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Berufs- & Studienwahl Bildungsbericht

Bildungsbericht »Bildung in Deutschland 2012«

Der vierte Bildungsbericht zeigt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungssystems und widmet sich in seinem Schwerpunktkapitel dem Thema "Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf".

Eine wehende Deutschlandflagge mit Bundesadler vor blauem Himmel.

Bildungsbericht »Bildung in Deutschland 2012«
Die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) den Bericht "Bildung in Deutschland 2012" vorgestellt. Der vierte Bildungsbericht zeigt die Gesamtentwicklung des deutschen Bildungssystems und widmet sich in seinem Schwerpunktkapitel dem Thema "Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf".

"Das Bildungsniveau ist weiter angestiegen. Die Zahl der Abiturienten nimmt zu, die Zahl der Schulabbrecher geht weiter zurück. Dazu beigetragen haben Schulreformen, die die Flexibilität und Durchlässigkeit des Schulsystems im Hinblick auf höhere Schulabschlüsse verbessert haben", unterstreicht der Präsident der Kultusministerkonferenz, Hamburgs Schulsenator Ties Rabe. "Das Bildungsniveau steigt aber auch, weil Qualität und Umfang des Bildungs- und Betreuungssystems zugenommen haben. Fast alle drei- bis fünfjährigen Kinder besuchen die Kindertagesstätte. Mehr als ein Viertel aller Schülerinnen und Schüler nimmt an Ganztagsangeboten teil, jede zweite Schule hat bereits entsprechende Ganztagsangebote", so Rabe. "Im Bildungsbereich werden seit Jahren mit erkennbarem Erfolg große Anstrengungen unternommen, um die Benachteiligungen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu beheben. Die Länder sind mit dem Ausbau von Kindertagesstätten und Ganztagsangeboten sowie zahlreichen Förderangeboten wie beispielsweise der Sprachförderung auf einem richtigen Weg", hebt der Präsident hervor.

"Der aktuelle Bildungsbericht belegt die hohe Priorität für Bildung in Deutschland und die deutlichen Verbesserungen, die wir in den vergangenen Jahren erreicht haben", betonte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). "Dies gilt gerade für diejenigen, die es schwerer haben: Es gibt weniger Kinder und Jugendliche in Risikolagen, weniger junge Menschen ohne schulischen oder beruflichen Abschluss. Und wir geben mehr für Bildung aus als jemals zuvor", so die Staatssekretärin weiter. "Allerdings bleibt es eine wichtige Aufgabe, insbesondere Kinder und Jugendliche, die unter ungünstigen Bedingungen aufwachsen, gezielt zu unterstützen. Wir wollen allen faire Chancen bieten."
Hierzu hat das BMBF bereits 2008 das Programm "Bildungsketten" aufgelegt, mit dem förderbedürftigen Jugendlichen beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf Orientierung und Unterstützung gegeben wird. In Richtung Schule zielt die Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Sie will an Hochschulen innovative Entwicklungen in der Lehrerbildung fördern, damit Lehrerinnen und Lehrer bestmöglich auf ihre wichtige Aufgabe vorbereitet werden. Auch in punkto Weiterbildung gibt es zahlreiche Aktivitäten. So vergibt das BMBF Weiterbildungs- und Aufstiegsstipendien, um begabte Berufstätige zu ermuntern, sich weiter zu qualifizieren, und um die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung weiter zu verbessern.

Durch seine bildungsbereichsübergreifende Perspektive und die kontinuierliche Fortführung von Kernindikatoren zeigt der vierte Bildungsbericht folgende langfristige Trends im Bildungsbereich auf:

Rahmenbedingungen:
Die Bildungsausgaben sind trotz schwieriger ökonomischer Rahmenbedingungen weiter erhöht worden (2009: 165,6 Mrd. Euro; 2010: 172,3 Mrd. Euro), der Anteil am BIP nahm von 6,9 Prozent (2009) auf 7,0 Prozent (2010) zu. Trotz leicht positiver Tendenzen wachsen noch immer 29 Prozent (2006: 32 Prozent) der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren in mindestens einer Risikolage auf, die mindestens eines der drei Merkmale umfasst: bildungsfernes Elternhaus, Einkommen unter der Armutsgefährdungsgrenze, kein Elternteil berufstätig.

Der Anteil junger Menschen mit Migrationshintergrund nimmt stetig zu: Unter den 24-Jährigen sind es 23 Prozent, bei den unter 1-Jährigen bereits 35 Prozent.
In den Schulen ergibt sich aufgrund der Altersstruktur des Personals ein hoher Ersatzbedarf und im Elementar- sowie Hochschulbereich aufgrund der Ausbaumaßnahmen ein erhöhter Personalbedarf. Der Anteil der Schulen in freier Trägerschaft steigt zwischen 1998 und 2010 von 5 Prozent auf 10 Prozent. Die Anzahl der privaten Hochschulen hat sich mehr als verdoppelt.
 
Anstieg des Bildungsniveaus:
Der Anteil der Schulabgängerinnen und -abgänger ohne Hauptschulabschluss konnte weiter gesenkt werden (2006: 8,0 Prozent, 2010: 6,5 Prozent). Zugleich werden immer häufiger höherwertige allgemeinbildende Abschlüsse nachträglich erworben.

Von den Schulabsolventen haben 2010 49 Prozent die Hochschulreife erlangt (34 Prozent die allgemeine, 15 Prozent die fachgebundene Hochschulreife). Der Anstieg wird deutlich im Vergleich: Unter den 30- bis 35-Jährigen verfügen 41 Prozent über die Hochschulreife, unter den 60- bis 65-Jährigen 20 Prozent.
Die Flexibilität von Bildungswegen und die Durchlässigkeit von Bildungsgängen im Sekundarbereich I, im Sekundarbereich II sowie von der Berufsausbildung zur Hochschule konnten weiter erhöht werden, sodass damit die Chancen auf einen höheren Bildungsabschluss deutlich verbessert wurden.
Vor allem der Bildungsstand der Frauen ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Im Gegensatz dazu hat sich der Anteil der jungen Männer ohne beruflichen Abschluss weiter erhöht.

Trotz Verbesserungen in den vergangenen Jahren haben Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund nach wie vor einen deutlich niedrigeren Bildungsstand. Unter den 30- bis unter 35-Jährigen verfügen 10 Prozent über keinen Hauptschulabschluss und 37 Prozent über keinen beruflichen Abschluss.
Bildung lohnt sich, da mit steigendem Niveau des Berufs- und Bildungsabschlusses Erwerbsquote, Einkommen sowie gesellschaftliche Teilhabe steigen und das Risiko von Arbeitslosigkeit sinkt.

Bildungsbeteiligung gestiegen:
Die Bildungs- und Betreuungsquote von Kindern unter 3 Jahren beträgt mittlerweile 25 Prozent (2011; 2006: 14 Prozent). Bis zur Erreichung des politisch gesetzten Ziels, ein dem Rechtsanspruch ab 2013 Rechnung tragendes Platzangebot zu schaffen, sind insbesondere in Westdeutschland jedoch noch Anstrengungen erforderlich. Der Besuch einer Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege ist hingegen für Kinder zwischen 3 und 5 Jahren bereits zur Regel geworden (94 Prozent Teilnahme). Der Anteil der 2-Jährigen in Westdeutschland steigt von 17 Prozent 2006 auf 39 Prozent im Jahr 2011.

Mittlerweile sind 51 Prozent aller Schulen Ganztagsschulen. 28 Prozent aller Schülerinnen und Schüler nehmen Ganztagsangebote wahr. Insbesondere Ganztagsschulen in teilweiser oder voll gebundener Form erreichen mit ihren vielfältigen pädagogischen Gestaltungsmöglichkeiten auch Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien.
Die Studienanfängerquote ist stark auf über 50 Prozent gestiegen und liegt damit deutlich oberhalb des hochschulpolitischen Zielwerts der Qualifizierungsinitiative von 40 Prozent. Im Unterschied zur erkennbaren Dynamik und Flexibilisierung im Elementarbereich, in Schulen und Hochschulen gegenüber dem demografischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel stagniert die Weiterbildungsbeteiligung der Bevölkerung.

Schwerpunkt "Kulturelle/musisch-ästhetische Bildung im Lebenslauf"
Die Untersuchung der kulturellen/musisch-ästhetischen Bildung als Schwerpunktthema des Bildungsberichts 2012 gibt Einblick in die künstlerischen und musisch-ästhetischen Aktivitäten der Bevölkerung, die Angebote von Bildungseinrichtungen sowie die Qualifikation des kunst- und kulturvermittelnden Personals.
Über alle Altersstufen hinweg lässt sich ein großes Interesse an kultureller/musisch-ästhetischer Bildung ausmachen, auch wenn das hohe Aktivitätsniveau der frühen Kindheit, in der nahezu alle Kinder malen, basteln, ein Instrument spielen oder singen, mit zunehmendem Alter abnimmt. Zugleich vervielfältigen sich jedoch im Jugendalter die Ausdrucksformen auch mit Hilfe der neuen Medien. Im späteren Erwachsenenalter gehen die Eigenaktivitäten zugunsten rezeptiver Formen deutlich zurück.

Kitas und Schulen vermitteln allen Kindern und Jugendlichen grundlegende kulturelle, musisch-ästhetische Erlebens- und Ausdrucksformen, die in späteren Lebensphasen ausgebaut oder modifiziert werden können.  Insbesondere Ganztagsschulen erweisen sich - häufig in Kooperation mit externen Partnern - als wichtiger Lernort für kulturelle Bildung mit erweiterten Möglichkeiten, allen Schülerinnen und Schülern adäquate Gelegenheiten für kulturelle Aktivitäten zu bieten.
Für die Vielfalt und Fülle der kulturellen Bildung sind non-formale Bildungsangebote etwa von Musikschulen, Kultur- und Jugendeinrichtungen, Vereinen, Chören und Orchestern, aber auch selbstorganisierte Aktivitäten von besonderer Bedeutung.

"Kulturelle Bildung unterstützt insbesondere junge Menschen in ihrer Entwicklung zu tatkräftigen und selbstbewussten Persönlichkeiten. Sie ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft. "Wir unterstützen die kulturelle Bildung aller nachdrücklich", sagt Cornelia Quennet-Thielen. "So fördern wir unter dem Motto "Kultur macht stark" ab dem kommenden Jahr außerschulische Angebote der kulturellen Bildung für benachteiligte Kinder und Jugendliche." In diesen Bündnissen für Bildung schließen sich lokale Akteure zusammen.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz unterstreicht: "Der Bildungsbericht zeigt die vielfältigen Angebote der Länder zur kulturellen/musisch-ästhetischen Bildung im Lebenslauf. Diese Angebote bieten Kindern und Jugendlichen große Chancen für die eigene Entwicklung. Schule darf nicht auf Basisfertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen reduziert werden, sondern hat einen umfassenden Bildungs- und Erziehungsauftrag, der nur mit vielfältigen Bildungsangeboten im kulturellen/musisch-ästhetischen Bereich erfüllt werden kann."

Zentrale Herausforderungen
Mit den flexibler werdenden Bildungswegen ergeben sich für den Einzelnen zunehmende Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten für die eigene Bildungskarriere. Daraus leitet sich ein steigender Bedarf an Beratung und Begleitung bei der Planung und Gestaltung der individuellen Bildungswege ab, der eine verstärkte Koordination und Zusammenarbeit zwischen den Bildungseinrichtungen und Bildungsbereichen erforderlich macht. Hier muss die Bildungspolitik weiterhin die notwendigen Rahmensetzungen vornehmen.

Durch die sich verändernden demografischen Bedingungen müssen die Bildungsinfrastruktur weiter an die regional unterschiedlichen Entwicklungen angepasst und eine regional ausgewogene Bildungsversorgung sichergestellt werden. Da der Anteil jüngerer Menschen mit Migrationshintergrund an der Bevölkerung stetig zunimmt, muss der Bildungsbeteiligung und dem Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund weiterhin besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wichtigstes Handlungsfeld ist hier eine wirksame und durchgehende Sprachförderung auf der Grundlage einer aussagekräftigen Sprachdiagnostik.
Die wachsende Bedeutung der Hochschulen und die weiter steigende Studiennachfrage machen es erforderlich, die hierfür notwendigen Ressourcen bereit- und das notwendige Qualitätsniveau sicherzustellen. Da sich zugleich die berufliche Bildung in ihrer Grundstruktur und ihren Ausbildungsmöglichkeiten verändert, wird - auch um die Attraktivität beruflicher Bildung zu sichern - zukünftig das Verhältnis von Hochschulen, beruflicher Bildung und Weiterbildung neu überdacht und gestaltet werden müssen.

Zur Anlage des Bildungsberichts
Den seit 2006 alle zwei Jahre erscheinenden Bildungsbericht hat eine unabhängige Wissenschaftlergruppe unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) erarbeitet. Beteiligt sind das Deutsche Jugendinstitut (DJI), die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), das Soziologische Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie das Statistische Bundesamt und die Statistischen Ämter der Länder.
Der Bildungsbericht gibt zum vierten Mal eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Entwicklung des deutschen Bildungswesens. Die besondere Bedeutung des Bildungsberichts liegt darin, die verschiedenen Bildungsbereiche in ihrem Zusammenhang darzustellen und übergreifende Herausforderungen im deutschen Bildungssystem sichtbar zu machen. Der Bildungsbericht mit seiner auf Indikatoren gestützten Gesamtschau ist eine verlässliche Grundlage für Zieldiskussionen wie politische Entscheidungen und sorgt für Transparenz im Bildungssystem.

http://www.bildungsbericht.de

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