DieManager von Morgen WiWi-TReFF.de - Zeitung & Forum für Wirtschaftsstudium & Karriere
Berufseinstieg: Wo & WieFinanzbranche

Umstieg in die Finanzindustrie

Autor
Beitrag
Gast

Umstieg in die Finanzindustrie

Hallo zusammen,

Ich habe mich irgendwie etwas verfranst. Ich bin gerade am Ende meines geisteswissenschaftlichen Bachelors (Schweiz: ca. 5,4 Abschlussnote), arbeite aber nebenbei bei einem kleinen Vermögensverwalter, mache dort die Compliance und Auditaufgaben, Kundenaufnahme etc. und werde bald ins Portfolio-Management eingeführt (aber ziemlich basic). Zudem gerade ein Praktikum gestartet bei einem Fintech. Mein Interesse für die Finanzindustrie wächst und ich könnte mir je länger je mehr eine Zukunft dort vorstellen.
Allerdings hab ich etwas Zweifel, was den Einstieg und die Entwicklung mit meiner Vorgeschichte anbelangt.

  • Habt ihr Erfahrungen mit ziemlich radikalen Richtungswechseln?
  • Und wie gehe ich nun am besten vor?

Ich habe mich auch schon bei UB's beworben und halte Ausschau nach Praktika bei Banken oder anderen Finanzdienstleistern und Instituten. Meistens werde ich aufgrund meines Hintergrunds natürlich abgelehnt, was ich auch verstehe. Nur wollte ich mal nachfragen, was ich machen könnte, um mein Profil zu schärfen für einen Einstieg in die Finanzbranche. Ich überlege mir einen Shift im Master zu Business, gibt gewisse pre-experience Master, aber die goldene Lösung kann es auch nicht sein glaub ich.

Danke für eure Inputs.

antworten
WiWi Gast

Umstieg in die Finanzindustrie

Vermutlich musst du einen Umweg über den Vertrieb gehen. Ideal wäre daher ein Vertriebs-Traineeprogramm im Bereich Versicherungen oder Banken, denn dort stellen sie nicht nach konkretem Hochschulabschluss ein, sondern nach Persönlichkeit:

  1. Versuche es bei großen Unternehmen. Dein Ziel müssen Allianz & Cos sein und keine kleinen Nischenbetriebe. Die kleinen kannst du vergessen.

  2. Stelle dich auf mehrere Jahre ein, in denen du erst einmal Produkte an den Mann bringen und dich beweisen musst

  3. Stelle dich darauf ein, dass der interne Aufstieg, trotz aller Versprechen, hart und steinig sein wird. Banken und Versicherungen liebeb interne Förderkreis samt Projekten und zahlreiche interne Auswahlverfahren, die du neben deinen eigentlichen Aufgaben, die nicht darunter leiden dürfen, durchführen musst.

  4. Vergiss nicht, dass du im Vertrieb beginnst und da erstmal Zahlen zählen. Nicht jeder ist dafür gemacht. Das bedeutet auch Druck, den du mit ins soziale Leben nimmst und den du als Geisteswissenschaftlicher bislang nicht gewohnt bist.

  5. In Bereich der Versicherungen und Banken ist Netzwerken alles. Du kannst noch so gut sein im Vertrieb, ohne Netzwerk bleibst du hängen. Umgedreht kannst du mittelmäßig im Vertrieb sein, aber das Netzwerk wird dich trotzdem weiterbringen. Nur mies darfst du halt nicht sein, aber dann bist du ganz schnell weg vom Fenster.
antworten
Gast

Umstieg in die Finanzindustrie

Okay, vielen Dank für die Rückmeldung. Das ist zwar nicht besonders ermutigend, aber immerhin mal ein Anfang.
Ich schaue mich mal um, was es da so gibt. Vielleicht gelingt auch der Einstieg über ein Absolventenprogramm trotz allem. Allianz oder Zürich Versicherung bietet da sowas an.

WiWi Gast schrieb am 19.02.2020:

Vermutlich musst du einen Umweg über den Vertrieb gehen. Ideal wäre daher ein Vertriebs-Traineeprogramm im Bereich Versicherungen oder Banken, denn dort stellen sie nicht nach konkretem Hochschulabschluss ein, sondern nach Persönlichkeit:

  1. Versuche es bei großen Unternehmen. Dein Ziel müssen Allianz & Cos sein und keine kleinen Nischenbetriebe. Die kleinen kannst du vergessen.

  2. Stelle dich auf mehrere Jahre ein, in denen du erst einmal Produkte an den Mann bringen und dich beweisen musst

  3. Stelle dich darauf ein, dass der interne Aufstieg, trotz aller Versprechen, hart und steinig sein wird. Banken und Versicherungen liebeb interne Förderkreis samt Projekten und zahlreiche interne Auswahlverfahren, die du neben deinen eigentlichen Aufgaben, die nicht darunter leiden dürfen, durchführen musst.

  4. Vergiss nicht, dass du im Vertrieb beginnst und da erstmal Zahlen zählen. Nicht jeder ist dafür gemacht. Das bedeutet auch Druck, den du mit ins soziale Leben nimmst und den du als Geisteswissenschaftlicher bislang nicht gewohnt bist.

  5. In Bereich der Versicherungen und Banken ist Netzwerken alles. Du kannst noch so gut sein im Vertrieb, ohne Netzwerk bleibst du hängen. Umgedreht kannst du mittelmäßig im Vertrieb sein, aber das Netzwerk wird dich trotzdem weiterbringen. Nur mies darfst du halt nicht sein, aber dann bist du ganz schnell weg vom Fenster.
antworten
WiWi Gast

Umstieg in die Finanzindustrie

Mach einen Finance-nahen Master und schau dir mal z.B. das CFA-Programm an. Grundsätzlich würde ich es erstmal auf Juniorstellen bei z.B. Allianz und vor versuchen, bevor du stumpf in den Vertrieb gehst.

antworten
WiWi Gast

Umstieg in die Finanzindustrie

WiWi Gast schrieb am 19.02.2020:

Mach einen Finance-nahen Master und schau dir mal z.B. das CFA-Programm an. Grundsätzlich würde ich es erstmal auf Juniorstellen bei z.B. Allianz und vor versuchen, bevor du stumpf in den Vertrieb gehst.

Ist relatvi unwahrscheinlich, dass er noch einmal in ein Nicht-Vertriebs-Programm kommt. Da ist der rote Faden (oder Vitamin B) einfach das A und O. Sehe auch nur den Vertriebs weg und der ist, wenn man das kann, auch kein schlechter.

antworten

Artikel zu Finanzbranche

Grundgehälter im Finanzsektor steigen leicht

Die Finanzmetropole Frankfurt.

Die erwarteten Gehaltserhöhungen im Finanzsektor liegen zwischen 1,9 und 2,4 Prozent. Auch die Boni werden ähnlich stark steigen. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Unternehmensberatung Mercer, für die Vergütungsinformationen von 42 Banken, Versicherern und weiteren Finanzunternehmen aus 14 Ländern analysiert wurden.

access Finance & Banking Career Event 2017

Das Finance & Banking Career Event von access bietet am 10. März 2017 in Frankfurt die Möglichkeit, als Trainee oder Consultant beispielsweise bei Deloitte oder FAS durchzustarten. Bewerbungen sind noch bis zum 19. Februar 2017.

Innovationspreis »FINANZKOMPASS 2015«

Innovationspreis Finanzkompass 2015

Der Finanzplatz Hamburg e.V. schreibt zum fünften Mal den mit 10.000 Euro dotierten Innovationspreis FINANZKOMPASS für Wissenschaftler, Doktoranden oder Studierende aus allen Disziplinen mit Bezug zum Finanz- oder Versicherungsbereich aus. Die Bewerbungsfrist endet am 21. August 2015.

Literatur-Tipp: Top-Karrieren mit Staufenbiel »Banking & Finance«

Staufenbiel Ratgeber Banking-Finance

Banken, Versicherungen und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften sind attraktive Arbeitgeber für Absolventen. Hier lernen Einsteiger viel, sie arbeiten in Projekten mit eigener Verantwortung – und nicht zuletzt können sie gut verdienen. Ein Blick hinter die Kulissen der Finance-Branchen wirft zweimal im Jahr die jeweils aktuelle Ausgabe von „Staufenbiel Banking & Finance“.

Utopie oder Realität? Eine Karriere im Finanzsektor!

Finanzbranche: Blick auf das Bankenviertel in Frankfurt am Main.

Die zunehmende Digitalisierung verändert viele Bereiche der Wirtschaft, auch den Finanzsektor. Das Nachsehen haben Sachbearbeiter, die im Finanzbereich immer schwerer Fuß fassen. Auf der anderen Seite gibt es sogar einige Finanzexperten, die von der Finanzkrise profitieren. Beispielsweise sind Risikomanager, Quants oder auch IT-Spezialisten gefragter denn je.

Gehaltstrends in Europa: Deutsche Finanzprofis profitieren am stärksten

Ein blaues Schild mit den gelben europäischen Sternen und der Aufschrift: Geschenke aus Europa.

Die besten Chancen auf mehr Gehalt in diesem Jahr haben im europäischen Vergleich die Mitarbeiter im Finanz- und Rechnungswesen in Deutschland. Während durchschnittlich etwa jeder dritte CFO aus sieben europäischen Ländern steigende Fixgehälter beobachtet, sind es in Deutschland sogar 43 Prozent der CFOs.

Arbeitsmarkt 2014: Glänzende Aussichten für Bewerber im Finanz- und Rechnungswesen

Ein Mann genießt die Aussicht von einem Berg.

Für Fachkräfte im Finanz- und Rechnungswesen sind die Chancen für Jobwechsel im ersten Halbjahr 2014 ausgezeichnet. Insgesamt 87 von 200 befragten Unternehmen in Deutschland wollen die Mitarbeiterzahl im Finanzwesen konstant halten oder 41 Prozent sogar erhöhen. Das ist das Ergebnis der Arbeitsmarktstudie Finanz- und Rechnungswesen 2014 des Personaldienstleister Robert Half.

CFOs setzen im Finanzwesen auf Zeitarbeitskräfte

Ein Arm mit einer Uhr und einer zweiten Hand, die die Zeit verstellt.

In vielen Unternehmen endet das laufende Geschäftsjahr Ende September. Daher arbeiten schon jetzt etliche Finanzabteilungen akribisch daran, den Jahresabschluss vorzubereiten. Wie eine von Robert Half in Auftrag gegebene Studie unter 200 CFOs zeigt, erweisen sich dabei Zeitdruck und daraus resultierende Überstunden, nicht fundiertes Fachwissen sowie eine sinkende Motivation häufig als Herausforderungen. Die Bereitschaft unter Finanzchefs wächst deshalb, Zeitarbeitskräfte für den Jahresabschluss auf den Plan zu rufen – dies gilt vor allem für mittelständische Unternehmen.

Berufsprestige-Skala 2013: Banker-Image am Boden

Expatriate

Die aktuelle Allensbacher Berufsprestige-Skala 2013 zeigt eine hohes berufliches Ansehen von Ärzten und Lehrern in der Bevölkerung. Schlusslicht im Ranking der top 20 Berufe sind nach den Finanzkrisen die Banker. Rückläufig ist ebenfalls die Reputation von Hochschulprofessoren und Rechtsanwälten.

Arbeitsmarkt: Jeder dritte Finanzchef plant Neueinstellungen

87 Prozent der Unternehmen in Deutschland blicken zuversichtlich auf die Wirtschaftsentwicklung der kommenden sechs Monate und 39 Prozent planen die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die optimistischsten Konjunkturerwartungen und den höchsten Bedarf an Fach- und Führungskräften hat der Finanzdienstleistungssektor.

Neue Skills im Finanz- und Rechnungswesen gefordert

Eine blaue Spielzeugkasse aus Plastik mit Tasten und Zahlen.

Von den Mitarbeitern werden Branchenkenntnisse, Führungsqualitäten, Finanzfachwissen und analytische Fähigkeiten gefordert. Das ist ein Ergebnisse einer internationalen Befragung im Auftrag des Personaldienstleisters Robert Half von 1.000 europäischen CFOs (200 davon aus Deutschland).

Gehaltsspiegel 2012 für das Finanzwesen und Rechnungswesen

Gehaltsspiegel 2010 Finanz-Rechnungswesen

In Deutschland ist das regionale Gehaltsgefälle für Buchhalter und Controller beträchtlich. Dies ist ein Ergebnis des Gehaltsspiegels 2012 für das Finanz- und Rechnungswesen, für den der spezialisierte Personaldienstleister Robert Half mit dem Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) über 4.000 Finanzfachkräfte befragt hat.

Finanzexperten stark gefragt - Deutsche CFOs planen weitere Einstellungen

Ein roter Zug der Regionalbahn.

Fast jedes zweite deutsche Unternehmen verfügt aktuell über vakante Positionen in der Finanzabteilung. Bei der Anwerbung von qualifizierten Fachkräften haben allerdings über 80 Prozent der Unternehmen Schwierigkeiten. Dies ist ein Ergebnis des Financial Hiring Index von Robert Half.

Frischer Wind im Finanzwesen - Firmen strukturieren um

Es kommt Bewegung in die Finanzabteilungen. Deutlich mehr Unternehmen wollen Veränderungen sorgen: Bestehende Arbeitsplätze sollen neu besetzt und neue Stellen geschaffen werden. Dies ist ein Ergebnis des aktuellen Financial Hiring Index von Robert Half.

Banken drehen wieder ein großes Rad

Zahnräder an einem Industriegebäude.

Das rasante Wachstum der Großbanken wurde durch die Finanzkrise nicht gestoppt. Das Wachstum wird im Wesentlichen durch Fremdkapital finanziert. Darauf deutet ein Indikator für die Konzentration im Bankenwesen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hin.

Antworten auf Umstieg in die Finanzindustrie

Als WiWi Gast oder Login

Forenfunktionen

Kommentare 5 Beiträge

Diskussionen zu Finanzbranche

Weitere Themen aus Berufseinstieg: Wo & Wie