DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
AuslandsstudiumAuslandsstudium

Studie: Jeder 20. Bachelor geht zum Master ins Ausland

Jeder 20. Bachelor geht bereits zum Master ins Ausland. Ein Bachelorabschluss an der Universität Hannover und ein Master an der University of London – solche Studienwege werden laut dem Datenreport „Wissenschaft weltoffen“ zunehmen.

Cover Studie Wissenschaft weltoffen 2011

Publikation „Wissenschaft weltoffen“
Bachelorabschluss an der Universität Hannover, Master an der University of London – solche Studienwege werden zunehmen. Etwa 2.500 bis 3.500 deutsche Bachelors des Abschlussjahrgangs 2009 haben bereits ihr Studium im Ausland fortgesetzt. Das entspricht rund 5 Prozent an Universitäten und 3 Prozent an Fachhochschulen.

Bleibt es bei diesem Interesse, so werden angesichts der steigenden Studentenzahlen in zwei bis drei Jahren schon 11.000 Studierende pro Jahr nach ihrem Bachelorabschluss in Deutschland für das Masterstudium an eine ausländische Hochschule wechseln. Diese und weitere Zahlen zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland sind in dem gerade erschienenen Datenreport „Wissenschaft weltoffen 2011“ enthalten. Er wird gemeinsam vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem HIS-Institut für Hochschulforschung (HIS-HF) herausgegeben.

„Gegenwärtig zieht es vor allem die Bachelors der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zum Masterstudium ins Ausland. Bei den Ingenieurwissenschaftlern stellen wir hingegen noch eine größere Zurückhaltung fest“, erläutert Dr. Ulrich Heublein vom HIS-Institut für Hochschulforschung. Vor allem Hochschulen in Großbritannien, aber auch in Österreich, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz ständen bei den deutschen Masterstudierenden hoch im Kurs, so Heublein weiter. Insgesamt studierten 2008 über 100.000 Deutsche im Ausland, die meisten von ihnen haben vorher nicht in Deutschland studiert. „Kein westeuropäisches Land hat mehr eigene Studierende im Ausland vorzuweisen“, betont Dr. Simone Burkhart vom DAAD.

Auch die Zahl der Ausländer, die zum Studium nach Deutschland kommen, wächst weiter. Im Studienjahr 2010 waren 181.000 an hiesigen Hochschulen eingeschrieben. Fast jeder zehnte Studierende in Deutschland ist ausländischer Staatsbürger und hat seine Studienberechtigung im Ausland erworben. Die Zahl ausländischer Studierender wird auch in Zukunft steigen, denn mit rund 61.000 haben 2009 so viele Studienanfänger aus anderen Ländern wie noch nie ein Studium in Deutschland aufgenommen. Sie kommen vor allem aus Ostasien und Osteuropa: China, Russland, Polen und Bulgarien stehen an der Spitze der Länderliste. Aber auch Studierende aus westeuropäischen Ländern wie Österreich und Frankreich interessieren sich zunehmend für ein Studium in Deutschland. Außerdem studierten 2010 63.500 ausländische Staatsangehörige in Deutschland, die hier auch zur Schule gegangen sind, meist Kinder von Migranten.

Besonders viele ausländische Studierende wählen einen ingenieurwissenschaftlichen Studiengang – hier ist ihr Anteil fast doppelt so hoch wie in anderen Fächern. Immer häufiger schreiben sich Ausländer ebenfalls in weiterführenden und Promotionsstudiengängen ein. Zwischen den Bundesländern bestehen dabei eine Reihe von Unterschieden: Sehr hohe Anteile an ausländischen Studierenden können das Saarland, Bremen und Berlin verzeichnen, relativ niedrige finden sich noch in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Thüringen. Während in Brandenburg die meisten ausländischen Studierenden aus Polen kommen, stellen im Saarland französische sowie in Hamburg und Sachsen österreichische Studierende die größte Zahl. In allen anderen Bundesländern stehen chinesische Studierende an der Spitze.

Download [PDF, 53 Seiten, 10 MB]
http://www.wissenschaft-weltoffen.de/publikation/wiwe_2011_mit_bookmarks.pdf

Im Forum zu Auslandsstudium

6 Kommentare

Trainee Platz in Top Programm trotz Auslandsstudium?

WiWi Gast

Hi, ich hab selbst "nur" in den Niederlanden und in Schweden an Unis studiert und habe überhaupt keine Probleme. Mehrere der oben genannten Firmen haben mich sofort angerufen und zum AC ein ...

3 Kommentare

Österreich <-> Niederlanden

WiWi Gast

Schon zwischen den Hochschulen eines Landes deifferiert die Regelstudienzeit. Es gibt Master, die dauern 2 Jahre, andere nur 1 Jahr. Schau mal auf die ECTS Punkte, die im jeweiligen Programm vergeben ...

3 Kommentare

Auslandsaufenthalt

WiWi Gast

4. der absolute wille es durchzuziehen auch gegen widerständer aller art 5. geduld 6. das nötige selbstbewusstsein sich als geeignet zu verkaufen auch wenn man sich nicht sicher ist alles bewältigen z ...

2 Kommentare

Master-wann?

WiWi Gast

Das hängt allein von dir ab. Wenn du direkt in einer relativ spezialisierten und anspruchsvollen Position arbeiten willst, solltest du dafür erst einen Master machen. Wenn es dir wichtig ist, erst ...

5 Kommentare

Beste Partneruni der FS?

WiWi Gast

Auslandssemester in Harvard ist mit der beste Weg, um sich schnell den Stempel eines unreflektierten Posers abzuholen. Kann man machen, hat dann meiner Erfahrung nach aber nicht den gewünschten Effekt

5 Kommentare

Economics an der SSE Erfahrungen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 22.11.2017: uni zürich kam für mich auch in Frage (top lehre, wunderschöne stadt, allg. gut, da ich später auch in der schweiz leben möchte), allerdings ...

3 Kommentare

Erfahrungen?

WiWi Gast

Ja, so gut wie jeder dort spricht sehr gut englisch und die meisten Masterprogramme sind auf englisch. Die mit Abstand beste Uni für Wirtschaft ist die SSE in Stockholm.

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Auslandsstudium

Auslandsmobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

Im Jahr 2015 waren fast 140.000 deutsche Studierende für ein Studium im Ausland eingeschrieben. Zu den beliebtesten Gastländern zählen Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Beliebte Zielländer für kurzzeitige Auslandssemester sind Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien. Derzeit verbringen mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. An deutschen Hochschulen sind 2017 zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben.

Weiteres zum Thema Auslandsstudium

Auslandsmobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

Im Jahr 2015 waren fast 140.000 deutsche Studierende für ein Studium im Ausland eingeschrieben. Zu den beliebtesten Gastländern zählen Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Beliebte Zielländer für kurzzeitige Auslandssemester sind Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien. Derzeit verbringen mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. An deutschen Hochschulen sind 2017 zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben.

Die rote Golden Gate Brücke in San Fransisco.

IEC Study Guide 2016/2017: Kostenloser Studienführer Auslandsstudium

Für ein Auslandssemester oder für ein Studium ins Ausland zu gehen, dabei hilft der aktuelle IEC Study Guide 2016/2017. Im kostenlosen Studienführer für das Auslandsstudium finden Studieninteressierte hilfreiche Tipps zu 120 Universitäten in mehr als 20 Ländern. Fragen zu Themen der Finanzierung, Bewerbung, Notenanerkennung, Hochschulrankings, Studienländern und Partneruniversitäten werden ausführlich beantwortet.

Von einem Gebäude herunter hängende britische Nationalflagge.

Brexit erschwert Studium in England und deutsch-britische Hochschulforschung

Mit verheerende Konsequenzen für Studium und Forschung nach einem eventuellen Brexit rechnen die Hochschulrektoren aus Deutschland und Großbritannien. Die EU erleichtere die Zusammenarbeit unter Forschern, das gemeinsame Nutzen von Ressourcen und der Austausch wichtiger Daten. Davon profitieren ebenso Studenten aus beiden Ländern. Derzeit sind 13.765 degree-seekings Studenten und 4.428 Erasmus-Studierende aus Deutschland in Großbritannien.

Beliebtes zum Thema Studium

ZEW Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017: ZEW-Forschungsgruppenleiter Kai Hüschelrath (l.) und Vitali Gretschko (r.) mit Preisträgerin Jiekai Zhang und Preisträger Bernhard Kasberger.

Wiener Ökonom mit Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017 geehrt

Gleich zwei Nachwuchsökonomen wurden mit dem Heinz König Young Scholar Award 2017 ausgezeichnet. Jiekai Zhang hat die Auswirkungen von regulierter TV-Werbung untersucht. Bernhard Kasberger von der Universität Wien ist für seine Analyse zur Effizienz von Mobilfunkmärkten nach Frequenzauktionen geehrt worden. Der jährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verliehene Heinz König Young Scholar Award ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet einen Forschungsaufenthalt am ZEW.

Feedback +/-

Feedback