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HIS-Studie »Internationalisierung des Studiums«

Immer mehr ausländische Studierende wählen Deutschland als Studienort, immer mehr deutsche Studierende gehen ins Ausland.

Die Graduation Cap mit Weltkarte im Hintergrund

HIS-Studie »Internationalisierung des Studiums«
Berlin, 01.06.2005 (dsw) - Die wirtschaftliche und soziale Lage vieler international Studierender bleibt schwierig. Rund 40 Prozent der 246.000 ausländischen Studierenden haben Probleme bei der Studienfinanzierung und nur unzureichende soziale Kontakte zu ihren deutschen Kommilitoninnen und Kommilitonen. Dies geht aus der neuen Studie »Internationalisierung des Studiums« der Hochschul-Informations-System GbmH hervor.

Der Präsidenten des Deutschen Studentenwerks Prof. Dr. Hans-Dieter Rinkens zeigt sich erfreut darüber, dass die studentische Mobilität insgesamt zugenommen hat: Weltweit sind 2,7 Millionen Studierende unterwegs. Deutschland stellt ausländischen Studierenden mehr als ein Zehntel seiner Studienplätze zur Verfügung, während alleine im Jahr 2003 fast 20 Prozent der deutschen Studierenden Auslandserfahrung gesammelt haben.

Allerdings betonte Rinkens, dass gerade die wirtschaftliche und soziale Situation ausländischer Studierender nach wie vor schwierig und ihrem Studienerfolg nicht förderlich sei. 38 Prozent geben an, dass ihnen die Studienfinanzierung am meisten Schwierigkeiten bereite. Ebenfalls 38 Prozent bezeichnen den mangelnden Kontakt zu deutschen Studierenden als Hauptschwierigkeit im Studium. Rund ein Drittel der ausländischen Studierenden hat Probleme bei der Zimmer- bzw. Wohnungssuche. Rinkens erinnerte daran, dass die Studentenwerke bereits 35 Prozent ihrer rund 176.000 Wohnheimplätze an ausländische Studierende vergeben haben und deren Integration über Wohnheim-Tutorenprogramme unterstützen.

Auch die Auslandsmobilität der deutschen Studierenden hängt stark von sozialen Faktoren ab. Studierende aus einkommensstarken, bildungsnahen Familien gehen doppelt so häufig ins Ausland wie jene aus einkommensschwachen Haushalten. »Diese Schieflage muss beseitigt werden, internationale Mobilität sollte allen Studierenden offen stehen, unabhängig vom Geldbeutel«, forderte Rinkens. Die bestehenden Förderprogramme müssten ausgebaut werden.

Hintergrund
Die Studie »Internationalisierung des Studiums: Ausländische Studierende in Deutschland, deutsche Studierende im Ausland« ist eine Sonderauswertung der aktuellen 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die alle drei Jahre die soziale und wirtschaftliche Lage der Studierenden abbildet.

Die Studie »Internationalisierung des Studiums« steht in einer deutschen und einer englischen Fassung im Internet zum Download bereit:

www.studentenwerke.de/se/2004/Internat_de.pdf
www.studentenwerke.de/se/2004/Internat_en.pdf

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