DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
AuslandsstudiumAuslandsstudium

Wissenschaft Weltoffen 2014 - Internationale Mobilität deutscher Studenten gestiegen

Noch nie waren an deutschen Hochschulen mehr ausländische Studierende eingeschrieben als heute. Nach dem Studienabschluss bleibt jeder zweite ausländische Absolvent zunächst in Deutschland und fast alle sind gut in den Arbeitsmarkt integriert. Gleichzeitig gehen deutsche Studierende im internationalen Vergleich besonders häufig ins Ausland.

DAAD Studie Wissenschaft weltoffen 2014

Wissenschaft Weltoffen 2014 - Internationale Mobilität deutscher Studenten gestiegen
Noch nie waren an deutschen Hochschulen mehr ausländische Studierende eingeschrieben als heute. Auch nach dem Studienabschluss bleibt jeder zweite ausländische Absolvent zunächst in Deutschland – deutlich mehr als bisher angenommen. Fast alle ausländischen Absolventen sind gut in den Arbeitsmarkt integriert. Gleichzeitig gehen deutsche Studentinnen und Studenten im internationalen Vergleich besonders häufig für studienbezogene Aufenthalte ins Ausland. Das geht aus dem Bericht „Wissenschaft Weltoffen 2014“ hervor, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Deutschen Akademischen Austauschdient und dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung vorgestellt hat.

„Deutschland ist bei ausländischen Studierenden so beliebt wie nie zuvor. Deutsche Hochschulen sind internationale Orte geworden“, sagte Bildungsministerin Johanna Wanka. „Für Forschung oder Studium eine Zeit im Ausland zu verbringen und an den Hochschulen mit ausländischen Kommilitonen und Lehrenden zusammen zu arbeiten, ist heute eine Selbstverständlichkeit. Exzellente Wissenschaft braucht den internationalen Austausch. Grundvoraussetzung dafür sind weltoffene Hochschulen, an denen vom Professor über das Verwaltungspersonal bis hin zu den Studierenden eine Willkommenskultur gelebt wird.“

„Die internationale Attraktivität eines Hochschul- und Forschungsstandorts misst sich daran, wie viele ausländische Studierende von einem Land angezogen werden. Die Tatsache, dass auch so viele von ihnen bleiben, zeigt, dass Deutschland für Talente aus aller Welt ein Anziehungspunkt ist“, sagte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel.

Deutschland ist nach den USA und Großbritannien für ausländische Studierende das beliebteste Gastland. Die Zahl aller ausländischen Studierenden lag im Wintersemester 2013/14 erstmals über der Marke von 300.000, damit kommt etwa jeder zehnte Student in Deutschland aus dem Ausland. Besonders groß ist der Zustrom in Masterstudiengänge. Überproportional viele Ausländer studieren in Deutschland Ingenieursdisziplinen. Der Ausländeranteil an den Hochschulangehörigen liegt bei etwa 10 Prozent – rund 35.300 wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter mit ausländischer Staatsbürgerschaft waren 2012 an deutschen Hochschulen beschäftigt.

Rund 134.000 Deutsche studierten im Jahr 2011 im Ausland, etwa jeder dritte Studierende in Deutschland absolvierte während seines Studiums einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt. Die deutschen Studierenden sind im Vergleich zu den meisten anderen Ländern überdurchschnittlich mobil, auch wenn die Mobilitätsquoten seit dem Jahr 2000 weitgehend unverändert sind. Die Bundesregierung und der DAAD haben sich das Ziel gesetzt, dass bis 2020 jeder zweite deutsche Hochschulabsolvent Auslandserfahrung gesammelt haben soll.

Ein Schwerpunkt von „Wissenschaft weltoffen“ widmet sich in diesem Jahr den akademischen Austauschbeziehungen zwischen USA und Deutschland. Nach Kanada und Großbritannien ist Deutschland für US-amerikanische Studierende, die im Ausland eingeschrieben sind, das wichtigste Gastland. Bei den deutschen Studierenden ist hingegen im letzten Jahrzehnt ein rückläufiges Interesse gegenüber den USA als Studienziel festzustellen. Bei Naturwissenschaftlern aus den USA ist Deutschland inzwischen wichtigstes nicht-englischsprachiges Gastland.

Investitionen der Bundesregierung etwa in den Hochschulpakt oder den Pakt für Forschung und Innovation unterstützen die Internationalisierung der Wissenschaft ebenso wie die Förderung der spezifischen Programme von Organisationen wie dem DAAD oder der Alexander von Humboldt-Stiftung. Im Haushalt 2014 wurden die Mittel für Studenten- und Wissenschaftleraustausch sowie internationale Hochschul- und Wissenschaftskooperation um zehn Millionen Euro auf 140,5 Millionen Euro angehoben und sollen auch in den kommenden Jahren auf diesem Niveau fortgeschrieben werden.

Download Wissenschaft Weltoffen 2014 [PDF, 79 Seiten - 9,8 MB]
https://be.daad.de/imperia/md/content/presse/_wissenschaft_weltoffen_2014.pdf


„Wissenschaft Weltoffen“ ist das Referenzwerk zur internationalen Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern. Der DAAD analysiert darin die Rolle Deutschlands im weltweiten Wissensaustausch. Der Bericht entsteht in Kooperation mit dem DZHW und wird finanziert vom BMBF und dem Auswärtigen Amt.

DAAD/DZHW (Hg.): Wissenschaft Weltoffen 2014. Daten und Fakten zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland. Bielefeld 2014 - © W. Bertelsmann Verlag, wbv.de/openaccess, DOI 10.3278/7004002mw

Im Forum zu Auslandsstudium

6 Kommentare

Trainee Platz in Top Programm trotz Auslandsstudium?

WiWi Gast

Hi, ich hab selbst "nur" in den Niederlanden und in Schweden an Unis studiert und habe überhaupt keine Probleme. Mehrere der oben genannten Firmen haben mich sofort angerufen und zum AC ein ...

3 Kommentare

Österreich <-> Niederlanden

WiWi Gast

Schon zwischen den Hochschulen eines Landes deifferiert die Regelstudienzeit. Es gibt Master, die dauern 2 Jahre, andere nur 1 Jahr. Schau mal auf die ECTS Punkte, die im jeweiligen Programm vergeben ...

3 Kommentare

Auslandsaufenthalt

WiWi Gast

4. der absolute wille es durchzuziehen auch gegen widerständer aller art 5. geduld 6. das nötige selbstbewusstsein sich als geeignet zu verkaufen auch wenn man sich nicht sicher ist alles bewältigen z ...

2 Kommentare

Master-wann?

WiWi Gast

Das hängt allein von dir ab. Wenn du direkt in einer relativ spezialisierten und anspruchsvollen Position arbeiten willst, solltest du dafür erst einen Master machen. Wenn es dir wichtig ist, erst ...

5 Kommentare

Beste Partneruni der FS?

WiWi Gast

Auslandssemester in Harvard ist mit der beste Weg, um sich schnell den Stempel eines unreflektierten Posers abzuholen. Kann man machen, hat dann meiner Erfahrung nach aber nicht den gewünschten Effekt

5 Kommentare

Economics an der SSE Erfahrungen

WiWi Gast

WiWi Gast schrieb am 22.11.2017: uni zürich kam für mich auch in Frage (top lehre, wunderschöne stadt, allg. gut, da ich später auch in der schweiz leben möchte), allerdings ...

3 Kommentare

Erfahrungen?

WiWi Gast

Ja, so gut wie jeder dort spricht sehr gut englisch und die meisten Masterprogramme sind auf englisch. Die mit Abstand beste Uni für Wirtschaft ist die SSE in Stockholm.

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Auslandsstudium

Auslandsmobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

Im Jahr 2015 waren fast 140.000 deutsche Studierende für ein Studium im Ausland eingeschrieben. Zu den beliebtesten Gastländern zählen Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Beliebte Zielländer für kurzzeitige Auslandssemester sind Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien. Derzeit verbringen mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. An deutschen Hochschulen sind 2017 zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben.

Weiteres zum Thema Auslandsstudium

Auslandsmobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt

Im Jahr 2015 waren fast 140.000 deutsche Studierende für ein Studium im Ausland eingeschrieben. Zu den beliebtesten Gastländern zählen Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Beliebte Zielländer für kurzzeitige Auslandssemester sind Großbritannien, die USA, Frankreich und Spanien. Derzeit verbringen mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. An deutschen Hochschulen sind 2017 zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben.

Die rote Golden Gate Brücke in San Fransisco.

IEC Study Guide 2016/2017: Kostenloser Studienführer Auslandsstudium

Für ein Auslandssemester oder für ein Studium ins Ausland zu gehen, dabei hilft der aktuelle IEC Study Guide 2016/2017. Im kostenlosen Studienführer für das Auslandsstudium finden Studieninteressierte hilfreiche Tipps zu 120 Universitäten in mehr als 20 Ländern. Fragen zu Themen der Finanzierung, Bewerbung, Notenanerkennung, Hochschulrankings, Studienländern und Partneruniversitäten werden ausführlich beantwortet.

Von einem Gebäude herunter hängende britische Nationalflagge.

Brexit erschwert Studium in England und deutsch-britische Hochschulforschung

Mit verheerende Konsequenzen für Studium und Forschung nach einem eventuellen Brexit rechnen die Hochschulrektoren aus Deutschland und Großbritannien. Die EU erleichtere die Zusammenarbeit unter Forschern, das gemeinsame Nutzen von Ressourcen und der Austausch wichtiger Daten. Davon profitieren ebenso Studenten aus beiden Ländern. Derzeit sind 13.765 degree-seekings Studenten und 4.428 Erasmus-Studierende aus Deutschland in Großbritannien.

Beliebtes zum Thema Studium

ZEW Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017: ZEW-Forschungsgruppenleiter Kai Hüschelrath (l.) und Vitali Gretschko (r.) mit Preisträgerin Jiekai Zhang und Preisträger Bernhard Kasberger.

Wiener Ökonom mit Heinz-König-Young-Scholar-Award 2017 geehrt

Gleich zwei Nachwuchsökonomen wurden mit dem Heinz König Young Scholar Award 2017 ausgezeichnet. Jiekai Zhang hat die Auswirkungen von regulierter TV-Werbung untersucht. Bernhard Kasberger von der Universität Wien ist für seine Analyse zur Effizienz von Mobilfunkmärkten nach Frequenzauktionen geehrt worden. Der jährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) verliehene Heinz König Young Scholar Award ist mit 5.000 Euro dotiert und beinhaltet einen Forschungsaufenthalt am ZEW.

Feedback +/-

Feedback