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Betriebliche Weiterbildung auf neuem Höchststand

54 Prozent aller Betriebe in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2014 die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützt – so viele wie nie zuvor. Das zeigt eine Befragung von rund 16.000 Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

In einem roten Wandkalender ist eine Woche für die Fortbildung mit dem Wort Seminar gekennzeichnet.

Betriebliche Weiterbildung auf neuem Höchststand
Nürnberg, 04.08.2015 (iab) - Weiterbildung ist ein wichtiges Instrument, um den betrieblichen Bedarf an Qualifikationen zu decken. Zudem dient sie der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Betriebe. Mit ihrer Hilfe können Fertigkeiten und Qualifikationen an technische und organisatorische Änderungen angepasst oder im betrieblichen Rahmen erworben werden, wenn die entsprechenden Qualifikationen auf dem externen Arbeitsmarkt nicht verfügbar sind. Überdies kann das Weiterbildungsengagement der Arbeitgeber die Motivation und Produktivität der Beschäftigten stärken.


„Das Weiterbildungsengagement deutscher Betriebe ist seit der Jahrtausendwende deutlich gestiegen. Das gilt vor allem für kleine und mittelgroße Betriebe, auch wenn diese ihre Weiterbildungsaktivitäten während der Finanzkrise vorübergehend reduziert hatten“, stellen die Arbeitsmarktforscher fest.



32 Prozent der Beschäftigten haben an betrieblichen Weiterbildungen teilgenommen. Die Teilnahmequoten unterscheiden sich dabei nur unwesentlich zwischen kleinen, mittleren und großen Betrieben. Bei kleinen Betrieben kommt es aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl häufig vor, dass zwar nicht jedes Jahr eine vom Arbeitgeber unterstützte Weiterbildung stattfindet, bei einem längeren Betrachtungszeitraum wird aber deutlich, dass auch sie in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren.

Von den Beschäftigten mit Tätigkeiten, die einen Hochschulabschluss erfordern, nahmen 41 Prozent an Maßnahmen der betrieblichen Weiterbildung teil. Bei den Beschäftigten mit einfachen Tätigkeiten waren es 16 Prozent.


„Diese Beschäftigten nehmen vergleichsweise selten an betrieblicher Weiterbildung teil. Mit einer stärkeren Beteiligung könnten sich ihre beruflichen Entwicklungs-, Einkommens- und Beschäftigungschancen verbessern“, schreiben die IAB-Forscher.


Betriebe in Deutschland sehen in der Weiterbildung von Mitarbeitern das bedeutsamste Instrument zur Sicherung ihres Qualifikationsbedarfs, zeigen die Befragungsergebnisse. 45 Prozent der Betriebe messen dieser Strategie eine hohe Bedeutung bei. Attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen und die eigene betriebliche Ausbildung zu forcieren landeten mit 42 bzw. 33 Prozent an zweiter und dritter Stelle.


Betriebliche Weiterbildung
Der Begriff der Weiterbildung ist sehr heterogen und kann die unterschiedlichsten Ausprägungen annehmen. Neben der organisierten Weiterbildung, etwa als Kurs, zählen hierzu auch weichere Formen des arbeitsintegrierten, teils beiläufigen Lernens. Weiterbildungsaktivitäten können sich über einen langen Zeitraum erstrecken, aber auch sehr kurze Maßnahmen umfassen. Teilweise dient Weiterbildung der Anpassung der Fähigkeiten und Fertigkeiten an technische oder organisatorische Änderungen, teilweise aber auch der Erweiterung der Qualifikationen. Manche Weiterbildungen (z.B. im Gesundheitsbereich) sind gesetzlich vorgeschrieben, andere werden auf Betreiben der Firmen und/oder der Beschäftigten durchgeführt. Zum Teil enden Weiterbildungen mit dem Erwerb eines anerkannten Abschlusses oder eines Zertifikats. Die von uns verwendete Datengrundlage, das IAB-Betriebspanel, lässt keine Rückschlüsse auf die Art der betrieblich geförderten Weiterbildungsaktivitäten zu. Insofern kann Weiterbildung die ganze Bandbreite der geschilderten Formen umfassen.



Download IAB-Studie [PDF, Seiten - KB]
http://doku.iab.de/kurzber/2015/kb1315.pdf

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