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Berufseinstieg: Wo & WieArbeitsamt

Nach Studium - arbeitssuchend melden?

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WiWi Gast

Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Hi,

ich bin fertig mit dem Studium (Master). Was haltet ihr davon sich während der Jobssuche sich als arbeitssuchend zu melden?

Meine Zweifel die gerade kommen sind, dass sich ja auch Arbeitgeber dort anmelden können. Meint ihr, das ist schlecht wenn die Deutsche Bank (und du dich da beworben hast) zB. dort nachschaut und sieht dein Profil bei der Agentur für Arbeit?
Eigentlich egal, oder?

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Natürlich meldet man sich arbeitssuchend! Viele Unternehmen/Banken fragen beim Arbeitsamt nach, ob momentan passende Kandidaten für eine passende Position gibt. Meine Stelle habe ich durch das Arbeitsamt bekommen, des Weiteren bekommst du doch Arbeitslosengeld? Das würde ich auch mitnehmen...

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Dass so eine Frage von einem Akademiker kommt lässt mich schon sehr an dem System zweifeln.

  • Es gibt sowas wie DATENSCHUTZ, den ich jetzt extra groß geschrieben habe, weil ebendieser in Deutschland groß geschrieben wird. Da kann Unternehmen XY nicht einfach über Arbeitnehmer AB sich einfach mal Informationen abholen. Du bist bei der Agentur gemeldet, das weiss aber sonst keiner..

  • die Deutsche Bank schreibt wenn überhaupt, dann irgendwelche Kleinststellen über die Agentur aus. Konzerne an sich haben meist keine Problebe damit Arbeitnehmer zu finden, da geben sie als allerletztes irgendwas an die Agentur ab.

  • besser Hartz IV als nichts. Man bekommt Leistungen geschenkt. Man muss jetzt auch nicht BWL studiert haben, um abwägen zu können, dass man Geld, für das man keine Leistung erbracht hat, trotzdem annehmen kann.
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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Der TE hat ein Studium abgeschlossen. Er bekommt kein Arbeitslosengeld, weil er darauf gar keine Anspruch hat.

Du meinst Hartz 4, aber selbst das bekommen 80% der Absolventen nicht. Stichwort: Vermögen. Stichwort: Bedarfsgemeinschaft.

Das ist auch der Grund, warum es in der offiziellen Statistik so wenige arbeitslose frische Akademiker gibt:

Es macht für sie keine Sinn sich zumelden, wenn es doch nix gibt.

Lounge Gast schrieb:

Natürlich meldet man sich arbeitssuchend! Viele
Unternehmen/Banken fragen beim Arbeitsamt nach, ob momentan
passende Kandidaten für eine passende Position gibt. Meine
Stelle habe ich durch das Arbeitsamt bekommen, des Weiteren
bekommst du doch Arbeitslosengeld? Das würde ich auch
mitnehmen...

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Ihr bekommt Hartz IV nach dem Studium?

Habt ihr kein Erspartes? Respekt!
Hab nichts bekommen weil ich "zu viel" Geld hatte.

Da dürftest du nichtmal 10.000 Euro auf dem Sparbuch haben.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Und das ist unwahrscheinlich? Wie bekommt man ohne je gearbeitet zu haben, 10000 Euro zusammen? Da müssen die Eltern einen aber schon ziemlich lieb haben und vor allem eben reich sein.

Aber man hört es ja immer öfter: Die Altersvorsorge muss im Bachelor beginnen. Wer da keine 1000? im Monat zurücklegen kann, wird später mal unter Altersarmut leiden.

Lounge Gast schrieb:

Ihr bekommt Hartz IV nach dem Studium?

Habt ihr kein Erspartes? Respekt!
Hab nichts bekommen weil ich "zu viel" Geld hatte.

Da dürftest du nichtmal 10.000 Euro auf dem Sparbuch haben.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Ich glaube, der größte Teil der Absolventen scheitern nicht am Vermögen, sondern daran, dass sie noch daheim gemeldet sind. Damit gelten sie als Bedarfsgemeinschaft, bekommen und nichts und können, wenn sie nicht über 25 Jahre alt sind auch nicht ausziehen.

Lounge Gast schrieb:

Ihr bekommt Hartz IV nach dem Studium?

Habt ihr kein Erspartes? Respekt!
Hab nichts bekommen weil ich "zu viel" Geld hatte.

Da dürftest du nichtmal 10.000 Euro auf dem Sparbuch haben.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Die Deutsche Bank sucht mit Sicherheit niemanden da. Da brauchst du dir keine Sorgen machen. Die Stellen, die beim Arbeitsamt geschalten sind, sind etwas qualitativ minderwertig oder man will bewusst jemanden aus der Region.

Generell würde ich nicht erwarten, dass du groß unterstützt wirst, da du ja kein Anrecht auf Arbeitslosengeld hast und gar nicht in die Statistik kommst.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Es geht ja nicht nur um das Arbeitslosengeld, sondern auch um die Beiträge zur Krankenversicherung.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

TE: Ich melde mich gerade arbeitssuchend. Und da steht, ob man das Profil veröffentlichen will - mit/ohne Name und mit/ohne Ausbildungstätte...
Das steht auch bei der Registrierung so. Nach der Registrierung bekommt man nach einigen Tagen einen PIN zugeschickt per Post und danach kann man das Profil veröffentlichen.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Krankenversicherungsbeiträge kriegst du nur mit Hartz IV bezahlt. Entweder oder.
Man kann sich nicht nur Krankenversicherungsbeiträge bezahlen lassen aber Hartz IV ablehnen.

Nochmal zu Vermögen: 10.000 aufm Sparbuch zu haben ist jetzt über 25 Jahre nicht so schwierig wenn man Großeltern und Eltern hat die ab und zu was drauflegen...
Ist ja auch egal jetzt, wahrscheinlich darfst du nichtmal 5000 auf dem Konto haben.

Aber wie schon jemand gemeint hat, wenn man zuhause lebt dann ist es eh wieder anders, unabhängig vom eigenen Vermögen.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Da gilt das Gleiche:

Wer kein Arbeitslosengeld bezieht, dem wird auch die Krankenversicherung nicht bezahlt.

Lounge Gast schrieb:

Es geht ja nicht nur um das Arbeitslosengeld, sondern auch um
die Beiträge zur Krankenversicherung.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

wenn man kein Arbeitslosengeld bezieht, bekommt man auch keine Krankenversicherung bezahlt. Die darf man selbst blechen.

Lounge Gast schrieb:

Es geht ja nicht nur um das Arbeitslosengeld, sondern auch um
die Beiträge zur Krankenversicherung.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Bevor das hier noch ausartet noch einmal zum mitschreiben:

  1. Ein Absolvent hat kein Anrecht auf Arbeitslosengeld
  2. Hat er kein Anrecht auf Arbeitslosengeld I, dann wird seine Krankenversicherung auch nicht übernommen
  3. Das gleiche gilt für die Pflege- und Rentenversicherung

Ein fertige Absolvent hat eventuell Chancen Hartz 4 zu bekommen, allerdings scheitert das auch oft. Bekommt er Hartz 4 dann bekommt er sofort die üblichen Kurse und Schikanemaßnahmen aufgedrückt.

Lounge Gast schrieb:

Es geht ja nicht nur um das Arbeitslosengeld, sondern auch um
die Beiträge zur Krankenversicherung.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Um mal was Konstruktives beizutragen:
Man unterscheidet ALG I und ALG II. ALG I erhält der, der in den letzten 24 Monaten wenigstens 12 Monate sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat. Dieses Geld bekommt man als Gesamtbetrag, KV-Beiträge müssen davon selbst abgeführt werden. ALG I ist unabhängig vom Vermögen und der Wohn-/Beziehungssituation.

Anders sieht es aus beim ALG II. Dies kann man beantragen, wenn man sich von der Agentur einen Ablehnungsbescheid ausstellen lässt, über kein Vermögen verfügt (man sollte das eigene Vermögen ggf. noch auf Konten der Eltern belassen; relevant sind als Nachweise die Kontoauszüge der letzten 3 Monate) und mit keinem Partner zusammenlebt, der selbst ausreichend für beide verdient. Die Eltern sind bei der Beantragung hinsichtlich des "Für-das-Kind-Aufkommens" nur bis zum 25.Lebensjahr in der Betrachtung. Ab 25 kann der ALG-II-Antrag unabhängig von den Eltern gestellt werden. Lediglich Kosten für das Wohnen werden eher nicht übernommen, wenn kein eigener Mietvertrag vorliegt.

Durch eine Änderung des SGB II können mittlerweile sogar Studenten unabhängig vom Bafög-Bezug ALG II beantragen, also noch während sie immatrikuliert sind. Das war bisher Ausschlusskriterium, weil sie als Vollzeitstudenten dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen. Aber auch hier ist die Wohn- und Vermögenssituation zu berücksichtigen.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Deine Ausführungen zum ALG II stimmen einfach nicht bzw. du suggerierst etwas, was so nicht stimmt:

Hart 4 gibt es für Studenten nur in ganz wenigen Ausnahmefällen (z.B: Kindererziehung) und außerdem reden wir hier über Absolventen, die logischerweise schon exmatrikuliert sind.

Lounge Gast schrieb:

Um mal was Konstruktives beizutragen:
Man unterscheidet ALG I und ALG II. ALG I erhält der, der in
den letzten 24 Monaten wenigstens 12 Monate
sozialversicherungspflichtig gearbeitet hat. Dieses Geld
bekommt man als Gesamtbetrag, KV-Beiträge müssen davon selbst
abgeführt werden. ALG I ist unabhängig vom Vermögen und der
Wohn-/Beziehungssituation.

Anders sieht es aus beim ALG II. Dies kann man beantragen,
wenn man sich von der Agentur einen Ablehnungsbescheid
ausstellen lässt, über kein Vermögen verfügt (man sollte das
eigene Vermögen ggf. noch auf Konten der Eltern belassen;
relevant sind als Nachweise die Kontoauszüge der letzten 3
Monate) und mit keinem Partner zusammenlebt, der selbst
ausreichend für beide verdient. Die Eltern sind bei der
Beantragung hinsichtlich des
"Für-das-Kind-Aufkommens" nur bis zum 25.Lebensjahr
in der Betrachtung. Ab 25 kann der ALG-II-Antrag unabhängig
von den Eltern gestellt werden. Lediglich Kosten für das
Wohnen werden eher nicht übernommen, wenn kein eigener
Mietvertrag vorliegt.

Durch eine Änderung des SGB II können mittlerweile sogar
Studenten unabhängig vom Bafög-Bezug ALG II beantragen, also
noch während sie immatrikuliert sind. Das war bisher
Ausschlusskriterium, weil sie als Vollzeitstudenten dem
Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung standen. Aber auch hier ist
die Wohn- und Vermögenssituation zu berücksichtigen.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Bei der Jobbörse der Arbeitsagentur suchen zu 99% nur lokale Arbeitgeber, die entweder lokale Kräfte wollen oder eher einfache Tätigkeiten anbieten. Von daher sind deine Befürchtungen unbegründet.

Und noch eine Anmerkung zu den Sozialleistungen: Natürlich hat ein Student keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I und auch die Krankenversicherung (Pflicht) muss man dann selbst bezahlen.

Hartz 4 bekommen Absolventen auch nur, wenn kein Vermögen und keine Bedarfsgemeinschaft vorhanden ist. Selbst, wenn man es bekommt, muss man damit leben, dass man vom ersten Tag an Druck bekommt und nach 4 Wochen mit einem Pickerl den Müll im Park auflesen darf.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Wer nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, weiß sich sicher dieser Schikane zu entziehen. Zur Not muss man eben auf blöd machen...

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Um aus der Bedarfsgemeinschaft auszusteigen musst du eine eigene Mietwohnung anmieten. Dann Versuch du mal als Harz IV Empfänger ne Wohnung/ WG zu finden, Dude.
Das Ganze ist ein Fass ohne Boden.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Am Ende eines Studiums dürfte man gerne schon so weit sein, dass man nicht mehr zu Hause wohnt. Davon abgesehen ist das Arbeitssuchend melden schon ein Muss. So werden die Krankenversicherung gezahlt und man bekommt eben den Hartz4-Satz zur Deckung laufender Kosten. Es ist ziemlich normal, dass man nach dem Studium erstmal 2-8 MOnate arbeitslos geneldet ist, und auch die elgenateste Möglichkeit. Wenn das natürlich nicht zum eigenen Dior-Täschchen-Selbstverständnis passt, kann auch jeer gerne von den Eltern leben.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Spar dir den Gang zum Arbeitsamt. Dort wird dir sicherlich nicht geholfen. Ich war damals vor der gleichen Frage gestanden und bin zum Amt gegangen. Habe keine einzige Leistung dadurch bekommen, noch irgendwelche Hilfe oder Stellenanzeigen. Klar, man hat intern ein gelistetes Profil, aber wie schon geschrieben wurde sind das hauptsächlich Helferjobs, wie zB in der Produktion, zum Putzen usw. Dafür musste ich aber verpflichtend alle 2 Monate vorbei kommen und eine Liste von mindestens x Bewerbungen vorzeigen. Zum Glück hab ich im 3. Monat selbst was gefunden.
Hilfe = 0, Leistung = 0 und Wertschätzung durch die dortigen Angestellten = 0
Das kannst du dir also bewusst sparen und die Zeit lieber aktiv in die Jobsuche investieren. Schlussendlich kommt es nämlich sowieso nur auf dich an.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Hatte mich nach dem Studium auch arbeitssuchend gemelded und Hartz 4 bezogen. Gieng nicht anders. Musste mein ganzes Studium in einer teuren Stadt selbst finanzieren. Die blieb nichts zum zurück legen.

Das mit Hartz 4 und dem Amt ist so eine Sache. Diese Behörde ist zu 99% auf Menschen mit niedrigem oder gar keinem Bildungsabschluss ausgelegt. Entsprechend sehen auch die meisten Stellen auf dem gennant Jobportal aus. Ähnliches gilt auch für irgendwelchen Masnahmen Quatsch. Ich hatte Glück und einen Betreuer, der gleich beim ersten Treffen genau das gesagt hat, das ich für den "Laden" hier total überqualifiert bin und mich dementsprechend komplett in Ruhe gelassen hat. Vielleicht auch weil ich erzählt hatte, das ich gerade Bewerbungen im Ausland laufen habe. Das kann aber auch anders aussehen. Ich kenne Stories von Leuten, die schon nach ein paar Wochen zu jedem erdenklichen Misst geschickt wurden.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Ich bin von heut auf Morgen nun gekündigt worden und habe bereits bei der Arbeitsagentur angerufen und mich arbeitslos gemeldet.
Am Telefon hat man mit mir gemeinsam errechnet, ob ich die vergangenen 24 Monate für einen Zeitraum von 12 Monate ALV-Beiträge eingezahlt habe (Ergebnis: 10).

Nun wurde mir geraten das ich Hartz 4 beantragen kann, aber das wird doch pure Schickane für einen Akademiker sein. Ich habe ca. zwei Monatagehälter angespart und könnte davon noch die Kosten decken, aber bereits ab nächsten Monat muss ich mich freiwillig versichern lassen (ca. 180€) und es ist ein absolut ungünstiger Zeitpunkt zu dem ich nun gekündigt wurde, weil jeder schon in Betriebsferienstimmung ist.

Jemand mehr Tipps was man nun außer Bewerbungen schreiben, machen kann?

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Hartz 4 beantragen, solange du bei den Termin im Amt entsprechend Bewerbungen vorzeigen kannst ist da auch nichts mit Schikane

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Erschreckend, was ihr alle für Erfahrungen mit dem Jobcenter (zuständig für ALG II) gemacht habt. Nach meinem Studium habe ich auch drei/vier Monate suchen müssen und habe in der Zeit "gehartzt". Der Mitarbeiter beim Jobcenter war absolut entspannt und wollte außer den passenden Formularen absolut nichts von mir. Er meinte, dass man als Wiwi ja i.d.R. irgendetwas finden wird und dass ich daher nur überbrücken müsse.

Bewerbungen o. Ä. musste ich nicht vorlegen. Wenn man einen motivierten und engagierten Eindruck vermittelt, muss man "beim Amt" absolut keine Schikane befürchten.

Auf Hilfe bei der Jobsuche würde ich mich als Akademiker aber weder beim Jobcenter noch bei der Bundesagentur für Arbeit verlassen.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Wie läuft es denn mit der Miete ab? Ich habe eine Whg. in Frankfurt für 980€/Warm.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Wie läuft es denn mit der Miete ab? Ich habe eine Whg. in Frankfurt für 980€/Warm.

Wenn Du ALG1 beziehst prinzipiell erstmal davon bezahlen. Bei HIV muss geprüft werden ob die Wohnung angemessen ist etc...

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Das Amt übernimmt nur eine ortsübliche Miete in einer angemessenen Größe. Darunter kann man erstmal sehr viel verstehen. Du wirst deine Situation genauer erläutern müssen, damit man dir helfen kann. So kann zb noch Wohngeld in frage kommen. Vllt ist der Bafög Anspruch noch nicht ausgereizt und man „studiert“ nochmal etwas und sucht nebenbei. Schlussendlich bleibt auch noch ein Nebenjob mit 450,01€ übrig damit man damit die KV abspeist. Lass dich nicht vom Staat verarschen. Du zahlst mal mehrere tausend Euro Steuern im Monat und sie schaffen es nach ihrer ganzen Fachkräfte Lüge dich nicht mal vernünftig einzugliedern. Es gibt Möglichkeiten und die kann man nutzen aber irgendwann muss man trotzdem den Absprung schaffen.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Das Amt übernimmt nur eine ortsübliche Miete in einer angemessenen Größe. Darunter kann man erstmal sehr viel verstehen. Du wirst deine Situation genauer erläutern müssen, damit man dir helfen kann. So kann zb noch Wohngeld in frage kommen. Vllt ist der Bafög Anspruch noch nicht ausgereizt und man „studiert“ nochmal etwas und sucht nebenbei. Schlussendlich bleibt auch noch ein Nebenjob mit 450,01€ übrig damit man damit die KV abspeist. Lass dich nicht vom Staat verarschen. Du zahlst mal mehrere tausend Euro Steuern im Monat und sie schaffen es nach ihrer ganzen Fachkräfte Lüge dich nicht mal vernünftig einzugliedern. Es gibt Möglichkeiten und die kann man nutzen aber irgendwann muss man trotzdem den Absprung schaffen.

Es geht mir auch gar nicht darum über eine längere Zeit auf den Staat angewiesen zu sein. Arbeit wird man immer finden, aber es muss ein Job sein, der mit meiner akademischen Vergangenheit übereinstimmt. Danke für die Ratschläge.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Hust... eine fertiger Student ohne BE wird nicht "verarscht". Er hat bisher nichts geleistet und die Allgemeinheit nur gekostet. Gezwungen zum Studium wurde er auch nicht..

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Das Amt übernimmt nur eine ortsübliche Miete in einer angemessenen Größe. Darunter kann man erstmal sehr viel verstehen. Du wirst deine Situation genauer erläutern müssen, damit man dir helfen kann. So kann zb noch Wohngeld in frage kommen. Vllt ist der Bafög Anspruch noch nicht ausgereizt und man „studiert“ nochmal etwas und sucht nebenbei. Schlussendlich bleibt auch noch ein Nebenjob mit 450,01€ übrig damit man damit die KV abspeist. Lass dich nicht vom Staat verarschen. Du zahlst mal mehrere tausend Euro Steuern im Monat und sie schaffen es nach ihrer ganzen Fachkräfte Lüge dich nicht mal vernünftig einzugliedern. Es gibt Möglichkeiten und die kann man nutzen aber irgendwann muss man trotzdem den Absprung schaffen.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Arbeit wird man immer finden, aber es muss ein Job sein, der mit meiner akademischen Vergangenheit übereinstimmt. Danke für die Ratschläge.

Damit musst du vorsichtig sein und das darfst du so auch nicht kommunizieren. Die Sachbearbeiter hören lieber, dass du den erstbesten Job annimmst und - bei allem Respekt - als Absolvent sollte man auch nicht zu wählerisch sein, wenn man nicht 1,0er Top-Performer ist.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Ich bin Kundenbetreuer (Arbeitsvermittler). Nachdem es heute praktisch nur noch Studenten gibt, wurden die internen Vorgaben 2017 geändert: Ein Absolvent ist genauso zu behandeln, wie ein fertiger Auszubildender, d.h. nach einer Schonfrist von maximal 3 Monaten dürfen und sollen alle Maßnahmen eingeleitet werden, die für eine erfolgreiche Platzierung am Markt notwendig sind. Maximal 3 Monate. Es geht auch früher. Sonderbehandlung für Absoventen ohne BE gibt es nicht mehr. Warum auch?

Dazu gehört auch das hier oft abgetane Bewerbungstraining. Tatsächlich ist es so, dass es keinen logischen Grund dafür gibt, warum ein Absolvent bessere Bewerbungsunterlagen erstellen kann, als ein fertiger Auszubildender oder ein gestandener Facharbeiter. Im Gegenteil zeigen eingesehene Unterlagen oft erhebliche Defizite im Bereich Rechtsschreibung, Grammatik und Formulierung auf. Eigentlich traurig, in Zeiten, in denen Copy und Paste aus dem Internet nicht schwer sind, Ich denke, dass viele Absolventen sich heute gnadenlos überschätzen und bin 100% sicher, dass viele von ihnen vor 10 Jahren kein Abitur gemacht hätten, aber das ist eine andere traurige Geschichte.

Ich persönlich würde jedem frischen Absolventen sofort in der ersten Woche ein verpflichtendes, zerifiziertes und hochqualifiziertes Bewerbertraining über mehrer Wochen buchen. Praktisch geht das aber nicht immer. Das ist auch im Sinne des Kunden und wer das nicht einsieht, muss sanktioniert werden.

Ein Arbeitsvermittler

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

[...] Dazu gehört auch das hier oft abgetane Bewerbungstraining. Tatsächlich ist es so, dass es keinen logischen Grund dafür gibt, warum ein Absolvent bessere Bewerbungsunterlagen erstellen kann, als ein fertiger Auszubildender oder ein gestandener Facharbeiter. Im Gegenteil zeigen eingesehene Unterlagen oft erhebliche Defizite im Bereich Rechtsschreibung, Grammatik und Formulierung auf. Eigentlich traurig, in Zeiten, in denen Copy und Paste aus dem Internet nicht schwer sind, Ich denke, dass viele Absolventen sich heute gnadenlos überschätzen und bin 100% sicher, dass viele von ihnen vor 10 Jahren kein Abitur gemacht hätten, aber das ist eine andere traurige Geschichte.

Ich persönlich würde jedem frischen Absolventen sofort in der ersten Woche ein verpflichtendes, zerifiziertes und hochqualifiziertes Bewerbertraining über mehrer Wochen buchen. Praktisch geht das aber nicht immer. Das ist auch im Sinne des Kunden und wer das nicht einsieht, muss sanktioniert werden.

Ein Arbeitsvermittler

Ein Arbeitsvermittler, der auf einem ganz schön hohen Ross sitzt. Dass eine Bewerbung eines Absolventen fehlerfrei sein sollte, versteht sich von selbst. Von der Erfahrung hat man nach der Uni aber schlichweg noch nicht so viel zu bieten, wie ein Facharbeiter nach 10 Jahren. Dementsprechend ist es logisch, dass ein Anschreiben von Abolventen i. d. R. von dem eines Berufserfahrenen abweicht. Ich gehe davon aus, dass du mit den Defiziten bei der Formulierung "inhaltsleere Floskeln" meinst.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Hust... eine fertiger Student ohne BE wird nicht "verarscht". Er hat bisher nichts geleistet und die Allgemeinheit nur gekostet. Gezwungen zum Studium wurde er auch nicht..

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Das Amt übernimmt nur eine ortsübliche Miete in einer angemessenen Größe. Darunter kann man erstmal sehr viel verstehen. Du wirst deine Situation genauer erläutern müssen, damit man dir helfen kann. So kann zb noch Wohngeld in frage kommen. Vllt ist der Bafög Anspruch noch nicht ausgereizt und man „studiert“ nochmal etwas und sucht nebenbei. Schlussendlich bleibt auch noch ein Nebenjob mit 450,01€ übrig damit man damit die KV abspeist. Lass dich nicht vom Staat verarschen. Du zahlst mal mehrere tausend Euro Steuern im Monat und sie schaffen es nach ihrer ganzen Fachkräfte Lüge dich nicht mal vernünftig einzugliedern. Es gibt Möglichkeiten und die kann man nutzen aber irgendwann muss man trotzdem den Absprung schaffen.

Wenn man aber erzählt wir brauchen so viele Akademiker und groß mit Gehältern sowie getürkten Arbeitslosenstatistiken um mir werfe, was es alles so in der Realität nicht gibt, würde ich das schon verarsche nennen. Du nicht? Vielleicht hätte er sich bei einer realistischen Darstellung der Sachlage direkt für eine Ausbildung entschieden und hätte das Problem jetzt nicht.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Wer erzählt das denn? Das sind doch die Unis, die Wirtschaft, die durch Masse die Gehälter drücken wollen und die Medien. Der Staat erzählt gar nichts.

Wer glaubt das denn? Das sind doch mündige Erwachsene, die sich selbst für ihren Werdegang entschieden haben und auch nicht in einer Höhle leben, in der man nicht mal nachschauen kann, wie viele heute studieren, oder?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Hust... eine fertiger Student ohne BE wird nicht "verarscht". Er hat bisher nichts geleistet und die Allgemeinheit nur gekostet. Gezwungen zum Studium wurde er auch nicht..

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Das Amt übernimmt nur eine ortsübliche Miete in einer angemessenen Größe. Darunter kann man erstmal sehr viel verstehen. Du wirst deine Situation genauer erläutern müssen, damit man dir helfen kann. So kann zb noch Wohngeld in frage kommen. Vllt ist der Bafög Anspruch noch nicht ausgereizt und man „studiert“ nochmal etwas und sucht nebenbei. Schlussendlich bleibt auch noch ein Nebenjob mit 450,01€ übrig damit man damit die KV abspeist. Lass dich nicht vom Staat verarschen. Du zahlst mal mehrere tausend Euro Steuern im Monat und sie schaffen es nach ihrer ganzen Fachkräfte Lüge dich nicht mal vernünftig einzugliedern. Es gibt Möglichkeiten und die kann man nutzen aber irgendwann muss man trotzdem den Absprung schaffen.

Wenn man aber erzählt wir brauchen so viele Akademiker und groß mit Gehältern sowie getürkten Arbeitslosenstatistiken um mir werfe, was es alles so in der Realität nicht gibt, würde ich das schon verarsche nennen. Du nicht? Vielleicht hätte er sich bei einer realistischen Darstellung der Sachlage direkt für eine Ausbildung entschieden und hätte das Problem jetzt nicht.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Warum auf einem hohen Ross? Ich beschreibe den Ist-Zustand. Die Nüchternheit gefällt vielen hier nicht, weil sie als Elite gebauchpinselt werden wollen, aber welche Elite stellt denn die absolute Mehrheit in einem Jahrgang dar?

Ich war übrigens selbst Absolvent und habe damals, was noch gar nicht so lange her ist, auch gedacht, dass ich mit meinem Bachelor alles kann und weiß. Ich habe mich auch als Elite gesehen und so bin ich auch aufgetreten. Kritik von "Normalos" ohne Studium habe ich nicht gelten lassen. Es hat lange gedauert bis ich aufgewacht bin und davor möchte ich andere bewahren.

Den Berufseinstieg habe ich über ein Jahr nicht gepackt. Am Ende hatte ich Glück und bekam einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag als Arbeitsvermittler/Kundenbetreuer. Der wird im Januar auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgestellt.

An der Chronologie merkt ihr, dass wir hier von einem Zeitraum von etwas über 3 Jahren reden. Daher kenne ich beide Seiten sehr genau und weiß auch, was Absolventen brauchen und viele brauchen vom ersten Tag an intensive Förderung und eine Erdung.

Die Härte hilft, auch, wenn das manche nicht verstehen.

Ein Arbeitsvermittler

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

[...] Dazu gehört auch das hier oft abgetane Bewerbungstraining. Tatsächlich ist es so, dass es keinen logischen Grund dafür gibt, warum ein Absolvent bessere Bewerbungsunterlagen erstellen kann, als ein fertiger Auszubildender oder ein gestandener Facharbeiter. Im Gegenteil zeigen eingesehene Unterlagen oft erhebliche Defizite im Bereich Rechtsschreibung, Grammatik und Formulierung auf. Eigentlich traurig, in Zeiten, in denen Copy und Paste aus dem Internet nicht schwer sind, Ich denke, dass viele Absolventen sich heute gnadenlos überschätzen und bin 100% sicher, dass viele von ihnen vor 10 Jahren kein Abitur gemacht hätten, aber das ist eine andere traurige Geschichte.

Ich persönlich würde jedem frischen Absolventen sofort in der ersten Woche ein verpflichtendes, zerifiziertes und hochqualifiziertes Bewerbertraining über mehrer Wochen buchen. Praktisch geht das aber nicht immer. Das ist auch im Sinne des Kunden und wer das nicht einsieht, muss sanktioniert werden.

Ein Arbeitsvermittler

Ein Arbeitsvermittler, der auf einem ganz schön hohen Ross sitzt. Dass eine Bewerbung eines Absolventen fehlerfrei sein sollte, versteht sich von selbst. Von der Erfahrung hat man nach der Uni aber schlichweg noch nicht so viel zu bieten, wie ein Facharbeiter nach 10 Jahren. Dementsprechend ist es logisch, dass ein Anschreiben von Abolventen i. d. R. von dem eines Berufserfahrenen abweicht. Ich gehe davon aus, dass du mit den Defiziten bei der Formulierung "inhaltsleere Floskeln" meinst.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Wer erzählt das denn? Das sind doch die Unis, die Wirtschaft, die durch Masse die Gehälter drücken wollen und die Medien. Der Staat erzählt gar nichts.

Wer glaubt das denn? Das sind doch mündige Erwachsene, die sich selbst für ihren Werdegang entschieden haben und auch nicht in einer Höhle leben, in der man nicht mal nachschauen kann, wie viele heute studieren, oder?

Hust... eine fertiger Student ohne BE wird nicht "verarscht". Er hat bisher nichts geleistet und die Allgemeinheit nur gekostet. Gezwungen zum Studium wurde er auch nicht..

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Das Amt übernimmt nur eine ortsübliche Miete in einer angemessenen Größe. Darunter kann man erstmal sehr viel verstehen. Du wirst deine Situation genauer erläutern müssen, damit man dir helfen kann. So kann zb noch Wohngeld in frage kommen. Vllt ist der Bafög Anspruch noch nicht ausgereizt und man „studiert“ nochmal etwas und sucht nebenbei. Schlussendlich bleibt auch noch ein Nebenjob mit 450,01€ übrig damit man damit die KV abspeist. Lass dich nicht vom Staat verarschen. Du zahlst mal mehrere tausend Euro Steuern im Monat und sie schaffen es nach ihrer ganzen Fachkräfte Lüge dich nicht mal vernünftig einzugliedern. Es gibt Möglichkeiten und die kann man nutzen aber irgendwann muss man trotzdem den Absprung schaffen.

Wenn man aber erzählt wir brauchen so viele Akademiker und groß mit Gehältern sowie getürkten Arbeitslosenstatistiken um mir werfe, was es alles so in der Realität nicht gibt, würde ich das schon verarsche nennen. Du nicht? Vielleicht hätte er sich bei einer realistischen Darstellung der Sachlage direkt für eine Ausbildung entschieden und hätte das Problem jetzt nicht.

Also hat jeder mit 18 die vollendete geistige Reife, wie jemand mit 25 Jahre, so das er bei all den Lügen die Wahrheit erkennt? Ja und unsere Volksvertreter sind die Menschen die am stärksten diesen Wandel propagieren und alles nötige dafür in die Wege geleitet haben.

Dass das Abitur Niveau so abgesenkt wurde, mehr Kapazitäten an Hochschulen entstanden sind und die Absolventenquote gesteigert wurde, ist im Endeffekt auch durch den Staat bzw Staatsdiener(Beamte) in die Wege geleitet worden. Natürlich haben alle anderen Beteiligte ihren Teil dazu beigetragen aber sie saßen niemals an den Hebeln.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Warum auf einem hohen Ross? Ich beschreibe den Ist-Zustand. Die Nüchternheit gefällt vielen hier nicht, weil sie als Elite gebauchpinselt werden wollen, aber welche Elite stellt denn die absolute Mehrheit in einem Jahrgang dar?

Ich war übrigens selbst Absolvent und habe damals, was noch gar nicht so lange her ist, auch gedacht, dass ich mit meinem Bachelor alles kann und weiß. Ich habe mich auch als Elite gesehen und so bin ich auch aufgetreten. Kritik von "Normalos" ohne Studium habe ich nicht gelten lassen. Es hat lange gedauert bis ich aufgewacht bin und davor möchte ich andere bewahren.

Den Berufseinstieg habe ich über ein Jahr nicht gepackt. Am Ende hatte ich Glück und bekam einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag als Arbeitsvermittler/Kundenbetreuer. Der wird im Januar auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgestellt.

An der Chronologie merkt ihr, dass wir hier von einem Zeitraum von etwas über 3 Jahren reden. Daher kenne ich beide Seiten sehr genau und weiß auch, was Absolventen brauchen und viele brauchen vom ersten Tag an intensive Förderung und eine Erdung.

Die Härte hilft, auch, wenn das manche nicht verstehen.

Ein Arbeitsvermittler

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

[...] Dazu gehört auch das hier oft abgetane Bewerbungstraining. Tatsächlich ist es so, dass es keinen logischen Grund dafür gibt, warum ein Absolvent bessere Bewerbungsunterlagen erstellen kann, als ein fertiger Auszubildender oder ein gestandener Facharbeiter. Im Gegenteil zeigen eingesehene Unterlagen oft erhebliche Defizite im Bereich Rechtsschreibung, Grammatik und Formulierung auf. Eigentlich traurig, in Zeiten, in denen Copy und Paste aus dem Internet nicht schwer sind, Ich denke, dass viele Absolventen sich heute gnadenlos überschätzen und bin 100% sicher, dass viele von ihnen vor 10 Jahren kein Abitur gemacht hätten, aber das ist eine andere traurige Geschichte.

Ich persönlich würde jedem frischen Absolventen sofort in der ersten Woche ein verpflichtendes, zerifiziertes und hochqualifiziertes Bewerbertraining über mehrer Wochen buchen. Praktisch geht das aber nicht immer. Das ist auch im Sinne des Kunden und wer das nicht einsieht, muss sanktioniert werden.

Ein Arbeitsvermittler

Ein Arbeitsvermittler, der auf einem ganz schön hohen Ross sitzt. Dass eine Bewerbung eines Absolventen fehlerfrei sein sollte, versteht sich von selbst. Von der Erfahrung hat man nach der Uni aber schlichweg noch nicht so viel zu bieten, wie ein Facharbeiter nach 10 Jahren. Dementsprechend ist es logisch, dass ein Anschreiben von Abolventen i. d. R. von dem eines Berufserfahrenen abweicht. Ich gehe davon aus, dass du mit den Defiziten bei der Formulierung "inhaltsleere Floskeln" meinst.

Also mein persönliches Problem mit Arbeitsvermittlern ist bestimmt nicht, dass ich mir wegen meinem Studium etwas einbilde, sondern dass das "Kerngeschäft" bzw. die Zielgruppe auf die das Amt mit seinen Maßnahmen, Kompetenzen, etc. ... zugeschnitten ist, eben nicht Akademiker sondern sondern Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss.

Ein Bewerbungstrainig mag da noch eine sinnvolle Sache sein, es gibt aber unzählige, völlige sinnfreie Maßnahmen. Um das etwas überspitzt auszudrücken: Wer schon mal Goethe und Schiller gelesen hat, wir von einem Alphabetisierungkurs nichts haben. Das mag jetzt provokativ klingen, die Realtität ist aber eben häufig dass das Bildungsniveau <-> Level des Kurses oder sonstiger Maßnahmen nicht im richtigen Verhältnis steht.

Jedem der etwas Ahnung vom Arbeitsleben hat, dürfte klar sein, dass es nicht konstruktiv sein kann, sich Bildungstechnisch rückwärts zu entwickeln.

Zu dem haben Arbeitsvermittler ja schon fast zwangsläufig nur selten wirklich Ahnung vom jeweiligen Fach des Bewerbers. Da werden einem dann Vorschläge gemacht, wo jeder Jobcoach, der sich mit der jeweiligen Branche auskennt, sofort aufschreien würde. Aber beim Amt ist man soetwas hilflos ausgeliefert.

Ich weiß nicht was du studiert hast, aber sei doch mal ehrlich. Wieviel Ahnng kann jemand der Germanistik studiert hat, wirklich von der Maschinenbaubranche verstehen, vor allem dann wenn sich dafür nicht mal ansatzweise selbst interessiert. Dann aber Ratschläge an Absolventen geben wollen mit der Begründung keine BE, aber ich sitzt hier schon drei Jahre. Findest du nicht das das auch ziemlich überheblich ist.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Ausgeklügeltes System, wenn du als jemand der den BE selbst nicht geschafft hast jetzt Absolventen dazu beraten darfst...

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

Warum auf einem hohen Ross? Ich beschreibe den Ist-Zustand. Die Nüchternheit gefällt vielen hier nicht, weil sie als Elite gebauchpinselt werden wollen, aber welche Elite stellt denn die absolute Mehrheit in einem Jahrgang dar?

Ich war übrigens selbst Absolvent und habe damals, was noch gar nicht so lange her ist, auch gedacht, dass ich mit meinem Bachelor alles kann und weiß. Ich habe mich auch als Elite gesehen und so bin ich auch aufgetreten. Kritik von "Normalos" ohne Studium habe ich nicht gelten lassen. Es hat lange gedauert bis ich aufgewacht bin und davor möchte ich andere bewahren.

Den Berufseinstieg habe ich über ein Jahr nicht gepackt. Am Ende hatte ich Glück und bekam einen auf zwei Jahre befristeten Vertrag als Arbeitsvermittler/Kundenbetreuer. Der wird im Januar auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgestellt.

An der Chronologie merkt ihr, dass wir hier von einem Zeitraum von etwas über 3 Jahren reden. Daher kenne ich beide Seiten sehr genau und weiß auch, was Absolventen brauchen und viele brauchen vom ersten Tag an intensive Förderung und eine Erdung.

Die Härte hilft, auch, wenn das manche nicht verstehen.

Ein Arbeitsvermittler

WiWi Gast schrieb am 18.12.2018:

[...] Dazu gehört auch das hier oft abgetane Bewerbungstraining. Tatsächlich ist es so, dass es keinen logischen Grund dafür gibt, warum ein Absolvent bessere Bewerbungsunterlagen erstellen kann, als ein fertiger Auszubildender oder ein gestandener Facharbeiter. Im Gegenteil zeigen eingesehene Unterlagen oft erhebliche Defizite im Bereich Rechtsschreibung, Grammatik und Formulierung auf. Eigentlich traurig, in Zeiten, in denen Copy und Paste aus dem Internet nicht schwer sind, Ich denke, dass viele Absolventen sich heute gnadenlos überschätzen und bin 100% sicher, dass viele von ihnen vor 10 Jahren kein Abitur gemacht hätten, aber das ist eine andere traurige Geschichte.

Ich persönlich würde jedem frischen Absolventen sofort in der ersten Woche ein verpflichtendes, zerifiziertes und hochqualifiziertes Bewerbertraining über mehrer Wochen buchen. Praktisch geht das aber nicht immer. Das ist auch im Sinne des Kunden und wer das nicht einsieht, muss sanktioniert werden.

Ein Arbeitsvermittler

Ein Arbeitsvermittler, der auf einem ganz schön hohen Ross sitzt. Dass eine Bewerbung eines Absolventen fehlerfrei sein sollte, versteht sich von selbst. Von der Erfahrung hat man nach der Uni aber schlichweg noch nicht so viel zu bieten, wie ein Facharbeiter nach 10 Jahren. Dementsprechend ist es logisch, dass ein Anschreiben von Abolventen i. d. R. von dem eines Berufserfahrenen abweicht. Ich gehe davon aus, dass du mit den Defiziten bei der Formulierung "inhaltsleere Floskeln" meinst.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

Von mir noch eine andere Sicht, warum es sich lohnt sich arbeitslos/arbeitssuchend zu melden. Zum einen geht das auch ohne Leistungen beziehen zu wollen. Dann muss man sich auch keine Massnahmen gefallen lassen. Der zweite Punkt ist die Krankenversicherung, die Versichungsbeiträge werden zwar nicht übernommen, aber man zahlt auch nur das Minimum. Aus Sicht der Rentenversicherung ist es auch empfehlenswert.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

WiWi Gast schrieb am 31.12.2018:

Von mir noch eine andere Sicht, warum es sich lohnt sich arbeitslos/arbeitssuchend zu melden. Zum einen geht das auch ohne Leistungen beziehen zu wollen. Dann muss man sich auch keine Massnahmen gefallen lassen. Der zweite Punkt ist die Krankenversicherung, die Versichungsbeiträge werden zwar nicht übernommen, aber man zahlt auch nur das Minimum. Aus Sicht der Rentenversicherung ist es auch empfehlenswert.

Ich musste, auch ohne mich arbeitslos zu melden, nur den minimalen KV-Beitrag zahlen. Bei den kleinen Beiträgen rechnet sich das mit der RV kaum bis gar nicht, auser man ist lange arbeitslos. Sehe da keine Vorteile.

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WiWi Gast

Re: Nach Studium - arbeitssuchend melden?

hey Man kann sich doch beim Arbeitsamt oder Jobcenter arbeitslos melden und sich ein Coaching bezahlen lassen für die Unterstützung bei den Bewerbungen und der Auswahl der Arbeitgeber. Das Coaching wird über den Aktivierungsgutschein bezahlt. man sucht sich einen Anbieter der JobCoaching anbietet und das hilft ungemein.

Grüße Ines

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