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Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

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WiWi Gast

Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Wie geht eure Firma bzw. ihr persönlich mit dem Thema um?

Findet ihr es gut, euch einen Nachmittag in einem Flüchtlingsheim die Wände zu streichen und nette PR für die Firma zu liefern, während sie gleichzeitig auf Sparkurs geht und 20% der Belegschaft freisetzt?

Oder ist es eine Unverschämtheit, dass Kollegen sich dem Tag verweigern, aus Unlust oder aus anderen Gründen?

Würde mich über reflektierte Meinungen freuen!

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Naja es kommt konkret darauf an was das Unternehmen an CSR Aktivitäten macht. Mal einen Nachmittag was tolles fürs PR-Team machen, damit hat es sich nicht. Die USA sind dort mal wieder Vorreiter und die Großkonzerne haben alle ihre CSR Abteilungen um die nächsten Skandale zu verhindern und präventiv die Triple-Bottom-Line (Ökonomie, Ökologie & Soziales) zu erhöhen. Seien es Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern, oder auch ein Diesel-Gate wäre ggf. mit einer vernünpftigen CSR Abteilung so nicht geschehen.
Von daher meine Meinung: wenn man nur mal eben wischiwaschi etwas ohne langfristiges Ziel macht, kann man es auch gleich sein lassen. Die Basis von CSR ist ja gerade die langfristige und nachhaltige Verbesserung der Triple-Bottom-Line im jeweiligen Unternehmen in Kooperation mit den Stakeholdern

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Danke für diese Antwort - aus Deiner Sicht fängt CSR also gerade im EIGENEN Unternehmen an:

Bessere Produkte, bessere Arbeitsbedingungen, mehr Umweltverträglichkeit.

Das ist auch meine Sicht - warum sollte man im Kindergarten die Wände streichen (was ein Maler ohnehin 100mal besser kann als die Risikomanagement-Abteilung einer Bank) und dabei die Fotokameras klicken lassen für das PR-Magazin und die Lokalzeitung, während Filialen geschlossen werden und Boni für das Management erhöht werden?

Gerne höre ich mir aber auch gegenteilige Meinungen an - bin gespannt!

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Ist in Deutschland leider nur Anhängsel der PR-Abteilung.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

hier nochmals der Schreiber der ersten Antwort:

Im eigenen Unternehmen liegt der Beginn, dass man zunächst eine CSR Abteilung schafft und man wie schon gesagt nicht nur aus PR Zwecken, sondern im Einklang mit der Unternehmensvision & Strategie eine passende CSR-Strategie entwickelt. Je nachdem wie tief man dort ins Detail geht, dauert das seine Zeit, oder man holt sich eine entsprechende Beratung ins Haus (ja es gibt nur auf CSR fokussierte Beratungen).
Diese Analyse kann aber auch ergeben, dass z.B. die Nachbarschaft, wo ein Unternehmen Standorte hat/welche plant, dem Vorhaben skeptisch gegenüber steht. Dort macht es dann Sinn Aufklärung zu betreiben und einfach in Kontakt mit den Nachbarn zu treten, da diese ein relevanter Stakeholder sein können und vor allem lokal echte Probleme bereiten können. Im Bereich Sozialem können wie von dir angesprochene Projekte natürlich auch vorkommen und auch sinnvoll sein, sei es nur zum Bonding zwischen dem Umfeld und dem Unternehmen. Wie sagt man als BWLer so schön - es kommt darauf an.
Was aber prinzipiell wichtig ist bzgl. CSR und was auch in den USA erst nach und nach Einzug erhält, dass der Nutzen einer solchen Abteilung erkannt wird und vom Vorstand mit Rückendeckung versehen wird. Man darf dabei nicht nur die entstehenden Kosten sehen, denn vieles was dort geschieht ist, führt zur Vermeidung potenzieller Schäden.
Es ist kein einfaches Umfeld, aber definitiv nicht nur etwas für "treehugger". Aus persönlicher Erfahrung weiß ich auch, dass das Thema in Deutschland langsam Einzug erhält und es auch nach und nach entsprechende Studiengänge gibt. Man kann aber sagen, dass ein Basiswissen in dieser Thematik auch in fast jeder anderen Position weiterhilft, um ein wenig über den Tellerrand hinauszublicken und einen positiven Impact zu hinterlassen.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Dem TE geht es um Meinungen und Erfahrungen, nicht darum, was CSR ist oder wo es herkommt.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

weitere Meinungen?

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Unternehmen in Deutschland sind meistens schon sehr nah an der geforderten tripple bottom line. CSR ist in der deutschen Unternehmenskultur somit ein Nebenprodukt und hat deshalb eine nicht so hohe Relevanz. Just my 2 cents

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Ja, gerade die Mittelständler in Familienhand leben doch sehr stark von der stakeholder-capitalism-Kultur. Ich finds gut, dass hat unser Land gross gemacht.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Sorry, was ist die trip(p)le bottom line und stakeholder-capitalism?

Und was hat das nun mit CSR zu tun?

Übrigens: Rechtschreibung ist sexy!

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Economic, Environmental, Social/Governance - das sog. Drei-Säulen-Modell nach Elkington. Die Stakeholder-Theorie (u.a. Freeman) besagt, dass ein Unternehmen nicht nur den Shareholder-Value maximieren sollte (Friedman), sondern die Belange aller Stakeholder in Betracht ziehen muss. Demzufolge ist "Nachhaltigkeit" (bspw. schnell intuitiv nachzuvollziehen: Environmental für die Gesellschaft, Politik, Kunden oder Social/Governance für die Mitarbeiter) ein Instrument zur Stakeholder-Value-Maximierung.

Andere Autoren beschreiben Nachhaltigkeit mit den sog. ESG (Environmental, Social, Governance) Kriterien - die ökonomische Dimension wird also explizit außen vor gelassen.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Ich wusste bis zu diesem Thread nicht mal das so eine Abteilung existiert... Könnte man von mir aus auch gerne wieder einstampfen

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Ich hab doch nun schon einige Male um MEINUNGEN gebeten, nicht um Wikipedia-Wissen oder um die "Zusammenfassung" Deiner Oberstufen-Arbeit...

Lounge Gast schrieb:

Economic, Environmental, Social/Governance - das sog.
Drei-Säulen-Modell nach Elkington. Die Stakeholder-Theorie
(u.a. Freeman) besagt, dass ein Unternehmen nicht nur den
Shareholder-Value maximieren sollte (Friedman), sondern die
Belange aller Stakeholder in Betracht ziehen muss. Demzufolge
ist "Nachhaltigkeit" (bspw. schnell intuitiv
nachzuvollziehen: Environmental für die Gesellschaft,
Politik, Kunden oder Social/Governance für die Mitarbeiter)
ein Instrument zur Stakeholder-Value-Maximierung.

Andere Autoren beschreiben Nachhaltigkeit mit den sog. ESG
(Environmental, Social, Governance) Kriterien - die
ökonomische Dimension wird also explizit außen vor gelassen.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

So sieht es aus. Der Familienunternehmer denkt schon aus Eigeninteresse nachhaltig, da er ja in Generationen denkt. CSR-Abteilungen schaffen sich deshalb vor allem Konzerne an, die sich diese langfristige Sicht mühsam künstlich aneignen müssen. Aber da ist eben immer die Frage, wie ernst ein CEO eine solche Abteilung ohne kurzfristigen profit nimmt, wenn er selber gedenkt in ein paar Jahren schon wieder beim nächsten Arbeitgeber aufzuschlagen...

Lounge Gast schrieb:

Ja, gerade die Mittelständler in Familienhand leben doch sehr
stark von der stakeholder-capitalism-Kultur. Ich finds gut,
dass hat unser Land gross gemacht.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

...oben wurde gefragt was die TBL etc. ist. Entschuldige die Hilfsbereitschaft.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Im übrigen kein Grund eine solche Wortwahl zu nutzen.

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WiWi Gast

Re: Corporate Social Responsibility (CSR) - eure Meinung/Erfahrung

Und warum genau sollte man so eine Abteilung einstampfen?
Auch deutsche Unternehmen tun sich schwer mit Nachhaltigkeitsthemen sowie -Risiken. Relevant ist die Thematik eben nicht nur am deutschen Standort, sondern entlang der gesamten Wertschöpfung sowie Lieferkette eines Unternehmens - und die endet bei den meisten deutschen Unternehmen eben nicht im Inland. Ganz zu schweigen von den möglichen Chancen. Nicht umsonst existiert das Konzept des "Creating Shared Value" mit dem Fokus auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.
CSR sollte nicht mit Corporate Citizenship - im Sinne eines gesellschaftlichen Engagements - verwechselt werden. Der entscheidende Unterschied ist der Bezug zum Kerngeschäft. Das Streichen von Wänden in Flüchtlingsheimen fällt in die Kategorie gesellschaftliches Engagement. Deshalb sollte CSR stets eng mit den Themen Sustainable Supply Chain, Compliance, Arbeitssicherheit, Umweltmanagement, Risikomanagement und nachhaltiger Erzeugnisse verstanden werden.

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