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Berufseinstieg: Wo & WieBeamte

1st year Beamter - Ask me anything

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

An diesem Punkt möchte ich einmal wissen, wie die Verteilung hier ist.

Damit meine ich: Wird _jeder_, der im Ministerium im hD eingestellt wird, im Laufe seiner Dienstzeit mindestens zu A15? Wie hoch ist der Anteil von A15-Beamten (oder höher) an allen deutschen Beamten?

Du schreibst, dass Du eben _nicht_ im Ministerium arbeitest. Wo gibt es denn sonst den Automatismus nach A15? Finanzamt? Bei Lehrern ist das ja nun kein Automatismus, viele bleiben A13 (ich rede von NRW).

A15 ist in der Endstufe ein 100k-Äquivalent zur Wirtschaft, bei garantierten 41h und den anderen Beamten-Goodies also ein nettes Sümmchen. Wie sieht es in A15 mit bundesweiter Versetzung aus? Was wären eventuelle Nachteile?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Vergiss mal schnell die "garantierten 41h" im höheren Dienst. Nicht alle Überstunden lassen sich in das nächste Jahr übertragen. Und bei vielen Stellen im höheren hast du einiges an Reisezeit, die aber keine Arbeitszeit im öd ist..

Grundsätzlich läuft das mit Besoldungsgruppen-Aufstieg so, das höhere Stufe = andere Stelle/Aufgaben. Stellen werden bewertet und je nach Erfordernissen in Axx eingruppiert. Ausnahmen sind eben Korridorstellen oder ähnliches. Aber man steigt normalerweise nicht einfach von A11 nach A12 oder von A13 nach A14 auf. Nur innerhalb einer Gruppe steigst du mit den Jahren automatisch auf. A13 Stufe 3 zu A13 Stufe 4 etc.

WiWi Gast schrieb am 13.02.2018:

An diesem Punkt möchte ich einmal wissen, wie die Verteilung hier ist.

Damit meine ich: Wird _jeder_, der im Ministerium im hD eingestellt wird, im Laufe seiner Dienstzeit mindestens zu A15? Wie hoch ist der Anteil von A15-Beamten (oder höher) an allen deutschen Beamten?

Du schreibst, dass Du eben _nicht_ im Ministerium arbeitest. Wo gibt es denn sonst den Automatismus nach A15? Finanzamt? Bei Lehrern ist das ja nun kein Automatismus, viele bleiben A13 (ich rede von NRW).

A15 ist in der Endstufe ein 100k-Äquivalent zur Wirtschaft, bei garantierten 41h und den anderen Beamten-Goodies also ein nettes Sümmchen. Wie sieht es in A15 mit bundesweiter Versetzung aus? Was wären eventuelle Nachteile?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Bis A15 ist man Referent. Die nächste Hierarchieebene ist Referatsleiter. Da ist man erst A16 und wird (hoffentlich) irgendwann nach B3 befördert. Unter Umständen muss man für die B3 das Referat wechseln.
Die nächsten Stufen sind Unterabteilungsleiter B6, Abteilungsleiter B9, Staatssekretär B11, wobei da die Luft schon sehr dünn ist.

WiWi Gast schrieb am 13.02.2018:

@TE: wie sehen die weiteren Sprünge aus? A16/ B1 für erste Hierarchieebene? Oder istvdas schon B3?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Bin nicht der TE. Vermutlich bist Du bei einer Bundesoberbehörde? Aber von wegen jeder wird A15. Ich hatte bei uns auch Fälle gekannt, die nie über A14 hinaus gekommen waren. Bis zum Ruhestand! So pauschal sollte man solche Aussagen nicht abfassen. Bzgl. Referendariat: Auch da ist es nicht selbstverständlich, dass man übernommen wird. Einige Kollegen wurden entlassen, nachdem sie mit 4 bestanden hatten. Die Noten wurden natürlich so gegeben, dass es gepasst hat. Bei der Bundesbank gibt es wohl paradiesische Zustände??

WiWi Gast schrieb am 13.02.2018:

Ich misch mich gerade mal zum Thema Beförderungen auf A15 ein. Bin Beamter aber nicht in nem Ministerium.
Nicht zwingend muss bspw. A14 oder A15 umgeschrieben werden und da muss auch nicht zwingend eine Stelle frei werden die im Haushaltsplan (einzeln) steht.
Googlet mal topfwirtschaft (kein Witz), Dienstpostenbündelung oder Korridorstellen. Bei uns läuft die im hD bis A15. Oder anders gesagt: nach Verbeamtung ist spätestens nach 8 Jahren - meist aber durch Beurteilungen ein zwei Jahre früher - garantiert jeder A15.

Auch kann bei uns ins erste beförderungssamt verbeamtet werden, also A14. Ich kenne auch so einen Fall. Hatte 7 Jahre vergleichbare Berufserfahrung (Bund, Promotion, Lehrstuhl) abzüglich 2 für die Laufbahnbefähigung blieben 5 und nach 5 Jahren wird A13 zu A14 damit wurde er nach A14 verbeamtet.

Das heißt nicht, dass das Gesagte überall so ist. Es gibt große Unterschiede.

@TE: wie sehen die weiteren Sprünge aus? A16/ B1 für erste Hierarchieebene? Oder istvdas schon B3?

Ganz interessant find ich die ja auch bei euch vorhandene Möglichkeit für n paar Jahre ins Ausland als finanzattache an ne Botschaft zu gehen oder zu anderen Behörden im europäischen oder weltweiten ÖD.

Wie schon mal gesagt wurde: der ÖD bietet viele Chancen aber man muss sie auch nutzen und nicht bequem werden. Also kann man machen, aber dann nicht meckern es wäre langweilig.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

In einem Bundesministerium ist es eben Bonn oder Berlin. Wer neu in einem BuMi anfängt, sollte sich mit Berlin anfreunden. Auch wenn man zu Beginn ggf. in Bonn eingesetzt wird, kann man relativ schnell nach Bonn wechseln und dann bleibt man bis zur Pension in Berlin. Es sei denn, es gibt wieder einen Weltkrieg, aber dann haben wir andere Sorgen.

WiWi Gast schrieb am 13.02.2018:

An diesem Punkt möchte ich einmal wissen, wie die Verteilung hier ist.

Damit meine ich: Wird _jeder_, der im Ministerium im hD eingestellt wird, im Laufe seiner Dienstzeit mindestens zu A15? Wie hoch ist der Anteil von A15-Beamten (oder höher) an allen deutschen Beamten?

Du schreibst, dass Du eben _nicht_ im Ministerium arbeitest. Wo gibt es denn sonst den Automatismus nach A15? Finanzamt? Bei Lehrern ist das ja nun kein Automatismus, viele bleiben A13 (ich rede von NRW).

A15 ist in der Endstufe ein 100k-Äquivalent zur Wirtschaft, bei garantierten 41h und den anderen Beamten-Goodies also ein nettes Sümmchen. Wie sieht es in A15 mit bundesweiter Versetzung aus? Was wären eventuelle Nachteile?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Bin nicht der TE. Vermutlich bist Du bei einer Bundesoberbehörde? Aber von wegen jeder wird A15. Ich hatte bei uns auch Fälle gekannt, die nie über A14 hinaus gekommen waren. Bis zum Ruhestand! So pauschal sollte man solche Aussagen nicht abfassen. Bei der Bundesbank gibt es wohl paradiesische Zustände??

Das heißt nicht, dass das Gesagte überall so ist. Es gibt große Unterschiede.

Wie gesagt es gibt große Unterschiede.
Aber bei uns wird in der Tat jeder ausnahmslos immer A15 in max acht Jahren.

Und ja ich finde es bei uns schon relativ paradiesisch. Augen auf bei der AG Wahl auch innerhalb des ÖD

Und ja ich finds da relativ paradiesisch.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hi an den TE, erstmal Danke, dass du hier so frei von deinen insights berichtest. Wie siehst du die Einstellungsmöglichkeiten mit einem Master in Verwaltungswissenschaften und dann anschließenden Master of Public Administration (MPA) gegenstück zum MBA, bieten die Universitäten in Konstanz und Potsdam an. Haben es damit manche in den höheren Dienst geschafft oder herrscht da tatsächlich noch das Juristenmonopol?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Sind die Einstellungen gleich auf a14 dann besonders gesuchte Experten die schon jahrelang ganz ähnliches im öd gemacht haben aber bis dato eben nicht verbeamtet waren oder zu auch wirkliche Quereinsteiger?

WiWi Gast schrieb am 13.02.2018:

Ich misch mich gerade mal zum Thema Beförderungen auf A15 ein. Bin Beamter aber nicht in nem Ministerium.
Nicht zwingend muss bspw. A14 oder A15 umgeschrieben werden und da muss auch nicht zwingend eine Stelle frei werden die im Haushaltsplan (einzeln) steht.
Googlet mal topfwirtschaft (kein Witz), Dienstpostenbündelung oder Korridorstellen. Bei uns läuft die im hD bis A15. Oder anders gesagt: nach Verbeamtung ist spätestens nach 8 Jahren - meist aber durch Beurteilungen ein zwei Jahre früher - garantiert jeder A15.

Auch kann bei uns ins erste beförderungssamt verbeamtet werden, also A14. Ich kenne auch so einen Fall. Hatte 7 Jahre vergleichbare Berufserfahrung (Bund, Promotion, Lehrstuhl) abzüglich 2 für die Laufbahnbefähigung blieben 5 und nach 5 Jahren wird A13 zu A14 damit wurde er nach A14 verbeamtet.

Das heißt nicht, dass das Gesagte überall so ist. Es gibt große Unterschiede.

@TE: wie sehen die weiteren Sprünge aus? A16/ B1 für erste Hierarchieebene? Oder istvdas schon B3?

Ganz interessant find ich die ja auch bei euch vorhandene Möglichkeit für n paar Jahre ins Ausland als finanzattache an ne Botschaft zu gehen oder zu anderen Behörden im europäischen oder weltweiten ÖD.

Wie schon mal gesagt wurde: der ÖD bietet viele Chancen aber man muss sie auch nutzen und nicht bequem werden. Also kann man machen, aber dann nicht meckern es wäre langweilig.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Sind die von dir genanannten Fälle einstieg in A14 Personen die schon lange Jahre in einer ganz nähnlichen Funktion im ÖD gearbeitet haben aber eben bis dato nicht verbeamtet waren oder sind das auch komplette quereinseiger die zb. 8-9 jahre in der privatwirtschaft (für den job war schon ein studium voraussetzung) ohne wirklichen bezug zum öd gearbeitet haben?

danke

Auch kann bei uns ins erste beförderungssamt verbeamtet werden, also A14. Ich kenne auch so einen Fall. Hatte 7 Jahre vergleichbare Berufserfahrung (Bund, Promotion, Lehrstuhl) abzüglich 2 für die Laufbahnbefähigung blieben 5 und nach 5 Jahren wird A13 zu A14 damit wurde er nach A14 verbeamtet.

Das heißt nicht, dass das Gesagte überall so ist. Es gibt große Unterschiede.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Mit einem Master in Verwaltungswissenschaften und einem MPA wird es schon schwieriger. Es ist aktuelle immer noch so, dass vor allem Juristen und dann Wiwis gesucht werden. Je nach Ministerium werden noch Fachleute, z.B. Mediziner für BMG, Bauingenieure für BMUB, Agrarwissenschaftler für BMEL, gesucht. Insgesamt kenne ich nur einen Verwaltungswissenschaftler in Ministerien.
Wenn du einen MPA machen willst, achte auf jeden Fall darauf, dass viel Wirtschaft drin ist, damit du ggf. über die Wiwi-Schiene reinkommst.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Hi an den TE, erstmal Danke, dass du hier so frei von deinen insights berichtest. Wie siehst du die Einstellungsmöglichkeiten mit einem Master in Verwaltungswissenschaften und dann anschließenden Master of Public Administration (MPA) gegenstück zum MBA, bieten die Universitäten in Konstanz und Potsdam an. Haben es damit manche in den höheren Dienst geschafft oder herrscht da tatsächlich noch das Juristenmonopol?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Danke erstmal für deine Antwort!

Hört sich ja nicht so berauschend an, kenne auch nur noch das Verwaltungsrefendariat in NRW, wo sich dann aber praktisch jeder der irgendwas im WiWi/SoWi-Bereicht macht bewerben kann.

Die Frage, die sich mir nun stellt ist, warum bieten die Universitäten diesen Master an, wenn es praktisch nur eine sehr geringe Chance gibt, in den hD mit diesem Master zu kommen. Ich mein, man macht ja keinen Master nur um dann in den gehobenen Dienst zu kommen.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Hier der TE:

Mit einem Master in Verwaltungswissenschaften und einem MPA wird es schon schwieriger. Es ist aktuelle immer noch so, dass vor allem Juristen und dann Wiwis gesucht werden. Je nach Ministerium werden noch Fachleute, z.B. Mediziner für BMG, Bauingenieure für BMUB, Agrarwissenschaftler für BMEL, gesucht. Insgesamt kenne ich nur einen Verwaltungswissenschaftler in Ministerien.
Wenn du einen MPA machen willst, achte auf jeden Fall darauf, dass viel Wirtschaft drin ist, damit du ggf. über die Wiwi-Schiene reinkommst.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Hi an den TE, erstmal Danke, dass du hier so frei von deinen insights berichtest. Wie siehst du die Einstellungsmöglichkeiten mit einem Master in Verwaltungswissenschaften und dann anschließenden Master of Public Administration (MPA) gegenstück zum MBA, bieten die Universitäten in Konstanz und Potsdam an. Haben es damit manche in den höheren Dienst geschafft oder herrscht da tatsächlich noch das Juristenmonopol?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

PS: Damit würden sich nur noch Chancen bei der EU ergeben. Die sollen aber auch ein starkes Profil fordern und deren Bewerbungsphase dauert ca. 1-Jahr. Die würden aber gezielt nach Verwaltungsexperten suchen. Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich unschlüssig. Mein Bachelor wird zwar mit 1.4 - 1.5 in den oben genannten Bereich abgeschlosen werden, aber ob das für die EU reicht die ja speziell auch am College of Europe rekrutiert ist fraglich. Dennoch unterstützt das AA im Moment ja massiv die Bewerbung von angehenden deutschen EU-Beamten, da Deutschland unterrepräsentiert in den EU Institutionen ist.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Wie sieht der Kollegenzusammenhalt aus? Gibt es viel Ellenbogenmentalität? Sind die leute im hD eher vom Typ Wissenschaftler weil viele ja davor auch an der Uni oder in forschungsinstituten waren?
Gibt es gemeinsame unternehmungen?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

sind die meisten beamten in den bundesministerien im hD nebenbei politisch enangagiert?

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Für EU ist nur Englisch wahrscheonlich zu wenig!

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

PS: Damit würden sich nur noch Chancen bei der EU ergeben. Die sollen aber auch ein starkes Profil fordern und deren Bewerbungsphase dauert ca. 1-Jahr. Die würden aber gezielt nach Verwaltungsexperten suchen. Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich unschlüssig. Mein Bachelor wird zwar mit 1.4 - 1.5 in den oben genannten Bereich abgeschlosen werden, aber ob das für die EU reicht die ja speziell auch am College of Europe rekrutiert ist fraglich. Dennoch unterstützt das AA im Moment ja massiv die Bewerbung von angehenden deutschen EU-Beamten, da Deutschland unterrepräsentiert in den EU Institutionen ist.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Naja du musst zwei EU Sprachen fließend können, wären deutsch und englisch. Ob du da den riesen Vorteil hast, wenn du jetzt noch franz./ita./spa. sprichst wage ich mal zu bezweifeln. Sicherlich nice to have und ein Pluspunkt aber die Franzosen sprechen meistens auch Fra/Eng also kann das nicht der Knackpunkt sein. Da wird mehr auf fachliche Eignung geachtet.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Für EU ist nur Englisch wahrscheonlich zu wenig!

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

PS: Damit würden sich nur noch Chancen bei der EU ergeben. Die sollen aber auch ein starkes Profil fordern und deren Bewerbungsphase dauert ca. 1-Jahr. Die würden aber gezielt nach Verwaltungsexperten suchen. Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich unschlüssig. Mein Bachelor wird zwar mit 1.4 - 1.5 in den oben genannten Bereich abgeschlosen werden, aber ob das für die EU reicht die ja speziell auch am College of Europe rekrutiert ist fraglich. Dennoch unterstützt das AA im Moment ja massiv die Bewerbung von angehenden deutschen EU-Beamten, da Deutschland unterrepräsentiert in den EU Institutionen ist.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Ja, das ist wirklich ärgerlich. Letztendlich leidet auch die Verwaltung darunter, dass es doch sehr viele und in manchen Bereichen fast nur Juristen gibt. Etwas mehr Varietät würde der Verwaltung gut tun.
Mit Verwaltungswissenschaften bzw. MPA kann man gut in die Interessensvertretung oder zu Public Sector-Beratungen. Zudem bieten Hamburg und Berlin ja auch Trainee-Programme für die allgemeine Verwaltung an. Ich weiß nicht, wie es da mit den o.g. Studiengängen ausschaut.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Danke erstmal für deine Antwort!

Hört sich ja nicht so berauschend an, kenne auch nur noch das Verwaltungsrefendariat in NRW, wo sich dann aber praktisch jeder der irgendwas im WiWi/SoWi-Bereicht macht bewerben kann.

Die Frage, die sich mir nun stellt ist, warum bieten die Universitäten diesen Master an, wenn es praktisch nur eine sehr geringe Chance gibt, in den hD mit diesem Master zu kommen. Ich mein, man macht ja keinen Master nur um dann in den gehobenen Dienst zu kommen.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Es ist schon eher der fachliche Typ. Den meisten geht es um Inhalte. Dummschwätzer und so weiter findet man nur bedingt. Gemeinsame Unternehmungen gibt es, aber das liegt alles an einem selbst. Wenn es einen Schwung Neueinstellungen gibt und man neu in die Stadt zieht, sind das ja dann die ersten sozialen Kontakte, so dass man da auch einen Freundeskreis aufbaut. Ich habe jedoch schon vor Ort gewohnt, so dass ich jetzt kein neues soziales Umfeld aufbauen musste.
Ellenbogenmentalität gibt es eher auf Referatsleiter und weniger auf Referentenebene.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Wie sieht der Kollegenzusammenhalt aus? Gibt es viel Ellenbogenmentalität? Sind die leute im hD eher vom Typ Wissenschaftler weil viele ja davor auch an der Uni oder in forschungsinstituten waren?
Gibt es gemeinsame unternehmungen?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

In der Verwaltung gibt es doch sehr viele Fachrichtungen. Für Leitungsfunktionen als Beamte sind Juristen (ich bin Ing.) natürlich prädestiniert. Viele Akademiker sind Angestellte und werden auch niemals verbeamtet. In diesem Thread fokussiert man sich nur auf Beamte. In den Ministerien gibt es relativ viel höheren Dienst. In anderen Bereichen überwiegt der gehobene Dienst ganz deutlich und die vergleichbaren Angestellten. Rein gefühlt würde ich vermuten, dass es viel mehr Ingenieure als Wiwis in der Verwaltung gibt?

WiWi Gast schrieb am 15.02.2018:

Hier der TE:

Ja, das ist wirklich ärgerlich. Letztendlich leidet auch die Verwaltung darunter, dass es doch sehr viele und in manchen Bereichen fast nur Juristen gibt. Etwas mehr Varietät würde der Verwaltung gut tun.
Mit Verwaltungswissenschaften bzw. MPA kann man gut in die Interessensvertretung oder zu Public Sector-Beratungen. Zudem bieten Hamburg und Berlin ja auch Trainee-Programme für die allgemeine Verwaltung an. Ich weiß nicht, wie es da mit den o.g. Studiengängen ausschaut.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Danke erstmal für deine Antwort!

Hört sich ja nicht so berauschend an, kenne auch nur noch das Verwaltungsrefendariat in NRW, wo sich dann aber praktisch jeder der irgendwas im WiWi/SoWi-Bereicht macht bewerben kann.

Die Frage, die sich mir nun stellt ist, warum bieten die Universitäten diesen Master an, wenn es praktisch nur eine sehr geringe Chance gibt, in den hD mit diesem Master zu kommen. Ich mein, man macht ja keinen Master nur um dann in den gehobenen Dienst zu kommen.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Die EU macht ja ein sehr strukturiertes Auswahlverfahren. Gerade bei den Einstiegsstellen läuft ja nahezu alles über den Computer-Test. Man braucht nur einen entsprechenden formalen Abschluss. Note und Uni sind da egal. Aber natürlich ist die Konkurrenz da enorm.

Bei Stellen mit BE wird vor allem die BE bewertet, Uni ist da auch zweitrangig.

Aber um zur EU zu kommen, muss man schon gut im Auswahlverfahren performen und Glück haben. Planen würde ich das nicht.k

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

PS: Damit würden sich nur noch Chancen bei der EU ergeben. Die sollen aber auch ein starkes Profil fordern und deren Bewerbungsphase dauert ca. 1-Jahr. Die würden aber gezielt nach Verwaltungsexperten suchen. Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich unschlüssig. Mein Bachelor wird zwar mit 1.4 - 1.5 in den oben genannten Bereich abgeschlosen werden, aber ob das für die EU reicht die ja speziell auch am College of Europe rekrutiert ist fraglich. Dennoch unterstützt das AA im Moment ja massiv die Bewerbung von angehenden deutschen EU-Beamten, da Deutschland unterrepräsentiert in den EU Institutionen ist.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Die EU verfolgt ein sehr strukturiertes und eigentlich objektivs Auswahlverfahren.

Für Einsteigerstellen muss man sich primär über einen Computertest für die weiteren Stufen des Auswahlverfahrens qualifizieren. Für eine Teilnahme daran reicht formal ein Studienabschluss aus. Note und Uni sind egal.

Für Stellen mit BE wird vor allem die BE und der akademische Hintergrund bewertet. Es kommt jedoch dann auf die Fachrichtung an. Auch hier sind NOte und Uni erstmal egal.

Die Konkurrenz ist jedoch sehr hoch.

Beim Einstieg muss man zwei Sprachen beherrschen. Englisch ist de facto ein Muss. Dazu kommt dann noch Deutsch. Das gesamte Auswahlverfahren findet dann oft auch in zwei Sprachen statt.
Nur wenn man befördert werden will, braucht man eine dritte Sprache.

Das College of Europe ist in Brüssel sehr angesehen. Damit kommt man gut bei Interessensverbänden unter.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Naja du musst zwei EU Sprachen fließend können, wären deutsch und englisch. Ob du da den riesen Vorteil hast, wenn du jetzt noch franz./ita./spa. sprichst wage ich mal zu bezweifeln. Sicherlich nice to have und ein Pluspunkt aber die Franzosen sprechen meistens auch Fra/Eng also kann das nicht der Knackpunkt sein. Da wird mehr auf fachliche Eignung geachtet.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Für EU ist nur Englisch wahrscheonlich zu wenig!

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

PS: Damit würden sich nur noch Chancen bei der EU ergeben. Die sollen aber auch ein starkes Profil fordern und deren Bewerbungsphase dauert ca. 1-Jahr. Die würden aber gezielt nach Verwaltungsexperten suchen. Ich bin da ehrlich gesagt ziemlich unschlüssig. Mein Bachelor wird zwar mit 1.4 - 1.5 in den oben genannten Bereich abgeschlosen werden, aber ob das für die EU reicht die ja speziell auch am College of Europe rekrutiert ist fraglich. Dennoch unterstützt das AA im Moment ja massiv die Bewerbung von angehenden deutschen EU-Beamten, da Deutschland unterrepräsentiert in den EU Institutionen ist.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Man fokussiert sich auf Beamte, weil der Thread sich ja auch an Menschen mit Interesse an einer Verbeamtung richtet. Ansonsten würder er "ÖD" o.ä. heißen.

In der Verwaltung braucht man viele Fachrichtungen. Bauingenieure im Bauamt, Pädagogen im Sozialamt, Ärzte im Gesundheitsamt etc.

Ich kann aus meiner Erfahrung jedoch nur für Ministerien sprechen. Und da ist die Verteilung schon stark auf Juristen ausgeprägt.

WiWi Gast schrieb am 15.02.2018:

In der Verwaltung gibt es doch sehr viele Fachrichtungen. Für Leitungsfunktionen als Beamte sind Juristen (ich bin Ing.) natürlich prädestiniert. Viele Akademiker sind Angestellte und werden auch niemals verbeamtet. In diesem Thread fokussiert man sich nur auf Beamte. In den Ministerien gibt es relativ viel höheren Dienst. In anderen Bereichen überwiegt der gehobene Dienst ganz deutlich und die vergleichbaren Angestellten. Rein gefühlt würde ich vermuten, dass es viel mehr Ingenieure als Wiwis in der Verwaltung gibt?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ja das stimmt schon, nur habe ich in diesem Bereich bereits ein Praktikum absolviert und es mir nicht wirklich gefallen (PA-Agentur), man macht praktisch die Arbeit, die keiner im Ministerium erledigen will und bekommt dafür einen absoluten Hungerlohn.

Gerade der absolute niedrige Lohn zu mindestems im Public Affairs Sektor, würden mich schon eher abschrecken. Ich weiß nicht, wie das bei DAX30 Konzernen aussieht. Dazu sind die Arbeitszeiten für den Lohn schon recht happig.

Danke für die zwei Tipps. Es gibt also praktisch NRW, Hamburg und Berlin, die ein "Referendariat" für Nicht-Juristen anbieten. Höherer Dienst auf Landesebene finde ich auch sehr interessant.Weißt du wie es dort auf der kommunalen Ebene aussieht?

Letztendlich geht es doch darum einmal ins System zu kommen und sich dann, wenn es möglich ist, sich auf andere Stellen zu bewerben.

Danke dir für deine Antwort!
WiWi Gast schrieb am 15.02.2018:

Hier der TE:

Ja, das ist wirklich ärgerlich. Letztendlich leidet auch die Verwaltung darunter, dass es doch sehr viele und in manchen Bereichen fast nur Juristen gibt. Etwas mehr Varietät würde der Verwaltung gut tun.
Mit Verwaltungswissenschaften bzw. MPA kann man gut in die Interessensvertretung oder zu Public Sector-Beratungen. Zudem bieten Hamburg und Berlin ja auch Trainee-Programme für die allgemeine Verwaltung an. Ich weiß nicht, wie es da mit den o.g. Studiengängen ausschaut.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Danke erstmal für deine Antwort!

Hört sich ja nicht so berauschend an, kenne auch nur noch das Verwaltungsrefendariat in NRW, wo sich dann aber praktisch jeder der irgendwas im WiWi/SoWi-Bereicht macht bewerben kann.

Die Frage, die sich mir nun stellt ist, warum bieten die Universitäten diesen Master an, wenn es praktisch nur eine sehr geringe Chance gibt, in den hD mit diesem Master zu kommen. Ich mein, man macht ja keinen Master nur um dann in den gehobenen Dienst zu kommen.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Aus der Natur der Sache heraus würde ich vermuten, dass die meisten eine klare politische Einstellung haben. Ob diese auch politisch engagiert sind, kann ich nicht mit letzter Gewissheit sagen. Ich vermute mal, dass es prozentual mehr sind als im DAX-Konzern, aber jetzt auch nicht übermäßig viel. Eine politische Orientierung is vor allem ab B6 aufwärts hilfreich.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

sind die meisten beamten in den bundesministerien im hD nebenbei politisch enangagiert?

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WiWi Gast

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Hier der TE:

Bei der Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz kann man auch als Wiwi in den hD einsteigen.

Neben Ministerien sind für Wiwis ja noch BuBa, BaFin, BRH und BKartA von Interesse.

WiWi Gast schrieb am 15.02.2018:

Ja das stimmt schon, nur habe ich in diesem Bereich bereits ein Praktikum absolviert und es mir nicht wirklich gefallen (PA-Agentur), man macht praktisch die Arbeit, die keiner im Ministerium erledigen will und bekommt dafür einen absoluten Hungerlohn.

Gerade der absolute niedrige Lohn zu mindestems im Public Affairs Sektor, würden mich schon eher abschrecken. Ich weiß nicht, wie das bei DAX30 Konzernen aussieht. Dazu sind die Arbeitszeiten für den Lohn schon recht happig.

Danke für die zwei Tipps. Es gibt also praktisch NRW, Hamburg und Berlin, die ein "Referendariat" für Nicht-Juristen anbieten. Höherer Dienst auf Landesebene finde ich auch sehr interessant.Weißt du wie es dort auf der kommunalen Ebene aussieht?

Letztendlich geht es doch darum einmal ins System zu kommen und sich dann, wenn es möglich ist, sich auf andere Stellen zu bewerben.

Danke dir für deine Antwort!
WiWi Gast schrieb am 15.02.2018:

Hier der TE:

Ja, das ist wirklich ärgerlich. Letztendlich leidet auch die Verwaltung darunter, dass es doch sehr viele und in manchen Bereichen fast nur Juristen gibt. Etwas mehr Varietät würde der Verwaltung gut tun.
Mit Verwaltungswissenschaften bzw. MPA kann man gut in die Interessensvertretung oder zu Public Sector-Beratungen. Zudem bieten Hamburg und Berlin ja auch Trainee-Programme für die allgemeine Verwaltung an. Ich weiß nicht, wie es da mit den o.g. Studiengängen ausschaut.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Danke erstmal für deine Antwort!

Hört sich ja nicht so berauschend an, kenne auch nur noch das Verwaltungsrefendariat in NRW, wo sich dann aber praktisch jeder der irgendwas im WiWi/SoWi-Bereicht macht bewerben kann.

Die Frage, die sich mir nun stellt ist, warum bieten die Universitäten diesen Master an, wenn es praktisch nur eine sehr geringe Chance gibt, in den hD mit diesem Master zu kommen. Ich mein, man macht ja keinen Master nur um dann in den gehobenen Dienst zu kommen.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ja, und unter den Lotto-Gewinnern sind regelmäßig auch BWLer.

Ich frage mich vermehrt, ob derartige Beiträge einfach nur einem "ich will auch mal was sagen" entspringen oder tatsächlich mangelnde Einsicht in quantitative Grundzusammenhänge aufzeigen.

Denn jedem dürfte doch klar sein, dass eine Chance im Promillebereich (eine Wiwi-Einsteigerstelle auf 599 Jura-Einsteigerstellen) keine Handlungsoption darstellt.

"Oh, Du bist Konzertpianist? Geh doch zu McKinsey, die stellen auch Konzertpianisten ein!"

WiWi Gast schrieb am 16.02.2018:

Hier der TE:

Bei der Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz kann man auch als Wiwi in den hD einsteigen.

Neben Ministerien sind für Wiwis ja noch BuBa, BaFin, BRH und BKartA von Interesse.

WiWi Gast schrieb am 15.02.2018:

Ja das stimmt schon, nur habe ich in diesem Bereich bereits ein Praktikum absolviert und es mir nicht wirklich gefallen (PA-Agentur), man macht praktisch die Arbeit, die keiner im Ministerium erledigen will und bekommt dafür einen absoluten Hungerlohn.

Gerade der absolute niedrige Lohn zu mindestems im Public Affairs Sektor, würden mich schon eher abschrecken. Ich weiß nicht, wie das bei DAX30 Konzernen aussieht. Dazu sind die Arbeitszeiten für den Lohn schon recht happig.

Danke für die zwei Tipps. Es gibt also praktisch NRW, Hamburg und Berlin, die ein "Referendariat" für Nicht-Juristen anbieten. Höherer Dienst auf Landesebene finde ich auch sehr interessant.Weißt du wie es dort auf der kommunalen Ebene aussieht?

Letztendlich geht es doch darum einmal ins System zu kommen und sich dann, wenn es möglich ist, sich auf andere Stellen zu bewerben.

Danke dir für deine Antwort!
WiWi Gast schrieb am 15.02.2018:

Hier der TE:

Ja, das ist wirklich ärgerlich. Letztendlich leidet auch die Verwaltung darunter, dass es doch sehr viele und in manchen Bereichen fast nur Juristen gibt. Etwas mehr Varietät würde der Verwaltung gut tun.
Mit Verwaltungswissenschaften bzw. MPA kann man gut in die Interessensvertretung oder zu Public Sector-Beratungen. Zudem bieten Hamburg und Berlin ja auch Trainee-Programme für die allgemeine Verwaltung an. Ich weiß nicht, wie es da mit den o.g. Studiengängen ausschaut.

WiWi Gast schrieb am 14.02.2018:

Danke erstmal für deine Antwort!

Hört sich ja nicht so berauschend an, kenne auch nur noch das Verwaltungsrefendariat in NRW, wo sich dann aber praktisch jeder der irgendwas im WiWi/SoWi-Bereicht macht bewerben kann.

Die Frage, die sich mir nun stellt ist, warum bieten die Universitäten diesen Master an, wenn es praktisch nur eine sehr geringe Chance gibt, in den hD mit diesem Master zu kommen. Ich mein, man macht ja keinen Master nur um dann in den gehobenen Dienst zu kommen.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Es scheint, als ob hier jemand frustriert ist, dass er es nicht in die Beamtenlaufbahn geschafft hat.

Erstens ist das hier ein WiWi-Treff, zu den Wiwis gehören auch VWLer und VWLer haben durchaus gute Chancen auf eine Beamtenstelle.

Zweitens hatte ich letztendlich drei Möglichkeiten, als (zukünftiger) Beamter bei guten Stellen einzusteigen. Ich habe ein sehr gutes Profil für diese Stellen. Aber wenn man von Beginn seines Studiums seinen Werdegang entsprechend auslegt, dann hat man durchaus Chancen.

Drittens stellt die Bundesbank jährlich mehr Wiwis als Juristen sein. Beim BRH, BKartA, BMF und BMWi ist die Wiwi-Quote durchaus beachtlich. Ich vermute mal, dass es zwischen 20 und 50 % sind. Ich sehe es ja in meiner eigenen PeerGroup. Da gibt es mehr Wiwis als im Promillebereicht.

WiWi Gast schrieb am 16.02.2018:

Ja, und unter den Lotto-Gewinnern sind regelmäßig auch BWLer.

Ich frage mich vermehrt, ob derartige Beiträge einfach nur einem "ich will auch mal was sagen" entspringen oder tatsächlich mangelnde Einsicht in quantitative Grundzusammenhänge aufzeigen.

Denn jedem dürfte doch klar sein, dass eine Chance im Promillebereich (eine Wiwi-Einsteigerstelle auf 599 Jura-Einsteigerstellen) keine Handlungsoption darstellt.

"Oh, Du bist Konzertpianist? Geh doch zu McKinsey, die stellen auch Konzertpianisten ein!"

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Welche Chance haben VWLer? Wie viele Absoventen pro Jahr, wie viele Angestellten-Stellen im h.D. für VWLer?

WiWi Gast schrieb am 16.02.2018:

Hier der TE:

Es scheint, als ob hier jemand frustriert ist, dass er es nicht in die Beamtenlaufbahn geschafft hat.

Erstens ist das hier ein WiWi-Treff, zu den Wiwis gehören auch VWLer und VWLer haben durchaus gute Chancen auf eine Beamtenstelle.

Zweitens hatte ich letztendlich drei Möglichkeiten, als (zukünftiger) Beamter bei guten Stellen einzusteigen. Ich habe ein sehr gutes Profil für diese Stellen. Aber wenn man von Beginn seines Studiums seinen Werdegang entsprechend auslegt, dann hat man durchaus Chancen.

Drittens stellt die Bundesbank jährlich mehr Wiwis als Juristen sein. Beim BRH, BKartA, BMF und BMWi ist die Wiwi-Quote durchaus beachtlich. Ich vermute mal, dass es zwischen 20 und 50 % sind. Ich sehe es ja in meiner eigenen PeerGroup. Da gibt es mehr Wiwis als im Promillebereicht.

WiWi Gast schrieb am 16.02.2018:

Ja, und unter den Lotto-Gewinnern sind regelmäßig auch BWLer.

Ich frage mich vermehrt, ob derartige Beiträge einfach nur einem "ich will auch mal was sagen" entspringen oder tatsächlich mangelnde Einsicht in quantitative Grundzusammenhänge aufzeigen.

Denn jedem dürfte doch klar sein, dass eine Chance im Promillebereich (eine Wiwi-Einsteigerstelle auf 599 Jura-Einsteigerstellen) keine Handlungsoption darstellt.

"Oh, Du bist Konzertpianist? Geh doch zu McKinsey, die stellen auch Konzertpianisten ein!"

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier noch ein Zusatz: "Laufbahnen besonderer Fachrichtungen sind in Deutschland Beamtenlaufbahnen, bei denen die Laufbahnbefähigung nicht durch Ableistung eines Vorbereitungsdienstes mit anschließender Laufbahnprüfung nachgewiesen wird, sondern durch einschlägige Berufserfahrung. Grund für die Einführung ist zumeist, dass der Bedarf an entsprechenden Beamten so gering ist, dass sich die Einrichtung eines Vorbereitungsdienstes nicht rentieren würde." Auszug aus Wikipedia.

Geringer Bedarf sagt eigentlich schon alles. Der Normalfall für Beamte ist der Vorbereitungsdienst, nicht der Einstieg in eine Angestelltenstelle. Die verbeamteten Ingenieure dürften i.d.R. auch einen Vorbereitungsdienst absolviert haben, so wie die Juristen und Lehrer.

WiWi Gast schrieb am 17.02.2018:

Welche Chance haben VWLer? Wie viele Absoventen pro Jahr, wie viele Angestellten-Stellen im h.D. für VWLer?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ja, es ist nicht einfach, Beamter zu werden. Aber wenn man es von Anfang an plant, sind die Chancen nicht schlecht. Ich wusste schon in der Oberstufe, dass ich später in einem Ministerium arbeiten wollte. Ich habe mein Studium danach ausgerichtet und habe es geschafft. Wer es wirklich will, der kann es auch schaffen.

Aber wenn ihr im Forum nur LoPes unterwegs sind, mit 1 Praktikum und 2,X-Schnitt von der Wald-und-Wiesen-FH, dann ist es für die natürlich schwer.

In den Ministerien gibt es keinen Vorbereitungsdienst. Der Wiwi, Ingenieur und wer auch immer wird als Angestellter eingestellt und dann nach i.d.R. 1 Jahr verbeamtet. Bei BNetzA, BaFin, BRH etc. sieht es genauso aus.

Und nur weil die Stellen knapp sind, heißt es doch nicht, dass man nicht danach streben sollte.

WiWi Gast schrieb am 17.02.2018:

Hier noch ein Zusatz: "Laufbahnen besonderer Fachrichtungen sind in Deutschland Beamtenlaufbahnen, bei denen die Laufbahnbefähigung nicht durch Ableistung eines Vorbereitungsdienstes mit anschließender Laufbahnprüfung nachgewiesen wird, sondern durch einschlägige Berufserfahrung. Grund für die Einführung ist zumeist, dass der Bedarf an entsprechenden Beamten so gering ist, dass sich die Einrichtung eines Vorbereitungsdienstes nicht rentieren würde." Auszug aus Wikipedia.

Geringer Bedarf sagt eigentlich schon alles. Der Normalfall für Beamte ist der Vorbereitungsdienst, nicht der Einstieg in eine Angestelltenstelle. Die verbeamteten Ingenieure dürften i.d.R. auch einen Vorbereitungsdienst absolviert haben, so wie die Juristen und Lehrer.

WiWi Gast schrieb am 17.02.2018:

Welche Chance haben VWLer? Wie viele Absoventen pro Jahr, wie viele Angestellten-Stellen im h.D. für VWLer?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Das ist korrekt. Die Juristen bringen natürlich immer das 2. Staatsexamen mit. Von den Landesministerien kenne ich es aber eher so, dass weniger Anfänger (dazu würde ich auch noch 2 -3 Jahre Berufserfahrung zählen) eingestellt werden, sondern eher erfahrene Kräfte aus den nachgeordneten Behörden. Die haben dann oft eine richtige Beamtenausbildung. Die Aufsteiger aus dem gehobenen Dienst sowieso. Ministerien sind für diese Leute attraktiv, weil die Beförderungsaussichten deutlich besser sind.

WiWi Gast schrieb am 17.02.2018:

In den Ministerien gibt es keinen Vorbereitungsdienst. Der Wiwi, Ingenieur und wer auch immer wird als Angestellter eingestellt und dann nach i.d.R. 1 Jahr verbeamtet. Bei BNetzA, BaFin, BRH etc. sieht es genauso aus.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Sehr interessanter Thread, Herr Kollege :). Bin selber auch promovierter Volkswirt, momentan aber noch in der Forschung tätig. Mich würde das BMZ interessieren. Gibt es da Chancen, oder sollte man vorher bei GIZ gewesen sein? Vielen Dank

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 17.02.2018:

Das ist korrekt. Die Juristen bringen natürlich immer das 2. Staatsexamen mit. Von den Landesministerien kenne ich es aber eher so, dass weniger Anfänger (dazu würde ich auch noch 2 -3 Jahre Berufserfahrung zählen) eingestellt werden, sondern eher erfahrene Kräfte aus den nachgeordneten Behörden. Die haben dann oft eine richtige Beamtenausbildung. Die Aufsteiger aus dem gehobenen Dienst sowieso. Ministerien sind für diese Leute attraktiv, weil die Beförderungsaussichten deutlich besser sind.

WiWi Gast schrieb am 17.02.2018:

In den Ministerien gibt es keinen Vorbereitungsdienst. Der Wiwi, Ingenieur und wer auch immer wird als Angestellter eingestellt und dann nach i.d.R. 1 Jahr verbeamtet. Bei BNetzA, BaFin, BRH etc. sieht es genauso aus.

Ich (Jurist mit 2. Staatsexamen) hatte direkt nach dem Examen die Möglichkeit zum Finanzamt zu gehen, dort besteht dann nach einigen Jahren die Möglichkeit des Wechsels ins Ministerium.
Aber ich kenne auch Volljuristen die direkt nach dem 2. Examen in Bundesministerien eingestiegen sind. D

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

Speziell zum BMZ kann ich jetzt nichts sagen. Beim BMZ ist es aber schon so, dass man regelmäßig ins Ausland muss, so dass Entwicklungserfahrung sicherlich hilfreich ist. Ich denke mal, dass man bei der Vielzahl von Bewerbungen, die das BMZ bekommt, einfach selektieren kann, so dass man ohne Erfahrung im Entwicklungsdienst eher schlechte Chancen hat.

WiWi Gast schrieb am 17.02.2018:

Sehr interessanter Thread, Herr Kollege :). Bin selber auch promovierter Volkswirt, momentan aber noch in der Forschung tätig. Mich würde das BMZ interessieren. Gibt es da Chancen, oder sollte man vorher bei GIZ gewesen sein? Vielen Dank

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

wann findet das nächste auswahlverfahren für wiwis beim BMF statt?
wo sind die canchen besse runterzukommen beim BMF oder BMWI?
muss man beim BMF in seinem studium bzw der beruflichen laufbahn einen bezug zu den themen haben oder reicht ein vwl studium.

danke

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Danke für die interessanten Auskünfte des TE, finde ist super, dass du hier so bereitwillig Auskunft gibst!

Du bist, wenn ich es richtig verstehe, im BMWi? Könntest du etwas zu folgenden Punkten sagen:

  1. Was sind deine konkreten Aufgaben als Referent (erarbeitest du v.a. längere Entwürfe, rechnest du Dinge in Excel/ Stata/ R/... aus)?

  2. Wieviel "Impact" hast du mit deiner Arbeit, fließen deine Ideen/ Entwürfe irgendwann in konkrete Maßnahmen/ werden sie umgesetzt? Wieviel Arbeit ist für die Schublade?

  3. Wie hoch ist der Anteil der Reisetätigkeit national/ international so in einem Monat/ Jahr (welche Reisen, evtl. nach Referat unterscheiden)?

  4. Wie sind deine Kollegen? Hast du den Eindruck, dass das fitte, motivierte Leute sind? Oder eher die "Dienst-nach-Vorschrift"-Beamten?

  5. Wie ist die Feedback-Kultur, wie wirst man als Referent weiterentwickelt von seinen Vorgesetzten?

Und zum Abschluss: Was findest du richtig gut in deinem Job?

VIELEN DANK!

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE: Das BMWi will ich weder bestätigen noch dementieren.

  1. Es ist zu unterscheiden, ob man Gesetzgebungskompetenz hat oder nicht. In meinem aktuellen Referat haben wir keine Gesetzgebungskompetenz. Es werden viele Vorgaben aus Brüssel gemacht. Wenn dann mal ein Vorschlag aus Brüssel kommt, dann müssen wir den entsprechend analysieren und bewerten. Dann schreiben wir auf, wie Deutschland sich dazu positionieren will. Dazu erfolgen dann Abstimmungen mit anderen Ressorts oder Ländern. Alles was ich schreibe hat in der Regel nie mehr als fünf Seiten. Der Minister will immer alles knapp und bündig. Eigene Analysen machen wir kaum. Höchstens mal einfach Berechnungen per Excel aus allgemein zugänglichen Daten. Wenn wirklich was ökonometrisch berechnet werden muss, dann vergeben wir die Aufträge an Forschungsinstitute.

  2. Politik ist ein langwieriges Geschäft. Man darf jetzt nicht glauben, dass man alleine eine Steuerreform macht. Letztendlich sind es kleine Stellschrauben, an denen man drehen kann. Da braucht man schon einen langen Atem. Es ist vor allem aus der akademischen Brille interessant, zu sehen, welche Ideen so diskutiert werden. Man muss sich auch damit abfinden müssen, dass gute Ideen aus politischen Gründen nicht weiterverfolgt werden.

  3. Reiseanteil hängt stark vom Referat ab. Gerade bei Europabezug muss man schon oft nach Brüssel. Aber dann in der Regel morgens hin und abends zurück. Wenn man im Personalreferat arbeitet, muss man gar nicht reisen. Da man ja eh alle paar Jahre wechseln soll, kann man die (zukünftige) Reisetätigkeit ja auch gut steueren (je nachdem, in welches Referat man will).

  4. Junge Leute sind fit und motiviert. Ältere Kollegen machen eher Dienst nach Vorschrift.

  5. Bei der Feedback-Kultur oder der Personalentwicklung besteht durchaus noch Luft nach oben. Da merkt man noch das alte Beamtentum. Da muss man auch was tun, um die Leute motiviert bei der Stange zu halten.

An meinem Job finde ich die Themen super. Man arbeitet an rein volkswirtschaftlichen und politischen Themen. Es gibt kaum einen Beruf, wo man das so machen kann. Zudem finde ich die WLB gut.

WiWi Gast schrieb am 21.04.2018:

Danke für die interessanten Auskünfte des TE, finde ist super, dass du hier so bereitwillig Auskunft gibst!

Du bist, wenn ich es richtig verstehe, im BMWi? Könntest du etwas zu folgenden Punkten sagen:

  1. Was sind deine konkreten Aufgaben als Referent (erarbeitest du v.a. längere Entwürfe, rechnest du Dinge in Excel/ Stata/ R/... aus)?

  2. Wieviel "Impact" hast du mit deiner Arbeit, fließen deine Ideen/ Entwürfe irgendwann in konkrete Maßnahmen/ werden sie umgesetzt? Wieviel Arbeit ist für die Schublade?

  3. Wie hoch ist der Anteil der Reisetätigkeit national/ international so in einem Monat/ Jahr (welche Reisen, evtl. nach Referat unterscheiden)?

  4. Wie sind deine Kollegen? Hast du den Eindruck, dass das fitte, motivierte Leute sind? Oder eher die "Dienst-nach-Vorschrift"-Beamten?

  5. Wie ist die Feedback-Kultur, wie wirst man als Referent weiterentwickelt von seinen Vorgesetzten?

Und zum Abschluss: Was findest du richtig gut in deinem Job?

VIELEN DANK!

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hier der TE:

BMF schreibt momentan wieder aus. Die Chancen hängen stark von den ausgeschriebenen Stellen und dem eigenen Profil ab. Scholz viel ja jetzt das BMF zum zweiten Kanzleramt ausbauen, da sollte es genügend Stellen geben.

Beim BMF bewerben sich auf wenige Stelle viele Bewerber. Die werden auch einen Kriterienkatalog haben. Für die Note gibt es Punkte, fürs Ausland gibt es Punkte, für Praktika gibt es Punkte, für BE gibt es Punkte. Und am Ende gibt es ein Ranking und die ersten X werden ins AC eingeladen. Ja, man kann auch ohne relevante BE eingeladen werden, nur ist die Chance halt gering, weil es genügend Konkurrenz gibt.

WiWi Gast schrieb am 26.02.2018:

wann findet das nächste auswahlverfahren für wiwis beim BMF statt?
wo sind die canchen besse runterzukommen beim BMF oder BMWI?
muss man beim BMF in seinem studium bzw der beruflichen laufbahn einen bezug zu den themen haben oder reicht ein vwl studium.

danke

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hallo,
wie hoch ist denn die IT-Zulage beim Bund wirklich? In den Stellenausschreibung steht nur immer bis zu 1000€.

Danke!

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Hallo und vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen.

Ich habe zwei Fragen:

  1. Inwiefern ist ein Doktortitel für die Bewerbung für den hD bei einem Bundesministerium von Vorteil? Spielt das überhaupt eine Rolle bzw. liegt man da gleich wie ein Masterabsolvent?

  2. Muss man zwingend Auslandserfahrungen nachweisen können für die Bewerbung? Laut homepage meherer Ministerien: mind. 6 Monate. Entspricht das der Realität?

Danke!

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

zu 1.: Natürlich ein Vorteil. Promotionszeit, bzw. deine Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter wird auch als BE gewertet. Für technische/forschungsnahe Bereiche ist ein Dr. im ÖD immer noch Türöffner (im Gegensatz zur Wirtschaft).

zu 2: Ich kenne Leute, die trotzdem zum VG eingeladen wurden (und damit die formellen Bedingungen egtl. erfüllt haben), aber keinen, der auch tatsächlich ohne Auslandserfahrung genommen wurde.
Gleiches auch bei Leuten mit Bachelor mitbekommen, die sich auf Positionen beworben haben, bei denen ein Master gefordert wurde. Genommen wurden im Endeffekt Kandidaten, die alle formellen Bedingungen auf dem Papier erfüllt haben.

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Hallo und vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen.

Ich habe zwei Fragen:

  1. Inwiefern ist ein Doktortitel für die Bewerbung für den hD bei einem Bundesministerium von Vorteil? Spielt das überhaupt eine Rolle bzw. liegt man da gleich wie ein Masterabsolvent?

  2. Muss man zwingend Auslandserfahrungen nachweisen können für die Bewerbung? Laut homepage meherer Ministerien: mind. 6 Monate. Entspricht das der Realität?

Danke!

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Zu Frage 1: Ist Dr.-Quote ist im hD sehr hoch. Inwieweit dieses bei der einen Vorteil bringt, vermag ich nicht zu sagen. Ich gehe aber mal davon aus, weil die Anzahl von Promoviert zu Nicht-Promoviert überdurchschnittlich hoch ist und ich nicht glaube, dass dieses Verhältnis auch den Bewerbungen anzutreffen ist.

Promotionszeit wird i.d.R. nur anerkannt, wenn man einen Arbeitsvertrag hatte. Einige, die über ein Stipendium promoviert haben, hatten mit der Anerkennung Probleme.

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Hallo und vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen.

Ich habe zwei Fragen:

  1. Inwiefern ist ein Doktortitel für die Bewerbung für den hD bei einem Bundesministerium von Vorteil? Spielt das überhaupt eine Rolle bzw. liegt man da gleich wie ein Masterabsolvent?

  2. Muss man zwingend Auslandserfahrungen nachweisen können für die Bewerbung? Laut homepage meherer Ministerien: mind. 6 Monate. Entspricht das der Realität?

Danke!

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Viele meiner VWLer Kollege sind in den hD. Stellen sind genug da aber meiner Erfahrung nach wollen die wenigsten dort hin. Das hat einfach den Grund, dass es für WiWi in der freien Wirtschaft ein Vielfaches an Geld sowie Absicherungen + Benefits. Das einzig attraktive sind die lässigen Arbeitsbedingungen.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten auf meine beiden Fragen.

Eine Frage sei mir doch noch gegönnt :)

Welche Anlaufstellen könnt ihr empfeheln für ein Auslandspraktikum, welches besonders gern im öD/hD gesehen wird (Richtung BMWi)? Werde demnächst mit dem Master fertig werden und dementsprechend kein Student mehr sein, was nach meiner Recherche nach bei einigen Institutionen auf Ablehnung stößt, da sie nur Studenten als Praktikanten haben wollen.

Bin für jede Idee und Vorschlag sehr dankbar.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

GIZ, KfW, große NGOs (Amnesty International, Transparency International, Oxfam...).

Beratungen sind auch nicht schlecht, ebenso IT-Riesen (GAFA) etc

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten auf meine beiden Fragen.

Eine Frage sei mir doch noch gegönnt :)

Welche Anlaufstellen könnt ihr empfeheln für ein Auslandspraktikum, welches besonders gern im öD/hD gesehen wird (Richtung BMWi)? Werde demnächst mit dem Master fertig werden und dementsprechend kein Student mehr sein, was nach meiner Recherche nach bei einigen Institutionen auf Ablehnung stößt, da sie nur Studenten als Praktikanten haben wollen.

Bin für jede Idee und Vorschlag sehr dankbar.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ich kann noch ein Praktikum bei der Europäischen Kommission (Blue Book Stagiaire) empfehlen. Wenn man ein wenig Lobbying für sich selbst macht, hat man durchaus Chancen.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Warum verdienen Beamte eigentlich so wenig?

Wenn ich mir die Leute hier anschaue, die mit 22 nach dem Bachelor schon mit 70k einsteigen, dann sind die 80k A15 doch ein Trauerspiel! Selbst wenn man die Sozialversicherung rausrechnet.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Das wirst du verstehen wenn dein 1. Semester etwas länger zurückliegt als 14 Tage.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

A15/1 sind 65k brutto = 46k netto = 82k brutto Angestelltenäquivalent
A15/8 sind 81k brutto = 57k netto = 101k brutto Angestelltenäquivalent

Dazu Pensionsansprüche, die ich pauschal einfach mal > Rentenansprüche setze. (Stand heute sogar >>)
Dazu 100% Jobsicherheit und oft zumindestens eine ertragbare WLB (klar hat man mit A15 auch mal Stress, aber Nachtschichten macht da niemand).

Ich bin gerade Teamleiter beim OEM mit 120k und würde, wenn es um die Rahmenbedingungen geht, jederzeit tauschen.

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Warum verdienen Beamte eigentlich so wenig?

Wenn ich mir die Leute hier anschaue, die mit 22 nach dem Bachelor schon mit 70k einsteigen, dann sind die 80k A15 doch ein Trauerspiel! Selbst wenn man die Sozialversicherung rausrechnet.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Du solltest es mal versuchen, Dich zu bewerben. Dann wirst Du sehen, ob Du eine Chance hättest, genommen zu werden. Die Frage ist dann immer noch, ob Du den finanziellen Verlust akzeptieren würdest. Sofern Du kein Staatsexamen oder eine große Staatsprüfung haben solltest, wäre der Einstieg E13 (Angestellter). Vorausgesetzt, Dein Master würde als Zugangsberechtigung für den h.D. anerkannt werden. Je nach Aufgabengebiet kann es schon auch mal Termine geben, die bis spät abends gehen können. Wegen Termindruck hatte ich auch schon mal eine Nachtschicht.

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

A15/1 sind 65k brutto = 46k netto = 82k brutto Angestelltenäquivalent
A15/8 sind 81k brutto = 57k netto = 101k brutto Angestelltenäquivalent

Dazu Pensionsansprüche, die ich pauschal einfach mal > Rentenansprüche setze. (Stand heute sogar >>)
Dazu 100% Jobsicherheit und oft zumindestens eine ertragbare WLB (klar hat man mit A15 auch mal Stress, aber Nachtschichten macht da niemand).

Ich bin gerade Teamleiter beim OEM mit 120k und würde, wenn es um die Rahmenbedingungen geht, jederzeit tauschen.

WiWi Gast schrieb am 29.10.2018:

Warum verdienen Beamte eigentlich so wenig?

Wenn ich mir die Leute hier anschaue, die mit 22 nach dem Bachelor schon mit 70k einsteigen, dann sind die 80k A15 doch ein Trauerspiel! Selbst wenn man die Sozialversicherung rausrechnet.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ich glaub wir müssen uns nicht vormachen aber A15 ist bereits Regierungsdirektor und damit bestimmt 1. keine 41h mehr und 2. vergleichbar mit einem AT in der freien Wirtschaft. AT´s verdienen relativ fix zu Beginn der Karriere 120-180k + Firmenwagen + Betriebspension + Benefits jeglicher Art. Nicht umsonst will dort kein ambitionierter BWLer mehr hin. Mal als Vergleich, ich kenne einen Polizeipräsidenten einer Fachhochschule und der bekommt auch "nur" A15.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 30.10.2018:

Ich glaub wir müssen uns nicht vormachen aber A15 ist bereits Regierungsdirektor und damit bestimmt 1. keine 41h mehr und 2. vergleichbar mit einem AT in der freien Wirtschaft. AT´s verdienen relativ fix zu Beginn der Karriere 120-180k + Firmenwagen + Betriebspension + Benefits jeglicher Art. Nicht umsonst will dort kein ambitionierter BWLer mehr hin. Mal als Vergleich, ich kenne einen Polizeipräsidenten einer Fachhochschule und der bekommt auch "nur" A15.

Kompletter Quatsch. In sämtlichen obersten Bundes- und Landesbehörden macht man mit A15 dasselbe wie mit A13. Und durchschnittlich muss man auch nicht mehr als 41 Stunden da sein.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ja ebend. Deshalb steig ich mit 22 lieber für 70k in die freie Wirtschaft ein anstatt A15 Beamter. Vorsorgen kann ich auch privat.

WiWi Gast schrieb am 30.10.2018:

Ich glaub wir müssen uns nicht vormachen aber A15 ist bereits Regierungsdirektor und damit bestimmt 1. keine 41h mehr und 2. vergleichbar mit einem AT in der freien Wirtschaft. AT´s verdienen relativ fix zu Beginn der Karriere 120-180k + Firmenwagen + Betriebspension + Benefits jeglicher Art. Nicht umsonst will dort kein ambitionierter BWLer mehr hin. Mal als Vergleich, ich kenne einen Polizeipräsidenten einer Fachhochschule und der bekommt auch "nur" A15.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Niemand wird Beamter im hD im Ministerium wegen des Gehalts. Die meisten WiWis im hD sind hoch qualifiziert und könnten im Regelfall mehr verdienen außerhalb des ÖDs. Sobald ihr aber auch nur zumindest mal 1 Jahr gearbeitet hat, merkt ihr, dass Geld eher an Prio 3 oder 4 steht im Bezug auf die Arbeit.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Steigt man als Ingenieur mit 2,5 Jahre BE in der Industrie und Masterabschluss grundsätzlich in die Besolungsgruppe A13 ein, oder hängt das vom jeweiligen Ministerium sowie Stellenangebot ab?

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Man wird wohl mit A13 einsteigen. In der Regel werden vor der Verbeamtung drei Jahre Berufserfahrung verlangt (z.B. BMWi). Zwei Jahre hat man außerhalb des Ministeriums, dann ist man ein Jahr Tarifangestellter und dann kommt die Verbeamtung auf Probe. Ich glaube, dass man schon von der Laufbahnverordnung prinzipiell nicht höher einsteigen kann, weil man alle Stufen des hD durchlaufen muss. Spielraum besteht dann jedoch bei den Erfahrungsstufen.

WiWi Gast schrieb am 30.10.2018:

Steigt man als Ingenieur mit 2,5 Jahre BE in der Industrie und Masterabschluss grundsätzlich in die Besolungsgruppe A13 ein, oder hängt das vom jeweiligen Ministerium sowie Stellenangebot ab?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Man steigt also als Tarifangestellter mit E13 ein. Danach kann die Verbeamtung als Beamter besonderer Fachrichtung kommen, also A13. Dein Master muss für den höheren Dienst anerkannt sein. Bei TU ist das immer der Fall. Für Ingenieure gibt es relativ wenige Stellen in den Ministerien. Du kannst dich nur auf Stellen bewerben, die auch für Ingenieure Deiner Fachrichtung ausgeschrieben werden. In sonstigen Behörden, wie z.B. oberen Bundesbehörden, ist die Verbeamtung kein Selbstläufer. Kann sein, aber viele sind dort auch Angestellte. Im Ö.D. gibt es mehr Angestellte als Beamte!

WiWi Gast schrieb am 30.10.2018:

Man wird wohl mit A13 einsteigen. In der Regel werden vor der Verbeamtung drei Jahre Berufserfahrung verlangt (z.B. BMWi). Zwei Jahre hat man außerhalb des Ministeriums, dann ist man ein Jahr Tarifangestellter und dann kommt die Verbeamtung auf Probe. Ich glaube, dass man schon von der Laufbahnverordnung prinzipiell nicht höher einsteigen kann, weil man alle Stufen des hD durchlaufen muss. Spielraum besteht dann jedoch bei den Erfahrungsstufen.

WiWi Gast schrieb am 30.10.2018:

Steigt man als Ingenieur mit 2,5 Jahre BE in der Industrie und Masterabschluss grundsätzlich in die Besolungsgruppe A13 ein, oder hängt das vom jeweiligen Ministerium sowie Stellenangebot ab?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Was wird denn alles als BE für die Bewerbung im öD anerkannt? Zählen z. B. Praktika und Werkstudententätigkeiten in der Industrie dazu?

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Nein, Praktika etc zählen nicht.

Fachbezogene Vollzeittätigkeiten nach Studium zählen idR. Aber nicht immer 1:1.

WiWi Gast schrieb am 30.10.2018:

Was wird denn alles als BE für die Bewerbung im öD anerkannt? Zählen z. B. Praktika und Werkstudententätigkeiten in der Industrie dazu?

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Würdet ihr einem jungen Masterabsolventen (ohne BE im öD) lieber anraten eher direkt als Wiss. Mitarbeiter + Doktorand seine Promotion anzustreben, um die Chancen bei einem Ministerium zu erhöhen?
Ich lese nämlich ziemlich oft, dass man sich in der Bewerbungsrunde für den hD mit vielen Promovierten behaupten muss ...

Vielen lieben Dank für die Antworten!

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Warum nicht beides? Fang einfach als Wiss. Mitarbeiter an und bewirb dich dann parallel bei Bundesministerien. Wenn es klappen sollte, kannst du die Promotion immer noch abbrechen. Wenn es nicht klappt, probierst du es als Promovierter noch einmal.

WiWi Gast schrieb am 31.10.2018:

Würdet ihr einem jungen Masterabsolventen (ohne BE im öD) lieber anraten eher direkt als Wiss. Mitarbeiter + Doktorand seine Promotion anzustreben, um die Chancen bei einem Ministerium zu erhöhen?
Ich lese nämlich ziemlich oft, dass man sich in der Bewerbungsrunde für den hD mit vielen Promovierten behaupten muss ...

Vielen lieben Dank für die Antworten!

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Der Thread hier ist ja ein bisschen älter, aber ich hole ihn mal hoch.
Nehmen wir an, dass ich ne schöne WLB habe möchte.
Wenn ich im HD anfange, lande ich höchstwahrscheinlich irgendwann bei A15.
Soll vergleichbar sein mit 90-95k€ Brutto in der Industrie.
Das wäre dann ja oben auf IGM Leiter.

Wie sieht es denn mit Überstunden aus?
Du hast ja erwähnt, dass teilweise Überstunden erwartet werden und diese dann auch verfallen beim Jahreswechsel.
Ist das allgemein so oder abhängig vom Ministerium/Behörde und dem dazugehörigem Personlarat (oder wie auch immer der heißt)?

Pension ist meiner Meinung nach nicht so sicher, wie viele es meinen würden.
Auch das Beamtentum scheint mir nicht so sicher zu sein.
Was passiert mit einer künftigen linken Regierung (Rot-Rot-Grün)?
Außerdem stellt die PKV im hohen Alter ein Problem dar.

Solangsam kann ich nachvollziehen, warum es IGM Disneyland heißt.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Was für einen Master hast Du? Mit WLB solltest Du nicht kalkulieren. Könnte ganz dumm laufen. Es gibt auch Nachteile. Wenige Veränderungsmöglichkeiten, wenn Du in einer unangenehmen Situation gefangen bist. Eigene Erfahrung!

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Der Thread hier ist ja ein bisschen älter, aber ich hole ihn mal hoch.
Nehmen wir an, dass ich ne schöne WLB habe möchte.
Wenn ich im HD anfange, lande ich höchstwahrscheinlich irgendwann bei A15.
Soll vergleichbar sein mit 90-95k€ Brutto in der Industrie.
Das wäre dann ja oben auf IGM Leiter.

Wie sieht es denn mit Überstunden aus?
Du hast ja erwähnt, dass teilweise Überstunden erwartet werden und diese dann auch verfallen beim Jahreswechsel.
Ist das allgemein so oder abhängig vom Ministerium/Behörde und dem dazugehörigem Personlarat (oder wie auch immer der heißt)?

Pension ist meiner Meinung nach nicht so sicher, wie viele es meinen würden.
Auch das Beamtentum scheint mir nicht so sicher zu sein.
Was passiert mit einer künftigen linken Regierung (Rot-Rot-Grün)?
Außerdem stellt die PKV im hohen Alter ein Problem dar.

Solangsam kann ich nachvollziehen, warum es IGM Disneyland heißt.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ich werde Ende des Sommers mit meinem Master in Informatik, Schwerpunkt Kryptographie fertig,
Für mich würde da nur das BSI oder der BND in Frage kommen.
Das BSI war letztens bei uns mit einer Info-Veranstaltung und an sich hat sich alles ganz interessant angehört, Verbeamtung ist wohl nach einem Jahr ohne Probleme möglich und Einstieg wäre im HD mit der Stufe 13.

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Wie sehen derzeit die Chancen als Jurist in den hD zu kommen? Noten sind Durchschnitt

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Wie sehen derzeit die Chancen als Jurist in den hD zu kommen? Noten sind Durchschnitt

Was heißt Durchschnitt? Als Jurist müsstest Du doch wissen, dass es da auf Detail ankommt. Beide Examen zumindest 7,x Punkte?

antworten
WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Wie sehen derzeit die Chancen als Jurist in den hD zu kommen? Noten sind Durchschnitt

Ganz genau kann ich es nicht sagen. Aber die Behörden kämpfen schon um Nachwuchs. Mit zweimal Befriedigend und ansonstem guten Profil (z.B. relevante Praktika) kann man durchaus schon Chancen haben.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Wie sieht es denn mit Überstunden aus?
Du hast ja erwähnt, dass teilweise Überstunden erwartet werden und diese dann auch verfallen beim Jahreswechsel.
Ist das allgemein so oder abhängig vom Ministerium/Behörde und dem dazugehörigem Personlarat (oder wie auch immer der heißt)?

Bei uns werden am Jahresende die Überstunden bei 30 Überstunden abgeschnitten. Ja, manchmal fallen Überstunden an. Aber ich war am Jahresende immer unter 30 Stunden, so dass keine Überstunde angefallen ist. Den Rest habe ich abgefeiert.

Pension ist meiner Meinung nach nicht so sicher, wie viele es meinen würden.
Auch das Beamtentum scheint mir nicht so sicher zu sein.
Was passiert mit einer künftigen linken Regierung (Rot-Rot-Grün)?
Außerdem stellt die PKV im hohen Alter ein Problem dar.

Verfassung vergeht, Verwaltung besteht. Die Beamten haben das Kaiserreich, die Weimarer Republick und das Dritte Reich überlebt. Wenn die Pension abgeschafft wird, werden zumindest die bisher erworbenen Pensionsansprüche eingefroren. Dann müsste man die Gehälter erhöhen, so dass man in entsprechender Höhe privat vorsorgen kann. Würde ich auch nicht schlecht finden.
Im Alter hat man 70 % Beihilfe. Man muss dann jetzt auch schon monatlich etwas Geld zur Seite legen, um im Alter aus diesem Topf die höheren Beiträge zu finanzieren. Aber vielleicht gibt es dann ja auch die Bürgerversicherung.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Beamter war damals aber besser als heute. Im mittleren Dienst war das Gehalt ungefähr doppelt so hoch wie bei einem Facharbeiter. Heute hat der Facharbeiter in der Industrie mehr.

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Wie sieht es denn mit Überstunden aus?
Du hast ja erwähnt, dass teilweise Überstunden erwartet werden und diese dann auch verfallen beim Jahreswechsel.
Ist das allgemein so oder abhängig vom Ministerium/Behörde und dem dazugehörigem Personlarat (oder wie auch immer der heißt)?

Bei uns werden am Jahresende die Überstunden bei 30 Überstunden abgeschnitten. Ja, manchmal fallen Überstunden an. Aber ich war am Jahresende immer unter 30 Stunden, so dass keine Überstunde angefallen ist. Den Rest habe ich abgefeiert.

Pension ist meiner Meinung nach nicht so sicher, wie viele es meinen würden.
Auch das Beamtentum scheint mir nicht so sicher zu sein.
Was passiert mit einer künftigen linken Regierung (Rot-Rot-Grün)?
Außerdem stellt die PKV im hohen Alter ein Problem dar.

Verfassung vergeht, Verwaltung besteht. Die Beamten haben das Kaiserreich, die Weimarer Republick und das Dritte Reich überlebt. Wenn die Pension abgeschafft wird, werden zumindest die bisher erworbenen Pensionsansprüche eingefroren. Dann müsste man die Gehälter erhöhen, so dass man in entsprechender Höhe privat vorsorgen kann. Würde ich auch nicht schlecht finden.
Im Alter hat man 70 % Beihilfe. Man muss dann jetzt auch schon monatlich etwas Geld zur Seite legen, um im Alter aus diesem Topf die höheren Beiträge zu finanzieren. Aber vielleicht gibt es dann ja auch die Bürgerversicherung.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Beamter war damals aber besser als heute. Im mittleren Dienst war das Gehalt ungefähr doppelt so hoch wie bei einem Facharbeiter. Heute hat der Facharbeiter in der Industrie mehr.

Das ist eine pauschale Vereinfachung. "Facharbeiter in der Industrie" kann alles sein, Du denkst jetzt aber an den Produktionsspezialisten bei VW, der 5k netto nach Hause trägt wegen IGM-Vertrag und Schichten.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Ich bin ebenfalls Industrie Beamter bei Siemens falls jemand Fragen hat einfach hier reinschreiben

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Ich bin ebenfalls Industrie Beamter bei Siemens falls jemand Fragen hat einfach hier reinschreiben

Jahresgehalt?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Ich bin ebenfalls Industrie Beamter bei Siemens falls jemand Fragen hat einfach hier reinschreiben

Jahresgehalt?

Dieses Jahr mit Bonus ca. 118k€.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Ich bin ebenfalls Industrie Beamter bei Siemens falls jemand Fragen hat einfach hier reinschreiben

Jahresgehalt?

Dieses Jahr mit Bonus ca. 118k€.

Nice ist das AT? Wie viel Bonus zahlt Siemens?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Ich bin ebenfalls Industrie Beamter bei Siemens falls jemand Fragen hat einfach hier reinschreiben

Jahresgehalt?

Dieses Jahr mit Bonus ca. 118k€.

Nice ist das AT? Wie viel Bonus zahlt Siemens?

Nein Bayern ERA 12 mit 40h Vertrag 18% Leistungszulage das sind aktuell ca. 108k€ dazu noch 10k€ variables Gehalt

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Ich bin ebenfalls Industrie Beamter bei Siemens falls jemand Fragen hat einfach hier reinschreiben

Jahresgehalt?

Dieses Jahr mit Bonus ca. 118k€.

Nice ist das AT? Wie viel Bonus zahlt Siemens?

Nein Bayern ERA 12 mit 40h Vertrag 18% Leistungszulage das sind aktuell ca. 108k€ dazu noch 10k€ variables Gehalt

Welches Alter? Wie funktioniert der Variable Anteil?

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Nein, so war das nicht gemeint. Ein normaler Facharbeiter verdient heute netto durchaus mehr als ein Regierungssekretär mit A6. Früher (vor WKII) war das total anders. Da hatte der Sekretär eher das Doppelte eines Facharbeitergehalts.

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Beamter war damals aber besser als heute. Im mittleren Dienst war das Gehalt ungefähr doppelt so hoch wie bei einem Facharbeiter. Heute hat der Facharbeiter in der Industrie mehr.

Das ist eine pauschale Vereinfachung. "Facharbeiter in der Industrie" kann alles sein, Du denkst jetzt aber an den Produktionsspezialisten bei VW, der 5k netto nach Hause trägt wegen IGM-Vertrag und Schichten.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

A7 sind Netto in RLP gerademal um die 2,1k. Davon gehen dann noch 200-300€ PKV ab. Das bekommen heute sehr viele Buben in der Industrie direkt nach der Ausbildung und deren Lohn/Gehalt steigt noch deutlich an. Geldmäßig lohnt sich der MD also auf keinen Fall.

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Beamter war damals aber besser als heute. Im mittleren Dienst war das Gehalt ungefähr doppelt so hoch wie bei einem Facharbeiter. Heute hat der Facharbeiter in der Industrie mehr.

Das ist eine pauschale Vereinfachung. "Facharbeiter in der Industrie" kann alles sein, Du denkst jetzt aber an den Produktionsspezialisten bei VW, der 5k netto nach Hause trägt wegen IGM-Vertrag und Schichten.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Ich bin ebenfalls Industrie Beamter bei Siemens falls jemand Fragen hat einfach hier reinschreiben

Jahresgehalt?

Dieses Jahr mit Bonus ca. 118k€.

Nice ist das AT? Wie viel Bonus zahlt Siemens?

Nein Bayern ERA 12 mit 40h Vertrag 18% Leistungszulage das sind aktuell ca. 108k€ dazu noch 10k€ variables Gehalt

Welches Alter? Wie funktioniert der Variable Anteil?

33, eine Mischung aus Unternehmens- und persönlichen Zielen

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Als interner Bewerber kann man auch mit 4P. in den höheren Dienst.

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Wie sehen derzeit die Chancen als Jurist in den hD zu kommen? Noten sind Durchschnitt

Ganz genau kann ich es nicht sagen. Aber die Behörden kämpfen schon um Nachwuchs. Mit zweimal Befriedigend und ansonstem guten Profil (z.B. relevante Praktika) kann man durchaus schon Chancen haben.

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WiWi Gast

1st year Beamter - Ask me anything

Interner Bewerber? Wenn man das Referendariat macht, ist man schon extern.

WiWi Gast schrieb am 09.04.2019:

Als interner Bewerber kann man auch mit 4P. in den höheren Dienst.

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

WiWi Gast schrieb am 08.04.2019:

Wie sehen derzeit die Chancen als Jurist in den hD zu kommen? Noten sind Durchschnitt

Ganz genau kann ich es nicht sagen. Aber die Behörden kämpfen schon um Nachwuchs. Mit zweimal Befriedigend und ansonstem guten Profil (z.B. relevante Praktika) kann man durchaus schon Chancen haben.

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