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Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

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WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

Hallo Zusammen,

ich habe demnächst ein Bewerbungsgespräch bei der Bundesbank, kein Referendariat / Trainee-Stelle, sondern ein Direkteinsteig in der Bankenaufsicht.

Ich wollte mal wissen, was mich beim Bewerbungsgespräch erwartet? Es gibt einen schriftlichen Test und dann noch ein längeres Gespräch.

Was könnten die Inhalte sein? Eher Logiktest, oder wird das ganze schon sehr fachlich werden?

Wie entwickelt man sich denn als "Direkteinsteiger" weiter? Ist gehaltstechnisch schnell Schluss, weil ich ja explizit eine Planstelle besetze, oder gibts da auch Entwicklungspläne oder Karrierepfade?

Achja, meine Tätigkeit setzt eine hohe (inter)-nationale Reisetätigkeit voraus, wie wirkt sich das auf die Vergütung aus? Gibts da Zuschläge im TVöD?

Freue mich auf Meinungen!

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WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

Ein schriftlicher Test ist meist eine Art von Aufsatz bzw. Vermerk, bin mir aber nicht sicher, was in der Bankenaufsicht genau verlangt wird. Dazu gibt es keine zentrale Regelung. Das Vorstellungsgespräch wird sich vermutlich fachlich um die in der Ausschreibung genannten Anforderungen drehen, da herrscht in der Regel wenig Spielraum, damit bei allen Bewerbern in etwas das gleiche Spektrum abgefragt und verglichen werden kann.

Als Direkteinsteiger wird man nach TVöD bezahlt, die Entgeltgruppe sollte in der Ausschreibung stehen. Im höheren Dienst (Unistudium auf Masterniveau ist dafür i.d.R. die Voraussetzung) bedeutet das EG13. Nach einiger Zeit (ich glaube es sind zwei Jahre, das kann sich aber geändert haben) kann man verbeamtet werden, sofern das von beiden Seiten gewollt ist. Die Praxis diesbezüglich unterscheidet sich in den (Zentral-)Bereichen der Bundesbank. In manchen wird es mehr oder weniger jedem angeboten, der sich grundsätzlich in der Bank/im Aufgabengebiet "bewährt" hat, in anderen wird das eher als Belohnung gesehen. Die Bankenaufsicht dürfte eher zur ersten Gruppe gehören, da von dort regelmäßig Mitarbeiter zur EZB oder in die Privatwirtschaft wechseln und man daher die Verbeamtung als Personalbindungsinstrument intensiver nutzt, um die Leute zu halten.

Erfüllt man mindestens die Erwartungen, wird man mehr oder weniger automatisch nach EG15 (Tarifbereich) oder A15 (Beamte) befördert. Alles darüber hinaus wird schwieriger, weil diese Posten i.d.R. mit Führungsaufgaben verbunden sind und es kann ja nicht jeder Chef werden. Aber unmöglich ist es natürlich auch nicht, nur weniger planbar und es dauert ggf. länger als in der Privatwirtschaft.

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WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

Kann das soweit bestätigen. Verbeamtet wird mittlerweile soweit ich weiß nach bereits einem Jahr auf Probe, nach weiteren 3 Jahren auf Lebenszeit (sofern gesundheitlich nix dagegen spricht). Beim Bewerbungsgespräch dürften Fachwissen, Kompetenz, Persönlichkeit (passt man zur Bundesbank etc.) sowie ggf. geforderte Kenntnisse (Englischkenntnisse, IT Kenntnisse etc.) abgefragt werden. Tests wie im Assessment Center werden da m.E. nicht durchgeführt. Da so ein Gespräch auch nur ca 1-1,5h dauert, wäre für so etwas sicherlich auch gar keine Zeit. Die meisten Fachinfos findet man übrigens auf der Webseite der Bundesbank selbst.

Reisetätigkeiten werden nicht extra vergütet. Man bekommt natürlich Tagegeld etc. Aber ein Reiseboni oder ein gesonderte Aufwandsvergütung wegen Dienstreisen nicht. Kann natürlich sein, dass Vorgesetzte die Reisetätigkeiten durch einen Boni am Ende des Jahres würdigen. Muss aber nicht.

Meines Wissens ist man als Direkteinsteiger nicht auf eine Stelle „gefesselt“. Man kann sich wie auch Trainees z.B. entsprechend weiterentwickeln bzw. Auf andere Stellen bewerben. Trainees sind im Gegensatz zu anderen besser vernetzt oder haben einen bessere Vorstellung, was andere Zentralbereiche so machen. Über die Zeit und die Erfahrung relativiert sich das dann aber.

antworten
WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

WiWi Gast schrieb am 12.08.2021:

Kann das soweit bestätigen. Verbeamtet wird mittlerweile soweit ich weiß nach bereits einem Jahr auf Probe, nach weiteren 3 Jahren auf Lebenszeit (sofern gesundheitlich nix dagegen spricht). Beim Bewerbungsgespräch dürften Fachwissen, Kompetenz, Persönlichkeit (passt man zur Bundesbank etc.) sowie ggf. geforderte Kenntnisse (Englischkenntnisse, IT Kenntnisse etc.) abgefragt werden. Tests wie im Assessment Center werden da m.E. nicht durchgeführt. Da so ein Gespräch auch nur ca 1-1,5h dauert, wäre für so etwas sicherlich auch gar keine Zeit. Die meisten Fachinfos findet man übrigens auf der Webseite der Bundesbank selbst.

Reisetätigkeiten werden nicht extra vergütet. Man bekommt natürlich Tagegeld etc. Aber ein Reiseboni oder ein gesonderte Aufwandsvergütung wegen Dienstreisen nicht. Kann natürlich sein, dass Vorgesetzte die Reisetätigkeiten durch einen Boni am Ende des Jahres würdigen. Muss aber nicht.

Meines Wissens ist man als Direkteinsteiger nicht auf eine Stelle „gefesselt“. Man kann sich wie auch Trainees z.B. entsprechend weiterentwickeln bzw. Auf andere Stellen bewerben. Trainees sind im Gegensatz zu anderen besser vernetzt oder haben einen bessere Vorstellung, was andere Zentralbereiche so machen. Über die Zeit und die Erfahrung relativiert sich das dann aber.

Tvöd 13 nach welchen Tarif? Verwaltung?

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WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

Steht doch in den Stellenanzeigen drin, unter "Unser Angebot". Und selbst wenn du da nicht gucken kannst oder willst: Es gibt hier um eine ***Bundes***behörde.

WiWi Gast schrieb am 12.08.2021:

[...}

Tvöd 13 nach welchen Tarif? Verwaltung?

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WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

Lieben Dank für die Antworten :)

Jetzt weiß ich schon mal grob Bescheid, und freue mich umso mehr auf mein Bewerbungsgespräch.

Klingt auf jeden Fall spannender als es sich am Anfang angehört hat.

Werde mich nochmals melden, wenn ich durch bin!

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WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

Hallo,

eine Frage: Darf man als Bundesbank-Mitarbeiter mit Wertpapieren handeln?

Ich habe mal mitbekommen, dass Bafin-Mitarbeiter diesbezüglich eingeschränkt sind, und ob das dann auch für die Bundesbank gilt.

Habe diesbezüglich dieses Zitat aus einem Handelsblatt Artikel gefunden (bezogen auf das Verbot für Bafin Mitarbeiter):

" Das Verbot orientiere sich am Verhaltenskodex für das Bafin-Direktorium und die Bundesbank."

Heißt das, auch Bundesbank Mitarbeiter dürfen nicht handeln?

antworten
WiWi Gast

Bundesbank Direkteinstieg - Erfahrungen, Entwicklung, Perspektive?

WiWi Gast schrieb am 05.09.2021:

Hallo,

eine Frage: Darf man als Bundesbank-Mitarbeiter mit Wertpapieren handeln?

Ich habe mal mitbekommen, dass Bafin-Mitarbeiter diesbezüglich eingeschränkt sind, und ob das dann auch für die Bundesbank gilt.

Habe diesbezüglich dieses Zitat aus einem Handelsblatt Artikel gefunden (bezogen auf das Verbot für Bafin Mitarbeiter):

" Das Verbot orientiere sich am Verhaltenskodex für das Bafin-Direktorium und die Bundesbank."

Heißt das, auch Bundesbank Mitarbeiter dürfen nicht handeln?

Es kommt darauf an, wo Du genau in der Bank arbeitest. Je nachdem ist es Dir verboten, mit gewissen Wertpapieren zu handeln. Ist mMn vollkommen verständlich und legitim. Verstehe bis heute nicht, wieso die BaFin-Mitarbeiter unabhängig ihrer Abteilung mit allem handeln durften.

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