DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Berufs- & Studienwahl Studienberechtigte

Studienberechtigte 2012: Attraktivität eines Studiums ungebrochen

Für die große Mehrheit der Studienberechtigten des Schulabschlussjahrgangs 2012 ist ein Hochschulstudium die erste Wahl zur Berufsqualifikation. 73 Prozent haben ein halbes Jahr nach Schulabschluss ein Studium aufgenommen oder planen dies. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von Studienberechtigten des Deutschen Zentrums für Hochschulforschung.

Ein Mädchen mit einem grauen Kapuzenpullover mit der Aufschrift Abitur.

Studienberechtigte 2012: Attraktivität eines Studiums ungebrochen
Die Forschergruppe um Projektleiterin Heidrun Schneider hat Schulabsolventinnen und Schulabsolventen mit Hochschulzugangsberechtigung des Jahrgangs 2012 ein halbes Jahr vor und ein halbes Jahr nach Schulabschluss zu ihren Bildungsabsichten und zu ihren tatsächlichen Bildungsentscheidungen befragt. Mehr als 11.500 Schülerinnen und Schüler haben Auskunft zu Fragen nach dem Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf gegeben. „Unsere Untersuchung bestätigt die ungebrochene Attraktivität des Studiums für junge Menschen. Von einem Studium versprechen sie sich in stärkerem Maße als von einer Berufsausbildung gute Berufsaussichten und ein hohes Einkommen“, erläutert Schneider Gründe für die seit vielen Jahren beobachtete hohe Studierneigung.

Zu den 52 Prozent der Schülerabsolventinnen und Schulabsolventen, die ein halbes Jahr nach Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung ein Studium aufgenommen haben, kommen noch einmal 22 Prozent hinzu, die ein Studium fest geplant haben. Damit liegt die sogenannte Brutto-Studierquote, also der Anteil eines Schulabschlussjahrgangs, der ein Studium mit hoher Wahrscheinlichkeit aufnimmt, bei 73 Prozent. Berücksichtigt man noch diejenigen, die eine Studienaufnahme erwägen, erhöht sich die Quote auf 80 Prozent. Seit nunmehr zehn Jahren bewegt sich dieser Wert auf einem ähnlichen Niveau und signalisiert, dass mindestens drei Viertel der Schülerabsolventinnen und Schulabsolventen die hochschulische der beruflichen Ausbildung vorziehen.

Dass nur für etwa ein Viertel der Studienberechtigten die Berufsbildung eine attraktive Alternative zum Studium darstellt, ist also kein neuer Trend. Die aktuelle Studie bestätigt Befunde früherer DZHW-Befragungen von Studienberechtigten. Mitautorin Barbara Franke erklärt, „dass bei der Entscheidung für die Aufnahme einer Berufsausbildung neben Leistungsgesichtspunkten auch der Wunsch nach baldiger finanzieller Unabhängigkeit sowie die Tatsache, dass das eigene Berufsziel kein Studium erfordert, eine Rolle spielen.“

Über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten hatten sich die Schülerinnen und Schüler informiert: 95 Prozent der Studienberechtigten haben spätestens zu Beginn des letzten Schuljahres mit der aktiven Informationsbeschaffung begonnen. Allerdings ist es für 43 Prozent der Studienberechtigten schwer, alle sich bietenden Möglichkeiten zu überblicken.

Ein halbes Jahr nach Schulabschluss haben bereits sieben von zehn Studienberechtigten ihre Pläne in die Tat umgesetzt – 52 Prozent der Befragten haben ein Studium und 19 Prozent eine Berufsausbildung aufgenommen. Der andere Teil der Studienberechtigten befindet sich zu diesem Zeitpunkt aus unterschiedlichen Gründen in einer Übergangsphase und hat sich zunächst für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, Jobs oder Praktika, einen Auslandsaufenthalt oder einen Bundesfreiwilligendienst entschieden. Für ein Fünftel der Studienberechtigten, die ihre nachschulische Qualifizierung noch nicht begonnen haben, machten Zulassungsbeschränkungen im Wunschfach eine Überbrückung erforderlich.

Besonders beliebte Studienrichtungen sind die Wirtschaftswissenschaften, Maschinenbau sowie Lehramtsstudiengänge. Ihren akademischen Bildungsweg wollen viele Studienberechtigte auch nach dem Erststudium fortsetzen. 46 Prozent der Studienberechtigten, die sich für ein Bachelorstudium entschieden haben oder dies fest einplanen, haben zum jetzigen Zeitpunkt bereits den Master als weiterführendes Studium im Blick.

Die Studienberechtigtenbefragungen des DZHW (ehemals HIS-Institut für Hochschulforschung) sind eine in Dauer und Umfang einmalige Untersuchungsreihe. Seit 1976 befragt das DZHW etwa jeden zweiten Studienberechtigtenjahrgang, um Entscheidungsprozesse und Übergangsverhalten von Schülerinnen und Schülern, die die Hochschulreife erworben haben, zu analysieren. Die Durchführung der Untersuchung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Download [PDF, 208 Seiten - 1,8 MB]
Bildungsentscheidungen von Studienberechtigten

 

 

Im Forum zu Studienberechtigte

2 Kommentare

Master Frankfurt School

WiWi Gast

Wenn du zur Zugangsprüfung und dem Assesment Center eingeladen wirst, sollte die Bachelornote dir keine Gedanken mehr machen ;) .

1 Kommentare

NC Mannheim Wirtschaftsinformatik und VWL

jan_b97

Hallo, weiß jemand wie der letzte Durchschnitt bei den Abiturienten in den oben genannten Fächern war? Hab ich mit 1,8 gute Chancen dort in beiden Fächern?

7 Kommentare

Bucerius

WiWi Gast

Wenn Großkanzlei dein Ziel ist, würde ich die Bucerius uneigeschränkt empfehlen! Kenne diverse Leute von dort, die bereits nach den ersten 1-2 Semesters M&A Praktika bekommen haben und ähnliches. Be ...

8 Kommentare

Re: WHU, FS, EBS, MBS, ZU, ESCP

WiWi Gast

FS vor allem... habe gehört Standortvorteil in Frankfurt (weißt schon Network 101, keine Wohnung suchen für das Praktikum usw.) sollten das money-burnen doch schon fast rechtfertigen

4 Kommentare

Berufschancen für Ø-Performer

WiWi Gast

Sehr guter Beitrag. Ich empfehle, dass du deinen Schnitt auf 1, verbesserst und dann irgendwo bei Tier 2 M&A und Big 4 TAS Praktikum machst. Danach noch einen guten Master (1,X) und ein Praktikum ...

11 Kommentare

Alternativen zum Investmentbanker

WiWi Gast

Ne, das ist so nicht richtig. Wenn er traden will, sollte er ins Trading. Klassisch in den Bereich Sales&Trading, bei vielen auch Markets genannt. Hat aber mit Asset Management weniger zu tun. ...

9 Kommentare

Was soll ich für eine Tätigkeit in der UB studieren (außer BWL)?

WiWi Gast

Kann ich confirmen. MBB setzen mit Bachelor 1 und mit Master 2 (verschiedene) overseas Auslandssemester voraus. Wer das nicht bieten kann, kommt nicht mal ins Interview. WiWi Gast schrieb am 23.11. ...

Artikel kommentieren

Als WiWi Gast oder Login

Zum Thema Studienberechtigte

Weiteres zum Thema Berufs- & Studienwahl

Der Kopf einer Frau mit einer Pagenfrisur.

Lebenseinkommen: Wirtschaftsstudium bringt Männern 529.000 Euro mehr als Ausbildung

Mit einem Universitätsabschluss steigt das Lebenseinkommen um durchschnittlich etwa 390.000 Euro und mit einem Fachhochschulabschluss um 270.000 Euro gegenüber einer Ausbildung. Durch ein Wirtschaftsstudium wächst das Lebenseinkommen bei Männern um durchschnittlich gut 529.000 Euro und bei Frauen um knapp 248.000 Euro. Ein Studium schützt zudem besser vor Arbeitslosigkeit. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudie 2017 vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung.

Online-Studienführer studieren-ohne-abitur.de

Online-Studienführer »studieren-ohne-abitur.de«

Es gibt so viele Hochschulabsolventen ohne Abitur wie noch nie. Die Anzahl der Studierenden ohne Abitur und Fachhochschulreife hat sich seit 2007 auf 45.900 in 2013 nahezu verdreifacht. Mit 4.400 Absolventen haben 2013 so viele Studierende ohne Abitur wie noch nie erfolgreich ihr Studium beendet. Über 6.500 solcher Studiengänge verzeichnet der Online-Studienführer »studieren-ohne-abitur.de«.

Beliebtes zum Thema Studienwahl

Header Bilder der Wiwi-Studiengänge / Betriebswirtschaftslehre BWL

Wirtschaft studieren: Das Studium Betriebswirtschaftslehre (BWL)

Das Studium der Betriebswirtschaftslehre ist mit Abstand am beliebtesten in Deutschland. Nicht ohne Grund, denn BWL-Absolventen haben im Gesamtvergleich beste Job-Aussichten. Im Jahr 2013 haben 72.700 Studienanfänger und damit sechs Prozent mehr ein BWL-Studium begonnen. Dabei ist Betriebswirtschaftslehre bei Frauen und Männern gleichermaßen beliebt: Beinahe die Hälfte der Studienanfänger war weiblich. Insgesamt waren 222.600 Studierende in BWL eingeschrieben und rund 42.400 Abschlussprüfungen wurden in 2013 erfolgreich abgelegt. Mehr als zwei Drittel bestanden die Bachelor-Prüfung in BWL. Der Anteil der Masterabsolventen lag in BWL bei 21 Prozent.

HHL Leipzig Graduate School of Management

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an privaten Hochschulen

Private Hochschulen sind für ihren Innovationsgeist im deutschen Hochschulsystem bekannt. Als nichtstaatliche Hochschulen setzen private Hochschulen auf einen starken Praxisbezug und eine internationale Ausrichtung. In enger Zusammenarbeit mit Kooperationen aus Wirtschaft und Industrie wird Studenten der Berufseinstieg schon im Studium erleichtert. Damit wächst der Attraktivitäts-Index von privaten Hochschulen für Studieninteressierte, besonders für die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und andere Management-Fächern. Mehr als 60 Prozent der privaten Hochschulen bieten aktuell Studiengänge in den Wirtschaftswissenschaften an.

Wirtschaft studieren: Das BWL-Studium an der Fachhochschule (FH)

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an einer Fachhochschule ist in Deutschland sehr gefragt. Der anhaltende Aufwärtstrend an einer Fachhochschule (FH) ein Studium aufzunehmen, hat vor allem einen Grund: der anwendungsbezogene Lehrunterricht. Derzeit studieren rund 63.089 Studenten an Fachhochschulen in Studiengängen aus den Fächern Recht-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften.

Wichtige Branchen für Wirtschaftswissenschaftler

Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen: Absolventen mit Abschlüssen in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studienfach stehen fast alle Branche in Deutschland offen, um den Berufseinstieg zu schaffen. Einige Branchen in Deutschland sind dabei umsatzstärker als andere oder haben bessere Renditen. Es bieten sich zahlreiche Berufsfelder und Jobs an, die es zu entdecken gilt.

Der Kopf einer Frau mit einer Pagenfrisur.

Lebenseinkommen: Wirtschaftsstudium bringt Männern 529.000 Euro mehr als Ausbildung

Mit einem Universitätsabschluss steigt das Lebenseinkommen um durchschnittlich etwa 390.000 Euro und mit einem Fachhochschulabschluss um 270.000 Euro gegenüber einer Ausbildung. Durch ein Wirtschaftsstudium wächst das Lebenseinkommen bei Männern um durchschnittlich gut 529.000 Euro und bei Frauen um knapp 248.000 Euro. Ein Studium schützt zudem besser vor Arbeitslosigkeit. So lauten die Ergebnisse der aktuellen Bildungsstudie 2017 vom Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung.

Screenshot Homepage freie-studienplaetze.de

freie-studienplaetze.de - Offizielle Studienplatzbörse bis Ende Oktober 2017 geöffnet

Die bundesweite Studienplatzbörse »freie-studienplaetze.de« ist seit dem 1. August 2017 wieder online. Sie informiert Studieninteressierte tagesaktuell über noch verfügbare Studienplätze für ein Bachelorstudium oder Masterstudium in Deutschland für das Wintersemester 2017/18. Das Angebot umfasst Studienplätze in zulassungsbeschränkten Fächern, die noch im Losverfahren vergeben werden und in zulassungsfreien Fächern, die einfach frei geblieben sind.

Die bunt angeleuchtete Oper von Sydney.

Deutsch-australischer Doppel-Abschluss Bachelor of Business Management

An der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) profitieren Studierende von dem Double Degree-Austauschprogramm mit dem International College of Management Sydney (ICMS). Während des Studiums gehen Studierende für drei Semester nach Sydney in Australien und erlangen neben dem Bachelor of Arts an der FHWS, an der ICMS den Bachleor of Business Management (BBM).

Feedback +/-

Feedback