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Mobilitätsstrategie fördert Studienaufenthalte in der EU

Bis 2020 soll mindestens jeder fünfte Hochschulabsolvent Auslandserfahrung im Studium gesammelt haben. Um dies zu erreichen, verabschiedeten die 47 Bildungs- und Wissenschaftsminister des europäischen Hochschulraums auf ihrer Bologna-Konferenz in Bukarest die Mobilitätsstrategie 2020.

Mobilitätsstrategie fördert Studienaufenthalte in der EU
Bereits im Jahr 2009 verabschiedeten die Wissenschaftsminister(innen) der 47 Bologna-Länder einen Benchmark für die internationale Mobilität von Studierenden: Bis 2020 soll mindestens jede(r) fünfte Hochschulabsolvent(in) während seines/ihres Studiums Auslandserfahrung gesammelt haben. Vergangene Woche legten die Minister(innen) in Bukarest die erste Mobilitätstrategie für den Europäischen Hochschulraum vor. Darin werden Mobilitätshindernisse identifiziert, die abgebaut werden sollen.

Der gemeinsam von Eurydice, Eurostat und EUROSTUDENT erarbeitete „Implementation Report“, der ebenfalls erstmals vorgelegt wurde, betont die Bedeutung des Abbaus von Hindernissen, die soziale Gruppen unterschiedlich betreffen: „If let unchecked, increases in mobility rates may lead to a new dimension of social disparity“, lautet die Schlussfolgerung des Berichts.

Das Ziel, die Teilnahme an Auslandsmobilität zu erhöhen und zu erweitern, begründen die Minister(innen) damit, dass Mobilität die persönliche Entwicklung und die Beschäftigungschancen („employability“) von Studierenden wesentlich beeinflusst. Zugleich dient sie einer Stärkung der kulturellen Identität Europas. Die Minister(innen) verpflichteten sich in der Mobilitätsstrategie deshalb darauf, existierende Mobilitätshindernisse abzubauen. Hierfür wollen sie unter anderem die Finanzierungsmöglichkeiten für Auslandsaufenthalte verbessern und bestehende Fördermöglichkeiten effektiver kommunizieren sowie die Anerkennung von im Ausland erworbenen Kreditpunkten an der Heimatuniversität sicherstellen. Außerdem wollen sie denjenigen Studierendengruppen besondere Aufmerksamkeit widmen, die bislang selten an Auslandsmobilität teilhaben.

Nach den ersten Analysen der Steeplechase-Daten verzichten insbesondere ältere Studierende, Studierende aus nicht-akademischen Haushalten und Studierende mit Kindern auf einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt. „Entsprechende Maßnahmen, die Studierende bei der Planung und Durchführung von Auslandsaufenthalten unterstützen sollen, müssen dies berücksichtigen“, so Orr weiter. Die Ergebnisse der Steeplechase-Studie werden im Herbst 2012 veröffentlicht.

Download [PDF, 12 Seiten, 1.5 MB]
Steeplechase-Broschüre

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