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Berufs- & Studienwahl Studium ohne Abi

Studieren ohne Abitur - Modellprojekt unterstützt Berufserfahrene beim Studienstart

Um die Erfolgschancen auf dem "Dritten Bildungsweg" zu verbessern, legt das Studienförderwerk der deutschen Gewerkschaften in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Niederrhein ein Modellprojekt auf.

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Studieren ohne Abitur - Modellprojekt unterstützt Berufserfahrene beim Studienstart
Düsseldorf, 10.12.2012 (hbs) - Studieren ohne Abitur - das ist möglich für alle Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung. An den meisten Hochschulen sind Studierende auf dem "Dritten Bildungsweg" aber noch Exoten - und oft fühlen sie sich auch so. "Wir hören immer wieder von berufserfahrenen Studierenden, dass sie den Start in ein Vollzeitstudium als Hürdenlauf, ja als Kulturschock erleben", sagt Dr. Wolfgang Jäger, Geschäftsführer der Hans-Böckler-Stiftung.

Um die Erfolgschancen auf dem "Dritten Bildungsweg" zu verbessern, legt das Studienförderwerk der deutschen Gewerkschaften in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Niederrhein ein Modellprojekt auf: Ein maßgeschneidertes Programm aus Vorbereitungskursen, speziellen Lerngruppen und E-Learning-Angeboten unterstützt beruflich Qualifizierte beim Einstieg in ein Vollzeit-Bachelor-Studium der Ingenieurwissenschaften (insgesamt sieben Fachrichtungen) an der Uni Duisburg-Essen bzw. des Gesundheitsmanagements und der Gesundheitsinformatik an der Hochschule Niederrhein. Zudem erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung.

In dem Modellprojekt werden in den kommenden Jahren 90 berufserfahrene Studierende gefördert. Bewerbungen für die erste Runde sind möglich bis zum 31. Januar 2013. Insgesamt stellt die Hans-Böckler-Stiftung für das Projekt 1,5 Millionen Euro aus Eigenmitteln zur Verfügung.

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze übernimmt eine Patenschaft für das Modellprojekt: "Das Stipendienprogramm der Hans-Böckler-Stiftung ist aus drei Gründen bestechend gut: Es holt die beruflich Qualifizierten an unsere Hochschulen. Es fördert den für den Studienerfolg so wichtigen Start ins Studium - mit Geld und vor allem auch mit besonderen Orientierungs- und Beratungsangeboten. Und nicht zuletzt ist das Stipendium einfach und ohne viel Bürokratie zu beantragen. Für den Start des Programms wünsche ich der Stiftung, den Hochschulen und vor allem den zukünftige Stipendiaten viel Erfolg."

"Unsere Unterstützung setzt da an, wo viele Berufserfahrene mit Studienwunsch stehen: Mitten in der Berufswelt, relativ weit weg von Hochschule und Studentenleben", erklärt Dr. Wolfgang Jäger. "Gleichzeitig hilft das Projekt, Unis und FHs dabei, sich gezielter als bisher auf die neue Studierendengruppe vorzubereiten. Wer ohne Abitur, aber mit Berufserfahrung an die Hochschule wechselt, hat eben andere Stärken und Schwächen als der klassische Studienanfänger des ersten Bildungsweges. Wir sind davon überzeugt, dass beide Seiten profitieren können, und zwar über unser Modellprogramm hinaus. Denn nach einer Erfahrungs- und Evaluationsphase stellen wir das in unserem Projekt entwickelte Know-How allen interessierten Hochschulen zur Verfügung."

Das Modellprojekt ist in drei Phasen gegliedert: Bereits mehrere Monate vor Studienbeginn bereitet ein vielfältiges Seminarangebot die - dann noch berufstätigen - Studierenden in Spe auf ihren neuen Lebensabschnitt vor. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie die Vereinbarkeit von Studium und Familie, Zeitmanagement an der Hochschule oder tarifliche Regelungen zur Weiterbildung, die beim Wechsel zwischen Berufsleben und Studium helfen können. Außerdem gibt es Gelegenheiten, die künftige Hochschule kennenzulernen.

In Phase zwei nehmen die Geförderten an Spezialkursen teil, die die Hochschulen exklusiv für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Böckler-Programm entwickelt haben. In kleinen Lerngruppen arbeiten die Neu-Studenten ihr Wissen auf und erweitern ihre Kenntnisse, um optimal ins Studium zu starten. Bereits während der Teilnahme am Spezialkurs, drei Monate vor dem offiziellen Studienbeginn, werden die Teilnehmer mit einem Stipendium aus Eigenmitteln der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Sie erhalten bis zu 970 Euro pro Monat. Durch einen Familienzuschlag kann sich das Stipendium auf rund 1200 Euro erhöhen. Das Stipendium während des Studiums läuft nach den Vorgaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung über die volle Studienzeit.

Phase drei umfasst die weitere Begleitung während der ersten beiden Semester: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in kleinen Lerngruppen durch eigens dafür abgestellte Lehrende an den Hochschulen betreut. Darüber hinaus stehen spezielle Ansprechpartner der Hochschulen und der Hans-Böckler-Stiftung zur Verfügung.

Voraussetzung für eine Bewerbung ist eine mit guten bis sehr guten Leistungen abgeschlossene Berufsausbildung, die einen Bezug zum angestrebten Studienfach aufweist. Im Bereich Ingenieurwissenschaften an der Uni Duisburg-Essen trifft das auf beruflich Qualifizierte aus über 150 gewerblich-technischen Berufen zu - von der Augenoptikerin bis zum Hochbaufacharbeiter und von der Mechatronikerin bis zum Zerspanungsmechaniker. Für das Studium von Gesundheitsmanagement bzw. Gesundheitsinformatik (EHealth) an der Hochschule Niederrhein können sich unter anderem Gesundheits- und Krankenpflegerinnen oder Medizinische Fachangestellte bewerben, aber auch Kaufleute im Gesundheitswesen. Zusätzlich zur Ausbildung müssen Bewerber drei Jahre Berufserfahrung gesammelt haben. Weitere Voraussetzung ist ein gewerkschaftliches und/oder gesellschaftspolitisches Engagement der Bewerberinnen und Bewerber.

Weitere Informationen
http://www.boeckler.de/40936_41143.htm

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