wird schon allein die Berufsaufsicht nicht mitspielen.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Rechtsanwaltsorientierte Kanzleien suchen auch BWLer, allerdings nur für "typische BWLer Arbeiten" - also Wirtschaftsprüfung oder Tax Compliance. Aus dieser Schublade wird man als BWLer gerade in einer rechtsanwaltsorientierten Kanzlei nie herauskommen, weil die nämlich mehr als genug echte Juristen haben, die steuerrechtlich beraten können.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ist eigentlich eh voll der Kracher, dass Juristen in Sachen Steuerberatung selbst ausgewiesenen Steuer/WP-Experten aus BWL locker die Hosen ausziehen. Wozu soll so ein Studium dann überhaupt gut sein?

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Juristen überblicken durch ihre langjährige juristische Ausbildung die Zusammenhänge des Steuerrechts mit anderen Rechtsgebieten viel besser. Außerdem sind sie methodisch besser.

Ich glaube allerdings nicht, dass ein Jura-Studium in jedem Fall die bessere Grundlage für eine Tätigkeit als Steuerberater ist. Es kommt darauf an, wie und wo man arbeiten möchte.

In der Großteilkanzlei hat man bestimmt Vorteile durch ein Jurastudium. Aber wenn man sich als Einzelkanzlei selbständig machen möchte, kann ich mir vorstellen, dass ein Jura-Studium hier sogar eher hinderlich ist. Denn meiner Meinung nach brauchen gerade kleinere Mandate betriebswirtschaftliche Beratung. Hier hat man mit einem BWL-Hintergrund mehr zu bieten. Welcher kleine Unternehmer geht denn freiwillig zu einem Steuerberater, der Rechtsanwalt ist? Die denken doch sofort, dass der Rechtsanwalt teurer ist und Leistungen bereithält, die gar nicht benötigt werden. Wahrscheinlich lockt der Rechtsanwaltstitel vor allem die "zwielichtigen" Mandanten an, die sich strafbar gemacht haben in ihrer Tätigkeit oder große Probleme mit dem Finanzamt haben. Solche Mandanten zu haben, ist gar nicht erstrebenswert. Denn oft sind die auch zu ihrem Steuerberater nicht ehrlich, zahlen Rechnungen ganz oft gar nicht, sind insolvent usw.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Sofern du ausreichende Kenntnisse im Steuerrecht hast, dann wirst du bei den angesprochenen Läden (FGS, Noerr, SJ Berwin usw.) durchaus ne gute Chance haben.

Du machst dann die gleiche Arbeit wie die steuerrechtlich ausgerichten RAe. Die meisten dieser GKs machen gar keine /sehr wenig Compliance usw., daher machst du zwangsläufig die gleiche Art von Steuerberatung. Die Beratung dort ähnelt der Tätigkeit aus dem Big4 M&A Tax schon recht stark; häufiger sieht man auch Wechsel aus M&A Tax SLs der Big4 zu GKs.
Ab dann zählt deine Leistung und später die Akquise. Die Chancen dort im Steuerbereich Partner zu werden, sind für alle gleich ; es zählt vor allem die Akquise und die Sichtbarkeit "im Markt" (Publikationen, Vorträge usw); aber darüber sollte man sich als Anfänger keine Gedanken machen, da man noch viele Jahre mit sehr viel Arbeit und heftiger Konkurrenz vor sich hat.

Die Einstiegsgehälter sind in der Tat niedriger für Betriebswirte, aber ab dem StB Examen (ab dann darf dich nämlich berufsrechtlich voll abrechnen) steigt das sehr schnell an. Ab der 2. Stufe (meistens als "Senior Associate" o.Ä. bezeichnet) sind die Gehälter dann wieder identisch, da man dich auch identisch abrechnen kann. Einige Kanzleien haben sogar in ihren Stellenanzeigen drin, dass nach dem StB-Examen eine "deutliche Steigerung des Gehalts" erfolgt.

Wenn du die Chance dazu hast, nutze sie; stell`dich allerdings insbesondere bei FGS auf ne hohe Messlatte ein. Ich war 3,5 Jahre, habe sehr viel gelernt; möchte die Zeit nicht missen, auch wenn sehr tw. echt anstrengend war.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Geht doch mal auf die Homepage von FGS und schaut euch die Stellenanzeigen an. Hochschulabsolventen werden nur für Wirtschaftsprüfung/Steuerliche Compliance gesucht. Aus meiner Erfahrung kann ich euch versprechen, dass wenn diese Kombination gesucht wird, ihr zu 80% in der Wirtschaftsprüfung eingesetzt werdet und dort in irgendeinem Kuhkaff im Schwarzwald nur "Häkchen macht". Wenn mal im Sommer nichts zu tun ist, dann dürft ihr ein paar Steuererklärungen ausfüllen. Von wegen wie ein Rechtsanwalt in der Steuerberatung eingesetzt werden.... träum weiter!

Noch ein Tipp: Schaut euch mal die Mitarbeier-Profile bei Pöllath an. Die haben nur wenige BWLer. Und die Schwerpunkte verschleiern es ein bisschen, aber zwischen den Zeilen kann man schon herauslesen, dass die BWLer dort auch langfristig nur Tax Compliance machen und dazu vielleicht als Steuerberater mal ein paar Fragen beantworten dürfen. Das war es aber schon. Die Stars sind bei solchen Arten von Kanzleien immer nur die Rechtsanwälte.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Na gerade bei Pöllath und Noerr gibt es BWLer die Partner sind. So sind Dr. Pia Dorfmüller, Richard Engl oder Peter Peschke Partner bei Pöllath oder zB. Dr. Lutz Schmidt und Dr. Carsten Heinz sind Partner bzw. Counsel bei Noerr.
Von denen macht niemand Compliance oder irgendwelche "Aushilfstätigkeiten". Deren Schwerpunkte sind (steuerliche) Transaktionsberatung, internationale Steuergestaltung, Beratung von Private Equity Fonds usw. Ich glaube das die GK wie selbstverständlich auf SEHR GUTE BWL-Absolventen bzw. fertige Steuerberater mit BWL-Hintergrund zurückgreifen. So wahnsinnig viele Top-Juristen (also beide Examen voll befriedigend)mit Schwerpunkt Steuern gibt es nämlich nicht. Viele von denen machen eher Gesellschaftsrecht, Patentrecht, Arbeitsrecht, Beihilferecht, Insolvenzrecht und solche Sachen. Kurz um: Ich denke die Chancen für wirklich excellente BWL-Absolvenen sind durchaus da. Noerr hat übrigens aktuell auch eine Stellenanzeige für Berlin! Pöllath schreibt in deren Stellenanzeigen auch rein das Absolventen mit betriebswirtschaftlich orientierten Studium bzw. Steuerberater relevant sind.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Peter Peschke ist laut der aktuellen Homepage von Pöllath nicht Partner, sondern nur angestellter Steuerberater. Außerdem steht in seinem Profil, dass er für die Erstellung von Fonds-Steuererklärungen und die Steuermerkmale zuständig ist. Das sind klassische Compliance Tätigkeiten. Das ist ja nicht abwertend gemeint. Es sind aber klassische BWLer-Tätigkeiten. Ein Rechtsanwalt würde das nicht machen wollen.

Ich bin aus dem Fonds-Bereich und habe noch nie erlebt, dass sich ein Fonds von einem BWLer von Pöllath hat beraten lassen. Beratung machen immer die Rechtsanwälte.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Peter Peschke ist Counsel bei Pöllath. Das ist die 2. höchste Stufe in einer GK und wird fürstlich vergütet. Seine Spezialisierungen stehen doch da: Steuerliche Analyse von P.E.-Fonds, Erstellung von Besteuerungsmerkmalen von institutionellen und privaten Investoren und Internationales Steuerrecht. Also auf keine Fall nur reine Compliance!
Dr. Pia Dorfmüller ist BWLer und Partnerin bei Pöllath. Ihre Schwerpunkte sind Internationale Steuerstrukturierungen und Finanzierungsstrukturen, M&A sowie Europäische Holdinggesellschaften. (Das hat sie schon bei PwC gemacht) Also ebenfalls keine Compliance Tätigkeiten.
Dr. Carsten Heinz ist BWLer und macht bei Noerr Umwandlungssteuerrecht, Private Equity/M&A, Steuergestaltung und Transaktionsberatung sowie Fondsgestaltung. Da lese ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen auch keine Compliance Tätigkeiten raus.
Was diskutieren wir da noch rum? Steht doch alles auf den Homepages?
Bei Karriere.de gibt es einen Artikel (Titel: Steuerberater: Bewerber brauchen langen Atem) aus dem ich zitiere: " Immerhin fischen auch Großkanzleien verstärkt Steuerexperten vom Martkt (...) " und Kommentar von einem Partner von Noerr im selber Artikel: "Rund die Hälfte unserer StB sind Nichtjuristen"
Und bei Noerr wir nur ganz wenig einfache Compliance wie Steuerklärungen und Begleitung bei Betriebsprüfungen usw. gemacht...

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Wie kann es denn sein, dass fachfremde RA spezialisierten BWLern in Sachen Steuern die Hosen runterziehen? Was taugt das BWL-Studium dann überhaupt?

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Fachfremde RA haben überhaupt keine Ahnung von Steuern. Man kann sein Jura-Studium so gestalten, dass man kein Steuer-Seminar belegen muss. Hier wird über die RA geredet die sich auf Steuern spezialisiert haben.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Es wäre doch total unlogisch, BWLer in solchen Top-Kanzleien zu Partnern zu machen, wenn Sie nicht genau so gut wären wie die Rechtswissenschaftler. So etwas hätte doch keine dieser Kanzleien nötig.

Und, so wie Juristen Rechtszusammenhänge wahrscheinlich besser verstehen, so sollten Betriebswirte dann aber den Vorteil haben, die ökonomischen Zusammenhänge des Steuerrechts besser interpretieren zu können. Also ist es wahrscheinlich wie in einer Managementberatung: verschiedene Denkweisen und Ansätze der unterschiedlichen Mitarbeiter sind dort ja auch gewollt.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Partner sind doch vor allem für die Akquise zuständig. Fachkenntnisse sind auf dieser Stufe kein Kriterium mehr. Es wird der Partner, der das beste Netzwerk hat und der Kanzlei die meisten Mandate besorgen kann. Oder warum sollten die anderen Partner sonst ihren Umsatz mit einem neuen Partner teilen? Weil er so tolle Fachkenntnisse hat? Guter Witz!

Genauso wie das BWL-Studium ist auch das Steuerberaterexamen nur auf Compliance-Fragen ausgerichtet. Rechtsanwälte sind die einzigen Mitarbeiter, die echte juristische Kenntnisse haben.

Ja und natürlich brauchen auch GK BWLer. Denn wie schon geschrieben, Rechtsanwälte wollen bestimmte Tätigkeiten gar nicht übernehmen. Unter Rechtsanwälten ist "BWLer-Tätigkeit" meist abwertend gemeint.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Warum wollt ihr BWLer denn unbedingt zu den GK? In den Big4 M&A Tax Teams wir hervorragend verdient, es gibt hoch spezialisierte Mandate, und viel Abwechslung.
Auch Transfer Pricing ist zur Zeit der Renner!
Und ein Big4 Partner im M&A Tax (Transaction Tax bei E&Y) steht in Sachen Gehalt, Know How und Kontakte einem Partner der GK in nichts nach!

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Selbstverständlich nehmen die Kanzleien BWLer. Das sage ich aus eigener Erfahrung. Auch dass BWLer nicht die gleichen Aufgaben machen wie Juristen ist völlig falsch. Dass Peter Peschke bei P+P Pöllath + Partners Compliance macht hat einen einfachen Grund: es handelt sich um spezielle Fondsberatung, die sonst niemand am Markt anbietet und Peter Peschke hat dies zusammen mit Dr. Michael Best erkannt!

Ansonsten kann ich noch zu P+P Pöllath + Partners sagen, dass 3 der 6 Partner im Steuerbereich BWLer sind und 1 Partner die Doppelqualifikation ist. Gerade bei P+P Frankfurt findet man ein tolles Angebot im Steuerbereich. Aufbau des Standorts im Steuerbereich in einem jungen, dynamischen Team. Die Partnerin Dr. Pia Dorfmueller ist 37 Jahre alt, publikationsstark und Lehrbeauftragte an 3 Unis. Zudem kommt sie von FGS und weiss wie das Geschäft geht.

Wer sich entwickeln will und nicht nur mitlaufen will, geht weder zu den Big4 oder zu Großkanzleien, sondern eher zu Boutiquen wie eben P+P Pöllath + Partners oder FGS.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ob jemand Partner ist, sagt gar nichts darüber aus, welchen fachlichen Hintergrund jemand hat oder welche fachlichen Aufgaben er bis dahin übernommen hat. Partner bedeutet nur, dass man eigene Mandate hat und in der Lage ist diese weiterhin anzuwerben. Von daher verstehe ich eure Argumentation nicht. Auch jemand, der immer nur Compliance gemacht hat, kann Partner werden, wenn er die richtigen Kontakte hat, um der Kanzlei dauerhaft Umsatz zu bringen. Partner sind nicht zwangsläufig besonders intelligent oder fachlich versiert. Man kann nur sagen, dass sie stark im Vertrieb sind. Übrigens ist Compliance sowieso das Hauptgeschäft der gesamten Steuerberatungsbranche.

Dass P+P irgendwas in Sachen Compliance machen, was es nirgendwo sonst gibt, halte ich für unwahrscheinlich. Ich weiß aus meinem Bewerbungsphase, dass es durchaus auch andere kleinere und mittlere Kanzleien gibt, die ausschließlich Private Equity Mandate betreuen. Auch bei den Big4 gibt es entsprechende Abteilungen.

Dass BWLer andere Aufgaben übernehmen als Rechtsanwälte sieht man schon daran, dass BWLer nur als "Prüfungs- und Steuerassistenten" gesucht werden. Habt ihr schon mal gesehen, dass diese Kanzleien dafür Rechtsanwälte suchen? Bei P+P gibt es ausnahmsweise keine WP. Dafür aber genug Tax Compliance. P+P sucht alle Nase lang nach Steuerfachwirten und BWLern für Compliance-Tätigkeiten.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Auch jemand, der immer nur Compliance gemacht hat, kann Partner werden [...]

Grundsätzlich richtig, aber ob jemand mit Tax-Compliance die notwendigen Umsätze (inbs. pro Berufsträger) erwirtschaften kann .... bei kleineren Läden sicher, aber bei Pöllath/Noerr ? Eher schwierig, da die Gestaltungsberatung schon deutlich mehr Umsatz bringt und die anderen Partner da nicht unbedingt Rücksicht nehmen werden.

Übrigens ist Compliance sowieso das
Hauptgeschäft der gesamten Steuerberatungsbranche.

Grundsätzlich schon, aber nicht jede Kanzlei will 08/15 Compliance anbieten, da in diesem Bereich der Preiskampf echt übel ist; da muss häufig schon mit Festpreisen (auch bei einigen Big4) gearbeitet werden, während man in der Gestaltungsberatung - entsprechendes Wissen und Erfahrung vorausgesetzt- bei Kanzleien wie Pöllath eine Beratung zu vergleichbaren (Kampf-)Festpreisen nicht finden wird.

Im Übrigen sollte man auch unterscheiden zwischen den Einsteigern mit BWL-Hintergrund, die dort einsteigen und StB mit einigen Jahren Erfahrung bei anderen Beratungsgesellschaften. Die Einsteiger machen in der Tat nur Compliance und daran ändert sich in der Regel auch nix, da sie nur machen und in anderen Bereichen keinerlei Erfahrung sammeln.

Bei den StB, die von anderen Gesellschaften kommen und dort ausreichende Erfahrung in der Gestaltungsberatung gemacht haben, sieht das schon anders aus: die o.g. Leute wie Dorfmüller bei Pöllath oder Edelmann bei Noerr; die werden garantiert kein Compliance Klein-Klein machen. Weder haben sie das bei ihren Vorgänger-Gesellschaften gemacht, noch wäre es sinnvoll oder gar lukrativ.

Dass P+P irgendwas in Sachen Compliance machen, was es
nirgendwo sonst gibt, halte ich für unwahrscheinlich. Ich
weiß aus meinem Bewerbungsphase, dass es durchaus auch andere
kleinere und mittlere Kanzleien gibt, die ausschließlich
Private Equity Mandate betreuen. Auch bei den Big4 gibt es
entsprechende Abteilungen.

Dass BWLer andere Aufgaben übernehmen als Rechtsanwälte sieht
man schon daran, dass BWLer nur als "Prüfungs- und
Steuerassistenten" gesucht werden. Habt ihr schon mal
gesehen, dass diese Kanzleien dafür Rechtsanwälte suchen? Bei
P+P gibt es ausnahmsweise keine WP. Dafür aber genug Tax
Compliance. P+P sucht alle Nase lang nach Steuerfachwirten
und BWLern für Compliance-Tätigkeiten.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Bei FGS sind 2 der Top Partner BWL`ler (Rödder und Baumhoff)

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ich vermute mal, dass man FGS hier etwas anders sehen muss. Bei FGS dreht sich alles um Steuern... und dort gibt es sehr viele Partner, die BWLer sind.

Mich würde mal interssieren, mit was für einen Einstiegsgehalt ein BWLer bei FGS rechnen kann. Ist jemand hier, der zumindest mal ne Hausnummer nennen kann.

(Auch wenn es eigentlich relativ egal ist, wenn ich ein Angebot von FGS hätte würde ich sofort zusagen...)

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Habe es mal bei einer großkanzlei recherchiert:
Insgesamt 6 steuerpartner. 3 davon BWL'ler und 3 juristin. Also ziemlich ausgeglichen. Ebenso richten sich die infoveranstaltungen im bereich tax ausdrücklich an juristen und wiwis.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Hallo zusammen,

Ich finde die Diskussion ja sehr spannend und gleichzeitig überrascht es mich sehr, dass immer noch so viel Zurückhaltung vor der Großkanzlei besteht. Vielleicht kurz zu mir: Ich selbst bin kein Volljurist und habe nach dem Studium bzw. schon während des Studiums im Rahmen diverser Praktika den Einstieg in die M&A Tax Abteilung einer Big4 gewählt. Hintergrund war sicherlich auch bei mir, dass die Big4 der "sichere" und bekannte Weg ist, während die Großkanzleien typischerweise ja wohl überwiegend Volljuristen mit Prädikatsexamina suchen. Nach absolviertem Steuerberaterexamen habe ich mich jedoch dann entschieden, den Schritt in die Großkanzlei zu wagen und habe diesen Schritt zu keinem Zeitpunkt bereut.

Einige von Euch haben oben geschrieben, dass in den Steuerabteilungen der Großkanzleien typischerweise nur Volljuristen eine reale Chance haben, interessante Aufgaben, insb. im Bereich der Strukturierung von Unternehmenskäufen, wahrzunehmen, während die BWLer so gut wie ausschließlich Tax Compliance Aufgaben oder im Einzelfall auch etwas weniger anspruchsvolle Aufgaben wahrnehmen. Nach meinen Erfahrungen ist genau das Gegenteil der Fall. Ich selbst habe seit meinem Start in der Großkanzlei vor gut 1 1/2 Jahren nicht eine einzige Aufgabe im Bereich Tax Compliance wahrgenommen. Auch Aufgaben im Bereich der Unternehmensübernahmen, die fachlich etwas weniger "am Hochreck" stattfinden, wie z.B. Tax Due Diligence, werden fast ausschließlich von den Big4 M&A Tax Bereichen wahrgenommen. Der Schwerpunkt der Aufgaben in der Steuerabteilung (meiner) Großkanzlei liegt eindeutig im Bereich des internationalen Steuerrechts und der Steuerplanung und -gestaltung, sowohl in der laufenden Beratung als auch im Bereich der Transaktionen. Mit ist übrigens nicht bekannt, dass in den Großkanzleien Tax Compliance in signifikantem Umfang ein Thema ist. Wenn tax compliance am Markt überhaupt extern beackert wird, dann von den Big4 oder von mittelständischen StB-Kanzleien. Das Geschäft im Bereich der laufenden Deklarationsberatung erfordert einfach mehr personelle Kapazitäten, gleiches gilt für die Bearbeitung großflächiger Tax DD's. Die Großkanzleien haben diese i.d.R. nicht und spezialisieren sich daher auf die Beratung ausgewählter Bereiche, die i.d.R. auch fachlich (jedenfalls für mich) deutlich interessanter sind.

Wenn der Schwerpunkt im Bereich die Gestaltungs- und Transaktionsberatung sein soll, würde ich stets zur Großkanzlei tendieren. Das Geschäft der M&A Tax Departments in den Big4-Gesellschaften ist die Due Diligence, stets nach vorgeschriebenen Mustern und Abläufen. Als Einsteiger hat man zwar den Vorteil, dass dort durchaus auch sehr interessante Deals über den Tisch gehen, aber der Verantwortungsbereich und auch das fachliche Niveau sind dort nicht zu vergleichen mit dem in der Großkanzlei. Auch die Weiterentwicklung in den Big4 ist m.E. nicht immer gesichert. Es hängt doch maßgeblich davon ab, wie viele Leute auf einer Stufe verharren. Da das Deal-Geschäft in den vergangenen Jahren sehr volatil war, gibt es dann auch Zeiten, in denen die Auslastung nach unten geht und dann ist es auch vorbei mit den tollen Deals, in bestimmten Bereichen wird man dann auch auf Secondments in andere Bereiche versetzt. Insgesamt erscheint mir auch der Grad an Spezialisierung in den Service Lines der Big4 recht kritisch für einen Einsteiger. Die fachliche Breite wirst Du nur sehr selten bekommen, z.B. wirst Du im Bereich M&A Tax in den ersten Jahren fast kaum Berührung bekommen mit umsatzsteuerlichen Fragestellungen. Im Steuerbereich der Großkanzleien wiederum ist es entscheidend, dass Du fachlich breit aufgestellt bist und hier auch bereit bist, Dich in nicht alltägliche Fragestellungen einzufräsen.

Warum sollen denn Volljuristen bessere Karten in der Steuerabteilung einer Grüßkanzlei haben als BWLer? Kann einigen Beiträgen nur Recht geben! Schaut Euch in den Persönlichkeitsprofilen mal die Leute an! Es gibt sehr viele Partner, die nicht Volljuristen sind und deren Schwerpunkt zu 100% im Bereich der steuerlichen Strukturierung und Transaktionsberatung liegt. Und auch als Einsteiger werden BWLer mit sehr guten Abschlussnoten gesucht. I.d.R. ist es doch so, dass gerade der Bereich des Steuerrechts von BWLern deutlich intensiver beackert wird als von den Volljuristen. Ein BWLer mit sehr guten Abschlussnoten und einem einschlägigen Schwerpunkt im Bereich Steuerrecht / Betriebswirtschaftliche Steuerlehre hat m.E. in jedem Fall von dem fachlichen Fundament deutlich bessere Startvoraussetzungen als der Volljurist (auch mit zwei Prädikatsexamina in der Tasche).

In summa bin ich daher der Meinung, dass der Einstieg für BWLer in die Steuerabteilung der Großkanzleien - nicht zuletzt auch wegen der deutlich besseren Gehaltssituation und des Image - durchaus eine sehr interessante Alternative zum Standard-Einstieg in die Big4 sind.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Der obige beitrag ist sehr interessant :)
Zu bedenken ist jedoch folgendes. Als BWL'ler ist man generell mit Abstand der jüngste in den Großkanzleinen. Juristen starten meist mit ca. 30 jahren in den beruf, sind vor alllem bei den GKs meist promoviert. Als BWL'ler ist man da mit 25 oder 26 jahren schon sehr jung. Das kann bedeuten, dass man auf mehrere jahre der rangniedrigste sein könnte und damit oft die nicht so interessanten aufgaben zugeteilt bekommt.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Richtig, der Altersunterschied ist bei den Einsteigern gegeben. Allerdings ist es entscheidend, was Du fachlich im Bereich Steuerrecht draufhast. Wenn Du als 4-5 Jahre jüngerer BWLer dem Volljuristen aufgrund Deines Backgrounds und Deiner fachlichen Schwerpunkte in Sachen Steuerrecht in nichts nachstehst - und davon ist m.E. in den meisten Fällen auszugehen - wirst Du da keine Probleme haben, in derselben Zeit in der GK zu wachsen wie der Volljurist. Die bloße Qualifikation auf dem Papier sagt hier nix aus. Zumal beide Kandidaten ohne den StB ohnehin im Bereich Steuerberatung 2-3 Jahre Berufspraxis sammeln müssen. Entscheidend ist der StB und da werden nach meiner Erfahrung ohnehin alle gleich beurteilt! Wer den StB in der Tasche hat (ob promoviert oder nicht) brauch sich im Steuerbereich vor keinem Volljuristen (auch mit Dr. und LLM.) zu verstecken. Hier zählt allein die steuerliche Expertise, sonst nix!

Daher würde ich das junge Alter des BWLer beim Berufsanstieg eher als Vorteil, nicht jedoch als Nachteil erachten.
Darüber hinaus gibt es bei den GKs eine strenge Abfolge von "Rängen" nicht. Im Grunde gibt es zwei Stufen: Associate und Partner, wobei es - je nach Zugehörigkeit - noch den Senior Associate gibt. Das ganze ist aber weit weniger formalisiert als bei den Big4, wo nochmal die Stufe des Manager zwischen den Partnern und den Associates eingezogen wurde, sozusagen als Mittelstufe für die Berufsträger (StB/WP).

Das Risiko, dass Du keine interessanten Aufgaben "zugeteilt" bekommst, ist m.E. bei allen Arbeitgebern in dieser Branche existent. Du wirst in der GK genauso wie bei der Big4 zeigen müssen, dass Du für bestimmte Themen, z.B. Strukturierung, Umwandlungssteuerrecht etc. brennst und Dir fachlich solche Themen liegen. Darüber hinaus ist das Risiko solcher "Fehltritte" in der GK ohnehin meist geringer, da keine großen Teams vorgehalten werden, in denen einige aus einem Pool herauswachsen. Die Anbindung an einen Partner ist viel unmittelbarer. Du wirst also eher in die anspruchsvollen Themen "reingezogen", musst dann natürlich auch bereit sein, zu performen und mitzuziehen.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Kenne mich als BWL student nicht allzugut mit dem jurastudium aus, aber ich denke aufgrund der längeren studiendauer und referendariatszeit werden die jura studenten tendenziell die bessere vorbildung haben als die BWL'ler. Zudem muss man bedenken dass bei den GK in der regel die besten 5% aller juristen arbeiten.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Hhm, ich glaube auch eher, dass die BWLer mit Steuerschwerpunkt tendenziell besser aufgestellt sind. Ist zwar richtig, dass die GKs nur die top Leute (mit Doc und LLM und mind. 2x vollbefriedigend nehmen), aber die Volljuristen haben vom Studium her meist deutlich weniger Steuerinhalte als die BWLer. Wenn Du zudem als BWLer Dipl.Arbeit oder gar Promotion am Steuerlehrstuhl vorweisen kannst, bist Du m.E. im steuerlichen Bereich deutlich weiter vorn als der "Standard"-Volljurist, auch wenn letzterer sehr gute Examensnoten hat.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Besser qualifiziert als der "Standard-Jurist" in jedem Fall, aber viele (nicht alle) der Juristen, die im Steuerbereich in GKs arbeiten, haben sich vorher steuerrechtl. vertieft, sei es durch LL.M.Tax oder ne Promotion; von daher sind da schon einige fitte Leute unterwegs ... aber in jedem Fall wird ein Großteil der Fragestellungen für Anfänger neu sein, da praktischen Probleme (banal, aber zutreffend) immer nochmal woanders liegen als in Vorlesungen usw.

Lounge Gast schrieb:

Hhm, ich glaube auch eher, dass die BWLer mit
Steuerschwerpunkt tendenziell besser aufgestellt sind. Is
zwar richtig, dass die GKs nur die top Leute (mit Doc und LLM
und mind. 2x vollbefriedigend nehmen), aber die Volljuristen
haben vom Studium her meist deutlich weniger Steuerinhalte
als die BWLer. Wenn Du zudem als BWLer Dipl.Arbeit oder gar
Promotion am Steuerlehrstuhl vorweisen kannst, bist Du m.E.
im steuerlichen Bereich deutlich weiter vorn als der
"Standard"-Volljurist, auch wenn letzterer sehr
gute Examensnoten hat.

antworten
WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Die Juristen machen zwei Jahre Referendariat und können teilweise ihre Stationen so wählen, dass sie auf die Praxiszeit für das StB-Examen angerechnet werden können. Sie können also sehr schnell das Examen machen. Außerdem ist Steuerrecht im Jura-Studium durchaus auch wählbar (wenn auch kein oft gewähltes Wahlfach). Daher denke ich schon, dass ein Volljurist einem BWL-Absolventen ein ganzes Stück voraus ist - auch im Steuerbereich. Ein Wald-und-Wiesen-Juristen ohne Vorbelastung im Steuerrecht werden Großkanzleien sowieso nicht einstellen. Dass ein BWLer so toll geeignet ist für die Großkanzlei sehe ich daher nicht.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Also ich sehe es so, dass einem BWLer mit einschlägigem Schwerpunkt und entsprechender Fokussierung auf das Steuerrecht die Chancen auf eine gute Entwicklung in der GK absolut eröffnet sind. Bin selbst BWLer und habe nach dem StB in der GK begonnen. Im Vergleich zu den Volljuristen die ebenfalls mit StB ausgestattet sind, steht man als BWLer in nichts nach, eher noch hat man den Vorteil, dass man in bilanzierungsnahen und rein steuerlichen Themen sogar etwas die nase vorn hat, während die volljuristen idR auch den Schnittpunkt zum Gesellschaftsrecht abdecken können und daher breiter aufgestellt sind.

Im Vergleich der wissenschaftlichen Mitarbeiter habe ich auch festgestellt, dass die BWLer mit entsprechendem fachlichen Schwerpunkt den Referendaren bzw. wiss. Mitarbeitern mit juristischem Background z.T. sogar etwas voraus sind. Ich denke daher schon, dass BWLer sehr gute Chancen haben, in der GK groß zu werden. Es soll ja nicht heißen, entweder BWLer oder Volljurist. Ich denke, die richtige Mischung macht's. Und das macht ja auch interdisziplinäre Teams interessant. Einige GK's haben das m.E. schon erkannt und es scheint ja doch gut zu funktionieren. Meine Message an diejenigen BWLer, die sich für die Tätigkeit im Bereich Steuerrecht bei einer GK interessieren: Schaut es Euch an und habt nicht zuviel Respekt davor. Ich stimme allerdings zu: Der Standard-Volljurist wird - ebenso wie der mittelmäßige BWLer - kaum Chancen haben, sich bei der GK zu positionieren. Noten bzw. Examina sollten top sein. Hope that helps!

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Immer diese blödsinnigen Diskussionen hier... Ob Jurist oder BWLer, im Endeffekt kommt es nicht darauf an, abgesehen von der Tatsache, dass RA natürlich den Mandanten vor Gericht vertreten können. In Großkanzleien finden sich auch unter den Partner nahezu hälftig BWLer und Juristen. Schaut man sich die großen Namen des Steuerrechts an, ist es ebenfalls bunt gemischt. RA mögen eine etwas höhere Affinität zur AO/FGO haben, BWLer sind idR (aber nicht pauschal) stärker im Bilanzsteuerrecht, das gerade im Konzernsteuerrecht/Umwandlungsteuerrecht eine nicht unbedeutende Rolle spielt. Letztendlich gibt es aber auch einen Berg renommierter Steuerberater, die von der Ausbildung her BWLer sind, aber in ihrem Schrift- bzw. Gutachtenstil extrem juristisch sind und den Juristen in nichts nachstehen. Eine Großkanzlei wie FGS würde sicherlich nicht zu z.B. Dieter Endres oder Norbert Herzig sagen... "ach neeee.... Sie sind BWLer... gehen Sie weg...".

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Volle Zustimmung, zusätzlich düfen ja auch Steuerberater die Vertretung von Mandanten vor Finanzbehörden und (!) Finanzgerichten (inkl. BFH) übernehmen, so dass da tatsächlich eine "komplette", auch verfahrensrechtliche Gleichberechtigung besteht.

Lounge Gast schrieb:

Immer diese blödsinnigen Diskussionen hier... Ob Jurist oder
BWLer, im Endeffekt kommt es nicht darauf an, abgesehen von
der Tatsache, dass RA natürlich den Mandanten vor Gericht
vertreten können. In Großkanzleien finden sich auch unter den
Partner nahezu hälftig BWLer und Juristen. Schaut man sich
die großen Namen des Steuerrechts an, ist es ebenfalls bunt
gemischt. RA mögen eine etwas höhere Affinität zur AO/FGO
haben, BWLer sind idR (aber nicht pauschal) stärker im
Bilanzsteuerrecht, das gerade im
Konzernsteuerrecht/Umwandlungsteuerrecht eine nicht
unbedeutende Rolle spielt. Letztendlich gibt es aber auch
einen Berg renommierter Steuerberater, die von der Ausbildung
her BWLer sind, aber in ihrem Schrift- bzw. Gutachtenstil
extrem juristisch sind und den Juristen in nichts nachstehen.
Eine Großkanzlei wie FGS würde sicherlich nicht zu z.B.
Dieter Endres oder Norbert Herzig sagen... "ach
neeee.... Sie sind BWLer... gehen Sie weg...".

antworten
WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ja, aber eben nur dort. Wenn es um zivil- oder gesellschaftsrechtliche Dinge geht, ist schnell Schluß für den StB, da muß er zum RA.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Das meiste Geld wird allerdings nicht in zivil- oder gesellschaftsrechtlichen Dingen verdient in Bezug das steuerliche Sachverhalte... und die Anzahl der Verfahren bzw. Klagen sind in den letzten Jahren ohnehin massiv zurückgegangen (letztes Jahr glaube ich gerade einmal 300 oder so in der BRD...).

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ich meinte natürliche finanzgerichtliche Verfahren / Klagen mit der Zahl von 300... im Übrigen kenne ich nicht wenige BWLer, die in den einschlägigen Großkanzleien angeheuert haben und nicht nur oder sogar keine Compliance machen... Entscheidend ist für die Großkanzleien dann eher eine Promotion und das Examen.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Mit den 300 sind natürlich finanzgerichtliche Klagen / Verfahren gemeint!

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Am besten, wenn man Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt und Steuerberater ist. Und Fachanwalt für Steuerrecht.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ganz genau.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Hallo,

Unabhängig ob man jetzt als BWL-Absolvent vielleicht nicht gleich die anspruchsvollsten Tätigkeiten in so einer Kanzlei macht, hätte ich eine andere Frage zu dieser Diskussion. Was kann man als sehr guter BWL (Uni)Master Absolvent (Schnitt 1,3; Steuerfächer alle mit 1,0) als Einstieg bei einer Kanzlei wie FGS oder Noerr verlangen? Das Minimum wäre ja logisch gesehen das was die Big4 im M&A Tax zahlen also ca. 45k + Bonus (Hatte Praktika im M&A Tax und kenne die Zahlen sicher). Oder denkt ihr bei solchen Kanzleien sollte man mal selbstbewusst 50k fordern?

Wäre dankbar für Informationen aus "erster Hand".

Schöne Grüße!

antworten
WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ich denke, dass die Kanzlei ein offenes Stellenprofil hat, das es zu besetzen gilt. Im deinem Fall wäre das bei FGS "Steuer- und Prüfungsassistent". Die haben in Bezug auf das Stellenprofil eine genaue Vorstellung, was der Kandidat mindestens können muss und was es kosten darf.

Ob du jetzt in allen Steuerfächern eine 1,0 hast, ist denen doch erst mal so was von Wurscht. Auch mit 1,0 in den Steuerfächern an der Uni wirst du niemals so gut sein wie ein Mitarbeiter, der das Steuerberaterexamen abgelegt hat (und das ist sowieso ein anderes Stellenprofil bei denen). Ich denke daher, dass du nicht mehr kriegen wirst als andere Assistenten. Geringfügig mehr kannst du vielleicht deswegen kriegen, weil sie bei deinen Noten eine geringe Einarbeitungszeit vermuten werden und höhere Leistungsbereitschaft. Das wird aber max. 5% mehr sein. Mit 50k würden sie dich wie einen Steuerberater bezahlen und das wird nicht passieren.

Ich würde dir auch dringend abraten, bei Bewerbungen wegen deinen Noten zu selbstbewusst zu sein. Praxis ist immer anders als Theorie und als Berufseinsteiger bist du auch mit den besten Noten eher ein kleines Licht. Wenn du zu viel forderst, könnten sie annehmen, dass du dich schlecht einordnen kannst in die Hierarchie. Ich würde deshalb ein normales oder leicht überdurchschnittliches Gehalt Assistentengehalt fordern.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Das ist, soweit ich weiß, nicht ganz richtig. Bei FGS kann man im absoluten Ausnahmefall, wozu jemand mit nur 1,0 in Steuern vielleicht gehört, auch als Nicht-"Steuer- und Prüfungsassistent" einsteigen, muss aber berufsbegleitend promovieren. Ob sich das aber auf's Gehalt auswirkt, weiß ich nicht. Hängt aber davon ab, wie sehr sie dich wollen, also auch davon, auf welchem Gebiet du dich spezialisieren willst, und davon, was für Kenntnisse du im Vorstellungsgespräch zeigst. FGS hat wohl eine mögliche Gehaltsspanne, die die einstellenden Partner nach Gutdünken ausschöpfen können oder nicht.

Ansonsten geben ich dem Vorposter mit dem Hinweis auf den Punkt Bescheidenheit recht. Gerade, wenn du dort hin willst, kannst du dir sicher sein, dass du dort nicht der Überflieger bist. Die sind nämlich alle gut.

Lounge Gast schrieb:

Ich denke, dass die Kanzlei ein offenes Stellenprofil hat,
das es zu besetzen gilt. Im deinem Fall wäre das bei FGS
"Steuer- und Prüfungsassistent". Die haben in Bezug
auf das Stellenprofil eine genaue Vorstellung, was der
Kandidat mindestens können muss und was es kosten darf.

Ob du jetzt in allen Steuerfächern eine 1,0 hast, ist denen
doch erst mal so was von Wurscht. Auch mit 1,0 in den
Steuerfächern an der Uni wirst du niemals so gut sein wie ein
Mitarbeiter, der das Steuerberaterexamen abgelegt hat (und
das ist sowieso ein anderes Stellenprofil bei denen). Ich
denke daher, dass du nicht mehr kriegen wirst als andere
Assistenten. Geringfügig mehr kannst du vielleicht deswegen
kriegen, weil sie bei deinen Noten eine geringe
Einarbeitungszeit vermuten werden und höhere
Leistungsbereitschaft. Das wird aber max. 5% mehr sein. Mit
50k würden sie dich wie einen Steuerberater bezahlen und das
wird nicht passieren.

Ich würde dir auch dringend abraten, bei Bewerbungen wegen
deinen Noten zu selbstbewusst zu sein. Praxis ist immer
anders als Theorie und als Berufseinsteiger bist du auch mit
den besten Noten eher ein kleines Licht. Wenn du zu viel
forderst, könnten sie annehmen, dass du dich schlecht
einordnen kannst in die Hierarchie. Ich würde deshalb ein
normales oder leicht überdurchschnittliches Gehalt
Assistentengehalt fordern.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Meine Frage bezog sich nicht explizit auf eine Steuer/Wp Assi Stelle bei FGS sondern auf eine Stelle im Steuerrecht die fuer RA oder fuer sehr gute BWL Absolventen ausgeschrieben ist. Die RA bekommen da 90k zum Start (haben natuerlich auch 2 Examen...) Wenn die BWL Absolventen nehmen dann wirklich nur sehr gute. Deswegen wuerde ich auch beim Gehalt ueber die 45k gehen.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Es gibt in D nur 500 Leute, die WP, StB und RA sind. Und momentan werden es sogar weniger. Also wer das Tripple hat, der hat ausgesorgt.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ich würde lieber 5 richtige gute Immobilien nehmen als diese drei Titel.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Aber denke an die 3-Objekte-Regelung! Wenn du Steuerberater bist oder werden willst.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Die gilt ja nur für den Handel mit Immobilien.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

ein gewerblicher Handel wird aber unterstellt.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Bei FGS ist es in der regel so, dass man mo-mi arbeit und die restlichen tagefür seine diss hat. Daher wird das gehalt entsprechned auf 3 tage ausgelegt.
Generell sind mehr RAs dort, jedoch vor allem im verrechnungspreisbereich fast ausschließlich BWLler.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Mal ne Frage: Bereitest du dich neben dem Job und der Diss auch schon auf den StB vor?

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Generell machst du erst die Diss fertig und dann komt das StB examen. Nun kann man leider das genaue datum der fertigstellung der diss nicht planen...
Hab mit einem partnwr von fgs mal darüber gesprochen, der meinte er wäre so mit der diss fertig geworden dass er dann noch die 4 monate freistellung für den StB hatte

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

FGS ist auch schon eine sportliche Adresse ... aber wenn man die Möglichkeit hat: immer mitnehmen, super Laden.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Ja, man sollte FGS mitnehmen, sich aber darüber im Klaren sein, dass das wahrscheinlich ein eher kurzes Gastspiel wird (sei's freiwillig oder unfreiwillig). Wer nicht aus dem Rheinland oder der Pfalz kommt, sollte sich also gut überlegen, ob es sich im Familiengründungsalter um die 30 wirklich lohnt, für zwei, drei, maximal fünf Jahre nach Bonn zu ziehen. Arbeitgeberalternativen sind dünn gesäht.

Wem das egal ist, weil ihm Familie etc. nicht so wichtig ist, der passt allerdings ganz gut zum FGS-Arbeitsklima...

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Will sonst noch jemand seine Eindrücke als BWLer in einer Großkanzlei schildern ?(:

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Definitiv für BWLer einmalige juristische Tätigkeit. Allerdings ist genau das auch ein Problem, wenn man nicht für immer in der Großkanzlei bleiben will. Gerichte und Verwaltung kommen für BWLer nicht in Frage und überall sonst fehlen halten die von einem BWLer typischerweise erwarteten "praktischen" Fertigkeiten, da die Arbeit eben sehr theoretisch im Sinne von rechtslastig ist. Aber das ist wohl die Gefahr einer jeden Spezialisierung.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Wie siehts mit einem Wechsel von Big 4 zu einer GK aus? Und welches Profil ist nötig? Wie sind die Arbeitszeiten und bei welchem Gehalt kann man sich als Master Absolvent, Promovierter, oder beides vs. mit StB Examen orientieren?
Antworten wären echt super !!

antworten
WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

WiWi Gast schrieb am 11.10.2018:

Wie siehts mit einem Wechsel von Big 4 zu einer GK aus? Und welches Profil ist nötig? Wie sind die Arbeitszeiten und bei welchem Gehalt kann man sich als Master Absolvent, Promovierter, oder beides vs. mit StB Examen orientieren?
Antworten wären echt super !!

Wow, Beitrag Nr. 4 (?) von dir. Du liest dir zwar die entsprechenden Threads immer noch nicht durch, aber immerhin schaffst du es mittlerweile, deine Fragestellung (einigermaßen) zu fomulieren.

Daher mal ein paar kurze Infos, angepasst an die Qualität deiner Fragestellung:
Wechsel auch als BWLer mit StB-Examen möglich. Bevorzugt werden jedoch Volljuristen und/oder Promovierte eingestellt. Als "nur" StB muss man schon Spezialkenntnisse auf einem bestimmten Gebiet mitbringen (was ja insb. bei Big4 oftmals gegeben ist).
Arbeitszeiten: Üblich sind selbst in humanen GK 60h pro Woche, kommt aber stark auf den Partner an. Gehalt liegt (bei entsprechender Eignung) hier gerne 6-stellig.

antworten
WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

WiWi Gast schrieb am 11.10.2018:

Wie siehts mit einem Wechsel von Big 4 zu einer GK aus? Und welches Profil ist nötig? Wie sind die Arbeitszeiten und bei welchem Gehalt kann man sich als Master Absolvent, Promovierter, oder beides vs. mit StB Examen orientieren?
Antworten wären echt super !!

Schau dir einfach mal auf paar GK Homepages die Stellenausschreibungen an. Da siehst du schnell, dass fast ausschließlich Volljuristen gesucht werden. Nicht Juristen sind in der fachlichen Arbeit die absolute Minderheit.

antworten
WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Gibt viele Studien dazu, dass die meisten StBs BWLer sind und eher weniger Juristen. Du wärst als nicht die Ausnahme sondern die Regel. Die meisten Partner sind auch promovierte BWLer. Das ist auch nur logisch, denn im oberen Management geht es eher um betriebswirtschaftliche Zusammenhänge bzw Steuerwirkungslehre. Aus meiner Erfahrung muss ich leider sagen das die meisten Juristen keine Bilanzen lesen können, massive Probleme mit Steuergestaltungsoptimierung haben sowie wirtschaftlich schlechte Entscheidungen treffen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

Im Bereich Steuerrecht/Tax als StB mit BWL-Hintergrund schon möglich, aber halt wenige Stellen und (s.o.) sehr hohe (!) Anforderungen. Die tippen halt keine StE ein oder machen steuerl. Registrierungen :-).

Wenn man tiefer im SteuerR arbeiten will, gibt es da einiges, aber es sind meist kleine Teams, so dass Schwächen sehr schnell auffallen. Zudem häufig M&A nahes SteueR und daher ein heftiges Tempo. Als Berufseinsteiger schätzt man das gerne mal falsch ein, was es bedeutet dieses Tempo über Jahre zu gehen.

WiWi Gast schrieb am 11.10.2018:

Schau dir einfach mal auf paar GK Homepages die Stellenausschreibungen an. Da siehst du schnell, dass fast ausschließlich Volljuristen gesucht werden. Nicht Juristen sind in der fachlichen Arbeit die absolute Minderheit.

antworten
WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

WiWi Gast schrieb am 11.10.2018:

Gibt viele Studien dazu, dass die meisten StBs BWLer sind und eher weniger Juristen. Du wärst als nicht die Ausnahme sondern die Regel. Die meisten Partner sind auch promovierte BWLer. Das ist auch nur logisch, denn im oberen Management geht es eher um betriebswirtschaftliche Zusammenhänge bzw Steuerwirkungslehre. Aus meiner Erfahrung muss ich leider sagen das die meisten Juristen keine Bilanzen lesen können, massive Probleme mit Steuergestaltungsoptimierung haben sowie wirtschaftlich schlechte Entscheidungen treffen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

Wir reden nicht von Steuerberatern, dass dort die Mehrheit BWLer sind, klar. Die Frage bezog sich m.E. auf klassische (Wirtschaftsrecht)-Großkanzleien wie Freshfield, Linklaters und co.

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WiWi Gast

Re: Als BWL-Absolvent in eine Großkanzlei/Steuerberatung

WiWi Gast schrieb am 11.10.2018:

WiWi Gast schrieb am 11.10.2018:

Gibt viele Studien dazu, dass die meisten StBs BWLer sind und eher weniger Juristen. Du wärst als nicht die Ausnahme sondern die Regel. Die meisten Partner sind auch promovierte BWLer. Das ist auch nur logisch, denn im oberen Management geht es eher um betriebswirtschaftliche Zusammenhänge bzw Steuerwirkungslehre. Aus meiner Erfahrung muss ich leider sagen das die meisten Juristen keine Bilanzen lesen können, massive Probleme mit Steuergestaltungsoptimierung haben sowie wirtschaftlich schlechte Entscheidungen treffen. Es gibt natürlich auch Ausnahmen.

Wir reden nicht von Steuerberatern, dass dort die Mehrheit BWLer sind, klar. Die Frage bezog sich m.E. auf klassische (Wirtschaftsrecht)-Großkanzleien wie Freshfield, Linklaters und co.

In der Tat gibt es dort auch erstaunlich viele BWLer, siehe LinkedIn.

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