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Barrierefreies StudiumBehinderung

Studieren mit Behinderung

Tipps zur Studienplatzvergabe, zur Studienfinanzierung und zu weiteren Informationsquellen für ein Studium mit Behinderung

Knallrote Containerwand mit einem großen weißen Rollstuhlfahrer weisst den Weg.

Studienplatzvergabe

Schlechtere Noten oder längere Schulzeit bei Krankheit
Wenn behinderte Studieninteressierte aufgrund ihrer Behinderung oder langer Krankheit eine schlechtere Durchschnittsnote oder eine längere Schulzeit haben als ihre nichtbehinderten Mitbewerber und Mitbewerberinnen, so können Sonderanträge

gestellt werden.

Anhebung der Durchschnittsnote und Härtefallantrag
Durch die Verbesserung der Wartezeit und die Verbesserung der Durchschnittsnote sollen Nachteile des Bewerbers/der Bewerberin ausgeglichen werden. Bei einem genehmigten Härtefallantrag wird dagegen ein Studienplatz vergeben, ohne dass Durchschnittsnote und Wartezeit eine Rolle spielen.

Reichen die Abiturdurchschnittsnote oder die Wartezeit aus, um einen Studienplatz zugeteilt zu bekommen, so werden die gestellten Sonderanträge nicht berücksichtigt.

Schwerbehinderte
Gibt es in einem ZVS-Studiengang für eine bestimmte Stadt mehr Bewerber und Bewerberinnen als Studienplätze, werden die Studienplätze nach sozialen Gesichtspunkten verteilt. An erster Stelle werden hier schwerbehinderte Studieninteressierte berücksichtigt. Fügt man also eine beglaubigte Kopie des Schwerbehindertenausweises hinzu, so wird man auch an seinem Wunschort studieren können.

Chronisch kranke Studienbewerber/innen ohne Schwerbehindertenausweis müssen soziale Gesichtspunkte nachweisen.

 

  1. Seite 1: Studieren
  2. Seite 2: Studienplatzvergabe
  3. Seite 3: Studienfinanzierung
  4. Seite 4: Beratung und Kontaktadressen

Leser-Kommentare

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WiWi Gast

Re: Studieren mit Behinderung

Gute Sache und irgendwo muss man anfangen!
ABER: Regensburg ist dafür der falsche Ort. Selbst als gesunder sportlicher Mensch schafft man es nicht, in der Uni jeden Punkt zu erreichen! Manche Türen gehen so schwer auf, dass man zum Öffnen beide Arme braucht; über 50% der Wege auf dem Gelände sind wegen Baufälligkeit und Unfallgefahr gesperrt; auf den Toiletten gehen die Türen nach innen auf und stoßen an die Klohschüsseln(Konstruktionsfehler), so dass nur sehr schlanke Personen in die Kabinen kommen; etc.
Sich dort als körperlich Behinderte durchzuschlagen muss der Horror sein, ich habe auch in meinem mehrjährigen Studium dort erst eine einzige Rollstuhlfahrerin gesehen.

antworten
WiWi Gast

Re: Studieren mit Behinderung

Die geschilderten Nachteile des Marburger Konrad-Biesalski-Hauses sind in der Tat gravierend! Aber auch finanziell stellt es eine Katastrophe dar.
Studieren sollte für Behinderte generell an jeder Uni außerhalb von Spezialeinrichtungen möglich sein. Selbstbestimmt. Mit eigener Wohnung, eigenem Auto, etc.

antworten
WiWi Gast

Studieren mit Behinderung

Die Studentenwohnanlage Ludwig-Thoma-Str. 15-17 ist etwas ganz Besonderes. Durch ihr integriertes Pflege- und Assistenzangebot bietet sie bis zu 28 (schwer-) behinderten jungen Erwachsenen mit Hochschulzugangsberechtigung die Chance hochschulnah zu studieren. Doch dieses Angebot steht auf der Kippe…

Momentan nutzen dieses Angebot nur neun Mobilitätsbehinderte, zwei davon werden wohl dieses Jahr Ihr Studium abschließen, ob neue Interessenten einziehen werden ist noch ungewiss. Bei einer Nutzung von unter acht Studierenden wird es jedoch was die Finanzierbarkeit anbelangt für das Studentenwerk als Träger der Einrichtung äußerst kritisch. Warum aber ist die Nachfrage so gering? Fehlt die deutschlandweite Bewerbung dieses außergewöhnlichen Angebots? Dass ein Bedarf besteht, zeigt die deutschlandweit einzige andere vergleichbare Anlage, das Konrad-Biesalski-Haus in Marburg, das derzeit mit 27 behinderten Studierenden mit Pflegevertrag belegt ist.

Die Ausstattung ist an beiden Standorten vergleichbar, wobei für uns die Ludwig-Thoma-Anlage entscheidende Vorteile aufweist:
Die barrierefreien Zimmer sind mit etwa 19 qm etwas größer als in Marburg, viele besitzen einen eigenen Balkon, außerdem sind die Gemeinschaftsküchen auf den einzelnen Stockwerken großzügiger bemessen. Die Gebühren für einen Internetzugang sind in Marburg zudem fünfmal höher als in Regensburg. Der größte Vorteil des Ludwig-Thoma-Heims liegt jedoch in der unmittelbaren Nähe zu Uni und Hochschule, welche auch für Rollstuhlfahrer eine hohe Mobilität ohne fremde Hilfe ermöglicht. Wegen der extremen Hanglage (Steigung bei den Zufahrtswegen ca. 15%) des Konrad-Biesalski-Haus in Marburg und den teilweise großen Entfernungen zu den Universitätsgebäuden ist es für Rollstuhlfahrer nahezu unmöglich sich in der Umgebung selbstständig zu bewegen.

Um diese Vorteile deutlich sichtbarer zu machen, möchte das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz nun die Öffentlichkeitsarbeit für dieses Projekt ausbauen. Hierzu wäre natürlich ein deutlicherer Hinweis auf den Homepages von Uni und Hochschule auf die Möglichkeiten des Ludwig-Thoma-Heims sinnvoll und wünschenswert. Des Weiteren sollen deutschlandweit Gymnasien und Reha-Zentren mit einem Info-Flyer auf das Angebot aufmerksam werden. Ferner soll die Berichterstattung in Special-Interest-Zeitschriften forciert werden. Darüber hinaus freuen wir uns natürlich, wenn Sie, werte Leser, in Ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis für das Ludwig-Thoma-Heim Werbung machen. Wir würden es nämlich alle sehr bedauern, wenn diese wertvolle Einrichtung aufgrund mangelnder Belegung demnächst nicht mehr finanziell tragbar sein sollte.

Nähere Informationen zum speziellen Angebot des Ludwig-Thoma-Heims finden Sie unter: http://www.stwno.de/standorte/regensburg/beratung/download/Flyer.pdf

Zuständig für die Sozial- und Behindertenberatung ist Monika Jauch, die Ihnen Mo.-Do. in der Albertus-Magnus-Straße 4 kompetent zur Seite steht. jauch@stwno.de ; 0941/943-2250/-3270

Gerne können Sie bei Interesse auch den Pflegedienstleiter, Hermann Zöller kontaktieren: 0941 9206511
hermann.zoeller@studentenwerk.uni-regensburg.de

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